| 1. | Verfahren zur Herstellung von Betonsteinen, wobei an einem Grundrahmen mehrere einzeln auswählbare Einzelformen an bringbar sind, mit folgenden Verfahrensschritten : Bestückung des Grundrahmens mit mehreren ausgewähl ten Einzelformen, Herstellung einer lösbaren Verbindung der Einzelformen mit dem Grundrahmen zur Arretierung der Einzelformen, Befüllung der Einzelformen mit flüssigem Betonmaterial, Entnahme der erhärteten Betonsteine aus den Einzelfor men, Heraustrennung der Einzelformen von der Grundform. |
| 2. | Verfahren nach Anspruch 1, wobei der Grundrahmen als Au ßenrahmen ausgebildet ist. |
| 3. | Verfahren nach Anspruch 2, wobei im Inneren des Außenrah mens mehrere Einzelformen lösbar angebracht werden. |
| 4. | Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Einzelformen lösbar miteinander verbunden werden. |
| 5. | Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei ein Sortiment an unterschiedlichen Einzelformen in einem La gerbereich vorgehalten wird. |
| 6. | Verfahren nach Anspruch 5, wobei einzeln auswählbare Einzel formen aus dem Lagerbereich über eine automatische Ent nahmevorrichtung dem Grundrahmen zur Bestückung zuge führt werden. |
| 7. | Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Einzelformen nach Gebrauch vom Grundrahmen getrennt und wieder dem Lagerbereich zugeführt werden. |
| 8. | Grundrahmen zur Herstellung von Betonsteinen, insbesondere zur Herstellung von Betonsteinen nach einem Verfahren nach einem der Ansprüche 17, wobei der Grundrahmen lösbar mit Einzelformen zur Befüllung mit flüssigem Betonmaterial In nenformen verbindbar ist. |
| 9. | Einzelform zur Anbringung an einem Grundrahmen, insbeson dere einem Grundrahmen nach Anspruch 8, insbesondere zur Herstellung von Betonsteinen nach einem Verfahren nach ei nem der Ansprüche 17, wobei die Einzelform Verbindungs elemente zur lösbaren Verbindung mit korrespondierenden Verbindungselementen des Grundrahmens aufweist. |
| 10. | Modulares Formsystem zur Herstellung von Betonsteinen, mit einem Grundrahmen, an dem eine oder mehrere einzeln aus wählbare Einzelformen zur Befüllung mit flüssigem Betonmate rial lösbar anbringbar sind. |
Als Stand der Technik ist aus der EP 0 274 344 A1 eine starre Form zur Herstellung von Paketen von Betonsteinen bekannt. Mit einer derartigen Form können nur einzelne Betonsteine mit durch die star- re Form vorgegebenen Größen hergestellt werden. Eine Herstellung von Betonsteinen anderer Größen ist nur durch Herstellung einer neuen starren Gesamtform möglich.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstel- lung von Betonsteinen anzubieten, welches die kostengünstige Her- stellung einer Vielzahl verschiedener Betonsteine ermöglicht. Ferner sollen Formelemente zur Durchführung eines derartigen Verfahrens angeboten werden.
Die Aufgabe wird für das Verfahren durch die Merkmale des Patent- anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Verfahrensvarianten werden in den Unteransprüchen 2-7 beschrieben. Für die Formelemente wird die Aufgabe durch die Merkmale der Patentansprüche 8,9 und 10 ge- löst.
Beim erfindungsgemäßen Verfahren können abhängig vom Kunden- oder Herstellerwunsch Betonsteine unterschiedlicher Größe herge- stellt werden. Dies wird dadurch ermöglicht, daß die zur Herstellung der Betonsteine erforderliche Form modular aufgebaut ist und zum einen Grundrahmen und zum anderen an diesem anbringbare ein- zeln auswählbare Einzelformen aufweist.
Je nach Kunden-und Herstellerwunsch können an einem vorgege- benen Grundrahmen bei jedem Arbeitsgang unterschiedlichste Ein- zelformen ausgewählt und angebracht werden.
Damit ermöglicht das erfindungsgemäße Verfahren durch Aufnahme unterschiedlicher Einzelformen eine variable Produktion von Beton- steinen unterschiedlicher Größen. Im Gegensatz zu herkömmlichen starren Formen aus Metall (z. B. aus Metall, Holz, Pegoplan, Plastik, Kunststoff, Ton oder Keramik) mit ausgefüllten und vorgegebenen Innenformen ermöglicht das erfindungsgemäße Verfahren die Be- stückung eines vorgegebenen Grundrahmens mit unterschiedlichen Innenrahmen, so daß in direkt aufeinander folgenden Produktions- folgen unterschiedliche Betonsteine hergestellt werden können.
Besonders vorteilhafte läßt sich dieses Verfahren beim Arbeiten mit flüssigem Beton, Fließbeton und selbstverdichtenden Beton, insbe- sondere nach dem Wet-Cast-Verfahren, verwenden. Dabei wird die bereitgestellte Gesamtform, also der jeweilige Grundrahmen mit auf- genommenen Einzelformen, ausgegossen. Danach werden die pro- duzierten Betonsteine aus den Einzelformen entnommen und schließlich die Einzelformen wieder vom Grundrahmen getrennt.
Insgesamt ermöglicht das erfindungsgemäße Verfahren somit insbe- sondere eine besonders flexible Produktion für mit flüssigem Beton hergestellte Betonsteine.
Nach einer vorteilhaften Verfahrensvariante ist ein Grundrahmen vorgesehen, welcher z. B. als Holz-oder Metallstützrahmen ausge- führt sein kann. In diesen Grundrahmen können-ähnlich wie bei ei- nem modularem Baukasten-unterschiedliche feste oder elastische Einzelformen eingesetzt werden, bis der Grundrahmen vollständig ausgefüllt ist. Anstelle eines vollständigen Ausfüllen können auch Platzhalter eingebracht werden.
Nach dem Ausfüllen des Grundrahmens mit Einzelformen werden Grundrahmen und Einzelformen lösbar über korrespondierende Ver- bindungselemente (z. B. Stifte und Öffnungen, Nut und Feder, Falze, Passungen, Klemmen, Spannen, Schrauben etc. ) miteinander ver- bunden, um beim Einbringen von Fließbeton und ggf. auch beim Transport und beim Stapeln eine unerwünschte Bewegung der Ein- zelformen zu verhindern.
Der eingebrachte Fließbeton füllt die Hohlräume der Einzelformen aus, nach dem Aushärten können aus den Einzelformen Betonsteine mit den Größen der Einzelformen entnommen werden.
In einem nächsten Arbeitsschritt kann der Grundrahmen mit anderen Einzelformen bestückt können Betonsteine anderer Größen herge- stellt werden.
Falls gewünscht, können am Grundrahmen immer wieder unter- schiedliche Einzelformen angebracht und können somit-je nach Kunden-oder Herstellerwunsch-Betonsteine unterschiedlicher Größen, Formen und Figuren hergestellt werden, ohne daß eine Vielzahl starrer Formensätze benötigt wird.
Nach einer besonders vorteilhaften Verfahrensvariante werden die jeweiligen einzeln auswählbaren Einzelformen in einem Lagerbereich (z. B. einem Hochregallager) bereitgehalten. Durch an sich bekannte übliche Entnahmeroboter können diese entnommen und einem be- reitgestellten Grundrahmen zur Bestückung zugeführt werden.
Nach erfolgter Produktion werden Grundrahmen und Einzelformen wieder voneinander gelöst und nicht mehr benötigte Einzelformen wieder dem Lagerbereich zugeführt. Der Grundrahmen kann immer wieder verwendet und mit neuen Einzelformen bestückt werden.
Damit ermöglicht das erfindungsgemäße Verfahrene eine vollauto- matische Steuerung des Produktionsprozesses. In einem ersten Ver- fahrensschritt werden an einer Computer-Anwenderstation (z. B. ei- nem Personalcomputer) die vom Kunden oder Hersteller gewünsch- ten Einzelformen ausgewählt. Danach wird ein entsprechender Aus- führungsauftrag abgegeben und werden die Einzelformen aus dem Lagerbereich entnommen und einem bereitgestellten Grundrahmen zugeführt, in diesen eingebracht (z. B. eingesteckt) und lösbar mit diesem verbunden.
Die erfindungsgemäßen Grundrahmen und Einzelformen sind insbe- sondere modular aufgebaut und bilden ein steckbares und ver-und entriegelbares modulares Formsystem das auf an sich bekannte Art und Weise (z. B. Stiftverbindungen) lösbar erstellbar ist.
Die Erfindung ist anhand von Ausführungsbeispielen in den Zeich- nungsfiguren näher erläutert. Es zeigen : Fig. 1 eine beispielhafte Auswahl von vier Einzelformen A, B, C und D, Fig. 2 eine beispielhafte Darstellung eines Grundrahmens X, Fig. 3 eine modular gebildete Gesamtform sowie Fig. 4 eine schematische Darstellung des Verfahrens zur Herstellung von Betonsteinen.
Fig. 1 zeigt vier verschiedene Einzelformen A, B, C und D (insbe- sondere ausgießbare Rahmenelemente mit Böden, wobei die Rah- menelemente z. B. einen rechteckigen Querschnitt besitzen). Derarti- ge Einzelformen A, B, C und D können in einem Lagerbereich 3, ins- besondere in einem automatisierten Regallager vorgehalten werden.
Die Einzelformen A, B, C und D können dabei aus Rahmenelemen- ten, z. B. aus Kunststoff-oder Holzrahmen, bestehen. Insgesamt dienen die Einzelformen A, B, C und D zur Befüllung mit insbesonde- re flüssigem Betonwerkstoff, um Betonsteine entsprechend der Grö- ße der Innenräume 1 der Einzelformen A, B, C und D zu erzeugen.
Fig. 2 zeigt einen Grundrahmen X, an dem Einzelformen A, B, C und D nach Fig. 1 angebracht werden können. Hierzu kann der Grund- rahmen X Trennstellen 2 zur Öffnung aufweisen. Die Einzelformen A, B, C und D können Stifte aufweisen, die in Öffnungen benachbar- ter Einzelformen A, B, C und D oder des Grundrahmens X wie in ei- nem Baukasten einschiebbar sind.
Derartig in einen Grundrahmen X nach Fig. 2 eingebrachte Einzel- formen A, B, C und D nach Fig. 1 zeigt Fig. 3. Es entsteht eine mo- dular gebildete Gesamtform, wobei der Grundrahmen X in einer nächsten Produktionsfolge mit neuen aus einem Gesamtbestand von Einzelformen auswählbaren Einzelformen E, F, G, H, I etc. (nicht abgebildet) bestückt werden kann.
Fig. 4 zeigt eine Computer-Anwenderstation 4 (z. B. einem Personal- computer) zur Auswahl 5 bestimmter Einzelformen A, B, C, D, E, F etc. aus einem Lagerbereich 3 zur Bestückung 6 eines Grundrah- mens X. Nach erfolgter Produktion werden die Einzelformen wieder ggf. nach einer Reinigung in den Lagerbereich 3 rückgeführt (Schritt 7).
BEZUGSZEICHEN 1 Innenraum 2 Trennstelle 3 Lagerbereich 4 Computer-Anwenderstation 5 Auswahl 6 Bestückung 7 Rückführung A, B, C, D, E, F Einzelformen X Grundrahmen
