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Title:
METHOD FOR PLASMA-CUTTING A WORKPIECE BY MEANS OF A PLASMA-CUTTING SYSTEM AND PULSATING CURRENT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/038713
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for plasma-cutting a workpiece by means of a plasma-cutting system, which comprises a plasma current source and a plasma torch, which has an electrode and a nozzle, which has a small distance from the electrode at a lower end of the plasma torch in order to form a plasma chamber therebetween, characterized in that a current I produced by the plasma current source and flowing through the plasma torch is brought to pulsation in a targeted or controlled manner at an arbitrary frequency f in the range of 30 Hz to 500 Hz, preferably 35 Hz to 500 Hz, especially preferably 55 Hz to 400 Hz, at least during a partial time period of the plasma-cutting process, or a current I produced by the plasma current source and flowing through the plasma torch is brought to pulsation in a targeted or controlled manner at an arbitrary frequency f in the range of 0.1 Hz to 30 Hz, preferably 0.1 Hz to 29 Hz, especially preferably 0.1 Hz to 20 Hz, at least during a partial time period of the plasma-cutting process.

Inventors:
FRIEDEL, Jens (Im alten Stadion 25, Brieske, 01968, DE)
IRRGANG, Gerhard (Lange Strasse 57, Finsterwalde, 03238, DE)
KRINK, Volker (Friedastrasse 8, Finsterwalde, 03238, DE)
OLLMANN, Jens (August-Bebel-Strasse 19, Finsterwalde, 03238, DE)
Application Number:
DE2010/001119
Publication Date:
April 07, 2011
Filing Date:
September 21, 2010
Export Citation:
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Assignee:
KJELLBERG FINSTERWALDE PLASMA UND MASCHINEN GMBH (Leipziger Strasse 82, Finsterwalde, 03238, DE)
FRIEDEL, Jens (Im alten Stadion 25, Brieske, 01968, DE)
IRRGANG, Gerhard (Lange Strasse 57, Finsterwalde, 03238, DE)
KRINK, Volker (Friedastrasse 8, Finsterwalde, 03238, DE)
OLLMANN, Jens (August-Bebel-Strasse 19, Finsterwalde, 03238, DE)
International Classes:
B23K10/00
Attorney, Agent or Firm:
MANASSE, Uwe et al. (Boehmert & Boehmert, Hollerallee 32, Bremen, 28209, DE)
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Claims:
Ansprüche

1. Verfahren zum Plasmaschneiden eines Werkstückes (5) mittels eines Plasmaschneidanlage, die eine Plasmastromquelle (1) und einen Plasmabrenner (4) umfasst, der eine Elektrode (4.1) und eine Düse (4.2) aufweist, die einen geringen Abstand von der Elektrode (4.1) an einem unteren Ende des Plasmabrenners (4) hat, um eine Plasmakammer (4.7) dazwischen zu bilden, dadurch gekennzeichnet, dass

ein von der Plasmastromquelle (1) erzeugter und durch den Plasmabrenner (4) fließender Strom I zumindest während eines zeitlichen Teilabschnitts des Plasmaschneidvorgangs gezielt bzw. gesteuert zum Pulsieren mit einer frei wählbaren Frequenz f im Bereich von 30 Hz bis 500 Hz, vorzugsweise von 35 Hz bis 500 Hz, besonders bevorzugt von 55 Hz bis 400 Hz, gebracht wird.

2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der pulsierende Schneidstrom Is mit wenigstens einem frei wählbaren Spitzenwert Imin und/oder Imax im Bereich von 5% bis 70%, vorzugsweise von 10% bis 50%, um seinen arithmetischen Mittelwert Im schwankt.

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die minimale Abweichung eines Spitzenwertes Imax und/oder Imin vom arithmetischen Mittelwert Im des Schneidstroms Is 5A, bevorzugter 10A und am bevorzugsten 20 A beträgt.

4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die maximale Abweichung eines Spitzenwertes Imax und/oder Imin vom arithmetischen Mittelwert Im des Schneidstroms Is 200 A, vorzugsweise 100A, beträgt.

5. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Betrag der maximalen Stromänderungsgeschwindigkeit dl/dt des Schneidstroms Is 400A/ms beträgt und/oder der Betrag der minimalen Stromänderungsgeschwindigkeit dl/dt des Schneidstroms Is 2A/ms beträgt.

6. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Tastverhältnis D = max/T des Schneidstroms Is zwischen 0,1 und 0,9, vorzugsweise zwischen 0,3 und 0,7, liegt.

7. Verfahren zum Plasmaschneiden eines Werkstückes mittels eines Plasmaschneidanlage, die eine Plasmastromquelle (1) und einen Plasmabrenner (4) umfasst, der eine Elektrode (4.1) und eine Düse (4.2) aufweist, die einen geringen Abstand von der Elektrode (4.1) an einem unteren Ende des Plasmabrenners (4) hat, um eine Plasmakammer (4.7) dazwischen zu bilden, dadurch gekennzeichnet, dass

ein von der Plasmastromquelle (1) erzeugter und durch den Plasmabrenner (4) fließender Strom I zumindest während eines zeitlichen Teilabschnitts des Plasmaschneidvorgangs gezielt bzw. gesteuert zum Pulsieren mit einer frei wählbaren Frequenz f im Bereich von 0, 1 Hz bis 30 Hz, vorzugsweise von 0, 1 Hz bis 29 Hz, besonders bevorzugt von 0,1 Hz bis 20 Hz, gebracht wird.

8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Schneidstrompuls des pulsierenden Schneidstroms Is eine Niedrigpegeldauer t]mm und eine Hochpegeldauer t[max aufweist, wobei gilt: timin tlmax T,

mit

Periodendauer T = 1/f

und tlmin oder t\max < 25% der Periodendauer T,

vorzugsweise tlmin oder tlmax < 15% der Periodendauer T.

9. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Schneidstrompuls des pulsierenden Schneidstroms Is eine Niedrigpegeldauer tlmin und eine Hochpegeldauer timax aufweist, wobei gilt tlmin tlmax T,

Periodendauer T = 1/f

und

timin + timax < 50% der Periodendauer T,

vorzugsweise timjn + timax < 30% der Periodendauer T.

10. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der arithmetische Mittelwert der Schneidspannung einen Wert im Bereich von 90 V bis 250 V, vorzugsweise im Bereich von 120 V bis 220 V, aufweist.

1 1. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Volumenstrom des Plasmagases (PG) konstant gehalten wird.

12. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektrode (4.1) eine Flachelektrode ist.

13. Verfahren nach einem vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Plasmagas (PG) zur Rotation in der Plasmakammer (4.7) gebracht wird.

14. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein sauerstoffhaltiges Plasmagas (PG) verwendet wird.

15. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der arithmetische Mittelwert des Schneidstroms Is einen Wert im Bereich von 25 A bis 500 A aufweist.

Description:
VERFAHREN UM PLASMASCHNEIDEN EINES WERKSTUCKS MITTELS EINER

PLASMASCHNEIDANLAGE UND PULSIERENDEM STROM

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Plasmaschneiden eines Werkstücks mittels einer Plasmaschneidanlage, die eine Plasmastromquelle und einen Plasmabrenner um- fasst, der eine Elektrode und eine Düse aufweist, die einen geringen Abstand von der Elektrode an einem unteren Ende des Plasmabrenners hat, um eine Plasmakammer dazwischen zu bilden.

Als Plasma wird ein thermisch hoch aufgeheiztes elektrisch leitfähiges Gas bezeichnet, das aus positiven und negativen Ionen, Elektronen sowie angeregten und neutralen Atomen und Molekülen besteht.

Als Plasmagas werden unterschiedliche Gase, zum Beispiel das einatomige Argon und/oder die zweiatomigen Gase Wasserstoff, Stickstoff, Sauerstoff oder Luft eingesetzt. Diese Gase ionisieren und dissoziieren durch die Energie eines Lichtbogens. Der durch eine Düse eingeschnürte Lichtbogen wird dann als Plasmastrahl bezeichnet.

Der Plasmastrahl kann in seinen Parametern durch die Gestaltung der Düse und Elektrode stark beeinflusst werden. Diese Parameter des Plasmastrahls sind zum Beispiel der Strahl- durchmesser, die Temperatur, Energiedichte und die Strömungsgeschwindigkeit des Gases.

Beim Plasmaschneiden beispielsweise wird das Plasma durch eine Düse, die gas- oder wassergekühlt sein kann, eingeschnürt. Dadurch können Energiedichten bis 2xl 0 6 W/cm 2 erreicht werden. Im Plasmastrahl entstehen Temperaturen bis 30.000 °C, die in Verbindung mit der hohen Strömungsgeschwindigkeit des Gases sehr hohe Schneidgeschwindigkeiten an Werk- sf$flf§n realisieren. Plasmaschneidanlagen bestehen in der Regel zumindest aus einer Stromquelle, einem Plasmabrenner und einer Gasversorgung.

Wegen der hohen thermischen Belastung der Düse wird diese in der Regel aus einem metallischen Werkstoff, vorzugsweise wegen seiner hohen elektrischen Leitfähigkeit und Wärmeleitfähigkeit aus Kupfer, hergestellt. Gleiches gilt für den Elektrodenhalter, der aber auch aus Silber hergestellt sein kann. Die Düse wird dann in einem Plasmabrenner, dessen Hauptbestandteile ein Plasmabrennerkopf, eine Düsenkappe, ein Plasmagasführungsteil, eine Düse, eine Düsenhalterung, eine Elektrodenaufnahme, ein Elektrodenhalter mit Emissionseinsatz und bei modernen Plasmabrennern eine Düsenschutzkappenhalterung und eine Düsenschutz- kappe sind, eingesetzt. Der Elektrodenhalter fixiert einen spitzen Elektrodeneinsatz aus Wolfram, der für den Einsatz nicht oxidierender Gase als Plasmagas, zum Beispiel ein Argon- Wasserstoff-Gemisch, geeignet ist. Eine sogenannte Flachelektrode, deren Emissionseinsatz beispielsweise aus Zirkonium oder Hafnium, besteht, ist auch für den Einsatz oxidierender Gase als Plasmagas, zum Beispiel Luft oder Sauerstoff, geeignet. Für sauerstoffhaltige Plasmagases kann Zirkonium eingesetzt werden. Wegen seiner besseren thermischen Eigenschaften ist allerdings Hafnium besser geeignet, da dessen Oxid temperaturbeständiger ist.

Um eine hohe Lebensdauer für die Düse und die Elektrode zu erreichen, wird oft mit einer Flüssigkeit, zum Beispiel Wasser, gekühlt, es kann aber auch mit einem Gas gekühlt werden.

Insofern wird in flüssigkeitsgekühlte und gasgekühlte Plasmabrenner unterschieden.

Um eine hohe Lebensdauer der Elektrode zu erreichen, wird der Hochtemperaturwerkstoff als Emissionseinsatz in die Fassung eingebracht, die dann gekühlt wird. Die effektivste Art der Kühlung ist die Flüssigkeitskühlung. Der Lichtbogen brennt zwischen dem Emissionseinsatz der Elektrode und der Düse oder/und dem zu schneidenden Werkstück. Während des Betriebes wird der Emissionseinsatz nach und nach abgetragen und es bohrt sich ein Loch in die Elektrode. Es kommt immer wieder dazu, dass der Lichtbogen auch auf den Elektrodenhalter übergeht und diesen zerstört. Dies geschieht besonders dann, wenn der Emissionseinsatz tie- fer als 1 mm zurückgebrannt ist. Damit ist dann die gesamte Elektrode zerstört und muss gewechselt werden.

Bei den zum Plasmaschneiden verwendeten Stromquellen handelt es sich vorwiegend um Gleichstromquellen mit stark fallender Kennlinie oder Konstantstromkennlinie. Dadurch wirken sich verfahrensbedingt verursachte Schwankungen der Schneidspannung nicht oder nur wenig auf den Schneidstrom aus. Diese Schwankungen werden z. B. durch unterschiedliche Brennerabstände zum Werkstück, durch Schwankungen in der Gasversorgung und durch den Verschleiß von Bauteilen des Plasmabrenners verursacht.

Beispiele für Stromquellen mit stark fallender Kennlinie sind Streufeld- oder Streukerntransformatoren mit nachgeschaltetem Gleichrichter. Hier wird die fallende Charakteristik durch die Anordnung der Spulen des Transformators erzeugt.

Bei modernen Gleichstromquellen wird die Konstantstromkennlinie durch die Regelung des Schneidstromes mit Hilfe leistungselektronischer Bauelemente, z. B. Thyristoren und Transistoren, realisiert.

Grundsätzlich kann hier in netzgeführte Stromquellen und in Stromquellen mit erhöhter Frequenz unterschieden werden.

Als netzgeführte Stromquellen werden solche bezeichnet, deren Eingriffszeit der Regelung durch die Frequenz der Spannung des Stromversorgungsnetzes und deren Nuildurchgang bestimmt wird. Eine Variante ist ein Transformator mit einem nachgeschaltetem thyristorgesteuerten Gleichrichter. Die minimal mögliche Eingriffszeit der Regelung in den Gleichrichter beträgt je nach Schaltungsvariante zwischen 6,6ms bei einer 3-Puls-Brückenschaltung und 1,6ms bei einer 12-Puls-Brückenschaltung. Stromquellen mit erhöhter Frequenz verfügen über wesentlich geringere Eingriffszeiten der Regelung, da die Frequenz deutlich höher als die Frequenz der Netzspannung ist. Hier liegen die Eingriffszeiten je nach Frequenz der Stromquelle zwischen lOC^s und 5μ3.

Eine Variante besteht aus einem Transformator, einem ungeregelten Diodengleichrichter und einem nachgeschalteten Transistorschalter, auch als Chopper bezeichnet, der den Strom regelt. Eine weitere Variante, oft als Inverter bezeichnet, besteht aus einem ungeregeltem Diodengleichrichter, einem Wechselrichter, einem Transformator und Diodengleichrichter. Als Frequenz für den Chopper und den Wechselrichter wird eine Frequenz zwischen 10 und 200 kHz genutzt.

Nach dem Stand der Technik wird ein— abgesehen vom nicht gewollten, aber unvermeidlichen Rauschen bzw. von unerwünschten Oberwellen - möglichst glatter Gleichstrom für eine gute Schnittqualität und eine lange Lebensdauer der Verschleißteile des Plasmabrenners benötigt. Dafür werden meist induktive Bauelemente (Drosseln) in den Stromkreis des Schneidstromes geschaltet, um die Welligkeit, die durch das Stromnetz und die Schaltvorgänge der Stromquelle verursacht wird, zu reduzieren.

Stromquellen, die mit höherer Frequenz arbeiten, können im Gegensatz zu netzgeführten Stromquellen die durch die Frequenz der Netzspannung verursachte Welligkeit des Gleichstromes ausregeln, da die Frequenz der Stromquelle deutlich höher ist als die Frequenz der Netzspannung. Oft stehen solche Stromquellen nur in begrenzter Leistung, z. B. 10 bis 20kW zur Verfügung. Deshalb werden mehrere Stromquellen parallel geschaltet. Es können auch netzgeführte und Stromquellen mit erhöhter Frequenz parallel geschaltet werden.

Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, die Lebensdauer der Elektrode zu erhöhen.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gemäß einem ersten Aspekt gelöst durch ein Verfahren zum Plasmaschneiden eines Werkstückes mittels eines Plasmaschneidanlage, die eine Plasmastromquelle und einen Plasmabrenner umfasst, der eine Elektrode und eine Düse aufweist, die einen geringen Abstand von der Elektrode an einem unteren Ende des Plasmabrenners hat, um eine Plasmakammer dazwischen zu bilden, dadurch gekennzeichnet, dass ein von der Plasmastromquelle erzeugter und durch den Plasmabrenner fließender Strom I zumindest während eines zeitlichen Teilabschnitts des Plasmaschneidvorgangs gezielt bzw. gesteuert zum Pulsieren mit einer frei wählbaren Frequenz f im Bereich von 30Hz bis 500Hz, vorzugsweise von 35Hz bis 500Hz, besonders bevorzugt von 55Hz bis 400Hz, gebracht wird. Ganz besonders bevorzugt liegt die Frequenz im Bereich von 65Hz bis 300Hz.

Des weiteren wird diese Aufgabe gemäß einem zweiten Aspekt gelöst durch ein Verfahren zum Plasmaschneiden eines Werkstückes mittels eines Plasmaschneidanlage, die eine Plasmastromquelle und einen Plasmabrenner umfasst, der eine Elektrode und eine Düse aufweist, die einen geringen Abstand von der Elektrode an einem unteren Ende des Plasmabrenners hat, um eine Plasmakammer dazwischen zu bilden, dadurch gekennzeichnet, dass ein von der Plasmastromquelle erzeugter und durch den Plasmabrenner fließender Strom I zumindest während eines zeitlichen Teilabschnitts des Plasmaschneidvorgangs gezielt bzw. gesteuert zum Pulsieren mit einer frei wählbaren Frequenz f im Bereich von 0,1Hz bis 30Hz, vorzugsweise von 0,1Hz bis 29Hz, besonders bevorzugt von 0,1Hz bis 20Hz, gebracht wird. Ein Puls kann eine beliebige Signalform, wie zum Beispiel eine Rechteck-, Sägezahnform etc., aufweisen. Außerdem kann der Puls sowohl zeitlich als auch hinsichtlich eines arithmetischen Mittelwerts bzw. Ausgangswerts (Basiswerts) unsymmetrisch und vollkommen einseitig, zum Beispiel ausgehend vom arithmetischen Mittelwert bzw. Ausgangswert nach unten gehend, sein.

Bei dem Verfahren gemäß dem ersten Aspekt kann vorgesehen sein, dass der pulsierende Schneidstrom Is mit wenigstens einem frei wählbaren Spitzenwert I m j n und/oder I max im Bereich von 5% bis 70%, vorzugsweise von 10% bis 50%, um seinen arithmetischen Mittelwert I m schwankt.

Gemäß einer besonderen Ausführungsform des Verfahrens gemäß dem ersten Aspekt Verfahren kann vorgesehen sein, dass die minimale Abweichung eines Spitzenwertes I max und/oder Imin vom arithmetischen Mittelwert I m des Schneidstroms Is 5A, bevorzugter 10A und am be- vorzugsten 20A beträgt.

Außerdem kann vorgesehen sein, dass die maximale Abweichung eines Spitzenwertes I max und/oder I m j n vom arithmetischen Mittelwert I m des Schneidstroms Is 200A, vorzugsweise 100A, beträgt.

Günstigerweise beträgt der Betrag der maximalen Stromänderungsgeschwindigkeit dl/dt des Schneidstroms Is 400A/ms beträgt und/oder der Betrag der minimalen Stromänderungsgeschwindigkeit dl/dt des Schneidstroms Is 2A/ms.

Gemäß einer weiteren besonderen Ausführungsform der Erfindung liegt das Tastverhältnis D = timax T des Schneidstroms Is zwischen 0, 1 und 0,9, vorzugsweise zwischen 0,3 und 0,7.

Bei dem Verfahren gemäß dem zweiten Aspekt kann wiederum vorgesehen sein, dass jeder Schneidstrompuls des pulsierenden Schneidstroms Is eine Niedrigpegeldauer timin und eine Hochpegeldauer max aufweist, wobei gilt:

timin timax T,

mit Periodendauer T = 1/f und t\ mm oder ti max < 25% der Periodendauer T, vorzugsweise ti m j n oder ti max < 15% der Periodendauer T.

Alternativ ist auch denkbar, dass jeder Schneidstrompuls des pulsierenden Schneidstroms Is eine Niedrigpegeldauer t[ m i n und eine Hochpegeldauer max aufweist, wobei gilt

timin timax T, Periodendauer T = 1/f und t lm in + timax < 50% der Periodendauer T,

vorzugsweise t] m i n + max < 30% der Periodendauer T.

Vorteilhafterweise weist bei den Verfahren gemäß dem ersten und dem zweiten Aspekt der arithmetische Mittelwert der Schneidspannung einen Wert im Bereich von 90V bis 250V, vorzugsweise im Bereich von 120V bis 220V, auf.

Günstigerweise wird der Volumenstrom des Plasmagases (PG) konstant gehalten.

Insbesondere kann vorgesehen sein, dass die Elektrode eine Flachelektrode ist.

Weiterhin kann vorgesehen sein, dass das Plasmagas zur Rotation in der Plasmakammer gebracht wird.

Vorteilhafterweise wird ein sauerstoffhaltiges Plasmagas verwendet.

Schließlich weist der arithmetische Mittelwert des Schneidstroms Is günstigerweise einen Wert im Bereich von 25 A bis 500A auf.

Der vorliegenden Erfindung liegt anhand von Untersuchungen die Erkenntnis zugrunde, dass auch bei einem glatten Gleichstrom die oben beschriebene Zerstörung des Elektrodenhalters auftritt und somit die Lebensdauer der Elektrode nicht besonders hoch ist. Es wurde aber ü- berraschend festgestellt, dass die Überlagerung des Gleichstrom-Schneidstroms mit einem Wechselstrom bzw. das Pulsieren des Schneidstroms die Lebensdauer positiv beeinflusst.

Besonders beim Plasmaschneiden mit einem sauerstoffhaltigen Plasmagas bei einem Plasmabrenner mit einer sogenannten Flachelektrode, die zumindest aus einem thermisch hoch belastbaren Emissionseinsatz und einem Elektrodenhalter besteht, wurde mehr als eine Verdopplung der Lebensdauer erreicht. Es zeigte sich, dass der Lichtbogenansatzpunkt besser auf dem Emissionseinsatz verbleibt und nicht auf den Elektrodenhalter übergeht. Dadurch kann der Emissionseinsatz weiter„herunter brennen" und der Emissionseinsatz länger und besser ausgenutzt werden. Es wird angenommen, dass der Pulsstrom zu einer besseren Zentrierung des Lichtbogenansatzpunktes auf dem Emissionseinsatz führt.

Die Veränderung des Stromes konnte durch Vorgabe eines entsprechenden Sollwertes und durch entsprechende Auslegung der Stromquelle realisiert werden.

Folgende beispielhafte Werte sollen dies erläutern:

Das Plasmaschneiden von 15mm Baustahl kann beispielsweise mit folgenden Parametern erfolgen:

Plasmagas: Sauerstoff

Plasmagasdruck 9 bar

Plasmagasvolumenstrom 1.500 1/h

Sekundärgas Stickstoff

Sekundärgasdruck 6 bar

Sekundärgasvolumenstrom 2.200 1/h

Schneidgeschwindigkeit. 2,7 m/min

Schneidspannungsmittelwert: 135 V

Schneidstrommittelwert: 160A

Min. Schneidstrom I m j n 140A

Max. Schneidstrom I max 180A

Frequenz 83 Hz

Durchmesser der Düsenbohrung 1 ,4mm Vorzugsweise sollten die Werte hinsichtlich der Frequenz und der Amplituden I max (maximaler Schneidstrom)I m in (minimaler Schneidstrom) so gewählt werden, dass sich die Stromwel- ligkeit nicht auf der Schnittfläche in Form von Riefen abbildet. Die Lebensdauer der Elektrode konnte so von 3 Stunden auf 8 Stunden erhöht werden.

Auch bei Strömen von 360A konnte die Lebensdauer von 2 Stunden auf 6 Stunden erhöht werden.

Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung, in der mehrere Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung unter Bezugnahme auf die Figuren beschrieben sind, in denen:

Figur 1 ein Schemadiagramm von einer Plasmaschneidanlage nach dem Stand der Technik zeigt;

Figur 2 den Ablauf eines Plasmaschneidverfahrens gemäß dem Stand der Technik schematisch zeigt;

Figur 3 den Ablauf eines Plasmaschneidverfahrens gemäß einer besonderen

Ausführungsform der vorliegenden Erfindung schematisch zeigt;

Figuren 4 bis 9 besondere Ausführungsformen des Plasmabschneidverfahrens gemäß einen ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung zeigen;

Figuren 10 bis 18 besondere Ausführungsformen des Plasmabschneidverfahrens gemäß einen zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung zeigen; Figur 19 eine Schnittansicht eines Plasmabrenners mit Flachelektrode zeigt; und

Figur 19a den Plasmabrenner von Figur 19 zusätzlich mit Rotation von Plasmagas und Sekundärgas zeigt.

Fig. 1 zeigt ein Schemadiagramm einer Plasmaschneidanlage nach dem Stand der Technik, die aus der Plasmastromquelle 1 , deren Bestandteile die Stromquelle 1.1, das Zündgerät 1.2, der Widerstand 1.3 und der Kontakt 1.4 sind. Der Minuspol der Stromquelle ist mit der Leitung 10.5 mit der Elektrode 4.1 des Plasmabrenners 4 und der Pluspol mit der Leitung 10.7 mit dem Werkstück 5 und über den Widerstand 1.3, das Zündgerät 1.2 sowie den Kontakt 1.4 über die Leitung 10.6 mit der Düse 4.2 des Plasmabrenners 4 verbunden. Die Plasmastromquelle wird in der Regel von einem dreiphasigen Drehstromnetz, z.B. 400V/50Hz mit elektrischer Energie versorgt. Die Gasversorgung des Plasmabrenners erfolgt hier über die Gaskonsole 2, in der sich Ventile, z. B. Magnetventile und/oder Regelventile (nicht dargestellt) zum Schalten der Gase, insbesondere des Plasmagases PG und des Sekundärgases SG befinden können. Die Gasversorgung erfolgt in diesem Beispiel durch Gasflaschen 2.1 für das Plasmagas und 2.2 für das Sekundärgas. Beim Schneiden von un- und niedriglegierten Stählen wird oft Sauerstoff als Plasmagas eingesetzt, es kann aber auch ein sauerstoffhaltiges Gas, z. B. Luft oder Gasgemisch, z. B. Stickstoff/Sauerstoff verwendet werden. Als Sekundärgas kann im gleichen Fall ebenfalls Sauerstoff, aber auch ein sauerstoffhaltiges Gas, z. B. Luft oder Gasgemisch, z. B. Stickstoff/Sauerstoff oder Stickstoff verwendet werden. Das Plasmagas PG wird über die Gasleitung 10.3 in den Raum zwischen Elektrode 4.1 und Düse 4.2, die Plasmakammer, und das Sekundärgas SG wird über die Gasleitung 10.4 in den Raum zwischen Düse 4.2 oder Düsenkappe 4.4 (nicht dargestellt) und Düsenschutzkappe 4.5 geführt.

Gemeinsam mit Fig. 2 wird nachfolgend der Ablauf beim Plasmaschneiden nach dem Stand der Technik beschrieben. Zunächst wird der Plasmabrenner 4 mit Hilfe eines Führungssystems, beispielsweise einer CNC-gesteuerten xy-Koordinatenführungsmaschine oder einem Roboter in einem definierten Abstand zum Werkstück 5 positioniert. Das vom Führungssystem an die Plasmastromquelle gesendete Signal„Brenner EIN" startet den Prozess. Danach strömen von der Gaskonsole gesteuerte Plasmagas PG und Sekundärgas SG durch den Plasmabrenner 4. Nach einer bestimmten Zeit, bspw. 400 ms zündet das Zündgerät 1.2 mit Hochspannung den Pilotlichtbogen, der zwischen der Elektrode 4.1 und der Düse 4.2 brennt und die Strecke zwischen dem Plasmabrenner 4 und dem Werkstück 5 ionisiert. Der Pilotstrom Ipiiot wird durch den Widerstand 1.3 begrenzt. Typische Werte für den Pilotstrom sind 12 bis 35A. Der Widerstand 1.3 erzeugt gleichzeitig einen Spannungsabfall zwischen der Düse 4.2 und dem Werkstück 5, was das Übersetzen des anodischen Ansatzpunktes von der Düse zum Werkstück unterstützt. Nach dem Übersetzen des Stromes I wird der Kontakt 1.4 geöffnet, der Strom I wird während der Zeit t up (Bereich von 50 ms bis 500 ms) auf den benötigten Schneidwert erhöht, es bildet sich der Schneidstrom Is aus, der während der Zeit ts fließt. Die Werte für den Schneidstrom Is liegen je nach zu schneidender Blechdicke, die üblicherweise zwischen 1 und 200mm betragen kann, zwischen 20 und 1.000A. Nach dem Stand der Technik soll der während dieser Zeit fließende Strom möglichst glatt sein. Der Strom I fließt bis zum Ausschalten des Signals„Brenner EIN", danach wird der Strom I während der Zeit t d0W n verringert und abgeschaltet. Übliche Werte für diese Zeit sind 50 bis 500ms, es kann aber auch ohne diese Zeit der Strom sofort abgeschaltet werden. Plasmagas und Sekundärgas strömen noch nach, um den Plasmabrenner weiter zu kühlen. Stand der Technik ist ebenfalls, mit unterschiedlichen Plasma- und Sekundärgases sowie unterschiedliche Drücken und Gasmengen in den Prozessphasen zu arbeiten.

Fig. 3 zeigt im Gegensatz zum Stand der Technik einen, lediglich beispielhaft dargestellten definiert schwankenden Schneidstrom Is während der Zeit ts gemäß einer besonderen Ausfuhrungsform der Erfindung. Zur Durchführung des Plasmaschneidverfahrens gemäß einer besonderen Ausführungsform der Erfindung kann auch die Plasmaschneidanlage von Figur 1 verwendet werden.

Die Figuren 4 bis 9 zeigen Ausführungsbeispiele für Schneidstromverläufe gemäß der vorliegenden Erfindung, wobei Fig. 4 den in Figur 3 angedeuteten Schneidstromverlauf betrifft.

Figur 4 zeigt einen Ausschnitt des während der Zeit ts fließenden Stromes Is- Der arithmetische Mittelwert I m des Stromes beträgt hier 160A, der maximale Strom I ma x beträgt 180A und der minimale Strom I m i n beträgt 140A. Die Abweichung der Werte I max und I m j n vom arithmetischen Mittelwert I m ist hier gleich groß und beträgt 20A und damit 12,5%. Der dem Gleichstrom überlagerte Wechselstrom ist trapezförmig ausgebildet.

Die Stromänderungsgeschwindigkeiten dl/dt, d. h. die Beträge der Stromänderungen in einer Zeit, die benötigt wird, um :

- vom arithmetischen Mittelwert I m zum maximalen Schneidstrom I max dl/dt, = |( I m )|/t,

- vom maximalen Schneidstrom I max zum arithmetischen Mittelwert I m dI/dt 2 = |(WI m )|/t 2

- vom arithmetischen Mittelwert I m zum minimalen Schneidstrom I m j n dl/dt 3 = |(I max -I m )|/t 3

- vom minimalen Schneidstrom I m j n zum arithmetischen Mittelwert I m zu gelangen, sind hier konstant, da die Beträge der Differenzen zwischen dem maximalen Schneidstrom und dem arithmetischen Mittelwert des Schneidstromes und dem minimalen Schneidstrom und dem arithmetischen Mittelwert des Schneidstromes jeweils 20A und die jeweiligen Zeiten tl , t2, t3, t4 gleich groß sind und jeweils 0,5 ms betragen. Sie beträgt 40 A/ms.

dl/dt, = (I max - I m ) / 1, = ( 180 A - 160A) / 0,5 ms = 40 A/ms

Die Periodendauer T beträgt 12 ms und die Frequenz f damit 83 Hz. Mit diesem Stromverlauf wurde mehr als eine Verdopplung der Lebensdauer erreicht (siehe obiges Beispiel des Plasmaschneidens von 15 mm Baustahl). Figur 5 zeigt einen dreieckförmigen Stromverlauf, wobei Periodendauer, Frequenz, minimaler und maximaler Schneidstrom sowie der arithmetische Mittelwert des Schneidstromes mit Figur 4 identisch sind. Die Stromänderungsgeschwindigkeiten sind mit 6,6 A/ms geringer und gleich groß.

Figur 6 zeigt einen sinusförmigen Stromverlauf mit einer Periodendauer von 6 ms und einer Frequenz von 166 Hz. Der arithmetische Mittelwert I m des Stromes beträgt hier 300A, der maximale Strom I max beträgt 350A und der minimale Strom I m i n beträgt 250A. Die Abweichung der Werte I max und I m i n vom arithmetischen Mittelwert I m ist gleich groß und beträgt 50A und damit 16%. Die Stromänderungsgeschwindigkeiten betragen 33 A/ms und sind gleich groß.

Figur 7 zeigt einen Stromverlauf, der einer e-Funktion ähnlich ist. Die Periodendauer beträgt 4 ms und die Frequenz 250 Hz. Der arithmetische Mittelwert I m des Stromes beträgt hier 300A, der maximale Strom I max beträgt 400A und der minimale Strom I m j n beträgt 200A. Die Abweichung der Werte I max und I m j n vom arithmetischen Mittelwert I m ist gleich groß und beträgt 100A und damit 33%. Die Stromänderungsgeschwindigkeiten sind in diesem Beispiel unterschiedlich und haben folgende Werte:

dl/dti = dl/dt 3 = 100 A / 1,7 ms = 59 A/ms

dl/dt 2 = dl/dt 4 = 100 A / 0,3 ms = 333 A/ms

Figur 8 zeigt einen trapezförmigen Stromverlauf, wobei diesmal die Differenzen zwischen dem maximalen Schneidstrom I max und dem arithmetischen Mittelwert I m des Schneidstroms Is sowie zwischen dem minimalen Schneidstrom I m i n und dem arithmetischen Mittelwert I m des Schneidstroms Is und die Zeiten ti max (2ms) und ti m i n (4ms) unterschiedlich groß sind:

Imax - Im | = | 260 A - 160 A | = 100A I Imin - Im | = | 1 10 A - 160 A| = 50 A

Die Periodendauer T beträgt 6 ms und die Frequenz 166 Hz. Die Stromänderungsgeschwindigkeiten sind in diesem Beispiel gleich groß und betragen 200 A/ms.

dl/dt! = dl/dt 2 = 100 A / 0,5 ms = 200 A/ms

dl dt 3 = dl/d = 50 A / 0,25 ms = 200 A/ms

Figur 9 zeigt ebenfalls einen trapezförmigen Stromverlauf, wobei die Differenzen zwischen dem maximalen Schneidstrom I max und dem arithmetischen Mittelwert I m des Schneidstroms Is sowie zwischen dem minimalen Schneidstrom I m j n und dem arithmetischen Mittelwert I m des Schneidstroms Is und die Zeiten t lmax (2ms) und ti m j n (3ms) unterschiedlich groß sind und der Schneidstrom eine Zeit auf seinem arithmetischen Mittelwert I m ist:

I Imax - Im I = I 235 A - 160 A I = 75A

| Imin - Im | = | 1 10 A - 160 A| = 50 A

Die Periodendauer T beträgt 6 ms und die Frequenz 166 Hz. Die Stromänderungsgeschwindigkeiten sind in diesem Beispiel gleich groß und betragen ca. 200 A/ms.

dl/dti = dl/dt 2 = 100 A / 0,37 ms = 200 A/ms

dl/dt 3 = dl/dt4 = 50 A / 0,25 ms = 200 A/ms Die Figuren 10 bis 13 zeigen besondere Ausführungsformen des Plasmaschneidverfahrens gemäß dem zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung. Statt einer Überlagerung eines Gleichstroms mit einem Wechselstrom lässt sich in diesen Fällen der Schneidstrom als sich periodisch wiederholende Pulsfolge beschreiben. In den Figuren 10 und 11 beinhaltet die Signalform mit der Periodendauer (T (= 1/f) einen Rechteckimpuls nach unten (Figur 10) bzw. einen Rechteckimpuls nach oben (Figur 11), ausgehend von einem Basiswert. In den Figuren 12 und 13 umfasst die Signalform dagegen sowohl einen Rechteckimpuls nach oben als auch nach unten, wobei sich die Signalformen in den Figuren 12 und 13 lediglich in dem zeitlichen Abstand zwischen den Rechteckimpulsen nach oben und nach unten unterscheiden.

In der Figur 14 ist ein konkretes Zahlenbeispiel für die Ausführungsform gemäß Figur 10 dargestellt, während in der Figur 15 ein konkretes Ausführungsbeispiel für die Ausführungsform gemäß Figur 1 1 dargestellt ist. In beiden Fällen gilt für die Summe von ti max , das heißt die Hochpegeldauer, und von ti m j n , das heißt die Niedrigpegeldauer, und die Periode T:

timin timax T,

wobei T 500 ms, ti ma 470 ms und t] m j n 30 ms betragen. Für Imax (Hochpegel)— 300 A und Imm (Niedrigpegel) = 220A ergibt sich ein arithmetischer Mittelwert I m des Schneidstroms in Höhe von 295A.

In dem in Figur 15 gezeigten Fall beträgt die Periodendauer T (= 1/f) ebenfalls 500ms, aber betragen ti max 30ms und t lm j n 470 ms. Mit I max = 400A und I m j n = 300A ergibt sich ein arithmetischer Mittelwert I m des Schneidstroms Is von 306A.

Die Figuren 16 und 17 zeigen Fälle, in denen für die Pulse des Schneidstroms Is gilt:

timin timax T. Figur 16 stellt ein Zahlenbeispiel für die Ausführungsform gemäß Figur 13 dar, während Figur 17 ein Zahlenbeispiel für die Ausführungsform gemäß Figur 14 darstellt. In Figur 16 beträgt die Periodendauer T 500 ms, während sowohl t Imax als auch ti m j n deutlich kleiner sind, nämlich jeweils 25ms betragen. Für I max = 400 A und I min = 200A ergibt sich damit ein arithmetischer Mittelwert I m des Schneidstroms Is von 300A.

In Figur 17 beträgt die Periodendauer T 650ms und sind ti max sowie timin deutlich geringer, nämlich jeweils 50ms. Bei einem maximalen Strom I max von 450A und einem minimalen Strom von I m i n von 250 A ergibt sich damit ein arithmetischer Mittelwert I m von 350A.

Bei dem in Figur 18 gezeigten Signalverlauf des Schneidstroms Is handelt es sich wiederum um eine Pulsfolge mit einer Periodendauer T (= 400ms) = t lm j n + ti max , wobei ti max 300ms beträgt und timin 100ms beträgt. Die periodische Signalform weist jedoch keinen Rechteckimpuls, sondern einen zahn- oder widerhakenähnlichen Verlauf auf. ti m i n entspricht der Zeit, während derer der Schneidsstrom Is von I max (= 300A) abweicht. Bei einem minimalen Strom von I m in von 200A ergibt sich damit ein arithmetischer Mittelwert I m des Schneidstroms Is von 290A.

Schließlich zeigt Figur 19 einen Schnitt durch eine Seitenansicht eines Plasmabrenners 4 mit einer Flachelektrode 4.2, bei der das erfindungsgemäße Verfahren besonders vorteilhaft eingesetzt werden kann.

Die wesentlichen dargestellten Bestandteile des Plasmabrenners 4 (von dem nur ein Plasmabrennerkopf dargestellt ist) sind eine Elektrode 4.1 in Form einer Flachelektrode, die einen Elektrodenhalter 4.1.1 und einen Emissionseinsatz 4.1.2 umfasst, eine Düse 4.2 mit einer Düsenbohrung 4.2.1, wobei die Düse 4.2 und die Elektrode 4.1 zwischen sich eine Plasmakammer 4.7 bilden. Ein Plasmagas PG wird über eine Plasmagasführung 4.3, die das Plasmagas durch geeignet angeordnete Bohrungen in Rotation versetzt, in die Plasmakammer 4.7 geführt, wo es durch einen Plasmalichtbogen ionisiert und ein Plasmastrahl 6 (nicht dargestellt, siehe aber Figur 1) ausgebildet wird. Die Düse 4.2 wird durch eine Düsenkappe 4.4 fixiert. In dem von beiden eingeschlossenen Raum strömt ein Kühlmittel von einem Kühlmittelvorlauf WV2 zu einem Kühlmittelrücklauf WR2 und kühlt die Düse 4.2 und die Düsenkappe 4.4. Die innen hohl ausgebildete Elektrode 4.1, in die ein Kühlrohr 4.8 hineinragt, wird ebenfalls durch ein Kühlmittel gekühlt. Dieses strömt von einem Kühlmittelvorlauf WVl durch das Kühlrohr 4.8 in den Hohlraum der Elektrode 4.1 zur Elektrodenspitze hin und dann zwischen dem Kühlrohr 4.8 und der Elektrode 4.1 zu einem Kühlmittelrücklauf WR1 zurück. Als Kühlmittel wird hier destilliertes Wasser, das mit Frostschutzzusatz versehen sein kann, verwendet. Vorteilhaft ist eine Wasserumlaufkühlung (nicht dargestellt), die das Kühlmittel mittels eines Wärmetauschers (nicht gezeigt) oder einer Kältemaschine (nicht gezeigt) kühlt und über eine Pumpe (nicht gezeigt) wieder dem Plasmabrenner zuführt. Dabei können Volumenstrom und Temperatur des Kühlmittels überwacht und/oder gesteuert werden.

Das Sekundärgas SG strömt in einen Raum zwischen der Düsenkappe 4.4 und einer Düsen- schutzkappe 4.5 und wird durch eine Sekundärgasführung 4.6 durch geeignete Bohrungen in Rotation versetzt und dann dem Plasmastrahl 6 zugeführt. Das Sekundärgäs SG schützt in Kombination mit der Düsenschutzkappe 4.5 insbesondere die Düse 4.2 und die Düsenkappe 4.4 beim Einstechen in ein Werkstück 5 (siehe Figur 1) vor Beschädigung durch hochspritzendes Material.

Die Figur 19a zeigt zusätzlich schematisch die durch eine jeweilige Gasführung erzeugte Rotation des Plasmagases PG und des Sekundärgases SG.

Weitere Aspekte können sein:

dass der Strom I periodisch, d. h. mit konstanter Frequenz f schwankt;

dass die Frequenz von der Schneidspannung unabhängig ist und/oder konstant gehalten wird; dass der Strom I während des gesamten Prozesses (Pilot, Transfer (t up ,), Schneiden (ts), Stromabsenken am Schnittende (tdown)) um seinen arithmetischen Mittelwert schwankt;

dass der Strom während des Schneidens (ts), des Transfers (t up ) und/oder des Stromabsenkens (tdown) um seinen arithmetischen Mittelwert schwankt;

dass der Strom I erst nach Erreichen des zum Schneiden vorgegebenen arithmetischen Mittelwertes um diesen schwankt;

dass der Strom I erst mindestens 1 sec. nach Erreichen des zum Schneiden vorgegebenen arithmetischen Mittelwertes um diesen schwankt;

dass die mittlere Stromdichte der Fläche der Düsenbohrung 4.2.1 zwischen 30 und 150 A/mm 2 liegt;

dass die mittlere Stromdichte der Fläche der Düsenbohrung 4.2.1 zwischen 60 und 150 A/mm 2 liegt;

dass das Plasmagas PG durch eine Gasführung im Raum zwischen der Elektrode 4.1 und der Düse 4.2 in Rotation versetzt wird

dass der Volumenstrom des Plasmagases PG im Bereich von 700 1/h bis 7.000 1/h liegt

dass der Druck des Plasmagases PG im Raum zwischen der Elektrode 4.1 und der Düse 4.2 zwischen 2,5 und 8 bar liegt

dass das Plasmagas PG Sauerstoff, ein sauerstoffhaltiges Gas oder Gasgemisch ist dass das Plasmagas PG zumindest aus einem molekularen Gas, wie Sauerstoff, Stickstoff, Wasserstoff, besteht

dass das Plasmagas PG zumindest zu 30 Vol. % aus einem molekularen Gas, wie Sauerstoff, Stickstoff, Wasserstoff, besteht

dass sie über eine Wasserkühlung für den Plasmabrenner 4 verfügt.

dass sie über eine Datenbank verfügt, in der als Schneidparameter zumindest Material, Schneidstrom, Schneidgeschwindigkeit und Plasmagas definiert sind.

Elektrode 4.1 für einen Plasmabrenner 4, dass der Elektrodenhalter 4.1.1 innen hohl ist und eine Innenfläche bildet

dass die Elektrode 4.1 als Flachelektrode ausgebildet ist

- dass die Elektrode 4.1 wassergekühlt ist

- dass der Emissionseinsatz 4.1.2 einen Durchmesser von 0,9 bis 8 mm hat

dass die Düsenbohrung 4.2.1 einen Durchmesser von 0,4 bis 7 mm hat,

dass die Düse 4.2 wassergekühlt ist.

dass im Raum zwischen der Elektrode 4.1 und Düse 4.2 eine Gasführungsteil vorhanden ist dass eine Düsenschutzkappe 4.5 vorhanden ist

dass zwischen der Düsenschutzkappe 4.5 und der Düsenkappe 4.4 oder Düse 4.2 ein Gasführungsring vorhanden ist

dass der Gasführungsring das Sekundärgas SG in Rotation versetzt

Die in der vorliegenden Beschreibung, in den Zeichnungen sowie in den Ansprüchen offenbarten Merkmale der Erfindung können sowohl einzeln als auch in beliebigen Kombinationen für die Verwirklichung der Erfindung in ihren verschiedenen Ausführungsformen wesentlich sein.

Bezugszeichenliste

Plasmaschneidstromquelle

Stromquelle

Zündgerät ZG

Widerstand

Schaltkontakt

Gaskonsole

Gasflasche mit Plasmagas

Gasflasche mit Sekundärgas

Plasmabrenner

Elektrode

Emissionseinsatz

Elektrodenhalter

Düse

Düsenbohrung

Plasmagasfuhrung

Düsenkappe

Düsenschutzkappe

Sekundärgasfuhrung

Plasmakammer 4.8 Kühlrohr

5. Werkstück

6. Plasmastrahl

10.1 Kühlmittelvorlaufleitung

10.2 Kühlmittelrücklaufl eitung

10.3 Plasmagasleitung

10.4 S ekundärgasleitung

10.5 Stromleitung zur Elektrode

10.6 Stromleitung zur Düse

10.7 Stromleitung zum Werkstück

D Tastverhältnis D=ti max / T

f Frequenz

dl/dt Stromänderungsgeschwindigkeit

I Strom

I m arithmetischer Mittelwert des Schneidstroms

I s Schneidstrom

I m i n minimaler Schneidstrom

I max maximaler Schneidstrom

T Periodendauer

t m Zeit I m

timin Zeit Imin

tlmax Zeit Imax ts Schneidzeit

tpilot Zeit des Pilotlichtbogens tup S tromanstiegszeit tdown Stromabsenkzeit tl Zeit 1 (I m zu I max ) t2 Zeit 2 (I max zu I m ) t3 Zeit 3 (I m zu I min ) t4 Zeit 4 (I min zu I m )

WV1 Kühlmittelvorlauf 1

WV2 Kühlmittelvorlauf 2

WR1 Kühlmittelrücklauf 1

WR2 Kühlmittelrücklauf 2