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Title:
METHOD FOR PRODUCING A DECORATIVE WOOD SURFACE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2017/220557
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for producing a decorative wood surface in the form of a planar veneer with a thickness of less than 1 mm, preferably 0.5 to 0.6 mm, having at least the steps (A) to (E): (A) mixing cut planar veneer pieces, each upper face or lower face of which has a surface area ranging from 200 mm2 to 2000 mm2, wherein each of the veneer pieces has a thickness of less than 1 mm, preferably ranging from 0.5 mm to 0.6 mm; (B) gluing the mixed veneer pieces; (C) arranging the glued veneer pieces in order to form a layer which has a thickness of up to 15 mm; (D) pressing the glued veneer pieces arranged in the layer in order to form a board with a board thickness of less than 6 mm; and (E) grinding the board until the planar veneer produced during the grinding process has a thickness of less than 1 mm, preferably ranging from 0.5 mm to 0.6 mm.

Inventors:
WENK, Thomas Josef (Cisinskistraße 14, Panschwitz-Kuckau, 01920, DE)
GUDLIN, Zsófia (Odastraße 7, Braunschweig, 38122, DE)
Application Number:
EP2017/065054
Publication Date:
December 28, 2017
Filing Date:
June 20, 2017
Export Citation:
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Assignee:
DANZER GMBH (Schutzengelstrasse 36, 6340 Baar, 6340, CH)
VOLKSWAGEN AKTIENGESELLSCHAFT (Berliner Ring 2, Wolfsburg, 38440, DE)
International Classes:
B27N3/02; B27N3/18; B27N7/00; B44C5/04; B27D1/00; B32B21/14
Attorney, Agent or Firm:
RICKER, Mathias (Wallinger Ricker Schlotter Tostmann Patent- und Rechtsanwälte Partnerschaft mbB, Zweibrückenstraße 5-7, München, 80331, DE)
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Claims:
Patentansprüche

Verfahren zur Herstellung einer dekorativen Holzoberfläche in Form eines ebenflächigen Furniers mit einer Dicke von unter 1 mm, vorzugsweise 0,5 bis 0,6 mm, aufweisend mindestens die Stufen (A) bis (E):

(A) Vermischen von geschnittenen ebenflächigen Furnierstücken, deren Oberseite oder Unterseite jeweils eine Oberfläche im Bereich von 200 mm2 bis 2000 mm2 aufweist, wobei die Furnierstücke jeweils eine Dicke im Bereich von unter 1 mm, vorzugsweise 0,5 mm bis 0,6 mm, aufweisen;

(B) Beieimen der vermischten Furnierstücke;

(C) Anordnen der beleimten Furnierstücke zu einer Schicht, die eine Dicke bis zu 15 mm aufweist;

(D) Verpressen der in der Schicht angeordneten beleimten Furnierstücke in eine Platte mit einer Plattendicke kleiner als 6 mm;

(E) Abschleifen der Platte solange, bis das beim Abschleifen entstandene ebenflächige Furnier eine Dicke im Bereich von unter 1 mm, vorzugsweise 0,5 mm bis 0,6 mm, aufweist.

Verfahren zur Herstellung einer dekorativen Holzoberfläche in Form eines ebenflächigen Furniers mit einer Dicke von unter 1 mm, vorzugsweise 0,5 bis 0,6 mm, aufweisend mindestens die Stufen (A) bis (E):

(A) Vermischen von geschnittenen ebenflächigen Furnierstücken, deren Oberseite oder Unterseite jeweils eine Oberfläche im Bereich von 200 mm2 bis 2000 mm2 aufweist, wobei die Furnierstücke jeweils eine Dicke im Bereich von unter 1 mm, vorzugsweise 0,5 mm bis 0,6 mm, aufweisen;

(B) Beieimen der vermischten Furnierstücke;

(C) Anordnen der beleimten Furnierstücke zu einer Schicht;

(D) Verpressen der in der Schicht angeordneten beleimten Furnierstücke in eine Platte oder einen Block;

(E) Messern der Platte oder des Blocks parallel zu deren Oberseite oder Unterseite unter Bildung eines abgemesserten Furniers und nachfolgendes Abschleifen des abgemesserten Furniers solange, bis das beim Abschleifen entstandene ebenflächige Furnier eine Dicke im Bereich von unter 1 mm, vorzugsweise 0,5 mm bis 0,6 mm, aufweist. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, wobei die in Stufe (A) eingesetzten ebenflächigen Furnierstücke aus einem Schälfurnier oder einem Messerfurnier oder aus einem Schälfurnier und einem Messerfurnier hergestellt werden.

4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die in Stufe (A) eingesetzten ebenflächigen Furnierstücke aus einer Holzart oder aus verschiedenen Holzarten hergestellt werden.

5. Verfahren nach Anspruch 4, wobei die Holzart ausgewählt ist aus Birkenholz oder Eschenholz oder Birkenholz und Eschenholz.

6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die in Stufe (A) eingesetzten Furnierstücke verschieden voneinander sind.

7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die in Stufe (A) eingesetzten Furnierstücke gleichförmig zueinander sind.

8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei die in Stufe (A) eingesetzten ebenflächigen Furnierstücke runde, rechteckige, rautenförmige, parallelogrammförmige, blattförmige, muschelförmige oder camouflageförmige Furnierstücke einer Geometrie und Größe sind, oder wobei zwei oder mehr dieser

Formen eingesetzt werden.

9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei die Oberfläche im Bereich von 200 mm2 bis 1200 mm2 liegt, vorzugsweise 400 mm2 bis 800 mm2.

10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei in Stufe (C) das Anordnen der beleimten Furnierstücke zu einer Schicht so erfolgt, dass die beleimten Furnierstücke in der Schicht in einer regellosen Verteilung vorliegen.

1. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei in Stufe (E) sowohl die Oberseite wie auch die Unterseite der Platte oder des abgemesserten Furniers abgeschliffen werden.

Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 1 1 , weiter umfassend die Stufe (F):

(F) Beizen mindestens der Oberseite oder der Unterseite des in Stufe (E) erhaltenen ebenflächigen Furniers.

Dekorative Holzoberfläche in Form eines ebenflächigen Furniers mit einer Dicke von unter 1 mm, vorzugsweise 0,5 bis 0,6 mm, mit einem aus gelegten und vermischten Furnierstücken und Abschleifen erzeugten Glanzbild.

Dekorative Oberfläche nach Anspruch 13, wobei die Holzoberfläche eine Perlmuttartige Ästhetik aufweist

Verwendung einer dekorativen Holzoberfläche in Form eines ebenflächigen Furniers hergestellt nach einem der Ansprüche 1 bis 12, oder Verwendung einer dekorativen Holzoberfläche in Form eines ebenflächigen Furniers nach einem der Ansprüche 13 oder 14, im Innenausbau eines Automobils.

Description:
VERFAHREN ZUR HERSTELLUNG EINER DEKORATIVEN HOLZOBERFLÄCHE

Beschreibung Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer dekorativen Holzoberfläche sowie die Verwendung dieser Holzoberfläche.

Dekorative Holzoberflächen kommen beispielsweise in der Möbel-, Türen- sowie Paneeleindustrie ebenso wie bei der Automobil-, Boots- und Flugzeugausstattung oder im Innenausbau zum Einsatz.

Beispielsweise können Furniere, die typischerweise in Form von 0,5 mm bis 8 mm starken Blättern vorliegen, als dekorative Holzoberflächen verwendet werden. Die einfachen Furniere werden in der Regel als Schälfurniere durch Schälen von Baumstämmen erzeugt, wobei ein bandförmiges Furnier entsteht. Es kommen auch Messerfurniere zum Einsatz, die dadurch hergestellt werden, dass vom Stamm mittels eines Messers das Furnier blattweise abgeschnitten wird. Derartig hergestellte Furniere können den Nachteil haben, dass die Optik der hergestellten Oberflächen nur schwer reproduzierbar ist, da die Qualität und somit auch der optische Eindruck des zur Herstellung des Furniers eingesetzten Naturprodukts Holz nicht konstant ist. Furniere mit verbesserter Reproduzierbarkeit des optischen Eindrucks der Oberfläche können beispielsweise dadurch hergestellt werden, dass Furnierblätter übereinander gelegt, verpresst und miteinander verleimt werden. Danach wird vom entstandenen Block blattweise Furnier abgemessert, welches eine dekorative Oberfläche aufweist. Ein derartiges Verfahren wird beispielsweise in EP 2 832 558 offenbart. Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es ein Verfahren bereitzustellen, welches die Herstellung einer dekorativen Holzoberfläche in Form eines Furniers gestattet, bei dem der optische Eindruck der Oberfläche mit verbesserter Reproduzierbarkeit erzeugt werden kann.

Diese Aufgabe wird gelöst mit einem Verfahren zur Herstellung einer dekorativen Holzoberfläche in Form eines ebenflächigen Furniers mit einer Dicke von unter 1 mm, vorzugsweise 0,5 bis 0,6 mm, aufweisend mindestens die Stufen (A) bis (E):

(A) Vermischen von geschnittenen ebenflächigen Furnierstücken, deren Oberseite oder Unterseite jeweils eine Oberfläche im Bereich von 200 mm 2 bis 2000 mm 2 aufweist, wobei die Furnierstücke jeweils eine Dicke im Bereich von unter 1 mm, vorzugsweise 0,5 mm bis 0,6 mm, aufweisen;

(B) Beieimen der vermischten Furnierstücke;

(C) Anordnen der beleimten Furnierstücke zu einer Schicht, die eine Dicke bis zu 15 mm aufweist;

(D) Verpressen der in der Schicht angeordneten beleimten Furnierstücke in eine Platte mit einer Plattendicke kleiner als 6 mm;

(E) Abschleifen der Platte solange, bis das beim Abschleifen entstandene ebenflächige Furnier eine Dicke im Bereich von unter 1 mm, vorzugsweise 0,5 mm bis 0,6 mm, aufweist.

Alternativ dazu kann auch ein Verfahren eingesetzt werden, welches mindestens die Stufen (A) bis (E) aufweist:

(A) Vermischen von geschnittenen ebenflächigen Furnierstücken, deren Oberseite oder Unterseite jeweils eine Oberfläche im Bereich von 200 mm 2 bis 2000 mm 2 aufweist, wobei die Furnierstücke jeweils eine Dicke im Bereich von unter 1 mm, vorzugsweise 0,5 mm bis 0,6 mm, aufweisen;

(B) Beieimen der vermischten Furnierstücke;

(C) Anordnen der beleimten Furnierstücke zu einer Schicht;

(D) Verpressen der in der Schicht angeordneten beleimten Furnierstücke in eine Platte oder einen Block; (E) Messern der Platte oder des Blocks parallel zu deren Oberseite oder Unterseite unter Bildung eines abgemesserten Furniers und nachfolgendes Abschleifen des abgemesserten Furniers solange, bis das beim Abschleifen entstandene ebenflächige Furnier eine Dicke im Bereich von unter 1 mm, vorzugsweise 0,5 mm bis 0,6 mm, aufweist.

Erfindungsgemäß sind die in Stufe (A) eingesetzten Furnierstücke geschnitten und ebenflächig. Die Furnierstücke können gleich oder verschieden voneinander sein. Der Begriff „gleich" wie hierin verwendet, bedeutet, dass sich die Furnierstücke vorzugsweise hinsichtlich ihrer Abmessungen, der Form, der verwendeten Holzart und/oder des in Stufe (A) verwendeten Furniertyps nicht voneinander unterscheiden. Der Begriff wird auch synonym zum Begriff„gleichförmig zueinander" verwendet. Der Begriff „verschieden" wie hierin verwendet, bedeutet, dass sich die Furnierstücke vorzugsweise hinsichtlich ihrer Abmessungen, der Form, der verwendeten Holzart und/oder des in Stufe (A) verwendeten Furniertyps voneinander unterscheiden.

Der Begriff „geschnitten" wie hierin verwendet, bedeutet, dass die Furnierstücke aus größeren Furnieren herausgeschnitten werden. Geeignete Schneidwerkzeuge sind vorzugsweise Messer oder Scheren.

Der Begriff „ebenflächig" wie hierin verwendet bedeutet, dass die Furnierstücke flach ausgebildet sind und ihre Fläche, die von der Oberseite gebildet wird, bzw. die Fläche, die von der Unterseite gebildet wird, jeweils in einer Ebene liegt.

Erfindungsgemäß werden die in Stufe (A) eingesetzten geschnittenen und ebenflächigen Furnierstücke aus einem Schälfurnier oder einem Messerfurnier oder aus einem Schälfurnier und einem Messerfurnier hergestellt.

Erfindungsgemäß sind die in Stufe (A) eingesetzten ebenflächigen Furnierstücke runde, rechteckige, rautenförmige oder parallelogrammförmige Furnierstücke. Weitere verwendbare Formen der ebenflächigen Furnierstücke sind blattförmig, muschelförmig oder camouflageförmig. In einer Ausführungsform werden in Stufe (A) Furnierstücke einer Geometrie und Größe eingesetzt.

In einer Ausführungsform können runde oder rechteckige oder rautenförmige oder parallelogrammförmige Furnierstücke in Stufe (A) eingesetzt werden.

In einer weiteren Ausführungsform können auch zwei oder mehr dieser Formen in Stufe (A) eingesetzt werden. In einer bevorzugten Ausführungsform können in Stufe (A) beispielsweise rautenförmige und rechteckige Furnierstücke eingesetzt werden.

Die Furnierstücke können in der gewünschten Form aus dem Messer- oder Schälfurnier herausgeschnitten werden.

Erfindungsgemäß weist die Oberseite oder Unterseite eines Furnierstücks eine Oberfläche im Bereich von 200 bis 2000 mm 2 auf, vorzugsweise im Bereich von 200 bis 1200 mm 2 , weiter bevorzugt im Bereich von 400 mm 2 bis 800 mm 2 , wobei die Dicke des Furnierstücks im Bereich von unter 1 mm, vorzugsweise 0,5 mm bis 0,6 mm, liegt.

Der Begriff„Dicke" bedeutet hierbei den kleinsten Abstand zwischen einer Oberseite und einer Unterseite des Furnierstücks.

Die in Stufe (A) eingesetzten ebenflächigen Furnierstücke können aus einer Holzart oder aus verschiedenen Holzarten hergestellt werden. Dies bedeutet, dass die zur Herstellung verwendeten Schälfurniere und/oder Messerfurniere aus unterschiedlichen Baumarten gewonnen werden können.

Vorzugsweise wird ein helles Holz gewählt, da sich dieses für spätere Anwendungen so beizen lässt, dass der optische Eindruck und die dekorative Wirkung verstärkt werden.

Vorzugsweise wird die helle Holzart ausgewählt aus Birkenholz oder Eschenholz oder Birkenholz und Eschenholz. Erfindungsgemäß werden in Stufe (B) die Furnierstücke beleimt. Dies kann nach bekannten Verfahren mit üblichen, in der Holzindustrie verwendeten Bindemitteln oder Leimen erfolgen. Übliche Bindemittel und Leime sind beispielsweise Polyisocyanate oder Kondensationsprodukte von Formaldehyd mit Melaminen oder Phenolen.

Die Begriffe„Leim" und„Binde mittet 1 werden in dieser Offenbarung synonym verwendet und schließen auch den Begriff„Kleber" ein.

Vorzugsweise erfolgt das Beieimen in den üblichen Beleimungstrommeln.

Erfindungsgemäß werden in Stufe (C) die beleimten Furnierstücke so angeordnet, dass sie eine Schicht bilden, in der die beleimten Furnierstücke in einer regellosen Verteilung vorliegen. Der Begriff „Schicht wie hierin verwendet, bedeutet, dass die angeordneten Furnierstücke in flächenhafter Ausdehnung eine in einer gewissen Höhe über, unter oder zwischen anderem liegende einheitliche Masse bilden.

Der Begriff „regellos" wie hierin verwendet, bedeutet, dass die Furnierstücke in der Schicht ohne erkennbare Ordnung vorliegen.

Diese regellose Verteilung kann dadurch erreicht werden, dass die Furnierstücke in ein geeignetes Presswerkzeug eingestreut werden, solange, bis die gewünschte Schichtdicke erreicht ist. Das Einstreuen kann entweder maschinell oder per Hand erfolgen.

Erfindungsgemäß werden in Stufe (D) in einer Ausführungsform die in der Schicht angeordneten beleimten Furnierstücke in eine Platte mit einer Plattendicke kleiner als 6 mm verpresst. Geeignete Pressvorrichtungen sind im Stand der Technik bekannt.

Der Begriff „Plattendicke" wie hierin verwendet, bedeutet hierbei den kleinsten Abstand zwischen der Oberseite und der Unterseite der Platte.

Beim Verpressen werden die beleimten Furnierstücke miteinander verklebt. Die hierzu erforderlichen Pressdrücke liegen vorzugsweise im Bereich von 10 bis 300 kg/cm 2 , vorzugsweise 50 bis 200 kg/cm 2 . Falls erforderlich kann auch ein höherer Druck verwendet werden, um in Stufe (D) die beleimten Furnierstücke in eine Platte mit einer Plattendicke kleiner als 6 mm zu verpressen.

Gegebenenfalls kann beim Verpressen auch erhöhte Temperatur angewendet werden, um den Verklebungsprozess zu beschleunigen. Geeignete Temperaturen liegen vorzugsweise im Bereich von 50 bis 150 °C. Weiter erfindungsgemäß erfolgt in einer Ausführungsform in Stufe (E) das Abschleifen der Platte, welche in Stufe (C) mit einer Dicke kleiner als 6 mm hergestellt worden ist, solange, bis das beim Abschleifen entstandene ebenflächige Furnier eine Dicke im Bereich von unter 1 mm, vorzugsweise 0,5 mm bis 0,6 mm, aufweist. Das Abschleifen kann mit Schleifmaschinen und Verfahren durchgeführt werden, die im Stand der Technik bekannt sind.

In einer alternativen Ausführungsform kann auch so verpresst werden, dass die Plattendicke der entstehenden Platte eine Dicke aufweist, die über einer Dicke von 6 mm liegt.

In Abhängigkeit von der Anzahl der beleimten Furnierstücke ist auch die Herstellung eines Blocks möglich. Der Begriff „Block" wie hierin verwendet, bedeutet ein massives und kompaktes Gebilde aus verpressten Furnierstücken.

In der alternativen Ausführungsform werden die in Stufe (D) erhaltene Platte oder der erhaltene Block parallel zu deren Oberseite oder Unterseite gemessert, d.h. es werden von dieser Platte oder dem Block Blätter unter Bildung eines abgemesserten Furniers abgeschnitten. Die Dicke des Furniers kann dabei frei gewählt werden, liegt aber vorzugsweise über der Dicke der herzustellenden dekorativen Oberfläche. Anschließend wird das abgemesserte Furnier solange abgeschliffen, bis das beim Abschleifen entstandene ebenflächige Furnier eine Dicke im Bereich von unter 1 mm, vorzugsweise 0,5 mm bis 0,6 mm, aufweist. Vorzugsweise werden in beiden Ausführungsformen beim Abschleifen der Stufe (E) sowohl die Oberseite wie auch die Unterseite der Platte oder des abgemesserten Furniers abgeschliffen.

Die Oberfläche des entstandenen ebenflächigen Furniers aufweisend eine Dicke im Bereich von unter 1 mm, vorzugsweise 0,5 mm bis 0,6 mm, kann in einem weiteren Verfahrensschritt weiter bearbeitet werden.

Vorzugsweise kann die Oberfläche gebeizt werden. Vorzugsweise werden Beizen eingesetzt, welche die Maserung der dekorativen Holzoberfläche hervorheben. Damit kann insbesondere erreicht werden, dass die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellte Oberfläche eine verstärkte Tiefenwirkung erhält.

Der Begriff „Tiefenwirkung" wie hierin verwendet, beschreibt die räumliche Wirkung der dekorativen Holzoberfläche.

Das Aufbringen der Beize kann nach den üblichen Verfahren erfolgen, vorzugsweise durch Aufsprühen oder Aufstreichen.

Demzufolge umfasst in einer Ausführungsform das Verfahren die Stufe (F):

(F) Beizen mindestens der Oberseite oder der Unterseite des in Stufe (E) erhaltenen ebenflächigen Furniers.

Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellte dekorative Holzoberfläche weist einen optischen Eindruck auf, der durch das Verfahren sehr gut reproduzierbar ist. Das Glanzbild des Endprodukts wird eingestellt durch das Legen und Vermischen der Furnierstücke gemäß Stufe (A), wobei ein Richtungswechsel der Holzfaserrichtungen erzeugt wird, sowie durch das Abschleifen der Platte gemäß Stufe (E). Werden beispielsweise Furnierstücke eines ersten Typs, beispielsweise rechteckige Furnierstücke, und eines zweiten Typs, beispielsweise rautenförmige Furnierstücke, gelegt und vermischt, stellt sich nach dem Zufallsprinzip ein Muster ein, wobei der Zufall auch für eine bestimmte Wiederholung sorgt. Die dekorative Holzoberfläche weist insbesondere eine Perlmutt-artige Ästhetik auf.

Der Begriff .Perlmutt-artige Ästhetik" bedeutet, dass beim Bewegen der dekorativen Holzoberfläche oder je nach Blickwinkel die dekorative Oberfläche im Auge des Betrachters ein unterschiedliches Erscheinungsbild erzeugt. Dieses unterschiedliche Erscheinungsbild wird hervorgerufen durch die Vielzahl der miteinander verklebten und verschliffenen Furnierstücke.

Somit betrifft die Erfindung auch eine dekorative Holzoberfläche in Form eines ebenflächigen Furniers mit einer Dicke von unter 1 mm, vorzugsweise 0,5 bis 0,6 mm, mit einem aus gelegten und vermischten Furnierstücken und Abschleifen erzeugten Glanzbild, vorzugsweise wobei die Holzoberfläche eine Perlmutt-artige Ästhetik aufweist.

Vorzugsweise wird die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellte dekorative Holzoberfläche in Form eines ebenflächigen Furniers im Innenausbau eines Automobils verwendet. Beispielsweise können das Armaturenbrett oder Ablagen mit der nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten dekorativen Holzoberfläche in Form eines ebenflächigen Furniers ausgestaltet werden.