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Title:
METHOD FOR PRODUCING A COMPOSITE ROLLING BEARING
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2013/020750
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for producing a composite rolling bearing (1) having a bearing flange (3) and at least one rolling bearing (4, 5) held on the bearing flange (3) by means of an inner ring (6, 7). In order to be able to fix the inner ring (7) on the bearing flange (3) with axial preloading without expansion, the inner ring (7) is acted upon by means of a holding-down means (23) that radially holds down the inner ring (7) and is preloaded against the inner ring (7) by a regulated axial force (F), and, by way of an advancing cone (21) introduced radially on the inside axially into the bearing flange (3), material (11) present on the bearing flange (3) is displaced radially towards the outside into a recessed formation (15, 16) in the inner ring (7).

Inventors:
KAISER, Andreas (Am Felsenring 27, Werneck, 97440, DE)
NIEBLING, Peter (Jahnstraße 2a, Bad Kissingen, 97688, DE)
LANGER, Roland (Goethestraße 5, Schwanfeld, 97523, DE)
EICHELMANN, Frank (Waldblick 4, Haßfurt, 97437, DE)
Application Number:
EP2012/062185
Publication Date:
February 14, 2013
Filing Date:
June 25, 2012
Export Citation:
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Assignee:
SCHAEFFLER TECHNOLOGIES AG & CO. KG (Industriestraße 1-3, Herzogenaurach, 91074, DE)
KAISER, Andreas (Am Felsenring 27, Werneck, 97440, DE)
NIEBLING, Peter (Jahnstraße 2a, Bad Kissingen, 97688, DE)
LANGER, Roland (Goethestraße 5, Schwanfeld, 97523, DE)
EICHELMANN, Frank (Waldblick 4, Haßfurt, 97437, DE)
International Classes:
B21H1/12; B21D53/10
Foreign References:
DE102008064155A12010-07-01
DE2611218A11977-10-06
DE102008064155A12010-07-01
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Claims:
Patentansprüche

1 . Verfahren zur Herstellung eines Wälzlagerverbundes (1 , 1 a, 1 b, 1 c, 1 d, 1 e, 1f) mit einem Lagerflansch (3, 3a, 3b, 3c, 3d, 3e) und zumindest ei- nem mittels eines Innenrings (6, 7, 7a, 7b, 7c, 7d, 7e, 7f) auf dem Lagerflansch (3, 3a, 3b, 3c, 3d, 3e) aufgenommenen Wälzlager (4, 5), dadurch gekennzeichnet, dass der Innenring (7, 7a, 7b, 7c, 7d, 7e, 7f) mittels eines den Innenring (7, 7a, 7b, 7c, 7d, 7e, 7f) radial niederhaltenden und mit einer geregelten Axialkraft (F) gegen den Innen- ring (7, 7a, 7b, 7c, 7d, 7e, 7f) vorgespannten Niederhalters (23, 23a,

23e, 23f) beaufschlagt und von einem radial innen axial in den Lagerflansch (3, 3a, 3b, 3c, 3d, 3e) eingeführten Vorschubkegel (21 , 21 a, 21 d) am Lagerflansch (3, 3a, 3b, 3c, 3d, 3e) vorgehaltenes Material (1 1 ) nach radial außen in eine Einformung (15, 15a, 15c, 15e, 16, 16b, 16d) des Innenrings (7, 7a, 7b, 7c, 7d, 7e, 7f) verdrängt wird.

2. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das vorgehaltene Material (1 1 ) zumindest teilweise von an dem Vorschubkegel (21 , 21 a, 21 d) verdrehbar angeordneten Rollen (22, 22a, 22d) verdrängt wird. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Niederhalter (23a) während eines Rollformvorgangs eine Stirnverzahnung (31 ) in den Lagerflansch (3a) formt.

4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Niederhalter (23f) an einer radial außen am Innenring (7f) vorgesehenen Zentrierphase (34) zentriert wird.

5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein radial innen an einer Stirnseite (14, 14a, 14e) des Lagerflansches (3, 3a, 3e) ausgebildeter Materialüberstand (12, 12a, 12c, 12d) als vorgehaltenes Material (1 1 ) in eine einer Stirnseite (17a, 17e) des Innenrings (7, 7a, 7e) radial innen als Einformung (15, 15a, 15e) ausgebildete Phase (18) verdrängt wird. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein radial innen zu einer Stirnseite (14, 14b, 14e) des Lagerflansches (3, 3b, 3e) axial beabstandet ausgebildeter Materialüberstand (13, 13b, 13d) als vorgehaltenes Material (1 1 ) in eine zu einer Stirnseite (17) des Innenrings (7, 7b, 7e) axial beabstandete Einformung verdrängt (16, 16b, 16d) wird.

Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Niederhalter (23c) den Innenring (7c) radial innen und radial außen übergreift.

Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Lagerflansch (3e) stirnseitig ein gegenüber der Stirnseite (17e) des Innenrings (7e) axial beabstandeter Ringbund angeformt wird.

Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass in den Ringbund eine Stirnverzahnung eingebracht wird.

Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass abhängig von einem radialen Verlauf einer axialen Breite des vorgehaltenen Materials (1 1 ) ein Neigungswinkel (a) zwischen einer Drehachse (27, 27d) der Rollen (22, 22a, 22d) des Vorschubkegels (21 , 21 a, 21 d) und der Drehachse (2) des Wälzlagerverbunds (1 , 1 a, 1 b, 1 c, 1 d, 1 e, 1f) eingestellt wird.

Description:
Bezeichnung der Erfindung

Verfahren zur Herstellung eines Wälzlagerverbundes

Beschreibung

Gebiet der Erfindung Verfahren zur Herstellung eines Wälzlagerverbundes mit einem Lagerflansch und zumindest einem mittels eines Innenrings auf dem Lagerflansch aufgenommenen Wälzlager.

Hintergrund der Erfindung

Gattungsgemäße Wälzlagerverbunde werden beispielsweise als Radlager in Kraftfahrzeugen verwendet, wobei der Lagerflansch zumindest ein, bevorzugt zwei axial nebeneinander angeordnete Wälzlager mit Innenringen aufnimmt. Hierbei sind die Innenringe unter axialer Vorspannung auf dem Lagerflansch aufgenommen. Die DE 10 2008 064 155 A1 offenbart zur Herstellung eines Nietbundes an dem Lagerflansch ein Rotationsumformungsverfahren, bei dem ein Nietbund aus einem sich axial entlang der Drehachse der Wälzlager erstreckenden Flanschteil durch radiale Ausformung der Stirnfläche erzielt wird. Hierbei bilden gegenüber der Drehachse angestellte Rollen eines Vorschubkegels den Nietbund. Gegenüber herkömmlichen Wälzvernietungen besteht eine zwar verringerte aber noch vorhandene Gefahr des Aufweitens des benachbarten Innenrings. Bei ausreichend stabil ausgestalteten Innenringen erfordert die Aufbauhöhe in nachteiliger Weise einen vergrößerten Bauraum. Durch die radiale Umformung ist die axiale Vorspannung der Innenringe auf dem Lager- flansch schlecht kontrollierbar. Desweiteren tritt insbesondere durch die hohen Anstellwinkel der Rollen mit hohen Umformkräften ein vergleichsweise hoher Werkzeugverschleiß auf. Aufgabe der Erfindung

Aufgabe der Erfindung ist daher, ein Verfahren zur Herstellung eines Wälz- lagerbunds vorzuschlagen, bei dem eine Aufweitung des Innenrings vermieden und die Einstellung der axialen Vorspannung der Innenringe oder des Innenrings exakt einstellbar ist.

Allgemeine Beschreibung der Erfindung

Die Aufgabe wird durch ein Verfahren zur Herstellung eines Wälzlagerverbundes mit einem Lagerflansch und zumindest einem mittels eines Innenrings auf dem Lagerflansch aufgenommenen Wälzlager gelöst, wobei der Innenring mittels eines den Innenring radial niederhaltenden und mit einer geregelten Axialkraft gegen den Innenring vorgespannten Niederhalters beaufschlagt und von einem radial innen axial in den Lagerflansch eingeführten Vorschubkegel am Lagerflansch vorgehaltenes Material nach radial außen in eine Einformung des Innenrings verdrängt wird.

Gemäß dem vorgeschlagenen Verfahren wird zur Herstellung einer axialen Vorspannung und axialen Fixierung des einzigen oder äußeren, der Stirnseite des Lagerflansches zugewandten Innenrings Material des Lagerflansches im Gegensatz zu Nietverfahren nicht nach radial außen umgeformt sondern nach radial außen verdrängt, wobei der Niederhalter den Innenring nach radial außen stabilisiert und einen axialen Anschlag für das verdrängte Material bilden kann. Hierbei wird ein axialer Anschlag für den Innenring gebildet, wobei der Innenring durch den Niederhalter während des Materialverdrängungsvorgangs axial vorgespannt wird, indem dieser mit einer geregelten Axialkraft beaufschlagt wird. Auf diese Weise ist ein Ausweichen beziehungsweise eine Verformung des Innenrings nicht möglich. Gleichzeitig erfolgt die axiale Fixierung des Innenrings unter konstanter, einstellbarer Vorspannung. Durch die Stabilisierung des Innenrings durch den Niederhalter während des Verfahrens kann der Innenring geringer dimensioniert werden und insgesamt der Wälzlagerver- bund mit geringerem Bauraum und mit geringerem Gewicht ausgelegt werden, da diese maßgeblichen Größen nicht mehr verfahrensabhängig sondern lediglich auf Anforderungen während des Betriebs ausgelegt werden müssen.

Gemäß einem vorteilhaften Verfahren wird das vorgehaltene Material zumin- dest teilweise von dem Vorschubkegel beziehungsweise von auf diesem aufgenommenen Rollen verdrängt. Hierbei wird der Vorschubkegel verdreht und mit vorgegebenem Vorschub axial verlagert, wobei das radial nach innen gegenüber dem Innenumfang des Lagerflansches überstehende Material nach radial außen verdrängt und eine entsprechende Menge Material am Außenum- fang des Lagerflansches ausgeformt und in radial gegenüberliegenden Einfor- mungen des Innenrings verdrängt wird. Der Niederhalter wird dabei ebenso wie der Lagerflansch nicht rotierend gelagert.

Beispielsweise kann in einer vorteilhaften Ausführungsform ein radial innen an einer Stirnseite des Lagerflansches ausgebildeter Materialüberstand als vorge- haltenes Material in eine einer Stirnseite des Innenrings radial innen als Ein- formung ausgebildete Phase verdrängt werden. Hierbei kann der radial entsprechend nach innen erweiterte Niederhalter als stirnseitig begrenzende Wandung für das verdrängte Material dienen, wobei Innenring und das verdrängte Material stirnseitig bündig sein können. Alternativ kann durch ent- sprechende axiale Rückverlagerung der an dem Niederhalter vorgesehenen Wandung ein Ringbund des Lagerflansches angeformt werden, der gegenüber der Stirnseite des Innenrings axial erweitert ist.

Weiterhin kann die Wandung als Matrize beispielsweise in Form einer Stirnverzahnung vorgesehen sein, so dass bei entsprechender Materialverdrängung im stirnseitigen Bereich des Lagerflansches eine Stirnverzahnung in die Stirnseite des Lagerflansches eingeformt wird, die im Falle einer Ausbildung des Wälzlagerverbundes als Radlager mit einer entsprechenden Profilierung einer Antriebswelle einen drehschlüssigen, lediglich noch axial zu verspannenden Verbund des Lagerflansches mit der Antriebswelle ergibt. Alternativ kann eine derartige Stirnverzahnung bereits vorher in den Lagerflansch eingebracht sein, wobei hier eine Materialverdrängung nicht im Bereich der Stirnseite des Lagerflansches vorgesehen ist. Alternativ können die Stirnverzahnung zuvor einge- bracht und eine Materialverdrängung an der Stirnseite des Lagerflansches vorgesehen werden, wenn die Stirnverzahnung mittels einer komplementär ausgeformten Wandung des Niederhalters geschützt wird.

Alternativ oder zusätzlich kann am Innenumfang des Lagerflansches axial beabstandet zu dessen Stirnseite ein radial nach innen ausgebildeter Materialüberstand als vorgehaltenes Material vorgesehen sein, der in eine zu einer Stirnseite des Innenrings axial beabstandete Einformung verdrängt wird. Beispielsweise kann die Einformung eine Ringnut oder dergleichen sein.

Um eine vorteilhafte Zentrierung des Niederhalters an dem Innenring und eine gute Entfernung dieses nach Durchführung des Verfahrens zu erzielen, kann der Niederhalter an einer radial außen am zumindest einen Innenring vorgesehenen Phase zentriert werden, wobei in diesem Bereich der Niederhalter entsprechend konisch ausgebildet ist.

Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform kann der Niederhalter den In- nenring radial innen und radial außen übergreift.

Durch die Ausbildung der Materialüberstände an vorgehaltenem Material können die Formkräfte gering gehalten werden. Die Formkräfte können dabei durch den Formwinkel der Rollen an dem Vorschubkegel verändert werden. Beispielsweise kann der Vorschub und die Steigung der Rollen abhängig von einem radialen Verlauf einer axialen Breite des vorgehaltenen Materials eingestellt werden. Hierbei können die Drehachsen der Rollen gegenüber der Drehachse des Innenrings beispielsweise 10° bis 20° betragen, wobei die Rollen an dem Innenumfang gegenüber der im Wesentlichen zylindrischen Innenfläche einen zu dieser geneigten Einformungsbereich ausbilden können.

Kurze Beschreibung der Figuren

Die Erfindung wird anhand der in den Figuren 1 bis 1 1 dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert. Dabei zeigen:

Figur 1 eine Rohform eines Wälzlagerverbunds im Teilschnitt,

Figur 2 die Rohform der Figur 1 mit angelegtem Formwerkzeug im

Teilschnitt den Wälzlagerverbund in fertig gestelltem Zustand im Teilschnitt,

einen gegenüber dem Wälzlagerverbund der Figuren 1 bis 3 geänderten Wälzlagerverbund mit anzuformender Stirnverzahnung in Rohform im Teilschnitt,

einen Teilschnitt des Wälzlagerverbunds der Figur 4 im Fertigzustand,

eine Rohform eines Wälzlagerverbunds mit bereits vor dem Materialverdrängungsprozess eingebrachter Stirnverzahnung im Teilschnitt,

eine Rohform eines Wälzlagerverbunds mit radial innen und außen von dem Niederhalter übergriffenem Innenring im Teilschnitt,

eine Rohform eines Wälzlagerverbunds mit von der Stirnseite des Lagerflanschs her nach radial außen abgestuftem Material überstand im Teilschnitt,

eine Rohform eines Wälzlagerverbunds mit gegenüber der Drehachse des Innenrings von steil angestellten Rollen des Vorschubkegels eingeformten Materialüberständen im Teilschnitt,

eine Rohform eines Wälzlagerverbunds mit gegenüber einer Stirnseite des Innenrings axial zurückverlagerten Wandung des Niederhalters im Teilschnitt einen Teilschnitt einer Rohform eines Wälzlagerverbunds mit konisch an dem Innenring zentriertem Niederhalter.

Ausführliche Beschreibung der Figuren

Figur 1 zeigt einen Teilschnitt durch den um die Drehachse 2 angeordneten Wälzlagerverbund 1 in Rohform. Der Lagerflansch 3 nimmt zwei axial nebeneinander angeordnete Wälzlager 4, 5 auf, deren Innenringe 6, 7 auf dem entlang und um die Drehachse 2 angeordneten Flanschteil 8 spielfrei mittels eine Presssitzes gegen den Axialanschlag 9 aufgenommen sind.

Am Innenumfang des Lagerflansches 3 ist aus der zylindrischen Oberfläche 10 das vorgehaltene Material 1 1 in Form der Materialüberstände 12, 13 radial nach innen und über den Umfang ringförmig erweitert. Hierbei weist der Materialüberstand 12 an der Stirnseite 14 des Lagerflansches 3 einen im Wesentlichen keilförmigen, sich in Richtung Stirnseite 14 radial erweiternden Querschnitt auf. Der Materialüberstand 13 ist gegenüber der Stirnseite 14 axial in Richtung Axial- anschlag 9 beabstandet.

In dem Innenring 7 sind zu den Materialüberständen 12, 13 komplementäre Ein- formungen 15, 16 vorgesehen, die werkzeugfallend oder nachträglich spanend in den Innenring 7 eingearbeitet sind. Die Stirnseiten 14, 17 des Lagerflansches 3 und des Innenrings 7 sind axial bündig ausgebildet, so dass die Einformung 15 als sich nach außen öffnende Phase 18 ausgebildet ist. Die Einformung 16 ist als Ringnut 19 ausgebildet.

Figur 2 zeigt die Rohform des Wälzlagerverbunds 1 mit dem zu Beginn des Roll- formvorgangs angesetzten, schematisch dargestellten Rollformwerkzeug 20, welches aus dem Vorschubkegel 21 mit den darauf verdrehbar gelagerten Rollen 22 wie Formrollen und dem Niederhalter 23 sowie den entsprechenden, nicht dargestellten Lagereinrichtungen des Wälzlagerverbunds 1 , des Vorschubkegels 21 und des Niederhalters 23 sowie Antriebs- und Regeleinrichtungen dieser gebildet ist.

Der Niederhalter 23 wird zu Beginn des Rollformvorgangs an die Stirnseiten 14, 17 des Lagerflansches 3 und des Innenrings 7 unter Vorgabe einer ausgewählten und während des Rollformvorgangs geregelten Axialkraft F angelegt, so dass eine vorgegebene Vorspannung der Innenringe 6, 7 gegenüber dem Axialanschlag 9 des Lagerflansches 3 eingestellt werden kann.

Der Niederhalter 23 umgreift den Außenumfang 24 des Innenrings 7 mittels des gegenüber der Stirnseite 17 axial erweiterten Ansatzes 25, welcher ringförmig oder ringsegmentförmig ausgebildet sein kann, und fixiert damit den Innenring 7 radial auf dem Außenumfang 26 des Flanschteils 8, so dass dieser im nachfolgenden Rollformvorgang keine radiale Aufweitung erfahren kann. Während des Rollformvorgangs wird der Vorschubkegel 21 mit den darauf axial fest und um die Drehachse 27 verdrehbar aufgenommenen Rollen 22 axial verlagert, wodurch unter Verdrehung der Rollen 22 beginnend mit dem Materialüberstand 12 das vorgehaltene Material in Form der Materialüberstände 12, 13 nach radial eingerollt wird.

Wie aus Figur 3 hervorgeht, hat im fertiggestellten Wälzlagerverbund 1 das eingerollte Material im Endzustand des Rollformvorgangs Material aus dem Flanschteil 8 verdrängtes Material 28, 28a in die Einformungen 15, 16 verdrängt. Dabei wird Material aus dem Flanschteil 8 in die Einformungen 15, 16 verdrängt, so dass un- ter Vorspannung des Niederhalters 23 die Innenringe 6, 7 mit konstanter Vorspannung gegen den Axialanschlag 9 auf dem Lagerflansch 3 axial fixiert sind.

Nach dem Rollformvorgang ist die Oberfläche 10 des Innenumfangs des Lagerflansches im Wesentlichen zylindrisch und der Vorschubkegel 21 und der Nie- derhalter 23 werden zurückverlagert.

Figur 4 zeigt eine Variante eines Wälzlagerverbunds 1 a in Rohform mit einem hierzu angepassten Rollformwerkzeug 20a. Hierbei ist der Innenring 7a gegenüber dem Flanschteil 8a des Lagerflanschs 3a axial erweitert. Der Materialüberstand 12a ist an der Stirnseite 14a des Flanschteils 8a nach radial innen erweitert angeordnet. Der Innenring 7a weist eine entsprechende Einformung 15a auf. Der Niederhalter 23a ist an seiner der Stirnseite 14a zugwandten Wandung 29 als Matrize 30 in Form einer Axialverzahnung ausgebildet. Zu Beginn des Rollformvorgangs wird der Niederhalter 23a mit der Axialkraft F beaufschlagt und der Vorschubkegel 21 a unter Verdrehung der Rollen 22a axial verlagert. Infolgedessen wird der Materialüberstand 12a nach radial außen verdrängt, wodurch verdrängtes Material aus dem Flanschteil 8a in die Einformung 15a des Innennngs 7a fließt. Hierbei wird durch die Matrize 30 an der Stirnseite 14a eine Stirnverzahnung ausgebildet.

Figur 5 zeigt den fertiggestellten Wälzlagerverbund 1 a der Figur 4 mit der Stirnverzahnung 31 , die bezogen auf die Stirnseiten 14a und 17a des Flanschteils 8a beziehungsweise des Innenrings 7a in das Flanschteil 8a eingeformt ist und einen drehfesten Anschluss zu einem weiteren Bauteil, beispielsweise im Falle eines Radlagers zu einer Antriebswelle ausbilden kann. Figur 6 zeigt eine weitere Variante eines Wälzlagerverbunds 1 b mit bereits vor dem Rollformvorgang vorgesehener Stirnverzahnung 31 a. Infolgedessen wird lediglich der axial von der Stirnseite 14b beabstandete Materialüberstand 13b an dem Flanschteil 8b des Lagerflansches 3b und eine entsprechend gegenüberliegende Einformung 16b an dem Innenring 7b vorgesehen.

Figur 7 zeigt eine Variante in Form des Wälzlagerverbunds 1 c, dessen Innenring 7c von beiden Seiten als radial innen und radial außen von dem Niederhalter 23c übergriffen wird. Die Wandung 29c des Niederhalters 23c ist hierbei gegenüber der Stirnseite 17c des Innenrings 7c axial mit dem Rück- sprung 32 versehen, so dass nach Verdrängung des Materialübertands 12c die Einformung 15c mit verdrängtem Material so gefüllt wird, dass der Innenring 7c gegenüber dem Flanschteil 8c des Lagerflansches 3c axial den Überstand 33 bildet. Figur 8 zeigt eine Variante in Form des Wälzlagerverbunds 1 d, bei dem die Materialüberstände 12d, 13d des Flanschteils 8d des Lagerflansches 3d stufenförmig ineinander übergehen. In komplementärer Weise sind radial gegenüberliegend die Einformungen 15d, 16d am Innenring 7d vorgesehen. Während die Rollen 22 der vorhergehenden Figuren die Materialüberstände im Wesentlichen senkrecht zu der Drehachse 2 (Figur 1 ) nach radial außen verdrängen, ist in Figur 9 eine Variante eines Rollformwerkzeugs 20d zur Verdrängung der Materialüberstände 12d, 13d des Flanschteils 8d des Wälzlagerverbunds 1 d der Figur 8 gezeigt. Die Drehachsen 27d der Im Vor- bunds 1 d der Figur 8 gezeigt. Die Drehachsen 27d der Im Vorschubkegel 21 d aufgenommenen Rollen 22d weisen gegenüber der Drehachse 2 des Wälzlagerverbunds 1 d einen großen Neigungswinkel a, beispielsweise zwischen 15° und 25° auf, der dazu führt, dass Rollen 22d die Materialüberstände 12d, 13d schräg verdrängen, wodurch der Kraftaufwand der Materialverdrängung geringer ist. Im Endzustand des Rollformvorgangs ist dabei eine gegenüber der O- berfläche 10d des Flanschteils 8d geneigte Verdrängungsfläche vorgesehen, die einen für weitere Zwecke verwendbaren Hinterschnitt, an dem weitere Bauteile verschnappt oder verkrallt werden können, ausbilden.

Figur 10 zeigt eine Variante in Form des Wälzlagerverbunds 1 e mit zueinander axial beabstandeten Stirnseiten 14e, 17e des Flanschteils 8e des Lagerflansches 3e beziehungsweise des Innenrings 7e, wobei das Flanschteil 8e gegenüber dem Innenring 7e axial erweitert ist. Dementsprechend ist zur Aus- bildung der Einformung 15e und der Beaufschlagung des Innenrings 7e mit der Axialkraft F der Niederhalter 23e mit einer axial gestuften Wandung 29e versehen.

Figur 1 1 zeigt eine Variante in Form des Wälzlagerverbunds 1f, bei der der Innenring an dessen Außenumfang 24f die Zentrierphase 34 zur Zentrierung des Niederhalters 23f aufweist. Entsprechend weist der Niederhalter den Zentrierkonus 35 auf.

Bezugszeichenliste

1 Wälzlagerverbund

1 a Wälzlagerverbund

1 b Wälzlagerverbund

1 c Wälzlagerverbund

1 d Wälzlagerverbund

1 e Wälzlagerverbund

1f Wälzlagerverbund

2 Drehachse

3 Lagerflansch

3a Lagerflansch

3b Lagerflansch

3c Lagerflansch

3d Lagerflansch

3e Lagerflansch

4 Wälzlager

5 Wälzlager

6 Innenring

7 Innenring

7a Innenring

7b Innenring

7c Innenring

7d Innenring

7e Innenring

7f Innenring

8 Flanschteil

8a Flanschteil

8b Flanschteil

8c Flanschteil

8d Flanschteil

8e Flanschteil

9 Axialanschlag 10 Oberfläche

10d Oberfläche

1 1 vorgehaltenes Material

12 Materialüberstand

12a Materialüberstand 2c Materialüberstand

12d Materialüberstand

13 Materialüberstand

13b Materialüberstand

13d Materialüberstand

14 Stirnseite

14a Stirnseite

14b Stirnseite

14e Stirnseite

15 Einformung

15a Einformung

5c Einformung

15d Einformung

15e Einformung

16 Einformung

16b Einformung

16d Einformung

17 Stirnseite

17a Stirnseite

17c Stirnseite

7e Stirnseite

18 Phase

19 Ringnut

20 Rollformwerkzeug

20a Rollformwerkzeug

20d Rollformwerkzeug

21 Vorschubkegel

21 a Vorschubkegel 21 d Vorschubkegel

22 Rolle

22a Rolle

22d Rolle

23 Niederhalter

23a Niederhalter

23c Niederhalter

23e Niederhalter

23f Niederhalter

24 Außenumfang

24f Außen umfang

25 Ansatz

26 Außenumfang

27 Drehachse

27d Drehachse

28 verdrängtes Material

28a verdrängtes Material

29 Wandung

29c Wandung

29e Wandung

30 Matrize

31 Stirnverzahnung

31 a Stirnverzahnung

32 Rücksprung

33 Überstand

34 Zentrierphase

35 Zentrierkonus

F Axial kraft

α Neigungswinkel