WEIN, Michael (Winn 16, Seubersdorf, 92358, DE)
| PATENTANSPRÜCHE: Verfahren zum Betreiben eines Kraftfahrzeugs (10), das in zumindest zwei Antriebsmodi fahrbar ist, die sich bezüglich zumindest eines Rades (12, 14, 16, 18) des Kraftfahrzeugs (10) darin voneinander unterscheiden, ob es oder ob es nicht angetrieben wird, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer Änderung des Antriebsmodus automatisch ein zuvor festgelegter, dem aktuellen Antriebsmodus zugeordneter Wert einer auf eine Fahrwerkseinrichtung (20) des Kraftfahrzeugs (10) bezogenen Größe eingestellt wird. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass vor der Fahrt zumindest einem Antriebsmodus ein Wert für zumindest eine auf eine Fahrwerkseinrichtung (20) des Kraftfahrzeugs (10) bezogene Größe zugeordnet und ein entsprechender Datensatz in dem Kraftfahrzeug (10) hinterlegt wird. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die auf die Fahrwerkseinrichtung (20) des Kraftfahrzeugs (10) bezogene Größe ein Spurwinkel, ein Sturzwinkel oder ein Nachlaufwinkel eines Rades (12, 14, 16, 18) des Kraftfahrzeugs (10) oder eine weitere kinematisch oder elastokinematisch änderbare Fahrwerksgröße ist. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der aktuelle Antriebsmodus mittels eines auf eine Radachse wirkendes Drehmoments festgestellt wird. Kraftfahrzeug (10), welches in zumindest zwei Antriebsmodi fahrbar ist, die sich bezüglich zumindest eines Rades (12, 14, 16, 18) des Kraftfahrzeugs (10) darin voneinander unterscheiden, ob dieses oder ob es nicht angetrieben wird, und mit einer Fahrwerkseinrichtung (20), die beim Betrieb des Fahrzeugs (10) zumindest eine automatische Änderung bezüglich zumindest einer Einstellung ermöglicht, gekennzeichnet durch eine Steuereinheit (26), welche dazu ausgelegt ist, bei einer Änderung des Antriebsmodus automatisch einen dem aktuellen Antriebsmodus zugeordneten, zuvor festgelegten Wert einer auf die Fahrwerkseinrich- tung (20) des Kraftfahrzeugs (10) bezogenen Größe einzustellen. Kraftfahrzeug (10) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die auf die Fahrwerkseinrichtung (20) des Kraftfahrzeugs (10) bezogene Größe ein Spurwinkel, ein Sturzwinkel oder ein Nachlaufwinkel eines Rades (12, 14, 16, 18) des Kraftfahrzeugs (10) oder eine weitere kinematisch oder elastokinematisch änderbare Fahrwerksgröße ist. Kraftfahrzeug (10) nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (24) einen Speicher (26) zum Ablegen von Daten aufweist, welche eine Zuordnung zumindest eines bestimmten Antriebsmodus zu einem bestimmten Wert für die auf die Fahrwerkseinrichtung (20) des Kraftfahrzeugs (10) bezogene Größe wiedergeben, und dass die Steuereinheit (24) dazu ausgelegt ist, beim Feststellen dieses Antriebsmodus die Fahrwerkseinrichtung (20) so zu steuern, dass der dem Antriebsmodus zugeordnete Wert für die auf die Fahrwerkseinrichtung (20) des Kraftfahrzeugs (10) bezogene Größe eingestellt wird. Kraftfahrzeug (10) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Daten in Form einer Kennlinie, eines Kennfelds oder dergleichen in dem Speicher (26) hinterlegt sind. |
BESCHREIBUNG: Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben eines Kraftfahrzeugs, das die Eigenschaft hat, dass es in zumindest zwei Antriebsmodi fahrbar ist, wobei sich dieser Modi bezüglich zumindest eine Rades darin voneinander unterscheiden, ob dieses Rad angetrieben wird oder nicht. Sie betrifft auch ein Kraftfahrzeug.
Es sind z. B. der Antriebsmodi„Vorderradantrieb",„Heckantrieb" oder„Allradantrieb" bekannt.
Es kann nun sein, dass ein Kraftfahrzeugführer den Antriebsmodus bei- spielsweise durch eine Fahrereingabe verändert. Ebenfalls ist es möglich, dass eine Steuereinheit einen Wechsel des Antriebsmodus bewirkt, wie es häufig bei Hybridfahrzeugen der Fall ist, die neben einem Verbrennungsmotor auch einen elektrischen Antrieb aufweisen, der je nach Bedarf zu- oder abgeschaltet wird.
In Abhängigkeit von dem jeweiligen Antriebsmodus sind bezüglich einer Fahrwerkseinrichtung des Kraftfahrzeugs mitunter unterschiedliche Einstellungen notwendig, um ein optimales, sicheres Fahrverhalten zu gewährleisten.
Wird der Antriebsmodus verändert, so sind die auf die Fahrwerkseinrichtung bezogenen Einstellungen oftmals nicht mehr günstig für den neuen Antriebsmodus. Das Fahrsicherheit des Kraftfahrzeugs ist dann reduziert. Es ist deshalb Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zum Betreiben eines Kraftfahrzeugs bereitzustellen, durch welches die Sicherheit im Fahrverhalten des Kraftfahrzeugs vergrößert wird. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren zum Betreiben eines Kraftfahrzeugs gemäß Patentanspruch 1 sowie durch ein Kraftfahrzeug gemäß Patentanspruch 5 gelöst. Erfindungsgemäß wird bei einer Änderung des Antriebsmodus automatisch ein zuvor festgelegter, dem angelegten Antriebsmodus zugeordneter Wert einer auf eine Fahrwerkseinrichtung des Kraftfahrzeugs bezogenen Größe eingestellt. Hierdurch kann das Fahrverhalten des Kraftfahrzeugs stets dem aktuellen Antriebsmodus angepasst werden, wodurch die Sicherheit beim Fahrverhalten vergrößert wird.
Die Fahrwerkseinrichtungen können kostengünstig und einfach hergestellt werden, da die Verstellungen vergleichsweise langsam vorgenommen werden können. Es ist nicht nötig, ein teures, aktives Fahrwerk zu nutzen, wie es beispielsweise bei modernen Fahrzeugen verwendet wird, um dynamische Einstellungen vorzunehmen.
Im Gegensatz hierzu kann die Anzahl der möglichen Verstellungen, welche an der Fahrwerkseinrichtung vorgenommen wird, auf die gerade notwendige Zahl reduziert sein. Beispielsweise ist es denkbar, eine Fahrwerkseinrichtung zu nutzen, welche nur zwei verschiedene Verstellpositionen von für das Fahrverhalten wichtigen Größen ermöglicht, beispielsweise eine jeweilige Verstellposition der Größen für den Antriebsmodus„Vorderradantrieb" und eine weitere jeweilige Verstellposition für den Antriebsmodus„Heckantrieb". Es ist natürlich auch denkbar, kostengünstige Fahrwerkseinrichtungen zu nutzen, welche zusätzliche Einstellungen zulassen.
Vor der Fahrt kann zumindest einem Antriebsmodus ein Wert für zumindest eine auf eines Fahrwerkseinrichtung des Kraftfahrzeugs bezogene Größe zugeordnet werden. Der entsprechende Datensatz wird dann in dem Kraftfahrzeug hinterlegt. Auf diese Weise kann besonders einfach bei einem bestimmten Antriebsmodus der optimale Wert der auf die Fahrwerkseinrichtung des Kraftfahrzeugs bezogenen Größe eingestellt werden. Die auf die Fahrwerkseinrichtung des Kraftfahrzeugs bezogene Größe kann beispielsweise ein Spurwinkel, ein Sturzwinkel oder ein Nachlaufwinkel eines Rades des Kraftfahrzeugs sein, allgemein Größen des Fahrwerks die durch eine Änderung der Kinematik oder Elastokinematik beeinflusst werden können. Diese Radstellungskenngrößen sind besonders wichtig für ein sicheres Fahrverhalten und ermöglichen es, das Fahrzeug optimal auf den jeweiligen Antriebsmodus anzupassen.
Wenn der aktuelle Antriebsmodus mittels eines auf eine Radachse wirken- den Drehmoments festgestellt wird, kann einfach erkannt werden, wann der aktuelle Antriebsmodus verändert wird. Es ist natürlich auch vorstellbar, dass der aktuelle Antriebsmodus durch eine sowieso in dem Kraftfahrzeug vorhandene Überwachungseinrichtung festgestellt wird. Ein erfindungsgemäßes Kraftfahrzeug ist in zumindest zwei Antriebsmodi fahrbar, welche sich bezüglich zumindest eines Rades des Kraftfahrzeugs darin voneinander unterscheiden, ob dieses oder ob es nicht angetrieben wird. Es erfasst des Weiteren eine Fahrwerkseinrichtung, die beim Betrieb des Fahrzeugs zumindest eine automatische Änderung bezüglich zumindest einer Einstellung ermöglicht. Eine Steuereinheit ist nun dazu ausgelegt, bei einer Änderung des Antriebsmodus automatisch einen dem aktuellen Antriebsmodus zugeordneten, zuvor festgelegten Wert einer auf eine Fahrwerkseinrichtung des Kraftfahrzeugs bezogenen Größe einzustellen. Dadurch ist das Kraftfahrzeug auch bei einer Veränderung des Antriebsmodus weiterhin sicher fahrbar.
Die auf die Fahrwerkseinrichtung des Kraftfahrzeugs bezogene Größe kann ein Spurwinkel, ein Sturzwinkel oder auch ein Nachlaufwinkel eines Rades des Kraftfahrzeugs sein, allgemein Größen des Fahrwerks die durch eine Änderung der Kinematik oder Elastokinematik beeinflusst werden können. Ein Anpassen dieser Radstellgrößen an den jeweils aktuellen Antriebsmodus ermöglicht ein besonders sicheres Fahren des Kraftfahrzeugs.
In weiterer Ausgestaltung weist die Steuereinheit einen Speicher von Able- gen von Daten auf, welche eine Zuordnung zumindest eines weiteren Antriebsmodus zu einen bestimmten Wert für die auf die Fahrwerkseinrichtung des Kraftfahrzeugs bezogenen Größe wiedergeben. Die Steuereinheit ist dazu ausgelegt, beim Feststellen dieses Antriebsmodus die Fahrwerkseinrichtung so zu steuern, dass der dem Antriebsmodus zugeordnete Wert für die auf die Fahrwerkseinrichtung des Kraftfahrzeugs bezogene Größe eingestellt wird. Dadurch können besonders einfach die jeweils optimalen Werte der Größe für den jeweiligen aktuellen Antriebsmodus eingestellt werden. Beispielsweise sind die Daten in Form einer Kennlinie, eines Kennfelds oder dergleichen in dem Speicher hinterlegt.
Nachfolgend wird eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung unter Be- zug auf die Zeichnung beschrieben, wobei die Figur in einer schematischen Darstellung ein in wenigstens zwei Antriebsmodi fahrbares Kraftfahrzeug zeigt.
Ein Kraftfahrzeug 10 wird während einer Fahrt in einem„Heckantrieb" betrie- ben, bei welchem Hinterräder 12, 14 aktiv eingetrieben werden. In diesem Antriebsmodus werden Vorderräder 16, 18 des Kraftfahrzeugs 10 nicht aktiv angetrieben.
Zusätzlich weist das Kraftfahrzeug 10 eine Fahrwerkseinrichtung 20 auf, welche mittels Aktuatoren 22, 24 den Spurwinkel der Vorderräder 16, 18 einstellen können. Bei der Fahrt in dem Antriebsmodus„Heckantrieb" ist der Spurwinkel der Vorderräder 16, 18 nun optimal für diese Antriebsart eingestellt. Ändert nun der Fahrer oder ein Steuergerät die Antriebsart, so steuert eine Steuereinheit 26 der Fahrwerkseinrichtung 20 die Aktuatoren 22, 24 dergestalt an, dass der Spurwinkel der Vorderräder 16, 18 verändert wird. Hierfür ist in der Steuereinheit 26 ein Speicher 28 vorgesehen, in welchem beispielsweise in Form einer Kennlinie und eines Kennfelds verschiedenen Antriebsmodi jeweils vor der Fahrt festgelegte Wert für den Spurwinkel der Räder 16, 18 gespeichert sind.
Natürlich ist es auch vorstellbar, dass in ähnlicher Weise durch weitere Aktuatoren ein Sturzwinkel oder auch ein Nachlaufwinkel der Vorderräder 16, 18 oder auch der Hinterräder 12, 14 verändert werden. Ist das Fahrzeug auch im Allradantriebsmodus fahrbar, so können auch diesem Antriebsmo- dus spezielle Werte der Größen zugeordnet sein und beim Betreiben des Kraftfahrzeugs 10 in diesem Allradmodus durch Aktuatoren der Fahrwerkseinrichtung 20 eingestellt werden.
Next Patent: COMPOSITE MEMBRANE, IN PARTICULAR FOR GAS SEPARATION
