Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
METHOD FOR PRODUCING AN EDGE PROFILE AND FURNITURE PART
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2017/198550
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for producing an edge profile (1) for a narrow surface (2a) of a plate-shaped material (2), wherein an edge band (3) extending in a longitudinal direction (L) has a decoration (4), and wherein the edge band (3) has a three-dimensional structure (5). In order to further improve a furniture part (14) with regard to optical and haptic properties, the decoration (4) and the structure (5) according to the invention are arranged in such a way that the structure (5) is at least substantially congruent with the decoration (4). The invention further relates to a corresponding furniture part (14) having a plate-shaped material (2), which has at least one narrow surface (2a), an upper part (2b), and a lower part (2c), and at least one edge profile (1).

Inventors:
STREICHARDT, Thomas (Nikolaus-Ehlen Str. 22, Warendorf, 48231, DE)
Application Number:
EP2017/061367
Publication Date:
November 23, 2017
Filing Date:
May 11, 2017
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
FRITZ EGGER GMBH & CO. OG (Weiberndorf 20, 6380 St. Johann in Tirol, 6380, AT)
International Classes:
B44C5/00; B41F19/06; B44F9/00
Domestic Patent References:
WO2005046987A12005-05-26
WO2006023977A22006-03-02
Foreign References:
US20050076598A12005-04-14
JP2000071691A2000-03-07
US20110111184A12011-05-12
US20090178359A12009-07-16
EP2700511A12014-02-26
EP1645339A12006-04-12
DE19823195C22003-03-20
Attorney, Agent or Firm:
COHAUSZ & FLORACK (Bleichstraße 14, Düsseldorf, 40211, DE)
Download PDF:
Claims:
P a t e n t a n s p r ü c h e

1. Verfahren zum Herstellen eines Kantenprofils (1) für eine Schmalfläche (2a) eines plattenförmigen Werkstoffs (2),

- bei dem ein sich in eine Längsrichtung (L) erstreckendes Kantenband (3) mit einem Dekor (4) versehen wird und

bei dem das Kantenband (3) mit einer dreidimensionalen Struktur (5) versehen wird,

dadurch gekennzeichnet, dass das Dekor (4] und die Struktur (5) derart angeordnet werden, dass die Struktur (5) zumindest im Wesentlichen

deckungsgleich mit dem Dekor (4) ist.

2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Kantenband (3) durch Extrudieren eines thermoplastischen Kunststoffs hergestellt wird.

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das

Kantenband (3) innerhalb eines Zeitraums nach seiner Herstellung, insbesondere Extrusion, in welchem das Kunststoffmaterial des Kantenbands (3) noch nicht die endgültige Formfestigkeit aufweist, mit der Struktur (5) versehen wird.

4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das

Kantenband (3) innerhalb eines Zeitraums nach seiner Herstellung, insbesondere Extrusion, in welchem das Kunststoffmaterial des Kantenbands (3) bereits die endgültige Formfestigkeit aufweist, mit der Struktur (5) versehen wird.

5. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch

gekennzeichnet, dass das Kantenband (3) erst mit dem Dekor (4) und anschließend mit der Struktur (5) versehen wird.

6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Kantenband (3) erst mit der Struktur (5) und anschließend mit dem Dekor (4) versehen wird.

7. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch

gekennzeichnet, dass das Dekor (4) mittels Tiefdruck, insbesondere indirektem Tiefdruck, unter Verwendung eines oder mehrerer Druckzylinder (6) auf das Kantenband (3) aufgetragen wird.

8. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch

gekennzeichnet, dass die Struktur (5) mittels einer oder mehrerer Prägewalzen (7) in das Kantenband (3) eingeprägt wird.

9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Prägewalze (7) eine Kalanderwalze (7,7') eines Kalanders (8) ist.

10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Umfang des oder der Druckzylinder (6) und der Prägewalze(n) (7) so gewählt wird, dass, wenn das Kantenband (3) mit Druckzylinder(n) (6) und Prägewalze(n) (7) in Kontakt kommt, Dekor (4) und Struktur (5) miteinander zumindest im

Wesentlichen in Überdeckung gebracht werden.

11. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Umfang der Prägewalze(n) (7) dem Umfang des oder der Druckzylinder (6) oder einem ganzzahligen Vielfachen des Umfangs des oder der Druckzylinder (6) entspricht.

12. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Umfang des oder der Druckzylinder (6) einem ganzzahligen Vielfachen des Umfangs der Prägewalze(n) (7) entspricht.

13. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Dekor (4) mittels Digitaldruck auf das Kantenband (3) aufgetragen wird.

14. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass

- eine Druckeinrichtung für Digitaldruck oder

- der Druckzylinder (6) oder einer der Druckzylinder (6) oder

- die Prägewalze (7) oder eine der Prägewalzen (7) oder

- eine separate Markierungseinrichtung (10)

am Kantenband (3) mehrmals, insbesondere in regelmäßigen Abständen, eine Markierung (11) vorsieht.

15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweilige

Markierung (11) als separate Markierung (11) am Rand des Kantenbands (3) oder auf der Rückseite des Kantenbands (3) vorgesehen wird oder in das Dekor (4) und/oder die Struktur (5) integriert wird.

16. Verfahren nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass die

jeweilige Markierung (11), insbesondere mit einer Abtasteinrichtung (12), erfasst wird und von einer Steuerungseinrichtung (13) zur Regelung der

Vorschubgeschwindigkeit des Kantenbands (3) und/oder der

Druckgeschwindigkeit einer Einrichtung für Digitaldruck und/oder der

Rotationsgeschwindigkeit des oder der Druckzylinder (6) und/oder der

Prägewalze(n) (7) und/oder zur Anpassung des zu zu druckenden digitalen Dekors herangezogen wird.

Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die

Steuerungseinrichtung (13) die Position der jeweiligen Markierung (11) mit der Winkelstellung des oder der Druckzylinder (6) und/oder der Prägewalze(n) (7) vergleicht und anhand des Vergleichsergebnisses eine Regelung durchführt. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die

Steuerungseinrichtung (13) die Position der jeweiligen Markierung (11) mit der Position der Einrichtung für Digitaldruck, insbesondere des Druckkopfes (9,9'), vergleicht und anhand des Vergleichsergebnisses eine Regelung durchführt.

Möbelteil (14)

mit einem plattenförmigen Werkstoff (2), der mindestens eine Schmalfläche (2a) sowie eine Oberseite (2b) und eine Unterseite (2c) aufweist, und mit mindestens einem Kantenprofil (1), insbesondere hergestellt durch ein Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass das Kantenprofil (1) ein sich in eine

Längsrichtung (L) erstreckendes Kantenband (3) mit einem Dekor (4) und einer dreidimensionalen Struktur (5) ist, wobei das Dekor (4) und die Struktur (5) derart angeordnet sind, dass die Struktur (5) zumindest im Wesentlichen deckungsgleich mit dem Dekor (4) ist.

Möbelteil (14) nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberseite (2b) und/oder Unterseite (2c) des plattenförmigen Werkstoffs (2) mit einer Beschichtung (15) versehen ist, die ein Dekor (16) und insbesondere eine dreidimensionale Struktur (17) aufweist, die vorzugsweise zumindest im

Wesentlichen deckungsgleich mit dem Dekor (16) der Beschichtung (15) des plattenförmigen Werkstoffs (2) ist.

Möbelteil (14) nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass das Dekor (16) der Beschichtung (15) des plattenförmigen Werkstoffs (2) dem Dekor (4) des Kantenprofils (1) und/oder die Struktur (17) der Beschichtung (15) des plattenförmigen Werkstoffs (2) der Struktur (5) des Kantenprofils (1) entspricht.

Möbelteil (14) nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass das Dekor (16) der Beschichtung (15) des plattenförmigen Werkstoffs (2) von dem Dekor (4) des Kantenprofils (1) und/oder die Struktur (17) der Beschichtung (15) des plattenförmigen Werkstoffs (2) von der Struktur (5) des Kantenprofils (1) verschieden ist.

Möbelteil (14) nach einem der Ansprüche 20 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass Dekor (16) und Struktur (17) der Beschichtung (15) des plattenförmigen Werkstoffs (2) Dekor und Struktur von Längsholz und Dekor (4) und Struktur (5) des Kantenprofils (1) Dekor und Struktur von Hirnholz darstellen.

Description:
Verfahren zum Herstellen eines Kantenprofils und Möbelteil

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen eines Kantenprofils für eine Schmalfläche eines plattenförmigen Werkstoffs, bei dem ein sich in eine Längsrichtung erstreckendes Kantenband mit einem Dekor versehen wird und bei dem das Kantenband mit einer dreidimensionalen Struktur versehen wird.

Ferner betrifft die Erfindung ein Möbelteil mit einem plattenförmigen Werkstoff, der mindestens eine Schmalfläche sowie eine Oberseite und eine Unterseite aufweist, und mit mindestens einem Kantenprofil.

Aus dem Stand der Technik sind Möbelplatten bekannt, die mit einem Holzdekor versehen sind und eine dreidimensionale Struktur aufweisen, die an das Holzdekor angepasst ist. Mit anderen Worten verläuft die Struktur deckungsgleich mit dem Dekor, das heißt ein Teil der Struktur, insbesondere Vertiefungen oder Vorsprünge, verlaufen jeweils deckungsgleich mit einem Dekorelement. Eine an ein Dekor, beispielsweise Holzdekor, angepasste Struktur wird auch als Synchronstruktur oder Synchronpore bezeichnet oder mit„embossed-in-register" benannt. Dekor und Struktur sind dabei Teil einer Beschichtung, die auf einen plattenförmigen Werkstoff, insbesondere eine Holzwerkstoffplatte, aufgebracht worden ist.

Zur Herstellung solcher dekorativ beschichteten Möbelplatten sind verschiedene Verfahren bekannt. So beschreibt die EP 2 700 511 AI ein Verfahren zur Herstellung eines plattenförmigen Möbelteils, bei dem mit einem Holzdekor bedruckte und mit Kunstharz imprägnierte Papiere mit der Oberseite und der Unterseite einer

Holzwerkstoffplatte verpresst werden. Zum Verpressen werden jeweils strukturierte Pressbleche zum Dekor ausgerichtet und so eine dekorsynchrone Struktur in die beiden Plattenoberflächen geprägt. Ein anderes Verfahren beschreibt die EP 1 645 339 AI. Hier wird die dreidimensionale Struktur nicht eingeprägt, sondern auf das Dekor aufgebracht. So wird eine direkt bedruckte Trägerplatte mit einer transparenten Versiegelung versehen, auf die mit Hilfe eines matten oder gefärbten Lacks eine Struktur gedruckt wird. Eine solche Struktur wird auch als Lackpore bezeichnet. Auch bei diesem

Verfahren kann gemäß einer Ausgestaltung die Struktur als Synchronstruktur, also als dekorsynchrone Struktur, ausgebildet sein.

Es ist auch bekannt, auf die Schmalflächen eines plattenförmigen Werkstoffs, beispielsweise einer Möbelplatte, ein Kantenprofil, auch Kantenband genannt, aufzukleben. Dieses dient zum einen als optisch ansprechender Abschluss der Möbelplatten an ihren Schmalflächen, andererseits wird dadurch der Holzwerkstoff vor Feuchtigkeit und Stößen geschützt. Es sind verschiedene Arten von

Kantenprofilen bzw. Kantenbändern bekannt.

Zum einen sind papierbasierte Kantenprofile bekannt, die aus einem Schichtaufbau aus einer oder mehreren mit Harz imprägnierten Papieren bestehen. Bei dem Harz handelt es sich beispielsweise um Melaminharz oder ein anderes duroplastisches Harz. Als Papiere werden zumindest ein Dekorpapier, welches mit einem Dekor bedruckt ist, und gegebenenfalls ein oder mehrere Kernpapiere verwendet.

Kantenprofile dieser Art werden beispielsweise zur Bekantung von Schmalflächen beschichteter Holzwerkstoffe wie Span-, MDF-, HDF-, Sperrholz- und Furnierplatten eingesetzt. Die fertigen Möbelplatten können wiederum verwendet werden als Korpusbauteile, Fronten, Arbeitsplatten etc.

Bei den papierbasierten Kantenprofilen kann das jeweilige Dekor vor oder nach dem Imprägnieren des jeweiligen Papiers aufgedruckt werden. Der so mit dem Dekor versehene Schichtaufbau kann dann durch Verpressen oder bloßes Trocknen polymerisiert werden. Auch ist es bekannt, eine dreidimensionale Struktur

einzuprägen, beispielsweise durch Prägen einer Lage vor dem Verpressen oder durch Prägen des gesamten Schichtaufbaus im Zuge des Verpressens. Die auf diese Weise hergestellten Kantenbänder können grundsätzlich auch in einer größeren als der endgültigen Breite hergestellt werden, beispielweise in Breiten von 50 bis 150 cm. In diesem Fall werden die Kantenbänder dann der Länge nach in Streifen geschnitten, wobei die so erzeugten schmaleren Kantenbänder dann das jeweilige Kantenprofil bilden.

Neben den zuvor beschriebenen papierbasierten bzw. duroplatischen Kantenprofilen sind auch thermoplastische Kantenprofile, auch Extrusionsprofile genannt, bekannt, die ebenfalls zur dekorativen Schmalflächenbeschichtung von Holzwerkstoffen wie Span-, MDF-, HDF- und Leichtbauplatten dienen und sowohl eine Schutz- als auch eine Designfunktion übernehmen. Die Kantenprofile werden durch Extrusion eines thermoplastischen Kunststoffs, beispielsweise ABS (Acrylnitril-Butadien-Styrol) hergestellt und sind üblicherweise vollflächig durchgefärbt. Eingesetzt werden können diese Kantenprofile bei der Herstellung von Möbeln für Küchen, Bäder, Büros etc. Aufgrund der großen Robustheit können diese auch im Messe- und Ladenbau eingesetzt werden.

Die Extrusion eines Kantenbandes, welches später eine thermoplastische Kante bildet, kann auf verschiedene Weise erfolgen. So unterscheidet man die

Einzelstrangextrusion einerseits und das Kalanderverfahren andererseits.

Bei der Einzelstrangextrusion wird ein Extrusionswerkzeug eingesetzt, das im

Wesentlichen das Profil der fertigen Kante, also das endgültige Kantenprofil, aufweist. Beim Kalanderverfahren wird hingegen, beispielsweise mittels einer Breitschlitzdüse, das Extrudat einem Kalander zugeführt, zwischen dessen Walzen ein relativ breites Kantenband ausgeformt wird, das gegebenenfalls später wiederum entsprechend der gewünschten Kantenbreite in Streifen zerteilt wird.

Auch durch Extrusion erzeugte Kantenbänder können mit einer dreidimensionalen Struktur versehen werden, wobei eine separate Prägewalze die Struktur in der Regel im noch weichen, teigigen Zustand einprägt. Es ist aber auch bekannt, das Kantenband zunächst erkalten zu lassen und anschließend mittels energiereicher Strahlung, beispielsweise Infrarotstrahlung, oberflächig so stark zu erwärmen, dass eine

Prägewalze anschließend die Struktur einprägen kann. Auch beim Kalanderverfahren kann eine dreidimensionale Struktur eingeprägt werden, indem nämlich eine der Kalanderwalzen strukturiert ist. In beiden Fällen, das heißt sowohl bei der

Einzelstrangextrusion als auch beim Kalanderverfahren, kann auch ein Dekor auf das Kantenband aufgebracht werden, was vor oder nach dem Prägen des Kantenbands erfolgen kann.

Der Dekordruck erfolgt bei den zuvor beschriebenen Kantenprofilen beispielsweise mittels eines Digitaldruckverfahrens, bei dem ein Druckkopf eines Laserdruckers oder Tintenstrahldruckers das Dekor auf die zu bedruckende Oberfläche aufdruckt. Ein solches Verfahren zum Bedrucken eines Kantenprofils beschreibt beispielsweise die DE 198 23 195 C2.

Papierbasierte wie thermoplastische Kantenprofile können grundsätzlich mit einem Holz- oder Steindekor versehen sein. Für Möbelteile, die besonders gut ein Teil aus massivem Holz oder Stein imitieren sollen, ist es bevorzugt, eine papierbasierte oder thermoplastische Kante mit einem Dekor zu wählen, das dem der Oberseite des Möbelteils entspricht.

Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Möbelteil zu schaffen, welches hinsichtlich optischer und haptischer Eigenschaften weiter verbessert ist.

Die zuvor hergeleitete und aufgezeigte Aufgabe wird gemäß einer ersten Lehre der vorliegenden Erfindung bei einem Verfahren zum Herstellen eines Kantenprofils für eine Schmalfläche eines plattenförmigen Werkstoffs, zum Beispiel einer

Holzwerkstoffplatte oder Leichtbauplatte, bei dem ein sich in eine Längsrichtung erstreckendes Kantenband, insbesondere Endlosband, mit einem Dekor, das insbesondere mindestens ein Dekorelement aufweist, versehen wird und

bei dem das Kantenband mit einer dreidimensionalen Struktur, die insbesondere mindestens eine Vertiefung oder einen Vorsprung aufweist, versehen wird, dadurch gelöst, dass das Dekor und die Struktur derart angeordnet werden, dass die Struktur zumindest im Wesentlichen deckungsgleich mit dem Dekor ist.

Erfindungsgemäß verläuft also zumindest ein Teil der Struktur, insbesondere eine oder mehrere Vertiefungen oder Vorsprünge, jeweils deckungsgleich mit einem

Dekorelement des Dekors. Es ist erkannt worden, dass insbesondere bei Möbelteilen, die beidseitig, das heißt sowohl an ihrer Oberseite als auch an ihrer Unterseite, mit einer Synchronstruktur versehen sind, die Anwendung eines solchen Kantenprofils, welches ebenfalls eine Synchronstruktur aufweist, eine weiter verbesserte

Ähnlichkeit mit einem zu imitierenden Material, beispielsweise Holz, bringt.

Insbesondere bei großen Schmalflächen, wie diese beispielsweise bei

Küchenarbeitsplatten vorgesehen sind, wird der Eindruck einer Platte aus Massivholz erzielt, speziell wenn Dekor und Struktur der Beschichtung an der Ober- und/oder Unterseite mit der Beschichtung an der Schmalfläche übereinstimmen. Bevorzugt ist es sogar denkbar, bei einem plattenförmigen Werkstoff, der beispielsweise mit einer Beschichtung aus einem Holzdekor versehen ist, zwei zueinander parallele

Schmalflächen mit einem Dekor und einer Synchronstruktur zu versehen, die identisch mit Dekor und Struktur der Ober- oder Unterseite der Platte ist, und die beiden anderen zueinander parallelen Schmalflächen mit einem davon verschiedenen Dekor und einer davon verschiedenen Synchronstruktur zu versehen, die

beispielsweise den Eindruck von Hirnholz vermittelt. Oberseite bzw. Unterseite und die beiden ersten parallelen Schmalseiten würden dann den Eindruck von Längsholz vermitteln, so dass insgesamt kaum noch Unterschiede zu echtem Massivholz erkennbar sind. Im Folgenden werden nun verschiedene Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Verfahrens zum Herstellen eines Kantenprofils beschrieben, die auch Gegenstand der Unteransprüche sind. Gemäß einer ersten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist vorgesehen, dass das Kantenband durch Extrudieren eines thermoplastischen Kunststoffs und gegebenenfalls anschließendes Zerteilen in Längsrichtung des Kantenbands hergestellt wird. Unter einem Kantenband wird also zum einen ein extrudiertes und nicht anschließend zerteiltes Band verstanden, zum anderen aber auch ein sich durch Zerteilen des Extrudats ergebendes Band. Beide Varianten eines Kantenbands können, wenn sie mit einem Dekor und einer dekorsynchronen Struktur versehen sind, ein Kantenprofil im Sinne der Erfindung bilden. Alternativ kann das Kantenband auch durch Verpressen oder Trocknen, und dadurch Aushärten, eines ein- oder

mehrschichtigen papierbasierten Schichtaufbaus hergestellt werden, wobei das Papier oder die Papiere mit einem duroplastischen Harz imprägniert sind.

Gemäß einer weiteren Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist vorgesehen, dass das Kantenband innerhalb eines Zeitraums nach seiner Herstellung, insbesondere Extrusion, in welchem das Kunststoffmaterial des Kantenbands noch nicht die endgültige Formfestigkeit aufweist, mit der Struktur versehen wird. Gemäß dieser Ausgestaltung wird also die Struktur im noch weichen bzw. teigigen Zustand in das Extrudat eingeprägt.

Gemäß einer weiteren Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist vorgesehen, dass das Kantenband innerhalb eines Zeitraums nach seiner Herstellung, insbesondere Extrusion, in welchem das Kunststoffmaterial des Kantenbands bereits die endgültige Formfestigkeit aufweist, mit der Struktur versehen wird. Es ist also auch denkbar, das Extrudat zunächst vollständig aushärten zu lassen, gegebenenfalls zwischenzulagern, insbesondere als Rollenware, und später zumindest oberflächlich zu erwärmen und dadurch in dem Bereich, in welchem die Prägung erfolgen soll, aufzuweichen. Das Erwärmen erfolgt insbesondere mittels energiereicher Strahlung, beispielsweise Infrarotstrahlung.

Gemäß einer weiteren Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist vorgesehen, dass das Kantenband erst mit dem Dekor und anschließend mit der Struktur versehen wird. Gemeint ist damit, dass an einer vorgegebenen Stelle des Kantenbands in einem ersten Schritt das Dekor vorgesehen wird, insbesondere durch Bedrucken der Oberseite, das heißt der späteren sichtbaren Seite, beispielsweise mittels eines Digitaldruck- oder Tiefdruckverfahrens, wobei in einem darauf folgenden zweiten Schritt an dieser (zuvor mit dem Dekor versehenen) Stelle die Struktur eingeprägt wird.

Gemäß einer alternativen Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist vorgesehen, dass das Kantenband erst mit der Struktur und anschließend mit dem Dekor versehen wird. Es ist also auch der Fall denkbar, dass in einem ersten Schritt an einer vorgegebenen Stelle des Kantenbands zunächst die Struktur eingeprägt wird und anschließend in einem separaten zweiten Schritt das Dekor aufgebracht wird, wobei der Auftrag (Aufdruck) insbesondere oder nur in den vertieften Abschnitten und nicht in den hervorstehenden Abschnitten der Prägung erfolgt. Schließlich ist es auch denkbar, in den hervorstehenden Abschnitten einen anderen Auftrag, beispielsweise in einer anderen Farbe, als in den vertieften Abschnitten der Prägung vorzusehen. Auf diese Weise kann eine dekorsynchrone Struktur auf besonders einfache Weise hergestellt werden. Gemäß einer weiteren Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist vorgesehen, dass das Dekor mittels Tiefdruck, insbesondere indirektem Tiefdruck, unter Verwendung eines oder mehrerer Druckzylinder auf das Kantenband aufgetragen wird. Mit einem Tiefdruckverfahren ist eine Drucktechnik gemeint, bei der ein Druckzylinder hervorstehende Abschnitte und vertiefte Abschnitte aufweist, dieser Druckzylinder mit Farbe versehen wird, indem er beispielsweise in ein Farbbad getaucht wird, so dass sowohl die hervorstehenden als auch die vertieften Abschnitte mit der Farbe in Kontakt kommen, anschließend die Farbe mit einer Rakel oder einem Wischer von den hervorstehenden Abschnitten abgestreift wird, so dass sich nur noch Farbe in den vertieften Abschnitten befindet, und schließlich der Druckzylinder und die zu bedruckende Oberfläche des Kantenbands zusammengepresst werden, wodurch sich die Farbe aus den vertieften Abschnitten auf die Oberfläche des

Kantenbands überträgt. Ein entsprechendes Dekor wiederholt sich in Abhängigkeit vom Umfang des jeweiligen Druckzylinders. Grundsätzlich kann dieser Vorgang auch unter Verwendung mehrerer solcher Druckzylinder, insbesondere mit

unterschiedlichen Farben und/oder unterschiedlichen Formen der vertieften bzw. hervorstehenden Abschnitte und/oder unterschiedlichen Umfängen, wiederholt werden.

Gemäß einer weiteren Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist vorgesehen, dass die Struktur mittels einer oder mehreren Prägewalzen in das Kantenband eingeprägt wird. Die Prägewalze(n) weist bzw. weisen, ähnlich wie die zuvor beschriebenen Druckzylinder, hervorstehende und vertiefte Abschnitte auf, wobei die hervorstehenden Abschnitte in das Kantenband eintauchen und dadurch die Prägung erzeugen. Auch hier können mehrere Prägewalzen nacheinander eine Prägung vorsehen, wobei sich auch hier die Form der hervorstehenden bzw.

vertieften Abschnitte und/oder der Umfang der Prägewalzen unterscheiden kann. Grundsätzlich kann auch eine Walze ohne eigene Prägestruktur vorgesehen sein, wobei dann eine strukturgebende Folie oder dergleichen (Strukturgeberpapier) zwischen Walze und dem extrudierten Kantenband entlanggeführt wird. Gemäß einer weiteren Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist vorgesehen, dass die mindestens eine Prägewalze eine Kalanderwalze eines Kalanders ist. Ein Kalander besteht aus mehreren untereinander und/oder nebeneinander angeordneten Kalanderwalzen, die zu der oder den jeweils benachbarten

Kalanderwalze (n) durch einen vorgegebenen Spalt beabstandet sind. Das Extrudat wird zwischen mehreren Paaren von benachbarten Kalanderwalzen hindurchgeführt und dadurch geformt. Handelt es sich bei einer der Kalanderwalzen um eine Prägewalze, wird automatisch eine Prägung in der Oberfläche des Kantenbands bzw. Extrudats vorgesehen. Vorzugsweise ist die Prägewalze eine Kalanderwalze des letzten Paares von Kalanderwalzen, durch das das Extrudat hindurchgeführt wird. Gemäß einer weiteren Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist vorgesehen, dass der Umfang des oder der Druckzylinder und der Prägewalze(n) so gewählt wird, dass, wenn das Kantenband mit Druckzylinder(n) und Prägewalzefn) in Kontakt kommt, Dekor und Struktur miteinander zumindest im Wesentlichen in Überdeckung gebracht werden. Sollte es toleranzbedingt dennoch zu einem eventuellen geringfügigen Versatz zwischen dem Dekor und der Struktur in

Längsrichtung kommen, ändert sich (ohne Gegenmaßnahmen) die Größe des

Versatzes in Längsrichtung nicht, da Druckzylinder und Prägewalze(n) aufgrund des aufeinander abgestimmten Umfangs immer synchron zueinander laufen. Um eine solche Synchronität zu erreichen, ist insbesondere vorgesehen, dass der Umfang der Prägewalze(n) dem Umfang des oder der Druckzylinder oder einem ganzzahligen Vielfachen des Umfangs des oder der Druckzylinder entspricht.

Zusätzlich oder alternativ kann auch vorgesehen sein, dass der Umfang des oder der Druckzylinder einem ganzzahligen Vielfachen des Umfangs der Prägewalzefn) entspricht.

Für den Fall eines Versatzes ist es auch denkbar, dass eine automatisierte

Steuerungseinrichtung vorgesehen ist, die den Versatz in Längsrichtung zwischen Dekor und Struktur (frühzeitig) erkennt und die Vorschubgeschwindigkeit des Kantenbands und/oder die Rotationsgeschwindigkeit eines oder mehrerer

Druckzylinder und/oder einer oder mehrerer Prägewalzen nachregelt.

Gemäß einer weiteren Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist vorgesehen, dass das Dekor mittels Digitaldruck (unter Verwendung einer

Einrichtung für Digitaldruck, insbesondere unter Verwendung eines Druckkopfes, insbesondere Tintenstrahldruckkopfes oder Laserdruckkopfes) auf das Kantenband aufgetragen wird. Wenn es sich bei dem Kantenband um ein papierbasiertes

Kantenband handelt, ist es auch denkbar, das Dekor zunächst auf ein Dekorpapier des späteren Schichtaufbaus aufzudrucken, wobei der Auftrag vor oder nach dem

Imprägnieren des Dekorpapiers mit dem duroplastischen Harz erfolgen kann.

Anschließend wird das so bedruckte Dekorpapier im Schichtaufbau verpresst oder getrocknet.

Gemäß wieder einer weiteren Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist vorgesehen, dass eine Druckeinrichtung für Digitaldruck oder der Druckzylinder oder einer der Druckzylinder oder die Prägewalze oder eine der Prägewalzen oder eine separate Markierungseinrichtung am Kantenband mehrmals, insbesondere in regelmäßigen Abständen, eine Markierung vorsieht. Mit einer Markierung kann eine grafische (zum Beispiel aufgedruckte) oder eine dreidimensionale (zum Beispiel eingeprägte) Markierung gemeint sein. Durch solche Markierungen kann in besonders einfacher Weise eine Regelung der jeweils nachfolgenden Druckzylinder und/oder Prägewalzen erfolgen, derart, dass der Aufdruck des jeweils nachfolgenden

Druckzylinders bzw. die Prägung der jeweils nachfolgenden Prägewalze immer denselben Abstand zu der nächstliegenden Markierung hat.

Gemäß einer weiteren Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist vorgesehen, dass die jeweilige Markierung als separate Markierung am Rand des Kantenbands oder auf der Rückseite (der im späteren montierten Zustand nicht sichtbaren Seite) des Kantenbands vorgesehen wird oder in das Dekor und/oder die Struktur integriert wird.„Separate Markierung" meint, dass die Markierung unabhängig von dem Dekor und/oder von der Struktur in einem separaten Schritt aufgebracht wird. Grundsätzlich kann aber auch eine bestimmte definierte Stelle des sich wiederholenden Dekors bzw. der sich wiederholenden Struktur eine Markierung bilden. Eine Markierung kann insbesondere dann bevorzugt am Rand des Kantenbands vorgesehen werden, wenn das Kantenband im Zuge seiner weiteren Herstellung noch der Länge nach geteilt wird, wobei bevorzugt ein so breiter Randstreifen des

Kantenbands abgetrennt wird, dass am übrigbleibenden Kantenband keine

Markierung mehr erkennbar ist. Sollte dagegen das Kantenband nicht mehr nachträglich seitlich beschnitten werden, kann es bevorzugt sein, die Markierung auf dessen Rückseite vorzusehen, so dass die Markierung später im montierten Zustand des Kantenprofils verdeckt ist. Grundsätzlich kann die Markierung aber wie gesagt auch in das Dekor und/oder die Struktur integriert sein, insbesondere als Teil des Dekors und/oder der Struktur, so dass die Markierung für einen Betrachter nicht als solche erkennbar ist (sogenannte„versteckte Passermarkierung").

Gemäß einer weiteren Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist vorgesehen, dass die jeweilige Markierung, insbesondere mit Hilfe einer

Abtasteinrichtung, beispielsweise optischen Abtasteinrichtung, erfasst wird und von einer Steuerungseinrichtung zur Regelung der Vorschubgeschwindigkeit des

Kantenbands und/oder der Druckgeschwindigkeit einer Einrichtung für Digitaldruck und/oder der Rotationsgeschwindigkeit des oder der Druckzylinder und/oder der Prägewalze(n) und/oder zur Anpassung des zu druckenden digitalen Dekors

(Dekordaten auf einem Rechner) herangezogen wird. Die Regelung erfolgt

insbesondere automatisch, wobei die Abtasteinrichtung vorzugsweise jede

Markierung erkennt und ein entsprechendes Signal an die Steuerungseinrichtung übermittelt. Insbesondere ist es denkbar, dass die Steuerungseinrichtung die Position der jeweiligen Markierung mit der Winkelstellung (relativ zur Bandoberfläche) des oder der Druckzylinder und/oder der Prägewalze(n) vergleicht und anhand des

Vergleichsergebnisses eine Regelung durchführt. Dazu kann auch eine Markierung an dem jeweiligen Druckzylinder und/oder der jeweiligen Prägewalze vorgesehen sein, insbesondere an der Zylinder-Grundfläche des jeweiligen Druckzylinders bzw. der jeweiligen Prägewalze, wobei diese Markierung ebenfalls von einer Abtasteinrichtung, beispielsweise optischen Abtasteinrichtung, erfasst werden und ein entsprechendes Signal an die Steuerungseinrichtung übermittelt werden kann.

Gemäß einer alternativen Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist vorgesehen, dass die Steuerungseinrichtung die Position der jeweiligen am

Kantenband vorgesehenen Markierung mit der Position der Einrichtung für

Digitaldruck, insbesondere des Druckkopfes, (relativ zur Bandoberfläche) vergleicht und anhand des Vergleichsergebnisses eine Regelung durchführt. Die zuvor beschriebene Regelung und die damit einhergehende Anpassung kann zusätzlich auch eine Verlagerung des jeweiligen Druckzylinders bzw. der jeweiligen Prägewalze oder des zu bedruckenden bzw. zu prägenden Kantenbandes in

Querrichtung (Richtung orthogonal zur Längsrichtung) umfassen, wodurch auch ein Versatz zwischen Dekor und Struktur in Querrichtung ausgeglichen bzw. verhindert werden kann.

Die zuvor hergeleitete und aufgezeigte Aufgabe wird ferner gemäß einer zweiten Lehre der vorliegenden Erfindung bei einem Möbelteil

mit einem plattenförmigen Werkstoff, der mindestens eine Schmalfläche sowie eine Oberseite und eine Unterseite aufweist, und

mit mindestens einem Kantenprofil,

dadurch gelöst, dass das Kantenprofil durch ein wie zuvor beschriebenes Verfahren hergestellt ist. Gemäß einer Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Möbelteils ist vorgesehen, dass die Oberseite und/oder Unterseite des plattenförmigen Werkstoffs mit einer Beschichtung versehen ist, die ein Dekor und insbesondere eine dreidimensionale Struktur aufweist, die vorzugsweise zumindest im Wesentlichen deckungsgleich mit dem Dekor der Beschichtung des plattenförmigen Werkstoffs ist. Das Möbelteil kann also auch auf den Hauptseiten (Oberseite und/oder Unterseite) eine dekorsynchrone Struktur aufweisen, beispielsweise ein Holzdekor mit entsprechender Holzstruktur. - -

Gemäß einer weiteren Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Möbelteils ist vorgesehen, dass das Dekor der Beschichtung des plattenförmigen Werkstoffs dem Dekor des Kantenprofils und/oder die Struktur der Beschichtung des plattenförmigen Werkstoffs der Struktur des Kantenprofils entspricht. Bevorzugt ist also die Struktur im Bereich der oberseitigen bzw. unterseitigen Oberfläche und der Schmalfläche identisch. Dies gilt bevorzugt auch für das Dekor. Im Falle eines Holzdekors kann dadurch die Beschichtung der Oberseite bzw. Unterseite und das Kantenprofil optisch und haptisch die Oberfläche von Längsholz nachbilden.

Gemäß einer alternativen Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Möbelteils ist vorgesehen, dass das Dekor der Beschichtung des plattenförmigen Werkstoffs von dem Dekor des Kantenprofils und/oder die Struktur der Beschichtung des

plattenförmigen Werkstoffs von der Struktur des Kantenprofils verschieden ist. Im Fall eines Holzdekors kann auf diese Weise das sich in Dekor und Struktur von der Beschichtung der Hauptfläche(n) unterscheidende Kantenprofil die Optik und Haptik der Oberfläche von Hirnholz nachbilden.

Insbesondere kann vorgesehen, sein, dass Dekor und Struktur der Beschichtung des plattenförmigen Werkstoffs Dekor und Struktur von Längsholz und Dekor und Struktur des Kantenprofils Dekor und Struktur von Hirnholz darstellen.

Um einen besonders realistischen Eindruck zu erzielen, kann außerdem vorgesehen sein, dass auf zwei sich in einer Ecke des plattenförmigen Werkstoffs treffende Schmalseiten jeweils ein auf die beschriebene Art hergestelltes Kantenprofil aufgebracht ist, wobei beide Kantenprofile eine dekorsynchrone Struktur aufweisen, die zumindest in einem an das jeweilige Ende des Kantenprofils angrenzenden Abschnitt oder vollständig identisch ist, wobei ein Versatz in der Richtung, die senkrecht zur Ebene verläuft, in der der obere und untere Rand der Schmalfläche verläuft, zwischen der dekorsynchronen Struktur am Ende des einen Kantenprofils und der dekorsynchronen Struktur am Ende des anderen Kantenprofils höchstens 0,5 mm, bevorzugt höchstens 0,35 mm, besonders bevorzugt höchstens 0,2 mm, beträgt. Dies trifft insbesondere auf sämtliche Ecken eines plattenförmigen Werkstoffs zu, in denen zwei Kantenprofile mit einer dekorsynchronen Struktur aufeinandertreffen. Als „Ecke" wird in diesem Zusammenhang die Kante bezeichnet, in der die beiden

Schmalflächen aufeinandertreffen und die sich von der Oberseite zur Unterseite des plattenförmigen Werkstoffs erstreckt.

Es gibt nun eine Vielzahl von Möglichkeiten, das erfindungsgemäße Verfahren und das erfindungsgemäße Möbelteil auszugestalten und weiterzubilden. Diesbezüglich sei einerseits verwiesen auf die den Patentansprüchen 1 und 19 nachfolgenden

Patentansprüche, andererseits auf die Beschreibung von Ausführungsbeispielen in Verbindung mit der Zeichnung. In der Zeichnung zeigen: eine schematische Darstellung der Herstellung eines Kantenprofils gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen

Verfahrens,

Fig. 2 eine schematische Darstellung der Herstellung eines Kantenprofils gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen

Verfahrens

Fig. 3 eine schematische Darstellung der Herstellung eines Kantenprofils gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen

Verfahrens,

Fig. 4a) und b) eine schematische Darstellung eines ersten Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Möbelteils und

Fig. 5a) und b) eine schematische Darstellung eines zweiten Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Möbelteils. In Fig. 1 ist beispielhaft die Herstellung eines Kantenprofils 1 für die Anbringung an einer Schmalfläche 2a eines plattenförmigen Werkstoffs 2 dargestellt. Die Figuren 2 und 3 zeigen weitere Varianten des Verfahrens. Die Figuren 4a) und b) zeigen ein Möbelteil 14 aus einem plattenförmigen Werkstoff 2, der ein entsprechendes

Kantenprofil 1 aufweist. Die Figuren 5a) und b) zeigen ein alternatives

Ausführungsbeispiel eines Möbelteils 14 mit einem Kantenprofil 1.

Den verschiedenen Varianten des in den Figuren 1 bis 3 dargestellten Verfahrens zum Herstellen eines Kantenprofils 1 liegt das folgende gemeinsame Grundprinzip zugrunde.

So wird bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zunächst ein sich in eine

Längsrichtung L erstreckendes Kantenband 3 in Form eines Endlosbandes

bereitgestellt bzw. hergestellt. Die Herstellung kann beispielsweise durch Extrusion eines thermoplastischen Kunststoffs oder Verpressen eines Schichtaufbaus aus mit duroplastischem Kunststoff (Harz) getränkten Papieren erfolgen.

Das Kantenband 3 wird während oder nach seiner Herstellung sowohl mit einem Dekor 4 als auch mit einer dreidimensionalen Struktur 5 versehen. Dabei wird das Dekor 4 durch einen partiellen Farbauftrag erzeugt, so dass mit Farbe 4a versehene Bereiche an nicht bedruckte oder anders bedruckte Bereiche angrenzen. Die mit Farbe 4a versehenen Bereiche bilden jeweils ein Dekorelement 4b.

Die Struktur 5 kann entweder durch Vorsehen von Vertiefungen 5a oder Vorsprüngen 5b auf dem Kantenband 3 erzeugt werden, wobei die Vertiefungen 5a bzw.

Vorsprünge 5b von mindestens einem Rand 5c begrenzt werden. Vertiefungen 5a lassen sich beispielsweise durch Prägen und Vorsprünge 5b durch Materialauftrag, z.B. Lackauftrag, erzeugen.

Ob das Kantenband 3 zuerst mit dem Dekor 4 und anschließend mit der

dreidimensionalen Struktur 5 oder erst mit der dreidimensionalen Struktur 5 und anschließend mit dem Dekor 4 versehen wird, ist für das Grundprinzip der vorliegenden Erfindung zweitrangig. Die Reihenfolge kann hier abhängig vom konkreten Fall und gewünschten Ergebnis variieren. Wie im Folgenden anhand der Ausführungsbeispiele in den Figuren 1 bis 3 erläutert wird, ist es bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wesentlich, dass das Dekor 4 und die Struktur 5 derart angeordnet werden, dass die Struktur 5 zumindest im

Wesentlichen deckungsgleich mit dem Dekor 4 ist. Erfindungsgemäß wird also eine sogenannte dekorsynchrone Struktur 5 erzeugt.„Im Wesentlichen" meint, dass zwar im Idealfall ein Teil der Struktur 5, insbesondere besagte Vertiefung 5a bzw. besagter Vorsprung 5b, deckungsgleich mit dem Dekorelement 4b des Dekors 4 verläuft, aber toleranzbedingte geringfügige Verschiebungen bzw. ein geringfügiger Versatz in Längsrichtung L oder quer dazu nicht ausgeschlossen werden können. Durch eine im weiteren noch beschriebene Steuerungseinrichtung 13 kann einem eventuellen Versatz aber vorgebeugt werden.

Wie bereits angedeutet, kann das Kantenband 3 grundsätzlich aus einem ein- oder mehrschichtigen Schichtaufbau aus mit einem duroplastischen Harz getränkten Papieren bestehen. In diesem Fall kann das Dekor 4 auch, zumindest teilweise, auf einer der Schichten des Schichtaufbaus, beispielsweise auf ein harzgetränktes oder noch nicht harzgetränktes Papier, aufgebracht werden, wobei dann anschließend das Kantenband 3 aus dem Schichtaufbau erzeugt wird, beispielsweise durch das erwähnte Verpressen. Im Folgenden wird unter Bezugnahme auf die Figuren 1 bis 3 das Verfahren aber beispielhaft für ein Kantenprofil 1 erläutert, bei dem das Kantenband 3 aus einem thermoplastischen Kunststoff besteht.

In den Figuren 1 und 2 ist schematisch ein Extruder 18 für eine Einzelstrangextrusion dargestellt, der ein Kantenband 3 erzeugt. In Fig. 3 ist dagegen ein Extruder 18' eines Kalanders 8 dargestellt. Fig. 1 zeigt schematisch ein Verfahren, bei dem das extrudierte Kantenband 3 in einem ersten Schritt mit einem Dekor 4 und anschließend in einem nachfolgenden Schritt mit einer Struktur 5 versehen wird. Das extrudierte Kantenband 3 wird dazu in Längsrichtung L zunächst an einem Druckzylinder 6 und anschließend an einer Prägewalze 7 vorbeigeführt. Mit dem Druckzylinder 6 wird mittels eines

Tiefdruckverfahrens mehrfach partiell Farbe 4a vorderseitig auf das Kantenband 3 aufgebracht. Die mit Farbe 4a versehenen Bereiche bilden mit der übrigen Oberfläche eines Dekors 4.

Die nachgeschaltete Prägewalze 7 prägt im Fall der Fig. 1 anschließend Vertiefungen 5a zwischen die mit Farbe 4a versehenen Bereiche. Die Vertiefungen 5a bilden zusammen eine Struktur 5. Dabei verläuft die jeweilige Vertiefung 5a deckungsgleich mit dem jeweiligen Dekorelement 4b, das von dem mit Farbe 4a versehenen Bereich gebildet wird. Auf diese Weise wird eine dekorsynchrone Struktur 5 geschaffen.

Fig. 2 zeigt schematisch ein Verfahren, bei dem das extrudierte Kantenband 3 ebenfalls zunächst mit einem Dekor 4 und anschließend mit einer Struktur 5 versehen wird. Hier wird die Farbe 4a des Dekors 4 allerdings durch einen Druckkopf 9, beispielsweise Tintenstrahldruckkopf 9, mittels eines Digitaldruckverfahrens aufgebracht.

Auch die dreidimensionale Struktur 5 wird mittels eines Druckkopfes 9' im

Digitaldruckverfahren erzeugt, indem der Druckkopf 9' Kunststoffmaterial, beispielsweise farbigen oder farblosen und/oder matten oder glänzenden Lack, zwischen den mit Farbe 4a versehenen Bereichen aufbringt. Das vom Druckkopf 9' aufgebrachte Material hat hier eine höhere Schichtdicke als die zuvor vom Druckkopf 9 aufgebrachte Farbe 4a, so dass hier Vorsprünge 5b entstehen, die die Struktur 5 bilden. - -

Für ein besonders gutes Ergebnis kann auch vorgesehen sein, dass die Struktur 5, insbesondere die durch Digitaldruck erzeugte Struktur 5, von einer optischen

Erfassungseinrichtung [nicht dargestellt), beispielsweise einer Kamera, erfasst und der Dekordruck an die ermittelte Position der Struktur 5, bezogen auf die

Längsrichtung L, angepasst wird. Auch ist der umgekehrte Fall denkbar, bei dem zuerst das Dekor 4 und dann die Struktur 5 auf dem Kantenband 3 vorgesehen wird, wobei das Dekor 4 von einer optischen Erfassungseinrichtung [nicht dargestellt), beispielsweise einer Kamera, erfasst und die Prägung der Struktur 5 an die ermittelte Position des Dekors 4, bezogen auf die Längsrichtung L, angepasst wird.

Bei dem Verfahren in Fig. 3 wird das extrudierte Kantenband 3 nach dem Austritt aus dem Extruder 18' zwischen mehreren Kalanderwalzen 7 bzw. 7' entlanggeführt und geformt. Bei einer der Kalanderwalzen 7 bzw. 7' handelt es sich in diesem

Ausführungsbeispiel um eine Prägewalze 7, die ähnlich wie in Fig. 1 eine Struktur 5 in das Kantenband 3 einprägt.

Um das Prägeergebnis zu optimieren, sind verschiedene weitere Maßnahmen denkbar. So ist die die Struktur 5 prägende Kalanderwalze 7 hier Teil des ersten Walzenpaares 7/7', mit dem das extrudierte Kantenband 3 nach dem Austritt aus dem Extruder 18' als erstes in Kontakt kommt, wodurch das Kantenband noch relativ weich ist. Die Kalanderwalze 7 ist außerdem relativ zu dem Extruder 18'

insbesondere so angeordnet und/oder das extrudierte Kantenband 3 ist insbesondere so von dem Extruder 18' ausgehend geführt, dass das extrudierte Kantenband 3 um mindestens 90°, bevorzugt um mindestens 135°, besonders bevorzugt um mindestens 180° um die prägende Kalanderwalze 7 herum verläuft und so besonders lange mit der strukturgebenden Walze 7 in Kontakt ist.

Dem Kalander 8 nachgeschaltet ist ein Druckzylinder 6 ähnlich dem in Fig. 1 dargestellten, der ebenfalls im Tiefdruckverfahren Farbe 4a auf das Kantenband 3 aufbringt. In diesem Fall wird die Farbe 4a allerdings in die zuvor durch die

Prägewalze 7 erzeugten Vertiefungen 5a der Struktur 5 eingebracht. Außerhalb der - -

Vertiefungen 5a befindet sich keine Farbe oder eine andere Farbe, die dann separat aufgebracht wurde (nicht dargestellt).

Damit erfindungsgemäß die die Struktur 5 bildenden Vertiefungen 5a bzw.

Vorsprünge 5b synchron (deckungsgleich) mit den jeweiligen Dekorelementen 4b, das heißt mit den mit Farbe 4a versehenen Bereichen des Dekors 4, verlaufen, sind verschiedene Maßnahmen denkbar.

Zum einen kann vorgesehen sein, dass der Umfang des jeweiligen Druckzylinders 6 und der Umfang der jeweiligen Prägewalze 7 so gewählt ist, dass, wenn das

Kantenband 3 mit dem jeweiligen Druckzylinder 6 und der jeweiligen Prägewalze 7 in Kontakt kommt, das Dekor 4 und die Struktur 5 miteinander (zumindest im

Wesentlichen) in Überdeckung gebracht werden. Dabei ändert sich der Grad der Überdeckung zwischen Dekor 4 und Struktur 5 nicht. Dies wird hier zum einen dadurch erreichen, dass der Umfang der jeweiligen Prägewalze 7 dem Umfang des jeweiligen Druckzylinders 6 entspricht, so dass Druckzylinder 6 und Prägewalze 7 mit der gleichen Rotationsgeschwindigkeit bzw. Abrollgeschwindigkeit laufen.

Zum anderen kann, wie Fig. 1 zeigt, eine separate Markierungseinrichtung 10 vorgesehen werden, die automatisch in regelmäßigen Abständen über die Länge L des Kantenbands 3 Markierungen 11 am Kantenband 3 vorsieht, die zu Regelungszwecken verwendet werden können. In Fig. 1 werden die Markierungen 11 eingeprägt. Es ist aber auch denkbar, Markierungen 11 aufzudrucken. Solche Markierungen können auch bei den Ausführungsbeispielen in den Figuren 2 und 3 vorgesehen werden.

Die Markierungen 11 werden in Fig. 1 beispielhaft auf der Rückseite, das heißt der von Dekor 4 und Struktur 5 abgewandten Seite, des Kantenbands 3 vorgesehen.

Grundsätzlich könnten die Markierungen 11 aber auch an anderer Stelle,

beispielsweise am Rand des Kantenbands 3 und/oder oberseitig und/oder innerhalb des Dekors 4 und/oder innerhalb der Struktur 5 vorgesehen werden. Die jeweilige Markierung 11 wird in Fig. 1 beispielhaft von einer Abtasteinrichtung 12, hier einem optischen Sensor 12, erfasst und von einer Steuerungseinrichtung 13 zur Steuerung der Vorschubgeschwindigkeit des Kantenbands 3 und/oder der

Rotationsgeschwindigkeit der Prägewalze 7 herangezogen. In dem Fall, dass der Druckzylinder 6 der Prägewalze 7 nachgeschaltet ist, wie dies beispielhaft in Fig. 3 dargestellt ist, wird die jeweilige Markierung 11 bevorzugt zur Steuerung der

Rotationsgeschwindigkeit des Druckzylinders 6 herangezogen.

Die Steuerungseinrichtung 13 vergleicht die ermittelte Position der jeweiligen

Markierung 11 beispielsweise mit der ermittelten Winkelstellung des Druckzylinders 6 bzw. der Prägewalze 7 relativ zur Kantenbandoberfläche und führt anhand des Vergleichsergebnisses eine Justierung der Rotationsgeschwindigkeit des

Druckzylinders 6 bzw. der Prägewalze 7 durch, wenn ein Versatz zwischen Dekor 4 und Struktur 5 einen bestimmten Sollwert überschreitet.

Wie gesagt kann alternativ oder zusätzlich aufgrund des Vergleichsergebnisses bei Überschreiten eines Sollwerts für den Versatz auch die Vorschubgeschwindigkeit des Kantenbands 3 variiert werden, beispielsweise durch Veränderung der

Extrusionsgeschwindigkeit und/oder durch Veränderung der

Transportgeschwindigkeit der Transporteinrichtung oder einzelner Abschnitte der Transporteinrichtung (nicht dargestellt), auf der das extrudierte Kantenband 3 in Längsrichtung L entlang transportiert wird. Die Steuerungseinrichtung 13 kann auf die beschriebene Weise auch eine Streckung oder Stauchung von Abschnitten des Kantenbands 3 in Längsrichtung L vornehmen, um dadurch einen eventuellen Versatz zwischen Dekor 4 und Struktur 5 zu verhindern.

In den Figuren 4a) und b) ist beispielhaft ein Möbelteil 14 dargestellt, welches von einem plattenförmigen Werkstoff 2 gebildet wird, der an seinen Schmalflächen 2a sowie an seiner Oberseite 2b und seiner Unterseite 2c beschichtet ist. Die Oberseite 2b und die Unterseite 2c des plattenförmigen Werkstoffs 2 sind dabei mit einer Beschichtung 15, hier beispielsweise einem papierbasierten, verpressten Laminat versehen, wobei die Beschichtung 15 einerseits ein Dekor 16 und andererseits eine dreidimensionale Struktur 17, bei der es sich um eine

dekorsynchrone Struktur 17 handelt, aufweist.

Die Schmalflächen 2a sind mit einem Kantenprofil 1 versehen, welches nach dem zuvor beschriebenen erfindungsgemäßen Verfahren hergestellt worden ist. Auch das Kantenprofil 1 weist ein Dekor 4 und eine dreidimensionale Struktur 5 auf, wobei die Struktur 5 eine dekorsynchrone Struktur 5 ist.

Dabei sind Dekor 4 und Struktur 5 des Kantenprofils 1 identisch mit Dekor 16 und Struktur 17 der ober- und unterseitigen Beschichtung 15 des plattenförmigen Werkstoffs 2.

Bei dem Ausführungsbeispiel eines Möbelteils 14 in den Figuren 4a) und 4b) besteht die dreidimensionale Struktur 5 aus einer Vielzahl von Vertiefungen 5a, die in das Kantenprofil 1 eingeprägt sind. Die Struktur 17 ist entsprechend geformt.

Das weitere Ausführungsbeispiel eines Möbelteils 14, welches in den Figuren 5a) und b) dargestellt ist, ist im Wesentlichen vergleichbar mit dem Ausführungsbeispiel in den Figuren 4a) und b), mit dem Unterschied, dass die dreidimensionale Struktur 5 des Kantenprofils 1 hier von einer Vielzahl von Vorsprüngen 5b gebildet ist. Dies gilt auch für die Struktur 17 der Beschichtung 15.