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Title:
METHOD FOR OPERATING A MOTOR VEHICLE SYSTEM OF A MOTOR VEHICLE REGARDLESS OF THE DRIVING SITUATION, PERSONALIZATION DEVICE, AND MOTOR VEHICLE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/211055
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for operating a motor vehicle system (26) of a motor vehicle (24) regardless of the driving situation. The method has the following steps which are carried out by a personalization device (10) of the motor vehicle (24): identifying (S2) the driver of the motor vehicle (24); using the identity of the driver to determine multiple driver-specific configuration data sets (32), wherein each of the determined configuration data sets (32) describes (S8) configuration data of a respective user profile of the identified driver in order to personalize the motor vehicle system (26), determining (S4) at least one additional occupant which is located in the motor vehicle (24); using the result of the determination (S4) of the at least one occupant to determine an intention of the determined driver, said intention being used by the driver to use (S10) the motor vehicle (24); using the determined intention to select a personalization mode (PDPM_1, PDPM_2) from a plurality of personalization modes (PDPM_1, PDPM_2), wherein the selected personalization mode (PDPM_1, PDPM_2) specifies (S11) a sub-quantity of the determined configuration data sets (32), and configuring (S9) the motor vehicle system (26) using a configuration data set (32) specified by the selected personalization mode (PDPM_1, PDPM_2).

Inventors:
LERZER, Jürgen (Koppenmühlweg 22, Neumarkt, 92318, DE)
SOFRA, Nikoletta (Schäffbräustr. 11, Ingolstadt, 85049, DE)
GRUBER, Hans Georg (Moritzstraße 19, Ingolstadt, 85049, DE)
EBNER, André (Rosa-Käfferlein-Str. 6a, Ingolstadt, 85051, DE)
MELZ, Ron (Hertelstr. 14, Ingolstadt, 85051, DE)
Application Number:
EP2019/058463
Publication Date:
November 07, 2019
Filing Date:
April 04, 2019
Export Citation:
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Assignee:
AUDI AG (85045 Ingolstadt, 85045, DE)
International Classes:
B60R16/037; B60W50/08; B60W40/08; B60W50/00
Domestic Patent References:
WO2005068259A12005-07-28
Foreign References:
DE102013201959A12014-08-21
EP3217333A12017-09-13
US20130030645A12013-01-31
US9545931B12017-01-17
DE102015225838A12017-06-22
DE102013201959A12014-08-21
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Claims:
PATENTANSPRÜCHE:

1. Verfahren zum fahrsituationsabhängigen Betreiben mindestens eines Kraftfahrzeugsystems (26) eines Kraftfahrzeugs (24), das Verfahren aufweisend die durch eine Personalisierungseinrichtung (10) des Kraft- fahrzeugs (24) durchgeführten Schritte:

- Identifizieren eines Fahrers des Kraftfahrzeugs (24, S2),

- anhand einer Identität des Fahrers: Festlegen von mehreren fahrer- spezifischen Konfigurationsdatensätzen (32), wobei jeder der festge- legten Konfigurationsdatensätze (32) Konfigurationsdaten jeweils ei- nes Benutzerprofils des identifizierten Fahrers zum Personalisieren des mindestens einen Kraftfahrzeugsystems (26) beschreibt (S8),

- Feststellen von mindestens einem weiteren Insassen, der sich im Kraftfahrzeug (24, S4) befindet,

- anhand eines Ergebnisses des Feststellens des mindestens einen In- sassen (S4): Festlegen einer Intention des festgestellten Fahrers, mit der er das Kraftfahrzeug (24) benutzt (S10),

- anhand der festgelegten Intention: Auswählen eines Personalisie- rungsmodus (PDPM_1 , PDPM_2) aus einer Mehrzahl an Personalisie- rungsmodi (PDPM_1 , PDPM_2), wobei der ausgewählte Personalisie- rungsmodus (PDPM_1 , PDPM_2) eine Teilmenge der festgelegten Konfigurationsdatensätze (32, S11 ) vorgibt, und

- Konfigurieren des mindestens einen Kraftfahrzeugsystems (26) an- hand eines durch den ausgewählten Personalisierungsmodus (PDPM_1 , PDPM_2) vorgegebenen Konfigurationsdatensatzes (32, S9).

2. Verfahren nach Anspruch 1 , wobei

jeder der Konfigurationsdatensätze (32) Konfigurationsdaten umfasst zu:

- einer vorbestimmten Favoritenliste; und/oder

- mindestens einem vorbestimmten Navigationsziel; und/oder

- vorbestimmten Kontaktdaten; und/oder

- eine vorbestimmte Bilddatei als Hintergrundbild eines Bildschirms; und/oder

- vorbestimmte Einstellungen zu einem Aktivierungszustand des Kraft- fahrzeugsystems (26). 3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, aufweisend die

Schritte:

- Betreiben der Personalisierungseinrichtung (10) in einem Bedienmodus, und

- durch die Personalisierungseinrichtung (10): Empfangen eines Bediensig- nals (S17), das eine Bedienhandlung zum Vorgeben des ausgewähl- ten Personalisierungsmodus (PDPM_1 , PDPM_2) als zu aktivierenden Bedienmodus beschreibt,

wobei das Festlegen der Fahrerintention (S10) zusätzlich in Abhängigkeit von dem ausgewählten Personalisierungsmodus (PDPM_1 , PDPM_2) erfolgt.

4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei

das Festlegen der Fahrerintention (S10) durch Prädizieren der Fahrer- intention in Abhängigkeit von dem Feststellen des mindestens einen weiteren Insassen (S4) erfolgt.

5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, aufweisend den durch die Personalisierungseinrichtung (10) durchgeführten Schritt:

- Feststellen einer Identität und/oder einer Klassifikation des mindes- tens einen weiteren Insassen (S12) zum Feststellen des mindestens einen weiteren Insassen (S4),

wobei das Festlegen der Intention des Fahrers (S10) anhand der fest- gestellten Identität des mindestens einen weiteren Insassen erfolgt. 6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, aufweisend den durch die Personalisierungseinrichtung (10) durchgeführten Schritt:

- Feststellen einer Klassifikation des mindestens einen weiteren Insas- sen (S13) zum Feststellen des mindestens einen weiteren Insassen (S4), wobei das Festlegen der Intention des Fahrers (S10) anhand der fest- gestellten Klassifikation des mindestens einen weiteren Insassen er- folgt. 7. Verfahren nach Anspruch 6,

wobei das Feststellen der Klassifikation des mindestens einen weiteren Insassen (S13) erfolgt in Abhängigkeit von:

- einem festgestellten Alter oder einer festgestellten Altersgruppe des festgestellten mindestens einen weiteren Insassen; und/oder

- einer festgestellten aktuellen Insassenkombination; und/oder

- einer festgestellten Identität des jeweiligen mindestens einen weiteren Insassen; und/oder

- eines festgestellten Sitzplatzes des festgestellten, mindestens einen weiteren Insassen.

8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, aufweisend die durch die Personalisierungseinrichtung (10) durchgeführten Schritte:

- Feststellen mindestens eines durch eine Bedienhandlung eines Be- nutzers des Kraftfahrzeugs (24) gesteuerten Umkonfigurationsvor- gangs zum Ändern des Konfigurationsdatensatzes des ausgewählten

Personalisierungsmodus (PDPM_1 , PDPM_2) (S14),

- in Abhängigkeit von dem festgestellten Umkonfigurationsvorgang Speichern des geänderten Konfigurationsdatensatzes (32, S15), und

- Zuordnen des gespeicherten Konfigurationsdatensatzes (32) zu der festgelegten Intention (S16).

9. Personalisierungseinrichtung (10), die dazu eingerichtet ist, die eine Personalisierungseinrichtung (10) betreffenden Verfahrensschritte eines Verfahrens der vorhergehenden Ansprüche durchzuführen.

10. Personalisierungseinrichtung (10) nach Anspruch 9, umfassend eine Sensoreinrichtung (12), eine Fahreridentifizierungseinrichtung (14), eine Insassenerkennungseinrichtung (16), eine Benutzerprofilverwaltungs- einrichtung (18).

11. Kraftfahrzeug (24), aufweisend eine Personalisierungseinrichtung (10) nach Anspruch 9 oder 10.

Description:
Verfahren zum fahrsituationsabhängigen Betreiben eines Kraftfahrzeugsys- tems eines Kraftfahrzeugs, Personalisierungseinrichtung und Kraftfahrzeug

BESCHREIBUNG:

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum fahrsituationsabhängigen Betreiben eines Kraftfahrzeugsystems eines Kraftfahrzeugs, das durch eine Personal i- sierungseinrichtung des Kraftfahrzeugs durchgeführt wird. Die Erfindung betrifft ebenfalls die Personalisierungseinrichtung, die zum Beispiel als Steu- ergerät des Kraftfahrzeugs oder als System mehrerer Geräte oder mehrerer Gerätekomponenten ausgestaltet sein kann. Die Erfindung betrifft ebenfalls ein Kraftfahrzeug mit einer erfindungsgemäßen Personalisierungseinrich- tung, wobei das Kraftfahrzeug vorzugsweise als Kraftwagen ausgestaltet sein kann.

In gegenwärtigen und zukünftigen Kraftfahrzeugen können diese einen kon- tinuierlich anwachsenden Grad an Personalisierung unterstützen. Die Perso- nalisierung erfolgt durch Identifizierung oder Authentifizierung des Fahrers des Kraftfahrzeugs, und Auswahl eines Benutzerprofils in Abhängigkeit von einer Identität des Fahrers.

Das Benutzerprofil kann dabei zum Beispiel in einem internen Speicher des Kraftfahrzeugs und/oder in einer Rechnerwolke oder Datenwolke („Daten- Cloud“), also in einem Rechnernetz, abgelegt sein. Ist es in der Daten-Cloud abgelegt, muss es auf das Kraftfahrzeug heruntergeladen werden. Ist es im Kraftfahrzeug abgelegt und in der Daten-Cloud, können entsprechende Syn- chronisationsmechanismen angewendet werden.

Eine Identität des Fahrers kann beispielsweise durch verschiedene Mittel erfasst und festgestellt werden oder eine Kombination dieser Mittel. Beispiel- hafte Mittel sind ein Schlüssel, der einem Benutzer zugeordnet ist, ein An- melden oder Einloggen mit einem Passwort und/oder einer persönlichen Identifikationsnummer („Pin“), oder durch biometrische Identifikation oder Authentifizierung des Benutzers, beispielsweise durch Erfassen eines Fin- gerabdruckes, einer Gesichtserkennung oder einer Iriserkennung.

Diese Daten können zum Beispiel Benutzerrechte eines oder mehrerer Be- nutzer sowie deren persönliche Einstellungen beschreiben. Die personalisier- ten Parameter oder Daten können beispielsweise umfassen: Benutzerspezi- fische Kraftfahrzeug-Einstellungen; benutzerspezifische Listen, zum Beispiel eine Liste der letzten Navigationsziele, Listen der letzten Anrufe oder Favori- tenlisten, zum Beispiel eine Favoritenliste von Radiostationen; benutzerspe- zifische Bildschirme oder Hintergrundbilder eines Bildschirms, beispielsweise eine Einstellung eines Startbildschirms oder Willkommens-Bildschirms; be- nutzerspezifische ausgewählte Inhalte; gelerntes Verhalten des Benutzers; ein oder mehrere benutzerspezifische Kraftfahrzeug-Funktions-Profile, die zum Beispiel beschreiben können, welche Kraftfahrzeugfunktionen durch den Benutzer aktiviert, gekauft oder zum Beispiel heruntergeladen wurden; und ein Erfahrungsgrad für Kraftfahrzeugfunktionen.

Die WO 2005/068259 A1 beschreibt ein Verfahren zum Übertragen von persönlichen Einstellungen von einem ersten Kraftfahrzeug auf ein zweites Kraftfahrzeug, insbesondere für einen Fahrer, der das Fahrzeug wechselt.

Die DE 10 2015 225 838 A1 beschreibt ein Verfahren zum Personalisieren zumindest einer Einstellung einer Einrichtung des Fahrzeugs.

Die DE 10 2013 201 959 A1 beschreibt eine automatische Anpassung einer Konfiguration eines Kraftfahrzeugs an Präferenzen der Fahrzeuginsassen. Dabei kann eine Vielzahl von gleichzeitigen Benutzern berücksichtigt wer- den. Eine gemeinsame Präferenz der Vielzahl von Benutzern kann zum Beispiel auf Basis von Konfigurationsprofilen der Vielzahl von Benutzern und/oder auf Basis eines Gruppen-Konfigurationsprofils für die Vielzahl von Benutzern ermittelt werden. Mit anderen Worten wird für eine Vielzahl unter- schiedlicher Benutzer jeweils ein Benutzerprofil bereitgestellt.

Durch den zuletzt genannten Stand der Technik wird jedoch nicht berück- sichtigt, welche Person die Funktion des Fahrers übernimmt. Möchte der Fahrer auf sich selbst zugeschnittene Präferenzen haben, muss er Einstel- lungen manuell ändern. Dies ist jedoch nicht wünschenswert, da der Fahrer so wenig wie möglich mit der Bedienung beispielsweise eines Infotainment- systems beschäftigt sein soll, damit er möglichst viel Aufmerksamkeit dem Verkehrsgeschehen widmen kann.

Eine der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe ist das Erhöhen einer Fahrsi- cherheit während einer Fahrt. Die gestellte Aufgabe wird durch das erfindungsgemäße Verfahren und die erfindungsgemäße Vorrichtung gemäß der nebengeordneten Patentansprü- che gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind durch die Unteransprüche ge- geben. Die Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, das eine Präferenz des Fahrers bezüglich Benutzereinstellungen davon abhängen kann, welche Intention der Fahrer für eine Fahrt hat. Die Erfindung basiert auf der Idee, ein Personali- sierungs-Konzept bereitzustellen, das berücksichtigt, dass ein Verhalten des Fahrers unterschiedlich sein kann, und wobei die durch das Benutzerprofil bereitgestellten Konfigurationsdaten berücksichtigen, ob weitere Insassen in dem Kraftfahrzeug vorhanden sind oder nicht, und, falls ja, wer die anderen Passagiere sind. Mit anderen Worten basiert die Erfindung auf dem Konzept, eines von mehreren Benutzerprofilen des Fahrers, also eines von mehreren Sub-Benutzerprofilen des Fahrers, in Abhängigkeit von einer Belegung des Kraftfahrzeugs mit weiteren Insassen bereitzustellen.

Das erfindungsgemäße Verfahren zum fahrsituationsabhängigen Betreiben mindestens eines Kraftfahrzeugsystems eines Kraftfahrzeugs weist die fol genden, durch eine Personalisierungseinrichtung des Kraftfahrzeugs durch- geführten Schritte auf. Als Personalisierungseinrichtung wird dabei ein Gerät oder eine Gerätekomponente oder ein System mehrerer Geräte oder mehre- rer Gerätekomponenten verstanden, das zum Identifizieren einer Person eingerichtet ist, sowie zum Verwalten mehrerer Konfigurationsdatensätze, und zum Erzeugen von Steuersignalen. Die Personalisierungseinrichtung kann vorzugsweise als Steuergerät, Verbund von Steuergeräten oder als Steuerchip ausgestaltet sein.

In einem ersten Schritt erfolgt ein Identifizieren eines Fahrers des Kraftfahr- zeugs, beispielsweise anhand eines empfangenen Sensorsignals aus einer Sensoreinrichtung, also aus einem Gerät oder einer Gerätekomponente zum Erfassen einer Person, wobei das Sensorsignal zum Beispiel einen Finger- abdruck oder ein anderes Authentisierungsmerkmal, wie beispielsweise ein Passwort oder eine PIN, beschreiben kann.

Anhand einer Identität des Fahrers erfolgt ein Festlegen von mehreren fah- rerspezifischen Konfigurationsdatensätzen, wobei jeder der festgelegten Konfigurationsdatensätze Konfigurationsdaten jeweils eines Benutzerprofils des identifizierten Fahrers und zum Personalisieren des mindestens einen Kraftfahrzeugsystems beschreibt. Mit anderen Worten beschreibt jeder der festgelegten Konfigurationsdatensätze Konfigurationsdaten zu einem fahrer- spezifischen Benutzerprofil des identifizierten Fahrers, wobei die Konfigurati- onsdatensätze ein Sub-Profil beschreiben können. Beispielsweise kann das Identifizieren des Fahrers durch Feststellen einer Identität des Fahrers oder eines Profils des Fahrers erfolgen. Das Festlegen der mehreren fahrerspezifischen Konfigurationsdatensätze kann dann an- hand der festgestellten Identität des festgestellten Profils erfolgen. Es folgt ein Feststellen von mindestens einem weiteren Insassen, beispiels- weise anhand eines weiteren, empfangenen Sensorsignals, das zum Bei- spiel ein Authentisierungsmerkmal des weiteren Insassen beschreiben kann, wobei der Insasse eine Person ist, die sich im Kraftfahrzeug befindet. In diesem Verfahrensschritt kann vorzugsweise festgestellt werden, ob sich mindestens ein weiterer Insasse im Kraftfahrzeug befindet und/oder wie viele weitere Insassen sich im Kraftfahrzeug befinden und/oder wer sich zusätzlich zum Fahrer im Kraftfahrzeug befindet und/oder welchen Sitzplatz der min- destens eine weitere Insasse einnimmt.

Anhand eines Ergebnisses des Feststellens des mindestens einen weiteren Insassen erfolgt ein Festlegen einer Intension des festgestellten Fahrers, mit der er das Kraftfahrzeug aktuell benutzt. Stellt die Personalisierungseinrich- tung beispielsweise fest, dass sich außer dem Fahrer noch seine Ehefrau und seine Kinder im Kraftfahrzeug befinden, kann beispielsweise aufgrund von Erfahrungswerten festgestellt werden, dass seine aktuelle Fahrt zum Beispiel eine private Fahrt sein kann.

Anhand der festgelegten Intention erfolgen ein Auswahlen eines Personali- sierungsmodus aus einer Mehrzahl an Personalisierungsmodi, wobei der aus-gewählte Personalisierungsmodus eine Teilmenge der festgelegten Konfigurationsdatensätze vorgibt, und ein Konfigurieren des mindestens einen Kraftfahrzeugsystems anhand eines durch den ausgewählten Persona- lisierungsmodus vorgegebenen Konfigurationsdatensatzes. Flierzu kann beispielsweise der ausgewählte Personalisierungsmodus aktiviert werden, das heißt die Personalisierungseinrichtung kann in dem ausgewählten Per- sonalisierungsmodus betrieben werden.

Mit anderen Worten erfolgt ein insassenabhängiges Konfigurieren des Kraft- fahrzeugsystems. Das Kraftfahrzeugsystem kann beispielsweise eine Favori- tenliste von Radiosendern einstellen oder zum Beispiel eine Liste derjenigen Navigationsziele, die der Benutzer zuletzt mit seiner Familie angefahren hat. Die Teilmenge der festgelegten Konfigurationsdatensätze kann beispielswei- se durch einen Personalisierungsmodus für eine Fahrt des Fahrers mit sei- ner Ehefrau und seinen zwei Kindern vorgegeben sein, oder für eine Fahrt, bei der der Fahrer nicht alleine, sondern mit mindestens zwei weiteren Per- sonen unterwegs sein kann. Dabei wird berücksichtigt, dass sich der Fahrer in Anwesenheit weiterer Passagiere, beispielsweise bei Anwesenheit seiner Familie oder Geschäftspartner, anders verhält und andere Motivationen für die Fahrt hat.

Mit anderen Worten werden durch das erfindungsgemäße Verfahren ein Konzept und eine technische Lösung bereitgestellt für die Realisierung von fahrerspezifischen Benutzerprofilen, die von den Insassen im Kraftfahrzeug abhängt. Flierdurch wird berücksichtigt, dass sich das Verhalten des Fahrers situationsabhängig unterscheidet, und ob weitere Insassen im Kraftfahrzeug sind oder nicht und, falls ja, wer die Passagiere sind.

Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass für diese unterschiedlichen Situationen ein individuelles Benutzerprofil sinnvoll ist. Das erfindungsgemä- ße Verfahren ermöglicht, sowohl dem Fahrer als auch einem weiteren Insas- sen, das Mitführen von zum Beispiel gekauften Funktions-, Applikations- und Hardware-Ressourcen in ein Kraftfahrzeug. Das erfindungsgemäße Verfah- ren ermöglicht das Mitführen von solchen beispielhaften Funktions-, Applika- tions- und Hardware-Ressourcen durch einen der Insassen und das Erpro- ben dieser Funktions-, Applikations- und Hardware-Ressourcen durch den Fahrer, solange der weitere Insasse sich in dem Kraftfahrzeug befindet.

Dadurch, dass der Fahrer weniger Zeit damit verbringt, manuell die Einstel lungen zu optimieren, kann er noch mehr Aufmerksamkeit dem Fahrgesche- hen widmen, wodurch eine Fahrsicherheit erhöht wird. Jeder der Konfigurationsdatensätze kann Konfigurationsdaten zu zum Bei- spiel einer vorbestimmten Favoritenliste und/oder mindestens einem vorbe- stimmten Navigationsziel und/oder vorbestimmte Kontaktdaten und/oder eine vorbestimmte Bilddatei als Hintergrundbild eines Bildschirms und/oder vor- bestimmte Einstellungen zu einem Aktivierungszustand des Kraftfahrzeugs umfassen. Das Vorbestimmen der jeweiligen Parameter kann dabei zum Beispiel erfolgen, indem dem jeweiligen Parameter, also der beispielhaften Favoritenliste oder der beispielhaften Liste von Navigationszielen, in Abhän- gigkeit von dem festgestellten mindestens einen weiteren Insassen und/oder in Abhängigkeit der prädizierten Intension zugeordnet sein kann. Diese Parameter sind Parameter, deren Personalisierung besonders wichtig sind, da sie entweder zum Betreiben des Kraftfahrzeugs sehr relevant sind oder besonders bevorzugte Parameter sind, beispielsweise das Hintergrund- bild des Bildschirms, was häufig vom Fahrer während einer Fahrt gewünscht ist.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfah- rens kann die Personalisierungseinrichtung in einem Bedienmodus betrieben werden. Die Personalisierungseinrichtung kann im Bedienmodus ein Emp- fangen eines Bediensignals durchführen, das eine Bedienhandlung zum Vor- geben des ausgewählten Personalisierungsmodus als zu aktivierenden Be- dienmodus beschreibt, wobei das Festlegen der Fahrerintention zusätzlich in Abhängigkeit von dem ausgewählten Personalisierungsmodus erfolgen kann.

Dem Fahrer des Kraftfahrzeugs kann ermöglicht werden, zum Beispiel in Abhängigkeit von einer aktuellen Stimmung oder Verfassung denjenigen Konfigurationsdatensatz, oder eine Tendenz der Benutzereinstellungen, mit dem das Kraftfahrzeug konfiguriert werden soll, selbst auszuwählen. Diese Ausführungsform gibt dem Fahrer also die Möglichkeit, Einfluss auf die Ein- stellungen zu nehmen. Ist der Fahrer zum Beispiel mit Geschäftspartner unterwegs und möchte mit diesen jedoch ausnahmsweise einen privaten Ausflug machen, kann er so die Benutzereinstellungen an seine Motivation anpassen.

Das Festlegen der Fahrerintention kann vorzugsweise durch Prädizieren oder Prognostizieren der Fahrerintention in Abhängigkeit von dem Feststel- len des mindestens einen weiteren Insassen erfolgen. Die Auswahl der Be- nutzereinstellungen wird dadurch sehr viel individueller.

Zum Feststellen des mindestens einen weiteren Insassen kann die Persona- lisierungseinrichtung vorzugsweise eine Identität des mindestens einen wei- teren Insassen feststellen, beispielsweise anhand eines Sensorsignals einer beispielhaften Kamera, wobei das Sensorsignal zum Beispiel einen Ge- sichtsscan des weiteren Insassen beschreiben kann. Das Festlegen der Intension des Fahrers kann dann anhand der festgestellten Identität des mindestens einen weiteren Insassen erfolgen. Flierdurch kann die individuel- le Passagierbesetzung in dem Kraftfahrzeug festgestellt werden. Mit anderen Worten können Benutzerprofile bereitgestellt werden, die auf eine Zusam- mensetzung bestimmter Personen abgestimmt ist.

Alternativ oder zusätzlich kann zum Feststellen des mindestens einen weite- ren Insassen durch die Personalisierungseinrichtung ein Feststellen einer Klassifikation des mindestens einen weiteren Insassen erfolgen. Das Fest- steilen der Klassifikation kann beispielsweise das Feststellen einer Eigen- schaft des mindestens einen weiteren Insassen umfassen, beispielsweise das Feststellen eines Alters und/oder eines Geschlechts des mindestens einen weiteren Insassen. Anhand dieser Eigenschaft kann dann der mindes- tens eine weitere Insasse in eine vorgegebene Insassenkategorie eingeteilt werden, beispielsweise in die Kategorie „Erwachsener“, „Kind“, „Familie“, oder„Kollegen“. Mit anderen Worten kann ein Zuordnen zum Beispiel einer Identität des mindestens einen weiteren Insassen in eine vorgegebene Kate- gorie erfolgen oder in eine vorgegebene Klassifikation oder in eine vorgege- bene Personengruppe.

Gemäß dieser Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens kann das Prädizieren der Intension des Fahrers anhand oder in Abhängigkeit von der festgestellten Klassifikation des mindestens einen weiteren Insassen erfolgen. Hierdurch können geeignete Benutzereinstellungen noch genauer bestimmt werden.

Gemäß einer Weiterbildung kann das Feststellen der Klassifikation des min- destens einen weiteren Insassen erfolgen in Abhängigkeit von: einem fest- gestellten Alter oder einer festgestellten Altersgruppe des festgestellten min- destens einen weiteren Insassen; und/oder einer festgestellte aktuellen In- sassenkombination; und/oder einer festgestellten Identität des jeweiligen mindestens einen weiteren Insassen; und/oder eines festgestellten Sitzplat zes des festgestellten, mindestens einen weiteren Insassen. Hierzu kann beispielsweise ein Feststellen einer aktuellen Insassenkombination und/oder eines Sitzplatzes des mindestens einen weiteren Insassen und/oder einer Sitzplatzkombination mehrerer weiterer Insassen erfolgen. Solche Klassifika tionen ermöglichen ein besonders fahrsituationsspezifisches Konfigurieren des Kraftfahrzeugsystems.

Durch eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens kann zum Beispiel über maschinelles Lernen die Personalisierungseinrich- tung auf eine längerfristige Änderung der Präferenz des Benutzers eingehen. Dies kann beispielsweise dann der Fall sein, falls der Fahrer zum Beispiel über mehrere Jahre hinweg neue oder andere Verhaltensweisen entwickelt. Gemäß dieser Ausführungsform kann die Personalisierungseinrichtung ein Feststellen wenigstens eines durch eine Bedienhandlung des Benutzers des Kraftfahrzeugs gesteuerten Umkonfigurationsvorgangs zum Ändern oder Anpassen des Konfigurationsdatensatzes des ausgewählten Personalisie- rungsmodus erfolgen. Mit anderen Worten kann ein manuelles Umkonfigurie- ren des Kraftfahrzeugsystems festgestellt werden. Die Bedienhandlung kann dabei eine Bedienhandlung des Fahrers und/oder des mindestens einen weiteren Insassen sein.

In Abhängigkeit von dem festgestellten Umkonfigurationsvorgang kann der geänderte Konfigurationsdatensatz gespeichert werden, beispielsweise in einem Datenspeicher des Kraftfahrzeugs und/oder der Personalisierungsein- richtung. Es folgt ein Zuordnen des gespeicherten Konfigurationsdatensatzes zu der festgelegten Intension.

Hierzu kann die Personalisierungseinrichtung beispielsweise eine „Deep- Learning-Engine“ betreiben, wobei die Deep-Learning-Engine anhand einer Information zu der Bedienhandlung diese als Erfahrungswert nutzen kann, um eine Präferenz des Fahrers in einer bestimmten Fahrsituation mit einer bestimmten Insassenkonstellation zum Beispiel zu prädizieren. Unter einem Erfahrungswert wird ein Wert oder eine Angabe verstanden, der/die eine durch die Bedienhandlung ausgelöste Funktion oder Einstellungsänderung der Insassen-Konstellation zuordnet und zum Beispiel eine statistische Ana- lyse durchführen kann, die eine Aussage zu einer Wahrscheinlichkeit einer hohen Relevanz dieser Funktion als Grundeinstellung treffen kann. Mit ande- ren Worten kann ein Erfahrungswert zum Beispiel ein numerischer Wert oder ein Zuordnungswert sein. Unter einem Erfahrungswert kann auch eine funk- tionelle Abhängigkeit oder eine funktionelle Zuordnung verstanden werden, die eine Aussage darüber trifft, ob eine manuelle Einstellungsänderung durch den Fahrer eine hohe Präferenz hat.

Unter einer Deep-Learning-Engine („Deep-Learning-Einrichtung“) wird ein Gerät oder ein Programm verstanden, welches sogenanntes Deep-Learning (tiefgehendes Lernen, maschinelles Lernen) auf eine Vielzahl von Daten anwenden kann. Mit anderen Worten ist die Deep-Learning-Engine eine hochentwickelte Anwendung zum Durchführen von tiefgehendem Lernen, also eine Umsetzung von künstlicher Intelligenz. Mit anderen Worten sind sowohl künstliche Intelligenz, als auch Maschinenlernen und tiefgehendes Lernen, mittels der Deep-Learning-Engine umsetzbar. Die Deep-Learning- Engine kann beispielsweise als tiefgehendes, künstliches neuronales Netz- werk ausgebildet sein, also, mit anderen Worten, dazu eingerichtet sein, mittels einer Methode des maschinellen Lernens eine Vielzahl von Erfah- rungswerten nach einem vorbestimmten Algorithmus und anhand der bereits gespeicherten Vielzahl von Erfahrungswerten gemäß der darin enthaltenen Logik, wie zum Beispiel eine Korrelation, auszuwerten. Hierzu können auch weitere logische Verknüpfungen in der Deep-Learning-Engine erstellt wer- den.

Die gestellte Aufgabe wird gelöst durch eine Ausführungsform der erfin- dungsgemäßen Personalisierungseinrichtung, die dazu eingerichtet ist, die eine Personalisierungseinrichtung betreffenden Verfahrensschritte eines Verfahrens der oben beschriebenen Ausführungsformen des erfindungsge- mäßen Verfahrens durchzuführen. Die Personalisierungseinrichtung kann beispielsweise als ein Geräteverbund, Gerät oder als System mehrerer Steuerchips ausgestaltet sein. Es ergeben sich die oben genannten Vorteile. Vorzugsweise kann die Personalisierungseinrichtung eine Prozessoreinrich- tung aufweisen, also eine Gerätekomponente oder ein Bauteil zur elektroni- schen Datenverarbeitung. Die Prozessoreinrichtung kann vorzugsweise mindestens einen Mikrocontroller und/oder mindestens einen Mikroprozessor aufweisen. In einer optionalen Speichereinrichtung, also in einem optionalen Datenspeicher zum Beispiel des Kraftfahrzeugs oder der Personalisierungs- einrichtung, kann ein Programmcode abgelegt sein, der dazu eingerichtet sein kann, bei Ausführen durch die Prozessoreinrichtung die Personalisie- rungseinrichtung dazu zu veranlassen, die die Personalisierungseinrichtung betreffenden Verfahrensschritte des erfindungsgemäßen Verfahrens durch- zuführen.

In einer besonders und geeigneten Ausgestaltung der Personalisierungsein- richtung kann diese eine Sensoreinrichtung aufweisen, also ein Gerät oder eine Gerätekomponente zum Erfassen einer Eigenschaft eines Objekts, wobei die Sensoreinrichtung beispielsweise einen Fingerabdrucksensor oder einen Gesichtsscanner aufweisen kann, umfassen. Zusätzlich kann die Per- sonalisierungseinrichtung eine Fahreridentifizierungseinrichtung aufweisen, eine Insassenerkennungseinrichtung (die auch als „Insassenerfassungs-, Insassenklassifizierungs- und Insassenidentifizierungseinrichtung“ bezeich- net werden kann), und eine Benutzerprofilverwaltungseinrichtung. Die Fahre- ridentifizierungseinrichtung kann beispielsweise als Steuerchip mit einer geeigneten Software zum Identifizieren des Fahrers anhand des beispielhaf- ten Sensorsignals ausgestaltet sein. Die Insassenerkennungseinrichtung kann beispielsweise dazu eingerichtet sein, das Erfassen, Klassifizieren und/oder Identifizieren des mindestens einen weiteren Insassen durchzufüh- ren. Dabei können die Fahreridentifizierungseinrichtung und die Insassener- kennungseinrichtung beispielhaft baulich zusammengefasst sein. Die Benut- zerprofilverwaltungseinrichtung kann ebenfalls beispielsweise als Chip mit einem Mikroprozessor und/oder einem Mikrocontroller ausgestaltet sein und zur elektronischen Datenverarbeitung eingerichtet sein.

Die gestellte Aufgabe wird, unter Erreichen der weiter genannten Vorteile, gelöst durch ein Kraftfahrzeug, das eine Ausführungsform der erfindungsge- mäßen Personalisierungseinrichtung aufweist. Das Kraftfahrzeug kann vor- zugsweise als Kraftwagen ausgestaltet sein, beispielsweise als Personen- kraftwagen.

Die Erfindung umfasst auch die Kombinationen der beschriebenen Ausfüh- rungsformen.

Zu der Erfindung gehören auch Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Verfahrens, die Merkmale aufweisen, wie sie bereits im Zusammenhang mit den Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Kraftfahrzeugs beschrieben worden sind. Aus diesem Grund sind die entsprechenden Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Verfahrens hier nicht noch einmal beschrieben.

Im Folgenden sind Ausführungsbeispiele der Erfindung beschrieben. Hierzu zeigt:

Fig. 1 eine schematische Darstellung zu einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Personalisierungseinrichtung; und

Fig. 2 eine schematische Darstellung zu einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens.

Bei den im Folgenden erläuterten Ausführungsbeispielen handelt es sich um bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung. Bei den Ausführungsbeispie- len stellen die beschriebenen Komponenten der Ausführungsformen jeweils einzelne, unabhängig voneinander zu betrachtende Merkmale der Erfindung dar, welche die Erfindung jeweils auch unabhängig voneinander weiterbilden und damit auch einzeln oder in einer anderen als der gezeigten Kombination als Bestandteil der Erfindung anzusehen sind. Des Weiteren sind die be- schriebenen Ausführungsformen auch durch weitere der bereits beschriebe- nen Merkmale der Erfindung ergänzbar.

In den Figuren sind funktionsgleiche Elemente jeweils mit denselben Be- zugszeichen versehen. Die Fig. 1 veranschaulicht das Prinzip der erfindungsgemäßen Personalisie- rungseinrichtung, die zum Beispiel als Steuergerät eines Kraftfahrzeugs oder als Steuerchip ausgestaltet sein kann, anhand eines ersten Ausführungsbei- spiels.

Die Personalisierungseinrichtung 10 kann hierzu beispielsweise eine Sen- soreinrichtung 12 aufweisen, also zum Beispiel ein Gerät oder eine Geräte- komponente zum Erfassen einer Eigenschaft eines Benutzers oder eines Gegenstandes. Hierzu kann die Sensoreinrichtung 12 beispielsweise einen Sensor oder mehrere Sensoren, vorzugsweise ein Set an Sensoren, zum Erfassen und/oder Erkennen eines Menschen und/oder einer Person aufwei- sen. Zusätzlich oder alternativ kann die Sensoreinrichtung 12 zum Detektie- ren oder Erfassen einer Identität ausgestaltet und eingerichtet sein, und/oder zum Klassifizieren einer Person. Die Sensoreinrichtung 12 kann hierzu bei spielsweise einen oder mehrere Innenkameras aufweisen und/oder einen oder mehrere Fingerabdrucksensoren und/oder einen oder mehrere Senso- ren zum Detektieren eines Kraftfahrzeugschlüssels und/oder eine oder meh- rere Außenkameras. Die Sensoreinrichtung 12 kann beispielsweise ein Sen- sorsignal erzeugen, das beispielsweise ein Bild eines Gesichts des Fahrers und/oder eines weiteren Insassen beschreiben kann, oder beispielhaft einen Fingerabdruck des Fahrers und/oder des weiteren Insassen.

Die Personalisierungseinrichtung 10 kann zusätzlich oder alternativ eine Fahreridentifizierungseinrichtung 14 aufweisen, die beispielsweise als Steu- erplatine mit einem Mikroprozessor und/oder einem Mikrocontroller ausge- staltet sein kann, wobei die Fahreridentifizierungseinrichtung 14 dazu einge- richtet sein kann, anhand des beispielhaften Sensorsignals den Fahrer zu identifizieren. Hierzu kann die Fahreridentifizierungseinrichtung 14 beispiels weise den durch das Sensorsignal beschriebenen Fingerabdruck mit einem Bild eines gespeicherten Fingerabdrucks vergleichen.

Die Personalisierungseinrichtung 10 kann optional als„Kraftfahrzeug-Fahrer- Personalisierungs-System“ bezeichnet werden. Die Personalisierungseinrich- tung 10 kann vorzugsweise als Steuergerät oder als Funktion in einem Steu- ergerät oder zentral in zum Beispiel einem Gateway oder in einem Infotain- mentsystem ausgestaltet sein. Die Personalisierungseinrichtung 10 kann dabei beispielsweise einen Programmcode zum Durchführen des erfin- dungsgemäßen Verfahrens aufweisen.

Eine optionale Insassenerkennungseinrichtung 16, die auch als„Insassener- fassungs-, Insassenklassifizierungs- und Insassenidentifizierungseinrichtung“ bezeichnet werden kann, kann in ihrer Funktionsweise und ihrer Einrichtung derjenigen der Fahreridentifizierungseinrichtung 14 entsprechen und dazu eingerichtet sein, einen weiteren Insassen des Kraftfahrzeugs zu identifizie ren und/oder zu klassifizieren. Zum Klassifizieren des weiteren Insassen kann beispielsweise vorgesehen sein, dass zunächst anhand des beispiel- haften Fingerabdrucks die Identität des Insassen festgestellt werden kann und anhand der abgeleiteten Identität der Insasse klassifiziert wird, das heißt in eine Kategorie eingeordnet werden kann. Wird der Insasse beispielsweise als Person mit einem vorbestimmten Namen identifiziert, kann beispielsweise anhand einer digitalen Zuordnungstabelle abgeleitet werden, dass es sich bei dem Insassen beispielsweise um einen Mann handelt und/oder um ein Familienmitglied. Optional können die Fahreridentifizierungseinrichtung und die Insassenerkennungseinrichtung baulich miteinander gekoppelt sein oder zum Beispiel durch ein und dasselbe Bauteil verwirklicht werden.

Eine Benutzerprofilverwaltungseinrichtung 18 kann beispielsweise als weite- re Steuerplatine mit einer Prozessoreinrichtung ausgestaltet sein oder mit einer Prozessoreinrichtung der Personalisierungseinrichtung 10 verbunden sein. Die Benutzerprofilverwaltungseinrichtung 18 kann auch als Benutzer- profilverwaltungssystem bezeichnet werden. Die Einrichtungen der Personalisierungseinrichtung 10 sind im Beispiel der Fig. 1 durch Datenkommunikationsverbindungen 19 miteinander verbunden. Eine Datenkommunikationsverbindung 19 kann beispielhaft drahtgebunden ausgestaltet sein, beispielsweise als Datenbus des Kraftfahrzeugs. Alternativ kann die Datenkommunikationsverbindung 19 zum Beispiel eine drahtlose Datenkommunikationsverbindung sein, beispielsweise eine WLAN- oder Bluetooth-LE-Verbindung.

Das Beispiel der Fig. 1 zeigt zusätzlich optionale personalisierte Applikatio- nen 20, sogenannte Anwendungen oder Anwenderprogramme. Diese kön- nen dabei zum Beispiel als Programmcode vorliegen und zum Beispiel in einer Speichereinrichtung (in der Fig. 1 nicht gezeigt) der Personalisierungs- einrichtung 10 vorliegen.

Die Fig. 1 zeigt weiterhin eine optionale Benutzerprofilverwaltungs- Schnittstelle 22, die vorzugsweise als computergestützte Benutzerschnittstel- le ausgestaltet sein kann.

Das Beispiel der Fig. 1 kann optional als Beispiel einer Systemarchitektur für eine als Passagier-abhängiges oder Insassen-abhängiges Fahrer- Verwendungs-Profilsystem ausgestaltete Personalisierungseinrichtung 10 angesehen werden.

Die einzelnen Komponenten des Beispiels der Fig. 1 werden im Folgenden noch einmal beispielhaft beschrieben.

Die Sensoreinrichtung 12 kann einen oder mehrere Sensoren umfassen, der/die für ein Erfassen und/oder ein Autorisieren einer (menschlichen) Iden- tität eingerichtet sein kann. Zusätzlich oder alternativ kann die Sensoreinrich- tung 12 zum Erkennen und/oder Klassifizieren eines Menschen eingerichtet sein. Die Sensoreinrichtung 12 kann dabei zum Beispiel einen oder mehrere der folgenden Sensoren aufweisen:

Eine oder mehrere Innenkameras des Kraftfahrzeugs, beispielsweise für den Fahrer und/oder die Passagiere, das heißt beispielhaft kann eine Kamera auf den Fahrer und/oder auf einen oder mehrere Insas- sen (als zum Beispiel auf die Sitzplätze) ausgerichtet sein. Eine optio- nale Ausgestaltung der Innenkamera kann beispielsweise vorsehen, dass diese in oder an einem Rücksitz des Kraftfahrzeugs angeordnet sein kann. Vorzugsweise kann eine Innenraumkamera als 360-Grad- Kamera ausgestaltet sein, das heißt ein Rundumbild im Innenraum aufnehmen. - Einen der mehrere Sensoren zum Erfassen/Detektieren eines„smar- ten“ Kraftfahrzeugschlüssels, beispielsweise durch Erfassen eines RFID-Codes oder eines Funksignals des Fahrzeugschlüssels. Geeig- nete Mittel und Alternativen sind dem Fachmann aus dem Stand der Technik bekannt.

Einen oder mehrere biometrische Identifizierungssensoren, beispiels weise einen oder mehrere Sensoren zum Erfassen eines Fingerab- druckes und/oder einer Augeniris und/oder eines Gesichts eines In- sassen.

Einen oder mehrere Außenkameras, die vorzugsweise einen Fahrer und/oder einen Insassen bereit sensieren oder erfassen können, so- bald dieser sich außerhalb des Kraftfahrzeugs diesem nähert. Geeig- nete Näherungssensoren sind dem Fachmann aus dem Stand der Technik bekannt.

Einen oder mehrere Sensoren zum Erfassen/Detektieren eines per- sönlichen mobilen Endgeräts, beispielsweise eines portablen, mobilen Endgeräts, welches beispielhaft als Smartphone oder als Tablet-PC ausgestaltet sein kann. Ein solches mobiles Gerät kann explizit oder implizit mit einem Profil oder einer Identität des Benutzers assoziiert sein. Flierzu kann das beispielhafte mobile Endgerät zum Beispiel ein Funksignal an die Sensoreinrichtung 12 übertragen, wobei die Sen- soreinrichtung 12 dazu eingerichtet sein kann, aus einem solchen Funksignal einen damit übertragenen Identifizierungscode und/oder eine dadurch beschriebene Gerätenummer des mobilen, portablen Endgeräts zu erfassen. Anhand einer solchen beispielhaften Geräte- nummer kann dann zum Beispiel auf die Identität der Person, die sich dem Kraftfahrzeug nähert, geschlossen werden. Erfassen/Detektieren eines tragbaren Geräts, vorzugsweise eines tragbaren„smarten“ Geräts, welches in der oben beschriebenen Wei- se vorzugsweise explizit oder implizit mit einem Profil oder eine Identi tät des Benutzers assoziiert sein kann. Beispielhafte tragbare Geräte sind Fitnessarmbänder oder Bauchgurte oder Fitness-Armbanduhren.

Einen oder mehrere Sensoren zum Erfassen einer Präsenz einer Person, der/die zum Beispiel in einem Kraftfahrzeugsitz integriert sein kann. Flierzu kann beispielsweise ein kapazitiver Sensor verwendet werden.

Einen oder mehrere Sensoren zum Erfassen eines Status einer oder mehrerer Kraftfahrzeugtüren und/oder Sitzgurte. Geeignete Sensoren sind dem Fachmann aus dem Stand der Technik bekannt.

Die Sensoreinrichtung 12 kann zum Beispiel ein Sensorsignal erzeugen (Verfahrensschritt S1 ), das den beispielhaften, erfassten Fingerabdruck oder zum Beispiel den Gesichtsscan als Rohdaten beschreiben kann. Dieser Ausgang des Sensors beziehungsweise der Sensoren kann der Fahreridenti- fizierungseinrichtung 14 und/oder der Insassenerkennungseinrichtung 16 zur Verfügung gestellt werden, indem das erzeugte Sensorsignal an diese Ein- richtungen übertragen werden kann.

Gemäß dem Beispiel der Fig. 1 kann die Fahreridentifizierungseinrichtung 14 die durch das Sensorsignal beschriebenen Daten als Eingangsgröße ver- wenden. Die Fahreridentifizierungseinrichtung 14 kann dazu eingerichtet sein, den Fahrer mittels einer oder einer Kombination mehrerer der folgen- den Methoden/Technologien zu identifizieren (S2):

Erfassen oder Detektieren eines Kraftfahrzeugschlüssels, wobei der erfasste Kraftfahrzeugschlüssel beispielsweise anhand eines Identifi- kationscodes des Kraftfahrzeugschlüssels und/oder einer Information über den Benutzer einem Benutzer zugeordnet werden kann, wobei daraufhin auf den Benutzer zurückgeschlossen werden kann;

Biometrische Identifikation des Benutzers, beispielsweise über einen Fingerabdruck, einem Erfassen eines Gesichtes, einem Erfassen ei- ner Iris, einem Erfassen eines persönlichen mobilen Geräts und/oder eines Handgeräts, das explizit oder implizit mit einem Profil und/oder einer Identität des Benutzers assoziiert wird oder werden kann;

Erfassen eines tragbaren,„smarten“ Geräts, also beispielsweise eines sogenannten„Wearables“, das als dem Fachmann aus dem Stand der Technik bekannten tragbaren Accessoire zur Datenverarbeitung aus- gestaltet sein kann, wobei das tragbare Gerät explizit oder implizit mit einem Profil und/oder einer Identität eines Benutzers assoziiert wer- den kann;

Ein Sensor oder Sensoren zum Erfassen einer Präsenz oder Gegen- wart des Benutzers, wobei der Sensor oder die Sensoren beispiels- weise als kapazitiver Näherungssensor ausgestaltet sein kann/können, und vorzugsweise in zum Beispiel einem Kraftfahrzeug- sitz angeordnet sein können; und/oder einen Sensor oder mehrere Sensoren zum Erfassen eines Status von Kraftfahrzeugtüren, also beispielsweise zum Erfassen, ob eine Tür geöffnet und/oder geschlossen wurde; und/oder einen oder mehrere Sensoren zum Erfassen eines Status eines oder mehrerer Sitzgurte, wobei beispielhaft erfasst werden kann, ob ein Sitzgurt geschlossen wurde; hierbei kann beispielsweise ebenfalls abgeleitet werden, auf welchem Platz sich ein Insasse befinden kann.

Zusätzlich oder alternativ kann die Fahreridentifizierungseinrichtung 14 die erfasste und erkannte Fahreridentität und/oder ein Profil des Fahrers bereit- steilen. Zum Bereitstellen der erfassten Fahreridentität oder des erfassten Profils des Fahrers kann die Fahreridentifizierungseinrichtung 14 ein ent- sprechendes Signal erzeugen und an die Benutzerprofilverwaltungseinrich- tung 18 übertragen (S3).

Die Insassenerkennungseinrichtung 16 kann beispielsweise detektieren und/oder erfassen, ob sich andere (menschliche) Passagiere oder Insassen außer dem Fahrer in dem Kraftfahrzeug befinden, beispielsweise auf einem vorderen Beifahrersitz und/oder auf hinteren Kraftfahrzeugsitzen. Dies kann beispielsweise mittels einer oder mehrerer Innenraumkameras zum Überwa- chen der Passagiere und/oder Sitze auf dem Beifahrersitz und/oder auf der Rückbank erfolgen, oder über zum Beispiel eine einzige, den Innenraum des Kraftfahrzeugs überwachenden Kamera. Solche Kameras können vorzugs- weise Bestandteil der Sensoreinrichtung 12 sein, die als Eingangsgröße für die Insassenerkennungseinrichtung 16 zum Beispiel ein entsprechendes Kamerabild bereitstellen können. Beispielsweise über einen bildbasierten Klassifikator, beispielsweise eine Software zur Gesichtserkennung und/oder einer Software zur Bildanalyse, kann festgestellt werden (S4), ob sich weite- re Insassen in dem Kraftfahrzeug befinden.

Alternativ kann im Verfahrensschritt S4 festgestellt werden, wie viele Insas- sen sich in dem Kraftfahrzeug befinden und/oder wer sich in dem Kraftfahr- zeug befindet und/oder auf welchem Sitzplatz sich der oder die Insassen befinden. Optional können der oder die (menschlichen) Insassen im Kraft- fahrzeug klassifiziert werden, beispielsweise mithilfe des bereits genannten bildbasierten Klassifikators. Eine beispielhafte Klasse, der der Insasse zuge- ordnet sein kann, kann beispielsweise aufgrund eines Alters erfolgen, bei spielsweise kann ein Insasse der Klasse„Kinder“ oder„Erwachsene“ zuge- ordnet werden. Zum Einteilen oder Zuteilen zu den Klassen, also zum Klassi- fizieren, kann beispielsweise zunächst eine Identität des Insassen festgestellt werden, wobei für jede der Identitäten vorgegeben sein kann, welcher Klasse die entsprechende Identität zugeteilt ist/werden soll.

Zusätzlich oder alternativ kann das System, also die Insassenerkennungs- einrichtung 16, feststellen, ob der Insasse oder die Insassen in dieser Kons- tellation bereits früher in dem Kraftfahrzeug zusammen unterwegs waren, beispielsweise mithilfe einer Bluetooth-ID. Die Bluetooth-ID kann dabei bei spielsweise eine Identitätsnummer eines persönlichen mobilen Geräts des Benutzers sein, die auf dem Gerät abgespeichert sein kann. Solche„Blue- tooth-Beacons“ oder„Funkbake“ können an dem mobilen Endgerät montiert sein und mithilfe von Funkempfängern im Kraftfahrzeug erfasst und/oder vermessen werden. Eine entsprechende Technik ist dem Fachmann aus Methoden des Stands der Technik zur Lokalisierung von Objekten zur zum Beispiel Triangulation oder Multilateration mithilfe von mobilen Funksyste- men bekannt.

Optional kann die Insassenerkennungseinrichtung 16 eine Information dar- über bereitstellen (S5), ob sich überhaupt weitere, vom Fahrer unterschiedli- che Insassen in dem Kraftfahrzeug befinden. Die Insassenerkennungsein- richtung 16 kann, mit anderen Worten, als Ausgangsinformation eine Klassi- fizierungs-lnformation und/oder eine Konstellationsinformation und/oder Identität und/oder ein Profil des mindestens einen weiteren Insassen der Benutzerprofilverwaltungseinrichtung 18 bereitstellen, vorzugsweise inklusive einer Information zu einem Sitzplatz des jeweiligen, mindestens einen weite- ren Insassen.

Die Benutzerprofilverwaltungseinrichtung 18 kann anhand der Eingangsgrö- ßen oder Eingangsdaten aus der Fahreridentifizierungseinrichtung 14 und der Insassenerkennungseinrichtung 16 ein passendes Profil des Fahrers auswählen, wobei ein solches Profil auch als Sub-Profil bezeichnet werden kann.

Hierzu kann zum Beispiel die Benutzerprofilverwaltungseinrichtung 18 nach Authentifizierung/Authentisierung des Fahrers und des optionalen Passa- giers (also des optionalen Insassen) zum Beispiel auf gespeicherte Daten, die jeweils ein entsprechendes Profil beschreiben können, zugreifen. Diese Daten oder Datensätze können zum Beispiel in einem Datenspeicher des Kraftfahrzeugs gespeichert sein, und/oder in einen oder mehreren persönli- chen, mobilen Geräten und/oder beispielsweise in einer kraftfahrzeugexter- nen Servervorrichtung, wobei die kraftfahrzeugexterne Servervorrichtung beispielsweise als Daten-Cloud ausgestaltet sein kann.

Beispielhaft können diese Daten aus zuvor beobachtetem Verhalten des Benutzers (vorzugsweise des Fahrers) stammen, oder zum Beispiel von dem Benutzer selbst eingegeben worden sein. Zusätzlich oder alternativ kann der Benutzer Einstellungen, die durch die jeweiligen Daten beschrieben werden können, auswählen, zum Beispiel aus generischen Profilen, das heißt zum Beispiel aus Sammlungen vorgegebener Präferenzen.

Optional kann die Benutzerprofilverwaltungseinrichtung 18 Konstellations- Profile erzeugen und/oder auf solche zugreifen und/oder solche Konstellati- ons-Profile anpassen. Das heißt Einstellungen in Bezug auf eine überein- stimmende Präsenz bestimmter Benutzer in dem Kraftfahrzeug, also eine bestimmte Zusammensetzung der Insassen und zum Beispiel zusätzlich in Abhängigkeit von ihren zugeordneten Rollen als Fahrer oder Mitfahrer, er- zeugt und/oder angepasst werden. Ein neu erzeugtes Konstellations-Profil kann in dem beispielhaften Datenspeicher abgespeichert werden. Der Zu- gang zu solchen Konstellations-Profilen kann beispielsweise durch Zugriff auf den Datenspeicher erfolgen. Ein Aktualisieren und/oder Anpassen eines Konstellations-Profils kann beispielsweise dadurch erfolgen, dass ein Fah- rerverhalten erfasst und mit zum Beispiel manuell durch den Fahrer durchge- führten, manuellen Änderungen der Einstellungen assoziiert werden kann. Ein Datensatz, der ein Sub-Profil für beispielsweise die Insassen- Konstellation„gesamte Familie mit Kindern“ enthält, kann dann geändert und damit angepasst werden, indem die entsprechenden Daten zu den Einstel- lungen überschrieben werden.

Zusätzlich oder alternativ kann die Benutzerprofilverwaltungseinrichtung 18 die folgenden Informationen von der Fahreridentifizierungseinrichtung 14 und/oder der Insassenerkennungseinrichtung 16 empfangen (S6), wobei im Folgenden beispielhaft von einem Kraftfahrzeug mit fünf Sitzen ausgegangen werden kann. Es kann beispielsweise eine Information zu dem Fahrer bereit- gestellt werden, beispielsweise anhand einer Identität oder dem Fahrer zu- geordneten Identitätsnummer. Zusätzlich können Informationen zu einem Insassen auf einem Vordersitz, vorzugsweise dem Beifahrersitz, einem In- sassen auf dem linken Rücksitz, eine Information zu einem Insassen auf dem mittleren Rücksitz und eine Information zu einem Insassen auf dem rechten Rücksitz bereitgestellt werden. Als Eingangsgrößen können, in der Reihenfolge der zuvor genannten Informationen, beispielsweise die folgen- den, durch ein entsprechendes Eingangssignal beschriebenen Informationen bereitgestellt werden:

Fahrer („Driver“):

DriverJD

Vordersitzinsasse („Front-Seat Passenger“):

Pass1_occupied Status; (<Pass1_Classes> Passl _ID)

Passagier auf einem linken Rücksitz (“Rear-Seat-Ieft Passenger”): Pass2_OccupiedStatus; (<Pass2_Classes> Pass2_ID)

Passagier auf einem mittleren Rücksitz (“Rear-Seat mid Passenger”): Pass3_OccupiedStatus; (<Pass3_Classes> Pass3_ID)

Passagier auf einem rechten Rücksitz („Rear-Seat right Passenger“): Pass4_OccupiedStatus; (<Pass4_Classes>Pass4_ID).

Die Benutzerprofilverwaltungseinrichtung 18 kann Passagier-abhängige Personalisierungsmodi (PDPM) bereitstellen (S7), wobei beispielhaft der Fahrer des Kraftfahrzeugs manuell einstellen kann, welche Art dieser Perso- nalisierungs-Modi er bevorzugt. Diese Personalisierungs-Modi können bei spielsweise aus dem Datenspeicher abgerufen werden. Optional kann ein solcher Personalisierungs-Modus durch die Benutzerprofilverwaltungsein- richtung 18 veränderbar sein.

Die folgenden, beispielhaften Passagier-abhängigen Personalisierungs-Modi können beispielsweise sein:

Ein erster Personalisierungs-Modus PDPM_1 kann beispielsweise für eine Passagier-unabhängige Personalisierung stehen, das heißt dem Fahrer ist egal, welches Subprofil ausgewählt wird. Ein zweiter Personalisierungs-Modus PDPM_2 kann ein Modus zur Passagier-abhängigen Personalisierung sein, wobei Kriterien oder ein Kriterium berücksichtigt werden können, ob sich zumindest ein weiterer Passagier oder Insasse in dem Kraftfahrzeug befindet oder nicht. Fährt der Fahrer beispielsweise in seinem Kraftfahrzeug mit zwei Kindern und einer Frau, kann der Personalisierungs-Modus PDPM_2 beispielsweise ein Modus„Fahrer+Frau“ oder„Fahrer und ein Kind“ sein, das heißt entsprechend zugeschnittene Einstellungen beschreiben.

In einem dritten optionalen Personalisierungs-Modus PDPM_3 kann beispielsweise eine Passagier-abhängige, also eine Insassen- abhängige Personalisierung erfolgen, die ein Kriterium oder Kriterien vorgeben kann, ob die Personalisierung zu allen Insassen oder Pass- gieren in dem Kraftfahrzeug passt. Dieser Personalisierungs-Modus kann beispielsweise vorgeben, dass, beispielsweise bei einer Konstel- lation mit insgesamt drei Insassen inklusive des Fahrers im Kraftfahr- zeug, sollen dann diejenigen Sub-Profile zur Verfügung gestellt wer- den, deren Einstellungen für jeden der drei Insassen passen. Eine solche Information, ob die jeweiligen Einstellungen zu den Insassen passen, kann beispielsweise in einer entsprechenden Datei für die Einstellungen des Sub-Profils vorgegeben sein.

In einem Personalisierungs-PDPM_4 kann beispielsweise eine Pas- sagier-abhängige Personalisierung ein Kriterium dahingehend vorge- sehen sein, dass die Personalisierung zu mindestens einem aller In- sassen in dem Kraftfahrzeug passt.

Bei einer Konstellation-abhängigen Personalisierung kann in einem entsprechenden Personalisierungs-Modus dieser beispielsweise dem oben beschriebenen Personalisierungs-Modus PDPM_3 entsprechen, wobei die zusätzliche Einschränkung vorsehen kann, dass in diesem Modus nur solche Sub-Profile zur Verfügung gestellt werden können, auf die eine exakte Sitzposition der vorhandenen Insassen ebenfalls zutreffen, oder jeder der Insassen die vorgegebene Identität besitzt.

Bei einer Passagier-abhängigen Personalisierung in Abhängigkeit einer Klassifizierung der Insassen und/oder belegten Sitze, das heißt der Sitzbelegung, können nur solche Sub-Profile bereitgestellt werden, die eine genaue Sitzordnung berücksichtigen können.

Zusätzlich oder alternativ kann die Benutzerprofilverwaltungseinrichtung 18 eine Fahrer-ID bereitstellen und/oder einen Status der Sitzbelegung des Kraftfahrzeugs sowie, optional, der Identitäten der Insassen oder Passagiere. Zusätzlich oder alternativ können entsprechende Personalisierungs-Modi für personalisierte Anwenderprogramme bereitgestellt werden. Eine oder mehrere der beispielhaften personalisierten Applikationen 20, also der beispielhaften Anwenderprogramme, können Passagier-abhängig sein und dynamisch an das Daten- und/oder Parameterset angepasst werden. Dies kann beispielsweise während einer Fahrt und abhängig von Ereignissen und/oder Vorgängen der Benutzerprofilverwaltungseinrichtung 18 erfolgen. Mit anderen Worten kann in einem ausgewählten Personalisierungs-Modus, der beispielsweise durch den Fahrer mittels einer Spracheingabe oder einer anderen Bedienhandlung ausgewählt werden kann, ein Sub-Profil aus einer Sammlung von Sub-Profilen des Fahrers ausgewählt werden, wobei das ausgewählte Sub-Profil die Einstellungen der Applikationen 20 vorgeben kann. Hierbei können beispielsweise Anwenderprogramme („Apps“) persona- lisiert oder angepasst werden und/oder zum Beispiel eine Favoritenliste. Beispielhafte Anwendungen oder Anwenderprogramme können beispiels- weise eine benutzerspezifische Liste sein, beispielsweise eine Liste der letzten Navigationsziele, eine Liste der letzten Anrufer oder Anrufe, oder eine Favoritenliste, beispielsweise eine Favoritenliste für Radiostationen.

Eine solche personalisierte Applikation kann zum Beispiel jeden Listenein- trag mit zum Beispiel einer Fahrer-ID oder einer Klassifikation markieren, also beispielhaft jeden Eintrag einer Master-Liste von Radiostationen unter- schiedlichen Sub-Profilen oder Personalisierungs-Modi zuordnen. Beispiels- weise kann jeder der Listeneinträge mit einer aktuellen Fahrer-ID inklusive eines Status der Sitzbelegung im Kraftfahrzeug markiert sein, optional zu- sätzlich zu einer Insassen-Klasse und/oder Identitäten oder IDs der weiteren Insassen zu einem Zeitpunkt, an dem ein entsprechendes Ereignis erfolgt.

Zusätzlich oder optional können personalisierte Applikationen gefilterte Lis teneinträge beschreiben, die zum Beispiel nicht zu dem ausgewählten Per- sonalisierungs-Modus passen und/oder nicht zu einer Identität oder ID des gegenwärtigen Fahrers und/oder einem gegenwärtigen Kraftfahrzeug- Sitzplatzbelegung-Status und/oder einer gegenwärtigen Klasse oder Klassifi zierung der Insassen und/oder entsprechenden Profilen.

Zusätzlich oder alternativ kann ein solches Event, also eine Fahrt zum Bei- spiel in der aktuellen Konstellation, auch eine ID, also eine Identität, haben.

Wird von dem Fahrer beispielsweise der Personalisierungsmodus PDPM_1 ausgewählt und befindet sich zum Beispiel mindestens ein weiterer Passa- gier im Kraftfahrzeug, müssen zum Beispiel nur die letzten Einträge und Navigationsziele angezeigt werden, an denen der Fahrer nicht alleine im Kraftfahrzeug war zu demjenigen Zeitpunkt, als das Navigationsziel eingege- ben wurde.

Ist beispielhaft der Personalisierungs-Modus PDPM_2 ausgewählt und wird damit vorgegeben oder vorbestimmt, und befindet sich beispielsweise zu- mindest ein weiterer Passagier oder Insasse in dem Kraftfahrzeug, können beispielsweise nur diejenigen, letzten Navigationsziele angezeigt werden, die üblicherweise oder bevorzugt dann angefahren werden, wenn alle Passagie- re im Kraftfahrzeug sind.

Ist beispielsweise der Personalisierungs-Modus PDPM_3 ausgewählt und damit vorgegeben, und befindet sich zumindest ein weiterer Insasse in dem Kraftfahrzeug, also beispielsweise der Fahrer und ein weiterer Insasse, kön- nen beispielsweise nur diejenigen letzten Navigationsziele als Einträge an- gezeigt werden, die eingegeben wurden, als der Fahrer und der mindestens eine der Insassen sich zum Zeitpunkt der Eingabe in dem Kraftfahrzeug befunden haben.

Abhängig von einer erfassten Klasse des Insassen, vorzugsweise des min- destens einen weiteren Insassen, zum Beispiel Kindern auf der Rückbank, können zum Beispiel Medieninhalte des Infotainmentsystems und/oder Ein- stellungen (beispielsweise eine maximal einstellbare Lautstärke) automatisch eingestellt werden oder auf diese eingeschränkt werden. Zusätzlich oder alternativ können ein oder mehrere Profile oder Parameter zum Aufheben oder Sperren der Steuerung des Kraftfahrzeugs und/oder einer Lenkung des Kraftfahrzeugs erfolgen. Zusätzlich oder alternativ können beispielsweise Parameter eines Fahrerassistenzsystems automatisch geändert werden, sodass beispielhaft ein Komfortmodus anstelle eines dynamischen Modus eingestellt wird.

Befindet sich beispielsweise ein weiterer Insasse zu dem Fahrer im Kraft- fahrzeug, optional abhängig von einer Identität dieses Insassen, kann bei spielsweise eine Auswahl an Bildschirmen erfolgen, an denen ein spezifi- scher Inhalt bereitgestellt werden kann. Beispielhaft können Warnungen mit Bezug auf eine Fahrzeugführung oder ein Fahren des Kraftfahrzeugs nur auf einem Cluster an Instrumenten angezeigt werden und/oder eine Eingabe kann akzeptiert werden, beispielsweise eine Änderung des Navigationsziels. Solche Einstellungen können zum Beispiel automatisch gesetzt oder be- schränkt werden.

Die persönliche Anwendung 20 kann beispielsweise eine Passagier- abhängige Anwendung 20 sein, die aus einem Auswahl-Pool ein Element auswählen kann, das während einer Fahrt verwendet werden soll. Ein sol- ches Element kann beispielsweise ein Willkommens-Bildschirmbild sein oder zum Beispiel ein Hintergrundbild oder eine Computeranimation („skinning“) der Mensch-Maschine-Schnittsteile, oder ein Hintergrunddesign eines Dis- plays. Alternativ kann ein solches Element beispielhaft ein Begrüßungstext sein. Solche personalisierten Anwendungen 20 können vorzugsweise das Element auswählen, um dieses entsprechend dem ausgewählten und damit vorgegebenen Personalisierungs-Modus und/oder zum Beispiel einer aktuel- len Identität des Fahrers zu verwenden oder anzuzeigen. Alternativ oder zusätzlich kann das Verwenden oder Ausgeben, also beispielsweise Anzei- gen, eines solchen Elements in Abhängigkeit von einer aktuellen Sitzbele- gung des Kraftfahrzeugs und/oder aktuellen Identitäten der Insassen erfol- gen. Das Markieren („tagging“) eines Elements kann beispielhaft durch den Fahrer ausgewählt werden oder automatisch erfolgen. Bei einer automati- schen Markierung kann beispielsweise eine Identität des gegenwärtigen Fahrers berücksichtigt werden, eine gegenwärtige Sitzbelegung des Kraft- fahrzeugs und/oder die Identitäten weiterer Mitinsassen zu dem Zeitpunkt, zu dem der Fahrer das Element, beispielsweise Hintergrundbild, erzeugt, aus- wählt und/oder aktualisiert. Beispielhaft können verschiedene Willkommens-Bilder für einen Bildschirm heruntergeladen oder durch den Fahrer erzeugt werden, beispielsweise für unterschiedliche Besetzungen des Kraftfahrzeugs. Das System, also die Personalisierungseinrichtung 10, kann ein entsprechendes in Abhängigkeit von der gegenwärtigen Besetzung der Insassen im Kraftfahrzeug auswählen.

Personalisierte Anwendungen 20, die Insassen-abhängig sein können und die bestimmte Applikationen und/oder Funktionen ermöglichen und/oder ausschalten können, können für den Benutzer während der Fahrt verfügbar sein, beispielhaft als sogenannte „Function-on-Demand-Management- Funktion“. Eine solche Applikation und/oder Funktion kann beispielsweise eine Einstellung einer Flardware sein. Beispielhafte personalisierte Anwen- dungen 20 können dabei sein:

Personalisierte Anwendungen 20, die eine Verfügbarkeit, eine Appli- kation und/oder Funktion ermöglichen oder blockieren, die zum Bei- spiel für den Fahrer parallel geschaltet sein können, und/oder für die Benutzer während der Fahrt, vorzugsweise in Abhängigkeit von dem vorgegebenen Personalisierungs-Modus und zum Beispiel einer Iden- tität des gegenwärtigen Fahrers, und/oder einer gegenwärtigen Sitz- belegung des Kraftfahrzeugs und/oder der Identitäten weiterer Insas- sen.

Solche personalisierte Anwendungen 20 können optional eine Verfüg- barkeit einer Applikation und/oder Funktion ermöglichen oder blockie- ren, die zum Beispiel für einen weiteren Insassen freigeschaltet sein kann, oder den Benutzer während der Fahrt, vorzugsweise in Abhän- gigkeit von dem vorgegebenen Personalisierungs-Modus und/oder der Identität des gegenwärtigen Fahrers, der gegenwärtigen Sitzbelegung des Kraftfahrzeugs und der gegenwärtigen Identitäten der weiteren In- sassen.

In einem Beispiel kann beispielsweise eine „Function-on-Demand“- Applikation bereitgestellt sein, die zum Beispiel durch den Fahrer gekauft sein kann, wobei diese Applikation den gegenwärtigen Insassen in Abhän- gigkeit von dem vorgegebenen Personalisierungs-Modus zur Verfügung gestellt werden kann.

Gemäß einem weiteren Beispiel kann eine sogenannte „Function-on- Demand“-Applikation bereitgestellt werden, die zum Beispiel nicht von dem Fahrer gekauft wurde, sondern durch beispielsweise einen der weiteren Insassen. Die Funktion, das heißt zum Beispiel ein bestimmter Programm- code zum Durchführen der Funktion, kann beispielsweise auf einem mobilen Endgerät des Insassen abgespeichert sein und von diesem mobilen Endge- rät - oder beispielsweise von einer Daten-Cloud aus dem Internet - herun- tergeladen werden. Diese Applikation kann dann dem Kraftfahrzeug und dem Benutzer bereitgestellt werden, sobald sich der Passagier, der die Applikati on gekauft hat, in dem Kraftfahrzeug befinden kann.

Optional können personalisierte Anwendungen 20 den Benutzern während der Fahrt zur Verfügung gestellt werden, die Insassen-abhängig sind und die zum Beispiel Funktionen über Leistungen einer Hardware-Komponente er- möglichen oder blockieren, wobei eine solche Funktion beispielsweise als „Hardware-Capability-on-Demand-Management-Funktion“ bezeichnet wer- den kann. Solch personalisierte Anwendungen 20 ermöglichen und/oder blockieren eine solche Verfügbarkeit eines Hardware-Potentials, das zum Beispiel für den Fahrer freigeschaltet sein kann, sowie den anderen Benut- zern während der Fahrt, vorzugsweise in Abhängigkeit von dem vorgegebe- nen Personalisierungs-Modus und zum Beispiel einer Identität des gegen- wärtigen Fahrers, der gegenwärtigen Sitzbelegung im Kraftfahrzeug und Identitäten gegenwärtiger Passagiere. Optional können solche personalisier- ten Anwendungen die Hardware-Leistung oder die Hardware- Funktionalitäten ermöglichen und/oder blockieren, die zum Beispiel für einen Passagier freigeschaltet sein kann, einem Benutzer während der Fahrt, vor- zugsweise in Abhängigkeit von dem vorgegebenen Personalisierungs-Modus und einer Identität des gegenwärtigen Fahrers, einer gegenwärtigen Sitzbe- legung des Kraftfahrzeugs und Identitäten gegenwärtiger, weiterer Insassen.

Gemäß einem weiteren Beispiel kann als Hardware-Leistung oder Hardware- Funktionalität zum Beispiel eine Vergrößerung oder Steigerung einer Pro- zessorleistung sein, die beispielsweise von dem Fahrer gekauft wurde. Eine solche kann den aktuellen Insassen in Abhängigkeit von dem vorgegebenen Personalisierungs-Modus zur Verfügung gestellt werden. Alternativ kann eine solche Erhöhung der Prozessorleistung als Service von einem anderen In- sassen als dem Fahrer gekauft worden sein, wobei diese Funktion dem Kraftfahrzeug und seinen Benutzern solange zur Verfügung gestellt werden kann, solange sich dieser Passagier in dem Kraftfahrzeug befindet.

Die Benutzerprofilverwaltungs-Schnittstelle 22 kann es dem Fahrer bei spielsweise erlauben oder ermöglichen, den Personalisierungs-Modus und/oder die Einstellung für einen bestimmten Personalisierungs-Modus zu ändern. Hierzu kann dem Fahrer beispielsweise eine Bedieneinrichtung der Benutzerprofilverwaltungs-Schnittstelle 22 zur Verfügung gestellt werden, beispielsweise eine Tastatur oder eine Gerätekomponente zur Spracherken- nung. Mit anderen Worten kann eine manuelle Einflussnahme erfolgen, vorzugs- weise vor der Auswahl des Sub-Profils. Mit anderen Worten kann der Fahrer vorgeben, welcher Personalisierungs-Modus genutzt werden soll.

Die Fig. 2 veranschaulicht das Prinzip des erfindungsgemäßen Verfahrens anhand eines Ausführungsbeispiels, in dem ein Kraftfahrzeug 24 beispiels- weise als Personenkraftwagen ausgestaltet und mehrere Kraftfahrzeugsys- teme 26 aufweisen kann. Die Kraftfahrzeugsysteme 26 können beispielswei- se ein Infotainmentsystem und ein Kombiinstrument sein oder beispielsweise ein Infotainmentsystem und eine Steuerung für eine Sitzposition.

Das Kraftfahrzeug 24 weist eine Personalisierungseinrichtung 10 auf, die beispielsweise die zur Fig. 1 beschriebene Personalisierungseinrichtung 10 sein kann. Sowohl die Personalisierungseinrichtung 10 der Fig. 2 als auch die Personalisierungseinrichtung 10 der Fig. 1 können jeweils eine Prozesso- reinrichtung 28 aufweisen, die zum Beispiel mehrere Mikroprozessoren und/oder mehrere Mikrocontroller aufweisen kann. In der Fig. 1 wird die optionale Prozessoreinrichtung 28 aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht gezeigt.

Die Personalisierungseinrichtung 10 der Fig. 2 zeigt zudem eine optionale Speichereinrichtung 30, die als gängiger Datenspeicher ausgestaltet sein kann. Auf diesem Datenspeicher kann ein Programmcode zum Durchführen des erfindungsgemäßen Verfahrens abgelegt sein.

Der Verfahrensschritt S2, das Identifizieren des Fahrers des Kraftfahrzeugs 24, wurde bereits zur Fig. 1 im Detail beschrieben. Über diesen Identifizie rungsschritt kann also eine Identität des Fahrers festgestellt werden, anhand der mehrere fahrerspezifische Konfigurationsdatensätze 32 festgelegt wer- den können (S8). In der Speichereinrichtung 30 können beispielhaft sechs Konfigurationsdatensätze 32 abgelegt sein. Jeder der Konfigurationsdaten- sätze 32 kann dabei zum Beispiel unterschiedliche Einstellungen für das beispielhafte Infotainmentsystem und/oder die beispielhafte Steuerung der Sitzposition beschreiben, oder Varianten von Kombinationen. Alle diese Konfigurationsdatensätze sind dabei beispielhaft fahrerspezifisch für densel- ben Fahrer.

In dem Verfahrensschritt S4 können beispielsweise drei weitere Insassen festgestellt werden, zusätzlich können beispielsweise die Identitäten der Insassen, beispielsweise die Frau des Fahrers und die Kinder des Fahrers, sowie jeweils eine Altersgruppe (Erwachsene, Kinder) festgestellt werden.

Beispielhaft können die jeweils drei der Konfigurationsdatensätze 32 einem Personalisierungs-Modus (PDPM_1 , PDPM_2) zugeordnet sein. Mit anderen Worten können im Personalisierungsmodus PDPM_1 die entsprechenden Konfigurationsdatensätze 32 zum Konfigurieren des Kraftfahrzeugsystems 26 oder der Kraftfahrzeugsysteme 26 (S9) zur Verfügung stehen.

Durch beispielsweise eine Analyse der so erhobenen Daten über alle Insas- sen oder über die weiteren Insassen kann beispielsweise mithilfe einer Deep-Learning-Engine, die zuvor über maschinelles Lernen auf das Ver- knüpfen von Insassen-Kombinationen und Absichten einer Fahrt mit dem Kraftfahrzeug trainiert wurde, im Verfahrensschritt S10 eine Intension des festgestellten Fahrers vor Benutzung des Kraftfahrzeugs 24 prädiziert wer- den (S10). Im Beispiel der Fig. 2 kann diese beispielsweise eine Familien- fahrt sein. Anhand der prädizierten Intension können dann der oder die Per- sonal-Modi PDPM_1 und/oder PDPM_2 als fahrerspezifische Personalisie- rungs-Modi zu der Intention„Familienfahrt“ ausgewählt (S11 ), und zum Bei- spiel über einen Bildschirm des beispielhaften Infotainmentsystems oder über einen Bildschirm des Kombiinstruments angezeigt werden. Die bei spielhaften Personalisierungs-Modi PDPM1 , PDPM_2 können beispielsweise die Modi sein, die Einstellungen für eine Fahrt des Fahrers mit zwei Kindern und einer Frau umfassen, oder zum Beispiel eine Fahrt des Fahrers mit zwei Personen auf der Rückbank.

Der Fahrer kann beispielhaft manuell entscheiden, welcher Personalisie- rungsmodus (PDPM_1 , PDPM_2) verwendet werden soll. Beispielsweise kann einer der Konfigurationsdatensätze 32 eines Familien- profils die letzten Navigationsziele in einer Favoritenliste beschreiben, die zuletzt in der Insassen-Konstellation angefahren wurden, beispielsweise ein Freizeitpark oder die Adresse des Wochenendhauses der Familie.

Optional kann vorgesehen sein, dass der Fahrer durch zum Beispiel eine Eingabe mittels einer Bedienhandlung für das Bereitstellen der letzten Navi- gationsziele den Personalisierungs-Modus PDPM_1 auswählen kann (S17), für einen Bildschirmhintergrund jedoch den Personalisierungs-Modus PDPM_2. Mit anderen Worten kann der Fahrer für beispielsweise eine Aus- wahl von Navigationszielen oder anderer Anwenderprogramme angeben, welche Profil kategorie er haben möchte.

Im Beispiel der Fig. 2 sind die Konfigurationsdatensätze 32 als in der Perso- nalisierungseinrichtung 10 des Kraftfahrzeugs abgespeichert gezeigt, alter- nativ können die Konfigurationsdatensätze 32 jedoch auch zum Beispiel in eine Daten-Cloud gespiegelt werden, sodass sie für den Fahrer für eine Fahrt mit einem anderen Kraftfahrzeug 24 verfügbar sind. Erfolgt ein Feststellen einer Identität (S12) oder einer Klassifikation (S13) des mindestens einen Insassen, so kann die Konfiguration noch individueller und situationsabhängiger erfolgen.

Insgesamt zeigen die Ausführungsbeispiele, wie durch die Erfindung eine Insassen-abhängige Personalisierung eines Kraftfahrzeugsystems 26 erfol- gen kann.

Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel kann durch die Personalisie- rungseinrichtung 10 ein Personalisierungssystem für einen Fahrer des Kraft- fahrzeugs 24 bereitgestellt werden, das: die vorliegenden Informationen durch Mittel der Fahreridentifikations- mechanismen oder Beobachtung eines Innenraums des Kraftfahr- zeugs 24 erfassen kann (S2, S4): Eine Identität und/oder ein Profil des Fahrers; und/oder eine Information, ob sich weitere Insassen in dem Kraftfahrzeug 24 befinden; falls sich weitere Insassen in dem Kraft- fahrzeug 24 befinden, eine Klassifikation und/oder Identität der weite- ren Insassen; eine Insassen-abhängige Personalisierung bereitstellt (S10, S11 ), die auf den erfassten Informationen basiert, durch a) Auswahlen einer Teilmenge von Daten aus einem Haupt-Benutzerprofil des Fahrers, das während der Fahrt genutzt werden soll (zum Beispiel eine Liste der letzten Navigationsziele und/oder eine Liste der letzten Anrufe und/oder eine Favoritenliste); und/oder b) Auswählen eines Elements aus einem Auswahlpunkt, das während der Fahrt genutzt werden soll (zum Beispiel ein Willkommens-Bildschirm und/oder ein Hintergrund- design und/oder ein sogenanntes„skinning“ für die Benutzerschnitt- steile); und/oder c) Freischalten oder Blockieren von Anwendungen und/oder Funktionen, die dem Benutzer während der Fahrt zur Verfü- gung stehen; und/oder d) Freischalten und/oder Blockieren einer Leis- tung einer Hardware, die dem Benutzer während einer Fahrt zur Ver- fügung steht; die Parameter und/oder Daten des Haupt-Benutzerprofils des Fahrers, basierend auf den erfassten Informationen, erzeugen und/oder aktua- lisieren kann; und/oder basierend auf den erfassten Informationen Erzeugen und/oder Aktua- lisieren der Parameter und/oder Daten des Haupt-Benutzerprofils der weiteren Insassen.

Eine beispielhafte Umsetzung ist in den Figuren gezeigt, insbesondere in

Fig. 1.

Optional kann vorgesehen sein, dass die Parameter und/oder Daten eines

Haupt-Benutzerprofils der Insassen entsprechend erzeugt und/oder aktuali- siert werden können, falls also der Benutzer ein Insasse des Kraftfahrzeugs ist, vorzugsweise ein weiterer Insasse neben dem Fahrer.

Weiterhin kann optional vorgesehen sein, dass anstelle eines Personalisie- rungs-Modus verschiedene Personalisierungs-Modi für verschiedene An- wendungen, also beispielsweise verschiedene Anwenderprogramme oder Kraftfahrzeugsysteme 26, vorgesehen sein können. Diese können beispiels- weise individuell durch den Fahrer - oder einen anderen Benutzer - ausge- wählt werden.

Optional können weitere Personalisierungs-Modi vorgesehen sein, bei- spielsweise eine Alters-abhängige Konfiguration und/oder zum Beispiel eine Geschäfts-abhängige Konfiguration.




 
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