| JP2005052471 | MEDICAL CLOTH MATERIAL |
| JP08325886 | PRODUCTION OF WOVEN LABEL |
| JP06343937 | ADHESIVE SHEET PEELING APPARATUS FROM CLOTH SURFACE |
Becker, Michael (Adelsberg 11, Zell im Wiesental, 79669, DE)
Eschbach, Thomas (Rheinpromenade 10, Rheinheim, 79790, DE)
Huber, Norbert (Salpetererstr. 31, Bad Säckingen, 79713, DE)
Busskamp, Heinz (Im Ortsetter 26a, Rheinfelden, 79618, DE)
Becker, Michael (Adelsberg 11, Zell im Wiesental, 79669, DE)
Eschbach, Thomas (Rheinpromenade 10, Rheinheim, 79790, DE)
Huber, Norbert (Salpetererstr. 31, Bad Säckingen, 79713, DE)
| 1. | Verfahren zum Herstellen von gewebten, insbesondere wenigstens teilweise mehr lagigen, Airbags, das folgende Verfahrenschritte enthält : a) Vorbereiten der Kettfäden in der Schärerei, wobei als Kennfäden geeignete Kettfäden für maschinenlesbare Markierungen bereits in der Kettschar unterge bracht werden, b) Weben des Airbaggewebes, wobei als Kennfäden geeignete Schußfäden für maschinenlesbare Markierungen über wenigstens einen Teil der Tuchbreite eingewebt werden, c) Ausschneiden der Airbags aus dem Airbaggewebe mit einer Schneidvorrich tung, wobei die Schneidvorrichtung von den eingewebten maschinenlesbaren Markierungen geführt wird. |
| 2. | Gewebe, insbesondere für teilweise mehrlagige Airbags, hergestellt nach einem Verfahren gemäß Anspruch 1, gekennzeichnet durch maschinenlesbare Markierungen zur Erkennung bestimmter Gewebepartien. |
| 3. | Gewebe nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Markierungen im Gewe be als farbige, in Kettund/oder Schußrichtung eingewebte, insbesondere leitfähige, Kennfäden vorliegen. |
Gewebe, insbesondere für teilweise mehrlagige Airbags, werden in der Regel nach dem Weben auf Zuschneidetischen zugeschnitten. Einstückig auf Webmaschinen gewebte, teilweise mehrlagige Airbags werden"one-piece-woven airbags"oder kurz"OPW"genannt. Die Lage und die Kontur der OPW in der von der Webmaschine kommenden Gewebebahn sollen Vorgabe für eine Zuschneideanlage sein.
Bei derzeit eingesetzten Airbag-Geweben, insbesondere für OPW, auch mehrlagig konturbezo- gen gewebten Luftsäcken ist eine Aktion oder Tätigkeit, abgestimmt auf eine jeweils vorlie- gende Kontur des Luftsackes im Gewebe, nur sehr schwer möglich. Der Einfachheit halber wird in dieser Beschreibung stets von OPW gesprochen, wobei Airbag-Gewebe, gewebte Luftsäcke und OPW gemeint sind. Die gewebte einlagige Kontur hebt sich beispielsweise kaum von gewebten zweilagigen Bereichen ab, so daß diese von automatischen Erfassungs- systemen nicht sicher erkannt werden können.
Damit ergibt sich beim Zuschnitt von OPW beispielsweise folgende Problematik : Bei derzeit verwendeten Zuschnittsystemen für Airbag-Gewebe erfolgt der Zuschnitt der Einzelteil-oder Zuschnittsätze wie folgt : Aus den Kundenvorgaben wird über die Dimensionierung der einzelnen Teile manuell oder automatisch zum Beispiel über ein CAD-Programm eine Programmfolge für beispielsweise eine CNC-gesteuerte Schneidanlage erstellt, die beschreibt, wie die einzelnen Teile aus dem Airbag-Gewebe heraus geschnitten werden sollen. Das Schneiden erfolgt unabhängig vom jeweiligen Zustand des Gewebes, d. h. das Schneidelement bewegt sich relativ zu einem Referenzpunkt der Schneidanlage, unabhängig davon, wie und wo das Schneidgut der Anlage tatsächlich vorliegt. Das hat zur Folge, daß Abweichungen des Gewebes, insbesondere der Abmessungen von OPW nicht automatisch berücksichtigt werden können bzw. Anpassungen ein manuelles Eingreifen in die Programmfolge erforderlich machen, was in der Regel mit einem Maschinenstop, mit hohem Zeit-und damit Kosten- aufwand für die Anpassung und bei (unter Umständen nicht korrekter) Programmweiterfüh- rung mit einem hohen Anteil an Ausschuß verbunden sein kann. Insbesondere bei OPW können deshalb, auch wegen unterschiedlicher maßlicher Abweichungen der jeweiligen Gewebepartien, insbesondere bei Artikeln mit äußerst kritischen Konturen, hohe Ausschußra- ten durch Konturverletzungen der Webkontur oder Einschnitte in eine Luftsackkammer bzw.
Unter-oder Überschreitungen der vorgegebenen Toleranzen von der Schneidkante zu den Webkonturen auftreten.
Bei den in den o. g. Zuschnittsystemen im Einsatz befindlichen Online-Meßsystemen lassen sich Messungen an unausgeschnittenen OPW im Airbag-Gewebe an definierten Stellen nicht sicher durchführen, da die Webkonturen nicht sicher erkannt werden können. Zur Ermittlung der Werte müssen die Messungen, mit erheblichen Personalaufwand manuell durchgeführt werden.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Herstellen von gewebten, insbesondere wenigstens teilweise mehrlagigen, Airbags, sowie ein Gewebe vorzuschlagen, wobei die aus dem Stand der Technik bekannten Nachteile vermieden oder zumindest stark reduziert werden.
Die Aufgabe wird zum einen durch ein Verfahren nach Anspruch 1, zum anderen durch ein Gewebe gemäß Anspruch 2 gelöst. Das erfindungsgemäße Verfahren enthält folgende Verfah- renschritte : a) Vorbereiten der Kettfäden in der Schärerei, wobei als Kennfäden geeignete Kettfäden für maschinenlesbare Markierungen bereits in der Kettschar untergebracht werden, b) Weben des Airbaggewebes, wobei als Kennfäden geeignete Schußfäden für maschi- nenlesbare Markierungen über wenigstens einen Teil der Tuchbreite eingewebt wer- den, c) Ausschneiden der Airbags aus dem Airbaggewebe mit einer Schneidvorrichtung, wobei die Schneidvorrichtung von den eingewebten maschinenlesbaren Markierungen geführt wird.
Diese Verfahrensweise hat den großen Vorteil, daß durch die eingebrachten Markierungen sichergestellt wird, daß die dadurch erreichten Fixpunkte im Gewebe von Leseeinrichtungen maschinell gelesen und in nachfolgenden Prozeßschritten stets sicher erreicht werden. Mit diesem Verfahren, das jegliche gewünschte Position und Häufigkeit von Markierungen ermöglicht, ist man in der Lage, sowohl Kontur-als auch Dimensionsabweichungen in und zwischen den einezelnen in der Webbahn befindlichen Airbags beim Zuschnitt auszugleichen und darüberhinaus Fixpunkte nachfolgender Prozeßschritte sicher setzen zu können, und dies unabhängig von der Tatsache, daß ein Textil lebt und jede Airbagvariante andere Anforderun- gen setzt.
Das erfindungsgemäße Gewebe, insbesondere für teilweise mehrlagige Airbags, ist gekenn- zeichnet durch maschinenlesbare Markierungen zur Erkennung bestimmter Gewebepartien.
Dabei werden Markierungen, beispielsweise einzelne oder mehrere farblich, durch Struktur, Material oder in sonst einer Weise vom Airbaggewebe sich unterscheidende Fäden, so- genannte Kennfäden, oder sonstige geradlinige, ungeradlinige oder punktuelle Markierungen in definierten Abständen und/oder Markierungsverläufen vor, während oder nach dem Webprozeß eingewoben oder aufgebracht. Diese Kennfäden oder Markierungen ermöglichen in vorteilhafter Weise über definierte Soll-Abstände zueinander und die festgelegte Soll- Anordnung, bezogen auf einen OPW, in Verbindung zu den jeweiligen Ist-Abständen und der Ist-Anordnung, einen Rückschluß über die Form und/oder Größe und/oder Ausrichtung und/oder Verzug des zugeschnittenen OPW oder den OPW im ungeschnittenen Airbaggewe- be, bzw. bieten Aufschluß über die Form und/oder Größe und/oder Ausrichtung und/oder Verzug des Zuschnitteils nach dem Schneidprozeß in folgenden Verfahrensschritten.
Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Im folgenden wird die Erfindung in beispielhafter Weise anhand eines Herstellungsvorgangs für einen OPW beschrieben.
Beim Vorbereiten der Kettfäden in der Schärerei, werden als Kennfäden geeignete Kettfäden für maschinenlesbare Markierungen bereits in der Kettschar untergebracht. Beim Weben des Airbaggewebes, werden als Kennfäden geeignete Schußfäden für maschinenlesbare Markie- rungen über wenigstens einen Teil der Tuchbreite eingewebt. Beim folgenden Ausschneiden der Airbags aus dem Airbaggewebe mit einer Schneidvorrichtung, wird die Schneidvor- richtung von den eingewebten maschinenlesbaren Markierungen geführt.
Vor dem oder während dem Schneiden werden über ein entsprechendes System die Ist- Positionen dieser Fäden oder Markierungen ermittelt und mit den in einer Programmfolge für das Schneiden von OPW-oder Airbagteilen gespeicherten Soll-Positionen verglichen und die Differenzen für eine automatische Anpassung des Schneidprogramms (z. B. Resizing) verwen- det.
Es sind deshalb keine zeit-und damit kostenaufwendige manuelle Eingriffe mehr erforderlich.
Über diese automatische Anpassung können engste maßliche Toleranzen eingehalten und äußerst kritische Konturen gefertigt werden. Maßliche Abweichungen innerhalb eines Web- stückes oder zwischen einzelnen Webstücken können vor oder während des Schneidprozesses berücksichtigt werden. Dadurch wird der Anteil nichtverwendbarer Teile aufgrund von Konturverletzungen wesentlich reduziert.
Im folgenden wird die Erfindung in beispielhafter Weise anhand einer Maßerfassungsvor- gangs für einen OPW beschrieben.
Die sehr personalintensive Vermessung der OPW, ungeschnitten im Airbag-Gewebe oder während oder nach dem Schneidprozeß, kann automatisch erfolgen. Die sich von dem OPW- bzw. Airbagmaterial abhebenden Kennfäden oder Markierungen können über ein Erfassungs- system erfaßt und der Status des OPW in Bezug auf die Form und/oder Größe und/oder Ausrichtung und/oder Verzug, über die Anordnung der Kennfäden oder Markierungen festgestellt werden. Die ermittelten Daten über die jeweils vorliegende Ware erlauben Rück- schlüsse über den jeweiligen Zustand des OPW.
Im folgenden werden zwei Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Gewebes kurz beschrieben.
Fig. 1 zeigt schematisch einen Gewebeausschnitt mit aufgedruckten Markierungen.
Fig. 2 zeigt schematisch einen Gewebeausschnitt mit eingewebten Markierungen.
In den Ausführungsbeispielen sind zwei Varianten von Markierungen gezeigt. Fig. 1 zeigt ein OPW Gewebe 1 mit aufgedruckten Markierungen 2, die auf die gewebte Kontur 4 abge- stimmt sind.
Fig. 2 zeigt ein OPW-Gewebe la in dem gegenüber dem Grundmaterial andersartige Kenn- fäden 3a, vor oder während des Webprozesses, eingebracht wurden, die auf die gewebten Konturen 4a abgestimmt sind.
Die vor, während oder nach dem Webprozeß auf das Gewebe oder die gewebte Kontur eines OPW abgestimmten auf-oder eingebrachten Markierungen, z. B. durch Aufdruck oder Kennfäden, dienen zur Anpassung nachfolgender Prozesse auf die Webkontur oder das Gewebe als Referenzpunkte, insbesondere zur Erkennung von gewebten Konturen der OPW und die darauf abgestimmte Korrektur der nachfolgenden Prozeßschritte.
