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Title:
METHOD FOR PRODUCING A CONTAINER
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2017/220090
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method (100) for producing a container (102) having an upper part (108), a lower part (110) and a receiving element (112), said method having at least the following steps: the lower part (110) is created (114) from a first starting material (200) in a first processing region (115a) of a processing device (115); the upper part (108) is created (116) from a second starting material (202) in a second processing region (115b) of the processing device (115); the receiving element (112) is fed (118) into the first processing region (115a) of the processing device (115); the lower part (110) receives (120) the receiving element (112) in the first processing region (115a) of the processing device (115); the upper part (108) is fed (122) from the second processing region (115b) of the processing device (115) into the first processing region (115a) of the processing device (115); and the upper part (108) and the lower part (110) are joined together (124) to form the container (102) in the first processing region (115a) of the processing device (115).

Inventors:
GOLL, Manfred (Düdelsheimer-Weg 2, Glauburg, 63695, DE)
HAVERKAMP, Martin (Große Spillingsgasse 48, Frankfurt, 60385, DE)
STICKSEL, Gerhard (Am Waldeck 3, Gelnhausen-Haitz, 63571, DE)
Application Number:
DE2017/200042
Publication Date:
December 28, 2017
Filing Date:
May 11, 2017
Export Citation:
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Assignee:
CONTINENTAL TEVES AG & CO. OHG (Guerickestr. 7, Frankfurt, 60488, DE)
International Classes:
B21D51/52; B21D35/00; B21D51/04; B21D51/16; B65D6/02; H01M2/02; H05K5/04
Foreign References:
US20150373867A12015-12-24
FR2846476A12004-04-30
Other References:
None
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Claims:
PATENTANSPRÜCHE

1. Verfahren (100) zur Herstellung eines Behälters (102) mit einem Oberteil (108), einem Unterteil (110) und einem Auf- nahmeelement (112), zumindest aufweisend die folgenden Schritte :

Erstellen (114) des Unterteils (110) aus einem ersten Edukt (200) in einem ersten Bearbeitungsbereich (115a) einer Bearbeitungsvorrichtung (115);

Erstellen (116) des Oberteils (108) aus einem zweiten Edukt (202) in einem zweiten Bearbeitungsbereich (115b) der Bearbeitungsvorrichtung (115); Führen (118) des Aufnahmeelements (112) in den ersten Bearbeitungsbereich (115a) der Bearbeitungsvorrichtung (115);

Aufnehmen (120) des Aufnahmeelements (112) durch das Unterteil (110) in dem ersten Bearbeitungsbereich (115a) der Bearbei- tungsvorrichtung (115);

Führen (122) des Oberteils (108) von dem zweiten Bearbei¬ tungsbereich (115b) der Bearbeitungsvorrichtung (115) in den ersten Bearbeitungsbereich (115a) der Bearbeitungsvorrichtung (115) ; und

Zusammenfügen (124) von dem Oberteil (108) und dem Unterteil (110) zu dem Behälter (102) in dem ersten Bearbeitungsbereich (115a) der Bearbeitungsvorrichtung (115).

2. Verfahren (100) nach Anspruch 1, wobei das Erstellen (114) des Unterteils (110) aus einem ersten Edukt (200) und/oder das Erstellen (116) des Oberteils (108) aus einem zweiten Edukt (202) durch Umformen des ersten Edukts (200) und/oder des zweiten Edukts (202) erfolgt.

3. Verfahren (100) nach Anspruch 2, wobei das Umformen ein Tiefziehen umfasst.

4. Verfahren (100) nach Anspruch 3, wobei das Umformen ein Abrollen des in aufgerollter Form bereitgestellten ersten Edukts (200) und/oder zweiten Edukts (202) umfasst.

5. Verfahren (100) nach Anspruch 1, wobei das Erstellen (114) des Unterteils (110) aus einem ersten Edukt (200) und/oder das Erstellen (116) des Oberteils (108) aus einem zweiten Edukt (202) durch Stanzen erfolgt.

6. Verfahren (100) nach mindestens einem der vorherigen Ansprüche, wobei das Aufnahmeelement (112) ein elektrisches aktives Element, insbesondere eine bestückte Leiterplatte, ist. 7. Verfahren (100) nach Anspruch 6, ferner aufweisend den Schritt des elektrischen Kontaktierens (120a) des durch das Unterteil (110) aufgenommenen Aufnahmeelements (112).

8. Verfahren (100) nach Anspruch 7, ferner aufweisend den Schritt des elektrischen Prüfens (120b) der Funktionsfähigkeit des elektrisch kontaktierten Aufnahmeelements (112).

9. Verfahren (100) nach mindestens einem der vorherigen Ansprüche, ferner aufweisend den Schritt des Bereitstellens von Kunststoff als erstes Edukt (200) und/oder als zweites Edukt (202) .

10. Verfahren (100) nach mindestens einem der vorherigen Ansprüche, wobei das erste Edukt (200) dem zweiten Edukt (202) entspricht . 11. Verfahren (100) nach mindestens einem der vorherigen Ansprüche, wobei das Erstellen (116) des Oberteils (108) in dem zweiten Bearbeitungsbereich (115b) der Bearbeitungsvorrichtung (115) in unmittelbarer Umgebung, insbesondere angrenzend, zu dem Erstellen (114) des Unterteils (110) in dem ersten Bearbei- tungsbereich (115a) der Bearbeitungsvorrichtung (115) erfolgt.

12. Verfahren (100) nach mindestens einem der vorherigen Ansprüche, wobei das Führen (118) des Oberteils (108) von dem zweiten Bearbeitungsbereich (115b) in den ersten Bearbei- tungsbereich (115a) automatisiert durchgeführt wird.

13. Verfahren (100) nach mindestens einem der vorherigen Ansprüche, wobei das Aufnehmen (120) des Aufnahmeelements (112) durch das Unterteil (110) in dem ersten Bearbeitungsbereich (115a) der Bearbeitungsvorrichtung (115) vor dem Zusammenfügen (124) von dem Oberteil (108) und dem Unterteil (110) zu dem Behälter (102) in dem ersten Bearbeitungsbereich (115a) der Bearbeitungsvorrichtung (115) durchgeführt wird. 14. Verfahren (100) nach mindestens einem de vorherigen Ansprüche, wobei das Aufnehmen (120) des Aufnahmeelements (112) durch das Unterteil (110) durch Verschrauben und/oder durch Warmverformung eines Verbindungselements erfolgt.

Description:
Verfahren zur Herstellung eines Behälters

TECHNISCHES GEBIET Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Behälters, insbesondere eines Behälters für elektronische Module .

TECHNISCHER HINTERGRUND

Elektronische Module, beispielsweise bestückte Leiterplatten, werden üblicherweise in separat dafür hergestellte Behälter, in der Regel zweiteilig, eingelegt und gesichert. Danach werden die Behälter verschlossen.

Üblicherweise werden zur Herstellung eines derartigen Behälters die Teile eines Behälters aus Kunststoff im Spritzgießverfahren hergestellt, während die metallischen Teile des Behälters im Sinterguß bzw . in Präge-Stanztechnik hergestellt werden . Dadurch wird der Behälter in einer Mehrzahl von unterschiedlichen Herstellungsstationen hergestellt, wodurch die Herstellungs ¬ kosten des Behälters steigen.

BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG

Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein effizienteres Verfahren zur Herstellung eines Behälters, ins ¬ besondere eines Behälters für elektronische Module, zur Ver ¬ fügung zu stellen.

Diese Aufgabe wird durch die Gegenstände der unabhängigen Ansprüche gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche, der Beschreibung sowie der Figuren. Die Erfindung basiert auf der Erkenntnis, dass die obige Aufgabe durch eine direkte Herstellung eines Behälters mit der Montage der elektronischen Module in dem Behälter, unter Verwendung einer Herstellungsvorrichtung, gelöst werden kann.

Gemäß einem ersten Aspekt wird die Aufgabe durch ein Verfahren zur Herstellung eines Behälters mit einem Oberteil, einem Unterteil und einem Aufnahmeelement gelöst. Das Verfahren weist zumindest die folgenden Schritte auf: Erstellen des Unterteils aus einem ersten Edukt in einem ersten Bearbeitungsbereich einer Bearbeitungsvorrichtung, Erstellen des Oberteils aus einem zweiten Edukt in einem zweiten Bearbeitungsbereich der Bearbeitungsvorrichtung, Führen des Aufnahmeelements in den ersten Bearbeitungsbereich der Bearbeitungsvorrichtung, Aufnehmen des Aufnahmeelements durch das Unterteil in dem ersten Bearbei ¬ tungsbereich der Bearbeitungsvorrichtung, Führen des Oberteils von dem zweiten Bearbeitungsbereich der Bearbeitungsvorrichtung in den ersten Bearbeitungsbereich der Bearbeitungsvorrichtung und Zusammenfügen von dem Oberteil und dem Unterteil zu dem Behälter in dem ersten Bearbeitungsbereich der Bearbeitungsvorrichtung .

Dadurch wird beispielsweise der technische Vorteil erreicht, dass das Oberteil und das Unterteil des Behälters in derselben Herstellungsvorrichtung hergestellt werden können.

Dadurch wird weiterhin der technische Vorteil erreicht, dass für die Herstellung des Behälters, insbesondere für das Fertigungs ¬ und Montagekonzept, nur geringe Kosten entstehen.

Dadurch wird weiterhin der technische Vorteil erreicht, dass das Aufnahmeelement in derselben Herstellungsvorrichtung, in der das Oberteil und das Unterteil des Behälters hergestellt werden, verbaut und geprüft werden kann. Das Aufnahmeelement kann ein vorgefertigtes elektronisches Modul sein.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform erfolgt das Erstellen des Unterteils aus einem ersten Edukt und/oder das Erstellen des Oberteils aus einem zweiten Edukt durch Umformen des ersten Edukts und/oder des zweiten Edukts.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform umfasst das Umformen ein Tiefziehen.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform umfasst das Umformen ein Abrollen des in aufgerollter Form bereitgestellten ersten Edukts und/oder zweiten Edukts.

Dadurch wird beispielsweise der technische Vorteil erreicht, dass verringerte Werkzeugkosten für die Teile des Behälters bei der Fertigung durch ein Tiefziehen entstehen. Dadurch wird weiter der technische Vorteil erreicht, dass die im Automobilbau bevorzugten Teile des Behälters durch ein Foli ¬ en-Tiefziehen hergestellt werden können. Weiterhin können auch metallische Teile des Behälters mit kleiner Dicke im Metall ¬ folien-Tiefziehen von der Rolle hergestellt werden.

Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform erfolgt das Erstellen des Unterteils aus einem ersten Edukt und/oder das Erstellen des Oberteils aus einem zweiten Edukt durch Stanzen. Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist das Aufnahmeelement ein elektrisches aktives Element, insbesondere eine bestückte Leiterplatte. Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform umfasst das Verfahren den Schritt des elektrischen Kontaktierens des durch das Unterteil aufgenommenen Aufnahmeelements .

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform umfasst das Verfahren den Schritt des elektrischen Prüfens der Funktionsfähigkeit des elektrisch kontaktierten Aufnahmeelements .

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform umfasst das Verfahren den Schritt des Bereitstellens von Kunststoff als erstes Edukt und/oder als zweites Edukt.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform entspricht das erste Edukt dem zweiten Edukt.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform erfolgt das Erstellen des Oberteils in dem zweiten Bearbeitungsbereich der Bearbeitungsvorrichtung in unmittelbarer Umgebung, insbesondere angrenzend zu dem Erstellen des Unterteils in dem ersten Be ¬ arbeitungsbereich der Bearbeitungsvorrichtung.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform wird das Führen des Oberteils von dem zweiten Bearbeitungsbereich in den ersten Bearbeitungsbereich automatisiert durchgeführt.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform wird das Aufnehmen des Aufnahmeelements durch das Unterteil in dem ersten Bearbeitungsbereich der Bearbeitungsvorrichtung vor dem Zusammenfügen von dem Oberteil und dem Unterteil zu dem Behälter in dem ersten Bearbeitungsbereich der Bearbeitungsvorrichtung durchgeführt . Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform erfolgt das Aufnehmen des Aufnahmeelements durch das Unterteil durch Verschrauben und/oder durch Warmverformung eines Verbindungselements. Gemäß einem zweiten Aspekt wird die Aufgabe durch einen Behälter mit einem Oberteil, einem Unterteil und einem Aufnahmeelement , bereitgestellt gemäß eines Verfahrens nach mindestens einem der vorherigen bevorzugten Ausführungsformen, gelöst. BESCHREIBUNG DER FIGUREN

Weitere Ausführungsbeispiele werden bezugnehmend auf die beiliegenden Figuren näher erläutert: Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung eines Verfahrens zur Herstellung eines Behälters.

Fig. 2 zeigt eine weitere schematische Darstellung eines Verfahrens zur Herstellung eines Behälters.

Fig. 3 zeigt Teile eines Behälters. Fig. 4 zeigt Teile eines Behälters. Fig. 5 zeigt Teile eines Behälters. Fig. 6 zeigt einen Behälter.

Fig 7 zeigt einen Behälter. Fig 8 zeigt eine schematische Darstellung eines Behälters. b

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER FIGUREN

In der folgenden ausführlichen Beschreibung wird auf die beiliegenden Zeichnungen Bezug genommen, die einen Teil hiervon bilden und in denen als Veranschaulichung spezifische Ausführungsformen gezeigt sind, in denen die Erfindung ausgeführt werden kann. Es versteht sich, dass auch andere Ausführungsformen genutzt und strukturelle oder logische Änderungen vorgenommen werden können, ohne von dem Konzept der vorliegenden Erfindung abzuweichen. Die folgende ausführliche Beschreibung ist deshalb nicht in einem beschränkenden Sinne zu verstehen. Ferner versteht es sich, dass die Merkmale der verschiedenen hierin beschriebenen Ausführungsbeispiele miteinander kombiniert werden können, sofern nicht spezifisch etwas anderes angegeben ist.

Die Aspekte und Ausführungsformen werden unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben, wobei gleiche Bezugszeichen sich im Allgemeinen auf gleiche Elemente beziehen. In der folgenden Beschreibung werden zu Erläuterungszwecken zahlreiche spezifische Details dargelegt, um ein eingehendes Verständnis von einem oder mehreren Aspekten der Erfindung zu vermitteln. Für einen Fachmann kann es jedoch offensichtlich sein, dass ein oder mehrere Aspekte oder Ausführungsformen mit einem geringeren Grad der spezifischen Details ausgeführt werden können. In anderen Fällen werden bekannte Strukturen und Elemente in schematischer Form dargestellt, um das Beschreiben von einem oder mehreren Aspekten oder Ausführungsformen zu erleichtern. Es versteht sich, dass andere Ausführungsformen genutzt und strukturelle oder logische Änderungen vorgenommen werden können, ohne von dem Konzept der vorliegenden Erfindung abzuweichen.

Wenngleich ein bestimmtes Merkmal oder ein bestimmter Aspekt einer Ausführungsform bezüglich nur einer von mehreren Im- plementierungen offenbart worden sein mag, kann außerdem ein derartiges Merkmal oder ein derartiger Aspekt mit einem oder mehreren anderen Merkmalen oder Aspekten der anderen Implementierungen kombiniert werden, wie für eine gegebene oder bestimmte Anwendung erwünscht und vorteilhaft sein kann. Weiterhin sollen in dem Ausmaß, in dem die Ausdrücke „enthalten", „haben", „mit" oder andere Varianten davon entweder in der ausführlichen Beschreibung oder den Ansprüchen verwendet werden, solche Ausdrücke auf eine Weise ähnlich dem Ausdruck „umfassen" einschließend sein. Die Ausdrücke „gekoppelt" und „verbunden" können zusammen mit Ableitungen davon verwendet worden sein. Es versteht sich, dass derartige Ausdrücke dazu verwendet werden, um anzugeben, dass zwei Elemente unabhängig davon miteinander kooperieren oder interagieren, ob sie in direktem physischem oder elektrischem Kontakt stehen oder nicht in direktem Kontakt miteinander stehen. Außerdem ist der Ausdruck „beispielhaft" lediglich als ein Beispiel aufzufassen anstatt der Bezeichnung für das Beste oder Optimale. Die folgende Beschreibung ist deshalb nicht in einem einschränkenden Sinne zu verstehen. Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung eines Verfahrens 100 zur Herstellung eines Behälters 102. In dieser Ausführungsform umfasst das Verfahren 100 zumindest die folgenden Schritte: Erstellen 114 eines Unterteiles 110 des Behälters 102 in einem ersten Bearbeitungsbereich 115a einer Bearbeitungsvorrichtung 115, Erstellen 116 eines Oberteiles 108 des Behälters 102 in einem zweiten Bearbeitungsbereich 115b der Bearbeitungsvorrichtung 115, Führen 118 eines Aufnahmeelements 112 in den ersten Be ¬ arbeitungsbereich 115a der Bearbeitungsvorrichtung 115, Aufnehmen 120 des Aufnahmeelements 112 durch das Unterteil 110 in dem ersten Bearbeitungsbereich 115a der Bearbeitungsvorrichtung 115, Führen 122 des Oberteils 108 von dem zweitem Bearbei ¬ tungsbereich 115b in den ersten Bearbeitungsbereich 115a der Bearbeitungsvorrichtung 115 und Zusammenfügen 124 von dem Oberteil 108 und dem Unterteil 110 zu dem Behälter 102 in dem ersten Bearbeitungsbereich 115a der Bearbeitungsvorrichtung 115.

Das Verfahren 100 hat beispielsweise den technischen Vorteil, dass das Oberteil 108 und das Unterteil 110 des Behälters 102 in derselben Bearbeitungsvorrichtung 115 hergestellt werden können .

Fig. 2 zeigt eine weitere schematische Darstellung eines Verfahrens 100 zur Herstellung eines Behälters 102. In diesem Ausführungsbeispiel umfasst das Verfahren 100 vier Stationen sowie fünf Schritte zur Herstellung des Behälters 102.

In Station I (Schritt 1) werden das Unterteil 110 und das Oberteil 108 des Behälters 102 hergestellt. Das Unterteil 110 kann aus einem ersten Edukt 200 in einem ersten Bearbeitungsbereich 115a einer Bearbeitungsvorrichtung 115 erstellt 114 werden. Das Oberteil 108 kann aus einem zweiten Edukt 202 in einem zweiten Bearbeitungsbereich 115b der Bearbeitungsvorrichtung 115 er- stellt 116 werden. Das Unterteil 110 und das Oberteil 108 können durch Umformen in einem Folien-Tiefziehverfahren des entsprechenden Edukts, bzw. 200 und 202, über Vakuum (gegebenenfalls mit Hilfe von Überdruck) , hergestellt werden, wobei die Edukte 200 und 202 auf einer Rolle bzw. 200a und 202a aufgerollt sind. Die Tiefziehwerkzeuge 115c und 115d können in die gesamte Bearbeitungsvorrichtung 115 integriert sein.

In Station II, im Schritt 2, kann das Aufnahmeelement 112 in den ersten Bearbeitungsbereich 115a der Bearbeitungsvorrichtung 115 geführt 118 werden und es kann durch das Unterteil 110 in dem ersten Bearbeitungsbereich 115a aufgenommen 120 werden. Das Aufnahmeelement 112 kann ein elektrisch aktives Element, insbesondere eine komplett bestückt Leiterplatte, sein und es kann automatisch durch das Unterteil 110 aufgenommen 120 werden. Das Aufnahmeelement 112 kann beim Aufnehmen 120 über gehäu- seseitige Pins 117 zentriert werden.

In Station II, im Schritt 3, kann das Aufnahmeelement 112, beispielsweise eine Leiterplatte, niedergehalten und fixiert werden. Dies kann durch Warmverformung der gehäuseseitigen Zentrierpins 117 erfolgen, wahlweise auch durch Verschrauben mit Kunststoff-Schrauben (nicht dargestellt) . Die Schritte 2 und 3 können auf derselben Station (II) der Bearbeitungsvorrichtung 115 durchgeführt werden.

Zusätzlich kann das Verfahren 100 den Schritt des elektrischen Kontaktierens 120a des durch das Unterteil 110 aufgenommenen Aufnahmeelements 112 umfassen. Weiterhin können metallische Befestigungsteile 119a und 119b in das Oberteil 108 oder in das Unterteil 110 montiert, bevorzugt genietet, werden.

In Station III (Schritt 4) kann die Funktionsfähigkeit des elektrisch kontaktierten Aufnahmeelements 112, beispielsweise einer bestückten Leiterplatte, geprüft 120b werden.

In Station IV (Schritt 5) kann das Oberteil 108 von dem zweiten Bearbeitungsbereich 115b der Bearbeitungsvorrichtung 115 in den ersten Bearbeitungsbereich 115a der Bearbeitungsvorrichtung 115 geführt 122 werden. Weiterhin können das Oberteil 108 und das Unterteil 110 zu dem Behälter 102 in dem ersten Bearbeitungsbereich 115a der Bearbeitungsvorrichtung 115 zusammengefügt 124 werden. Das Oberteil 108, beispielsweise ein Deckel, kann automatisch zugeführt werden und punktuell bzw. flächig mit dem Unterteil 110 verschweißt werden. Gegebenenfalls kann das Oberteil 108, je nach Funktionsanforderung, auch verklipst werden . Mit der Herstellung des Oberteils 108 und des Unterteils 101 im Tiefziehverfahren von den Rollen 200a und 202a wird die verkettete Fertigung des Behälters 102 auf einer Bearbeitungs ¬ vorrichtung 115 ermöglicht.

Fig. 3 zeigt Teile eines Behälters 102, die im ersten Schritt der Station I gemäß der Beschreibung von Fig. 2 erstellt werden können. Im ersten Schritt der Station I können das Oberteil 108 und das Unterteil 110 des Behälters 102 durch ein Tiefzieh- verfahren erstellt werden. Das Unterteil 110 kann von einer Rolle 200a, die ein erstes Edukt 200 umfasst, in einem ersten Be ¬ arbeitungsbereich 115a, erstellt werden. Das Oberteil 108 kann von einer Rolle 202a, die ein zweites Edukt 202 umfasst, in einem zweiten Bearbeitungsbereich 115b, erstellt werden. Die Bear- beitungsvorrichtung 115 kann den ersten Bearbeitungsbereich 115a und den zweiten Bearbeitungsbereich 115b umfassen. In Fig. 3 wird ein optionaler Schritt der Station I gezeigt, der das Ausstanzen 121 des Oberteils 108 und des Unterteils 110 des Behälters 102 umfasst .

Fig. 4 zeigt Teile eines Behälters 102. In Fig. 4 werden Teile des Behälters 102 gezeigt, die in Station II und Station III gemäß der Beschreibung von Fig. 2 erstellt werden können. In diesem Ausführungsbeispiel kann das Aufnahmeelement 112, beispiels- weise eine Platine, in das Unterteil 110 des Behälters 102 geführt 118 und eingelegt werden (Schritt 2 gemäß der Beschreibung von Fig. 2) . Die Platine kann auch durch Pins 117 fixiert werden (Schritt 3 gemäß der Beschreibung von Fig. 2) . Weiterhin kann die Funktion der Platine geprüft 120b werden (Schritt 4 gemäß der Beschreibung von Fig. 2) .

Fig. 5 zeigt Teile eines Behälters 102. In diesem Ausfüh ¬ rungsbeispiel wird der Schritt 2 der Station II gemäß der Beschreibung von Fig. 2 erläutert. Für entsprechende Ste- ckerausführungen auf dem Aufnahmeelement 112, beispielsweise auf einer bestückten Leiterplatte, kann gegebenenfalls ein Zwi ¬ schenstück „Schott" aus einer Folie gestanzt werden und es kann in dem Unterteil 110 des Behälters 102 geklipst 119c oder eingesetzt werden.

Fig. 6 zeigt einen Behälter 102. Der Behälter 102 umfasst das Oberteil 108, beispielsweise einen Deckel, und das Unterteil 110. In diesem Ausführungsbeispiel wird der Schritt 5 der Station IV gemäß der Beschreibung von Fig. 2 erläutert. Der Deckel kann zugeführt werden und dann punktuell verschweißt werden.

Fig. 7 zeigt einen Behälter 102. Der Behälter 102 umfasst das Oberteil 108, beispielsweise einen Deckel, das Unterteil 110 und das Aufnahmeelement 112 (nicht gezeigt in Fig. 7) . In diesem Ausführungsbeispiel wird der Schritt 5 der Station IV gemäß der Beschreibung von Fig. 2 erläutert. In diesem Ausführungsbeispiel kann das Oberteil 108 das Aufnahmeelement 112, beispielsweise eine bestückte Platine, niederhalten und kann das Oberteil 108 durch Warmumformen der Zentrierpins 117, wahlweise durch Verschrauben mit Kunststoffschrauben (nicht dargestellt) , mit dem Unterteil 110 zur fertigen Einheit verbunden werden. Das Oberteil 108 und das Unterteil 110 können, je nach Anforderung, aus einer Metallfolie tiefgezogen werden.

Fig. 8 zeigt eine schematische Darstellung eines Behälters 102. Der Behälter 102 umfasst das Oberteil 108, das Unterteil 110 und das Aufnahmeelement 112. Der Behälter 102 kann gemäß des Verfahrens 100 hergestellt werden.

Diese Herstellung des Behälters 102, insbesondere das Ferti- gungs- und Montagekonzept, erfordert nur geringe Kosten. Weiterhin entsteht kein Zuliefer- und Logistik-Aufwand für die Herstellung des Oberteils 108 und des Unterteils 110 des Be ¬ hälters 102.

Der Behälter 102 kann insbesondere elektronische Einheiten und Sensoren mit montierten elektronischen Modulen (bestückte Leiterplatten) umfassen und kann insbesondere in der Automobilindustrie verwendet werden.

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BEZUGSZEICHENLISTE

100 Verfahren

102 Behälter

108 Oberteil

110 Unterteil

112 Aufnahmeelement

114 Erstellen

115 Bearbeitungsvorrichtung 115a Bearbeitungsbereich

115b Bearbeitungsbereich

115c Tiefziehwerkzeug

115d Tiefziehwerkzeug

116 Erstellen

117 Pin

118 Führen

119a Befestigungsteil

119b Befestigungsteil

119c Klipsen

120 Aufnehmen

120a Kontaktieren

120b Prüfen

121 Ausstanzen

122 Führen

124 Zusammenfügen

200 Edukt

200a Rolle

202 Edukt

202a Rolle