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Patent Searching and Data


Title:
METHOD FOR OPERATING A NETWORK WITH MULTIPLE NODE DEVICES AND NETWORK
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2017/001122
Kind Code:
A1
Abstract:
In a method for operating a network, such as an automation network, a number of interconnected node devices are provided. There is a global time and the node devices detect operating parameters thereof. The operating parameters are assigned as content elements to a respective address element, in order to be stored in a tensor database structure. In this way, the control or adaptation of the operation of the network with its node devices and couplings is facilitated. The method is particularly suitable for use in supply networks, automated manufacturing plants, communications networks, transport networks and logistics networks. The proposed storage enables easy visualisation, presentation and evaluation of operating conditions of the network and of the node devices thereof.

Inventors:
KROMPASS, Denis (Max-Wönner-Straße 6, München, 80995, DE)
MÜNZ, Ulrich (Berg-am-Laim-Str. 59, München, 81673, DE)
RUSITSCHKA, Sebnem (Hofangerstraße 45a, München, 81735, DE)
TRESP, Volker (Euckenstraße 8 b, München, 81369, DE)
Application Number:
EP2016/061757
Publication Date:
January 05, 2017
Filing Date:
May 25, 2016
Export Citation:
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Assignee:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Wittelsbacherplatz 2, München, 80333, DE)
International Classes:
G06T11/20; H02J13/00
Foreign References:
US20140244065A12014-08-28
Other References:
PAULA S CASTRO VIDE ET AL: "Use of available phasor measurements for system observability: A case study", POWER ENGINEERING, ENERGY AND ELECTRICAL DRIVES, 2009. POWERENG '09. INTERNATIONAL CONFERENCE ON, IEEE, PISCATAWAY, NJ, USA, 18 March 2009 (2009-03-18), pages 95 - 100, XP031453967, ISBN: 978-1-4244-4611-7
SELIM HAYSAM ET AL: "Statistical Modeling and Scalable, Interactive Visualization of Large Scale Big Data Networks", 2014 ASE BIGDATA/SOCIALCOM/CYBERSECURITY CONFERENCE, STANFORD UNIVERSITY, MAY 27-31, 2014, 31 May 2014 (2014-05-31), pages 1 - 6, XP055291806, Retrieved from the Internet [retrieved on 20160728]
None
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Claims:
Patentansprüche

1. Verfahren zum Betreiben eines Netzwerks mit mehreren Knoteneinrichtungen, umfassend:

Koppeln (301) jeder Knoteneinrichtung {A± - A13) mit mindestens einer anderen Knoteneinrichtung {A± - A13) mit Hilfe einer jeweiligen Kanteneinrichtung {B± - B14) ;

Festlegen (302) einer Globalzeit (t) für alle Knoteneinrichtungen {A± - A13) und Kanteneinrichtungen {B± - B14) ;

Erfassen (303) der Knoteneinrichtungen {A± - A13) ;

Erfassen (303) der Kanteneinrichtungen {B± - B14) ;

Zuweisen (304) eines Adresselements (np,nq) zu jedem Knotenpaar np-nq aus zwei Knoteneinrichtungen {A± - A13) , die mit Hilfe einer Kanteneinrichtung {B± - B14) miteinander koppelbar sind;

Speichern (307) der Adresselemente (np,nq);

Zuweisen (305) eines Inhaltselements (Mi - M3) zu jedem Adresselement (np,nq), wobei das Inhaltselement das Vorhandensein oder Nichtvorhandensein einer Kanteneinrichtung (Βχ - B14) zwischen dem Knotenpaar (np-nq) , welchem das Adresselement (np,nq) zugewiesen ist, angibt;

Speichern (308) des Inhaltselements in Abhängigkeit von dem jeweiligen Adresselement (np,nq), dem das Inhaltselement (Mi - M3) zugewiesen wurde;

Erfassen (306) von mindestens einem Betriebsparameter (mi

- m-j) für mindestens ein ausgewähltes Knotenpaar (np-nq) oder eine ausgewählte Knoteneinrichtung {A± - A13) ; und

Speichern (309) des mindestens einen Betriebsparameters (m! - mj ) als ein weiteres Inhaltselement {M± - M3) in Abhän- gigkeit von dem jeweiligen Adresselement (np,nq), das dem ausgewählten Knotenpaar (np-nq) oder der ausgewählten Knoteneinrichtung {A± - A13) zugewiesen wurde;

wobei beim Erfassen (303) der Kanteneinrichtungen {B± - B14) und beim Erfassen (306) des mindestens einen Betriebspa- rameters (ITVL - mj ) ein jeweiliger Globalzeit-Zeitpunkt (tx) mit erfasst wird, und der jeweilige Globalzeit-Zeitpunkt (tx) beim Speichern des Inhaltselements (Mi - M3) und/oder des weiteren Inhaltselements {M± - M3) mitgespeichert wird.

2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei

das Speichern (307 - 309) des Adresselements (np,nq) , des Inhaltselements ( Μχ - M3) und des mindestens einen weiteren Inhaltselements ( Μχ - M3) in einer Datenbankeinrichtung (110) mit einer tensoriellen Datenbankstruktur (510) erfolgt.

3. Verfahren nach Anspruch 2, wobei

mindestens ein Teil der Knoteneinrichtungen (Αχ - A13) oder Kanteneinrichtungen ( Βχ - B14) den mindestens einen Betriebsparameter ( πΐχ - tti ) und den zugehörigen Globalzeit- Zeitpunkt gemäß der tensoriellen Datenbankstruktur (510) bereitstellt . 4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, ferner umfassend :

Erfassen eines Satzes von verschiedenen Betriebsparametern (mx - ttij ) ; und

Speichern der verschiedenen Betriebsparameter als weitere Inhaltselemente ( Μχ - M3) in Abhängigkeit von dem jeweiligen Adresselement ( np , nq ) , dem die weiteren Inhaltselemente ( Μχ - M3) zugewiesen sind.

5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der mindestens eine Betriebsparameter (mx - rti ) einen

Verkehrsfluss , einen Stromfluss, einen Materialfluss , einen Energiefluss , eine Leistungsaufnahme und/oder einen Versorgungsweg charakterisiert. 6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Erfassen des Globalzeit-Zeitpunkts (tx) mit Hilfe von Satelliten, insbesondere eines GPS-Systems, erfolgt.

7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei mindestens ein Teil der Knoteneinrichtungen (Αχ - A13) und/oder Kanteneinrichtungen ( Βχ - B14) den mindestens einen Betriebsparameter (mx - m-j) in Abhängigkeit von dem zugewiesenen Adresselement (np,nq) misst und/oder speichert.

8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, ferner umfassend :

Steuern mindestens eines Teils der Knoteneinrichtungen (Αχ - A13) und/oder Kanteneinrichtungen (Βχ - B14) in Abhängigkeit von den gespeicherten Inhaltselementen (Μχ - M3) .

9. Verfahren nach Anspruch 8, wobei

das Steuern durch den mindestens einen Teil der Knoten- einrichtungen {A± - A13) und/oder Kanteneinrichtungen (Βχ - Βχ4) selbst erfolgt.

10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Koppeln jeder Knoteneinrichtung (Αχ - A13) mit mindes- tens einer anderen Knoteneinrichtung {A± - A13) in Abhängigkeit von den gespeicherten Inhaltselementen (Μχ - M3) erfolgt .

11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, ferner umfassend:

Bestimmen eines Referenzwertes für einen der mindestens einen Betriebsparameter (πΐχ - m-j);

Berechnen eines relativen Betriebsparameters (ΐΐΐχ - m-j) in Abhängigkeit von dem erfassten Betriebsparameter (πΐχ - m-j) und dem zugehörigen Referenzwert; und

Speichern des relativen Betriebsparameters (πΐχ - m-j) in Abhängigkeit von dem Adresselement (np,nq), dem der erfasste Betriebsparameter (πΐχ - m-j) zugewiesen ist. 12. Netzwerk (100) mit mehreren Knoteneirichtungen (Αχ - A13) , das geeignet ist, das Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche auszuführen.

13. Netzwerk nach Anspruch 12, wobei

das Netzwerk (100) für einen Transport oder eine Übertragung von Ressourcen, Material, Strom, Energie und/oder Verkehr geeignet ist.

14. Netzwerk nach Anspruch 12 oder 13, umfassend: eine Datenbankeinrichtung (110) zum Speichern von Adresselementen (np,nq) und mindestens einem Betriebsparameter (rtii - tti ) von Knotenpaaren (np-nq) aus zwei Knoteneinrichtungen (Αχ - A13) , die mit Hilfe einer jeweiligen Kanteneinrichtung ( Βχ - B14) miteinander koppelbar sind; und

eine Recheneinheit (212) zum Zuweisen der Inhaltselemente ( Mi - M3 ) zu dem jeweiligen Adresselement (np,nq) und zum Abrufen des Adresselements (np,nq) oder der Inhaltselemente ( Mi - M3 ) .

15. Netzwerk nach Anspruch 13 oder 14, ferner umfassend:

eine Benutzerschnittstelle zum Anzeigen des gespeicherten Adresselements (np,nq) und der gespeicherten Inhaltselemente ( Mi - M3 ) für einen Betreiber des Netzwerks (100) .

Description:
Beschreibung

Verfahren zum Betreiben eines Netzwerks mit mehreren Knoteneinrichtungen und Netzwerk

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben eines Netzwerks mit mehreren Knoteneinrichtungen und ein Netzwerk, welches zum Ausführen dieses Verfahrens geeignet ist .

Für die Automatisierung und (industriellen) Verfahrensabläufen werden komplexe und detaillierte Automatisierungsdaten von Messpunkten, welche Knoten eines Netzwerks entsprechen können, einer intelligenten und digitalisierten Infrastruktur erfasst. Zu derartigen Infrastrukturen aus vernetzten Messpunkten zählen Hochspannungsnetze, Verkehrsnetze, Versorgungsketten, Logistik und Herstellungsanlagen. Die Automatisierungsdaten sind insbesondere kontinuierlich, in Echtzeit und räumlich- zeitlich erfasste, miteinander verknüpfte, gra- phische Daten über die dynamischen Ströme oder Flüsse in diesen dynamischen Netzwerken. Die Automatisierungsdaten eines Messpunktes können dabei mehrere Messgrößen umfassen. Man erhält insbesondere mehrdimensionale Automatisierungsdaten, wenn mehrere Messgrößen pro Messpunkt erfasst werden.

Konventionell werden die Automatisierungsdaten beispielsweise in relationalen Datenbanken abgelegt. Dabei ist es wünschenswert, schnell auf die gespeicherten Automatisierungsdaten zugreifen zu können und gleichzeitig eine vorhandene Speicher- kapazität optimal auszunutzen. Zur Analyse und Auswertung werden manchmal unterschiedliche Datenbanksysteme parallel benutzt, wodurch die Automatisierungsdatenmenge insgesamt erhöht ist. Auch eine automatisierte Auswertung der Automatisierungsdaten wird erschwert, wenn unterschiedliche Daten- banksysteme eingesetzt werden.

Bislang wird eine automatisierte Auswertung der Automatisierungsdaten mit Hilfe eines effektiven Dataminings und lernfä- higer Systeme realisiert. Es ist wünschenswert, dass das Automatisierungssystem auf der Basis von selbst akquirierten Automatisierungsdaten sowie einer automatisierten Auswertung derselben zu betreiben. Für die Auswertung der Automatisie- rungsdaten, insbesondere für das Datamining, werden spezielle Datenformate eingesetzt.

Um die Komplexität der Automatisierungsdaten zu reduzieren, kann eine lineare Reduktion erfolgen. Allerdings ist diese Technik für die Handhabung von komplexen, nichtlinearen Automatisierungsdaten eher ungeeignet. Nichtlineare Datenmodelle gelten ferner als noch nicht ausgereift.

Vor diesem Hintergrund hat die mehrdimensionale Datenmodel - lierung, insbesondere das so genannte „Online Analytical Processing" (OLAP) , über die letzten Jahrzehnte an Bedeutung gewonnen. Der Kern jedes OLAP-Systems bildet ein so genannter „OLAP-Cube", der numerische Einträge (measures) enthält, die nach Messgrößen klassifiziert sind. Die Einträge sind jeweils den Schnittstellen eines „Hypercubes " , der durch die Messgrößen als Dimensionen als ein Vektorraum aufgespannt wird, zugewiesen. Auch in OLAP-Systemen muss ein Kompromiss zwischen der Effizienz in der Datensicherung und der Effizienz bei Datenabfragen getroffen werden.

Die bislang bemühten Maßnahmen zur Auswertung und Erfassung von Automatisierungsdaten eines Automatisierungsnetzwerks für dessen Betrieb werden teilweise als ungenügend erachtet. Vor diesem Hintergrund besteht eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, das Betreiben eines Netzwerks, insbesondere eines Automatisierungsnetzwerks, zu verbessern.

Demgemäß wird ein Verfahren zum Betreiben eines Netzwerks mit mehreren Knoteneinrichtungen vorgeschlagen. Das Verfahren um- fasst die Schritte: Koppeln jeder Knoteneinrichtung mit mindestens einer anderen Knoteneinrichtung mit Hilfe einer jeweiligen Kanteneinrichtung ;

Festlegen einer Globalzeit für alle Knoteneinrichtungen und Kanteneinrichtungen;

Erfassen der Knoteneinrichtungen;

Erfassen der Kanteneinrichtungen;

Zuweisen eines Adresselements zu jedem Knotenpaar aus zwei Knoteneinrichtungen, die mit Hilfe einer Kanteneinrich- tung miteinander koppelbar sind;

Speichern der Adresselemente;

Zuweisen eines Inhaltselements zu jedem Adresselement, wobei das Inhaltselement das Vorhandensein oder Nichtvorhandensein einer Kanteneinrichtung zwischen dem Knotenpaar, wel- ehern das Adresselement zugewiesen ist, angibt;

Speichern des Inhaltselements in Abhängigkeit von dem jeweiligen Adresselement, dem das Inhaltselement zugewiesen wurde ;

Erfassen von mindestens einem Betriebsparameter für min- destens ein ausgewähltes Knotenpaar oder eine ausgewählte Knoteneinrichtung; und

Speichern des mindestens einen Betriebsparameters als ein weiteres Inhaltselement in Abhängigkeit von dem jeweiligen Adresselement, das dem ausgewählten Knotenpaar oder der aus- gewählten Knoteneinrichtung zugewiesen wurde.

Beim Erfassen der Kanteneinrichtungen und beim Erfassen des mindestens einen Betriebsparameters wird ein jeweiliger Globalzeit-Zeitpunkt mit erfasst. Der jeweilige Globalzeit- Zeitpunkt wird beim Speichern des Inhaltselements und/oder des weiteren Inhaltselements mitgespeichert.

Das vorgeschlagene Verfahren ist insbesondere geeignet, ein Netzwerk, das einen Bereich von bis zu 10 8 km 2 abdeckt, zu betreiben. Sogar das Betreiben eines Netzwerks von astronomi- sehen Geräten, z.B. Satelliten, ist gemäß dem Verfahren möglich. Das Netzwerk ist beispielsweise ein Stromnetz, ein Verkehrsnetzwerk, eine Versorgungsnetzwerk (z.B. Wasser, Gas, Öl, Lebensmittel, Güter, Waren, usw.), eine Logistikkette und/oder eine Herstellungsanlage. Das Netzwerk umfasst eine Mehrzahl von Knoteneinrichtungen und ist insbesondere geeignet, Energie, Strom, Güter, Waren, Personen, Verkehr, Ressourcen, Daten und/oder Material zwischen den, von den und/oder an die Knoteneinrichtungen zu transportieren oder zu übertragen. Die Knoteneinrichtungen können Elemente, Einrichtungen, Stationen, Einheiten oder sonstige Glieder des jeweiligen Netzwerks sein. Man kann auch von einem Messpunkt als Knoteneinrichtung sprechen. Beispielsweise umfassen die Knoteneinrichtungen Kraftwerke, Umspannwerke, Transformatoren, Strommas- ten, Verteiler oder andere Glieder eines Stromnetzes. Insbesondere umfassen die Knoteneinrichtungen eines Stromnetzes eine Phasor-Measurement-Unit (PMU) . In einem weiteren Beispiel können die Knoteneinrichtungen Verkehrsampeln, Schranken, Brücken, Bahnhöfe, Flughäfen, Häfen, Kontrollstellen oder sonstige Kontrolleinheiten in einem Verkehrsnetz sein. Insbesondere können die Knoteneinrichtungen eines Verkehrsnetzes Floating Car Date erfassen. In einem weiteren Beispiel sind die Knoteneinrichtungen einzelne Produktionsmodule einer Produktionsanlage , die eine oder mehrere Aktionen (z.B.

Schweißen, Löten, Transportieren, Bohren, Schneiden, usw.) zur Herstellung eines Produkts ausführen können.

Ferner können Knoteneinrichtungen real und physisch im jeweiligen Netzwerk existieren oder virtuell, z.B. vom Betreiber des Netzwerks, eingefügt sein. Virtuelle Knoteneinrichtungen können vorteilhaft sein, um z.B. komplex vernetzte reale Knoteneinrichtungen einfacher darzustellen und dadurch besser steuern zu können. Beispielsweise kann man eine reale Kanteneinrichtung durch ein Einfügen einer virtuellen Knotenein- richtung in zwei „virtuelle" Kanteneinrichtungen teilen, die separat überwacht und kontrolliert werden können. Virtuelle Knoteneinrichtungen können insbesondere vorübergehend in das Netzwerk eingefügt sein. Ferner können Knoteneinrichtungen stationär, d.h. örtlich fixiert, oder beweglich sein. Knoteneinrichtungen können insbesondere vorübergehend, d.h. für eine vorgegebene Zeitdauer, existieren oder vorübergehend abschaltbar sein.

Insbesondere umfasst das Netzwerk intelligente, digitalisierte und/oder automatisierte Knoteneinrichtungen und/oder Kanteneinrichtungen. Beispielsweise umfassen die Knoteneinrich- tungen und/oder Kanteneinrichtungen Cyber-Physical-Systeme, intelligente elektronische Geräte (Intelligent Electronic Devices, IED) sowohl auf einer Feldebene als auch auf einer der Produktions- oder Geschäftsführungsebenen. Insbesondere werden die Knoteneinrichtungen mit Hilfe von Echtzeit- Betriebssystemen betrieben.

Das Koppeln der Knoteneinrichtungen miteinander bezieht sich insbesondere auf ein Herstellen einer Verbindung zwischen den jeweiligen Knoteneinrichtungen, wodurch ein Transport oder eine Übertragung zwischen diesen Knoteneinrichtungen ermöglicht wird. Beispielsweise kann nach einem erfolgreichen Koppeln von zwei Knoteneinrichtungen eines Stromnetzes ein

Stromfluss zwischen diesen Knoteneinrichtungen möglich sein. Ferner wird beispielsweise ein Güter-, Waren-, Personen-, Verkehrs-, Daten-, Informations- und/oder Materialfluss zwischen zwei Knoteneinrichtungen des jeweiligen Netzwerks ermöglicht, wenn diese Knoteneinrichtungen miteinander gekoppelt sind. Insbesondere können die Knoteneinrichtungen Informationen miteinander austauschen, unabhängig davon, ob sie direkt miteinander gekoppelt sind. Dazu kann das Netzwerk mindestens eine Kontrolleinheit aufweisen, mit der alle Knoteneinrichtungen und/oder alle Kanteneinrichtungen gekoppelt sind, so dass ein Betreiber des Netzwerks die Knoteneinrichtungen und/oder Kanteneinrichtungen von der Kontrolleinheit aus überwachen und/oder kontrollieren kann. Die Kanteneinrichtungen können dabei jeweils als ein jeweiliges Verbindungsglied zwischen zwei miteinander gekoppelten Knoteneinrichtungen fungieren. Insbesondere wird eine Kanteneinrichtung zwischen zwei Knoteneinrichtungen installiert, implementiert oder auf eine sonstige Weise bereitgestellt, um diese zwei Knoteneinrichtungen miteinander zu koppeln.

Des Weiteren können sowohl reale als auch virtuelle Abschnitte (Strecken) als die jeweilige Kanteneinrichtung zwei Kno- teneinrichtungen miteinander koppeln oder verbinden. Beispiele für Kanteneinrichtungen sind Stromleitungen (Hoch-, Mittel- oder Niederspannung) eines Stromnetzes und Straßen- oder Schienenabschnitte eines Verkehrsnetzes. Betrifft das Verfahren beispielsweise ein Luftverkehrsnetz mit Flughäfen als Knoteneinrichtungen, so sind alle Luftstrecken Kanteneinrichtungen. In einem Logistiknetzwerk können die Kanteneinrichtungen reale Verkehrsverbindungsabschnitte oder virtuelle, beliebige Verbindungsmöglichkeiten zwischen miteinander gekoppelten Stationen (Knoteneinrichtungen) umfassen.

Es können mehrere Verbindungsmöglichkeiten zwischen zwei Knoteneinrichtungen existieren. Insbesondere können die Verbindungsmöglichkeiten unterschiedlichen Richtungen (des Material-, Waren-, Güter-, Strom-, Informations- , Verkehrs- und/oder Ressourcenflusses) zwischen zwei Knoteneinrichtungen entsprechen. In diesem Fall können mehrere Kanteneinrichtungen definiert sein, wobei jede dieser Kanteneinrichtungen jeweils einer dieser Verbindungsmöglichkeiten entspricht, oder alle Verbindungsmöglichkeiten als eine einzige Kanteneinrich- tung zusammengefasst sein, oder virtuelle Knoteneinrichtungen in jede der Verbindungsmöglichkeiten eingefügt werden, um die Verbindungsmöglichkeiten einzeln steuern zu können.

Die Globalzeit kann sich auf ein einheitliches Zeitmaß in dem jeweiligen Netzwerk beziehen, d.h. alle Ereignisse, Änderungen und/oder Neuerungen werden in Abhängigkeit der Globalzeit erfasst, die für alle Knoteneinrichtungen und Kanteneinrichtungen des Netzwerks einheitlich ist. Vorzugsweise ist die Globalzeit für das Netzwerk mit einer präzisen und absoluten Referenzzeit, z.B. einer Atomuhr oder Satellitenuhrzeit , geknüpft . Durch das Festlegen der Globalzeit können die Knoteneinrichtungen und/oder die Kanteneinrichtungen synchronisiert werden. Ereignisse können entsprechend in einem einheitlichen Zeitmaß erfasst und chronologisch geordnet werden. Dadurch kann eine Suche nach dem Ursprung eines Ereignisses erleich- tert werden. Abhängig von einer Datenerfassungsrate (z.B. mehrere Samples pro Sekunde) kann eine Synchronisierung der Knoten- und Kanteneinrichtungen mit Hilfe der Globalzeit zu einer verbesserten zeitlichen Auflösung der erfassten Ereignisse im Netzwerk führen.

Beispielsweise werden alle Knoteneinrichtungen und alle Kanteneinrichtungen erfasst und in einer Datenbankeinrichtung in dem Netzwerk registriert. Eine Datenbankeinrichtung ist insbesondere eine Einrichtung zum elektronischen und/oder Ver- walten von Daten. Die Datenbankeinrichtung kann zentral, lokal und/oder verteilt ausgebildet sein. Vorzugsweise ist jede Knoteneinrichtung mit jeder anderen Knoteneinrichtung des Netzwerks koppelbar. Vorzugsweise werden alle möglichen Kombinationen von zwei Knoteneinrichtungen des Netzwerks (oder eines Teils des Netzwerks) als Knotenpaare definiert. Alternativ können nur diejenigen Paare von zwei Knoteneinrichtungen, die miteinander gekoppelt sind, als Knotenpaare erfasst werden . Beispielsweise wird jede der Knoteneinrichtungen mit einem jeweiligen Index versehen. Entsprechend kann das Adresselement die zwei Indizes der Knoteneinrichtungen des jeweiligen Knotenpaares enthalten. Dadurch kann eine eindeutige Zuweisung jedes Knotenpaares zu einem Adresselement gegeben sein. Alle Adresselemente werden zentral in einer Datenbankeinrichtung des Netzwerks und/oder lokal bei den einzelnen Knoteneinrichtungen gespeichert. Sind die zwei Knoteneinrichtungen eines Knotenpaares mit Hilfe einer Kanteneinrichtung mitei- nander gekoppelt, entspricht das Adresselement, das dem Knotenpaar zugewiesen ist, der Kanteneinrichtung. Entsprechend kann das Adresselement lokal bei der Kanteneinrichtung gespeichert sein, falls die Kanteneinrichtung entsprechende Re- chen- und/oder Speicherkapazität aufweist. Das Adresselement ist insbesondere eine Zuordnung zu einem Speicherort. In einer Ausführungsform ist das Adresselement ein Tupel aus zwei Zahlen oder Indizes. Die Indizes können Integer sein. Da die Adresselemente jeweils ein Knotenpaar mit einer ersten und zweiten Knoteneinrichtung indiziert, kann eine Gesamtheit aller Adresselemente eine quadratische, zweidimensionale Matrix aufspannen, wobei eine erste Dimension (z.B. Reihen) der Matrix den ersten Knoteneinrichtungen und eine zweite Dimen- sion (z.B. Spalten) der Matrix den zweiten Knoteneinrichtungen entsprechen.

Jedem Adresselement wird mindestens ein Inhaltselement zugewiesen. Im Folgenden bezeichnet ein zugehöriges Adresselement bezüglich eines Inhaltselements dasjenige Adresselement, dem das Inhaltselement zugewiesen ist. Das Inhaltselement kann Teil einer Datenstruktur sein, wie z.B. eine Variable, ein Feld, eine Tabelle oder ein Array. Vorzugsweise beinhaltet ein Inhaltselement einen Zeitstempel .

Das erste Inhaltselement gibt an, ob das Knotenpaar, dem das Adresselement zugewiesen ist, mit Hilfe einer Kanteneinrichtung miteinander gekoppelt ist oder nicht. Beispielsweise gibt es einen Eintrag für das erste Inhaltselement nur dann, falls das Knotenpaar, dem das Adresselement zugewiesen ist, mit Hilfe einer Kanteneinrichtung miteinander gekoppelt ist.

Ferner werden ein oder mehrere Betriebsparameter für ein oder mehrere ausgewählte Knotenpaare erfasst. Vorzugsweise werden Knotenpaare ausgewählt, die mit Hilfe einer Kanteneinrichtung miteinander gekoppelt sind. Entsprechend werden der eine oder mehrere Betriebsparameter für die jeweilige Kanteneinrichtung erfasst . Ferner können Betriebsparameter an zwei Knoteneinrichtungen erfasst, miteinander kombiniert und einer Kopplung zwischen den zwei Knoteneinrichtungen zugewiesen werden, unabhängig davon, ob eine Kanteneinrichtung zwischen den zwei Knoteneinrichtungen besteht oder nicht. Dabei kann sich die Kopplung einer Funktion der Kanteneinrichtung beziehen. Kombinieren kann insbesondere ein Berechnen eines Inhaltselements mit Hilfe von mathematischen Operationen betreffen.

Des Weiteren können mehrere Knoteneinrichtungen, die zumindest teilweise miteinander gekoppelt sind, ein Unternetzwerk des Netzwerks ausbilden. Die an den mehreren Knoteneinrichtungen erfassten Betriebsparameter werden miteinander kombi- niert und dem Unternetzwerk zugewiesen. Das Unternetzwerk kann als eine Knoteneinrichtung betrachtet werden kann. Dementsprechend können Betriebsparameter und Inhaltselemente Kopplungen zwischen dem Unternetzwerk und weiteren Knoteneinrichtungen zugewiesen werden.

Wahlweise können der eine oder die mehreren Betriebsparameter für eine oder mehrere ausgewählte Knoteneinrichtungen erfasst werden. Beispielsweise können die an einer ersten Knoteneinrichtung erfassten Betriebsparameter mit den Betriebsparame- tern, die an einer zweiten, mit der ersten Knoteneinrichtung gekoppelten Knoteneinrichtung erfasst sind, verglichen werden, um einen Betriebsparameter für ein Knotenpaar aus der ersten und der zweiten Knoteneinrichtung zu berechnen. Dabei kann mindestens eine mathematische Operation, z.B. Addition, Subtraktion, Multiplikation, Division, Faktorisierung oder eine Kombination hiervon, ausgeführt werden.

Mehrere Betriebsparameter können in einem Feld (z.B. in einem Vector-Array, in einer Tabelle, in einer Liste oder in einer Matrix) angeordnet und dem jeweiligen Adresselement zugewiesen werden. Die Reihenfolge der gespeicherten Betriebsparameter ist vorzugsweise einheitlich für alle Adresselemente des Netzwerks. Vorzugsweise gibt das erste Inhaltselement an, ob das jeweilige Knotenpaar mit Hilfe einer Kanteneinrichtung miteinander gekoppelt ist.

Der mindestens eine erfasste Betriebsparameter wird als min- destens ein Inhaltselement dem jeweiligen Adresselement und somit einem Knotenpaar anstatt den Knoteneinrichtungen, welche das Knotenpaar bilden, zugewiesen. Dadurch wird eine Dimension oder ein Freiheitsgrad bei der Speicherung und Zuweisung des Inhaltselements reduziert.

Der mindestens eine Betriebsparameter umfasst beispielsweise eine Frequenz, eine Spannung, einen Phasenwinkel, eine Amplitude, eine Modulation, eine Leistungsaufnahme, einen Widerstand, eine Betriebstemperatur, eine Last, eine Laufzeit, ei- ne Belastung, eine Füllmenge, eine Flussmenge, eine Verfügbarkeit, einen Durchsatz, usw. Die Betriebsparameter sind insbesondere geeignet, einen Betriebszustand der jeweiligen Kanteneinrichtung, der jeweiligen Knoteneinrichtung und/oder des Knotenpaares zu charakterisieren oder zu beschreiben.

Der mindestens eine Betriebsparameter kann Daten eines Automatisierungssystems umfassen. Ferner kann der mindestens eine Betriebsparameter kontinuierliche, dynamische Daten umfassen. Der mindestens eine Betriebsparameter kann miteinander ver- knüpft sein. Der mindestens eine Betriebsparameter und/oder die Inhaltselemente sind insbesondere relationale Daten, d.h. in Abhängigkeit von inneren und/oder äußeren Faktoren, z.B. einer Topologie des Netzwerks, erfasst oder erstellt. Dabei kann sich die Topologie Kopplungen der Knoteneinrichtungen und der Kanteneinrichtungen des Netzwerks miteinander betreffen .

Das Erfassen des mindestens einen Betriebsparameters bezieht sich insbesondere auf ein Messen, ein Abrufen von gespeicher- ten Daten, eine lokale Abfrage bei der jeweiligen Knotenoder Kanteneinrichtung und/oder ein periodisches Scannen von abrufbaren Daten. Beim Erfassen des mindestens einen Betriebsparameters wird ein jeweiliger Zeitpunkt in der Globalzeit des Netzwerks mit erfasst. Insbesondere wird der Betriebsparameter, mit einem Globalzeit-Zeitstempel versehen, der angibt, zu welchem Zeit- punkt in der Globalzeit des Netzwerks der Betriebsparameter erfasst wurde. Dadurch können die erfassten und gespeicherten Betriebsparameter, z.B. chronologisch, geordnet werden.

Gemäß einer Ausführungsform erfolgt das Speichern des Adress- elements, des Inhaltselements und des mindestens einen weiteren Inhaltselements in einer Datenbankeinrichtung als eine tensorielle Datenstruktur, welche insbesondere als Objekt in einer entsprechend strukturierten Datenbank abgelegt ist. Im Folgenden wird die abgespeicherte tensorielle Datenstruktur auch als auch tensorielle Datenbankstruktur bezeichnet. Die tensorielle Datenbankstruktur bezieht sich auf eine mehrdimensionale Datenbankstruktur mit mindestens drei linear voneinander unabhängigen Dimensionen oder Freiheitsgraden. Im vorgeschlagenen Verfahren wird der mindestens eine Betriebsparameter in Abhängigkeit von einer Globalzeit und einer Koppelung des jeweiligen Knotenpaares erfasst. Mit dem Typ des erfassten Betriebsparameters ergeben sich drei Dimensionen oder Freiheitsgrade. Die Zuweisung sowie das Speichern des erfassten Betriebsparameters als ein Inhaltselement erfolgt also in Abhängigkeit von dem Vorhandensein einer Kopplung des jeweiligen Knotenpaares, dem Globalzeit-Zeitpunkt und dem Typ des Betriebsparameters. Gemäß einer weiteren Ausführungsform stellt mindestens ein Teil der Knoteneinrichtungen oder Kanteneinrichtungen den mindestens einen Betriebsparameter und den zugehörigen Globalzeit-Zeitpunkt gemäß der tensoriellen Datenbankstruktur bereit .

Eine oder mehrere Knoteneinrichtungen und/oder Kanteneinrichtungen können den erfassten Betriebsparameter derart verar- beiten und/oder dem jeweiligen Adresselement zuordnen, dass es mit der tensoriellen Datenbankstruktur konform ist.

Der Globalzeit-Zeitpunkt des erfassten Betriebsparameters, vorzugsweise in Form eines Globalzeit-Zeitstempels, wird lokal mit dem jeweiligen Betriebsparameter verknüpft. Ferner kann eine Serie des erfassten Betriebsparameters erstellt werden, indem der Betriebsparameter in einem Zeitintervall periodisch oder wiederholt erfasst und gespeichert wird.

Hierzu kann die Kanteneinrichtung und/oder die Knoteneinrichtung eine Speichereinheit aufweisen.

Hierzu kann die Knoteneinrichtung und/oder Kanteneinrichtung eine Recheneinheit aufweisen, die den erfassten Betriebspara- meter dem jeweiligen Adresselement zuordnen und gegebenenfalls bearbeiten kann. Dadurch kann eine lokale Rechenleistung ausgenutzt werden.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform umfasst das Verfahren ferner:

- Erfassen eines Satzes von verschiedenen Betriebsparametern; und

- Speichern der verschiedenen Betriebsparameter als weitere Inhaltselemente in Abhängigkeit von dem jeweiligen Adressele- ment, dem die weiteren Inhaltselemente zugewiesen sind.

Es werden mehrere Betriebsparameter als ein Satz von verschiedenen Betriebsparametern erfasst. Vorzugsweise gibt der Satz von verschiedenen Betriebsparametern eine Reihenfolge der verschiedenen Betriebsparameter vor. Dadurch kann eine einheitliche Zuweisung der Betriebsparameter als weitere Inhaltselemente zu dem jeweiligen Adresselement in einer mehrdimensionalen Datenbankstruktur erfolgen. Insbesondere können die erfassten Betriebsparameter als der

Satz von verschiedenen Betriebsparametern auf diese Weise der tensoriellen Datenbankstruktur angepasst werden. Gemäß einer weiteren Ausführungsform charakterisiert der mindestens eine Betriebsparameter einen Verkehrsfluss , einen Stromfluss, einen Materialfluss , einen Energiefluss , eine Leistungsaufnahme und/oder einen Versorgungsweg.

Charakterisieren bezieht sich beispielsweise auf ein Beschreiben von Eigenschaften, Quantisieren von Faktoren und Einflüssen, Kennzeichnen von Merkmalen oder Wiedergeben von für das Netzwerk typischen physikalischen Größen. Dementspre- chend kann der mindestens eine Betriebsparameter zumindest teilweise einen Betriebszustand des Netzwerks wiedergeben.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform erfolgt das Erfassen des Globalzeit-Zeitpunkts mit Hilfe von Satelliten, insbesondere eines GPS-Systems.

Dementsprechend kann die Globalzeit des Netzwerks satellitengestützt und/oder auf einem GPS-System basieren. Die erfass- ten Betriebsparameter werden mit einem ZeitStempel gemäß ei- ner satellitenbasierten Globalzeit und/oder einer GPS-Zeit versehen .

Gemäß einer weiteren Ausführungsform erfasst und/oder speichert mindestens ein Teil der Knoteneinrichtungen und/oder Kanteneinrichtungen den mindestens einen Betriebsparameter in Abhängigkeit von dem zugewiesenen Adresselement.

Das Erfassen und/oder Speichern des mindestens einen Betriebsparameters erfolgt demnach lokal bei mindestens einer Knoteneinrichtung und/oder Kanteneinrichtung. Insbesondere wird der erfasste und/oder gespeicherte Betriebsparameter lokal dem jeweiligen Adresselement zugewiesen. Dadurch kann dieser Betriebsparameter einer mehrdimensionalen Datenbankstruktur, insbesondere einer tensoriellen Datenbankstruktur, kompatibel gemacht werden.

Insbesondere erfolgt das lokale Erfassen, Verarbeiten

und/oder Speichern der Betriebsparameter an den Knotenein- richtungen basierend auf den Prinzipien des Resilient Distri- buted Datasets (RDD) . Die erfassten Betriebsparameter können in Untergruppen von Betriebsparametern unterteilt sein, wobei für jede Untergruppe eine jeweilige Verarbeitungsmethode existiert und/oder eine Abhängigkeit von anderen Untergruppen definiert ist.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform erfolgt das Steuern durch den mindestens einen Teil der Knoteneinrichtungen und/oder Kanteneinrichtungen selbst.

Insbesondere automatisierte Knoten- und/oder Kanteneinrichtungen können die Betriebsparameter selbst auswerten und auf diese reagieren. Dadurch kann ein Automatisierungsgrad des Netzwerks weiter gesteigert werden, da noch weniger menschlicher Eingriff erforderlich ist.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform erfolgt das Koppeln jeder Knoteneinrichtung mit mindestens einer anderen Knotenein- richtung in Abhängigkeit von den gespeicherten Inhaltselementen .

Die als Inhaltselemente gespeicherten Betriebsparameter können Informationen über eine vorteilhafte Kopplung der Knoten- einrichtungen des Netzwerks geben. Das Netzwerk könnte in Abhängigkeit von den erfassten Betriebsparametern gestaltet und/oder umgestaltet werden.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform umfasst das Verfahren ferner:

- Bestimmen eines Referenzwertes für einen der mindestens einen Betriebsparameter;

- Berechnen eines relativen Betriebsparameters in Abhängigkeit von dem erfassten Betriebsparameter und dem zugehörigen Referenzwert; und

- Speichern des relativen Betriebsparameters in Abhängigkeit von dem Adresselement, dem der erfasste Betriebsparameter zugewiesen ist. Das Netzwerk kann einen Referenzwert für mindestens einen Betriebsparameter aufweisen. Das Erfassen des Betriebsparameters und/oder das Zuweisen des erfassten Betriebsparameters als ein weiteres Inhaltselement zu einem Adresselement können in Abhängigkeit von dem Referenzwert erfolgen.

Gemäß einem zweiten Aspekt wird ein Netzwerk mit mehreren Knoteneinrichtungen vorgeschlagen, das geeignet ist, das oben beschriebene Verfahren auszuführen.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist das Netzwerk für einen Transport oder eine Übertragung von Ressourcen, Material, Strom, Energie und/oder Verkehr geeignet.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform umfasst das Netzwerk ferner eine Datenbankeinrichtung und eine Recheneinheit. Die Datenbankeinrichtung kann Adresselemente und mindestens einen Betriebsparameter von Knotenpaaren aus zwei Knoteneinrichtun- gen, die mit Hilfe einer jeweiligen Kanteneinrichtung miteinander koppelbar sind, speichern. Die Recheneinheit kann mindestens ein Inhaltselement zu dem jeweiligen Adresselement zuweisen und das Adresselement oder das mindestens eine Inhaltselement abrufen.

Vorzugsweise kann die Datenbankeinrichtung das Adresselement sowie ein oder mehrere Inhaltselemente in einer mehrdimensionalen, insbesondere tensoriellen, Datenbankstruktur speichern .

Gemäß einer weiteren Ausführungsform umfasst das Netzwerk ferner eine Benutzerschnittstelle zum Anzeigen des gespeicherten Adresselements und des mindestens einen gespeicherten Inhaltselements für einen Betreiber des Netzwerks.

Dadurch kann der Betreiber des Netzwerks trotz der Automatisierung des Netzwerks auf Ereignisse manuell reagieren und/oder die Kanten- und Knoteneinrichtungen manuell steuern. Die jeweilige Einheit, zum Beispiel Recheneinheit, Datenbankeinrichtung, Kontrolleinheit, Kanteneinrichtungen und Knoteneinrichtungen, kann hardwaretechnisch und/oder auch software- technisch implementiert sein. Bei einer hardwaretechnischen Implementierung kann die jeweilige Einheit als Vorrichtung oder als Teil einer Vorrichtung, zum Beispiel als Computer oder als Mikroprozessor oder als Steuerrechner eines Fahrzeuges ausgebildet sein. Bei einer softwaretechnischen Implemen- tierung kann die jeweilige Einheit als Computerprogrammprodukt, als eine Funktion, als eine Routine, als Teil eines Programmcodes oder als ausführbares Objekt ausgebildet sein.

Weiterhin wird ein Computerprogrammprodukt vorgeschlagen, welches auf einer programmgesteuerten Einrichtung die Durchführung des wie oben erläuterten Verfahrens veranlasst.

Ein Computerprogrammprodukt, wie z.B. ein Computerprogramm- Mittel, kann beispielsweise als Speichermedium, wie z.B.

Speicherkarte, USB-Stick, CD-ROM, DVD, oder auch in Form einer herunterladbaren Datei von einem Server in einem Netzwerk bereitgestellt oder geliefert werden. Dies kann zum Beispiel in einem drahtlosen Kommunikationsnetzwerk durch die Übertragung einer entsprechenden Datei mit dem Computerprogrammpro- dukt oder dem Computerprogramm-Mittel erfolgen.

Die für die vorgeschlagene Vorrichtung beschriebenen Ausführungsformen und Merkmale gelten für das vorgeschlagene Verfahren entsprechend und umgekehrt.

Weitere mögliche Implementierungen der Erfindung umfassen auch nicht explizit genannte Kombinationen von zuvor oder im Folgenden bezüglich der Ausführungsbeispiele beschriebenen Merkmale oder Ausführungsformen . Dabei wird der Fachmann auch Einzelaspekte als Verbesserungen oder Ergänzungen zu der jeweiligen Grundform der Erfindung hinzufügen. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und Aspekte der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche sowie der im Folgenden beschriebenen Ausführungsbeispiele der Erfindung. Im Weiteren wird die Erfindung anhand von bevorzugten Ausführungs- formen unter Bezugnahme auf die beigelegten Figuren näher erläutert . zeigt eine schematische Ansicht eines Stromnetzes als Beispiel für ein Netzwerk; zeigt eine schematische Ansicht eines Kraftwerks als Beispiel einer Knoteneinrichtung des Stromnet zes in Fig. 1 ; zeigt ein Flussdiagramm eines Verfahrens zum Betreiben eines Netzwerks;

Fig. 4 zeigt eine schematische Ansicht einer

Topologieebene ;

Fig. 5 zeigt eine schematische Ansicht einer mehrdimensionalen Datenbankstruktur;

Fig. 6 zeigt eine zur Erläuterung des Erfassens und Spei- cherns von Inhaltselementen in einer tensoriellen

Datenbankstruktur ;

Fig. 7 illustriert eine erste Ausführungsform eines Verfahrens zum Verarbeiten von Betriebsparametern in Inhaltselemente für eine tensorielle Datenbankstruktur;

Fig. 8 illustriert eine zweite Ausführungsform eines Verfahrens zum Verarbeiten von Betriebsparametern in Inhaltselemente für eine tensorielle Datenbankstruktur; und Fig. 9 zeigt eine Darstellung einer Ebene aus einer tensoriellen Datenbankstruktur.

In den Figuren sind gleiche oder funktionsgleiche Elemente mit denselben Bezugszeichen versehen worden, sofern nichts anderes angegeben ist.

Fig. 1 zeigt eine schematische Ansicht eines Stromnetzes 100 als ein Beispiel für ein Netzwerk.

Das Stromnetz 100 umfasst mehrere Knoteneinrichtungen A ± - Αχ3 , die als Kraftwerke, Umspannwerke, Verbrauchernetze und/oder Transformatoren ausgeführt sind. Jede der Knoteneinrichtungen Αχ - A 13 ist mit mindestens einer anderen Knoten- einrichtung A ± - A 13 mit Hilfe einer jeweiligen Stromleitung E>i - Bi4 gekoppelt. Die Stromleitungen Βχ - B 14 entsprechen Kanteneinrichtungen des Stromnetzes 100. Die Knoteneinrichtungen Αχ - A 13 sind unterschiedlich voneinander entfernt, wobei ein Abstand zwischen zwei miteinander gekoppelten Knoten- einrichtungen A ± - A 13 einige km bis mehrere Hundert km betragen kann .

In einem weiteren Ausführungsbeispiel kann das in Fig. 1 schematisch dargestellte Netzwerk ein Verkehrsnetz sein, wo- bei die Kanteneinrichtungen Βχ - B 14 Straßenabschnitte und die Knoteneinrichtungen A ± - A 13 Verkehrskontrollstationen sind. Im Folgenden wird das Stromnetz 100 betrachtet.

Die Entscheidung, ob zwei Knoteneinrichtungen A ± - A 13 mitei- nander gekoppelt werden, hängt von diversen inneren wie äußeren Faktoren ab. Die inneren Faktoren sind insbesondere Betriebsparameter der Knoten- oder Kanteneinrichtungen A ± - A 13 , E>i - E>i4 · Zu den äußeren Einflüssen zählen unter anderem eine Entfernung, eine geographische Lage, eine politische Lage, eine Infrastruktur, ein Versorger-Abnehmer-Verhältnis und eine wirtschaftlichen Situation. Beispielsweise sind die Knoteneinrichtungen A 2 , A 4 , nicht miteinander gekoppelt, ob- gleich sie eine relativ geringe Entfernung voneinander im Vergleich zu anderen Knoteneinrichtungen aufweisen.

Je nach Art der Knoteneinrichtungen A ± - A 13 , die mit Hilfe einer jeweilige Kanteneinrichtung B ± - B 14 miteinander gekoppelt sind, variiert eine angelegte Spannung an der Kanteneinrichtung B ± - B 14 . Beispielsweise kann an einer Kanteneinrichtung B ± - B 14 , welche ein Kraftwerk mit einem Umspannwerk verbindet, eine Hochspannung von 220 - 380 kV anliegen. An Kan- teneinrichtungen, welche ein Umspannwerk mit einem Verbrauchernetz als Knoteneinrichtungen A ± - A 13 verbinden, kann eine Mittelspannung von 1 - 50 kV anliegen. An Kanteneinrichtungen E>i - E>i4 die einzelne Verbraucher miteinander oder mit einem Transformator als Knoteneinrichtungen A ± - A 13 verbinden, kann eine Niederspannung von mehreren 100 V anliegen. Die Spannung ist ein Beispiel für einen Betriebsparameter mit den Knoteneinrichtungen als Messpunkte.

Eine erste Gruppe 101 von konzentrischen Kreisen kennzeichnet ein erstes Ereignis El, wobei ein kleinster Kreis der Gruppe 101 ein Epizentrum, und ein größter Kreis der Gruppe 101 einen maximalen Wirkungsbereich des ersten Ereignisses El angibt . Eine zweite Gruppe 102 und eine dritte Gruppe 103 von konzentrischen Kreisen kennzeichnen jeweils ein zweites und ein drittes Ereignis E2, E3 , wobei ein jeweiliger kleinster Kreis das Epizentrum kennzeichnet und ein größter Kreis einen maximalen Wirkungsbereich des jeweiligen Ereignisses E2, E3 kenn- zeichnet. Die Ereignisse können eine Störung, ein Naturereignis (z.B. ein Sturm, ein Erdbeben, usw.), einen Unfall und/oder einen sonstigen inneren oder äußeren Faktor umfassen, die den Betrieb des Stromnetzes 100 beeinflussen. Tritt eines der Ereignisse El - E3 auf, so kann mindestens einer der Betriebsparameter an den Knoteneinrichtungen A ± - A ± 3 und/oder Kanteneinrichtungen B ± - B 14 von einem Wert eines ungestörten Zustands abweichen, d.h. ungewöhnliche Fluktuati- onen zeigen, abfallen oder ansteigen. Dabei ist die Auswirkung des Ereignisses El - E3 auf die Betriebsparameter der Knoteneinrichtungen A ± - A ± 3 und Kanteneinrichtungen B ± - B ± 4 stärker, je näher sich die jeweilige Knoteneinrichtung A ± - A ± 3 oder Kanteneinrichtung B ± - B 14 an dem Epizentrum des stattfindenden Ereignisses El- E3 befindet. Wenn mehrere Ereignisse El - E3 gleichzeitig stattfinden, wie es in Fig. 1 dargestellt ist, überlappen die Wirkungsbereiche der Ereignisse El - E3. Zum Beispiel, die Kanteneinrichtung B 4 liegt im Wirkungsbereich sowohl des ersten Ereignisses El als auch des zweiten Ereignisses E2.

Das Stromnetz 100 weist eine Datenbankeinrichtung 110 auf (s. Fig. 2), in welcher die erfassten Betriebsparameter als In- haltselemente in Abhängigkeit von Kopplungen der Knoteneinrichtungen A ± - A 13 miteinander gespeichert sind. Ein Ereignis El - E3 , zum Beispiel eine Störung, kann anhand der in der Datenbankeinrichtung 110 gespeicherten und abrufbaren Inhaltselemente zeitnah und mit einer hohen Ortsauflösung er- fasst werden. Dadurch kann der Betreiber des Stromnetzes 100 schnell und effizient auf die äußeren Einflüsse reagieren.

Fig. 2 zeigt eine schematische Ansicht eines Kraftwerks 200 als eine Knoteneinrichtung oder ein Messpunkt des Stromnetzes 100 in Fig. 1.

Das Kraftwerk 200 ist eine der Knoteneinrichtungen A ± - A 13 des Stromnetzes 100. Das Kraftwerk 200 ist mit Hilfe von jeweils einer Stromleitung 201, 202 mit zwei Umspannwerken 203, 204 als weiteren Knoteneinrichtungen des Stromnetzes 100 gekoppelt. Das Kraftwerk 200 speist Strom und elektrische Leistung in das Stromnetz 100 ein. Das Kraftwerk 200 kommuniziert mit einem GPS-System, das insbesondere eine Globalzeit für das Stromnetz 100 vorgibt.

Das Kraftwerk 200 weist eine Kontrolleinheit 211, eine Recheneinheit 212, eine Speichereinheit 213 und eine Kommunikationseinheit 214 auf. Die Kontrolleinheit 211 umfasst mehrere Sensoreinrichtungen 221 - 223, die jeweils eine Spannung, eine Frequenz und einen Phasenwinkel an dem Kraftwerk 200 erfassen. Ferner kann die Kontrolleinheit 211 eine Betriebstemperatur, eine Arbeitsauslastung und eine Verfügbarkeit (z .B . „Standby", „in Betrieb" oder „Wartungsarbeiten") als einen Betriebszustand erfassen.

Die Kontrolleinheit 211 erfasst die gemessene Spannung, die gemessene Frequenz, den gemessenen Phasenwinkel sowie den ge- messenen Betriebszustand als einen Satz von Betriebsparametern und verknüpft den jeweiligen Betriebsparameter mit einem Zeitstempel, der angibt, wann im Zeitmaß der Globalzeit der jeweilige Betriebsparameter erfasst wurde. Ferner kann die Kontrolleinheit 211 eine Benutzerschnittstelle aufweisen, mittels welcher der Betreiber des Kraftwerks 200 und/oder des Stromnetzes 100 die erfassten sowie gespeicherten Betriebsparameter abrufen und visualisieren kann.

Die Recheneinheit 212 empfängt die erfassten Betriebsparame- ter sowie dem jeweiligen Zeitstempel von der Kontrolleinheit 211. Die Recheneinheit 212 verarbeitet die Betriebsparameter als Inhaltselemente, wie später in Details beschrieben wird. Die Inhaltselemente werden in der Speichereinheit 213 gespeichert oder wahlweise über die Kommunikationseinheit 214 an die zentrale Datenbankeinrichtung 110 des Stromnetzes 100 weitergeleitet .

Fig. 3 zeigt ein Flussdiagramm eines Verfahrens 300 zum Betreiben eines Netzwerks, wie z.B. des in Fig. 1 und 2 gezeig- ten Stromnetzes 100.

In einem ersten Schritt 301 wird jede Knoteneinrichtung A ± - A 13 des Stromnetzes 100 mit einer anderen Knoteneinrichtung A ± - A 13 des Stromnetzes 100 mit Hilfe einer jeweiligen Kanten- einrichtung Βχ - B 14 gekoppelt.

In einem nächsten Schritt 302 wird eine Globalzeit des Stromnetzes 100 für alle Knoten- und Kanteneinrichtungen A ± - A 13 , Bi - Βχ4 des Stromnetzes 100 festgelegt. Insbesondere ist die Globalzeit satellitengestützt oder basiert auf einem GPS- System. In einem nächsten Schritt 303 werden sowohl die Knoteneinrichtungen Αχ - Ai3 als auch die Kanteneinrichtungen Βχ - B 14 des Stromnetzes 100 erfasst und registriert.

In einem nächsten Schritt 304 wird jedem Knotenpaar n p -n q , d.h. einer Kombination aus zwei Knoteneinrichtungen n p und n q des Stromnetzes 100, ein Adresselement (n p ,n q ) zugewiesen. Das Adresselement (n p ,n q ) wird mit zwei Indizes p, q versehen, wobei jeder der zwei Indizes p, q jeweils eine Knoteneinrichtung des Knotenpaares kennzeichnet. Zum Beispiel ist das Knotenpaar n p = A ± und n q = A 13 , wie in Fig. 1 gezeigt ist, eine Kombination aus den Knoteneinrichtungen A ± und A 13 , der das Adresselement (n p ,n q ) zugewiesen ist.

In einem darauffolgenden Schritt 305 wird ein Inhaltselement jedem Adresselement (n p ,n q ) zugewiesen. Das Inhaltselement gibt an, ob eine Kopplung zwischen den Knoteneinrichtungen des Knotenpaares besteht oder nicht. Der Wert des Inhaltselements kann zum Beispiel binär sein. Das Inhaltselement kann in Abhängigkeit der Knoteneinrichtungen, deren Kopplung der Inhalt des Inhaltselements ist, graphisch dargestellt werden. Daraus ergibt sich eine zweidimensionale Tabelle oder eine Matrix, die eine Topologie des Netzwerks, insbesondere des Stromnetzes 100, wiedergibt. Die zweidimensionale Tabelle wird zum Beispiel als Topologieebene bezeichnet.

Fig. 4 zeigt eine schematische Ansicht einer Topologieebene 400, die Kopplungen von Knoteneinrichtungen A ± - A 13 des

Stromnetzes 100 in Fig. 1 veranschaulicht. Die Topologieebene 400 ist in Form einer zweidimensionalen

Tabelle 400 angegeben. In x- und y-Richtung sind jeweils die Indizes p, q, welche einer jeweiligen Knoteneinrichtung A ± - A 13 des Stromnetzes 100 zugeordnet sind, des jeweiligen Ad- resselements aufgetragen. Die gefüllten Zellen der Tabelle 400 indizieren, dass die entsprechenden Knoteneinrichtungen Αχ - A 13 des Stromnetzes 100 mit Hilfe einer jeweiligen Stromleitung Βχ - B 14 als Kanteneinrichtung miteinander gekoppelt sind.

Die Tabelle 400 veranschaulicht somit eine Topologie des Stromnetzes 100. Die Einträge, die den Inhaltselementen entsprechen, in der Tabelle 400 können binär sein und z.B. einen Wert von 0 oder 1 aufweisen. Beispielsweise nimmt das Inhaltselement der Zelle (A 7 ,A 13 ) den Wert 1 an und zeigt, dass die Knoteneinrichtungen A 7 , A 13 miteinander gekoppelt sind. Also liegt eine Kanteneinrichtung zwischen den Knoteneinrichtungen A 7 , A 13 vor. Die Einträge in der Tabelle 400 können höherbitwertig (z.B. 8-, 16-, 32- oder 64 -bitwertig) sein, um eine Kopplungsart zu kennzeichnen. Die Einträge können ferner bezüglich einer Diagonale der Tabelle, insbesondere der

Topologieebene , nicht symmetrisch sein und eine Richtungsabhängigkeit der Kopplungen zwischen den Knoteneinrichtungen A ± - A 13 anzeigen. Dabei kann beispielsweise der erste Index des jeweiligen Eintrags eine Anfangsknoteneinrichtung angeben, während der zweite Index des Inhaltselements eine Zielknoteneinrichtung angibt . In einem weiteren Schritt 306 werden mehrere Betriebsparameter für mindestens ein ausgewähltes Knotenpaar np-nq oder für eine ausgewählte Knoteneinrichtung A ± - A 13 erfasst. Insbesondere werden die Betriebsparameter an den Kanteneinrichtungen E>i - E>i4 d.h. zwischen zwei gekoppelten Knoteneinrichtungen A ± - A 13 , mit Hilfe einer jeweiligen Sensoreinrichtung gemessen, wie es in Fig. 2 gezeigt ist. Beispielsweise erfasst die Sensoreinrichtung 222 eine Frequenz des eingespeisten Stroms als Betriebsparameter. Das zugewiesene Adresselement wird in einem Schritt 307 in eine Datenbankeinrichtung 110 eingeschrieben. Das Inhaltselement wird in einem Schritt 308 in Abhängigkeit von dem Adresselement in der Datenbankeinrichtung 110 gespeichert. Die Betriebsparameter werden in einem weiteren Schritt 309 als weitere Inhaltselemente in Abhängigkeit von dem jeweiligen Adresselement gespeichert. Die gespeicherten Adresselemente sowie Inhaltselemente können in einer mehrdimensionalen Datenbankstruktur abgelegt sein. Fig. 5 zeigt eine schematische Ansicht einer mehrdimensionalen Datenbankstruktur 510 - 530, die geeignet ist. Die an den Kanten- oder Knoteneinrichtungen erfassten Betriebsparameter werden in einer mehrdimensionalen Datenbankstruktur 510 - 530 als Inhaltselemente in einer Datenbankeinrichtung des jeweiligen Netzwerks abgespeichert. Ein Satz von Knoteneinrichtungen Πχ - η ± entspricht sowohl einer ersten Dimension als auch einer zweiten Dimension der mehrdimensionalen Datenbankstruktur 510 - 530. Eine dritte Dimension der mehrdimensionalen Datenbankstruktur 510 - 530 ist durch verschiedene Betriebsparametertypen rtii - tti j gegeben. Die Betriebsparametertypen rtii - tti j umfassen beispielsweise eine Spannung, eine Frequenz, einen Phasenwinkel und einen Betriebszustand der Knoteneinrichtungen Πχ - ni eines Stromnetzes. Eine vierte Dimension der mehrdimensionalen Datenbankstruktur 510 - 530 ist durch die Globalzeit t gegeben, die durch eine Achse 501 dargestellt ist. Ein Tensor und somit eine tensorielle Datenbankstruktur wird durch mindestens drei voneinander linear unabhängige Dimensionen ausgebildet. Die mehrdimensionale Datenbankstruktur 510 - 530 ist als eine tensorielle Datenbankstruktur ausgebildet. Drei Tensoren 510 - 530 stellen dabei die tensorielle Datenbankstruktur zu un- terschiedlichen Zeitpunkten t, t ± und t 2 dar. Zu jedem Zeitpunkt liegt ein Tensor 510 - 530 mit den Betriebsparametern vor .

Die Topologieebene 511, die eine Topologie des Netzwerks an- gibt, bildet eine Ebene in der mehrdimensionalen Datenbankstruktur 510 - 530. Vorzugsweise ist die Topologieebene 511 eine erste Ebene des jeweiligen Tensors 510 - 530, wie es in Fig. 5. gezeigt ist. Die Topologieebene 511 zeigt an, ob und wie die Knoteneinrichtungen Πχ - η ± miteinander gekoppelt sind. Beispielsweise ist die Topologieebene 511 entsprechend der zweidimensionalen Tabelle 400 aufgebaut, wie es in Fig. 4 angedeutet ist.

Die erfassten Betriebsparameter werden jeweils einem Knotenpaar, d.h. einem Paar aus zwei Knoteneinrichtungen Πχ - n i( die miteinander gekoppelt oder koppelbar sind, zugeordnet. Wenn zwei Knoteneinrichtungen ηχ und n 2 miteinander gekoppelt sind, erfolgt ein entsprechender Eintrag (z.B. „1") in die Zellen n 12 und n 21 in der Topologieebene 511. Ein erster Betriebsparametertyp ttii stellt beispielsweise eine Spannung dar. Die erfasste Spannung zwischen den Knoteneinrichtungen Πχ und n 2 wird in die Zellen m 1;12 und m 1;21 in der Ebene ttii eingetragen. Vorzugsweise sind die Zellen m 1;12 und n 12 der

Topologieebene 511 entsprechend angeordnet und befinden sich parallel zu den Einträgen in der Topologieebene 511 bezüglich der dritten Dimension rtii - tti j . Weitere Inhaltselemente der Betriebsparametertypen m 2 - rti j werden entsprechend in die tensorielle Datenbankstruktur eingetragen. Insgesamt erfolgt das Eintragen der Betriebsparameter in die tensorielle Datenbankstruktur 510 - 530 abhängig von Kopplungen der Knoteneinrichtungen n ± - η ± miteinander. Bei einer nicht bestehenden Kopplung zwischen zwei Knoteneinrichtungen Πχ - n ± erfolgt kein Eintrag der Betriebsparameter πΐχ - rti . Daher ist es nicht notwendig, die Zellen der

tensoriellen Datenbankstruktur 510 - 530 vollständig zu füllen. Dadurch kann eine Speicherkapazität der tensoriellen Da- tenbankstruktur besser ausgenutzt werden. Dabei wird der globale Zeitstempel dem jeweiligen Inhaltselement zugeordnet und mitgespeichert .

Fig. 6 zeigt eine Darstellung zur Erläuterung einer Variante des Erfassens und Speicherns von Inhaltselementen in eine tensorielle Datenbankstruktur 600. Die Pfeile 601 - 605 symbolisieren jeweils das Speichern von Betriebsparametern, die an einer jeweiligen Knoteneinrichtung Πχ - n 5 zum Zeitpunkt t x in der Globalzeit erfasst werden, als Inhaltselemente in der Datenbankstruktur 600.

Jede der Knoteneinrichtungen Πχ - n 5 ist mit mindestens einer anderen Knoteneinrichtung der Knoteneinrichtungen ηχ - n 5 mit Hilfe einer jeweiligen Kanteneinrichtung kxx - k 45 miteinander gekoppelt. Beispielsweise koppelt die Kanteneinrichtung k 12 die Knoteneinrichtungen n 1( n 2 miteinander.

In Fig. 6 ist die gemäß Fig. 5 zweite Dimension der

tensoriellen Datenbankstruktur 600 für eine dreidimensionale Darstellung unterdrückt. Die Knoteneinrichtungen Πχ - n 5 er- fassen einen Satz von verschiedenen Betriebsparametern πΐχ - m 4 in Abhängigkeit von der Zeit t. Zum Zeitpunkt t x werden die Betriebsparameter πΐχ - m 4 von den jeweiligen Knoteneinrichtungen ηχ - n 5 zum Eintragen in die tensorielle Datenbankstruktur 601 verarbeitet.

Die Betriebsparameter πΐχ - m 4 , die an der Knoteneinrichtung ηχ zum Zeitpunkt t x erfasst werden, sind Betriebsparameter, die die Kopplung zwischen den Knoteneinrichtungen n 2 und n 3 betreffen. Entsprechendes gilt für die an der Knoteneinrichtung n 2 erfassten Betriebsparameter πΐχ - m 4 , die von der Kopplung ηχ - η 3 zwischen den Knoteneinrichtungen ηχ - η 3 stammen. Die an der Knoteneinrichtung n 3 erfassten Betriebsparameter πΐχ - m 4 betreffen die Kopplungen k 13 , k 23 , k 35 . Die an der Knoteneinrichtung n 5 erfassten Betriebsparameter ttii - m 4 betreffen die Kopplungen k 35 , k 45 . Die Knoteneinrichtung n 4 ist einzig mit der Knoteneinrichtung n 5 gekoppelt. Die an der Knoteneinrichtung n 4 erfassten Betriebsparameter ttii - m 4 betrifft die Kopplung k 45 .

Die zum Zeitpunkt tx an den Knoteneinrichtungen Πχ - n 5 erfassten Betriebsparameter πΐχ - m 4 werden entweder lokal an den jeweiligen Knoteneinrichtungen ηχ - n 5 oder zentral in Inhaltselemente für die Eintragung in die tensorielle Datenbankstruktur 600 verarbeitet. Zu diesem Zweck werden eine Analyse und eine Abstraktion der erfassten Betriebsparameter durchgeführt .

Insbesondere erfolgt ein Vorverarbeiten, eine Vorauswertung und eine Voranalyse der Betriebsparameter lokal durch die jeweilige Knoteneinrichtung Πχ - n 5 . Dadurch kann eine Datenmenge der Inhaltselemente für die tensorielle Datenbankstruk- tur 600 reduziert werden. Dabei kann ferner eine lokale Rechenkapazität der Knoteneinrichtungen Πχ - n 5 genutzt werden.

In der tensoriellen Datenbankstruktur 600 werden die Inhaltselemente in Abhängigkeit von Kopplungen der Knoteneinrichtun- gen ηχ - n 5 miteinander, von den Betriebsparametertypen und von der Zeit gespeichert. Die Inhaltselemente der

tensoriellen Datenbankstruktur 601 können kontinuierlich, periodisch und/oder dann, wenn eine Änderung der Betriebsparameter stattfindet, aktualisiert werden.

Die erfassten Betriebsparameter πΐχ - m 4 können lokal bei jeder der Knoteneinrichtungen ηχ - n 5 und zentral bei einer Datenbankeinrichtung mit der tensoriellen Datenbankstruktur 601 angezeigt werden.

Fig. 7 und Fig. 8 erläutern jeweils das Vorverarbeiten von Daten an den Knoteneinrichtungen. Fig. 7 illustriert dazu eine erste Ausführungsform 710 und Fig. 8 eine zweite Ausführungsform 720 eines Verfahrens zum Verarbeiten von Betriebs- parametern in Inhaltselemente für eine tensorielle Datenbankstruktur .

Fig. 7 zeigt die Knoteneinrichtungen ηχ - n 3 , die jeweils einen Satz von Betriebsparametern Μ'χ - Μ λ 3 erfassen. Die an den Knoteneinrichtungen ηχ - n 3 erfassten Betriebsparameter sind unabhängig voneinander und gegebenenfalls nicht zum Speichern in der tensoriellen Datenbankstruktur geeignet. Daher erfolgt, wie durch den jeweiligen Pfeil angedeutet, eine Vorverarbeitung der erfassten Betriebsparameter in Inhaltselemente ttii - m 4 in der tensoriellen Datenbankstruktur. Dabei In Fig. 8 werden die erfassten Betriebsparameter M - M' 3 in Inhaltselemente ttii - m 4 der tensoriellen Datenbankstruktur vorverarbeitet, wobei die Inhaltselemente ttii - m 4 lokal an miteinander gekoppelte Knoteneinrichtungen n ± - n 3 verteilt abgelegt sind. Man kann von einem verteilten Speicher spre- chen.

In Ausführungsformen bedient man sich bekannte RDD (Resilient Distributed Datasets) Verfahren zum Verteilen und effizienten Speichern von Betriebsparametern. Es ist auch denkbar, dass Teiltensoren, wie sie in Fig. 5 dargestellt sind, verteilt in dem Netzwerk abgespeichert werden.

Fig. 9 zeigt eine Darstellung einer Ebene 800 aus einer tensoriellen Datenbankstruktur, wie z.B. beim Betreiben des Stromnetzes 100 in Fig. 1.

Jede Zelle in der Ebene 800 entspricht einer Kopplung von zwei Knoteneinrichtungen eines Stromnetzes, die auf einer horizontalen Achse und einer vertikalen Achse aufgelistet sind. Eine Verfärbung in jeder der Zellen entspricht einer Korrelation eines spezifischen Betriebsparameters, der an den zwei Knoteneinrichtungen, auf die sich die jeweilige Zelle bezieht, erfasst sind. Beispielsweise bedeutet eine starke Verfärbung eine gute Korrelation einer Frequenz, die an den je- weiligen Knoteneinrichtungen erfasst wurde. Die Korrelation kann hierbei aus einer Korrelationsfunktion, einer Differenz, einem Quotienten und/oder einer Kombination davon ermittelt werden . Die tensorielle Datenbankstruktur ermöglicht eine graphische Darstellung eines Betriebszustandes des Netzwerks anhand von Betriebsparametern der Knoteneinrichtungen desselben. Dazu ist beispielsweise ein Automatisierungsnetzwerk mit einer An- Zeigeeinrichtung versehen, die derartige „Heatmap"- Darstellungen, wie in Fig. 9 gezeigt, des Betriebszustandes des Netzwerks ausgibt. Dadurch wird das betreiben und Steuern sowie nachträgliche Fehlanalyse und dergleichen erleichtert.

Beim Vorliegen eines Ereignisses reagieren die an den Knoteneinrichtungen erfassten Betriebsparameter abhängig von einem Abstand von dem Ereignis unterschiedlich. Die Reaktionen der Betriebsparameter setzen sich über Kopplungen von Knotenein- richtungen fort und werden an den gekoppelten Knoteneinrichtungen ebenfalls erkennbar. Mit Hilfe der Ebene 800 können derartige Reaktion in einer Übersicht veranschaulicht werden. Dadurch kann das Ereignis schnell und effizient lokalisiert und analysiert werden.

Obwohl die vorliegende Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen beschrieben wurde, ist sie vielfältig modifizierbar. Insbesondere sind das Netzwerk 100 sowie das beschriebene Verfahren auf weitere Netzwerke mit Knoten- und Kantenein- richtungen anwendbar. Insbesondere kann das Netzwerk 100 eine Herstellungsanlage, ein Versorgungsnetzwerk oder ein Logistiknetzwerk sein. Die Knoteneinrichtungen eines Netzwerks können Feldgeräte und/oder Messpunkte sein. Der Begriff Kopplung betrifft die Funktion einer Kanteneinrichtung.