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Title:
METHOD FOR PRODUCING EMBOSSED BLANKS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/000005
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for producing a blank, which is composed at least substantially of material that can be embossed, in particular aluminum or an aluminum alloy, for closing a container along the edge thereof, in particular by means of adhesive bonding or sealing, the blank having an embossed surface and being stamped from a continuous material. The invention is characterized in that markings are embossed on the continuous material when the surface of the blank is embossed, said markings being used for the position determination during the stamping process.

Inventors:
KÖNIG, Roman (Kirchenstraße 22, Weinburg, A-3200, AT)
Application Number:
AT2010/000198
Publication Date:
January 06, 2011
Filing Date:
June 07, 2010
Export Citation:
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Assignee:
TEICH AKTIENGESELLSCHAFT (Mühlhofen 4, Weinburg, A-3200, AT)
KÖNIG, Roman (Kirchenstraße 22, Weinburg, A-3200, AT)
International Classes:
B21D28/04; B21D43/00; B21D51/44; B26F1/38; B65B7/01; B65D77/20; B67B3/04; B67B5/03
Domestic Patent References:
1999-06-17
Foreign References:
DE10101860C12002-04-04
US2823029A1958-02-11
GB848748A1960-09-21
JPS60166132A1985-08-29
JPS60166132A1985-08-29
GB848748A1960-09-21
Attorney, Agent or Firm:
BARGER, PISO & PARTNER (Mahlerstraße 9, Wien, A-1010, AT)
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Claims:
Patentansprüche:

1. Verfahren zur Herstellung einer Platine, die zumindest im Wesentlichen aus prägefähigem Material, insbesondere Aluminium bzw. Aluminiumlegierung besteht, zum Verschließen eines Behälters entlang seines Randes, insbesondere durch Verkleben bzw. Versiegeln, wobei die Platine eine geprägte Oberfläche aufweist und aus einem Endlosmaterial gestanzt wird, dadurch gekennzeichnet, dass dem Endlosmaterial, beim Prägen der Oberfläche der Platine Markierungen aufgeprägt werden, die zur Lagebestimmung des Endlosmaterials beim Stanzvorgang dienen.

2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Prägen der Markierung zwischen zwei Prägewalzen erfolgt.

Description:
Verfahren zur Herstellung geprägter Platinen

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung geprägter Platinen entsprechend dem Oberbegriff des Anspruches 1.

Als geprägte Platinen werden in dieser Anmeldung Platinen, die zumindest im Wesentlichen aus prägefähigem Material, insbesondere aus Aluminium bzw. Aluminiumlegierung bestehen, verstanden. Prägefähiges Material im Sinne der Anmeldung ist auch Verbundmaterial (kaschiert oder ko-extrudiert), das eine Aluminiumschicht enthält, in Kombination mit Papier und /oder Kunststoff, aber auch sogenannte Non Alu Platinen, die aus Kunststoff, Kunststoffverbund, Papier, Papierverbund (meist mit Kunststoff), etc. bestehen. Wesentlich für die Erfindung ist nur deren Prägefähigkeit, die der Fachmann zumeist schon aus dem Aufbau der Platine erkennt, zumindest aber anhand einiger einfacher Versuche feststellen kann.

Die Platinen weisen, soferne ihr Material nicht selbst siegelfähig ist, an ihrer dem Behälter, den sie verschließen sollen, zugewandten Oberfläche eine Schicht aus siegelfahigem Material auf. Auf der nach außen gerichteten Oberfläche können sie eine Bedruckung aufweisen oder nicht, sie können schlussendlich aus mehreren miteinander flächig verbundenen Schichten unterschiedlichsten Materials bestehen, soferne das so erhaltene Endlosmaterial prägefähig ist. Zum Prägen wird das Endlosmaterial, aus dem die Platinen gestanzt werden, im Zuge seiner Herstellung zwischen zwei sogenannten Prägewalzen mit jeweils konturierter Oberfläche durch geleitet und so selbst mit der Prägung versehen.

Die Höhe der Konturen ist dabei selbst im Vergleich zur geringen Dicke des Platinenmaterials klein, im Allgemeinen nur bis zu 10 %, in manchen Fällen 50 % und in Sonderfällen bis zu 100 % oder auch mehr der Dicke der Platine. Üblicherweise wird die vom vorhergehenden Walzen glatte Oberfläche des Endlosmaterials mit einem sehr kleinflächigen Rapport flächig so deformiert, dass sie dem Auge matt erscheint, und es werden die Bereiche, wie Symbole, Firmenlogos, Produktnamen etc., die für den Betrachter gut erkenntlich sein sollen (in Summe: das„Motiv" genannt), so vom Prägen ausgespart, das in diesen Bereichen die ursprüngliche, glatte Walzoberfläche der Folie erhalten bleibt.

Die so hergestellte geprägte Folie kommt sodann entweder wieder aufgerollt ins Lager oder wird sofort der Stanzstation zugeführt, in der die Platinen aus dem Endlosmaterial ausgestanzt und in einen Stapelbehälter geschoben werden, in dem sie später dem Befüller geliefert werden.

Da diese Prägeplatinen ursprünglich als optisches Pendant zu den Wickelfolien, wie sie insbesondere für Schokolade schon seit langem gebräuchlich sind, gedacht waren, waren auch die optischen Elemente im Vergleich zur Fläche der Platine relativ klein, bedeckten die gesamte endlose Bahn und die Lage des Stanzrandes im Verhältnis zum

Endlosmaterial war nicht kritisch. In jüngster Zeit hat es sich als wünschenswert herausgestellt, Platinen mit großformatigen Bildern, Schriften, etc., zu versehen und den Platinenrand beim Prägen dadurch vorzugeben, dass er ohne Prägung glatt belassen wird. Einerseits erhöht dies die Siegelqualität am Behälterrand, wenn auch die

Konturierung beim Prägen wie oben erwähnt, nur minimal ist, andererseits wird dadurch das Erscheinungsbild des Motivs deutlich verbessert. Dadurch entsteht nun das

Problem, dass die endlose Bahn an genau der richtigen Stelle vor dem (bzw. im) Stanzwerkzeug angehalten werden muss, um das Ausstanzen der Platine aus dem

Endlosmaterial in Übereinstimmung mit dem geprägten Motiv und insbesondere dem

Platinenrand zu ermöglichen.

Im Stand der Technik wurde bei der Herstellung der eingangs genannten geprägten Platinen so vorgegangen, dass auf die endlose Bahn zuerst eine Markierung aufgedruckt wurde, dass dann mit oder ohne aufgedrucktem Motiv lagerichtig zur Markierung die

Prägung vorgenommen wurde, und dass schließlich die Markierung auch zur Steuerung der Stanze verwendet worden ist. Dies ist bei Platinen, die sowohl bedruckt als auch geprägt sind kein Problem, aber bei den nur geprägten Platinen, wie sie wegen ihres Aussehens vermehrt nachgefragt werden, bedeutet das Drucken nur der Markierung einen eigenen Arbeitsschritt, dessen Kosten möglicht vermieden werden sollen. Die JP 60 166 132 A, die Platinen aus zwei Aluminiumschichten betrifft, deren eine in speziellen Bereichen perforiert sein soll, um das Endprodukt dort zu schwächen, die somit nicht gattungsgemäß ist, schlägt vor, im Randbereich der ersten endlosen, perforierten Aluminiumbahn punktgenau Löcher auszustanzen. Diese sind in der Folge, nach dem Laminieren mit Kunststoff und der zweiten Aluminiumbahn optisch erkennbar und erlauben ein lagegenaues Ausstanzen der doppelten Bahn bezüglich der Perforierungen der ersten Bahn.

Die GB 848,748 A, die das möglichst abfallfreie Ausstanzen von bereits zuvor mit Motiven versehenen Kronkorkenrohlingen aus einer Aluminiumbahn betrifft, die somit ebenfalls nicht gattungsgemäß ist, sieht vor, im Randbereich der Aluminiumbahn an passenden Stellen (schon vor dem Drucken?) Ausnehmungen auszustanzen, die mechanisch oder optisch von der eigentlichen Stanzmaschine erkannt und zur Positionierung der Bahn verwendet werden.

Bei diesen Verfahren tritt nun das Problem auf, dass die Materialbahn zweimal durch eine Stanzvorrichtung geführt werden muss, das erste Mal zum Anbringen der Positionierungsmarken für das anschließende Prägen und das zweite Mal für das eigentliche, schlussendliche Ausstanzen des Produktes. Das bedeutet einen noch größeren Mehraufwand als bei bedruckten Bahnen, da das anschließende Aufrollen und Aufbewahren des mechanisch beanspruchten Bandes nicht so problemlos ist wie das der bedruckten Bahnen.

Es besteht somit nach wie vor ein Bedarf an Markierungen, die ohne zusätzlichen Stanz- bzw. Druckschritt aufgebracht werden können.

Erfindungsgemäß wird dazu in Übereinstimmung mit den im kennzeichnenden Teil des Anspruches 1 angegebenen Merkmalen vorgeschlagen, auf den Prägewalzen an passender Stelle eine Markierung dadurch herzustellen, dass der Rapport, so wie bei den anderen glatten Stellen der Platine, unterbrochen wird, sodass eine optisch erkennbare Markierung ausgebildet wird. Die Ausbildung dieser glatten Stelle kann durch mechanisches Abtragen des ursprünglich zumeist maschinell auf die Prägewalzen aufgebrachten Rapports hergestellt werden, auch das Abtragen mittels Säure nach Abdeckung der matt verbleibenden Bereiche im Zuge der Herstellung der Prägewalzen ist möglich.

Der Unterschied in der Reflexion zwischen den mattierten und den glatten Stellen beträgt beim Messen mit einem Messinstrument nur wenige Prozent, es ist daher überraschend, dass optische Messinstrumente, die üblicherweise für das Erkennen der schwarz gedruckten, auffälligen Markierungen in der Lage sind, auch derartige geprägte Markierungen zu erkennen.

Die Markierungen selbst können alle Formen und Ausbildungen wie die Markierungen im Stand der Technik annehmen bzw. aufweisen, dh, es können einfache Balken sein, es können gekreuzte oder zueinander versetzte oder einander schneidende, relativ dünne Linien sein, und dergleichen mehr.

Es wird somit das glatte Platinenmaterial, das in Form einer endlosen Bahn aufgerollt vorliegt, zwischen zwei Prägewalzen durchgeführt, wobei die Prägungen aufgebracht und die Motive freigelassen werden; dabei werden durch entsprechende Ausbildung der Oberfläche der Prägewalzen auch optisch erkennbare Markierungen auf der endlosen Bahn geschaffen, die außerhalb der in der Folge auszustanzenden Platinen angeordnet sind, und es werden beim Ausstanzen der Platinen diese Markierungen zur richtigen Positionierung der endlosen Bahn bezüglich des Stanzwerkzeuges verwendet. Alle prägefähigen Materialien, die auch für die Platinenherstellung geeignet sind, können dem erfindungsgemäßen Verfahren unterworfen werden.

Auch wenn in der Beschreibung immer von der Herstellung der Prägung durch Prägewalzen die Rede ist und dies auch die häufigste Art der Herstellung sein dürfte, ist die Erfindung nicht darauf beschränkt, sondern auch bei der Aufbringung der Prägung durch Platten oder auch durch Laser anwendbar. Bedeutsam ist, dass durch die Erfindung ein völliger Verzicht auf Druckmedien und damit Flüssigkeiten und Pigmente im Bereich der kommenden Platine möglich wird, was vielfach, insbesondere auch auf dem Gebiete der Pharmazeutik wünschenswert ist.