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Title:
METHOD FOR PRODUCING A COVER FOR A FURNITURE PANEL
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/185644
Kind Code:
A1
Abstract:
The present invention relates to a method for producing a cover for a furniture panel, in particular for a furniture front, the method comprising the following steps: a) laminating a carrier material with a covering, b) removing the corners of the covering, c) draping the overhanging edges of the covering over the carrier material, d) chamfering the carrier material, e) draping the corners of the covering inwards, i.e. towards the carrier material, wherein step e) is preferably carried out at the same time as step d).

Inventors:
ECKERT, Marc Oliver (Werkstraße 6, Bodenkirchen, 84155, DE)
RINGWALD, Andreas (Am Hinterfeld 23a, Landshut, 84028, DE)
LIMMER, Gerhard (Adlerstraße 12, Frontenhausen, 84160, DE)
Application Number:
EP2019/057615
Publication Date:
October 03, 2019
Filing Date:
March 26, 2019
Export Citation:
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Assignee:
BULTHAUP GMBH & CO. KG (Werkstraße 6, Aich, Bodenkirchen, 84155, DE)
International Classes:
A47B96/20; B29C63/04; B32B3/04; B32B15/04
Foreign References:
GB1595032A1981-08-05
DE19840957A12000-03-09
DE9211033U11993-01-07
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
HERRMANN, Uwe (Lorenz Seidler Gossel Rechtsanwälte Patentanwälte Partnerschaft mbB, Widenmayerstr. 23, München, 80538, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Verfahren zur Herstellung einer Abdeckung für eine Möbelplate, insbesondere für eine Möbelfront, dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren die folgenden Schrite umfasst: a) Kaschieren eines Trägermaterials mit einem Bezug,

b) Entfernen der Ecken des Bezugs,

c) Drapieren der überstehenden Kanten des Bezugs über das

Trägermaterial,

d) Abkanten des T rägermaterials

e) Drapieren der Ecken des Bezugs nach Innen, d.h. zu dem Trägermaterial hin, wobei Schritt e) vorzugsweise zeitgleich mit

Schritt d) erfolgt.

2. Verfahren nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass das Trägermaterial aus Metall besteht und aus einer Platine geschniten, vorzugsweise gefasert wird.

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Entfernen der Ecken des Bezugs durch Stanzen erfolgt.

4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Seite des Trägermaterials vollflächig kaschiert wird und dabei ein Überstand des Bezugs verbleibt, der gemäß Schrit c) drapiert wird.

5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägermaterial ©ine mehreckige, vorzugsweise viereckige Form aufweist und überstehende Kanten umfasst, die in Schritt d) abgekantet werden.

6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Abkanten in Schritt d) rechtwinklig erfolgt, so dass ein kastenförmiges Bauteil entsteht, dessen eine Seite offen ist.

7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Bezug mit dem Trägermateriai zumindest bereichsweise verklebt wird.

8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Bezug teilweise oder vollständig Leder und/oder einen Textilwerkstoff und/oder Kunststoff und/oder eine Folie und/oder Papier aulweist oder aus diesen besteht.

9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Bezug ohne Nähte hergestellt wird.

10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung nach ihrer Herstellung auf einen Träger aufgesteckt wird und dort durch Kraft- und/oder Formschluss fixiert wird.

11. Verwendung einer mit einem Träger versehenen Abdeckung nach Anspruch 10 als Möbelplate, insbesondere als Möbelfront oder -tür.

Description:
Verfahren zur Herstellung einer Abdeckung für eine Möbelplate

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer Abdeckung für eine Möbelplate,

Aus dem Stand der Technik ist es bekannt, beispielsweise eine Möbelfront z„B, eines Auszugs mit einer Abdeckung, wie z.B, einem Dekor mit einer Dekorschicht zu versehen. Dabei kann beispielsweise eine Trägerplatte aus einem Holzwertstof mit einer Kunststoffbeschichtung versehen werden, die der Möbelfront das endgültige optische Erscheinungsbild verleiht.

Ein Nachteil bei derartigen Möbelfronten besteht darin, dass das Dekor nicht oder nur mit großem Aufwand veränderbar Ist und im Übrigen bei der Montage größte Vorsicht geboten Ist, damit das Dekor nicht beschädigt wird.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren bereitzustellen, dass das optische Erscheinungsbild der Möbelplate leicht veränderbar ist und zudem das Risiko ausgeschlossen werden kann, dass es zu einer Beschädigung der Abdeckung während der Montagearbeiten kommt Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.

Danach ist vorgesehen, dass Verfahren die folgenden Schritte umfasst: a) Kaschieren eines Trägermaterials mit einem Bezug, b) Entfernen der Ecken des Bezugs,

c) Drapieren der überstellenden Kanten des Bezugs über das

Trägermaterial,

d) Abkanten des Trägenmaterials

a) Drapieren der Ecken des Bezugs nach Innen, d.h. zu dem Trägermaterial hin

Das Trägermaterial kann beispielsweise aus Metall bestehen und aus einer Platine geschnitten, vorzugsweise gelasert werden.

Auch andere Werkstoffe, wie z,B. Holz kommen für das Trägermaterial in Betracht.

Das Entfernen der Ecken des Bezugs kann beispielsweise durch Stanzen erfolgen.

Vorzugsweise erfolgen das Abkanten des Trägermaterials in Schritt d) und das Drapieren in Schritt e) gleichzeitig.

Eine Seite des Trägermaterials kann vollflächig kaschiert werden, wobei ein Überstand des Bezugs verbleibt, der gemäß Schrift c) drapiert wird.

Denkbar ist es, dass das Trägermaterial eine mehreckige, vorzugsweise viereckige Form aufweist und überstehende Kanten umfasst, die in Schritt d) abgekantet werden.

An dieser Stelle wird darauf hingewiesen, dass der Begriff „Platte“ nicht einschränkend dahingehend auszulegen ist, dass es sich um ein flaches, ebenes Bauteil handeln muss. Auch gekrümmte, beliebige geformte und beliebige Sterke Materialien bzw. Möbelplatten sind von der Erfindung und von dem Begriff„Platte“ umfasst.

Weiterhin kann vorgesehen sein, dass das Abkanten In Schrit d) rechtwinklig erfolgt, so dass ein kastenförmiges Bauteil entsteht, dessen eine Seite offen Ist.

Eine einfache und haltbare Befestigungsmöglichkeit ergibt sich, wenn der Bezug mit dem Trägermaterial zumindest bereichsweise oder vollflächig verklebt wird.

Der Bezug kann teilweise oder vollständig Leder und/oder einen Textilwerkstoff und/oder Kunststoff und/oder eine Folie und/oder Papier aufweisen oder aus diesen bestehen.

Vorzugsweise erfolgt die Herstellung des Bezugs nahtfrei.

In einem weiteren Verfahrensschrit wird die Abdeckung nach ihrer Herstellung auf einen Träger aufgesteckt.

Die vorliegende Erfindung betrifft des Weiteren die Verwendung einer mit einem Träger versehenen Abdeckung nach Anspruch 10 als Möbelplatte, insbesondere als Möbelfront - oder -tür.

An dieser Stelle wird darauf hingewiesen, dass die Begriffe„ein“ und„eine“ nicht zwingend auf genau eines der Elemente verweisen, wenngleich dies eine mögliche Ausführung darsteift, sondern auch eine Mehrzahl der Elemente bezeichnen können. Ebenso schließt die Verwendung des Plurals auch das Vorhandensein des fraglichen Elementes In der Einzahl ein und umgekehrt umfasst der Singular auch mehrere der fraglichen Elemente.

Wertere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung werden anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen:

Figur 1: eine schematische Ansicht der Arbeftsschritte bei der Herstellung der

Abdeckung,

Figur 2: eine perspektivische Ansicht des Eckbereichs einer T rägerplatte,

Figur 3: perspektivische Ansichten des Eckbereiches einer Trägerplatte mit

Durchbrechungen ohne Scharnier, mit Scharnier und mit Abdeckung vor deren Aufstecken und

Figur 4: perspektivische Ansichten des Eckbereichs einer Abdeckung und einer

Möbelplatte mit unterschiedlichen Materialien der Abdeckung.

Figur 1 zeigt in Schritt 1 eine Blechplatine 100, aus der einzelne Blechzuschnitte 10 z.B. durch Lasern herausgeschnitten werden.

Die Schritte sind jeweils oberhalb der Abbildungen durch Zahlen gekennzeichnet.

Ein solcher Blechzuschnitt 10 ist in Schritt 2 gezeigt. Er weist eine viereckige Form auf (gestrichelte Linien), an deren Seiten jeweils ein Kantenbereich K übersteht.

Der Blechzuschnitt 10 bildet die Trägerplatte 10.

In Schritt 3 wird das Trägermaterial 10 auf einer Seite vollflächig mit Textil oder Leder oder einem sonstigen Bezug B kaschiert.

'Sodann wird in Schritt 4 in den Eckbereichen des Bezugs eine Stanze S positioniert und eine Ecke des Bezugs wird ausgestanzt, wie dies in Schritt 5 ersichtlich ist. Anschließend werden die überstehenden Kanten · des Bezugs B über das Trägermaterial 10 drapiert, wie dies aus Schrit 5 (s. Pfeile) hervorgeht und die Kanten K des Trägermaterials 10 werten nacheinander (1 , 2 oder gleichzeitig abgekantet, wie dies in Schrit 6 gezeigt Ist, Vorzugsweise stehen diese Kanten K anschließend senkrecht zur Grundfläche des Trägermaterials, d.h. senkrecht zur Papierebene.

Belm Abkanten wird der Bezug an den Ecken nach innen (s. Pfeil), d.h. zu dem Trägermaterial hin drapiert (Schritt 7). Die in den Schritten 1 bis 7 unten liegende Außenseite der Abdeckung ist nun vollständig mit dem Bezug versehen.

Stürzt man die Abdeckung ausgehend von der Position gemäß Schritt 7, erhält man die Abdeckung 200 gemäß Schritt 8, d.h. ein kastenförmigen Körper mit einer offenen Seite, die in Schritt 8 unten angeordnet ist,

Figur 2 zeigt die Trägerplatte T mit einer Fase b zw. mit einem stufenförmigen Vorsprung S.

Figur 3 zeigt die Durchbrechungen D der Trägerplatte T ohne Beschläge (a), mit darin aufgenommenen Schamierhalterungen (b), an denen sich das Scharnier BS befindet und kurz vor dem Aufstecken der Abdeckung 200, wie dies aus Figur 3 c) hervorgeht.

Aus Figur 4 a) geht eine Abdeckung 200 mit Textil-Äußenseite ohne Trägerplate hervor. Figur 4 b) zeigt die Abdeckung 200 im auf die Trägerplatte T aufgesteckten Zustand, wobei die Abdeckung auf ihrer sichtbaren Außenseite Textil aufweist.

Figur 4 c) zeigt die Anordnung gemäß Figur 4 b) mit einer Abdeckung, deren Außenseite aus Naturleder besteht.

In einer bevorzugten Ausgestaltung weist die vorliegende Erfindung einen oder mehrere folgende Vorteile auf: 1. Einseitige Leder-/Textilkaschlemng möglich ohne Verzug der Bauteile durch schwimmende Lagerung der Abdeckung auf der T rägerplatte,

2. Industrieller Verklebeprozess der Vorderseiten möglich,

3. Textile Naht-Optik ohne Nähte,

4. Baukastensystem: Freie Kombination der Materialien aus Träger und Abdeckung, d.h. Cover,

5. Varianz Wirt erst ganz am Ende des Herstellungsprozesses erzeugt,

6. 2-schaIIger Aufbau, dadurch optische„Leichtigkeit“,

7. nachträglicher Austausch der Abdeckungen möglich,

8. gesamte Technik (Scharniere, Touch-Beschlag, Puffer etc.) erfolgt auf der Rückseite, d.h. auf der vor der Abdeckung abgewandten Seite der Tragerplate In bekanntes Material,

9. Abdeckung wird erst ganz am Ende des Herstellungsprozesses aufgebracht, dadurch wird die Gefahr von Beschädigungen / Verschmutzungen reduziert,

10. Eigenfertigung und Fremdbezug der Abdeckungen denkbar,

11. keine offenen tonten am Bezug, z.B. am Leder oder Textil,

12. Träger kann komplett versiegelt werden, somit auch ein Schutz gegen Feuchtigkeit erreicht werten, 13. unterschiedlichste Materialien sind verarbeitbar, wie z„B, Leder, Textil, Papier, Folien etc.