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Patent Searching and Data


Title:
METHOD FOR PRODUCING EMBROIDERY PRODUCTS AND A SUPPORT WEB FOR SUBSEQUENT EMBROIDERING
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/1999/056519
Kind Code:
A2
Abstract:
In order to embroider a web of elastic woven fabric, the web is liquid-coated (3). After the coated web (13) is embroidered, the coating substance is removed from the web (15) which is now embroidered.

Inventors:
Frei, Herbert (Rischerstrasse 43 Risch, CH-6343, CH)
Application Number:
PCT/CH1999/000397
Publication Date:
November 11, 1999
Filing Date:
August 26, 1999
Export Citation:
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Assignee:
SIBER HEGNER & CO. LTD. (Wiesenstrasse 8 Zürich, CH-8034, CH)
Frei, Herbert (Rischerstrasse 43 Risch, CH-6343, CH)
International Classes:
D04H1/40; D05C17/00; D06M15/333; D06M23/18; D06Q1/00; D04H1/40; D05C17/00; D06M15/21; D06M23/00; D06Q1/00
Attorney, Agent or Firm:
TROESCH SCHEIDEGGER WERNER AG (Siewerdtstrasse 95 Postfach Zürich, CH-8050, CH)
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Claims:
GEÄNDERTE ANSPRÜCHE [beim Internationalen Büro am 3. Februar 2000 (03.02.00) eingegangen ; neue Ansprüche 12 und 13 hinzugefiigt ; alle weiteren Ansprüche unverändert (3 Seiten)]
1. Verfahren zur Herstellung von Stickereiprodukten, bei dem eine Wickelgelagerte Trägerbahn vor dem Besticken stabilisiert wird, gemeinsam mit der Stabilisierung maschinell bestickt wird und darnach eine Stabilisierungssubstanz aus dem bestickten Produkt chemisch herausgelöst wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Stabilisierung durch Flüssigbeschichten der Trägerbahn vorgenommen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beschichtete, Wickelgelagerte Trägerbahn (la) in einem vom maschinellen Bestickungsschritt (13) zeitlich und lokal ge trennten Schritt gefertigt wird.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch ge kennzeichnet, dass das Beschichten mit einer wasserlöslichen Substanz erfolgt, welche bevorzugterweise einen wasserlöslichen Leim umfasst.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch ge kennzeichnet, dass die Beschichtungssubstanz Polyvinylalkohol umfasst.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch ge kennzeichnet, dass die Beschichtungssubstanz einen wasserlösli chen Leim umfasst, und dass die Löslichkeitstemperatur der Sub stanz durch Wahl dieses Leimes festgelegt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschichtungssubstanz bei Wassertemperaturen von bzw. un terhalb 30°C, vorzugsweise von bzw. unterhalb 20°C, insbesonde re bevorzugt bis genähert 0°C löslich ist.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch ge kennzeichnet, dass die Beschichtung durch RakelBestreichen der Trägerbahn mit der Beschichtungssubstanz oder in einem Tauchbad erfolgt.
8. Trägerbahn auf einem Wickel für nachmaliges maschinelles Besticken, dadurch gekennzeichnet, dass sie mit einer chemisch löslichen Substanz mindestens abschnittsweise formstabilisie rend beschichtet ist.
9. Trägerbahn nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Substanz einen wasserlöslichen Leim umfasst und bevorzug terweise Polyvinylalkohol.
10. Trägerbahn nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschichtungssubstanz bei einer Wassertemperatur von bzw. unterhalb 30°C, bevorzugt von bzw. unterhalb 20°C, insbesondere bevorzugt bis genähert 0°C löslich ist.
11. Verwendung der Trägerbahn nach einem der Ansprüche 8 bis 10 für die Fertigung von Stickereiprodukten.
12. Anlage zur Konditionierung einer Trägerbahn für nachmali ges maschinelles Besticken, dadurch gekennzeichnet, dass sie aufweist : mindestens einen ersten Wickel mit vorkonditionierter Trager bahn ; mindestens einen zweiten Wickel zur Aufnahme konditionierter Trägerbahnen ; eine zwischen erstem und zweitem Wickel vorgesehene Beschich tungsstation, durch welche die Trägerbahn vom erstem zum zweiten Wickel geführt ist.
13. Bestickungsanlage, dadurch gekennzeichnet, dass sie auf weist : mindestens einen Wickel mit beschichteter Trägerbahn ; dem Wickel nachgeschaltet eine Bestickungsstation ; der Bestickungsstation nachgeschaltet eine Beschichtungs LosungsStation, wobei die Trägerbahn vom Wickel durch die Bestickungsund Be schichtungsLösungsStation geführt ist. IN ARTIKEL 19 GENANNTE ERKLÄRUNG Im internationalen Recherchenbericht wird das Dokument W091/16490 als relevant bezeichnet. Darin wird ein Verfahren zur Herstellung von Stickereiprodukten beschrieben, welches auf die Einzelfertigung derartiger Produkte gerichtet ist. Demnach werden gemäß der W091/16490 (siehe beispielsweise S. 3, ab Zeile 10) zu bestickende TrSgerabschnitte dort stabilisierend behandelt, wo nachmals eine Nadelbearbeitung stattfinden soll. Vorliegendenfalls wurde Verfahrensanspruch 1 in dem Sinne auf industrielle Fertigungsverfahren eingeschränkt, als dass eine wickelgelagerte Tragerbahn vor dem Besticken stabilisiert wird. In Analogie wurde im abhängigen Anspruch 2 definiert, dass die Trägerbahn wickelgelagert ist. Der neu eingeführte Anspruch 12 spezifiziert die in der Figur, oberer Abschnitt, dargestellte Konditionierungsanlage und der ebenfalls neu zugefügt Anspruch 13 die in der Figur, unterer Abschnitt, dargestellte Besti ckungeanlage.
Description:
Verfahren zur Herstellung von Stickereiprodukten und Trägerbahn für nachmaliges Besticken Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstel- lung von Stickereiprodukten, bei dem eine Trägerbahn vor dem Besticken stabilisiert und gemeinsam mit der Stabilisierung be- stickt wird, darnach die Stabilisierung aus der bestickten Bahn chemisch herausgelöst wird.

Im Rahmen der vorliegenden Beschreibung wird als Tragerbahn je- de Art Bahn verstanden, aus leichten, dehnbaren, insbesondere elastischen Geweben, Gewirken, Non-wovens und anderen textilen Materialien für anschliessende Weiterbearbeitung, insbesondere für Sticken, bei der Formstabilität unerlasslich ist.

Anderseits ist es fur die maschinelle Bestickung notwendig, die erwahnte Tragerbahn formzustabilisieren, damit die Bestickungs- operation präzise, ohne Formverzug der Trägerbahn erfolgen kann.

Dieses Problem wird heute dadurch gelöst, dass die Tragerbahn bei der Bestickungsoperation mit einer separat zugelieferten Stabilisierungsbahn in einen engen Beruhrungsverbund gebracht wird und Tragerbahn sowie Stabilisierungsbahn gemeinsam be- stickt werden. Darnach, d. h. nach der Bestickungsoperation, wird die Stabilisierungsbahn chemisch gelöst. Selbstverständ- lich muss hierzu die Stabilisierungsbahn chemisch so lösbar sein, dass weder die Tragerbahn noch die Bestickung in irgend- einer Weise durch den Lösungsvorgang Schaden nehmen. Ublicher- weise wird deshalb die Stabilisierungsbahn aus einer wasserlös- lichen Substanz bereitgestellt, üblicherweise aus Polyvinylal- kohol, welches wasserlöslich ist und dies bei Temperaturen oberhalb ca. 40°C.

Dieses Vorgehen bedingt die Fertigung, die Lagerung, den Trans- port und das Handling eines Zusatz-Produktes, namlich der Sta- bilisierungsbahn, welches nachmals, d. h. nach der Bestickung, möglichst restlos aus dem fertiggestellten Produkt entfernt wird und entsorgt wird. Dadurch werden aber selbstverständlich in ganz massgeblichem Umfang die Fertigungskosten für Sticke- reiprodukte mitgepragt. Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfin- dung, ein Verfahren obgenannter Art vorzuschlagen, bei welchem die obgenannten Nachteile vollumfanglich behoben werden.

Dies wird am Verfahren eingangs genannter Art erfindungsgemass dadurch erreicht, dass die Stabilisierung durch Beschichten der Trägerbahn vorgenommen wird. Erfindungsgemass wird somit auch eine Tragerbahn vorgeschlagen für nachmaliges Beschichten, wel- che mit einer chemisch löslichen Substanz mindestens ab- schnittsweise stabilisierend beschichtet ist.

Anstatt, dass, wie bisher, eine eigenstandige Stabilisierungs- bahn eingesetzt wird-wie erwahnt ein separates, nachmals zu entsorgendes Produkt-wird die Tragerbahn bereits so gefer- tigt, dass sie maschinell bestickbar ist. Es entfallt dadurch die Produktion für die Stabilisierungsbahn, deren Lagerung, Lieferung und das maschinelle Bahn-zu-Bahn-Vereinen unmittelbar vor dem Bestickungsvorgang, wodurch die Produktionskosten für Stickereiprodukte bereits massgeblich gesenkt werden können.

Der für die Beschichtung notwendige zusatzliche Arbeitsgang bei der Fertigung der Tragerbahn ist im Vergleich dazu sowohl vom maschinellen Fertigungsaufwand wie auch preislich vernachlas- sigbar.

Im Gegensatz zu den bisher gebrauchlichen Methoden, wo feine, . morose oder dehnbar/elastische Gewebe mit einem stabilen, was-

serlöslichen Material hinterlegt werden, wird erfindungsgemass das zur Weiterverarbeitung (z. B. Sticken) bestimmte Material direkt mit einer Substanz flachendeckend beschichtet.

In einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemassen Herstellungsverfahrens wird die beschichtete Tragerbahn in ei- nem Fertigungsschritt zeitlich und lokal getrennt vom Bestik- kungsschritt gefertigt und gegebenenfalls zwischengelagert. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäs- sen Verfahrens erfolgt die Beschichtung mit einer Substanz, die einen wasserlöslichen Leim umfasst, dabei bevorzugterweise den erwähnten wasserlöslichen Leim und Polyvinylalkohol, wobei die Viskositat so gesteuert werden kann, dass selbst prose Textil- gebilde wie z. B. Tull flachendeckend beschichtet werden können.

Mit Vorsehen des wasserlöslichen Leims wird zusatzlich zur ei- gentlichen stabilisierenden Substanz, wie insbesondere dem er- wahnten wasserlöslichen Polyvinylalkohol, eine Substanzkompo- nente vorgesehen, die es erlaubt, die Wasserlöslichkeit der Ge- samtsubstanz der Stabilisierungsbeschichtung unabhangig von der Wasserlöslichkeit der eigentlichen stabilisierenden Substanz einzustellen. Damit wird es möglich, in einer bevorzugten Aus- führungsform des erfindungsgemassen Verfahrens die Beschichtung mit einer Substanz vorzusehen, welche bei weniger als 30°C, vorzugsweise bei weniger als 20°C, vorzugsweise gar bis prak- tisch 0°C wasserlöslich ist. Dadurch wird der weitere grosse Vorteil erzielt, dass im Rahmen der Auflösung der Stabilisie- rungsbeschichtung, nach der Bestickung, die hierzu notwendigen Energiekosten massgeblich gesenkt werden können. So sind nam- lich die Energiekosten für grossindustrielles Erwarmen von Was- ser auf 40°C nicht vernachlassigbar.

Im Rahmen des erfindungsgemassen Herstellungsverfahrens erfolgt die Beschichtung der Tragerbahn bevorzugterweise durch Rakel oder durch Tauchbad.

Die erfindungsgemasse Tragerbahn weist im Zuge des Vorerlauter- ten eine Beschichtung auf mit einer Substanz, welche bevorzugt einen wasserlöslichen Leim umfasst. In einer weiteren bevorzug- ten Ausführungsform der erfindungsgemässen Tragerbahn umfasst die Beschichtungssubstanz nebst dem erwahnten wasserlöslichen Leim Polyvinylalkohol und ist, weiter bevorzugt, wasserlöslich bei Temperaturen unter 30°C, bevorzugt unter 20°C, ja gar bis genahert 0°C.

Im Rahmen des erwahnten erfindungsgemassen Verfahrens wird die Temperatur der Wasserlöslichkeit der Beschichtungssubstanz min- destens vornehmlich durch die Wahl des wasserlöslichen Leimes festgelegt bzw. eingestellt.

Die Erfindung wird anschliessend und sofern far den Fachmann noch notwendig anhand einer Figur dargestellt. Diese zeigt an- hand einer Schrittabfolge einerseits die Fertigung der erfin- dungsgemassen Trägerbahn, anderseits das erfindungsgemasse Her- stellungsverfahren far Stickereiprodukte.

Gemass der Figur wird eine nachmals zu bestickende Tragerbahn ab einem Wickel 1 in einer Beschichtungsstation 3, beispiels- weise einem Tauchbad, mit der Stabilisierungssubstanz beschich- tet, welche bevorzugterweise wasserlöslich ist und weiter be- vorzugt einen wasserlöslichen Leim umfasst, dabei weiter bevor- zugt eine Mischung eines wasserlöslichen Leimes und Polyvinyl- alkohol.

Geeignet hierfür hat sich folgender Leim : JOWATEX (eingetragene Marke) der Firma JOWAT, Lobers u. Frank GmbH & Co. KG, D-Det- mold.

Die verwendeten Beschichtungssubstanzen sind ökologisch unbe- denklich und können grossindustriell mittels bekannter Rakel-, Tauch-oder Trommel-Verfahren aufgetragen werden. Bevorzugt wird heute, wegen seiner Einseitigkeit, der Auftrag durch Rakel oder Trommel.

Nach Durchlaufen des Tauchbades 3 und wie ublich einer Abstrei- ferstation 5, dann einer Trocknungsstation 7, wird die nun er- findungsgemass beschichtete, erfindungsgemasse Tragerbahn la wiederum gewickelt, wie bei 9 schematisch dargestellt. Damit steht ein stickbereites Produkt zur Verfügung und wartet auf die Weiterverarbeitung.

Wie mit dem Transport 11 schematisch dargestellt, wird die Fer- tigung der erfindungsgemassen Tragerbahn la unabhangig-zeit- lich und lokal-vom nachmals vorzunehmenden Stickereivorgang vorgenommen. Im Rahmen der Bestickung wird z. B. vom Wickel 9' die erfindungsgemasse Tragerbahn la an einer bekannten Sticke- reianlage 13 bestickt, und danach wird in einer Lösungsstation 15, beispielsweise wiederum einem Tauchbad, die Beschichtung vom nun bestickten Produkt chemisch herausgelöst. Die Lösung an der Station 15 ist in weitaus bevorzugter Ausführungsform min- destens vornehmlich Wasser, wobei die Badtemperatur gegebenen- falls eingestellt und geregelt wird, wie dies schematisch mit der Heizstation 17 dargestellt ist. In der bevorzugten Ausfüh- rungsform der erfindungsgemassen Tragerbahn kann aber die Tem- peratur des Bades in der Lösungsstation 15 als Verfahrenspara- . meter freigegeben werden. Bevorzugt wird durch Wahl des Leimes

im Beschichtungsmaterial die Wasserloslichkeit bereits bei Tem- peraturen von höchstens 30°C, vorzugsweise von höchstens 20°C bzw. gar von praktisch 0°C erreicht. Damit wird die Temperatur des Bades in einem grossen Bereich unkritisch.

Nach Herauslösen der Beschichtungssubstanz wird das Bestik- kungsprodukt nach Durchlaufen einer Trocknungsstrecke, wie schematisch bei 19 dargestellt, weiterverarbeitet, beispiels- weise und wie bei 21 dargestellt wiederum gewickelt.