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Title:
METHOD OF PREPARING LEATHER FOR THE ADHESIVE ATTACHMENT OF STONES
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2007/112464
Kind Code:
A1
Abstract:
To prepare leather (1) for the adhesive attachment of a stone with a flat rear side, an anchoring aid for the adhesive (8) that protrudes above the surface (2) of the leather is provided in the region of the leather (1) that is intended for the adhesive attachment of the stone (9).

Inventors:
HOFER, Bernhard (Nr. 182, Telfes, A-6165, AT)
Application Number:
AT2007/000122
Publication Date:
October 11, 2007
Filing Date:
March 13, 2007
Export Citation:
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Assignee:
D. SWAROVSKI & CO. (Swarovskistrasse 30, Wattens, A-6112, AT)
HOFER, Bernhard (Nr. 182, Telfes, A-6165, AT)
International Classes:
A44C17/04; A44C17/00
Attorney, Agent or Firm:
TORGGLER, Paul, N. et al. (Wilhelm-Greil-Strasse 16, Innsbruck, A-6020, AT)
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Claims:

Patentansprüche:

1. Verfahren zur Vorbereitung von Leder (1) für das Aufkleben von Steinen, insbesondere von facettiertem Glas mit flacher Rückseite, dadurch gekennzeichnet, dass in dem zum Aufkleben eines Steines (9) bestimmten Bereich des Leders (1) ein über die

Lederoberfläche (2) hoch stehendes Verankemngshilfsmittel für den Klebstoff (8) angebracht wird.

2. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass in dem zum Aufkleben eines Steines (9) bestimmten Bereich des Leders (1) mindestens ein Loch (4) hergestellt wird, durch das ein als Verankerungshilfsmittel dienender Faden (5) gezogen wird.

3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Faden (5) genäht wird.

4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Faden (5) gestickt wird.

5. Leder mit aufgeklebten Steinen, dadurch gekennzeichnet, dass die nach einem der Ansprüche 1 bis 4 angebrachten Verankerungshilfsmittel vom Klebstoff (8), insbesondere einem Schmelzkleber, zumindest teilweise umschlossen sind.

6. Unter Verwendung des Leders nach Anspruch 5 hergestellter Gegenstand, insbesondere in Form einer Tasche oder eines Schuhes.

Description:

Verfahren zur Vorbereitung von Leder für das Aufkleben von Steinen

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Vorbereitung von Leder für das Aufkleben von Steinen, insbesondere von facettiertem Glas mit flacher Rückseite.

Leder ist ein Naturprodukt, in dem sich mehrere Schichten miteinander verbundener Fasern unterscheiden lassen. Von der Außenseite folgt auf die porige Narbe die Papillarschicht mit normal zur Oberfläche verlaufenden Fasern, daran schließt die parallel zur Oberfläche orientierte Vertikularschicht, welche bei der Herstellung von Spaltleder geteilt wird. Im verarbeiteten Zustand befindet sich auf der Außenseite des Leders die so genannte Zurichtung, eine wasserdichte Schicht, welche dadurch zustande kommt, dass das Leder geschliffen, geprägt und mit verschiedenen chemischen Substanzen behandelt wird.

Es ist bekannt, dass die zugerichtete Narbenseite des Leders für eine Verklebung vorbereitet werden muss, da sich ein auf die Zurichtung aufgeklebtes Material samt dieser ablösen kann. Sollen zwei Lederstücke miteinander verklebt werden, wird also zunächst die Zurichtung abgeschliffen.

Es ist bereits vorgeschlagen worden (vergleiche AT 7846 U) Glassteine mit Leder zu verbinden, indem in dem zum Aufkleben eines Steines bestimmten Bereich des Leders mehrere ins Innere des Leders führende längliche Bohrungen angebracht werden, die sich beim Aufkleben der Steine, deren Rückseite mit einem Schmelzkleber versehen ist, mit dem

Klebstoff füllen. Der Klebstoff verbindet dadurch in der unmittelbaren Umgebung jedes Lochs die einzelnen Schichten und Fasern auch untereinander. Die Bohrungen vergrößern zwar die Kontaktfläche mit dem Klebstoff, schwächen aber das Leder.

Die Erfindung schlägt nun vor, dass in dem zum Aufkleben eines Steines bestimmten Bereich des Leders ein über die Lederoberfläche hoch stehendes Verankerungshilfsmittel für den Klebstoff angebracht wird.

Das Verankerungselement vergrößert die Kontaktfläche für den Klebstoff, ohne dass das Leder zu sehr geschwächt wird. Je nach Ausbildung des Verankerungselements kann dieses auch hintergreifbare Bereiche aufweisen, die der Klebstoff umfließt, sodass der Halt des Klebstoffs zum Teil auch auf einem Formschluss beruht.

Dabei kann in einer bevorzugten Ausführung die Stabilität und der Zusammenhalt des Leders erhöht werden, wenn in dem zum Aufkleben eines Steines bestimmten Bereich des Leders Löcher hergestellt werden, durch die ein als Verankerungshilfsmittel dienender Faden gezogen wird.

Unter einem Stein üblicher Größe, beispielsweise mit einem Durchmesser von 3 mm, lässt sich problemlos ein Fadenkreuz oder dergleichen anbringen, wobei der Faden genäht oder gestickt werden kann.

Sollen mehrere Steine nach einem vorbestimmten Muster aufgetragen werden, so kann die Information über dieses Muster einer Steuerungseinrichtung zugeführt werden, welche eine Näh- oder Stickmaschine an jene Stellen führt, welche später durch Steine abgedeckt werden sollen und an denen mit wenigen Stichen das Verankerungsmittel aufgebracht wird. Das Zuführen der Steine kann dann einzeln erfolgen, noch besser aber mittels einer Transferfolie, welche die mit Schmelzkleber beschichteten Steine bereits den vorbehandelten Befestigungsstellen richtig zuordnet. Die Aktivierung des Schmelzklebers kann in üblicher Weise durch Zuführung von Hitze und Druck (auch unter Verwendung von Ultraschall) erfolgen.

Weitere Einzelheiten der Erfindung werden anschließend an Hand der Zeichnung erörtert. In dieser ist

Fig. 1 ein Schnitt durch erfindungsgemäß vorbereitetes Leder, auf das ein Stein aufgeklebt ist, und Fig. 2 ein Schnitt nach der Linie H-Il.

Wie dargelegt, besteht die Erfindung in einem Verfahren zum Aufbringen von Steinen 9 auf ein Leder 1. Die Steine 9 können insbesondere aus facettiertem Glas bestehen und eine ebene Rückseite aufweisen. Diese so genannten Rosen werden derzeit in großer Zahl einzeln oder in Form von Mustern, insbesondere auf textile Unterlagen, aufgebracht. Die Verbindung von Stein und Unterlage erfolgt über einen Schmelzkleber, welcher durch Bügeln aktiviert wird.

Die Aufbringung solcher Steine 9 auf Leder ist dadurch erschwert, dass die Grundschicht des Leders 1 mit der diese nach außen begrenzenden Zurichtung 2 nicht hinreichend stark verbunden ist. Bei größeren Beanspruchungen ist es möglich, dass der Stein 9 samt der

Zurichtung von der Grundschicht abgerissen wird. Um dies zu verhindern, wird in jedem Bereich des Leders 1 , der von einem Stein 9 abgedeckt werden soll, ein Verankerungselement 5 angebracht.

Das Verankerungselement 5 weist einen oder mehrere Abschnitte auf, die oberhalb der Lederoberfläche 2 liegen und Verankerungshilfsmittel für den Klebstoff 8 bilden. Da das Verankerungselement 5 bevorzugt durch einen Faden 6 gebildet wird, kann dieser in das Leder 1 eingenäht oder eingestickt werden. Der Faden 6 verbessert dabei nicht nur die Haftung und den Halt des Klebstoffs 8, sondern verstärkt und stabilisiert gemeinsam mit einem Unterfaden 7 auch das Leder 1 selbst. Aktiviert man den an der Rückseite der Steine 9 angeordneten Schmelzkleber 8, fließt dieser, wie in Fig. 2 gezeigt, um den Faden 6 und verankert damit den Stein 9 am Faden 6, der selbst wieder im Leder 1 befestigt ist.

Welcher Art das genähte bzw. gestickte Muster ist, ist belanglos; beispielsweise ist ein Fadenkreuz an der Lederoberseite 2 ausreichend, das durch vier Löcher 4 geführt ist. Wird das Verankerungshilfsmittel maschinell hergestellt, so können auch zwei oder drei kurze

Nähte oder Stichfolgen nebeneinander gesetzt werden, die für mehrere Steine mit Hilfe einer

Steuerungseinrichtung nach einem vorbestimmten Muster auf dem Leder hergestellt werden.

Dies ist besonders dann zweckmäßig, wenn die Steine auf einer Transferfolie angeordnet zur Verfügung stehen und somit in einem einheitlichen Vorgang auf die mit den

Verankerungshilfsmitteln versehenen Bereiche des Leders aufgebracht werden können.

Anstelle des beschriebenen Fadens können auch andere Verankerungshilfsmittel vorgesehen werden, beispielsweise druckknopfartige, die sich an der Innenseite des Leders abstützen und ebenfalls vom Klebstoff umschlossen werden.