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Patent Searching and Data


Title:
METHOD FOR PRODUCING A CUTTING SECTION FOR A DRILL BIT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/121474
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for producing a cutting section made of a first closed tubular element (14) which is formed in the shape of a first hollow cylinder, a second closed tubular element (15) which is formed in the shape of a second hollow cylinder, and one or more drill segments (16) which are connected to the first closed tubular element (14) and the second closed tubular element (15).

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Inventors:
SCHROEDER, Florian (Bovelgasse 27, 7304 Maienfeld, 7304, CH)
DOMANI, Guenter (Kirchstr. 28E, Weissensberg, 88138, DE)
RONG, Pingyan (Letzebuehelweg 12, 6800 Feldkirch, 6800, AT)
Application Number:
EP2018/085141
Publication Date:
June 27, 2019
Filing Date:
December 17, 2018
Export Citation:
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Assignee:
HILTI AKTIENGESELLSCHAFT (Feldkircherstr. 100, 9494 Schaan, 9494, LI)
International Classes:
B23B51/04; B23D65/00; B23P15/28; B28D1/04
Domestic Patent References:
WO2014096366A12014-06-26
WO2014096359A12014-06-26
Foreign References:
EP0480263A11992-04-15
FR1374214A1964-10-02
GB1583860A1981-02-04
Other References:
DATABASE WPI Week 198305, 1983 Derwent World Patents Index; AN 1983-B6129K, XP002782091
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Claims:
Patentansprüche

1. Verfahren zur Herstellung eines Schneidabschnittes (1 1 ) für eine Bohrkrone (10), wobei der Schneidabschnitt (1 1 ) über eine lösbare Verbindungseinrichtung (13) mit einem Bohrschaftabschnitt (12) der Bohrkrone (10) verbunden wird, gekennzeichnet durch die Verfahrensschritte:

ein erstes geschlossenes Rohrelement (14) wird in Form eines ersten Hohlzylinders mit einer ersten äusseren Mantelfläche (41 ), einer ersten inneren Mantelfläche (42), einer ersten unteren Stirnfläche (43) und einer ersten oberen Stirnfläche (44) ausge bildet und weist eine erste Hohlzylinderhöhe (Hi), einen ersten Innendurchmesser (di) und einen ersten Aussendurchmesser (Di) auf,

ein zweites geschlossenes Rohrelement (15) wird in Form eines zweiten Hohlzylin ders mit einer zweiten äusseren Mantelfläche (45), einer zweiten inneren Mantelflä che (46), einer zweiten unteren Stirnfläche (47) und einer zweiten oberen Stirnfläche (48) ausgebildet und weist eine zweite Hohlzylinderhöhe (H2), einen zweiten Innen durchmesser (d2) und einen zweiten Aussendurchmesser (D2) auf, wobei der erste Aussendurchmesser (Di) kleiner als der zweite Innendurchmesser (d2) ist und die erste äussere Mantelfläche (41 ) die zweite innere Mantelfläche (46) berührt,

das erste geschlossene Rohrelement (14) wird in das zweite geschlossene Rohrele ment (15) gesteckt und

ein oder mehrere Bohrsegmente (16) werden mit dem ersten geschlossenen

Rohrelement (14) und dem zweiten geschlossenen Rohrelement (15) verbunden.

2. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die erste untere Stirnfläche (43) und die zweite untere Stirnfläche (47) bündig ausgerichtet werden.

3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das eine oder die mehreren Bohrsegmente (16) mit der ersten unteren Stirnfläche (43) und der zweiten unteren Stirn fläche (47) verbunden werden.

4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass im zweiten geschlossenen Rohrelement (15) mindestens eine schlitzförmige Ausnehmung (24) er stellt wird, wobei die mindestens eine schlitzförmige Ausnehmung (24) einen Querschlitz (51 ) und einen Verbindungsschlitz (52) aufweist und der Verbindungsschlitz (52) den Querschlitz (51 ) mit der zweiten oberen Stirnfläche (48) des zweiten geschlossenen Rohrelementes (15) verbindet.

5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass in der zweiten inneren Man telfläche (46) mindestens eine Quernut (53) erstellt wird, wobei die mindestens eine Quernut (53) in Höhe des Verbindungsschlitzes (52) der schlitzförmigen Ausnehmung (24) angeordnet wird.

6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass in der ers ten inneren Mantelfläche (42) mindestens eine Innenvertiefung erstellt wird, die sich über die erste Hohlzylinderhöhe (Hi) erstreckt.

7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das erste geschlossene Rohrelement (14) aus einem ersten Material und das zweite geschlossene Rohrelement (15) aus einem zweiten Material hergestellt wird.

Description:
Verfahren zur Herstellung eines Schneidabschnittes für eine Bohrkrone

Technisches Gebiet

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Schneidabschnittes für eine Bohrkrone gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Stand der Technik

WO 2014/096359 A1 offenbart einen Schneidabschnitt für eine Bohrkrone, der mit einem Bohrschaftabschnitt der Bohrkrone über eine lösbare Verbindungseinrichtung verbindbar ist. Dabei ist die lösbare Verbindungseinrichtung als kombinierte Steck-Dreh-Verbindung ausge bildet. Als "Steck-Dreh-Verbindung" werden lösbare Verbindungen zwischen einem ersten und zweiten Verbindungselement bezeichnet, die in einer Richtung eine Steckverbindung bilden und zusätzlich über eine Drehverbindung verbunden werden. Der Schneidabschnitt umfasst eine oder mehrere Bohrsegmente, einen Ringabschnitt, ein äusseres Steckelement und eine ringförmige Anschlagschulter am Übergang vom Ringabschnitt zum äusseren Ste ckelement.

Schneidabschnitte, die mit einer kombinierten Steck-Dreh-Verbindung verbindbar sind, wer den unter dem Produktnamen "Hilti DD X-CM" vertrieben. Die Schneidabschnitte "Hilti DD X- CM" umfassen mehrere Bohrsegmente, einen Ringabschnitt und ein äusseres Steckelement, wobei sich am Übergang vom Ringabschnitt zum äusseren Steckelement eine ringförmige Anschlagschulter für die Kraftübertragung befindet. Die Drehmomentübertragung erfolgt mit hilfe von Stiftelementen, die mit schlitzförmigen Ausnehmungen im äusseren Steckelement Zusammenwirken. Die Schneidabschnitte "Hilti DD X-CM" werden aus einem geschlossenen Rohrelement gefertigt. Dabei wird die ringförmige Anschlagschulter durch Drehbearbeitung erzeugt und die schlitzförmigen Ausnehmungen werden durch Fräsbearbeitung erzeugt.

Nachteilig am Aufbau der bekannten Schneidabschnitte "Hilti DD X-CM" sind der hohe Ferti gungsaufwand durch die Drehbearbeitung der ringförmigen Anschlagschulter und die Fräsbearbeitung der schlitzförmigen Ausnehmungen. Außerdem ist die Materialauswahl für den Ringabschnitt und das äussere Steckelement eingeschränkt. Da die Schneidabschnitte "Hilti DD X-CM" aus einem geschlossenen Rohrelement gefertigt werden, muss hinsichtlich der Anforderungen an den Schneidabschnitt bezüglich Kraftübertragung, Drehmomentüber tragung und Zugbelastungen beim Entfernen einer verklemmten Bohrkrone ein Kompromiss bei der Materialauswahl getroffen werden.

Darstellung der Erfindung

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, bei einem Verfahren zur Herstellung eines Schneidabschnittes für eine Bohrkrone den Fertigungsaufwand bei der Herstellung des Schneidabschnittes zu reduzieren. Außerdem soll die Funktionalität des Schneidabschnittes beim Bohren mit der Bohrkrone im Hinblick auf Kraftübertragung, Drehmomentübertragung und/oder Zugbelastungen beim Entfernen einer verklemmten Bohrkrone verbessert werden.

Diese Aufgabe wird bei dem eingangs genannten Verfahren zur Herstellung eines Schnei dabschnittes für eine Bohrkrone erfindungsgemäß durch die Merkmale des unabhängigen Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den abhängigen Ansprüchen ange geben.

Der mit dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellte Schneidabschnitt für eine Bohrkrone wird mit einem Bohrschaftabschnitt der Bohrkrone über eine lösbare Verbindungseinrichtung verbunden. Das Verfahren zur Herstellung eines Schneidabschnittes für eine Bohrkrone ist gekennzeichnet durch die Verfahrensschritte:

ein erstes geschlossenes Rohrelement wird in Form eines ersten Hohlzylinders mit einer ersten äusseren Mantelfläche, einer ersten inneren Mantelfläche, einer ersten unteren Stirnfläche und einer ersten oberen Stirnfläche ausgebildet und weist eine erste Hohlzylinderhöhe, einen ersten Innendurchmesser und einen ersten Aussen- durchmesser auf,

ein zweites geschlossenes Rohrelement wird in Form eines zweiten Hohlzylinders mit einer zweiten äusseren Mantelfläche, einer zweiten inneren Mantelfläche, einer zwei ten unteren Stirnfläche und einer zweiten oberen Stirnfläche ausgebildet und weist eine zweite Hohlzylinderhöhe, einen zweiten Innendurchmesser und einen zweiten Aussendurchmesser auf, wobei der erste Aussendurchmesser kleiner als der zweite Innendurchmesser ist und die erste äussere Mantelfläche die zweite innere Mantel fläche berührt,

das erste geschlossene Rohrelement wird in das zweite geschlossene Rohrelement gesteckt und

ein oder mehrere Bohrsegmente werden mit dem ersten geschlossenen Rohrelement und dem zweiten geschlossenen Rohrelement verbunden. Der Schneidabschnitt, der mithilfe des erfindungsgemäßen Verfahrens hergestellt wird, um fasst ein erstes geschlossenes Rohrelement, ein zweites geschlossenes Rohrelement und mindestens ein Bohrsegment. Das erste geschlossene Rohrelement ist in Form eines ersten Hohlzylinders ausgebildet und umfasst eine erste äussere Mantelfläche, eine erste innere Mantelfläche, eine erste untere Stirnfläche und eine erste obere Stirnfläche. Das zweite ge schlossene Rohrelement ist in Form eines zweiten Hohlzylinders ausgebildet und umfasst eine zweite äussere Mantelfläche, eine zweite innere Mantelfläche, eine zweite untere Stirn fläche und eine zweite obere Stirnfläche. Um den Schneidabschnitt fertigzustellen, werden das erste geschlossene Rohrelement und das zweite geschlossene Rohrelement ineinan- dergesteckt und das eine oder die mehreren Bohrsegmente werden mit dem ersten ge schlossenen Rohrelement und mit dem zweiten geschlossenen Rohrelement verbunden. Im Hinblick auf die Stabilität des Schneidabschnittes ist es vorteilhaft, wenn die Bohrsegmente mit dem ersten und zweiten geschlossenen Rohrelement verbunden sind.

Der Schneidabschnitt ist so aufgebaut, dass die Kraftübertragung von einem Bohrschaftab schnitt über das erste geschlossene Rohrelement und die Drehmomentübertragung vom Bohrschaftabschnitt über das zweite geschlossene Rohrelement erfolgt. Die erste obere Stirnfläche bildet eine ringförmige Anschlagschulter, die zur Kraftübertragung verwendet wird. Ein Bohrschaftabschnitt überträgt die Kraft mittels einer ringförmigen Stirnfläche auf die ringförmige Anschlagschulter. Die Drehmomentübertragung erfolgt beispielsweise über Stif telemente des Bohrschaftabschnittes, die mit schlitzförmigen Ausnehmungen im zweiten ge schlossenen Rohrelement Zusammenwirken. Durch die Trennung des Schneidabschnittes in das erste geschlossene Rohrelement und das zweite geschlossene Rohrelement können die unterschiedlichen Anforderungen an den Schneidabschnitt im Hinblick auf die Kraftübertra gung und Drehmomentübertragung berücksichtigt werden.

Durch die Trennung des Schneidabschnittes in das erste geschlossene Rohrelement und das zweite geschlossene Rohrelement kann außerdem der Fertigungsaufwand für die Her stellung des Schneidabschnittes reduziert werden. Die erste obere Stirnfläche bildet die ring förmige Anschlagschulter für die Kraftübertragung, so dass eine Drehbearbeitung entfällt. Das erste geschlossene Rohrelement und das zweite geschlossene Rohrelement sind als Hohlzylinder mit kreisringförmigen Querschnitten ausgebildet und weisen eine konstante Ma terialstärke auf. Das erste geschlossene Rohrelement kann aus einem ersten ebenen Blech teil hergestellt werden, das zu einem ersten offenen Rohrelement umgeformt wird und an ersten Stosskanten stoffschlüssig oder formschlüssig verbunden wird. Das zweite geschlos sene Rohrelement kann aus einem zweiten ebenen Blechteil hergestellt werden, das zu ei nem zweiten offenen Rohrelement umgeformt wird und an zweiten Stosskanten stoffschlüs sig oder formschlüssig verbunden wird. Bevorzugt werden die erste untere Stirnfläche des ersten geschlossenen Rohrelementes und die zweite untere Stirnfläche des zweiten geschlossenen Rohrelementes bündig ausgerich tet. Die bündige Ausrichtung der ersten unteren Stirnfläche und der zweiten unteren Stirnflä che hat den Vorteil, dass eine breite Anbindungsfläche für die Bohrsegmente entsteht, an der die Bohrsegmente mit dem ersten geschlossenen Rohrelement und dem zweiten ge schlossenen Rohrelement verbunden werden können.

Besonders bevorzugt werden das eine oder die mehreren Bohrsegmente mit der ersten un teren Stirnfläche und der zweiten unteren Stirnfläche verbunden. Durch die bündige Ausrich tung der ersten unteren Stirnfläche und der zweiten unteren Stirnfläche entsteht eine breite Anbindungsfläche für die Bohrsegmente. Wenn die Bohrsegmente mit der ersten unteren Stirnfläche und der zweiten unteren Stirnfläche verbunden werden, können das erste ge schlossene Rohrelement und das zweite geschlossene Rohrelement gleichzeitig mit den Bohrsegmenten verbunden werden. Wenn die Bohrsegmente gleichzeitig mit dem ersten und zweiten geschlossenen Rohrelement verbunden werden, kann der Fertigungsaufwand reduziert werden. Abhängig von den verwendeten Materialstärken kann es erforderlich sein, dass das erste geschlossene Rohrelement und das zweite geschlossene Rohrelement zu sätzlich miteinander verbunden werden. Sollten höhere Widerstandsmomente erforderlich sein, können das erste geschlossene Rohrelement und das zweite geschlossene Rohrele ment zusätzlich miteinander verbunden werden.

Bevorzugt wird im zweiten geschlossenen Rohrelement mindestens eine schlitzförmige Aus nehmung erstellt, wobei die mindestens eine schlitzförmige Ausnehmung einen Querschlitz und einen Verbindungsschlitz umfasst und der Verbindungsschlitz den Querschlitz mit der zweiten oberen Stirnfläche des zweiten geschlossenen Rohrelementes verbindet. Die min destens eine schlitzförmige Ausnehmung ist Teil der lösbaren Verbindungseinrichtung, die den Schneidabschnitt mit einem Bohrschaftabschnitt der Bohrkrone verbindet. Die schlitz förmige Ausnehmung ist in T-Form oder L-Form ausgebildet und ermöglicht im verbundenen Zustand der Bohrkrone eine Relativbewegung zwischen dem Schneidabschnitt und dem Bohrschaftabschnitt. Durch die Relativbewegung zwischen dem Schneidabschnitt und dem Bohrschaftabschnitt kann ein verklemmter Schneidabschnitt aus dem Untergrund gelöst werden.

Besonders bevorzugt wird in der zweiten inneren Mantelfläche mindestens eine Quernut er stellt, wobei die mindestens eine Quernut in Höhe des Verbindungsschlitzes der schlitzförmi gen Ausnehmung angeordnet wird. Die mindestens eine Quernut ist Teil der lösbaren Ver bindungseinrichtung, die den Schneidabschnitt mit einem Bohrschaftabschnitt der Bohrkrone verbindet. Die Breite der Quernut ist grösser oder gleich der Breite des Querschlitzes der schlitzförmigen Ausnehmung. In die Quernut des Schneidabschnittes greift eine passende Quernase eines Bohrschaftabschnittes ein. Die Quernut und Quernase bilden eine zusätzli che formschlüssige Verbindung, die verhindert, dass die Steck-Dreh-Verbindung beim Lösen einer verklemmten Bohrkrone unbeabsichtigt geöffnet wird und der Bohrschaftabschnitt ohne Schneidabschnitt aus dem Untergrund entfernt wird.

Bevorzugt wird in der ersten inneren Mantelfläche mindestens eine Innenvertiefung erstellt, die sich über die erste Hohlzylinderhöhe erstreckt. Die mindestens eine Innenvertiefung in der ersten inneren Mantelfläche kann einen Transportkanal für eine Kühl- und Spülflüssigkeit bilden und ermöglicht die Ausbildung von Schneidabschnitten mit geringen Innenüberstän- den der Bohrsegmente auf der Innenseite des Schneidabschnittes. Die Breite, Tiefe, Form und/oder Anzahl der Innenvertiefung werden an die benötigte Flüssigkeitsmenge der Kühl- und Spülflüssigkeit angepasst.

In einer bevorzugten Weiterentwicklung wird das erste geschlossene Rohrelement aus ei nem ersten Material und das zweite geschlossene Rohrelement aus einem zweiten Material hergestellt. Der mit dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellte Schneidabschnitt ist so aufgebaut, dass die Kraftübertragung auf den Schneidabschnitt über das erste geschlossene Rohrelement und die Drehmomentübertragung auf den Schneidabschnitt über das zweite geschlossene Rohrelement erfolgt. Durch die Trennung des Schneidabschnittes in das erste geschlossene Rohrelement und das zweite geschlossene Rohrelement kann die Auswahl des ersten Materials für das erste geschlossene Rohrelement und des zweiten Materials für das zweite geschlossene Rohrelement an die unterschiedlichen Anforderungen an den Schneidabschnitt im Hinblick auf die Kraftübertragung und Drehmomentübertragung ange passt werden. Außerdem kann das zweite Material im Hinblick auf Zugbelastungen beim Entfernen einer verklemmten Bohrkrone angepasst werden.

Ausführungsbeispiele

Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnung beschrie ben. Diese soll die Ausführungsbeispiele nicht notwendigerweise maßstäblich darstellen, vielmehr ist die Zeichnung, wo zur Erläuterung dienlich, in schematischer und/oder leicht verzerrter Form ausgeführt. Dabei ist zu berücksichtigen, dass vielfältige Modifikationen und Änderungen betreffend die Form und das Detail einer Ausführungsform vorgenommen wer den können, ohne von der allgemeinen Idee der Erfindung abzuweichen. Die allgemeine Idee der Erfindung ist nicht beschränkt auf die exakte Form oder das Detail der im Folgen den gezeigten und beschriebenen bevorzugten Ausführungsform oder beschränkt auf einen Gegenstand, der eingeschränkt wäre im Vergleich zu dem in den Ansprüchen beanspruch ten Gegenstand. Bei gegebenen Bemessungsbereichen sollen auch innerhalb der genann ten Grenzen liegende Werte als Grenzwerte offenbart und beliebig einsetzbar und bean- spruchbar sein. Der Einfachheit halber sind nachfolgend für identische oder ähnliche Teile oder Teile mit identischer oder ähnlicher Funktion gleiche Bezugszeichen verwendet.

Es zeigen:

FIGN. 1 A, B eine Bohrkrone mit einem Schneidabschnitt und einem Bohrschaftabschnitt, die über eine lösbare Verbindungseinrichtung verbindbar sind, in einem un verbundenen Zustand der Bohrkrone (FIG. 1 A) und in einem verbundenen Zu stand der Bohrkrone (FIG. 1 B);

FIGN. 2A-C den Schneidabschnitt der FIG. 1 bestehend aus einem ersten geschlossenen

Rohrelement, einem zweiten geschlossenen Rohrelement und mehreren Bohrsegmenten in einem Längsschnitt entlang der Schnittlinie A-A in FIG. 1 A;

FIGN. 1 A, B zeigen eine Bohrkrone 10, die einen Schneidabschnitt 11 und einen Bohr schaftabschnitt 12 umfasst, wobei der Schneidabschnitt 1 1 und der Bohrschaftabschnitt 12 über eine lösbare Verbindungseinrichtung 13 verbindbar sind. Dabei zeigt FIG. 1 A den Schneidabschnitt 1 1 und Bohrschaftabschnitt 12 in einem unverbundenen Zustand der Bohr krone und FIG. 1 B zeigt den Schneidabschnitt 1 1 und Bohrschaftabschnitt 12 in einem ver bundenen Zustand der Bohrkrone.

Der Schneidabschnitt 1 1 umfasst ein erstes geschlossenes Rohrelement 14, ein zweites ge schlossenes Rohrelement 15 und mehrere Bohrsegmente 16, die mit dem ersten geschlos senen Rohrelement 14 und dem zweiten geschlossenen Rohrelement 15 verbunden sind. Der Schneidabschnitt 1 1 wird mithilfe des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Herstellung eines Schneidabschnittes aus dem ersten geschlossenen Rohrelement 14, dem zweiten ge schlossenen Rohrelement 15 und den Bohrsegmenten 16 hergestellt. Die Bohrsegmente 16 sind mit dem ersten geschlossenen Rohrelement 14 und dem zweiten geschlossenen Rohrelement 15 verbunden, wobei das erste und zweite Rohrelement 14, 15 im Bereich der Verbindung ebenfalls miteinander verbunden sind. Bei Bedarf können das erste geschlosse ne Rohrelement 14 und das zweite geschlossene Rohrelement 15 zusätzlich miteinander verbunden werden.

Die Bohrsegmente 16 sind ringförmig angeordnet und bilden einen Bohrring mit Zwischen räumen. Der Schneidabschnitt 1 1 kann anstatt mehrerer Bohrsegmente 16 auch ein einzel nes als geschlossener Bohrring ausgebildetes Bohrsegment aufweisen. Die Bohrsegmente 16 können mit dem ersten geschlossenen Rohrelement 14 und dem zweiten geschlossenen Rohrelement 15 verschweißt, verlötet, verschraubt oder in einer anderen geeigneten Befes tigungsart am ersten geschlossenen Rohrelement 14 und am zweiten geschlossenen Rohrelement 15 verbunden werden. Der Bohrschaftabschnitt 12 umfasst einen rohrförmigen Bohrschaft 17, einen Deckel 18 und ein Einsteckende 19, über das die Bohrkrone 10 in einer Werkzeugaufnahme eines Kernbohrgerätes befestigt wird.

Die lösbare Verbindungseinrichtung 13 ist in Form einer kombinierten Steck-Dreh- Verbindung ausgebildet, wie sie in WO 2014/096359 A1 offenbart ist. Die lösbare Verbin dungseinrichtung 13 umfasst ein erstes Steckelement 21 , das in den Schneidabschnitt 1 1 in tegriert ist, und ein zweites Steckelement 22, das in den Bohrschaftabschnitt 12 integriert ist. Das erste und zweite Steckelement 21 , 22 bilden eine Steckverbindung und werden zusätz lich über eine Drehverbindung gesichert. Die Drehverbindung umfasst mehrere Stiftelemente 23, die in schlitzförmige Ausnehmungen 24 eingeführt werden. Die Stiftelemente 23 sind an einer Außenseite des zweiten Steckelementes 22 befestigt und die schlitzförmigen Ausneh mungen 24 sind im ersten Steckelement 21 vorgesehen. Der Schneidabschnitt 1 1 lässt sich vom Bediener einfach und schnell mit dem Bohrschaftabschnitt 12 verbinden. Dazu wird der Schneidabschnitt 1 1 mit dem ersten Steckelement 21 so auf das zweite Steckelement 22 des Bohrschaftabschnittes 12 gesteckt, dass die Stiftelemente 23 in den schlitzförmigen Ausnehmungen 24 angeordnet sind.

Im Bohrbetrieb wird die Bohrkrone 10 von einem Kernbohrgerät in einer Drehrichtung 25 um eine Drehachse 26 angetrieben, wobei die Drehachse 26 mit einer Längsachse des rohrför migen Bohrschaftes 17 zusammenfällt. Während der Drehung der Bohrkrone 10 um die Drehachse 26 wird die Bohrkrone 10 entlang einer Vorschubrichtung 27 in ein Werkstück 28 bewegt, wobei die Vorschubrichtung 27 parallel zur Drehachse 26 verläuft. Die Bohrkrone 10 erzeugt im Werkstück 28 ein Bohrloch 31 mit einem Bohrlochdurchmesser di_ und einen Bohrkern 32 mit einem Kerndurchmesser CIK. Die Bohrsegmente 15 bilden einen Bohrring mit einem Außendurchmesser, der dem Bohrlochdurchmesser di_ entspricht, und einem Innen durchmesser, der dem Kerndurchmesser d K entspricht.

FIGN. 2A-C zeigen den Schneidabschnitt 1 1 der FIG. 1 mit dem ersten geschlossenen Rohrelement 14, dem zweiten geschlossenen Rohrelement 15 und den Bohrsegmenten 16 in einem Längsschnitt entlang der Schnittlinie A-A in FIG. 1 A. FIG. 2B zeigt das erste ge schlossene Rohrelement 14 und FIG. 2C das zweite geschlossene Rohrelement 15 des Schneidabschnittes 1 1.

Der Schneidabschnitt 1 1 wird aus dem ersten geschlossenen Rohrelement 14, dem zweiten geschlossenen Rohrelement 15 und den Bohrsegmenten 16 hergestellt. Die Bohrsegmente 16 werden mit dem ersten geschlossenen Rohrelement 14 und mit dem zweiten geschlosse nen Rohrelement 15 verbunden. Dabei können die Bohrsegmente 16 mit dem ersten ge schlossenen Rohrelement 14 und dem zweiten geschlossenen Rohrelement 15 verschweißt, verlötet, verschraubt oder in einer anderen geeigneten Befestigungsart verbunden werden. Das erste geschlossene Rohrelement 14 ist in Form eines ersten Hohlzylinders mit einer kreisringförmigen Querschnittsfläche ausgebildet. Das erste geschlossene Rohrelement 14 umfasst eine erste äussere Mantelfläche 41 , eine erste innere Mantelfläche 42, eine erste untere Stirnfläche 43 und eine erste obere Stirnfläche 44. Die Abmessungen des ersten ge schlossenen Rohrelementes 14 sind durch eine erste Hohlzylinderhöhe Hi, einen ersten In nendurchmesser di und einen ersten Aussendurchmesser Di definiert. Die Breite des ersten geschlossenen Rohrelementes 14 ergibt sich als halbe Differenz des ersten Aussendurch- messers Di und des ersten Innendurchmessers di und wird als erste Breite Bi bezeichnet.

Das zweite geschlossene Rohrelement 15 ist in Form eines zweiten Hohlzylinders mit einer kreisringförmigen Querschnittsfläche ausgebildet. Das zweite geschlossene Rohrelement 15 umfasst eine zweite äussere Mantelfläche 45, eine zweite innere Mantelfläche 46, eine zwei te untere Stirnfläche 47 und eine zweite obere Stirnfläche 48. Die Abmessungen des zweiten geschlossenen Rohrelementes 15 sind durch eine zweite Hohlzylinderhöhe H 2 , einen zwei ten Innendurchmesser d 2 und einen zweiten Aussendurchmesser D 2 definiert. Die Breite des zweiten geschlossenen Rohrelementes 15 ergibt sich als halbe Differenz des zweiten Aus- sendurchmessers D 2 und des zweiten Innendurchmessers d 2 und wird als zweite Breite B 2 bezeichnet.

Die erste untere Stirnfläche 43 des ersten geschlossenen Rohrelementes 14 und die zweite untere Stirnfläche 47 des zweiten geschlossenen Rohrelementes 15 werden bündig ausge richtet. Die bündige Ausrichtung der ersten unteren Stirnfläche 43 und der zweiten unteren Stirnfläche 47 hat den Vorteil, dass eine breite Anbindungsfläche für die Bohrsegmente 16 entsteht, an der die Bohrsegmente 16 mit dem ersten geschlossenen Rohrelement 14 und dem zweiten geschlossenen Rohrelement 15 verbunden werden können. Wenn die

Bohrsegmente 16 mit der ersten unteren Stirnfläche 43 und der zweiten unteren Stirnfläche 47 verbunden werden, können das erste geschlossene Rohrelement 14 und das zweite ge schlossene Rohrelement 15 gleichzeitig mit den Bohrsegmenten 16 verbunden werden. Ab hängig von den verwendeten Materialstärken kann es erforderlich sein, dass das erste ge schlossene Rohrelement 14 und das zweite geschlossene Rohrelement 15 zusätzlich mitei nander verbunden werden.

Der Schneidabschnitt 1 1 ist so aufgebaut, dass die Kraftübertragung vom Bohrschaftab schnitt 12 auf den Schneidabschnitt 1 1 über das erste geschlossene Rohrelement 14 erfolgt und die Drehmomentübertragung vom Bohrschaftabschnitt 12 auf den Schneidabschnitt 1 1 über das zweite geschlossene Rohrelement 15 erfolgt. Die erste obere Stirnfläche 44 des ersten geschlossenen Rohrelementes 14 bildet an der Innenseite des Schneidabschnittes 1 1 eine ringförmige Anschlagschulter 49 für die Kraftübertragung von einem verbundenen Bohr schaftabschnitt. Die Drehmomentübertragung vom Bohrschaftabschnitt 12 auf den Schneid- abschnitt 1 1 erfolgt über die Stiftelemente 23 und die schlitzförmigen Ausnehmungen 24.

Das zweite geschlossene Rohrelement 15 des Schneidabschnittes 1 1 weist an der zweiten oberen Stirnfläche 48 mehrere schlitzförmige Ausnehmungen 24 auf. Die schlitzförmigen Ausnehmungen 24 umfassen jeweils einen Querschlitz 51 und einen Verbindungsschlitz 52, wobei der Verbindungsschlitz 52 den Querschlitz 51 mit der zweiten oberen Stirnfläche 48 verbindet.

Das erste geschlossene Rohrelement 14 kann aus einem ersten Material und das zweite ge schlossene Rohrelement 15 aus einem zweiten Material hergestellt werden. Durch die Tren nung des Schneidabschnittes 1 1 in das erste geschlossene Rohrelement 14 und das zweite geschlossene Rohrelement 15 kann die Auswahl des ersten Materials an die Anforderungen des ersten geschlossenen Rohrelementes 14 und die Auswahl des zweiten Materials an die unterschiedlichen Anforderungen des zweiten geschlossenen Rohrelementes 15 angepasst werden.