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Title:
METHOD FOR PROCESSING ANIMALS FOR SLAUGHTER AND FOR MARKING ANIMALS FOR SLAUGHTER
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/115504
Kind Code:
A1
Abstract:
The present invention comprises a method for processing animals for slaughter, the method having the following steps: providing a stunned or dead animal for slaughter, the body of which has at least one marking, and cleaning and dehairing the body, wherein the at least one marking has been made by means of a radiation source for electromagnetic radiation, which emits electromagnetic radiation at a wavelength of more than 1 μm, wherein an absorption coefficient of the electromagnetic radiation in water is at least 102 1/m and at most 105 1/m, and the at least one marking is designed such that it is legible after the cleaning and dehairing of the body.

Inventors:
NOWAK, Bernhard (30659 Hannover, 30659, DE)
RIPKEN, Tammo (31515 Wunstorf, 31515, DE)
MEYER, Heiko (In den Bülten 21, Isernhagen, 30916, DE)
Application Number:
EP2018/084300
Publication Date:
June 20, 2019
Filing Date:
December 11, 2018
Export Citation:
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Assignee:
LASER ZENTRUM HANNOVER E.V. (Hollerithallee 8, Hannover, 30419, DE)
NOWAK, Bernhard (30659 Hannover, 30659, DE)
International Classes:
A22C17/10; A01K11/00
Domestic Patent References:
WO2006091981A22006-08-31
WO2001005238A12001-01-25
Foreign References:
NL9401841A1996-06-03
US3916143A1975-10-28
US3916143A1975-10-28
Attorney, Agent or Firm:
GRAMM, LINS & PARTNER PATENT- UND RECHTSANWÄLTE PARTGMBB (Theodor-Heuss-Straße 1, Braunschweig, 38122, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Verfahren zum Verarbeiten von Schlachtvieh, wobei das Verfahren die fol- genden Schritte aufweist:

- Bereitstellen eines betäubten oder toten Schlachtviehs, dessen Körper wenigstens eine Markierung aufweist, und

- Reinigen und Enthaaren des Körpers,

dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Markierung mittels ei- ner Strahlungsquelle für elektromagnetische Strahlung hergestellt wurde, die elektromagnetische Strahlung einer Wellenlänge von mehr als 1 pm aussen- det, wobei ein Absorptionskoeffizient der elektromagnetischen Strahlung in Wasser wenigstens 102 1/m und höchstens 105 1/m ist, wobei die wenigs- tens eine Markierung derart ausgestaltet ist, dass sie nach dem Reinigen und Enthaaren des Körpers lesbar ist.

2. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Absorptions- koeffizient der elektromagnetischen Strahlung in Wasser wenigstens 103 1/m, bevorzugt wenigsten 8*103 1/m und/oder höchstens 5*104 1/m, bevor- zugt höchstens 3*104 1/m ist.

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Be- reitstellen des Schlachtviehs folgende Schritte aufweist:

- Betäuben des Schlachtviehs,

- Entbluten des Schlachtviehs und

- Markieren des Schlachtviehs,

wobei das Markieren des Schlachtviehs vorzugsweise nach dem Betäuben und vor dem Entbluten des Schlachtviehs stattfindet.

4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Markieren des Schlachtviehs mit einer Markierungsvorrichtung geschieht, die die Strah- lungsquelle beinhaltet und vorzugsweise wenigstens ein Kontaktelement auf- weist, das auf eine zu markierende Stelle des Schlachtviehs aufgesetzt wird.

5. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeich- net, dass die wenigstens eine Markierung zumindest auch eine reliefartige Veränderung der Oberfläche des Körpers, insbesondere wenigstens eine Vertiefung, beinhaltet.

6. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeich- net, dass die wenigstens eine Markierung zumindest auch eine Schwärzung aufweist. 7. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeich- net, dass die wenigstens eine Markierung eine Tiefe von wenigstens 1 mm von der Oberfläche des Körpers aufweist.

8. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeich- net, dass das Reinigen und Enthaaren des Körpers in einer Reinigungstrom- mel erfolgt, in der bevorzugt mehrere Körper gleichzeitig gereinigt und ent- haart werden.

9. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeich- net, dass die Strahlungsquelle ein Laser ist.

10. Verfahren zum Markieren eines Körpers eines Schlachtviehs, wobei bei dem Verfahren eine Markierung mittels einer Strahlungsquelle für elektromagneti- sche Strahlung hergestellt wird, die elektromagnetische Strahlung mit einer Wellenlänge von mehr als 1 pm aussendet, wobei ein Absorptionskoeffizient der elektromagnetischen Strahlung in Wasser wenigsten 102 1/m und höchs- ten 105 1/m ist, wobei eine zu markierende Stelle des Körper mit elektromag- netischer Strahlung der Strahlungsquelle bestrahlt wird.

11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Absorpti- onskoeffizient der elektromagnetischen Strahlung in Wasser wenigstens 103 1/m, bevorzugt wenigsten 8*103 1/m und/oder höchstens 5*104 1/m, be- vorzugt höchstens 3*104 1/m ist.

12. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11 , dadurch gekennzeichnet, dass das Schlachtvieh beim Markieren lebt.

Description:
Verfahren zum Bearbeiten von Schlachtvieh und zum Markieren von

Schlachtvieh

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Verarbeiten von Schlachtvieh, wobei das Verfahren die folgenden Schritte aufweist: Bereitstellen eines betäubten oder toten Schlachtviehs, dessen Körper wenigstens eine Markierung aufweist, und Reinigen und Enthaaren des Körpers.

Das Schlachten von Schlachtvieh erfolgt heute häufig in großen Schlachthöfen, in denen eine Vielzahl von Tieren in kurzer Zeit getötet und verarbeitet wird. Es ist wichtig, möglichst lange im Verarbeitungsprozess des Schlachtviehs nachverfol- gen zu können, zu welchem Tier der jeweilige Körper oder Körperteil, der verarbei- tet wird, gehört. Dies ist beispielsweise wichtig, um Gesundheitsvorschriften und Verbraucherschutzvorschriften einhalten zu können, um beispielsweise nach der Verarbeitung des Schlachtviehs beispielsweise Fleischstücke bestimmten Tieren und damit beispielsweise auch bestimmten Zuchtbetrieben zuordnen zu können. Auf diese Weise lassen sich zu einem späteren Zeitpunkt nach oder während der Verarbeitung kranke Tiere und deren Teile identifizieren und beispielsweise aus der Verarbeitungskette entfernen. Aber auch für wirtschaftliche und abrechnungs- technische Anforderungen kann es wichtig sein, im Laufe der Verarbeitung des Schlachtviehs diese jeweiligen Körperteile des Schlachtviehs einem bestimmten Tier zuordnen zu können.

Aus dem Stand der Technik sind daher unterschiedliche Methoden bekannt, Tiere zu markieren. Dabei werden Tiere beispielsweise mit einem Brandzeichen verse- hen. Dabei wird in das Gewebe des Körpers Hitze und dadurch eine Koagulation induziert, wodurch sich Narben bilden, die erkennbar bleiben. Nachteilig ist jedoch, dass sich eine durch ein Brandzeichen hervorgerufene Markierung, die heute bei spielsweise auch durch einen Laser hervorgerufen werden kann, nur eine relativ oberflächliche Markierung des Tierkörpers darstellt. Die Eindringtiefe ist oftmals sehr gering. In modernen Schlachthöfen, in denen eine industrielle Verarbeitung von Schlachtvieh durchgeführt wird, erfolgt das Reinigen und Enthaaren der jewei- ligen Körper auf nicht besonders schonende Weise. So können Haare oder Bors- ten abgeschabt oder abgeflämmt werden oder mehrere Körper von Schlachtvieh werden in eine Reinigungstrommel gegeben, die in Rotation versetzt wird. Die Körper schlagen und reiben aneinander, während die Trommel rotiert, und gleiten und schaben zudem an der Innenwand der Trommel entlang. Dadurch werden die Körper gereinigt und enthaart. Dabei kann es jedoch auch zu großflächigeren Hautabschürfungen am Tierkörper kommen, wodurch gegebenenfalls vorhandene Brandzeichen vollständig entfernt oder zumindest nicht mehr lesbar wären.

Eine alternative Methode ein Schlachtvieh zu kennzeichnen besteht darin, bei spielsweise in das Ohr des Tieres ein Kennzeichen, beispielsweise einen Chip o- der Plastikschild einzuprägen. Werden mehrere Tiere, die auf diese Weise ge- kennzeichnet sind, in einer Reinigungstrommel gereinigt und enthaart, besteht die Gefahr, dass dabei die entsprechenden Körperteile, insbesondere Ohren, vom Rest des Körpers getrennt werden, so dass eine Markierung nicht mehr dem Tier- körper zugeordnet werden kann.

Aus der US 3,916,143 ist das Markieren von Tieren mittels eines Lasers bekannt, wobei Haare oder die Haut des Tiers in der bestrahlten Region depigmentiert und irreversibel gekennzeichnet wird. Es handelt sich um Brandzeichen. Die WO 01/05238 A1 beschreibt ein Verfahren, mit dem zweidimensional Muster und Ko- dierungen in die Oberfläche des Tierkörpers eingebrannt oder eingebracht werden können, wodurch zusätzliche Informationen kodiert werden können.

Bei all diesen Verfahren ist jedoch nachteilig, dass nicht sichergestellt werden kann, dass die eingebrachte Markierung die Verfahrensschritte des Enthaarens und Reinigens, die auf wenig schonende Weise durchgeführt werden, unbescha- det übersteht. Dies hat zur Folge, dass gegebenenfalls eine Zuordnung von Tier- körpern oder Tierkörperteilen zu eingelieferten Tieren und damit zu Zuchtbetrieben nicht mehr vollständig möglich ist. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diese Nachteile zu beheben oder zu- mindest abzumildern.

Die Erfindung löst die gestellt Aufgabe durch ein Verfahren gemäß dem Oberbe- griff des Anspruches 1 , das sich dadurch auszeichnet, dass die wenigstens eine Markierung mittels einer Strahlungsquelle für elektromagnetische Strahlung herge- stellt wurde, die elektromagnetische Strahlung einer Wellenlänge von mehr als 1 qm aussendet, wobei ein Absorptionskoeffizient der elektromagnetischen Strah- lung in Wasser wenigstens 10 2 1/m und höchstens 10 5 1/m ist, wobei die wenigs- tens eine Markierung derart ausgestaltet ist, dass sie nach dem Reinigen und Ent- haaren des Körpers lesbar ist.

Eine Markierung ist im Sinne der vorliegenden Erfindung lesbar, wenn die in ihr enthaltenden Informationen auch nach dem Reinigen und Enthaaren des Körpers ausgelesen und wieder gewonnen werden können. Dies kann beispielsweise durch menschliches Auge oder maschinell, beispielsweise durch eine Bilderken- nungsvorrichtung, beispielsweise eine Kamera, geschehen, die beispielsweise die aufgenommenen Bilder an eine Rechnereinheit übermittelt, in der sie mit einer Bil- derkennungssoftware weiter verarbeitet und bearbeitet werden können.

Der Erfindung liegt die überraschende Erkenntnis zugrunde, dass elektromagneti- sche Strahlung der genannten Art geeignet ist, entsprechende Markierungen vor- zunehmen, obwohl elektromagnetische Strahlung anderer Wellenlängen dazu nicht oder nicht mit solch geringen Energiemengen und Strahlungsintensitäten in der Lage ist.

Der Absorptionskoeffizient elektromagnetischer Strahlung in Wasser ist stark von der jeweiligen Wellenlänge der Strahlung abhängig. Elektromagnetische Strahlung mit einer Wellenlänge von mehr als 1 pm und einem Absorptionskoeffizienten in Wasser zwischen 10 2 1/m und 10 5 1/m hat optimale Absorptionseigenschaften, um Markierungen der optimalen Eindringtiefe herzustellen. Auch für elektromagne- tische Strahlung einer Wellenlänge von weniger als 1 pm gibt es Wellenlängenbe- reiche, in denen der genannte Absorptionskoeffizient erreicht wird. In diesem Fall ist jedoch die Eindringtiefe der Strahlung in tierisches Gewebe sehr groß, sodass der gewünschte Effekt nicht erreicht werden kann. Besonders bevorzugte Wellen- längen der elektromagnetischen Strahlung liegen bei 1 ,5 pm oder 2 pm. Elektromagnetische Strahlung mit einem Absorptionskoeffizienten in Wasser au- ßerhalb des beanspruchten Bereiches verfügen über große Nachteile. Ist der Ab- sorptionskoeffizient kleiner als 10 2 1/m, wird die elektromagnetische Strahlung im Wasser, das einen Hauptbestandteil der tierischen Zellen bildet, nur sehr schwach absorbiert. Dies bedeutet, dass die elektromagnetische Strahlung eine sehr hohe Eindringtiefe aufweist, sodass auch in großer Tiefe das Gewebe des Schlacht- viehs beschädigt wird. Ist der Absorptionskoeffizient jedoch höher als 10 5 1/m, kann die elektromagnetische Strahlung kaum in das tierische Gewebe eindringen, da sie sehr stark absorbiert wird. Die damit herzustellenden Markierungen sind folglich sehr oberflächlich und nicht ausreichend tief, um nachfolgende Reini- gungs- oder andere Verarbeitungsschritte zu überstehen.

Vorzugsweise ist der Absorptionskoeffizient der elektromagnetischen Strahlung in Wasser wenigstens 10 3 1/m, bevorzugt wenigsten 8*10 3 1/m und/oder höchstens 5 * 10 4 1/m, bevorzugt höchstens 3 * 10 4 1/m.

Vorteilhafterweise beinhaltet das Bereitstellen des Schlachtviehs folgende

Schritte:

a) Betäuben des Schlachtviehs,

b) Entbluten des Schlachtviehs und

c) Markieren des Schlachtviehs.

Vorzugsweise erfolgt, das Markieren des Schlachtviehs nach dem Betäuben aber vor dem Entbluten des Schlachtviehs. Selbstverständlich können diese drei Ver- fahrensschritte zum Bereitstellen des Schlachtviehs auch in anderen Reihenfolgen durchgeführt werden. So ist es insbesondere denkbar, bereits das lebende Schlachtvieh, beispielsweise als Jungvieh, beispielsweise als Ferkel oder Kalb, entsprechend zu markieren. Damit ist während des gesamten Lebens und der späteren Weiterverarbeitung des Schlachtviehs eine eindeutige Zuordnung mög- lieh, wobei die Markierung nicht ohne weiteres vom Tier entfernt werden kann. In diesem Fall würde das Markieren des Schlachtviehs vor dem Betäuben und dem Entbluten stattfinden. Es ist auch denkbar, das bereits getötete und entblutete Schlachtvieh zu markieren. Aus hygienetechnischen Gründen ist es jedoch von Vorteil, nach dem Entbluten möglichst wenig Zeit verstreichen zu lassen, bevor das Schlachtvieh und dessen Körper weiter verarbeitet wird. Daher ist es von Vor- teil, das Schlachtvieh vor dem Entbluten zu markieren.

Selbstverständlich ist der Begriff„Schlachtvieh“ im Sinne der vorliegenden Erfin- düng nicht auf vierbeinige Tiere oder behaarte Tiere beschränkt. Das Verfahren lässt sich auf jede Art von Schlachtvieh, beispielsweise Geflügel oder Wild, an- wenden.

Unter dem„Reinigen und Enthaaren“ des Körpers wird im Sinne der vorliegenden Erfindung verstanden, dass der Körper des Schlachtviehs von allem befreit wird, was vor dem Verarbeiten des Schlachtviehs entfernt werden muss. Dies können beispielsweise Haare, Fell, Federn oder Borsten sein. Zudem wird der Körper ge- reinigt, also insbesondere von Matsch und Dreck aber auch gegebenenfalls von Krankheitserregern oder sonstigen Verunreinigungen gereinigt. Die hierzu verwen- deten Verfahren sind dem Fachmann seit langem bekannt.

Vorteilhafterweise erfolgt das Markieren des Schlachtviehs mit einer Markierungs- Vorrichtung, die die Strahlungsquelle beinhaltet und vorteilhafterweise wenigstens ein Kontaktelement aufweist, das auf eine zu markierende Stelle des Schlacht- viehs aufgesetzt wird. Dieses Kontaktelement ist vorteilhaft, jedoch nicht notwen- dig. Durch das Kontaktelement wird einerseits sichergestellt, dass die Strahlungs- quelle, die Teil der Markierungsvorrichtung ist, immer im richtigen Abstand auf die Haut des Schlachtviehs aufgesetzt wird, um die gewünschte Markierung erzeugen zu können. Gleichzeitig wird jedoch auch sicher verhindert, dass elektromagneti- sehe Strahlung der Strahlungsquelle ausgesandt wird, wenn dies nicht gewünscht ist. So kann das Kontaktelement beispielsweise einen Auslöseschutz beinhalten, der so eingerichtet ist, dass die Strahlungsquelle nur dann elektromagnetische Strahlung aussenden kann, wenn das Kontaktelement auf dem Schlachtvieh auf- gesetzt ist. Damit können Verletzungen von Mitarbeitern des Schlachtbetriebes verhindert werden. In einer bevorzugten Ausgestaltung handelt es sich bei der Strahlungsquelle um einen Laser. Insbesondere für diesen Fall hat sich die Verwendung eines Auslöse- schutzmechanismus bewährt, um versehentliches Aussenden der Laserstrahlung zu verhindern.

Vorteilhafterweise beinhaltet die Markierung zumindest auch wenigstens eine reli efartige Veränderung der Oberfläche des Körpers. Dabei handelt es sich vorteil- hafterweise um wenigstens eine Vertiefung. Selbstverständlich ist es möglich, auch eindimensionale oder zweidimensionale Markierungen mit entsprechenden Kodierungen für zusätzliche Informationen aufzubringen. So kann beispielsweise ein Strichcode aufgebracht werden, der aus mehreren vorteilhafterweise parallel zueinander verlaufenden Vertiefungen der Oberfläche des Körpers besteht.

Vorzugsweise weist die wenigstens eine Markierung zumindest auch wenigstens eine Schwärzung auf. Vorzugsweise weist die Markierung eine Tiefe von wenigs- tens 1 mm von der Oberfläche des Körpers auf. Auf diese Weise wird sicherge- stellt, dass bei den verschiedenen Verfahren zum Verarbeiten des Schlachtviehs die Markierung nicht oder zumindest nicht vollständig vom Körper des Tieres ent- fernt werden kann. Auf diese Weise bleibt die Markierung während des Verarbei- tens des Schlachtviehs sicht- und lesbar. Insbesondere wenn Markierungen ver- wendet werden, die auch eine Schwärzung von Gewebe des Tierkörpers beinhal- ten, lässt sich die so eingebrachte Markierung mit einer Bilderkennungs- und Bild verarbeitungssoftware leicht erkennen und verarbeiten. Das Verfahren kann beispielswiese in einer vollautomatisierten Schlacht- und Ver- arbeitungseinrichtung durchgeführt werden. Die Markierungsvorrichtung kann bei spielsweise als Endeffektor an einen Roboterarm oder einen sonstigen maschinel- len Arm angeordnet werden und automatisch so bewegt werden, dass ein vor- zugsweise vorhandenes Kontaktelement mit dem Körper des Schlachtviehs in Kontakt kommt. Über Sensoren kann erkannt werden, dass ein neuer Schlacht- viehkörper vorhanden ist, der zu markieren ist. Dies können beispielsweise Druck- oder Kraftsensoren oder Bilderkennungssensoren, beispielsweise für Kamerabil- der einer Kamera sein. Bei der Verwendung des Verfahrens ist von Vorteil, dass das Markieren vor dem Reinigen des Schlachtviehs geschehen kann. Es ist nicht nötig, zunächst grobe Verunreinigungen vom Tierkörper zu entfernen, um die Markierung aufbringen zu können. Insbesondere bei Verwendung eines Lasers aber auch bei der Verwen- düng anderer Strahlungsquellen werden diese Verunreinigungen durch die aufge- brachte elektromagnetische Strahlung zumindest so weit entfernt, dass die Mar- kierung gesetzt werden kann.

Vorteilhafterweise erfolgt das Reinigen und Enthaaren des Körpers des Schlacht- viehs in einer Reinigungstrommel, in der vorteilhafterweise mehrere Körper gleich- zeitig gereinigt und enthaart werden.

Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe zudem durch ein Verfahren zum Markie- ren eines Körpers eines Schlachtviehs, wobei bei dem Verfahren eine Markierung mittels einer Strahlungsquelle für elektromagnetische Strahlung hergestellt wird, die elektromagnetische Strahlung einer Wellenlänge von mehr als 1 pm aussen- det, wobei ein Absorptionskoeffizient der elektromagnetischen Strahlung in Was- ser wenigstens 10 2 1/m und höchstens 10 5 1/m ist, wobei eine zu markierende Stelle des Körpers mit elektromagnetischer Strahlung der Strahlungsquelle be- strahlt wird. Vorzugsweise ist der Absorptionskoeffizient der elektromagnetischen Strahlung in Wasser wenigstens 10 3 1/m, bevorzugt wenigsten 8*10 3 1/m und/o- der höchstens 5 * 10 4 1/m, bevorzugt höchstens 3 * 10 4 1/m. Vorteilhafterweise ist das Schlachtvieh beim Markieren noch am Leben.