FIEGLER, Till (An der Wingertshecke 2, Butzbach / Maibach, 35510, DE)
BOLTE, Peter (Pfingstweg 12, Buseck, 35418, DE)
FIEGLER, Till (An der Wingertshecke 2, Butzbach / Maibach, 35510, DE)
| Patentansprüche Verfahren zur Herstellung eines kapazitiven Berührungssensors mit einer aus Kunststoff bestehenden Trägerplat¬ te, durch Berühren von deren Vorderfläche ein Schaltvorgang auslösbar ist und auf deren Rückfläche eine oder mehrere kapazitive Sensorelektroden angeordnet sind, die über Leiterbahnen mit einer Auswerteelektronik verbunden sind, wobei die den auf der Vorderfläche der Trägerplat¬ te den Sensorelektroden gegenüberliegenden Bereiche Kontaktzonen bilden, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass eine die Sensorelektroden und Leiterbahnen tragende Kunststofffolie (1) auf eine erste Seitenwand einer Kavität eines Spritzgießwerkzeugs mit den Sensor¬ elektroden zur ersten Seitenwand gerichtet eingelegt und dann auf der den Sensorelektroden abgewandten Seite der Kunststofffolie (1) ein die Trägerplatte (4, 4', 4'', 4"', 4'''') bildendes Polycarbonat in die Kavität ein¬ gespritzt wird, dass dann die Kavität auf der der Kunststofffolie (1) abgewandten Seite einen Spalt bil¬ dend erweitert und der Spalt mit einem eine kratzfeste Beschichtung (3) bildenden, mit dem Polycarbonat im Berührungsbereich reagierenden weiteren Kunststoff ausgespritzt wird, oder dass das aus Kunststofffolie und Trägerplatte bestehende Bauteil aus der Kavität entnom¬ men und in eine zweite Kavität eingelegt wird, wobei dann in der zweiten Kavität auf der der Kunststofffolie abgewandten Seite ein Spalt gebildet ist, der mit einem eine kratzfeste Beschichtung bildenden, mit dem Polycarbonat im Berührungsbereich reagierenden weiteren Kunststoff ausgespritzt wird. Verfahren zur Herstellung eines kapazitiven Berührungssensors mit einer aus Kunststoff bestehenden Trägerplat¬ te, durch Berühren von deren Vorderfläche ein Schaltvorgang auslösbar ist und auf deren Rückfläche eine oder mehrere kapazitive Sensorelektroden angeordnet sind, die über Leiterbahnen mit einer Auswerteelektronik verbunden sind, wobei die den auf der Vorderfläche der Trägerplat¬ te den Sensorelektroden gegenüberliegenden Bereiche Kontaktzonen bilden, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass eine die Sensorelektroden und Leiterbahnen tragende Kunststofffolie auf eine erste Seitenwand einer Kavität eines Spritzgießwerkzeugs mit den Sensorelektro¬ den zur ersten Seitenwand gerichtet eingelegt wird, wo¬ bei die Kunststofffolie auf ihrer den Sensorelektroden abgewandten Seite mit einer Haftvermittlerschicht verse¬ hen ist und dass dann auf der den Sensorelektroden abgewandten Seite der Kunststofffolie ein die Trägerplatte bildendes Polymethylmethacrylat in die Kavität eingesp¬ ritzt wird, dass dann die Kavität auf der der Kunststofffolie abgewandten Seite einen Spalt bildend erweitert und der Spalt mit einem eine kratzfeste Be- schichtung bildenden, mit dem Polymethylmethacrylat im Berührungsbereich sich stoffschlüssig verbindenden weiteren Kunststoff ausgespritzt wird, oder dass das aus Kunststofffolie und Trägerplatte bestehende Bauteil aus der Kavität entnommen und in eine zweite Kavität einge¬ legt wird, wobei dann in der zweiten Kavität auf der der Kunststofffolie abgewandten Seite ein Spalt gebildet ist, der mit einem eine kratzfeste Beschichtung bildenden, mit dem Polymethylmethacrylat der Trägerplatte im Berührungsbereich stoffschlüssig verbindenden weiteren Kunststoff ausgespritzt wird. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die Kunststofffolie (1) eine Polycarbonatfolie ist. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass der die kratzfeste Beschichtung (3) bildende weitere Kunststoff ein Polymethylmethacrylat ist. 5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die der ersten Seitenwand der Kavität gegenüberliegende zweite Seitenwand der Kavität ganz oder bereichsweise mit einer Oberflächenstruktur versehen ist. 6. Verfahren nach Anspruch 5 d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die Oberflächenstruktur eine Ero¬ dierstruktur oder eine Ätzstruktur ist. 7. Verfahren nach Anspruch 5, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die Oberflächenstruktur eine Na- nostruktur mit Ausstülpungen kleiner als die Wellenlänge des Lichts ist . 8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die der ersten Seitenwand der Kavität gegenüberliegende zweite Seitenwand der Kavität eine oder mehrere vertiefte Be¬ reiche aufweist. 9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die Kunststofffolie (1) eine transparente Kunststofffolie ist . 10. Verfahren nach Anspruch 9, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass auf der der ersten Seitenwand zu¬ gewandten Seite der Kunststofffolie (1) Zeichen und/oder Symbole und/oder Ornamente angeordnet sind und die Trä¬ gerplatte (4, 4', 4'', 4''', 4'''') durch ein transparentes Polycarbonat erzeugt ist. 11. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 und 10, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die Sensor¬ elektroden transparente Sensorelektroden sind. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die ers¬ te Seitenwand und/oder die zweite Seitenwand der Kavität eine räumlich gekrümmte Form und/oder von einer Ebene räumlich abweichende Bereiche aufweist. Verfahren nach Anspruch 12, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die Kunststofffolie (1) eine tiefgezogene Kunststofffolie mit einer der ersten Sei¬ tenwand angepassten Form ist. Kapazitiver Berührungssensor mit einer aus Kunststoff bestehenden Trägerplatte, durch Berühren von deren Vorderfläche ein Schaltvorgang auslösbar ist und auf deren Rückfläche eine oder mehrere kapazitive Sensorelektroden angeordnet sind, die über Leiterbahnen mit einer Auswerteelektronik verbunden sind, wobei die den auf der Vorderfläche der Trägerplatte den Sensorelektroden gegenü¬ berliegenden Bereiche Kontaktzonen bilden, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass eine Kunststofffolie (1) auf ihrer einen Seite die Sensor¬ elektroden und Leiterbahnen trägt und die aus Polycarbo- nat oder aus Polymethylmethacrylat bestehende Träger¬ platte (4, 4', 4'', 4''', 4'''') auf ihre andere Seite aufgespritzt ist, wobei auf die der Kunststofffolie (1) abgewandte Seite der Trägerplatte (4, 4', 4'', 4''', 4'''') eine kratzfeste Beschichtung (3) aufgespritzt ist, deren Werkstoff mit dem Polycarbonat reagiert oder mit dem Polymethylmethacrylat der Trägerplatte sich stoffschlüssig verbindet. Kapazitiver Berührungssensor nach Anspruch 14, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die Kunststofffolie (1) aus Polycarbonat besteht. Kapazitiver Berührungssensor nach einem der Ansprüche 14 und 15, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die kratzfeste Beschichtung (3) aus einem Polymethylme- thacrylat (PMMA) besteht. 17. Kapazitiver Berührungssensor nach einem der Ansprüche 14 bis 16, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die kratzfeste Beschichtung (3) auf der der Kunststoff¬ folie (1) abgewandten Seite der Trägerplatte (4''') eine Oberflächenstruktur aufweist. 18. Kapazitiver Berührungssensor nach einem der Ansprüche 14 bis 17, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die der Kunststofffolie (1) abgewandte Seite der Träger¬ platte eine oder mehrere Erhebungen (10, 11) und/oder Vertiefungen (8) aufweist. 19. Kapazitiver Berührungssensor nach einem der Ansprüche 14 bis 18, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass auf der die Sensorelektroden und Leiterbahnen tragenden Seite der Kunststofffolie eine Auswerteelektronik an¬ geordnet ist. |
Verfahren zur Herstellung eines kapazitiven Berührungssensors sowie kapazitiver Berührungssensor
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung eines kapazitiven Berührungssensors mit einer aus Kunststoff bestehenden Trägerplatte, durch Berühren von deren Vorderfläche ein Schaltvorgang auslösbar ist und auf deren Rückfläche eine oder mehrere kapazitive Sensorelektroden angeordnet sind, die über Leiterbahnen mit einer Auswerteelektronik verbunden sind, wobei die den auf der Vorderfläche der Träger ¬ platte den Sensorelektroden gegenüberliegenden Bereiche Kontaktzonen bilden.
Bei derartigen kapazitiven Berührungssensoren ist es bekannt, die Trägerplatte durch Spritzgießen herzustellen, die Frontseite mit einer Lackierung zu versehen und auf die Rückseite die kapazitiven Sensorelektroden aufzukleben.
Die Herstellung dieser Berührungssensoren erfordert in aufwendiger Weise mehrere Füge- und Montageprozesse, um die ein ¬ zelnen Bauteile miteinander zu verbinden. Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Verfahren zur Herstellung eines kapazitiven Berührungssensors und einen kapazitiven Berührungssensor zu schaffen, wobei in einem einfachen Herstellungsprozess ein einfach aufgebauter Berührungssensor hoher Qualität erzeugt werden kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass eine die Sensorelektroden und Leiterbahnen tragende Kunststofffo- lie auf eine erste Seitenwand einer Kavität eines Spritzgieß ¬ werkzeugs mit den Sensorelektroden zur ersten Seitenwand ge- richtet eingelegt und dann auf der den Sensorelektroden abgewandten Seite der Kunststofffolie ein die Trägerplatte bil ¬ dendes Polycarbonat (PC) in die Kavität eingespritzt wird, dass dann die Kavität auf der der Folie abgewandten Seite ei ¬ nen Spalt bildend erweitert und der Spalt mit einem eine kratzfeste Beschichtung bildenden, mit dem Polycarbonat (PC) im Berührungsbereich reagierenden weiteren Kunststoff aus- gespritzt wird, oder dass das aus Kunststofffolie und Trä ¬ gerplatte bestehende Bauteil aus der Kavität entnommen und in eine zweite Kavität eingelegt wird, wobei dann in der zweiten Kavität auf der der Kunststofffolie abgewandten Seite ein Spalt gebildet ist, der mit einem eine kratzfeste Beschich- tung bildenden, mit dem Polycarbonat im Berührungsbereich reagierenden weiteren Kunststoff ausgespritzt wird.
Eine weitere Lösung der Aufgabe besteht darin, dass eine die Sensorelektroden und Leiterbahnen tragende Kunststofffolie auf eine erste Seitenwand einer Kavität eines Spritzgießwerk ¬ zeugs mit den Sensorelektroden zur ersten Seitenwand gerichtet eingelegt wird, wobei die Kunststofffolie auf ihrer den Sensorelektroden abgewandten Seite mit einer Haftvermittlerschicht versehen ist und dass dann auf der den Sensorelektro- den abgewandten Seite der Kunststofffolie ein die Trägerplat ¬ te bildendes Polymethylmethacrylat (PMMA) in die Kavität ein ¬ gespritzt wird, dass dann die Kavität auf der der Kunststoff ¬ folie abgewandten Seite einen Spalt bildend erweitert und der Spalt mit einem eine kratzfeste Beschichtung bildenden, mit dem Polymethylmethacrylat (PMMA) im Berührungsbereich sich stoffschlüssig verbindenden weiteren Kunststoff ausgespritzt wird, oder dass das aus Kunststofffolie und Trägerplatte be ¬ stehende Bauteil aus der Kavität entnommen und in eine zweite Kavität eingelegt wird, wobei dann in der zweiten Kavität auf der der Kunststofffolie abgewandten Seite ein Spalt gebildet ist, der mit einem eine kratzfeste Beschichtung bildenden, mit dem Polymethylmethacrylat der Trägerplatte im Berührungs ¬ bereich stoffschlüssig verbindenden weiteren Kunststoff aus ¬ gespritzt wird. Durch das Aufspritzen der Trägerplatte auf die Kunststofffo- lie erfolgt gleichzeitig ohne separaten Montagevorgang ein Verbinden der Sensorelektroden mit der Trägerplatte. Die Kunststofffolie bildet nicht nur einen einfach handhabba ¬ ren Träger für die exakte Platzierung der Sensorelektroden in der Kavität, sondern schützt in Doppelfunktion die Sensorelektroden vor einer Beschädigung und Verschiebung ihrer Position in der Kavität durch den mit hohem Druck in die Kavi- tät eingespritzten Kunststoff der Trägerplatte.
In der einen Aus führungs form erfolgt ohne ein Entnehmen der Trägerplatte aus der Kavität, nur durch deren Erweiterung und Ausspritzen das Auftragen der kratzfesten Beschichtung .
Die hohe Warmformstabilität des Kunststoffs der Trägerplatte führt zu einer hohen Maßhaltigkeit des Berührungssensors, da weitestgehend kein Verziehen auftritt. Eine Nachbearbeitung kann somit entfallen.
Gleichzeitig splittert die aus PC bestehende Trägerplatte nicht, so dass der Berührungssensor als Bedienblende selbst im Kopfaufprallbereich im Kraftfahrzeug benutzt werden kann. Bei der aus PMMA bestehenden Trägerplatte hat es sich überra ¬ schenderweise gezeigt, dass sich durch die Haftvermittler ¬ schicht die an sich schlechten Brucheigenschaften des PMMA signifikant verbessern, so dass auch in diesem Fall der Berührungssensor als Bedienblende selbst im Kopfaufprallbereich im Kraftfahrzeug benutzt werden kann.
Da ein separates Handling von Teilen zwischen einzelnen Herstellungsschritten entfällt, wird auch ein Risiko einer Verschmutzung und einer Beschädigung der Bauteile durch Trans- port und Zwischenlagerung minimiert, was eine Qualitätsstei ¬ gerung bedeutet. Zu einer guten Verbindung von Kunststofffolie und Trägerplat ¬ te kommt es, wenn die Kunststofffolie eine Polycarbonatfolie ist . Ist der die kratzfeste Beschichtung bildende weitere
Kunststoff ein Polymethylmethacrylat (PMMA) , so weist sie über die Kratzfestigkeit hinaus auch Chemikalienbeständigkeit auf . Durch das Reagieren des PMMA mit dem Polycabonat mittels ei ¬ nes Reaktivsystems analog eines 2-Komponenten-Klebstoffs kommt es nach der Reaktion zu einer quasi ein Duroplast bil ¬ denden festen Verbindung zwischen diesen beiden Werkstoffen.
Wenn die der ersten Seitenwand der Kavität gegenüberliegende zweite Seitenwand der Kavität ganz oder bereichsweise mit ei ¬ ner Oberflächenstruktur versehen ist, kann ohne jeden Mehraufwand die Betätigungsfläche des Berührungssensors mit einer entsprechenden Oberflächenstruktur versehen werden.
Dadurch können ohne speziellen Aufwand z. B. ein die Betätigungsfläche ganz überdeckender Glanzgrad oder partiell unter ¬ schiedliche Glanzgrade der Betätigungsfläche erzeugt werden. Dazu kann die Oberflächenstruktur eine Erodierstruktur oder eine Ätzstruktur sein.
Es ist aber auch möglich, dass die Oberflächenstruktur eine Nanostruktur mit Ausstülpungen kleiner als die Wellenlänge des Lichts ist.
Dies führt auf einfache Weise mit dem Herstellungsvorgang der Trägerplatte zu einer Reflexe mindernden Oberfläche, die dar ¬ über hinaus eine leichtere Reinigbarkeit („easy to clean") oder sogar eine geringere Sichtbarkeit von Fingerabdrücken („antifingerprint" ) erzeugen kann. Weist die der ersten Seitenwand der Kavität gegenüberliegende zweite Seitenwand der Kavität eine oder mehrere vertiefte oder erhöhte Bereiche auf, so können Erhöhungen und Vertie ¬ fungen an der Betätigungsfläche des Berührungssensors erzeugt werden, die als Fühlhilfen und haptische Elemente dienen können .
Eine Vertiefung, eine Erhöhung oder ein durch Erhöhungen umschlossener Bereich kann der Bereich einer Kontaktzone sein.
Die Kunststofffolie kann eine transparente Kunststofffolie sein, so dass der Berührungssensor transmissiv durchleuchtbar ist . Der Berührungssensor erhält dekorative Eigenschaften, wenn die Kunststofffolie und/oder die Trägerplatte farbig sind.
Weiterhin können auf der der ersten Seitenwand zugewandten Seite der Kunststofffolie Zeichen und/oder Symbole und/oder Ornamente angeordnet sein und die Trägerplatte durch ein transparentes PC erzeugt sein.
Durch die Kunststofffolie werden die Zeichen, Symbole und Or namente, die aufgedruckt sein können, gegen ein Verwaschen und Beschädigen durch den Kunststoff der Trägerplatte bei dessen Einspritzen in die Kavität geschützt.
Ein Durchleuchten des Berührungssensors wird nicht beeint ¬ rächtigt, wenn die Sensorelektroden transparente Sensorelekt roden sind.
Eine räumliche Gestaltungsfreiheit ohne Mehraufwand wird er ¬ halten, wenn die erste Seitenwand und/oder die zweite Seiten wand der Kavität eine räumlich gekrümmte Form und/oder von einer Ebene räumlich abweichende Bereiche aufweist. Dabei ist vorzugsweise die Kunststofffolie eine tiefgezogene Kunststofffolie mit einer der ersten Seitenwand angepassten Form.
Die Vorteile der Merkmale der Ansprüche 1 bis 13 treffen ent ¬ sprechend auch auf den kapazitiven Berührungssensor mit den Merkmalen der Ansprüche 14 bis 19 zu.
Ist auf der die Sensorelektroden und Leiterbahnen tragenden Seite der Kunststofffolie eine Auswerteelektronik angeordnet, so erfüllt die Kunststofffolie neben den bereits genannten Funktionen noch die Funktion als Trägerbauteil für die Aus- werteelektronik .
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden im Folgenden näher beschrieben. Es zeigen :
Figur 1 eine perspektivische Vorderansicht eines ersten
Ausführungsbeispiels eines kapazitiven Berührungs ¬ sensors,
Figur 2 einen Längsschnitt durch den Berührungssensor nach
Figur 1,
Figur 3 einen vergrößerten Ausschnitt des Berührungssensors nach Figur 1,
Figur 4 eine perspektivische Untenansicht des Berührungs ¬ sensors nach Figur 1,
Figur 5 einen Längsschnitt einer perspektivischen Vorderansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels eines kapazitiven Berührungssensors,
Figur 6 einen vergrößerten Ausschnitt des Berührungssensors nach Figur 5, Figur 7 eine perspektivische Untenansicht des Berührungs ¬ sensors nach Figur 5,
Figur 8 eine perspektivische Vorderansicht eines dritten
Ausführungsbeispiels eines kapazitiven Berührungs ¬ sensors,
Figur 9 einen vergrößerten Ausschnitt einer perspektivischen Seitenansicht eines vierten Ausführungsbei- spiels eines kapazitiven Berührungssensors,
Figur 10 eine perspektivische Vorderansicht eines fünften
Ausführungsbeispiels eines kapazitiven Berührungs ¬ sensors,
Figur 11 eine perspektivische Vorderansicht eines sechsten
Ausführungsbeispiels eines kapazitiven Berührungs ¬ sensors, Figur 12 eine perspektivische Untenansicht des Berührungs ¬ sensors nach Figur 11,
Figur 13 einen ersten vergrößerten Ausschnitt aus Figur 11, Figur 14 einen zweiten vergrößerten Ausschnitt aus Figur 11
Die in den Figuren dargestellten kapazitiven Berührungssensoren besitzen eine Kunststofffolie 1 aus transparentem Poly- carbonat (PC) , auf deren Unterseite nicht dargestellte kapa- zitive Sensorelektroden aufgebracht sind.
Auf die den Sensorelektroden abgewandte Oberseite der
Kunststofffolie 1 ist eine Platte 2 aus einem transparenten oder opaken Polycarbonat (PC) in einem Spritzgussverfahren aufgespritzt. Auf die der Kunststofffolie 1 gegenüberliegende Seite ist auf das Polycarbonat (PC) der Platte 2 eine transparente kratz ¬ feste Beschichtung 3 aus Polymethylmethacrylat (PMMA) auf ¬ gespritzt, das mit dem Polycarbonat reagiert und eine Dicke etwa zwischen 15 μπι und 280 μπι besitzt.
Platte 2 und Beschichtung 3 bilden eine Trägerplatte 4, 4',
Entsprechend den Sensorelektroden sind auf der Vorderfläche 7 der Trägerplatte 2 Kontaktzonen 5, 5' , 5' ' als sensitive Be ¬ reiche ausgebildet.
Eine Schaltfunktion wird dadurch ausgelöst, dass ein ausrei- chend großer leitfähiger Körper, beispielsweise ein menschlicher Finger in die Nähe einer Kontaktzone 5, 5' , 5' ' und somit in die Nähe der der Kontaktzone 5, 5' , 5' ' zugeordneten Sensorelektrode gebracht wird. Das erzeugte Schaltsignal wird über nicht dargestellte auf der Kunststofffolie 1 angeordnete Leiterbahnen einer Auswer ¬ teelektronik zugeleitet.
Dazu erstreckt sich die Kunststofffolie 1 mit einer flexiblen Anbindung 6 über die Trägerplatte 4, 4', 4'', 4''', 4'''' hinaus und führt zu einer nicht dargestellten, die Auswerte ¬ elektronik tragenden Leiterplatte.
Bei den Ausführungsbeispielen der Figuren 1 bis 7 sind sowohl Kontaktzonen 5 mit ebener Vorderfläche 7 der Trägerplatte 4 als auch als Vertiefungen 8 an der Vorderfläche 7 ausgebilde ¬ te Kontaktzonen 5' vorhanden.
In den Figuren 1 bis 3 besitzt die Trägerplatte 4 abgesehen von der Vertiefung 8 konstante Dicke. In den Figuren 4 bis 7 ist die Trägerplatte 4' und die
Kunststofffolie 1 der Vertiefung 8 angepasst, so dass die Trägerplatte 4' ohne Ausnahme eine konstante Dicke besitzt. Das Ausführungsbeispiel der Figur 8 besitzt eine Trägerplatte 4'' mit ebener Vorderfläche 7, auf der mit dünner Linie zwei Reihen mit Kontaktzonen 5 dargestellt sind.
Zwischen den beiden Reihen mit Kontaktzonen 5 ist ebenfalls mit dünner Linie ein Displaybereich 9 gekennzeichnet.
Da die Kunststofffolie 1 und die Trägerplatte 4'' transparent sind, können entweder auf der Kunststofffolie 1 aufgedruckte Symbole, Zeichen und Ornamente auf der Vorderseite des Berüh- rungssensors gesehen werden, der transmissiv durchleuchtbar sein kann.
Es ist aber auch möglich, ein Display im Displaybereich hinter der Trägerplatte 4'' anzuordnen, das insbesondere ein transmissiv durchleuchtbares Display ist.
Bei dem in Figur 9 dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Beschichtung 3 der Trägerplatte 4''' an der Vorderfläche 7 mit einer Nanostruktur versehen, die in der Darstellung auf- grund der Feinheit der Struktur nicht darstellbar ist.
Diese Nanostruktur dient zur Reflexminderung und gegebenenfalls sogar zur Anti-Fingerprint-Eigenschaft der Vorderfläche 7.
Das Ausführungsbeispiel der Figuren 10 bis 14 zeigt eine Trä ¬ gerplatte 4'''', die in der Vorderfläche 7 eine Vertiefung 8 bei einer Kontaktzone 5' , eine Reihe Kontaktzonen 5 mit ebe ¬ ner Vorderfläche 7 sowie eine weitere Reihe mit tastenartigen Erhebungen 10 im Bereich von Kontaktzonen 5'' aufweist. Zwischen den Kontaktzonen 5 mit ebener Vorderfläche 7 sind als Fühlhilfen erhabene Trennwülste 11 von der Vorderfläche 7 hervorstehend ausgebildet.
