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Patent Searching and Data


Title:
METHOD FOR OUTPUTTING INFORMATION THAT IS RELEVANT TO A RESCUE, AND SYSTEM
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/154187
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for outputting information that is relevant to a rescue, said method having the following steps: reading an information carrier (2) on a vehicle (3), said carrier containing information which characterizes information that is relevant to the rescue; and displaying the information that is relevant to the rescue on a mobile device (4) dependent on the information that is read.

Inventors:
BLASCHKE, Volker (Oscar-Paret-Str. 18, Ludwigsburg, 71642, DE)
ROHATSCHEK, Andreas-Juergen (Einsteinstr. 7, Wernau/Neckar, 73249, DE)
SCHROFF, Clemens (Zeisigstrasse 27, Kraichtal, 76703, DE)
Application Number:
EP2011/055993
Publication Date:
December 15, 2011
Filing Date:
April 15, 2011
Export Citation:
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Assignee:
ROBERT BOSCH GMBH (Postfach 30 02 20, Stuttgart, 70442, DE)
BLASCHKE, Volker (Oscar-Paret-Str. 18, Ludwigsburg, 71642, DE)
ROHATSCHEK, Andreas-Juergen (Einsteinstr. 7, Wernau/Neckar, 73249, DE)
SCHROFF, Clemens (Zeisigstrasse 27, Kraichtal, 76703, DE)
International Classes:
B60R21/00; G07C5/00
Attorney, Agent or Firm:
ROBERT BOSCH GMBH (Postfach 30 02 20, Stuttgart, 70442, DE)
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Claims:
Ansprüche

Verfahren zum Ausgeben einer bergungsrelevanten Information, welches die folgenden Schritte aufweist:

Auslesen eines Informationsträgers (2) an einem Fahrzeug (3), welcher Informationen enthält, die bergungsrelevante Informationen charakterisieren; und

Anzeigen der bergungsrelevanten Informationen auf einem mobilen Gerät (4) in Abhängigkeit von den ausgelesenen Informationen.

Verfahren nach Anspruch 1 , wobei die ausgelesenen Informationen die bergungsrelevanten Informationen selbst enthalten.

Verfahren nach Anspruch 2, wobei der Informationsträger (2) als ein Datenspeicher ausgebildet ist und die bergungsrelevanten Informationen selbst auf dem Datenspeicher gespeichert sind.

Verfahren nach Anspruch 1 , wobei eine Datenbank (12; 14), welche die bergungsrelevanten Informationen enthält, in Abhängigkeit von den aus dem Informationsträger (2) ausgelesenen Informationen ausgelesen wird.

Verfahren nach Anspruch 4, wobei der Informationsträger (2) als ein RFID-Chip, ein Barcode, eine Plakette und/oder ein Nummernschild ausgebildet ist.

Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, wobei die Datenbank (12; 14) auf dem mobilen Gerät gespeichert ist.

7. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 6, wobei die Datenbank als eine zentrale Datenbank (12; 14) ausgebildet ist, welche die bergungsrelevanten Informationen insbesondere drahtlos an das mobile Gerät (4) übermittelt.

8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die

Informationen, welche bergungsrelevante Informationen charakterisieren, drahtlos von dem Informationsträger (2) in das mobile Gerät (4)

eingelesen werden.

9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die

bergungsrelevanten Informationen Informationen über aktive

Sicherheitssysteme, passive Sicherheitssysteme, den Kraftstoff und/oder eine Verglasung des Fahrzeugs (3) enthalten.

10. System (1 ), aufweisend: einen Informationsträgers (2) an einem Fahrzeug (3), welcher Informationen enthält, die bergungsrelevante Informationen charakterisieren; und ein mobiles Gerät (4) zum Anzeigen der bergungsrelevanten Informationen auf diesem in Abhängigkeit von den ausgelesenen Informationen.

Description:
Beschreibung Titel

Verfahren zum Ausgeben einer bergungsrelevanten Information sowie System Stand der Technik Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Ausgeben einer

bergungsrelevanten Information sowie ein System.

Beispielsweise beschreibt der am 10. Februar 2010 auf der Website des ADAC (www.adac.de) zugängliche Artikel "Die Rettungskarte" Bestrebungen auf dem Automobilsektor, Kraftfahrzeuge mit einer Rettungskarte vorzusehen. Diese

Rettungskarte enthält bergungsrelevante Informationen, welche die Bergung einer in dem Kraftfahrzeug verunfallten Person vereinfachen, insbesondere die

Rettungszeit verkürzen sollen. Derartige bergungsrelevante Informationen sind beispielsweise die Stellen der Karosserie, an welchen Spreizer oder Scheren anzusetzen sind oder auch die Benennung von Vorsichtsmaßnahmen, die nötig sind, um Airbags nicht nachträglich auszulösen. Eine derartige Rettungskarte ist beispielhaft in Fig. 1 dargestellt. Die Rettungskarte soll beispielsweise hinter der Fahrersonnenblende angebracht sein.

Offenbarung der Erfindung

Das in Anspruch 1 definierte, erfindungsgemäße Verfahren zum Ausgeben einer bergungsrelevanten Information sowie das in Anspruch 10 definierte,

erfindungsgemäße System bieten gegenüber herkömmlichen Lösungen den Vorteil, dass die bergungsrelevanten Informationen automatisiert auf einem mobilen Gerät der die Rettung durchführenden oder steuernden Person angezeigt werden können. Damit ist es nicht mehr notwendig, eine Rettungskarte in Papierform in dem

Kraftfahrzeug mitzuführen. Auch der Zugriff auf die bergungsrelevante Information gestaltet sich erfindungsgemäß sehr einfach, da kein physisches Eindringen in das Kraftfahrzeug mehr erforderlich ist, um an die bergungsrelevanten Informationen zu kommen. Die in den jeweiligen Unteransprüchen aufgeführten Merkmale beziehen sich auf vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen des Gegenstands der Erfindung.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert.

Es zeigen

Fig. 1 eine aus dem Stand der Technik bekannte Rettungskarte; Fig. 2 ein System gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung; und Fig. 3 das mobile Gerät aus Fig. 2 in einer Detailansicht.

Ausführungsformen der Erfindung

In den Figuren bezeichnen gleiche Bezugszeichen gleiche oder funktionsgleiche Elemente, soweit nichts Gegenteiliges angegeben ist. Fig. 2 zeigt ein System 1 gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung.

Das System 1 weist ein ein oder mehrere Informationsträger 2 umfassendes Kraftfahrzeug 3 auf. Die Informationsträger 2 sind also an dem Kraftfahrzeug befestigt. "An dem Kraftfahrzeug" umfasst vorliegend auch das Vorsehen der Informationsträger 2 in dem Kraftfahrzeug 3.

Gemäß dem vorliegenden Ausführungsbeispiel handelt es sich bei den

Informationsträgern 2 beispielsweise um eine Vielzahl von RFID-Chips, welche über das Kraftfahrzeug verteilt angebracht sind. Diese können beispielsweise innerhalb und/oder außerhalb der Fahrgastzelle, in dem Kofferraum, im Motorraum und/oder in oder an dem Boden des Kraftfahrzeugs 3 angebracht sein. Diese Vielzahl von über das Kraftfahrzeug 3 verteilten Informationsträgern 2 stellt sicher, dass wenigstens einer dieser Informationsträger 2 bei einem Unfall, wie in Fig. 2 dargestellt, erhalten bleibt, das heißt nicht zerstört wird. Anstelle des RFID-Chips könnte der Informationsträger 2 genauso als ein Barcode, ein Smartcode, eine beispielsweise auf einer Plakette vorgesehene

alphanumerische Zeichenfolge, das Nummernschild des Kraftfahrzeugs 3 und/oder ein Datenspeicher ausgebildet sein. Jeder der Informationsträger 2 enthält bevorzugt die gleichen Informationen, welche bergungsrelevante Informationen charakterisieren. "Bergungsrelevante

Informationen" sind vorliegend solche Informationen, welche für die Bergung einer verunfallten Person von Bedeutung sind. Zu diesen Informationen zählen beispielsweise Informationen über aktive Sicherheitssysteme, also beispielsweise die Anordnung der Airbags in dem Kraftfahrzeug, Informationen über passive Sicherheitssysteme, also beispielsweise die Anordnung eines

Seitenaufprallschutzes in dem Kraftfahrzeug, Informationen über den im

Kraftfahrzeug mitgeführten Kraftstoff, also beispielsweise Gas oder Wasserstoff, und/oder Informationen über eine Sonderausführung, beispielsweise eine

Sonderverglasung, des Kraftfahrzeugs. Mit "Kraftfahrzeug" ist hier ein individuelles Kraftfahrzeug oder ein Kraftfahrzeugmodell gemeint. Für Fahrzeughersteller bietet es sich besonders an, für mehrere Kraftfahrzeuge eines jeweiligen

Kraftfahrzeugmodells immer die gleichen, die bergungsrelevanten Informationen charakterisierenden Informationen auf dem Informationsträger 2 zu hinterlegen.

Vorzugsweise werden die Informationen in elektronischer Form auf dem

Informationsträger gespeichert. Dies ist insbesondere für den Fahrzeughersteller vorteilhaft, da dieser somit den gleichen Informationsträger für unterschiedliche Kraftfahrzeuge oder unterschiedliche Kraftfahrzeugmodelle mit unterschiedlichen, bergungsrelevanten Informationen einsetzen kann.

Bei den Informationen, welche die bergungsrelevanten Informationen

charakterisieren, kann es sich um die bergungsrelevanten Informationen, wie vorstehend definiert, selbst handeln. Genauso, und dies wird vorliegend bevorzugt, können die Daten eine Zuordnung von bergungsrelevanten Informationen zu dem jeweiligen Kraftfahrzeug oder Kraftfahrzeugmodell erlauben. Damit müssen vorteilhaft nur wenige Informationen auf dem Informationsträger gespeichert werden. Das System 1 weist ferner ein mobiles Gerät 4 auf. Dieses Gerät 4 erlaubt das Anzeigen der bergungsrelevanten Informationen in Abhängigkeit von den aus dem Informationsträger 2 ausgelesenen Informationen. In diesem Zusammenhang bestehen mehrere Möglichkeiten:

Beispielsweise kann das mobile Gerät 4 drahtlos mit den Informationsträgern 2 in Form von RFID-Chips kommunizieren, wobei die Informationen, welche die bergungsrelevanten Informationen charakterisieren, an das mobile Gerät 4 übermittelt werden.

Alternativ ist es auch möglich, dass das mobile Gerät 4 einen Barcode- oder Smartcode-Leser aufweist, mittels welchem die als Barcodes oder Smartcodes ausgebildeten Informationsträger 2 auslesbar sind, um somit die Informationen, welche die bergungsrelevanten Informationen charakterisieren, auf das mobile Gerät 4 zu übertragen.

Darüber hinaus ist es auch denkbar, dass eine Benutzerperson die

bergungsrelevante Information manuell oder über Spracherkennung in das mobile Gerät 4 eingibt.

Entsprechend kann das mobile Gerät 4, wie in Fig. 3 dargestellt, einen Barcode- Leser 5, einen RFID-Leser 6, eine Sende-/Empfangsantenne 7 und/oder ein Bedienfeld 8 aufweisen.

Für den Fall, dass auf dem Informationsträger 2 die Informationen gespeichert sind, welche die bergungsrelevanten Informationen selbst beschreiben, können diese einfach an das mobile Gerät 4 übermittelt werden und der die Rettung

durchführenden oder steuernden Person dargestellt werden.

Die bergungsrelevanten Informationen können auf dem mobilen Gerät 4

beispielsweise auf einem Bildschirm 1 1 desselben dargestellt werden, siehe Fig. 3. Die Darstellung entspricht dabei im Wesentlichen der aus Fig. 1 bekannten

Darstellung. Die bergungsrelevanten Informationen können als Text-, Bild- oder Videodaten von dem mobilen Gerät 4 wiedergegeben werden. Beispielsweise ist die Darstellung eines Videos zur Führung eines Schnitts mit einer entsprechenden Säge durch das Kraftfahrzeug 3 denkbar. Weiterhin könnten die bergungsrelevanten Daten auch in Form einer Sprachausgabe von dem mobilen Gerät 4 ausgegeben werden.

Vorliegend wird eine Lösung bevorzugt, bei welcher, wie bereits vorstehend ausgeführt, lediglich eine Information von dem Informationsträger 2 an das mobile Gerät 4 übermittelt wird, welches eine Zuordnung der bergungsrelevanten

Informationen zu dem entsprechenden Kraftfahrzeug 3 oder Kraftfahrzeugmodell ermöglicht. Diese Art von Information wird vorliegend als

"Identifikationskennzeichen" bezeichnet.

Gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung könnte auf dem mobilen Gerät 4 eine Datenbank gespeichert sein. Diese Datenbank enthält für die verschiedenen Kraftfahrzeugtypen, welche jeweils über ihr Identifikationskennzeichen in der Datenbank identifiziert sind, entsprechende bergungsrelevante Informationen. Wird nun das Identifikationskennzeichen von dem Informationsträger 2 an das mobile Gerät 4 übermittelt, wird auf dem Bildschirm 1 1 der zu dem Identifikationszeichen gehörende Datensatz dargestellt. Dies ist in Fig. 3 beispielhaft illustriert: Der Bildschirm 1 1 des mobilen Geräts 4 zeigt das Identifikationskennzeichen "ID 12345678" des Kraftfahrzeugs 3 sowie diesem Identifikationskennzeichen zugeordnete bergungsrelevante Informationen an.

Das mobile Gerät 4 kann dazu eingerichtet sein, dass eine Aktualisierung der Datenbank möglich ist. Dies kann beispielsweise durch Anschluss des mobilen Geräts 4 über beispielsweise RS232, Ethernet, Bluetooth, WLAN, USB oder Mobilfunk an eine zentrale Datenbank 12 geschehen. Besonders bevorzugt wird eine Ausgestaltung, bei welcher das mobile Gerät 4 eine Funkverbindung 13 zu der Datenbank 12 aufbauen kann.

Gemäß einem weiteren, vorliegend bevorzugten Ausführungsbeispiel weist das mobile Gerät 4 selbst keine Datenbank, sondern lediglich einen internen

Datenspeicher auf. In diesem Fall fragt das mobile Gerät 4 auf Basis des

Identifikationskennzeichens insbesondere über die Funkverbindung 13 die zentrale Datenbank 12 ab, welche daraufhin dem mobilen Gerät 4 bevorzugt wiederum über die Funkverbindung 13 den dem Identifikationskennzeichen zugeordneten

Datensatz übermittelt. Das mobile Gerät 4 stellt sodann diesen Datensatz 4, welcher in dem genannten internen Datenspeicher des mobilen Geräts 4 gespeichert wird, auf dem Bildschirm 1 1 dar. Die Datenbank 12 kann Teil eines Kommunikationsnetzwerks sein, beispielsweise des Internets. Die Datenbank 12 wird bevorzugt von den entsprechenden

Automobilherstellern regelmäßig aktualisiert. Die Funkverbindung 13 kann beispielsweise Bestandteil eines Mobilfunknetzes sein.

Das System 1 kann ferner eine weitere Datenbank 14 aufweisen. In der Datenbank 14 können speziell von Rettungskräften gesammelte bergungsrelevante

Informationen, welche jeweils ebenfalls über ein Identifizierungskennzeichen einem jeweiligem Kraftfahrzeugtyp zugeordnet sind, abgelegt werden. Diese zusätzliche Datenbank 14 kann beispielsweise einer Einsatzzentrale der Feuerwehr zugeordnet sein, das heißt, die Daten in der Datenbank 14 werden von der Feuerwehr eingepflegt. Selbstverständlich könnten die Datenbanken 12 und 14 ineinander integriert sein.

Das vorstehend beschriebene System sowie das vorstehend beschriebene

Verfahren erlauben somit eine schnellere, automatisierte Bereitstellung von bergungsrelevanten Informationen an Rettungskräfte, so dass eine Bergung der verunfallten Person vereinfacht, insbesondere beschleunigt werden kann.

Die Ausgestaltung mit der zentralen Datenbank 12 erlaubt vorteilhaft, dass auch nachträglich, das heißt nach Auslieferung des Kraftfahrzeugs 3 durch den

Automobilhersteller, bergungsrelevante Informationen abgelegt werden können. Außerdem könnten durch den Halter des Kraftfahrzeugs 3 bei einer Nachrüstung desselben, beispielsweise mit einem Gasantrieb, die entsprechenden

bergungsrelevanten Informationen in der Datenbank 12 abgelegt werden.

Die als RFID-Chips ausgebildeten Informationsträger 2 könnten auch in Airbag- Komponenten integriert werden.

Obwohl die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen vorliegend konkret beschrieben wurde, ist sie darauf nicht beschränkt, sondern auf vielfältige Art und Weise modifizierbar. Insbesondere sind die vorliegend für das erfindungsgemäße System beschriebenen Weiterbildungen und Ausführungsbeispiele entsprechend auf das erfindungsgemäße Verfahren anwendbar, und umgekehrt. Ferner sei darauf hingewiesen, dass "ein" keine Mehrzahl ausschließt.