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Patent Searching and Data


Title:
METHOD FOR PRODUCING ACUPUNCTURE NEEDLES, NEEDLES PRODUCED ACCORDING TO SAID METHOD AND DEVICE FOR CARRYING OUT SAID METHOD
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/1998/051256
Kind Code:
A1
Abstract:
Das Verfahren dient zur Herstellung von Akupunkturnadeln aus Drahtabschnitten, auf deren einem Ende ein einen Griff bildender Rohrabschnitt aus Metall befestigt ist. Die bisher �blichen Herstellungsverfahren lassen sich nur schwer automatisieren und bewirken hohe Produktionskosten. Um Akupunkturnadeln unter Wahrung der medizinischen Anforderungen vollautomatisch fertigen zu k�nnen, ist vorgesehen, dass der Drahtabschnitt (10) mit einem Endbereich bestimmter L�nge durch den Rohrabschnitt (12) hindurchgeschoben und zu einem Griffende (16) gebogen wird, und dass der Rohrabschnitt (12) durch radialen Druck auf den Drahtabschnitt (10) aufgepresst wird. Alternativ wird der Rohrabschnitt (12) nach Einschieben des Drahtendes (10) radial auf dieses aufgepresst und durch axialen Druck zu einem radial erweiterten Griffende verformt. Beide Verfahren lassen eine vollautomatische Fertigung mit einer Taktgeschwindigkeit von mindestens 80 Akupunkturnadeln pro Minute auf einer einfach realisierbaren Fertigungseinrichtung zu.

Inventors:
Sperling, Friedrich (Scheidter Strasse 144, Saarbr�cken, D-66123, DE)
Fatehpour, Edison (Eschenweg 10, Koblenz, D-56075, DE)
Application Number:
PCT/EP1998/002497
Publication Date:
November 19, 1998
Filing Date:
April 28, 1998
Export Citation:
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Assignee:
Asia-med, Gesellschaft F�r Akupunkturbedarf Mbh (Brunnenstrasse 11, Niddatal, D-61194, DE)
Sperling, Friedrich (Scheidter Strasse 144, Saarbr�cken, D-66123, DE)
Fatehpour, Edison (Eschenweg 10, Koblenz, D-56075, DE)
International Classes:
A61H39/08; B21G1/00; A61H39/00; B21G1/00; (IPC1-7): A61H39/08; B21G1/00
Attorney, Agent or Firm:
Jochem, Bernd (Staufenstrasse 36, Frankfurt am Main, D-60323, DE)
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Claims:
Patentansprüche
1. Verfahren zur Herstellung von Akupunkturnadeln aus Drahtabschnitten (10), auf deren einem Ende ein einen Griff bildender Rohrabschnitt (12) aus Metall befestigt wird und an deren anderem Ende eine Nadelspitze ge schliffen wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Draht abschnitt (10) mit einem Endbereich bestimmter Länge durch den Rohrabschnitt (12) hindurchgeschoben und zu einem Griffende (14,16) gebogen wird, und daß der Rohrabschnitt (12) durch radiales Verpressen mit dem Drahtabschnitt (10) kraftschlüssig verbunden wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Biegen des Drahtabschnitts (10) zum Griffende (14, 16) nach dem Vorschieben durch den Rohrabschnitt (12) erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich net, daß das Biegen des Drahtabschnitts (10) zum Griff ende (14,16) vor dem Ablängen des Drahtabschnitts (10) vom Drahtvorrat (20) erfolgt.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch ge kennzeichnet, daß zum Biegen des Griffendes (14,16) der Drahtabschnitt (10) mit seinem Ende gegen eine der art teilringförmig oder schraubengangförmig konkav ge krümmte Umlenkfläche (28) geschoben wird, daß er zu ei ner Öse (14) bzw. mehreren Windungen (16) einer Schrau benfeder gebogen wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß bei dem Biegen des Griffendes zur Öse (14) oder zu Schraubenfederwindungen (16) die Auslenkung des Draht abschnitts (10) aus der Flucht mit der Mittellängs achse des Rohrabschnitts (12) erfolgt und anschließend die Öse (14) bzw. Schraubenfederwindungen (16) durch Biegung des Drahtabschnitts (10) unmittelbar hinter dem Rohrabschnitt (12) im wesentlichen mittig zu dessen Mittellängsachse ausgerichtet wird.
6. Verfahren zur Herstellung von Akupunkturnadeln aus Drahtabschnitten (10), auf deren einem Ende ein einen Griff bildender Rohrabschnitt (12) aus Metall befestigt wird und an deren anderem Ende eine Nadelspitze ge schliffen wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Draht abschnitt (10) mit einem Endbereich bestimmter Länge in den Rohrabschnitt (12) geschoben wird, danach der Rohr abschnitt (12) durch radiales Verpressen mit dem Draht abschnitt (10) kraftschlüssig verbunden wird und danach das eine Ende des Rohrabschnittes (12) durch axiales Stauchen zu einem radial erweiterten Griffende verformt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß beim Verformen des äußeren Teils des Rohrabschnitts (12) zum erweiterten Griffende die Öffnung seiner Boh rung durch Materialverdrängung verschlossen wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch ge kennzeichnet, daß der Drahtabschnitt (10) in dem Be reich, auf den der Rohrabschnitt (12) aufgepreßt wird, an wenigstens einer Stelle zu einem unrunden Quer schnitt deformiert wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch ge kennzeichnet, daß der radiale Preßdruck auf den Rohrab schnitt (12) an wenigstens drei aber den Umfang ver teilten Stellen aufgebracht wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch ge kennzeichnet, daß beim Aufpressen des Rohrabschnitts (12) auf den Drahtabschnitt (10) eine Riffelung in die Mantelfläche des Rohrabschnitts (12) eingeprägt wird.
11. Nach dem Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5 und 8 bis 10 hergestellte Akupunkturnadel, bestehend aus einem angespitzten Drahtabschnitt (10), auf dessen hin terem Ende ein einen Griff bildender Rohrabschnitt (12) befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Drahtabschnitt (10) mit einem Endbereich bestimmter Länge nach hinten aber den radial aufgepreßten Rohrab schnitt (12) hinaus erstreckt und zu einem Griffende gebogen ist.
12. Akupunkturnadel nach Anspruch 11, dadurch gekennzeich net, daß der Endbereich des Drahtabschnitts (10) zu ei ner Öse (14) gebogen ist, die sich in einer die Mittel längsachse des Rohrabschnitts (12) enthaltenden Ebene erstreckt.
13. Akupunkturnadel nach Anspruch 11, dadurch gekennzeich net, daß der Endbereich des Drahtabschnitts (10) zu mehreren schraubenfederartigen Windungen (16) gebogen ist, deren Mittellängsachse sich im wesentlichen quer zur Mittellängsachse des Rohrabschnitts (12) erstreckt.
14. Akupunkturnadel nach einem der Ansprüche 11 bis 13, da durch gekennzeichnet, daß das Griffende (14,16) auf gegenüberliegenden Seiten radial aber den Rohrabschnitt (12) vorsteht.
15. Nach dem Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 10 hergestellte Akupunkturnadel, bestehend aus einem ange spitzten Drahtabschnitt (10), auf dessen hinterem Ende ein einen Griff bildender Rohrabschnitt (12) befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, daß der radial aufgepreßte Rohrabschnitt (12) zu einem radial erweiterten Griffen de gestaucht oder gebogen ist.
16. Akupunkturnadel nach Anspruch 15, dadurch gekennzeich net, daß die hintere Öffnung des Rohrabschnitts (12) verschlossen ist.
17. Akupunkturnadel nach einem der Ansprüche 11 bis 16, da durch gekennzeichnet, daß die äußere Mantelfläche des Griffs (12) mit einer Riffelung versehen ist.
18. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 5 und 8 bis 10, dadurch gekenn zeichnet, daß sie eine das Ende eines Drahtvorrats (20) schrittweise geradlinig vorschiebende Vorschubeinrich tung (24), eine aus einem Magazin (22) gespeiste Halte einrichtung zum Halten jeweils eines Rohrabschnitts (12) in der Bewegungsbahn des Drahtendes (10), eine hinter der Halteeinrichtung in der Bewegungsbahn des Drahtendes (10) angeordnete, konkav gekrümmte Umlenk fläche (28) zum Biegen des Drahtendes zu einem Griff ende (14,16) sowie eine Preßeinrichtung (32) zum ra dialen Aufpressen des Rohrabschnitts (12) auf den Draht (10) aufweist.
19. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dàß sie eine das Ende eines Drahtvorrats (20) schrittweise ge radlinig vorschiebende Vorschubeinrichtung (24), eine aus einem Magazin gespeiste Halteeinrichtung zum Halten jeweils eines Rohrabschnitts (12) in der Bewegungsbahn des Drahtendes (10), eine Preßeinrichtung (32) zu des sen radialem Aufpressen auf den Draht (10) sowie eine Stauchoder Biegeeinrichtung zum Formen des hinteren Endes des Rohrabschnitts (12) zu einem radial erweiter ten Griffende aufweist.
Description:
Verfahren zur Herstellung von Akupunktur- nadeln, danach hergestellte Nadeln und Vor- richtung zur Durchführunq des Verfahrens Die Erfindung befaßt sich mit Verfahren zur Herstellung von Akupunkturnadeln, danach hergestellten Nadeln sowie mit ge- eigneten Vorrichtungen zur Durchführung der Verfahren gemäß den Oberbegriffen der Ansprüche 1,6,11,15,18 und 19.

Die Akupunktur ist eine seit Jahrtausenden bekannte Heilbe- handlung, bei der Nadeln an bestimmten Akupunkturpunkten des Körpers eingestochen werden, die in Beziehung zu ein- zelnen Organen stehen. Es sind auch Akupunkturverfahren be- kannt, bei denen zusätzlich zu den mechanischen Reizen durch den Einstich weitere Reize auf die Einstichstelle ausgeübt werden. Dazu gehören die Elektroakupunktur, bei der elektrische Reize erzeugt werden und zu diesem Zweck Kabel an die Akupunkturnadeln angeschlossen werden, sowie die sog. Moxibustion, bei der Wärmequellen in Form von of- fenem Feuer oder glimmenden Heilkräutern auf das Ende der Akupunkturnadeln aufgebracht werden. Die in den Industrie- nationen ständig wachsende Beliebtheit der sanften Medizin führt auch im Bereich der Akupunktur zu einer stetig stei- genden Nachfrage. Da die Nadeln aus Gründen der Sterilität ebenso wie Kanüle, Skalpelle usw. normalerweise nur einmal verwendet werden, besteht kontinuierlich ein hoher Bedarf an Akupunkturnadeln.

Die Akupunkturnadeln werden heute meistens aus einem hoch- festen Edelstahldraht, z. B. kaltgezogenem Edelstahldraht nach DIN 17224 Werkstoff-Nr. 1.4310 mit einer Zugfestigkeit von ca. 2000 N/mm2, hergestellt. Dieses Material stellt im Hinblick auf die medizinische Verträglichkeit und die me- chanischen Anforderungen an die Nadeln zur Zeit den besten Kompromiß dar. Als Werkstoff für den Nadeldraht ist auch Gold und Silber bekannt.

Alle gebräuchlichen Akupunkturnadeln haben zur Erleichte- rung und Verbesserung der Handhabung am hinteren Ende einen Griff. Er wird bei einer bekannten Ausführung durch Umwik- keln des Nadeldrahts mit Kupferdraht gebildet. Am Ende des Griffes sind dabei noch einige ebenfalls aus dem Kupfer- draht hergestellte Ösen vorhanden, an denen elektrische Kontakte für die Elektroakupunktur oder kleine geeignete Wärmequellen für die Moxibustion angebracht werden können.

Außerdem erleichtert diese Gestaltung des Griffendes das Einstechen und Herausziehen der Nadeln. Das Umwickeln der Nadeln mit Kupferdraht läßt sich allerdings nur sehr schwer kostengünstig automatisieren, weil dabei alle Arbeitsgänge, wie Abschneiden des Nadeldrahtes, Schleifen der Nadel, Transport der Nadel usw. mit einem möglichst kurzem Zeit- takt ausgeführt werden müssen. Das Umwickeln der Nadeln mit dem Kupferdraht ist jedoch mit erheblichem Zeitaufwand ver- bunden. Da dieser Arbeitsgang nicht aufgeteilt werden kann, bestimmt er die Taktzeit einer automatischen Fertigungsein- richtung, jedenfalls solange man nicht mehrere parallel be- triebene Umwickelstationen betreibt, was wiederum den Auf- wand für die Herstellungsmaschine erheblich vergrößert.

Für den sicheren Sitz der Umwicklung auf der Nadel ist aus- serdem eine Deformation der Nadel notwendig. Diese Deforma- tion besteht üblicherweise aus einer radialen Abplattung am griffseitigen Ende der Nadel, welche von dem Kupferdraht ebenfalls umwickelt wird. Der sichere Sitz ist für das Her- ausziehen der Nadel notwendig. Für die Abziehkraft gilt ei- ne Forderung von etwa 30 N.

Für die Anwendung bei der Moxibustion hat der Kupferdraht- griff den Nachteil, daß der Wärmeübergang nicht optimal ist, da der Kupferdraht nur mit Linienberührung an dem Na- deldraht anliegt.

Bei einer weiteren bekannten Ausführung wird eine Kunst- stoffhülse um den Nadeldraht gespritzt. Der Kunststoffgriff hat am Griffende eine Verdickung zur Verbesserung der Hand- habung. Eine Deformation der Nadel, z. B. in Form einer Ausbiegung des Nadeldrahtes in dem Bereich, welcher von dem Kunststoffgriff mit umspritzt wird, sorgt für Formschluß nach dem Umspritzen mit der Kunststoffhülse.

Ein gravierender Nachteil dieser Ausführungsform besteht darin, daß die Akupunkturnadeln auf einer ersten Maschine abgelängt, verformt und geschliffen und danach in eine zweite Maschine (Kunststoffspritzgießautomat) eingelegt werden müssen, damit der Kunststoffgriff gespritzt werden kann. Die Zykluszeiten in einem Kunststoffspritzgießautomat sind wesentlich länger als die Taktzeiten der vorgeschalte- ten Maschine zur Drahtbearbeitung. Außerdem ist ein Trans- port zwischen den beiden Maschinen notwendig. Nachteilig ist außerdem, daß die Verwendung von Wärmequellen bei Na- deln mit Kunststoffgriff nicht möglich ist.

Eine weitere Ausgestaltung des Griffes ist in dem Ge- brauchsmuster G 76 30 360 U1 beschrieben. Die Außendurch- messer sind bei diesem bekannten Griff über seine Länge unterschiedlich, was eine spanlose Herstellung aus Rohr als Halbzeug sehr erschweren würde. Als Drehteile oder Kalt- fließpreßteile hergestellte Griffstücke sind in der Her- stellung sehr teuer. Außerdem wird die feste Verbindung zwischen Nadeln und Griff aber eine Abplattung der Nadel, welche in ein kleineres Loch in den Griff gepreßt wird, hergestellt. Das axiale Einpressen von so dünnen Gegenstän- den wie Akupunkturnadeln mit einem Durchmesser von 0,25 mm und einer Länge bis 80 mm ist wegen des sehr ungünstigen Verhältnisses von Durchmesser zu Länge schwierig. Außerdem ist der notwendige Preßstift mit einem Durchmesser von ca.

0,3 mm sehr anfällig. Eine automatische Fertigung mit der notwendigen Prozeßsicherheit erscheint deshalb schwierig.

In dem Gebrauchsmuster G 76 30 360 U1 ist außerdem ein Ver- fahren erwähnt, bei dem Rohrabschnitte auf den Nadeldraht aufgelötet werden.

Noch eine weitere Version von Akupunkturnadeln ist aus dem Gebrauchsmuster G 87 16 673 Ul bekannt. Dort wird vorge- schlagen, den Griff direkt aus dem Nadeldraht zu bilden, indem der gerade Teil der Nadel in mehrere Windungen ohne Kern übergeht. Diese Form erlaubt eine schnelle und ratio- nelle Fertigung nach dem Prinzip der Federherstellung, wo- bei der Draht gegen ein schraubenförmiges Umformsegment ge- drückt wird, bietet aber nicht die notwendige Festigkeit für den Griff der Akupunkturnadeln bei deren Gebrauch.

Vielmehr ist der Griff mit einer Schraubenfeder zu verglei- chen, die leicht elastisch zu verbiegen und beim Herauszie- hen der Nadel zu längen ist. Damit ist ein sicherer und er- gonomischer Gebrauch der Akupunkturnadeln nicht möglich.

Eine alternative Ausführung, bei der der Nadeldraht um den eigenen Schaft gewickelt ist, ergibt zwar die notwendige Festigkeit des Griffes, jedoch gelten hier für eine automa- tische Fertigung dieselbe Einschränkungen wie bei den mit Kupferdraht umwickelten Nadeln.

Ausgehend vom Stand der Technik zur Herstellung von Aku- punkturnadeln aus Drahtabschnitten, auf deren einem Ende ein einen Griff bildender Rohrabschnitt aus Metall befe- stigt ist und an deren anderem Ende eine Nadelspitze ge- schliffen wird, liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Akupunkturnadel und ein zu deren Herstellung geeigne- tes Verfahren zur Verfügung zu stellen, die sich besser als bisher für eine vollautomatische Fertigung eignen, wobei die medizinischen Anforderungen an die Akupunkturnadeln, wie gute Wärmeleitfähigkeit und sichere Handhabung, weiter- hin gewahrt bleiben sollen, sowie eine entsprechende Vor- richtung zur Durchführung des Verfahrens bereitzustellen.

Gelöst werden diese Aufgaben durch die Merkmale der Ansprü- che 1,6,11,15,18 und 19. Weitere Ausgestaltungen erge- ben sich aus den Unteransprüchen.

Vorstehende Aufgabe wird in einer ersten Ausführung verfah- rensmäßig dadurch gelöst, daß der Nadeldraht mit einem End- bereich bestimmter Länge durch den Rohrabschnitt hindurch- geschoben und zu einem Griffende gebogen wird, und daß der Rohrabschnitt durch radialen Druck auf den Draht aufgepreßt wird. In einer alternativen Ausführung wird der Rohrab- schnitt nach dem Einschieben des Drahtendes durch radialen Druck auf dieses aufgepreßt und durch axialen Druck zu ei- nem radial erweiterten Griffende verformt.

Beiden vorgeschlagenen Verfahren ist das radiale Aufpressen des Rohrabschnitts auf den Nadeldraht sowie ein Verfor- mungsvorgang gemeinsam, durch den ein hinterster Griffteil erzeugt wird, gegen den sich besser mit einem Finger drük- ken läßt als gegen einen offenen Rohrabschnitt. Mit dem zu- erst genannten Verfahren kann eine Akupunkturnadel gewonnen werden, die erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet ist, daß sich der Draht mit einem Endbereich bestimmter Länge nach hinten aber den radial aufgepreßten Rohrabschnitt hinaus erstreckt und zu einem Griffende gebogen ist. In der zwei- ten Version läßt sich eine Akupunkturnadel gewinnen, bei der erfindungsgemäß der radial aufgepreßte Rohrabschnitt zu einem radial erweiterten Griffende gestaucht oder gebogen ist.

Die Erfindung ermöglicht eine vollautomatische Fertigung mit einer Taktzeit von mindestens 80 Akupunkturnadeln/min auf einer geeigneten Fertigungseinrichtung, welche mit re- lativ geringem Aufwand herstellbar ist.

Die Vereinfachung und Beschleunigung der Herstellung beruht darauf, daß der Griff der Akupunkturnadel durch eine aufge- preßte metallische Hülse gebildet wird, die z. B. aus Kup- fer oder einem anderen geeigneten Werkstoff hergestellt werden kann.

Die Kupferhülsen werden als Rohrabschnitte hergestellt. Die entsprechenden nahtlos gezogenen Kupferrohre können in den hier benötigten Abmessungen (Innendurchmesser 0,3-0,5 mm, Außendurchmesser 1 mm) preiswert in Großserie hergestellt werden. Daraus werden in der benötigten Länge Rohrstücke abgelängt. Diese Rohrabschnitte bzw. Hülsen lassen sich leicht über den Nadeldraht schieben, da die Bohrung der Hülse geringfügig größer sein kann als der Nadeldrahtdurch- messer (etwa 0,5 mm).

Die Festlegung des Griffes auf der Nadel erfolgt erfin- dungsgemäß durch Umformung. Die Hülse wird dabei mit ent- sprechenden Werkzeugen radial auf die Nadel gepreßt. Beim Pressen der Hülse können je nach Gestaltung der Preßwerk- zeuge axiale oder radiale Vertiefungen in die Oberfläche der Hülse eingebracht werden. Auch das Einprägen einer Ken- nung, wie z. B. Firmenlogo, Chargennummern, Typennummern usw. ist problemlos möglich. Eine glatte Verpressung der Hülse auf der Nadel ist schwieriger zu realisieren, da die notwendigen Trennfugen in den Preßwerkzeugen in der Regel Spuren hinterlassen. Eine glatte Hülse als Griff ist aber auch nicht erwünscht, da die Akupunkturnadel während der Benutzung oft gedreht wird. Für die Drehung ist eine Riffe- lung der Hülse durch die Preßwerkzeuge somit sogar günstig.

Sofern die Preßwerkzeuge richtig gestaltet werden, ist eine absolut sichere und feste Verbindung zu realisieren. Als Preßwerkzeug kann z. B. eine geschlitzte Spannhülse verwen- det werden, welche aber geeignete Krafteinleitungen ihren Innendurchmesser reduziert. Die Krafteinleitung sollte ra- dial erfolgen. Drei Kraftangriffspunkte mit einer dreige- teilten Hülse haben sich dabei als ausreichend erwiesen.

Ein besonderer Vorteil der Erfindung ist der einfache Auf- bau der Preßwerkzeuge und die sehr einfache Gestalt der Hülse in Form eines abgelängten Rohres. Ein weiterer Vor- teil ist der sehr einfache Aufbau einer Fördereinrichtung, die die Hülsen in die Maschine fördert, da sich Hülsen mit gleichen Enden leicht sortieren, ausrichten und in eine be- stimmte Stellung bringen lassen.

Auch die Gestaltung des Griffendes durch Biegen des aus dem hinteren Ende der Hülse herausragenden Endbereichs des Na- deldrahtes zu Ösen oder Schraubenfederwindungen ist leicht zu automatisieren. Dabei wird der Nadeldraht gegen eine entsprechende kreissegmentförmige bzw. schraubengangförmige Umformbacke mit entsprechender Steigung gedrückt. Diese Technik wird bei der Federherstellung angewendet und ist auch bei dem sehr harten, aber nicht spröden Nadeldraht möglich. Sie erlaubt eine wesentlich schnellere Formung der Ösen bzw. Schraubenfederwindungen als das bekannte Umwik- keln von Nadeln, bei dem Wickelwerkzeuge die vorher in ent- sprechender Länge vorbereiteten Drahtabschnitte um die Na- deln wickeln müssen, während bei der vorgeschlagenen Her- stellungsmethode lediglich eine translatorische Relativbe- wegung in Richtung des Drahtes zwischen diesem und geeigne- ten Umformwerkzeugen notwendig ist. Darüber hinaus ist vor- teilhaft, daß der Griff an der Öse der Nadel anliegt und dadurch gegen axiales Abziehen gesichert ist. Bei der Moxi- bustion sind ideale Bedingungen für die Wärmeeinleitung ge- geben.

In der alternativen Ausführungsform der Erfindung wird das Ende der Hülse nach dem Aufpressen auf den Nadeldraht in eine geeignete Form geprägt. Dies kann eine Kugel, ein Ke- gel oder eine sonstige geeignete und ergonomische Form sein. Bei dieser Version wird allerdings der feste Halt zwischen dem Griff und der Nadel ausschließlich aber die radiale Verpressung realisiert. Die Wärmeleitung bei der Moxibustion ist wegen der vorhandenen Flächenberührung zwi- schen dem Griff und der Nadel ebenfalls besser als bei der bekannten, mit Kupferdraht umwickelten Version.

Bei beiden vorgeschlagenen+Verfahrensvarianten können alle notwendigen Arbeitsgänge in einer Fertigungseinrichtung stattfinden.

Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachstehend an- hand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen : Fig. 1 bis 4 Akupunkturnadeln mit jeweils einer als Griff dienenden, aufgepreßten Hülse und einem durch Verformung gebildeten Griffende ; Fig. 5 eine bekannte Akupunkturnadel mit Kup- ferdrahtwicklung ; Fig. 6 eine schematische Darstellung einer Fertigungseinrichtung, mit welcher die Akupunkturnadeln nach Fig. 1-3 herge- stellt werden können.

Die in Fig. 1 bis 3 gezeigten Akupunkturnadeln bestehen je- weils aus einem am vorderen Ende zu einer Spitze geschlif- fenen Nadeldrahtabschnitt 10 und einer auf dessen hinteres Ende aufgeschobenen und dann radial aufgepreßten Hülse 12, die durch Abschneiden von einem Rohr gewonnen ist. Sowohl der Nadeldraht als auch die Hülse 12 bestehen aus metalli- schen Werkstoffen, der Nadeldraht z. B. aus Edelstahl und die Hülse 12 aus Kupfer, Messing oder einem anderen geeig- neten Material. Ein hinterer Endbereich des Nadeldrahts 10 ragt nach hinten aus der Hülse 12 heraus und ist bei der Ausführung nach Fig. 2 zu einer Öse 14 und bei den Ausfüh- rungen nach Fig. 1 und 3 zu einigen, z. B. drei oder vier Schraubenfederwindungen 16. gebogen. Die Mittellängsachse der Öse 14 bzw. der Schraubenfederwindungen 16 kreuzt die Mittellängsachse der Hülse 12, und sowohl die Öse 14 als die auch Schraubenfederwindungen 16 sind mit Bezug auf die Mittellängsachse der Hülse 12 mittig angeordnet. Sie bilden jeweils ein erweitertes hinteres Griffende, das radial aber die Hülse 12 vorsteht. Im übrigen unterscheiden sich die Nadeln nach Fig. 1 bis 3 nur dadurch, daß die Hülse 12 ge- mäß Fig. 1 außen glatt zylindrisch ist, während sie bei den Ausführungen nach Fig. 2 und 3 mit einer umlaufenden bzw. sich axial erstreckenden Riffelung versehen ist.

Bei der Ausführung nach Fig. 4 erstreckt sich der Nadel- draht 10 nicht bis zum hinteren Ende der dort ebenfalls ra- dial aufgepreßten und mit einer sich axial erstreckenden Riffelung versehenen Hülse 12. Um ein radial erweitertes Griffende zu erhalten, ist bei dieser Ausführung anstelle des Endbereichs des Nadeldrahts 10 der hintere Endbereich der Hülse 12 verformt, und zwar durch axiale Stauchung zu einer hinteren Stirnfläche abgeplattet. Bei diesem Verfor- mungsvorgang wurde die hintere Öffnung der Hülse 12 weitge- hend oder ganz geschlossen.

Zu Vergleichszwecken zeigt Fig. 5 eine herkömmliche Aku- punkturnadel, bei der auf das hintere Ende des Nadeldrahts 10 ein Kupferdraht 18 aufgewickelt ist, der in dieser Form den Griff der Nadel bildet. Ein hinteres Griffende in Form einer Öse oder einiger Schraubenfederwindungen ist aus dem Kupferdraht 18 geformt.

Der in Fig. 6 schematisch dargestellte Fertigungsprozeß der Akupunkturnadeln nach Fig. 1 bis 3 zeigt als Ausgangsmate- rialien eine Vorratsrolle Nadeldraht 20 und ein Magazin 22, welches eine große Zahl von Rohrabschnitten bzw. Hülsen 12 enthält, die daraus einzeln ausgespeist werden. Eine Vor- schubeinrichtung 24 zieht schrittweise Nadeldraht von der Vorratsrolle 20 ab. Der Draht wird zunächst hinter der Rol- le 20 durch ein Richtgerät 26 gezogen und dabei gerade aus- gerichtet. Bei jedem Vorschubvorgang schiebt die Vorschub- einrichtung 24 das Drahtende durch eine aus dem Magazin ausgespeiste und z. B. in einer Spannhülse in Flucht mit dem gerade gerichteten Drahtende gehaltene Hülse 12. Das vorderste Ende des Nadeldrahts 10 wird vollständig durch die Hülse 12 hindurch und noch weiter vorgeschoben, wobei es hinter der Hülse 12 gegen eine konkav gekrümmte, teil- ringförmige oder schraubengangförmige Umlenkfläche einer Umformbacke 28 geführt und in einem Zuge mit dem Drahtvor- schub durch die Umformbacke 28 zu einer Öse oder zu einigen Schraubenfederwindungen 14 bzw. 16 gebogen wird. Diese lie- gen zunächst noch nicht mittig zur Mittellängsachse der Hülse 12.

Im Ausführungsbeispiel nach Fig. 6 endet der Arbeitsvorgang in der dort mit 1 bezeichneten Arbeitsstation mit dem Ab- schneiden des Nadeldrahts 10 mittels einer Schneideinrich- tung 30. Das Werkstück wird anschließend z. B. durch einen Rundschalttisch zu einer Arbeitsstation 2 weitertranspor- tiert, wo die Kupferhülse 12 mittels einer Spannhülse 32 durch radialen Druck auf den Nadeldraht 10 aufgepreßt wird.

Nach dem Weiterschalten des Rundtischs gelangt das Werk- stück in eine Arbeitsstation 3, in der die Öse 14 durch ein Formwerkzeug 34 in die Mittellage mit Bezug auf die Mittel- längsachse der Hülse 12 gedrückt wird. In der 4. Arbeits- station des Rundschalttischs erfolgt dann das Schleifen der Nadelspitze mittels eines angedeuteten Schleifwerkzeugs 36.

Dieser Arbeitsvorgang ist für sich bekannt. Schließlich wird in einer 5. Arbeitsstation des Rundschalttischs die fertige Akupunkturnadel ausgeworfen, um anschließend in herkömmlicher Weise sterilisiert und verpackt zu werden.

Aus dem Arbeitsschema nach Fig. 6 geht hervor, daß in allen Arbeitsstationen nur ein einzelner, sehr schnell auszufüh- render Arbeitsvorgang stattfindet. Man erreicht auf diese Weise eine sehr kurze Taktzeit der Fertigungsanlage. Wenn die Größe und Kosten der Anlage gegen die Kürze des Ar- beitszyklus abzuwägen sind, besteht aber auch die Möglich- keit, z. B. das Aufpressen der Hülse 12 und/oder das Aus- richten des Griffendes 14 bzw. 16 noch in der ersten Ar- beitsstation auszuführen.

Es bereitet auch keine Schwierigkeiten, in der 1. Arbeits- station den Nadeldraht 10 jeweils an einer Stelle ein wenig zu deformieren, z. B. abzuplatten, die am Ende des Vor- schubschrittes gerade noch in die Hülse 12 eingeschoben wird. Auf diese Weise kann eine noch festere Verbindung zwischen dem Nadeldraht 10 und der Hülse 12 erzielt werden.

Der Fertigungsgang für die Akupunkturnadel nach Fig. 4 sieht ähnlich aus wie die Darstellung nach Fig. 6. Es ent- fällt jedoch die Umformbacke 28. Stattdessen ist ein Stauch-bzw. Preßwerkzeug vorhandenen, welche die Hülsen 12 vor oder nach dem Einführen des Nadeldrahts 10 und ggf. auch noch nach dem radialen Verpressen am hinteren Ende zu einem radial erweiterten Kopf verformt.