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Title:
METHOD FOR OPERATING A PARCEL MACHINE AND PARCEL MACHINE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/029761
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for operating a parcel machine (1) having at least one parcel compartment (2) and having a control device (3) for controlling access to the at least one parcel compartment (2) on the basis of information supplied via a user interface (4), there being a communication path between the control device (3) and a central server (14) at least at times, the method comprising the following steps for the depositing of a parcel into a parcel compartment (2) and the subsequent removal of the parcel: c) supplying, via the user interface (4), the parcel ID uniquely identifying the deposited parcel or the parcel to be deposited; d) generating a pick-up code for the deposited parcel or the parcel to be deposited; e) generating checking information for checking PIN codes associated with the user ID associated with the deposited parcel or the parcel to be deposited; f) storing the generated pick-up code and the generated checking information as a parcel data set in a data memory (9) of the control device (3); g) transmitting the generated and stored pick-up code to the user associated with the user ID; h) after a pick-up code and a PIN code have been supplied via the user interface (4) of the parcel machine (1), checking, by means of the control device (3), whether the supplied pick-up code is stored in the data memory (9) and the associated checking information confirms the correctness of the supplied PIN code and, if yes, granting access to the parcel compartment (2) in which the parcel is deposited, by means of the control device (3). The invention further relates to a parcel machine (1) designed to carry out said method.

Inventors:
WALTER, Michael (Sülldorfer Kirchenweg 119, Hamburg, 22589, DE)
Application Number:
DE2018/100527
Publication Date:
February 14, 2019
Filing Date:
May 30, 2018
Export Citation:
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Assignee:
PARCELLOCK GMBH (Stresemannstraße 23, Hamburg, 22769, DE)
International Classes:
G07F17/12; G06Q20/12
Domestic Patent References:
WO2002007021A22002-01-24
WO2003040979A12003-05-15
WO2017027929A12017-02-23
Foreign References:
EP2830026A12015-01-28
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
GLAWE DELFS MOLL - PARTNERSCHAFT MBB VON PATENT- UND RECHTSANWÄLTEN (Rothenbaumchaussee 58, Hamburg, 20148, DE)
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Claims:
Patentansprüche

Verfahren zum Betrieb eines Paketautomaten (1) mit wenigstens einem Paketfach (2) und einer Steuerungsvorrichtung (3) zur Steuerung des Zugriffs auf das wenigstens eine Pa¬ ketfach (2) anhand von über eine Benutzerschnittstelle (4) zugeführten Informationen, wobei wenigstens zeitweise ein Kommunikationsweg zwischen der Steuerungsvorrichtung (3) und einem zentralen Server (14) besteht, wobei das Ablegen eines Pakets in ein Paketfach (2) und das anschließende Entnehmen des Pakets die Schritte umfasst: c) Zuführung der das abgelegte oder abzulegende Paket ein¬ deutig identifizierende Paket-ID über die Benutzer¬ schnittstelle (4); d) Erzeugen eines Abhol-Codes für das abgelegte oder abzu¬ legende Paket; e) Erzeugen einer PrüfInformation zur Überprüfung des der dem abgelegten oder abzulegenden Paket zugehörigen Nut- zer-ID zugeordneten PIN-Codes; f) Speicherung des erzeugten Abhol-Codes und der erzeugten PrüfInformation als Paketdatensatz in einem Datenspeicher (9) der Steuerungsvorrichtung (3); g) Übermittlung des erzeugten und gespeicherten Abhol- Codes an den der Nutzer-ID zugeordneten Nutzer; h) Nach Zuführung eines Abhol-Codes und eines PIN-Codes über die Benutzerschnittstelle (4) des Paketautomaten (1), Überprüfung durch die Steuervorrichtung (3), ob der zugeführte Abhol-Code in dem Datenspeicher (9) hin- terlegt und die dazugehörige PrüfInformation die Rich¬ tigkeit des zugeführten PIN-Codes bestätigt und, wenn ja, Gewährung des Zugangs zu dem Paketfach (2), in dem das Paket abgelegt ist, durch die Steuervorrichtung (3) .

Verfahren nach Anspruch 1,

dadurch gekennzeichnet, dass

der Abhol-Code auf Basis von Nutzer-ID, Paket-ID, Paket- fach-ID und/oder Paketautomaten-ID, vorzugsweise durch die Steuerungsvorrichtung (3) erzeugt wird.

Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass

die PrüfInformation ein nicht in ektiver Streuwert des PIN- Codes, vorzugsweise einer Kombination aus PIN-Code mit Ab¬ hol-Code, Nutzer-ID, Paket-ID und/oder Paketautomaten-ID, ist .

Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass

die Erzeugung des Abhol-Codes und/oder der PrüfInformation durch den zentralen Server (14) erfolgt und über den Kommunikationsweg an die Steuerungsvorrichtung (3) übermittelt werden .

Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass

der Kommunikationsweg eine Kommunikationsverbindung (13) zwischen Steuerungsvorrichtung (3) und zentralem Server (11) umfasst.

Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass

der Kommunikationsweg einen mobilen Datenspeicher umfasst, der wahlweise mit der Steuerungsvorrichtung (3) und dem zentralen Server (14) verbunden ist.

Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Übermittlung des Abhol-Codes nach dem Ablegen des Pakets erfolgt .

Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass

die Übermittlung des Abhol-Codes an den Nutzer durch den zentralen Server (14) oder die Steuerungsvorrichtung (3) des Paketautomaten (1) erfolgt.

Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass

der Datensatz umfassend den Abhol-Code und die Prüfinforma¬ tionen weiter die Nutzer-ID, die Paket-ID und/oder eine Pa- ketfach-ID umfasst.

Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadur gekennzeichnet, dass

die Zuführung von IDs und/oder Codes über die Benutzerschnittstelle (4) manuell, optisch und/oder drahtlos er folgt, wobei der PIN-Code vorzugsweise nur manuell oder über biometrische Scanner zugeführt wird.

11. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Schritt des Ablegens eines Pakets (Schritt c) die

Schritte erfolgen: übermitteln von Paketankündigungen umfassend Paket-ID und/oder Nutzer-ID der an den Paketautomaten (1) adres sierten Pakete von dem zentralen Server (14) an die Steuerungsvorrichtung (3) über den Kommunikationsweg; b) speichern der Paketankündigungen im Datenspeicher (9) der Steuerungsvorrichtung (3); und/oder das Ablegen eines Pakets (Schritt c) die Unter¬ schritte umfasst: cl) nach Anmeldung eines zur Paketablage berechtigen Nutzers über die Benutzerschnittstelle (4), abfragen von Paketinformationen umfassend Paket-ID und/oder Nutzer- ID über die Benutzerschnittstelle (4); c2) ablegen des Pakets in ein Paketfach (2) des Paketautomaten ( 1 ) ; c3) überprüfen durch die Steuerungsvorrichtung (3), ob die abgefragten Paketinformationen mit einer der im Datenspeicher (9) abgelegten Paketankündigungen übereinstim men und, wenn ja, übermitteln einer der Paketankündigung zuordenbare Ablagebestätigung durch die Steuerungsvorrichtung (3) an den zentralen Server (14) über den Kommunikationsweg.

Paketautomat (1) mit wenigstens einem Paketfach (2) und ei ner Steuerungsvorrichtung (3) zur Steuerung des Zugriffs auf das wenigstens eine Paketfach (2) anhand von über eine Benutzerschnittstelle (4) zugeführten Informationen, wobei der Paketautomat (1) Schnittstellen und/oder Module für ei nen Kommunikationsweg zwischen der Steuerungsvorrichtung (3) und einem zentralen Server (14) aufweist,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Steuerungsvorrichtung (3) zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 11 ausgebildet ist.

Description:
Verfahren zum Betrieb eines Paketautomaten und

Paketautomat

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betrieb eines Pa ¬ ketautomaten sowie einen zur Durchführung des Verfahrens ausgebildeten Paketautomaten.

Paketautomaten sind im Stand der Technik bekannt. Dabei handelt es sich um stationäre Automaten mit in der Regel einer Vielzahl von durch Türen verschließbare Ablagefächern für Pakete. Die Türen sind durch elektronische Schlösser gesichert und lassen sich zum Ablegen oder Entnehmen von Paketen durch befugte Personen öffnen. An den Paketautomaten sind Eingabege räte vorgesehen, über die sich Personen identifizieren und an schließend diejenigen Ablagefächer, für die sie befugt sind, öffnen können.

Zur Entnahme von Paketen ist für die Identifikation einer Per son an Paketautomaten bekannt, dass diese sowohl ihre Nutzernummer als auch eine Transaktionsnummer über das Eingabegerät dem Paketautomaten mitteilen. Bei der Nutzernummer handelt es sich um eine bspw. auch einen Teil der Empfängeradresse bil ¬ dende eindeutige Nummer der befugten Person, die manuell eingegeben oder halbautomatisch mit Hilfe einer durch ein geeignetes Lesegerät gezogene Magnetstreifenkarte übermittelt wer ¬ den kann. Die Transaktionsnummer wird der befugten Person gesondert mitgeteilt, bspw. per Kurznachricht, E-Mail oder Push Nachricht. Die Gültigkeitsdauer einer Transaktionsnummer kann dabei begrenzt sein, bspw. bis das letzte Paket, welches wäh ¬ rend der Gültigkeit der Transaktionsnummer in einem beliebige: Paketautomaten abgelegt wurde, entnommen wurde. Liegt bei der Ablage eines Paketes keine gültige Transaktionsnummer vor, wird eine neue Transaktionsnummer erzeugt und der befugten Person mitgeteilt. Nachteilig an solchen Paketautomaten ist, dass die Identifika ¬ tion einer Person allein anhand von einer nicht-geheimen, da bspw. Teil der Empfängeradresse bildenden Nutzernummer und einer grundsätzlich bei der Übermittlung an die befugte Person abfangbare oder an eine unbefugte Person umleitbare Transakti ¬ onsnummer erfolgt. In der Folge ist eine widerrechtliche Ent ¬ nahme von Paketen aus einem Paketautomaten durch eine unbefugte Person mit überschaubarem Aufwand möglich.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Betrieb eines Paketautomaten sowie einen zur Durchführung dieses Verfahrens ausgebildeten Paketautomaten zu schaffen, bei dem die Nachteile aus dem Stand der Technik nicht mehr oder zumindest nur noch in vermindertem Umfang auftreten.

Gelöst wird diese Aufgabe durch ein Verfahren gemäß dem Haupt ¬ anspruch sowie einem Paketautomaten gemäß dem nebengeordneten Anspruch 13. Vorteilhafte Weiterbildungen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.

Demnach betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Betrieb eines Paketautomaten mit wenigstens einem Paketfach und einer Steuerungsvorrichtung zur Steuerung des Zugriffs auf das wenigstens eine Paketfach anhand von über eine Benutzerschnittstelle zu ¬ geführten Informationen, wobei wenigstens zeitweise ein Kommu ¬ nikationsweg zwischen der Steuerungsvorrichtung und einem zentralen Server besteht, wobei das Ablegen eines Pakets in ein Paketfach und das anschließende Entnehmen des Pakets die Schritte umfasst: c) Zuführen der das abgelegte oder abzulegende Paket ein ¬ deutig identifizierende Paket-ID über die Benutzer ¬ schnittstelle; d) Erzeugen eines Abhol-Codes für das abgelegte oder abzu ¬ legende Paket; e) Erzeugen einer PrüfInformation zur Überprüfung des der dem abgelegten oder abzulegenden Paket zugehörigen Nut- zer-ID zugeordneten PIN-Codes; f) Speichern des erzeugten Abhol-Codes und der erzeugten PrüfInformation als Paketdatensatz in einem Datenspeicher der Steuerungsvorrichtung; g) Übermitteln des erzeugten und gespeicherten Abhol-Codes an den der Nutzer-ID zugeordneten Nutzer; h) Nach Zuführung eines Abhol-Codes und eines PIN-Codes über die Benutzerschnittstelle des Paketautomaten, überprüfen durch die Steuervorrichtung, ob der zugeführte Abhol-Code in dem Datenspeicher hinterlegt und die dazugehörige PrüfInformation die Richtigkeit des zugeführten PIN-Codes bestätigt und, wenn ja, gewähren des Zugangs zu dem Paketfach, in dem das Paket abgelegt ist, durch die Steuervorrichtung.

Weiterhin betrifft die Erfindung einen Paketautomat mit we ¬ nigstens einem Paketfach und einer Steuerungsvorrichtung zur Steuerung des Zugriffs auf das wenigstens eine Paketfach an ¬ hand von über eine Benutzerschnittstelle zugeführten Informa ¬ tionen, wobei der Paketautomat Schnittstellen und/oder Module für einen Kommunikationsweg zwischen der Steuerungsvorrichtung und einem zentralen Server aufweist, und wobei die Steuerungs ¬ vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ausgebildet ist.

Zunächst werden einige in Zusammenhang mit der Erfindung ver- wendete Begriffe erläutert. Mit „Paketautomat" ist eine automatisierte Paketstation zum Empfang und Absenden bzw. Ablegen von Sendungen und Waren, insb. in Form von Paketen und Päckchen, wobei im Folgenden aus Gründen der Übersichtlichkeit verallgemeinernd nur die Be ¬ zeichnung „Paket" verwendet wird. Ein Paketautomat umfasst we ¬ nigstens ein, häufig eine Vielzahl (also bspw. mehr als zwei, vier oder zehn) von - bspw. mit elektronischen Schlössern - elektronisch gesicherten Paketfächern. Der Zugriff auf einzelne Paketfächer bzw. deren Inhalt wird von einer Steuerungseinrichtung anhand von über eine Benutzerschnittstelle am Pa ¬ ketautomaten zugeführten Informationen gesteuert. Zugriff auf ein Paketfach kann z.B. gewährt werden, in dem ein dieses Paketfach sicherndes Schloss geöffnet wird. Bei anderen Ausfüh ¬ rungsformen von Paketautomaten wird der Zugang zu einem Paketfach gewählt, indem der Inhalt des Paketfachs durch eine

Transportvorrichtung zu einer zentralen Entnahmeöffnung transportiert und dort zur Entnahme bereitgestellt wird.

„ID" steht als Abkürzung für Identifikator, mit dem eine eindeutige Zuordnung zu realen oder virtuellen Personen oder Objekten möglich ist. Ein Identifikator kann rein numerisch oder alphanumerisch sein. Ein Identifikator kann außerdem mit einem numerischen oder alphanumerischen Präfix versehen sein, über den die Art der zugeordneten Person oder des zugeordneten Objektes ermittelbar ist.

In Zusammenhang mit der Erfindung werden die folgenden IDs verwendet :

„Paketautomaten-ID" zur eindeutigen Bestimmung eines Paketautomaten Paketfach-ID" zur eindeutigen Bestimmung eines

ketfachs eines Paketautomaten mit mehreren Paketfächern

„Paket-ID" zur eindeutigen Bestimmung eines

kets zur eindeutigen Bestimmung eines Paketautomaten-Nutzers umfassend Paket empfänger und Zusteller

Empfänger-ID" eine Teilmenge der Nutzer-IDs zur eindeutigen Bestimmung eines Paketempfängers

,Zusteller-ID" eine Teilmenge der Nutzer-IDs zur eindeutigen Bestimmung von autorisierten Zustellern, Logistikunternehmen und vergleichbaren Markteilnehmern

Mit „Code" ist ein numerisches oder alphanumerisches Passwort oder sonstige Zeichenfolge bezeichnet. Codes können dauerhaft gültig sein oder nur eine begrenzte Gültigkeit aufweisen. Die Gültigkeit kann durch Zeitvorgaben oder durch die Anzahl der maximal zulässigen Verwendung eines Codes begrenzt sein. So sind bspw. Codes, die nur an bestimmten Tagen und/oder zu bestimmen Uhrzeiten gültig sind, ebenso möglich, wie Codes, die nur eine vorgegebene Anzahl von Malen (bspw. einmal) verwendet werden können und somit einer entsprechenden Anzahl an Verwendung ihre Gültigkeit verlieren. Es ist u.a. auch möglich, dass ein Code ein einzigartiges biometrisches Identifikationsmerk ¬ mal einer Person, bspw. den Fingerabdruck oder Irismerkmale, wiederspiegelt. In diesen Fällen kann ein Code über geeignete Scanner, also bspw. Fingerabdruck- oder Irisscanner, erfasst werden .

In Zusammenhang mit der Erfindung werden die folgenden Codes verwendet :

.PIN-Code" ein persönlicher Geheimcode oder ein auf biometrischen Merkmalen eines Nutzers basierender Code; ein PIN- Code ist zwingend einer Nutzer-ID zu geordnet

Abhol-Code" ein zur Abholung eines bestimmten Pa ketes berechtigender Code

„Ablage-Code" ein zur Ablage von Paketen berechti ¬ gender Code

Die „Zuführung von IDs und/oder Codes über die Benutzerschnittstelle" umfasst die manuelle Eingabe von IDs und/oder Codes bspw. über eine Tastatur oder einen berührungsempfindli ¬ chen Bildschirm der Benutzerschnittstelle, die optische Über ¬ tragung von IDs und/oder Codes bspw. durch Abscannen eines maschinenlesbaren Codes (bspw. Bar- oder QR-Code) durch einen der Benutzerschnittstelle zugeordneten Scanner, (wobei es mög ¬ lich ist, dass der maschinenlesbare Code lediglich auf dem Display eines mobilen Endgerätes angezeigt wird) , und/oder die drahtlose Übermittlung von IDs und/oder Codes per Funk, bspw. per Nahfeldkommunikation oder Bluetooth. Aufgrund der Eigenschaft der PIN-Codes als persönlicher Geheimcode ist bevor ¬ zugt, wenn dieser vorzugsweise nur über eine manuelle Eingabe oder über biometrische Scanner der Benutzerschnittstelle zuge ¬ führt wird. Mit dem Begriff „zentraler Server" wird angezeigt, dass der fragliche Server nicht einem einzelnen Packautomaten zugeordnet ist, sondern dass vielmehr mehrere Packautomaten auf die auf dem zentralen Server hinterlegten Daten zugreifen können und der zentrale Server mit jedem der Packautomaten kommunizieren kann. Der Begriff „Server" bezeichnet eine logische Einheit und ist insbesondere nicht auf eine einzelne physische Hardware-Einheit beschränkt. Vielmehr ist es möglich, dass der Server auch auf mehrere, ggf. örtlich getrennte physikalische Hardware-Einheiten aufgeteilt ist.

Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass durch die Verwendung einen paketindividuellen und in Zusammenhang mit dem Ablegen eines Paketes erzeugten Abhol-Codes zusammen mit einem persönlichen PIN-Code eines befugten Nutzers die Sicherheit gegen unbefugte Entnahme von Pakten aus Paketautomaten deutlich erhöht werden kann. Dabei wird eine Zwei-Faktor-Au ¬ thentifizierung mit zwei unterschiedlichen Codes genutzt, von denen der eine - der Abhol-Code - an den Nutzer übermittelt wird, der andere - der PIN-Code - ein persönlicher und nicht in Zusammenhang mit dem Ablegen eines Pakets übermittelter Code ist. Gegenüber einer nahezu öffentlich einsehbarer Nutzernummer und einer grundsätzlich abfangbaren Transaktionsnummer wird ein höheres Sicherheitslevel erreicht, da selbst bei Abfangen eines Abhol-Codes dieser ohne gleichzeitige Kenntnis des persönlichen PIN-Codes eines Nutzers wertlos ist.

Die Verfügbarkeit eines erfindungsgemäßen betriebenen Paketau ¬ tomaten zur Entnahme von Paketen hängt maßgeblich von der Verfügbarkeit der Zwei-Faktor-Authentifizierung ab. Die Zwei-Faktor-Authentifizierung ist wiederum nur möglich, wenn der Steuerungsvorrichtung des Paketautomaten bei Abholung eines Paketes ausreichend Informationen zur Überprüfung der Zusammengehörigkeit der beiden zugeführten Codes zur Verfügung stehen. Die Erfindung hat festgestellt, dass - auch wenn Paketautoma ¬ ten regelmäßig über Mobilfunk- oder Kabelverbindungen mit einem Datennetzwerk wie bspw. dem Internet verbunden sind - die Verwendung eines dezidierten, über das Datennetzwerk erreichbaren Authentifizierungsservers für Paketautomaten ungeeignet ist, da bei Ausfall der Kommunikationsverbindung zum Authenti- fizierungsserver eine Abholung von Paketen nicht möglich ist. Insbesondere da Paketautomaten teilweise an nur schwach von Mobilfunknetzen abgedeckten Orten, teilweise an Orten mit regelmäßig überlasteten Mobilfunknetzen aufgestellt sind, ist eine unmittelbare Erreichbarkeit eines Authentifizierungsser ¬ vers über ein Mobilfunknetz zu einem beliebigen Zeitpunkt einer gewünschten Abholung nicht mit ausreichender Sicherheit gewährleistet. In der Folge kann ein Nutzer trotz grundsätzlich gültiger Abhol- und PIN-Codes das für ihn bestimmte Paket dem Paketautomaten nicht entnehmen. Zwar kann dieses Risiko durch eine Kabelanbindung eines Paketautomaten reduziert, jedoch auch nicht vollständig ausgeschlossen werden. Darüber hinaus ist nicht an jedem Aufstellort eines Paketautomaten eine entsprechende Kabelverbindung grundsätzlich oder mit vertretbaren Kosten möglich.

Erfindungsgemäß ist daher vorgesehen, in der Steuerungsvorrichtung des Paketautomaten selbst PrüfInformationen zu hinterlegen, mit denen die Gültigkeit und Zusammengehörigkeit von zugeführten Abhol- und PIN-Codes überprüft werden kann, sodass zur eigentlichen Zwei-Faktor-Authentifizierung keine unmittelbare Kommunikationsverbindung zu einem Server o.ä. bestehen muss. Die Verfügbarkeit des Paketautomaten wird dadurch unab ¬ hängig von der momentanen Verfügbarkeit einer Verbindung zu einem Datennetz und kann so erhöht werden. Zwar ist auch bei der Erfindung ein zentraler Server vorgesehen, mit dem der Paketautomat grundsätzlich über einem Kommunikationsweg verbunden ist, jedoch ist erfindungsgemäß nicht erforderlich, dass bei der Entnahme eines Pakets eine unmit- telbare Kommunikationsverbindung zwischen dem Paketautomaten und dem zentralen Server besteht.

Zu Beginn des Verfahrens werden wenigstens die Paket-ID, die das bereits abgelegte oder nachfolgend abzulegende Paket ein ¬ deutig kennzeichnen, über die Benutzerschnittstelle des Pa- ketautomaten zugeführt. Zusätzlich kann auch die Nutzer-ID zugeführt werden. Bei der Nutzer-ID handelt es sich regelmäßig um eine Empfänger-ID, die den Empfänger des abgelegten oder abzulegenden Pakets eindeutig kennzeichnet. Es ist aber auch möglich, dass bspw. im Falle von Retoursendungen die Nutzer-ID eine Zusteller-ID ist, wobei das dazugehörige Logistikunter ¬ nehmen den eigentlichen Empfänger zu einem späteren Zeitpunkt anhand der Paket-ID identifiziert.

Nach der Zuführung der der Paket-ID wird ein Abhol-Code für das abgelegte oder abzulegende Paket erzeugt. Der Abhol-Code kann dabei durch einen Zufallsgenerator oder durch Extrahieren eines Abhol-Codes aus einer Liste möglicher Abhol-Codes er ¬ zeugt werden. Es ist aber auch möglich, den Abhol-Code auf Ba ¬ sis der zuvor zugeführten Paket-ID zu erzeugen. Dabei kann alternativ oder zusätzlich auch noch die der Paket-ID zuorden- bare oder der Steuerungsvorrichtung unmittelbar zugeführte

Nutzer-ID, die Paketautomaten-ID und/oder die Paketfach-ID des Paketfachs, in die das Paket abgelegt wurde oder wird, bei der Erzeugung des Abhol-Codes berücksichtigt werden. Der Abhol- Code kann grundsätzlich durch die Steuerungsvorrichtung des Paketautomaten erzeugt werden. Dies gilt auch für die Erzeugung auf Basis der genannten IDs, sofern diese der Steuerungs ¬ vorrichtung zugeführt werden (bspw. Nutzer-ID, Paket-ID) oder dieser unmittelbar zur Verfügung stehen (Paketautomaten-ID, Paketfach-ID) bzw. von dieser ermittelbar sind (Abfrage der zu einer Paket-ID zugehörigen Nutzer-ID beim zentralen Server o- der Auslesen der Nutzer-ID aus einer später noch näher erläuterten Paketankündigung) .

Unabhängig davon, wie der Abhol-Code letztendlich erzeugt wird, ist es bevorzugt, wenn er sich von denjenigen Abhol- Codes der bereits abgelegten und noch nicht wieder entnommenen Pakete des Paketautomaten unterscheidet. Dadurch wird die Ein ¬ deutigkeit der nachfolgend in dem Datenspeicher des Packauto ¬ maten abgelegten Paketdatensätze zumindest für die momentan in dem Packautomaten befindlichen Pakete gewährleistet.

Nach der Zuführung wenigstens der Paket-ID wird außerdem eine PrüfInformation erzeugt, mit der die Zugehörigkeit eines zu einem späteren Zeitpunkt zugeführten PIN-Codes zu einem Abhol- Code überprüft werden kann. Der fragliche PIN-Code wird anhand der Nutzer-ID, die der fraglichen Paket-ID zugeordnet werden kann, ermittelt. Entweder wird die Nutzer-ID der Steuerungs ¬ vorrichtung unmittelbar über das Bedienfeld zugeführt oder es wird zunächst eine Zuordnung der Nutzer-ID zur Paket-ID durchgeführt. Im einfachsten Fall handelt es sich bei den PrüfInformationen um den PIN-Code selbst, wobei der PIN-Code aus Si ¬ cherheitsgründen vorzugsweise verschlüsselt ist. In diesem Fall muss ein zugeführter PIN-Code zur Verifikation nur mit den (entschlüsselten) PrüfInformationen verglichen werden. Bevorzugt ist es jedoch, wenn die PrüfInformation für einen PIN- Code ein nicht injektiver Streuwert des PIN-Codes ist. Ein zu einem späteren Zeitpunkt zugeführter PIN-Code kann dann durch analoge Berechnung eines Streuwertes und anschließenden Vergleich dieses Wertes mit den PrüfInformationen verifiziert werden. Besonders bevorzugt ist es, wenn der injektive Streu ¬ wert für eine Kombination aus PIN-Code mit Abhol-Code, Nutzer- ID, Paket-ID und/oder Paketautomaten-ID berechnet wird. Dies bietet den Vorteil, dass die PrüfInformationen für jedes abge ¬ legte oder abzulegende Paket individuell sind, sodass ein ma ¬ nipulierender Eingriff in das erfindungsgemäße Verfahren weiter erschwert wird.

Der für die Erzeugung der PrüfInformation erforderliche, zum abgelegten oder abzulegenden Paket gehörende PIN-Code steht dem Paketautomaten regelmäßig nicht unmittelbar zur Verfügung, sondern ist in einer Nutzerdatenbank mit Nutzer-IDs und dazugehörigen PIN-Codes beim zentralen Server hinterlegt. Ist die Nutzer-ID der Steuerungsvorrichtung zugeführt worden, kann unmittelbar der dazugehörige PIN-Code ermittelt werden. Ist le ¬ diglich eine Paket-ID zugeführt worden, muss zunächst eine Zu ¬ ordnung der Nutzer-ID zu der Paket-ID des abgelegten oder abzulegenden Pakets erfolgen, die aber regelmäßig ebenfalls durch entsprechende auf dem zentralen Server hinterlegte In ¬ formationen möglich ist. Alternativ oder zusätzlich ist es auch möglich, dass die zu einer bestimmten Paket-ID passende Nutzer-ID der Steuerungsvorrichtung bereits vorab mit einer Paketankündigung, wie die weiter unten beschrieben ist, mitgeteilt wurde. In der Folge müssen die für die Erzeugung der PrüfInformationen erforderlichen Informationen zwischen dem Paketautomaten und dem zentralen Server über den vorhandenen Kommunikationsweg ausgetauscht werden. Wird die Prüfinforma ¬ tion durch die Steuerungsvorrichtung des Paketautomaten erzeugt, muss diese hierfür zur fraglichen Nutzer-ID gehörige, geeignete Informationen über den PIN-Code oder aber den PIN- Code selbst erhalten. Die erzeugte PrüfInformation kann dann unmittelbar im Datenspeicher der Speichervorrichtung abgelegt werden. Wird die PrüfInformation durch den zentralen Server erzeugt, muss diese anschließend zur Speicherung an die Steue ¬ rungsvorrichtung übermittelt werden. Insbesondere im letztge ¬ nannten Fall ist es auch möglich, dass der zentrale Server den Abhol-Code erzeugt und zusammen mit den PrüfInformationen an die Steuerungsvorrichtung übermittelt. Sofern die zur Erzeugung des Abhol-Codes erforderlichen Informationen beim zentralen Server nicht zur Verfügung stehen, können sie von der Steuerungsvorrichtung des Paketautomaten an diesen übermittelt werden .

Wie ersichtlich, ist zumindest zur Erzeugung der Prüfinforma ¬ tionen und/oder deren Speicherung im Datenspeicher des Paketautomaten eine Kommunikation zwischen der Steuerungsvorrichtung des Paketautomaten und dem zentralen Server erforderlich. Allerdings ist zu beachten, dass diese Kommunikation losgelöst von dem Ablegen oder Entnehmen eines Paketes erfol ¬ gen kann. Im Falle einer zufällig unterbrochenen oder grundsätzlich nur zeitweise möglichen Kommunikation können dennoch Pakete abgelegt werden, wobei Erzeugung von Abhol-Codes und PrüfInformationen solange verzögert wird, bis die dafür erforderlichen Kommunikation mit dem Server zur Verfügung steht. Auch ist die Entnahme von Paketen ohne Bestehen einer Kommunikationsverbindung möglich, sobald ein zu einem abgelegten Paket zugehöriger Datensatz umfassend Abhol-Code und Prüfinformationen im Datenspeicher der Steuerungsvorrichtung hinterlegt ist .

Der Kommunikationsweg kann eine Datenkommunikationsverbindung zwischen Steuerungsvorrichtung und zentralem Server umfassen. Die Datenkommunikationsverbindung kann bspw. über ein Mobilfunknetz oder eine kabelgebundene Verbindung aufgebaut werden. Es ist möglich, dass die Datenkommunikationsverbindung grundsätzlich dauerhaft besteht, sodass die Vorteile des erfin ¬ dungsgemäßen Verfahrens nur dann besonders hervortreten, falls die Datenkommunikationsverbindung ausfällt. Es ist aber auch möglich, dass die Datenkommunikationsverbindung nur in vorge- gebenen Zeitabständen oder bei Bedarf aufgebaut und nach erfolgter Übertragung der auszutauschenden Daten wieder beendet wird. Dabei ist der zentrale Server regelmäßig dauerhaft er ¬ reichbar, um für mehrere Paketautomaten zur Verfügung zu stehen, und der Paketautomat baut in regelmäßigen Zeitabständen oder, sofern er Informationen vom zentralen Server benötigt, eine Verbindung zum zentralen Server auf.

Alternativ oder zusätzlich, bspw. als Backup bei einem längeren Ausfall der Datenkommunikationsverbindung, ist es auch möglich, dass der Kommunikationsweg einen mobilen Datenspei ¬ cher umfasst, der wahlweise mit der Steuerungsvorrichtung und dem zentralen Server verbunden ist. Beispielsweise kann der mobile Datenspeicher Teil eines mobilen Endgerätes eines Zu ¬ stellers sein, der über eine drahtlose Verbindung mit der Be ¬ nutzerschnittstelle der Steuerungsvorrichtung kommuniziert, um auf dem Datenspeicher für den dazugehörigen Paketautomaten zwischengespeicherte Daten an die Steuerungsvorrichtung zu übermittelt und von dieser Daten für den zentralen Server zu empfangen. Sobald das mobile Endgerät Zugang zum Datennetz hat, bspw. weil es in einen Bereich mit bestehendem Mobilfunknetz gelangt oder in einem Depot an ein Datenkabel angebunden wird, können die für den zentralen Server gedachten Daten an diesen übermittelt und neue, für den Paketautomaten relevante Daten auf den mobilen Datenspeicher übertragen werden. Da ein Logistikunternehmen regelmäßig absehen kann, welcher Zusteller auf seiner Tour welchen Paketautomaten anfährt, kann der Datenspeicher des mobilen Endgeräts dieses Zustellers gezielt mit den Daten für die von ihm anzufahrenden Paketautomaten befüllt werden.

Es ist selbstverständlich, dass sowohl die Steuerungsvorrich- tung des Paketautomaten und der zentrale Server mit geeigneten Schnittstellen und/oder Modulen zur Nutzung der bei der Durchführung des Verfahrens grundsätzlich vorgesehenen Kommunikationswege ausgestattet sind.

Die Erzeugung von Abhol-Code und PrüfInformation ist grundsätzlich vor der eigentlichen Ablage des abzulegenden Pakets möglich. Jedoch ist bevorzugt, wenn wenigstens die Übermitt ¬ lung des Abhol-Codes nach dem Ablegen des Pakets erfolgt.

Dadurch ist sichergestellt, dass der Nutzer den Abhol-Code erst dann erhält, wenn das betroffene Paket auch tatsächlich in dem Paketautomaten abgelegt wurde.

Die Übermittlung des Abhol-Codes an den Nutzer kann durch den zentralen Server oder die Steuerungsvorrichtung des Paketautomaten erfolgen. Die erstgenannte Variante bietet den Vorteil, dass im zentralen Server regelmäßig die zur Übermittlung des Abhol-Codes erforderlichen Informationen - bspw. Email-Adresse oder Mobil funknummer - an den Nutzer verfügbar sind. Die letztgenannte Variante bietet den Vorteil, dass ein Nutzer selbst bei Ausfall des zentralen Servers über die Ablage eines Paketes für ihn informiert werden kann. Für diesen Fall müssen die zur Übermittlung des Abhol-Codes erforderlichen Informationen zuvor an die Steuerungsvorrichtung des Paketautomaten übermittelt worden sein, bspw. zusammen mit den PrüfInformati ¬ onen oder zur Erzeugung der PrüfInformation erforderlichen Daten .

Der in dem Datenspeicher der Steuerungsvorrichtung hinterlegte Datensatz umfasst neben dem Abhol-Code und die PrüfInformatio ¬ nen vorzugsweise weiterhin die Nutzer-ID, die Paket-ID und/oder eine Paketfach-ID . Sind diese Daten gemeinsam in einem Datensatz abgelegt, ist eine schnelle und einfache Zuordnung ei ¬ nes zugeführten Abhol- und PIN-Codes zu einem in einem Paket ¬ fach des Paketautomaten abgelegten Paket möglich. Es ist besonders bevorzugt, wenn vor dem Schritt des Ablegens eines Pakets in Schritt c) die nachfolgenden Schritte erfol ¬ gen : a) übermitteln einer Paketankündigung umfassend Paket-ID und/oder Nutzer-ID eines an den Paketautomaten adressierten Pakets von dem Server an die Steuerungsvorrichtung über den Kommunikationsweg; b) speichern der Paketankündigung im Datenspeicher der SteuerungsVorrichtung;

In anderen Worten erhält die Steuerungsvorrichtung des Paketautomaten Informationen zu einem Paket, welches in absehbarer Zukunft in diesem abgelegt werden soll. Der zentrale Ser ¬ ver erhält dabei die für die Erzeugung einer entsprechenden Paketankündigung vom Absender des Pakets oder dem das Paket transportierenden Logistikunternehmen. In der Paketankündigung können neben der Paket-ID und/oder der Nutzer-ID, die wie oben beschrieben bei der Erzeugung der PrüfInformationen herangezogen werden kann, können noch weitere Informationen enthalten sein, bspw. der voraussichtliche Ablagezeitpunkt sowie die Größe des Pakets. Die Steuerungsvorrichtung des Paketautomaten kann dann ein Paketfach für das fragliche Paket zum voraussichtlichen Ablagezeitpunkt und/oder in der passenden Größe freihalten, sodass die Ablage des Pakets auch tatsächlich durchgeführt werden kann. Dazu kann die Steuerungsvorrichtung bspw. die Ablage eines anderen Pakets in ein für das angekündigte Paket geeignetes Paketfach für einen vordefinierten Zeitraum vor (und ggf. nach) dem voraussichtlichen Ablagezeitpunkt unterbinden. So wird sichergestellt, dass für die Ablage des angekündigten Pakets um den voraussichtlichen Ablagezeitpunkt auch tatsächlich ein geeignetes Paketfach zur Verfügung steht . Bei Übermittlung einer Paketankündigung vom zentralen Server an die Steuerungsvorrichtung können - sofern sie vom zentralen Server erzeugt werden - bereits Abhol-Codes und PrüfInformati ¬ onen, zumindest aber die für die Erzeugung von PrüfInformatio ¬ nen durch die Steuerungseinrichtung des Paketautomaten erforderlichen Informationen zusätzlich mitübermittelt werden. Nach Übermittlung dieser Informationen ist dann ein weitergehender Informationsaustausch zwischen der Steuerungsvorrichtung und dem zentralen Server betreffend das angekündigte Paket nicht mehr zwingend erforderlich.

Die Übermittlung des Abhol-Codes an den Nutzer kann dabei durch die Steuerungsvorrichtung (sofern ihr die Kontaktinformationen des Nutzers bspw. zusammen mit der Paketankündigung übermittelt wurden) oder durch den zentralen Server erfolgen. Im letztgenannten Fall muss der Abhol-Code, wenn er durch die Steuerungsvorrichtung des Paketautomaten erzeugt wird, an den zentralen Server übermittelt werden.

Sofern der zentrale Server für die Übersendung des Abhol-Codes verantwortlich ist, ist es grundsätzlich möglich, dass er den Abhol-Code zum oder ggf. auch nach einer vorgegebenen Zeit nach dem voraussichtlichen Ablagezeitpunkt an den Nutzer übermittelt. Dies bietet den Vorteil, dass nach der initialen Übermittlung der Paketankündigung und ggf. erforderlichem Informationsaustausch zur Erzeugung der PrüfInformation und/oder des Abhol-Codes keine weitere Kommunikation zwischen der Steu ¬ erungsvorrichtung und dem zentralen Server betreffend das angekündigte Paket mehr erforderlich ist. Nachteilig dabei ist, dass bei Übermittlung des Abhol-Codes keine Gewähr besteht, dass das angekündigte Paket tatsächlich bereits abgelegt ist. Es ist daher weiter bevorzugt, wenn das Ablegen eines Pakets in Schritt c) die folgenden Unterschritte umfasst: cl) nach Anmeldung eines zur Paketablage berechtigen Nutzers über die Benutzerschnittstelle, abfragen von Pake tinformationen umfassend Paket-ID und/oder Nutzer-ID über die Benutzerschnittstelle; c2) ablegen des Pakets in ein Paketfach des Paketautomaten c3) überprüfen durch die Steuerungsvorrichtung, ob die abgefragten Paketinformationen mit einer der im Datenspeicher abgelegten Paketankündigungen übereinstimmen und, wenn ja, übermitteln einer der Paketankündigung zuordenbare Ablagebestätigung durch die Steuerungsvorrichtung an den zentralen Server über den Kommunikationsweg .

Indem der zentrale Server eine Ablagebestätigung erhält, kann die Übermittlung des Abhol-Codes an den Nutzer solange verzö ¬ gert werden, bis das betreffende Paket tatsächlich in dem Pa ¬ ketautomaten abgelegt ist.

Die Anmeldung eines zur Paketablage berechtigen Nutzers über die Benutzerschnittstelle kann mit Hilfe einer Nutzer-ID, ins ¬ besondere einer Zusteller-ID, ggf. in Kombination mit einem PIN- oder besonderen Ablage-Code, der bspw. auf die Paketauto- maten-ID abgestimmt ist, erfolgen. Es ist auch möglich, dass die Anmeldung nur anhand eines Abhol-Codes erfolgt. Die Gül ¬ tigkeit des Abhol-Codes oder eines zusammen mit einer Nutzer- ID angegebenen PIN-Codes erfolgt vorzugsweise anhand einer PrüfSummenberechnung durch die Steuerungsvorrichtung des Paketautomaten, sodass für die Anmeldung zur Paketablage keine Kommunikationsverbindung mit dem zentralen Server erforderlich ist .

Zur Erläuterung des erfindungsgemäßen Paketautomaten wird auf die vorstehenden Ausführungen verwiesen. Die Erfindung wird nun anhand einer vorteilhaften Ausführungs- form unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beispielhaft beschrieben. Es zeigen:

Figur 1: ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen

Paketautomaten;

Figur 2a-e: einzelne Details und Verfahrensschritte bei einer beispielhaften Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens .

In Figur 1 ist ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Paketautomaten 1 gezeigt. Aus Gründen der Übersichtlichkeit wird auf eine Darstellung der Verbindungen zwischen den einzelnen Komponenten des Paketautomaten verzichtet.

Der Paketautomat 1 umfasst eine Vielzahl von mit Türen ver ¬ schließbaren Paketfächern 2 in unterschiedlichen Größen. Die Türen sind jeweils mit einem elektronischen Schloss (nicht dargestellt) versehen, welches durch die Steuerungsvorrichtung 3 angesteuert werden können, um so wahlweise den Zugang zu ei ¬ nem Paketfach 2 zu gewähren.

Die Steuerungsvorrichtung 3 ist mit einer Benutzerschnittstelle 4 verbunden. Diese umfasst neben einem berührungsempfindlichen Bildschirm 5 ein numerisches Tastenfeld 6, einen optischen Scanner 7 zum Scannen von Bar- und QR-Codes sowie eine NFC-Sende- und Empfangseinheit 8 zur Kommunikation mit geeigneten Geräten, wenn diese sich ausreichend nah an der NFC-Sende- und Empfangseinheit 8 befinden.

Die Steuerungsvorrichtung 3 ist weiterhin mit einem Datenspeicher 9 sowie einer Mobilfunk-Sende- und Empfangseinheit 10 verbunden. Über die Mobilfunk-Sende- und Empfangseinheit 10 hat die Steuerungsvorrichtung 3 grundsätzlich Zugang zu einem Mobilfunknetz 11 und dem Internet 12. Über diese Datenkommunikationsverbindung 13 besteht ein Kommunikationsweg zwischen der Steuerungsvorrichtung 3 und dem zentralen Server 14.

Ausgehend von Figur 1 wird nun eine bevorzugte Aus führungs form des erfindungsgemäßen Verfahrens beschrieben, wobei einzelne Details und Verfahrensschritte in den Figuren 2a-f dargestellt sind .

Sofern ein Paket an einen Nutzer zur Abholung am Paketautomaten 1 geschickt werden soll, wird dieses zunächst mit einem geeigneten Versandetikett 20 versehen, wie es in Figur 2a beispielhaft dargestellt ist. Das Versandetikett umfasst einen QR-Code 21 und einen alphanumerischen Adressblock 22. Im Adressblock 22 ist der Name des Empfängers sowie dessen Nutzer- ID angegeben. Bei der Anschrift handelt es sich um die Stra- ßenadresse des Paketautomaten 1. Der Zusteller kann also anhand des Adressblocks 22 das Ziel des damit versehenden Pakets unmittelbar und auf bekannte Art und Weise erkennen.

In dem QR-Code 21 ist in maschinenlesbarer Form neben der Nut- zer-ID auch noch eine eindeutige Paket-ID, mit der das mit dem Versandetikett 20 versehene Paket eindeutig identifiziert wer ¬ den kann, hinterlegt. Es ist auch möglich, dass in dem QR-Code 21 die Paketautomaten-ID desjenigen Paketautomaten, dessen Anschrift im Adressblock 22 angegeben ist, enthalten ist.

Die Nutzer-ID, die Paket-ID und ggf. die Paketautomaten-ID werden auch im zentralen Server 14 hinterlegt.

Um Sicherzustellen, dass bei der Erstellung des Versandetiketts 20 eine gültige Nutzer- und/oder Paketautomaten-ID sowie eine eindeutige Paket-ID verwendet wird, erfolgt bei der Er ¬ stellung ein geeigneter Datenabgleich mit dem zentralen Server 14. Dazu steht die zur Erstellung des Versandetiketts 20 aus ¬ gebildete Vorrichtung (nicht dargestellt) mit dem zentralen Server 14 in Verbindung, bspw. über das Internet 12.

Alternativ ist es möglich, dass das Versandetikett 20 durch den zentralen Server 14 selbst erzeugt und dann dem Versender oder dem Logistikunternehmen zum Ausdrucken und Anbringen elektronisch übermittelt wird. Die erforderliche Prüfung auf Richtigkeit oder Eindeutigkeit der IDs auf dem Versandetikett 20 kann dann bei der Erstellung unmittelbar durch den zentra- len Server 14 durchgeführt werden.

Im zentralen Server 14 sind zu jeder gültigen Nutzer-ID noch weitere zugehörige Informationen hinterlegt. Hierzu gehören insbesondere der persönliche PIN-Code des Nutzers sowie Kon ¬ taktinformationen für die spätere Übermittlung eines Abhol- Codes.

Auf Basis der Paket-ID, ggf. unter Berücksichtigung der Nutzer-ID und/oder der Paketstations-ID, wird aus dem im zentralen Server 14 hinterlegten PIN-Code des Nutzers ein injektiver Streuwert als PrüfInformation berechnet. Die PrüfInformation wird zusammen mit der Nutzer-ID und der

Paket-ID als Paketankündigung über die Datenkommunikationsverbindung 13 an die Steuerungsvorrichtung 3 des auf dem Versandetikett 20 als Adresse und/oder Paketautomaten-ID angegebenen Paketautomaten 1 übermittelt und dort im Datenspeicher 9 abge- legt.

In der Zwischenzeit wird das mit dem Versandetikett 20 verse ¬ hene Paket durch ein Logistikunternehmen zum Paketautomaten 1 transportiert und von einem Zusteller in den Paketautomaten 1 abgelegt. Das Ablegen des Pakets erfolgt im hier beschriebenen Ausführungsbeispiel dabei erst nachdem der Paketautomat 1 eine dazugehörige Paketankündigung vom zentralen Server 14 erhalten hat .

Zum Ablegen des Pakets meldet sich der Zusteller zunächst an dem Paketautomaten 1 an. Dazu weist er die Steuerungsvorrich- tung 1 über geeignete Menüführung auf dem berührungsempfindli ¬ chen Bildschirm 5 der Benutzerschnittstelle 4 an, die Paketau- tomaten-ID in Form eines QR-Codes auf dem berührungsempfindli ¬ chen Bildschirm 5 anzuzeigen. Dieser QR-Code wird dann vom Zusteller mit einem dafür ausgebildeten mobilen Endgerät 15 ein- gelesen (vgl. Figur 2b) .

Auf Basis der eingelesenen Paketautomaten-ID erzeugt das mobile Endgerät 15 unter Berücksichtigung von einer in dem mobilen Endgerät 15 hinterlegten Zusteller-ID einen Ablage-Code, der in Form eines QR-Codes auf dem Display 16 des mobilen End- gerätes 15 angezeigt wird. Dieser QR-Code wird über den opti ¬ schen Scanner 7 der Benutzerschnittstelle 4 zugeführt und von der Steuerungsvorrichtung 3 anhand dort hinterlegter Prüfungsalgorithmen auf seine Gültigkeit hin überprüft. Je nach Ab ¬ lage-Code kann der Zusteller entweder nur berechtigt sein, Pa- kete mit vorliegender Paketankündigung und/oder nicht-angekün- digte Pakete abzulegen.

Ist der Ablage-Code von der Steuerungsvorrichtung 3 als gültig erkannt, wird anschließend der QR-Code 21 auf dem Versandeti ¬ kett 20 des Pakets mit dem optischen Scanner 7 der Benutzer- schnittsteile 4 gescannt (vgl. Figur 2d) . Dadurch werden der Steuerungsvorrichtung 3 zumindest die Paket-ID, ggf. auch die Nutzer-ID und/oder die Paketstations-ID zugeführt, sodass diese das Vorliegen einer Paketankündigung im Datenspeicher prüfen kann. Je nach durch den Ablage-Code eingeräumten Be- rechtigungen zur Paketablage, kann ggf. nur bei Vorliegen einer entsprechenden Paketankündigung mit der Paketablage fortgefahren werden.

Da im vorliegenden Ausführungsbeispiel aber die zu dem Paket gehörige Paketankündigung vorliegt, kann der Zusteller dann auf bekannte Weise über den berührungsempfindlichen Bildschirm 5 der Benutzerschnittstelle 4 eine für das Paket geeignete Pa ¬ ketfachgröße wählen, woraufhin die Steuerungsvorrichtung 3 die Tür eines leeren Paketfachs 2 in der entsprechenden Größe freigibt bzw. öffnet. Das Schließen der Tür wird von der Steu ¬ erungsvorrichtung 3 über das elektronische Schloss regis ¬ triert, woraufhin der Zusteller über die Benutzerschnittstelle

4 und insbesondere über den berührungsempfindlichen Bildschirm

5 um eine Bestätigung gebeten wird, dass er das Paket auch tatsächlich in das Paketfach 2 abgelegt hat. Der Zustellvorgang durch den Zusteller ist damit abgeschlossen.

Nachdem die Steuerungsvorrichtung 3 die Bestätigung über die tatsächliche Ablage eines Pakets erhalten hat, wird anhand der zu dem Paket im Datenspeicher 9 hinterlegten Informationen und/oder mit Hilfe eines Zufallsgenerators ein eindeutiger Ab- hol-Code erzeugt. Dieser Abhol-Code wird in dem zu dem Paket gehörigen Datensatz im Datenspeicher 9 hinterlegt.

Weiterhin wird über die Datenkommunikationsverbindung 13 der Abhol-Code zusammen mit der Paket-ID zur eindeutigen Zuordnung von der Steuerungsvorrichtung 3 an den zentralen Server 14 übermittelt. Der Erhalt des Abhol-Codes durch den zentralen Server 14 kommt einer Ablagebestätigung durch die Steuerungsvorrichtung 3 gleich. Der zentrale Server 14 sendet daraufhin dem über die Paket-ID eindeutig identifizierbaren Nutzer eine Mitteilung umfassend den Abhol-Code, bspw. der Push-Nachricht auf ein mobiles Endgerät 17 des Nutzers. Der Abhol-Code kann dabei sowohl alphanumerisch als auch in Form eines QR-Codes übermittelt werden (vgl. Figur 2e) .

Zur Abholung des Pakets führt der Nutzer dem Paketautomaten 1 zunächst den Abhol-Code zu. Dabei kann er den Abhol-Code ent- weder manuell über das Tastenfeld 6 der Benutzerschnittelle eingeben oder den auf seinem mobilen Endgerät 17 anzeigbaren QR-Code über den optischen Scanner 7 einlesen. Die Steuerungsvorrichtung 1 prüft daraufhin, ob der zugeführte Abhol-Code in dem Datenspeicher 9 hinterlegt ist. Ist dies der Fall, wird der Nutzer zur Eingabe seines persönlichen PIN-Codes über das Tastenfeld 6 aufgefordert. Nach erfolgter Eingabe wird aus dem zugeführten PIN-Code analog zur Erzeugung der PrüfInformatio ¬ nen ein Streuwert berechnet und mit den im Datenspeicher hinterlegten PrüfInformationen verglichen. Stimmen die Streuwerte überein, wird dem Nutzer Zugang zu dem Paketfach 2, welches das zu dem Abhol-Code gehörige Paket enthält, gewährt.