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Title:
METHOD FOR PRODUCING A COMPONENT COVERED WITH A WEAR-RESISTANT COATING
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2006/042506
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for producing a component which is coated with a wear-resistant coating, in particular a corrosion-resistant coating or erosion- resistant coating, in particular a gas turbine component. Said method comprises the following steps; a) a component (10), whereby the surface (13) thereof is to be coated, is prepared; b) the component (11) is at least partially coated on the surface thereof with an at least hard double-layered and/or at least soft double-layered wear-resistant coating (14). The wear-resistant coating (14) comprises at least one relatively soft layer (15) and at least one relatively hard layer (16); c) the at least partially coated component on the covered component surface thereof is surface hardened.

Inventors:
Eichmann, Wolfgang (Peter-Rosegger-Strasse 2, Puchheim, 82178, DE)
Manier, Karl-heinz (Fuchsberg 10, Scheyern, 85298, DE)
Uecker, Markus (Karl-Theodor-Strasse 97, München, 80796, DE)
Uihlein, Thomas (Richard-Graef-Weg 15, Dachau, 85221, DE)
Application Number:
PCT/DE2005/001795
Publication Date:
April 27, 2006
Filing Date:
October 07, 2005
Export Citation:
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Assignee:
MTU AERO ENGINES GMBH (Dachauer Strasse 665, München, 80995, DE)
Eichmann, Wolfgang (Peter-Rosegger-Strasse 2, Puchheim, 82178, DE)
Manier, Karl-heinz (Fuchsberg 10, Scheyern, 85298, DE)
Uecker, Markus (Karl-Theodor-Strasse 97, München, 80796, DE)
Uihlein, Thomas (Richard-Graef-Weg 15, Dachau, 85221, DE)
International Classes:
C23C4/18; C23C26/00
Attorney, Agent or Firm:
MTU AERO ENGINES GMBH (Intellectual Property Management, Postfach 50 06 40, München, 80976, ASI)
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Claims:
Patentansprüche
1. Verfahren zur Herstellung eines mit einer Verschleißschutzbeschich tung, insbesondere einer Korrosionsschutzbeschichtung oder Erosions schutzbeschichtung, beschichteten Bauteils, insbesondere Gasturbi¬ nenbauteils, mit folgenden Schritten: a) Bereitstellen eines an einer Bauteiloberfläche (13) zu be¬ schichtenden Bauteils (10) ; b) zumindest teilweises Beschichten des Bauteils (11) an seiner Bauteiloberfläche mit einer mindestens zweischichtigen bzw. mindes¬ tens zweilagigen Verschleißschutzbeschichtung (14; 17) , wobei die Verschleißschutzbeschichtung (14; 17) mindestens eine relativ weiche Schicht (15) und mindestens eine relativ harte Schicht (16) umfasst; c) Oberflächenverfestigen des zumindest teilweise beschichteten Bauteils an seiner beschichteten Bauteiloberfläche.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschleißschutzbeschichtung (14; 17) mindestens eine rela¬ tiv weiche, metallische Schicht (15) und mindestens eine relativ harte, keramische Schicht (16) umfasst.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschleißschutzbeschichtung (17) mehrere relativ weiche, metallische Schichten (15) und mehrere relativ harte, keramische Schichten (16) umfasst.
4. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass als Bauteil (10) ein Gasturbinenbauteil bereitgestellt und zu¬ mindest teilweise beschichtet wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine Gasturbinenschaufel bereitgestellt wird, die an ihrer Schaufelblattoberfläche beschichtet wird.
6. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Oberflächenverfestigen des Bauteils an seiner beschichteten Bauteiloberfläche mittels Strahlen durchgeführt wird.
7. Verfahren nach Ansprüche 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Oberflächenverfestigen mittels Kugelstrahlen durchgeführt wird.
Description:
Verfahren zur Herstellung eines mit einer Verschleißschutzbeschichtung beschichteten Bauteils

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines mit einer Ver¬ schleißschutzbeschichtung, insbesondere einer Korrosionsschutzbeschich- tung oder Ξrosionsschutzbeschichtung, beschichteten Bauteils, insbesonde¬ re Gasturbinenbauteils.

Gasturbinenbauteile sind während ihres Betriebs einem hohen Verschleiß, insbesondere durch Oxidation, Korrosion oder auch Erosion, ausgesetzt. Es ist daher aus dem Stand der Technik bekannt, Gasturbinenbauteile mit ent¬ sprechenden Verschleißschutzbeschichtungen zu versehen. Durch das Auf¬ bringen einer Verschleißschutzbeschichtung wird jedoch die sogenannte HCP-Lebensdauer des Grundwerkstoffs des beschichteten Gasturbinenbauteils reduziert. Um diese durch die Beschichtung bedingte Reduktion der HCF- Lebensdauer auszugleichen, ist es aus dem Stand der Technik bereits be¬ kannt, das zu beschichtende Gasturbinenbauteil vor der Beschichtung einer Oberflächenverfestigung durch insbesondere Kugelstrahlen zu unterziehen. Durch die nachfolgende Beschichtung des Gasturbinenbauteils, die übli¬ cherweise bei erhöhten Beschichtungstemperaturen abläuft, wird jedoch ein Teil der durch das Kugelstrahlen erzielten Verfestigung wieder abgebaut. Das Oberflächenverfestigen des zu beschichtenden Bauteils vor dem Be¬ schichten desselben mit der Verschleißschutzbeschichtung ist demnach nur bedingt wirksam.

Aus der JP-11343565-A ist es bereits bekannt, auf ein Bauteil aus einer Titanbasislegierung eine Beschichtung aus einem intermetallischen Werk¬ stoff aufzubringen. Die Beschichtung aus dem intermetallischen Werkstoff wird gemäß diesem Stand der Technik einer Diffusions-wärmebehandlung und gegebenenfalls einem Oberflächenverfestigen durch Kugelstrahlen unterzo¬ gen. Dabei tritt jedoch das Problem auf, dass die spröde, intermetalli¬ sche Diffusionsbeschichtung beim Oberflächenverfestigen beschädigt wird.

Hiervon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung das Problem zu Grunde, ein neuartiges Verfahren zur Herstellung eines mit einer Verschlei߬ schutzbeschichtung beschichteten Bauteils zu schaffen.

Dieses Problem wird durch ein Verfahren zur Herstellung eines mit einer Verschleißschutzbeschichtung beschichteten Bauteils gemäß Patentanspruch

1 gelöst. Erfindungsgemäß umfasst das Verfahren zumindest die folgenden Schritte: a) Bereitstellen eines an einer Bauteiloberfläche zu beschich¬ tenden Bauteils; b) zumindest teilweises Beschichten des Bauteils an sei¬ ner Bauteiloberfläche mit einer mindestens zweischichtigen bzw. mindes¬ tens zweilagigen Verschleißschutzbeschichtung, wobei die Verschleiß- schutzbeschichtung mindestens eine relativ weiche Schicht und mindestens eine relativ harte Schicht umfasst; c) Oberflächenverfestigen des zumin¬ dest teilweise beschichteten Bauteils an seiner beschichteten Bauteil¬ oberfläche.

Im Sinne der hier vorliegenden Erfindung wird vorgeschlagen, eine mindes¬ tens zweischichtige bzw. mindestens zweilagige Verschleißschutzbeschich¬ tung auf die Oberfläche des zu beschichtenden Bauteils aufzutragen, und das so beschichtete Bauteil nachfolgend einem Oberflächenverfestigen durch vorzugsweise Kugelstrahlen zu unterziehen. Die mindestens zwei¬ schichtige Verschleißschutzbeschichtung verfügt über mindestens eine re¬ lativ weiche Schicht und mindestens eine relativ harte Schicht. Durch die erfindungsgemäße Kombination des Beschichtens des Bauteils mit einer MuI- tilayer-Verschleißschutzbeschichtung mit nachfolgendem Oberflächenverfes¬ tigen, kann die beim Oberflächenverfestigen auf die Verschleißschutzbe¬ schichtung aufgebrachte Energie abgebaut werden, ohne dass die Gefahr von Beschädigungen der Verschleißschutzbeschichtung besteht.

Bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteran¬ sprüchen und der nachfolgenden Beschreibung. Ausführungsbeispiele der Er¬ findung werden, ohne hierauf beschränkt zu sein, an Hand der Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigt:

Fig. 1 eine zu beschichtende Gasturbinenschaufel in schematisierter Seitenansicht;

Fig. 2 einen schematisierten Querschnitt durch eine Verschleißschutz¬ beschichtung;

Fig. 3 einen schematisierten Querschnitt durch eine alternative Ver¬ schleißschutzbeschichtung; und

Fig. 4 ein Diagramm zur Verdeutlichung des sich bei Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens im beschichteten Bauteil einstel¬ lenden Druckspannungsverlaufs.

Nachfolgend wird die hier vorliegende Erfindung unter Bezugnahme auf die Fig. 1 bis 4 im größeren Detail beschrieben.

Fig. 1 zeigt exemplarisch als mit dem erfindungsgemäßen Verfahren zu be¬ schichtendes Bauteil eine Gasturbinenschaufel 10, die ein Schaufelblatt 11 sowie einen Schaufelfuß 12 aufweist. Mit dem erfindungsgemäßen Verfah¬ ren soll die bereitgestellte Gasturbinenschaufel 10 nun im Bereich der Oberfläche 13 des Schaufelblatts 11 mit einer Verschleißschutzbeschich- tung, vorzugsweise mit einer Korrosionsschutzbeschichtung oder Erosions- schutzbeschichtung, beschichtet werden.

Hierzu wird im Sinne des erfindungsgemäßen Verfahrens so vorgegangen, dass auf die Oberfläche 13 eine mindestens zweischichtige bzw. mindestens zweilagige Verschleißschutzbeschichtung aufgebracht wird. So zeigt zum Beispiel Fig. 2, dass auf die Oberfläche 13 des Schaufelblatts 11 eine zweilagige bzw. zweischichtige Verschleißschutzbeschichtung 14 aus einer relativ weichen, metallischen Schicht 15 und einer relativ harten, kera¬ mischen Schicht 16 aufgebracht ist. Die relativ harte, metallische Schicht 15 ist unmittelbar auf die Oberfläche 13 aufgebracht und verfügt über eine WerkstoffZusammensetzung, die an die Werkstoffzusammensetzung des Schaufelblatts 11 angepasst ist. Fig. 3 zeigt eine Verschleißschutz¬ beschichtung 17, die aus mehreren relativ weichen, metallischen Schichten 15 sowie mehreren relativ harten, keramischen Schichten 16 aufgebaut ist. Die konkrete Anzahl der relativ harten, keramischen Schichten sowie die konkrete Anzahl der relativ weichen, metallischen Schichten ist für die hier vorliegende Erfindung von untergeordneter Bedeutung und obliegt der Auswahl des hier angesprochenen Fachmanns.

Im Sinne der hier vorliegenden Erfindung wird das mit der Verschlei߬ schutzbeschichtung 14, 17 beschichtete Bauteil nachfolgend einem Oberflä- chenverfestigen durch insbesondere Kugelstrahlen unterzogen. Die beim Ku¬ gelstrahlen auf die Verschleißschutzbeschichtung 14 bzw. 17 aufgebrachte Energie kann infolge des oben beschriebenen Multilayer-Aufbaus der Ver¬ schleißschutzbeschichtung in den relativ weichen, metallischen Schichten 15 elastisch abgebaut werden. Es besteht dann keine Gefahr von Beschädi¬ gungen der relativ harten, keramischen Schichten 16.

Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren ist es möglich, nach dem Beschichten eines Bauteils mit einer als Multilayer-Schichtsystem ausgebildeten Ver¬ schleißschutzbeschichtung durch nachfolgendes Oberflächenverfestigen ei¬ nen optimalen Spannungsverlauf über die Verschleißschutzbeschichtung so¬ wie das Bauteil einzustellen, ohne dass die Gefahr von Beschädigungen der Verschleißschutzbeschichtung besteht.

So zeigt Fig. 4 ein Diagramm, in welchem auf der horizontal verlaufenden Achse 18 ausgehend von der Oberfläche des beschichteten Bauteils die Tie¬ fe desselben und auf der vertikal verlaufenden Achse 19 die mit Hilfe des erfindungsgemäßen Verfahrens im Bauteil induzierte Druckspannung aufge¬ tragen ist. Mit der Linie 20 ist die Oberfläche des unbeschichteten Bau¬ teils dargestellt; der Bereich links von der Linie 20 betrifft demnach die Verschleißschutzbeschichtung, der Bereich rechts von der Linie 20 be¬ trifft das Bauteil als solches. Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren lässt sich der mit der Bezugsziffer 21 gekennzeichnete Druckspannungsverlauf über der Tiefe des beschichteten Bauteils realisieren.

Bei Verwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Herstellung eines mit einer Verschleißschutzbeschichtung beschichteten Bauteils bleibt die Schwingfestigkeit des Grundwerkstoffs des beschichteten Bauteils voll er¬ halten. Bei entsprechender Wahl der Parameter für das Kugelstrahlen bzw. Oberflächenverfestigen kann weiterhin ein Glättungseffekt an der Oberflä¬ che des beschichteten Bauteils erzielt werden.

Wie bereits erwähnt, wird das erfindungsgemäße Verfahren vorzugsweise zur Beschichtung von Gasturbinenschaufeln eingesetzt, die aus einer Titanba¬ sislegierung oder Nickelbasislegierung gebildet sind. So können mit dem erfindungsgemäßen Verfahren zum Beispiel Schaufeln einer Turbine oder ei¬ nes Verdichters eines Flugtriebwerks beschichtet werden.

Abschließend sei darauf hingewiesen, dass die relativ weichen, metalli¬ schen Schichten auch als poröse Schichten ausgeführt sein können. Weiter¬ hin ist es möglich, zwischen einer relativ weichen, metallischen Schicht und einer relativ harten, keramischen Schicht eine gradierte Werkstoff¬ schicht anzuordnen. Die Schichten werden vorzugsweise durch einen PVD (Physical Vapor Deposition) -Prozess auf die Oberfläche des zu beschich¬ tenden Bauteils aufgetragen.