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Title:
METHOD AND PROCESS FOR PIN ENTRY IN A CONSISTENT SOFTWARE STACK IN CASH MACHINES
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/101249
Kind Code:
A2
Abstract:
The invention relates to a method for checking the consistency of a control software of a controller of an ATM, having a trustworthy domain (1) disposed within the ATM, comprising the following steps: checking the control software (2) for the consistency thereof by the trustworthy domain (1); and in the event of an inconsistency, a blocking signal is generated and used for limiting the functionality of the ATM.

Inventors:
KRUMMEL, Volker (Kardinal-Jaeger-Str. 37, Paderborn, 33098, DE)
NOLTE, Michael (Friedrich-Wilhelm-Weber Str. 15, Brakel, 33034, DE)
RUNOWSKI, Matthias (Kirchstraße 28, Salzkotte, 33154, DE)
Application Number:
EP2011/051510
Publication Date:
August 25, 2011
Filing Date:
February 03, 2011
Export Citation:
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Assignee:
WINCOR NIXDORF INTERNATIONAL GMBH (Heinz-Nixdorf-Ring 1, Paderborn, 33106, DE)
KRUMMEL, Volker (Kardinal-Jaeger-Str. 37, Paderborn, 33098, DE)
NOLTE, Michael (Friedrich-Wilhelm-Weber Str. 15, Brakel, 33034, DE)
RUNOWSKI, Matthias (Kirchstraße 28, Salzkotte, 33154, DE)
International Classes:
G06F21/00; G07F19/00
Attorney, Agent or Firm:
2K PATENTANWÄLTE BLASBERG KEWITZ & REICHEL PARTNERSCHAFT (Corneliusstraße 18, Frankfurt am Main, 60325, DE)
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Claims:
Patentansprüche

Verfahren zur Überprüfung der Konsistenz einer

Steuerungssoftware eines Steuerrechners eines SB- Automaten, mit einer vertrauenswürdigen Domäne (1), die innerhalb des SB-Automaten angeordnet ist, umfassend die Schritte :

- Überprüfen der Steuerungssoftware (2) auf deren

Konsistenz, durch die vertrauenswürdige Domäne (1)

- im Falle einer Inkonsistenz wird ein Sperrsignal erzeugt, das zur Einschränkung der Funktionalität des SB-Automaten verwendet wird.

Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei das Sperrsignal für eine Peripheriekomponente (8) erzeugt wird, um deren Funktionalität zu beschränken;

- im Falle einer Konsistenz wird ein Freigabesignal für die Peripheriekomponente (8) erzeugt, um deren volle Funktionalität zu aktivieren,

- im Falle einer Inkonsistenz wird ein Sperrsignal erzeugt, das die Funktionalität der Peripheriekomponente einschränkt .

Das Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei das Freigabesignal und/oder das Sperrsignal mit Hilfe einer Smart Card erzeugt werden, die im SB-Automaten angeordnet ist, und die vorzugsweise in einem Tresor abgelegt ist. Das Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Peripheriekomponente eine Tastatur oder eine Auszahlungseinheit ist, wie sie in einem Geldautomaten eingesetzt werden.

5. Das Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei die Tastatur eine Ablaufsteuerung aufweist, die eine Klartexteingabe nur dann erlaubt, wenn das Freigabesignal vorliegt und wobei vorzugsweise bei einem Netz- Aus und einem erneuten Start der Tastatur, diese keine Klartexteingabe erlaubt.

6. Das Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden drei Ansprüche, wobei ein optisches und/oder akustisches Signal für den Benutzer ersichtlich

ausgegeben wird, wenn eine Klartexteingabe erfolgt.

7. Das Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, wobei die vertrauenswürdige Domäne ein gehärtetes Betriebssystem ist, das parallel zur Steuerungssoftware auf dem Steuerungsrechner installiert ist, und das die Steuerungssoftware auf Konsistenz überprüft .

8. Das Verfahren nach einem oder mehreren der

vorhergehenden zwei Ansprüche, wobei in der Pre- Bootphase die Steuerungssoftware überprüft wird

und/oder wobei nach dem Booten der Steuerungssoftware ein Prozess gestartet wird, der die Konsistenz der Steuerungssoftware während des Betriebs einmalig oder zyklisch überprüft.

9. Das Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Steuerungssoftware mit einem Zertifikat ausgestattet ist, und wobei das

Zertifikat durch die Sicherheitsdomäne geprüft wird, um festzustellen, ob die Steuerungssoftware korrumpiert ist und wobei vorzugsweise die Steuerungssoftware durch eine Smart-Card überprüft wird, die in einem Tresor angeordnet ist.

10. SB-Automat umfassend:

- einen Steuerrechner, der durch eine Steuerungssoftware gesteuert wird;

- eine vertrauenswürdige Domäne (1), die innerhalb des SB-Automaten angeordnet ist, und die die Steuerungssoftware auf Konsistenz prüft, und die so ausgebildet ist, dass im Falle einer Inkonsistenz ein Sperrsignal erzeugbar ist und/oder im Falle einer Konsistenz ein Freigabesignal erzeugbar ist, das zur Einschränkung der Funktionalität des SB-Automaten verwendet wird.

11. SB-Automat nach dem vorhergehenden SB-Automat- Anspruch, umfassend eine Peripheriekomponente (8) die Mittel aufweist um das Sperrsignal zu empfangen, und die eine Ablaufsteuerung aufweist, um die Funktionalität des SB-Automaten und/oder der Peripheriekomponente zu beschränken, wobei die Ablaufsteuerung so ausgebildet ist, dass im Falle einer Konsistenz die volle

Funktionalität der Peripheriekomponente (8) aktiviert wird, und im Falle einer Inkonsistenz ein Sperrsignal erzeugt wird, das die Funktionalität der

Peripheriekomponente einschränkt .

12. SB-Automat nach dem vorhergehenden SB-Automat- Anspruch, umfassend eine Smart Card, die das

Freigabesignal und/oder das Sperrsignal verarbeiten, wobei die Smart Card vorzugsweise in einem Tresor abgelegt ist.

13. SB-Automat-nach einem oder mehreren der

vorhergehenden SB-Automat-Ansprüche, wobei die

Peripheriekomponente eine Tastatur oder ein

Auszahlungseinheit ist, wie sie in einem Geldautomaten eingesetzt werden.

14. SB-Automat-nach dem vorhergehenden SB-Automat- Anspruch, wobei die Ablaufsteuerung der Tastatur eine Klartexteingabe nur dann erlaubt, wenn das

Freigabesignal vorliegt und wobei bei einem Netz-Aus und einem erneuten Starten der Tastatur, diese keine

Klartexteingabe erlaubt, solange bis ein Freigabesignal vorliegt .

15. SB-Automat-nach einem oder mehreren der

vorhergehenden drei Ansprüche, wobei ein optischer und/oder akustischer Signalgeber für den Benutzer vorhanden ist, der aktiviert ist, wenn eine

Klartexteingabe erfolgt.

16. SB-Automat nach einem oder mehreren der

vorhergehenden Ansprüche, wobei die vertrauenswürdige Domäne ein gehärtetes Betriebssystem ist, das parallel zur Steuerungssoftware auf dem Steuerungsrechner installiert ist, und das die Steuerungssoftware auf Konsistenz überprüft.

17. SB-Automat-nach einem oder mehreren der

vorhergehenden zwei Ansprüche, wobei in der Pre- Bootphase die Steuerungssoftware überprüft wird und/ oder durch einen Prozess, der nach dem Booten der Steuerungssoftware gestartet ist, der die Konsistenz der Steuerungssoftware während des Betriebs einmalig oder zyklisch überprüft.

SB-Automat nach einem oder mehreren der

vorhergehenden SB-Automat-Ansprüche, wobei die

Steuerungssoftware mit einem Zertifikat ausgestattet ist, und wobei das Zertifikat durch die

vertrauenswürdige Domäne geprüft wird, um festzustellen, ob die Steuerungssoftware konsistent ist und wobei vorzugsweise die Steuerungssoftware durch eine Smart- Card überprüft wird, die in einem Tresor angeordnet ist.

SB-Automat-Tastatur, die eine Ablaufsteuerung aufweist, die eine Klartexteingabe und eine

verschlüsselte Tastatureingabe erlaubt,

gekennzeichnet durch einen Signaleingang und eine

Ablaufsteuerung, die eine Klartexteingabe nur dann erlaubt, wenn ein Freigabesignal am Signaleingang anliegt und wobei bei einem Netz-Aus und einem erneuten Start der Tastatur, diese keine Klartexteingabe erlaubt, solange bis ein Freigabesignal am Signaleingang anliegt.

SB-Automat-Tastatur einem oder mehreren der vorhergehenden zwei Ansprüche, wobei über einen Signalausgang ein optisches und/oder akustisches Signal für den

Benutzer ausgegeben wird, wenn eine Klartexteingabe erfolgt .

Description:
Anmelder/ in :

Wincor Mixdorf International GmbH

Heinz-Nixdorf-Ring 1

33106 Paderborn

Methode und Verfahren für PIN-Eingaben bei konsistentem

Sof ware-Stack auf Geldautomaten

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Überprüfung der Konsistenz einer Steuerungssoftware eines Steuerrechners eines SB-Automaten, mit einer vertrauenswürdigen Domäne, die innerhalb des SB-Automaten angeordnet ist.

Gebiet der Erfindung:

Zu Benutzereingaben an unbedienten Terminals, wie z.B. Geldausgabeautomaten, werden vorzugsweise Sicherheitstastaturen verwendet. Sicherheitstastaturen sind Peripheriegeräte bestehend aus einem Prozessor, Speicher, Kommunikationseinrichtung, Sicherheitsschaltung - und Software (Firmware). Diese Tastaturen sind in einem Geldautomaten mit einem Steuerrechner, z.B. handelsüblicher PC mit Anzeigeeinheit über eine Standardschnittstelle,- z.B. USB, RS232, verbunden. Die Sicherheitstastaturen haben folgende grundsätzliche Aufgaben

1. Eingaben der Geheimzahl (PIN) eines Bankkunden

2. Eingaben sonstiger numerischer Werte (z.B.

Betragseingaben )

3. Schutz der eingegebenen und gespeicherten PIN

. Ausführung kryptogr aphischer Funktionen Für die Eingabe der PIN werden diese Tastaturen von der Software, die auf einem Steuerrechner abläuft, in einen "Sicherheits-Modus" geschaltet. Dieser Modus bewirkt, dass Codes der Zifferntasten im Sicherheitsspeicher gespeichert werden und ein definierter Ersetzungscode pro Tastendruck an den Steuerrechner gemeldet wird. Im Umkehrschluss wird im "Klartext-Modus" der Zifferncode bei einem Tastendruck an den Steuerrechner gemeldet.

Diese Kombination von Klartext- und Sicherheits- Modus ist eine bekannte potentielle Schwachstelle, die zum Ausspionieren der PIN genutzt werden konnte. Zum Beispiel könnte eine schadhafte Software auf dem Steuerrechner einem Benutzer die Aufforderung zur PIN- Eingabe geben. In diesem Fall würde die Tastatur nicht in den Sicherheits- Modus geschaltet und die übermittelten Klartext- Codes, die die PIN repräsentieren, durch die schadhafte Software gesammelt werden .

Grundsätzlich ist es denkbar, die Verschlüsselung der Tastatur dauerhaft vorzunehmen, jedoch gibt es aufgrund der Anforderung der Betreiber die Möglichkeit der Klartextübertragung. So wird die Verschlüsselung immer dann genutzt, wenn PINs übertragen werden. Wird jedoch der Betrag der Transaktion angefordert, wird eine Anwendung des Betreibers /der Bank genutzt, die auf den SB-Automaten aufspielbar ist, so wird der Betrag im Klartext übertragen. Eine Tastatur wie sie bei der vorliegenden Erfindung eingesetzt wird, besteht im wesentlichen aus einer Firmware, die einerseits ein Betriebsprogramm aufweist, dass die Basis- Ein- und Ausgabe vornimmt, und andererseits eine Ablaufsteuerung, die dafür verantwortlich ist, die Tastatur in den richtigen Modus umzuschalten. In dem SB-Automat arbeitet ein Steuerrechner, der in einer möglichen Ausführungsform als Personal-Computer ausgebildet ist, beziehungsweise entsprechende Komponenten verwendet. Auf diesem läuft eine Steuerungssoftware, die mit der Tastatur kommuniziert. Die Steuerungssoftware arbeitet über das Basis- Ein- und Ausgabe-System (auch Betriebsprogramm) zusammen, wohingegen die Ablaufsteuerung den Zustand der Tastatur in Abhängigkeit von anderen Parametern bestimmt.

Die Konsistenz des Steuerrechners bzw. dessen Steuerungssoftware erfolgt innerhalb einer Sicherheitsdomäne. Hierbei ist zu beachten, dass die Steuerung moderner Geldautomaten dem "Stand der Technik" nach durch handelsübliche PCs erfolgt, ausgestattet z.B. mit einem Windows Betriebssystem und Peripheriegeräten die über Standard-Schnittstellen wie USB (Universal Serial Bus) oder RS232 (Serial Interface) zur Kommunikation mit dem PC verbunden sind. Bedingt durch den hohen Standardisierungsgrad entstehen potentielle Schwachstellen die zur Infiltrierung mit schadhafter Software genutzt werden können. Als Beispiel sei an dieser Stelle das Einschleusen einer schadhaften Software mittels USB-Memory-Stick durch einen Service- Techniker genannt.

Verschiedene Anwendungs- Szenarien mittels schadhafter Software sind bekannt und können als "Stand der Technik" betrachtet werden.

Dem "Stand der Technik" entsprechende Schutzmechanismen für Windows basierende PCs haben für den Einsatz auf Geldautomaten Nachteile. Schutzmechanismen sind z.B. Virenscanner oder solche die die Integrität von Software Modulen messen (Integrity Client) . Die Schwachstelle hierbei ist jedoch das gemeinsame Betriebssystem.

Der Schutzmechanismus der die Steuersoftware des Geldautomaten schützen soll, läuft unter demselben, mit potentiellen Schwachstellen behafteten Betriebssystem. Der Mechanismus ist durch einen Techniker, der mit entsprechenden Rechten ausgestattet ist, abschaltbar.

Ferner ist ein schlechtes Laufzeitverhalten gegeben. Signatur basierende Systeme haben ungewollten Einfluss auf Transaktionszeiten der Geldautomaten- Anwendung. Die Wartezeit auf eine Auszahlung erhöht sich, da permanent die gesamte Software des Steuerrechners geprüft werden muss. Werden Signaturprüfungen in der Einschaltphase durchgeführt, so verlängert sich diese Phase signifikant in einen unakzeptablen Bereich.

Alle auf einem Windows basierenden PC ablauffähigen Programme müssen von dem Schutzmechanismus erfasst werden. Zum Beispiel darf es einem Programm nicht möglich sein, durch einen "Buffer Overflow", Code zu injizieren. Dieses bedeutet, dass mindestens alle bekannten Programme geprüft werden müssen. Für die Software des Geldautomaten ist es wichtig, dass auch nicht ausführbare Dateien, z.B. Bilddateien, geprüft werden müssen. Zum Beispiel werden vielfach Bildschirmaufforderungen (PIN-Eingabeaufforderung) in einer Bilddatei abgelegt. Durch die Vielzahl unterschiedlicher Programme und Dateien von verschiedenen Herausgebern sind zentrale Lösungen fast unvermeidbar. Diese Lösungen erlauben weniger Flexibilität im Software Change Management für den Hersteller der Geldautomaten Software.

Der Einsatz von Virenscannern stellt einen weiteren Nachteil dar, da eine zentrale Funktion zur Verteilung der Signaturen benötigt wird, und diese kann speziell für den Geldautomaten entwickelte Schadsoftware nicht erkennen.

Weitere Schutzmaßnahmen können durch einen Integrity- Client, erreicht v/erden. Dieser bildet zwar einen sehr guten Schutz zur Laufzeit, bietet jedoch keinen Schutz im ausgeschalteten Zustand . Als eine weitere Alternative kann eine Festpiattenver- Schlüsselung betrachtet werden, diese schützt das System im ausgeschalteten Zustand, kann jedoch nicht die Konsistenz der Software prüfen.

Überblick über die Erfindung:

Ziel dieser Erfindung ist es, die Möglichkeit einer Klartexteingabe so zu beschränken, dass diese nur dann möglich ist, wenn die Steuersoftware konsistent ist. Hierfür ist es in einem ersten Schritt notwendig die Konsistenz der Software zu prüfen. Eine weitere Option ist es, dem Benutzer einen Hinweis auf die Konsistenz der Software des Steuerrechners des SB-Automaten zu geben, indem eine LED die Konsistenz der Steuerungssoftware signalisiert. Es ist auch denkbar, dass die Tastatur über Relais das System abschaltet bzw. die Tastatur deaktiviert wird. Noch eine weitere Aufgabe ist die Überprüfung der Konsistenz der Software des Steuerrechners .

Gelöst werden die Aufgaben durch eine Erfindung mit den Merkmalen der unabhängigen Ansprüche. Die Unteransprüche stellen vorteilhafte Ausgestaltungen dar.

Bei dem erfinderischen Verfahren zur Überprüfung der Konsistenz einer Steuerungssoftware eines Steuerrechners eines SB-Automaten, bei dem es sich in einer möglichen Ausführungsform um einen Geldautomaten handelt, wird eine vertrauenswürdige Domäne eingesetzt, die innerhalb des SB- Automaten angeordnet ist.

In einer möglichen Aus führungsform handelt es sich bei der sicheren Domäne, um ein zusätzliches Betriebssystem, das entweder auf einer eigenen Hardware läuft, wie zum Beispiel als ProzessorSteckkarte im Steuerrechner des SB-Automaten, oder als integriertes Betriebssystem, das vor dem Starten der Steuerungssoftware ausgeführt wird. Es ist auch denkbar einen virtuellen Rechner auf dem Steuerungsrechner zu betreiben, der die sichere Domäne darstellt. Dabei muss jedoch der Virtualisierungs-Host möglichst hardwarebasiert sein, damit ein Unterschieben von schadhaftem Code vermieden wird. So kann z.B. die sichere Domäne auf einem gesicherten Speicherbereich abgelegt sein, wie zum Beispiel einer Smartcard oder Krypto-Card, die beim Booten zuerst aufgerufen wird, um dann eine Überprüfung der Festplatte beziehungsweise des Datenträgers des Steuerrechners durchzuführen. Die Freigabe der Informationen der Smartcard oder Krypto-Card kann entweder durch einen Servicetechniker erfolgen, wenn der SB-Automat bootet, oder auf der Basis der Hardwareerkennung beziehungsweise der Seriennummern des Steuerrechners.

Die sichere Domäne überprüft die Steuerungssoftware auf deren Konsistenz, und im Falle einer Inkonsistenz wird ein Sperrsignal erzeugt, das zur Einschränkung der Funktionalität des SB-Automaten verwendet wird. Die Überprüfung der Konsistenz kann durch Signaturen und/oder Hashwerte erfolgen, die die sichere Domäne verwaltet. Die Verwaltung kann ebenfalls über einen gesicherten/verschlüsselten Bereich der Smart-Card erfolgen. Die Smart-Card kann z.B. im Tresor abgelegt sein.

Um die Belastung gerade beim Start des Systems zu verringern, werden dabei nicht alle Dateibereiche beziehungsweise nicht der vollständige Datenträger des Steuerrechners überprüft, sondern lediglich relevante Bereich. Es ist auch denkbar, dass lediglich die Dateien überprüft werden, die ein bestimmtes Veränderungsdatum aufweisen oder die gerade erst verändert wurde. Eine Selektion der überprüfenden Dateien beziehungsweise Informationen ist möglich. Es ist ebenfalls möglich, dass die sichere Domäne mit neuen Informationen beziehungsweise neuen Hashs, Signaturen versehen wird, falls ein Update der Steuerungssoftware erfolgt ist. Die Bereitstellung von solchen Informationen kann auf unterschiedlichen Wegen erfolgen.

Die sichere Domäne erzeugt ein Sperrsignal für eine Peripheriekomponente, um deren Funktionalität zu beschränken. Dieses Sperrsignal kann ein gesicherter Software-Flag sein, der mit einer Signatur versehen ist, damit die Herkunft bestimmt werden kann, oder über eine dezidierte Leitung erfolgen. Im Falle einer Konsistenz wird ein Freigabesignal für die Peripheriekomponente erzeugt, um deren volle Funktionalität zu aktivieren. Im Falle einer Inkonsistenz wird ein Sperrsignal erzeugt, das die Funktionalität der Peripheriekomponente einschränkt .

Die entsprechende Signatur oder Verschlüsselung der Signale kann mit Hilfe einer Smart Card erzeugt werden, die im SB- Automaten angeordnet ist, und die vorzugsweise in einem Tresor abgelegt ist. Durch die physikalische Anordnung der Smartcard im Tresor des Geldautomaten wird ein unberechtigter Zugriff auf die Smartcard und deren Manipulation erschwert.

In einer möglichen Ausführungsform ist die Peripheriekomponente eine Tastatur oder eine Aus zahlungseinheit , wie sie in Geldautoma en eingesetzt werden. Im Folgenden wird ein möglicher Ablauf in Bezug auf eine Tastatur beschrieben. Es versteht sich, dass ähnliche oder identische Abläufe auch für andere Komponenten des SB Automaten möglich sind. Das folgende Beispiel stellt somit keine Beschränkung dar.

So weist die Tastatur eine Ablaufsteuerung auf, die eine Klartexteingabe nur dann erlaubt, wenn das Freigabesignal vorliegt. Damit die Tastatur auch bei einem Neustart in einer definierten Zustand ist, setzt sich die Tastatur bei einem Netzstromaus in einen Modus, der keine Klartexteingabe erlaubt .

Zusätzlich wird dem Benutzer angezeigt, dass eine Eingabe in einem Klartextmodus erfolgt. Hierbei kann z.B. auf dem Gerät eine Leuchte vorgesehen seien, die neben der Tastatur oder im Bereich der Tastatur angeordnet ist, und die dem Benutzer zeigt, dass nun unverschlüsselt Daten übermittelt werden. Hierdurch kann bei einem möglichen Angriff auf das Gerät der Benutzer selber erkennen, dass er einen möglichen PIN unverschlüsselt eingibt, was auf eine Inkonsistenz des Automaten hinweist. Es ist auch denkbar, dass bei einem Hinweis auf eine Inkonsistenz und der Übermittlung eines entsprechenden Signals, die Tastatur über eine weitere Schnittstelle, zum Beispiel zum Netzteil, das gesamte System runterfährt .

Es gibt grundsätzlich mehrere zeitliche Ansätze, die eine Überprüfung der Steuerungssoftware durch die sichere Domäne verfolgen.

In einer ersten Phase wird vor dem Starten der Steuerungssoftware, z.B. in der Pre-Bootphase die Steuerungssoftware auf dem Datenträger überprüft. Nur wenn die Überprüfung erfolgreich ist, wird der Boot-Prozess fortgeführt

UÜC! d ί Θ St ΘUΘ Z~U iQ S Ξ O f t W3 G

In der zweiten Phase wird nach dem Booten der Steuerungssoftware ein Prozess gestartet, der die Konsistenz der Steuerungssoftware während des Betriebs einmalig oder zyklisch überprüft. Dieser Prozess kann innerhalb der Steuerungssoftware angeordnet sein, z.B. ein Dienst im Windows-Betriebssystem, oder ein Prozess, der auf einem Parallelen-Betriebssystem arbeitet .

Ein weiterer Teil der Erfindung ist der SB-Automat, dieser urnfasst einen Steuerrechner, der durch eine Steuerunqssoft- ware gesteuert wird. Hierbei kann es sich z.B. um einen herkömmlichen PC-Handeln, der über serielle Schnittstellen mit externen Komponenten verbunden ist. Innerhalb des PCs ist eine vertrauenswürdige Domäne als Hardware, Software oder einer Kombination davon ausgebildet. Wie bereits oben ausgeführt prüft die sichere Domäne die Steuerungssoftware auf Konsistenz. Im Falle einer Inkonsistenz wird an eine Peripheriekomponente über eine dezidierte Verbindung oder über einen gemeinsamen Arbeitsspeicherbereich ein Sperrsignal übertragen. Die Komponente weist eine Ablaufsteuerung auf, die die Funktionalität des SB-Automaten und/oder der Peripheriekomponente beschränkt .

Ein weiterer Teil der Erfindung ist eine SB-Automat-Tastatur, die eine Ablaufsteuerung aufweist, die eine Klartexteingabe und eine verschlüsselte Tastatureingabe erlaubt. Hierbei ist ein Signaleingang gegeben, der logisch oder physikalisch aufgebaut sein kann, wobei eine Ablaufsteuerung, eine Klartexteingabe nur dann erlaubt, wenn ein Freigabesignal am Signaleingang anliegt. Bei einem logischen Signaleingang wird ein verschlüsselter Wert oder ein signierter Wert über den Standardkommunikationskanal übertragen, wie USB, RS232 etc. Bei einem physikalischen Signaleingang erfolgt die Übergabe über einen anderen Kanal .

Figurenbeschreibung :

Im Folgenden wird auf die Figuren eingegangen, die kurz beschrieben werden, und worauf sich die folgende Beschreibung von möglichen Ausführungsbeispielen bezieht. j 0/21

Figur 1 zeigt einen SB-Automaten mit einer Steuerungssoftware und einer sicheren Domäne, die mit einem externen -Gerät verbunden ist;

Figur 2 zeigt einen Zustandsautomat einer Chipkarte, die die Checksummen der Steuerungssoftware verwaltet;

Figur 3 zeigt einen SB-Automaten mit einer Tastatur, die eine Ablaufsteuerung aufweist;

Figur 4 zeigt einen Zustandsautomat der Ablaufsteuerung. Beschreibung einer möglichen Ausführungsform:

Die grundsätzliche Idee liegt darin eine vertrauenswürdige Domäne 1 auf dem Steuerrechner des PCs zu schaffen, wie in Figur 1 gezeigt wird. Diese hat die Aufgabe die Steuerungssoftware 2, die ausschließlich für den reibungslosen Betrieb eines Geldautomaten zuständig ist, auf dessen Konsistenz zu prüfen. Im Falle, dass eine Konsistenz oder Inkonsistenz festgestellt ist, wird ein Sperr- oder Freigabesignal für eine Peripheriekomponente 8 erzeugt. Beispielsweise kann das Signal zur Freischaltung der Tastatur, oder zum Sperren des Aus Zahlcontrollers und damit verbunden der Geldausgabe o.a. genutzt werden. Das Freischalt- oder Sperrsignal wird bevorzugt durch eine Smart Card erzeugt, die manipulationssicher im Tresor des Geldautomaten untergebracht ist. Kennzeichnend für die Lösung ist eine stufenweise Prüfung auf Integrität während einer Pre-Bootphase und der eigentlichen Betriebsphase. Durch die abgestufte Prüfung soll eine erhöhte Performanz erreicht werden.

Auf dem Steuerrechner 100 wird zum eigentlichen Windows Betriebssystem 6 ein weiteres speziell gehärtetes Betriebs- System auf Unix Basis 4 installiert. Unter Härten versteht man in der Computertechnik, die Sicherheit eines Systems zu erhöhen, indem nur declizierte Software eingesetzt wird, die für den Betrieb des Systems notwendig ist und deren unter Sicherheitsaspekten korrekter Ablauf garantiert werden kann. Das System soll dadurch besser vor externen Angriffen geschützt sein. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik bezeichnet als Härten in der IT- Sicherheit „[...] die Entfernung aller Softwarebestandteile und Funktionen, die zur Erfüllung der vorgesehenen Aufgabe durch das Programm nicht zwingend notwendig sind. "[2] .

Ziel ist es, ein System zu schaffen, das von vielen, auch weniger vertrauenswürdigen Personen benutzt werden kann. Beispielsweise gibt es für Gentoo Linux das hardened-Projekt , das eine Kernel-Version sowie weitere Systemdienste zusammenstellt, mit denen ein sicheres Linux-System auch für fremde Nutzer bereitgestellt werden kann. Andere Betriebssysteme sind denkbar. Die Idee hinter dieser Lösung ist, in einem ersten Schritt in einer Pre-Bootphase, wenige Dateien die für das Verhalten der Domäne 1 verantwortlich sind, zu prüfen. Diese Dateien stellen dann einen Prozess dar, der gestartet wird, wenn Windows gestartet wurde. Besonders vorteilhaft ist die Überprüfung durch eine Schadsoftware- resistente Instanz. Zusätzlich kann diese erste Instanz auch mit Mechanismen des Trustcd Computing Konzeptes überprüft werden. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Pre-Bootphase beschleunigt wird da nur wenige Dateien geprüft werden. Die Boot- Reihenfolge wird z.B. durch einen Standard Boot- Lader 3 gesteuert, kann auch vom Bios des Rechners vorgegeben werden. Letzterer wird nach dem Netz- Ein 10 das Unix basierende System laden. In einem Initialisierungsprozess 19 wird ein Dämon 5 gestartet, der anhand einer Liste 110 alle der Domäne 1 zugeordneten Dateien auf deren Konsistenz 50 überprüft 12. Im Fall der positiven Überprüfung wird ein Signal 21 für den Boot- Lader gesetzt; aufgrund dessen in einem zweiten Schritt das Windows Betriebssystem gestartet wird 13. Im Fall der Inkonsistenz wird der Bootvorgang abgebrochen.

Nach der zweiten Bootphase werden durch das Windows Bet iebssystem bestimmte Services gestartet. Ein Service 20 startet ein Checksummenprogramm 7, welches die Konsistenz der Steuerungssoftware 2 prüft. Die Prüfung kann einmalig vor der eigentlichen Betriebsphase des Geldautomaten erfolgt sein und dann zyklisch in der Betriebsphase erfolgen. Oder eine Prüfung erfolgt ausschließlich in der Betriebsphase. Bei letzteren ist es vorteilhaft das bei festgestellter Inkonsistenz der Betrieb einer Komponente eingeschränkt oder sogar abgeschaltet wird. Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Steuerungssoftware mit einem Zertifikat ausgestattet ist. Das Zertifikat kann gegen einen Schlüssel geprüft werden, der in der Sicherheitsdomäne 1 abgelegt ist. Optional können auch hier Mechanismen des Trusted Computing Konzeptes genutzt werden, bei dem ein entsprechender CryptoChip auf dem Motherboard des Rechners angeordnet ist.

Vorteilhafter ist eine Überprüfung durch eine Smart Card 9 die im Tresor des Geldautomaten untergebracht ist. Die Smart Card verfügt über einen Schutzmechanismus, der gegen das Wiede einspie1en von alten Prüfsummen schützt 15, siehe Ausführungsbeispiel (Fig. 2). Des Weiteren verfügt die Smart Card über einen Mechanismus der ein Signal bei positiver oder negativer Zertifikatsprüfung erzeugt. Weiterhin besitzt die Karte ein Geheimnis das sie mit einer Peripheriekomponente 8 teilt, ein weiteres das sie mit dem Checksummenprogramm 7 teilt. Über diese Geheimnisse können verschlüsselte Sicherheitsprotokolle 15, 16 realisiert werden. Bei inkonsistenter Steuerungssoftware kann das Signal zum Abschalten der z.B. PIN-Eingabetastatur genutzt werden. Es ist auch denkbar, den gesamten Automaten herunter zufahren oder andere Komponenten abzuschalten.

Anhand der Fig. 2 wird ein Ausführungsbeispiel gezeigt. Es muss verhindert werden, dass ungültige Prüfsummen in das System eingebracht werden. Von einem Unbefugten erzeugte Prüfsummen werden im System aufgrund von

Äuthentisierungsmechanismen wie z.B. digitalen Signaturen erkannt und dann abgewiesen. Das Einspielen alter Signaturstände wird durch geeignete Metadaten wie z.B. aufsteigende Seriennummern erkannt.

Diese werden beispielsweise von der Chipkarte erzeugt, gespeichert und kontrolliert. Hier können Verfahren aus dem Stand der Technik genutzt werden (Challenge- ResponseVerfahren) .

Die Authentisierungsprüfung der Prüfsumme (n) wird durch die Chipkarte unterstützt bzw. abgesichert. Derartige Maßnahmen verhindern also das Einspielen manipulierter Prüfsummendaten, das Manipulieren bzw. Wiedereinspielen einzelner Prüfsummen, sowie das Manipulieren bzw. Wiedereinspielen ganzer Sätze von Prüfsummen für das gesamte System.

Der hier beispielhaft skizzierte Zustandsautomat einer Chipkarte verhindert das erneute Einspielen von Checksummen und damit verbunden ein erneutes Erzeugen eines Freigabeoder Sperrsignales. Nach dem Einschalten, Zustand 500, wird ein interner Zahler erhöht und persistent gespeichert. Zustand 501, die Karte wartet auf die Authentisierung des Checksummenprogramms (7(A ! ))- Zustand 502, bei positiver Authentisierung ist die Instanz authentifiziert und die Zertifikatsprüfung kann ausgeführt werden. Zustand 503, es liegt eine negative Zertifikatsprüfung vor.

Im Zustand 505 liegt eine positive Zertifikatsprüfung vor, es wird eine Checksummeninformation aus dem Zertifikat entnommen und zwischengespeichert.

Die Karte gibt den aktuellen Zahlerstand frei, dieser wird von 7 zur folgenden Prüfung der Checksummen an die Karte zurückgegeben. Zustand 507, die Karte wartet auf die Prüfsumme (n) / Zahlerstand die 7 ermittelt hat.

Zustand 508, nach positiver Prüfung der Informationen i, CI und CS1 ... n wird eine Freigabe oder Sperrinformation (S2) erzeugt und auf die Authentisierung der Instanz (8(A")) gewartet .

Zustand 506, bei positiver Authentisierung ist die Instanz authentifiziert und es kann das Signal S2 abgefragt werden. Zustand 504, in diesem Zustand ist das Signal S2 gelöscht und der Zählerstand wird automatisch erhöht.

In der Fig. 3 wird nochmal auf die Kombination des SB- Automaten und der Tastatur eingegangen. Die Sicherheitstastatur 203 besitzt neben dem Betriebsprogramm 205 eine Ablaufsteuerung 204, die ein Signal Sl 206 für das Betriebsprogramm setzt. Erkennt das Betriebsprogramm das Sl gesetzt ist, so wird die Klartexteingabe zugelassen. Zusätzlich kann durch das gesetzte Signal Sl 206 z.B. eine LED 208 für den Endbenutzer eingeschaltet werden und damit ein konsistentes Steuerungsprogramm signalisieren. Das Signal wird nur dann gesetzt, wenn eine Sicherheits- Domäne 201 die Integrität einer Anwendung 202 auf dem Steuerrechner 207 geprüft hat und ein Signal S2 209 an die Ablaufsteuerung 204 sendet. Bei einem Netz-Aus und Netz-Ein fällt das Signal Sl 206 zurück. Durch letzteres soll gewährleistet werden das das Betriebsprogramm der Tastatur immer nach dem Einschalten die Klartexteingabe unterbindet. Das Signal S2 209 wird vorzugsweise in ein Sicherheitsprotokoll eingebettet, um sogenannte "Replay-Attacken" zu verhindern. Das

Sicherheitsprotokoll kann dem Stand der Technik entnommen werden .