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Title:
METHOD FOR PRODUCING A FILTERING ELEMENT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/160808
Kind Code:
A1
Abstract:
A method for producing a filtering element for the filtration of fluids, comprising the following steps: providing a sheetlike filtering material (1), shaping the filtering material (1) to form a filtering element defining a fluid space, and providing a supporting layer (2) which bears in a planar manner at least in regions against the filtering material (1), wherein the supporting layer (2) is formed with a variable lattice structure by the application of a liquid curing material (3), is characterized in that the material (3) for the supporting layer (2) contains plastic, in that the supporting layer (2) is applied to the sheetlike filtering material (3), and in that, after the at least partial curing of the plastics material (3), the filtering material (1) with the applied supporting layer (2) is shaped to form a filtering element.

Inventors:
SCHWENDER, Matthias (Starenweg 10, Kirkel, 66459, DE)
SCHMITZ, Andreas (Burgstrasse 40, Kirkel, 66459, DE)
KOCH, Edwin (Schrödersbergstr. 52, Tholey, 66636, DE)
Application Number:
EP2011/003045
Publication Date:
December 29, 2011
Filing Date:
June 21, 2011
Export Citation:
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Assignee:
HYDAC FILTERTECHNIK GMBH (Industriegebiet, Sulzbach/Saar, 66280, DE)
SCHWENDER, Matthias (Starenweg 10, Kirkel, 66459, DE)
SCHMITZ, Andreas (Burgstrasse 40, Kirkel, 66459, DE)
KOCH, Edwin (Schrödersbergstr. 52, Tholey, 66636, DE)
International Classes:
B01D29/01; B01D29/11; B01D46/00
Attorney, Agent or Firm:
BARTELS UND PARTNER (Lange Strasse 51, Stuttgart, 70174, DE)
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Claims:
P a t e n t a n s p r ü c h e

1 . Verfahren zur Herstellung eines Filterelements zur Filtration von Fluiden, umfassend die Schritte:

- Bereitstellung eines flächenförmigen Filterwerkstoffes (1 ),

Formen des Filterwerkstoffes (1) zu einem einen Fluidraum definierenden Filterelement,

Bereitstellung einer zumindest bereichsweise flächig am Filterwerkstoff (1 ) anliegenden Stützschicht (2),

- wobei die Stützschicht (2) durch Aufbringen eines flüssigen, aushärtenden Materials (3) mit einer variablen Gitterstruktur gebildet wird, - dadurch gekennzeichnet, dass das Material (3) für die Stützschicht (2) Kunststoff enthält,

dass die Stützschicht (2) auf den flächenförmigen Filterwerkstoff (3) aufgebracht wird, und

dass nach dem zumindest teilweise Aushärten des Kunststoffmaterials (3) der Filterwerkstoff (1 ) mit aufgebrachter Stützschicht (2) zum Filterelement geformt wird. 2. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Kunststoffmaterial (3) für die Stützschicht (2) mit Hilfe eines Extruders (4) als Heißschmelze einer Verteileinrichtung (5) zugeführt und mit der Verteileinrichtung (5) als Gewebe- oder Fadenstruktur (6) auf den Filterwerkstoff (1 ) aufgetragen wird.

3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Verteileinrichtung (5) eine oder mehrere, mit einer vorgebbaren Kinetik bewegte Düsen (7) oder Düsenbalken (8, 8') zum Aufbringen der Heißschmelze auf dem Filterwerkstoff (1 ) verwendet werden.

4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Klebeverbindung zwischen dem Filterwerkstoff (1 ) und der Stützschicht (2) über eine Heißklebeverbindung oder über ein Ultraschallverbindungsverfahren erzeugt wird.

5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützschicht (2) auf der gesamten Fläche des Fil- terwerkstoffes (1 ) aufgebracht wird. 6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf beiden Seiten des flächenförmigen Filterwerkstoffes (1 ) jeweils eine Stützschicht (2) aufgebracht wird.

7. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke der die Stützschicht (2) bildenden Fäden (9) über die Fläche des Filterwerkstoffes (1 ) variiert.

8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke der die Stützschicht (2) bildenden Fäden (9) durch die Variation der Re- lativgeschwindigkeit zwischen dem Filterwerkstoff (1) und der Verteileinrichtung (5) und/oder durch die Variation des Volumenstromes der Heißschmelze variierbar ist.

9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge- kennzeichnet, dass das Kunststoffmaterial (3) für die Stützschicht (2) Po- lyalkylenterephtalat-Kunststoff oder Polypropylen- oder Polyethylen- Kunststoff enthält.

10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge- kennzeichnet, dass in die Stützschicht (2) Fäden (9) aus einem elektrisch leitfähigen Material eingebracht werden.

1 1. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrisch leitfähigen Fäden (9) aus Kohlefaser (10) oder einer Metallfaser (1 1 ) gebildet sind.

12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützschicht (2) als ein Gewebe ausgebildet und auf dem Filterwerkstoff (1 ) aufgebracht wird. 1 3. Verfahren mach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützschicht (2) aus einem Gewebe mit einer Maschenweite von etwa 850 μηι bis 1 200 μιη gebildet wird.

14. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge- kennzeichnet, dass die Fadendicke der Stützschicht (2) zwischen 200 μνη und 250 μηΊ beträgt.

1 5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützschicht (2) eine Atlas- oder Köperstruktur oder Rautenform mit einer Maschenweite in einer Richtung von etwa

1600 μιπ und in der anderen Richtung von etwa 4300 μπ\ aufweist. 6. Filterelement, hergestellt nach einem Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, mit einer Vielzahl von einzelnen Filterfalten. 7. Filterelement nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass das Filterelement einen im Wesentlichen zylindrischen Filterraum definiert.

Description:
Hydac Filtertechnik GmbH, Industriegebiet, 66280 Sulzbach/Saar

Verfahren zur Herstellung eines Filterelements

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Filterelements zur Filtration von Fluiden, umfassend die Schritte: Bereitstellung eines flächen- förmigen Filterwerkstoffes, Formen des Filterwerkstoffes zu einem einen Fluidraum definierenden Filterelement, Bereitstellung einer zumindest be- reichsweise flächig am Filterwerkstoff anliegenden Stützschicht, wobei die Stützschicht durch Aufbringen eines flüssigen, aushärtenden Materials mit einer variablen Gitterstruktur gebildet wird.

Filterwerkstoffe zur Herstellung von austauschbaren Filterelementen in hy- draulischen Anlagen sind in mannigfacher Ausgestaltung bekannt und bestehen beispielsweise aus einem Faservlies mit einer Stützstruktur auf ein oder beiden Seiten (Anström- oder Abströmseite). Solche Filterelemente werden beispielsweise von einer zu filtrierenden Hydraulikflüssigkeit durchströmt, wobei sich von der Schmutzseite zu der Reinseite eine zum Teil beträchtliche Druckdifferenz ergibt. Um dieser Druckdifferenz und auch dynamischen Strömungskräften in dem Unfiltrat standhalten zu können, weisen die Filterwerkstoffe, aus denen entsprechende Filterelemente gefertigt sind, sog. Stützstrukturen auf. Solche Stützstrukturen unterliegen einer starken Druckwechselbelastung im Betrieb eines Filterelementes. Be- kannte Stützstrukturen sind aus Metallgittern oder Lochblechen gebildet. Solche Filterelemente mit einer Stützstruktur aus einem Metallgitter sind nicht ohne weiteres kostengünstig herstellbar und montierbar. Zudem können unter Umständen Brüche an der Stützstruktur auftreten.

Die DE 200 13 839 U1 beschreibt einen Filterwerkstoff, der eine Stütz- schicht aufweist, auf die ein Faservlies mittels eines Nadelungsprozesses aufgebracht ist. Die Stützschicht ist als Gewebe oder Gelege ausgebildet, wobei ein Teil der Fäden des Gewebes aus einem elektrisch leitfähigen Material, vorzugsweise aus Metall gebildet ist. Die übrigen Fäden sind aus einem Kunststoffmaterial gebildet, ebenso wie das Faservlies selbst. Es han- delt sich bei dem gattungsgemäßen Filterwerkstoff somit um einen textilen, teilweise gewobenen Verbundwerkstoff, der aufgrund der Art der Verbindung von Stützschicht und Faservlies grundsätzlich zum Delaminieren neigt. Aus EP 1 740 288 B1 ist ein Verfahren der eingangs genannten Art bekannt. Bei dem bekannten Verfahren wird über Düsen eine flüssige Masse netzförmig auf die Außenseite eines zylinderförmigen Filterelement aufgebracht. Bei einem aus DE 101 44 867 AI bekannten Filterelement und dem Verfahren zu seiner Herstellung wird ein Filtermedium mit einem Stützgitter mit- tels eines Sprühklebers vollständig verklebt, wobei sich ein Verbund aus dem Stützgitter nebst dem Filtermedium ergibt. Alternativ kann zur festen Verbindung ein Klebegitter vorgesehen sein, mittels dessen das Stützgitter mit dem Filtermedium verklebt und der Verbund ausgebildet wird. Bei den bekannten Verfahren wird ein Filterwerkstoff zu einem Filterelement aufge- faltet und die Stützschicht auf das Filterelement aufgebracht.

Demgegenüber stellt sich die Erfindung die Aufgabe, ein Verfahren anzugeben, mittels dessen in einfacher und kostengünstiger weise ein Filterelement mit verbesserter Formstabilität und Festigkeitswerten und einer sicher daran angebrachten Stützschicht hergestellt werden kann. Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 in seiner Gesamtheit. Nach dem kennzeichnenden Teil von Patentanspruch 1 zeichnet sich das erfindungsgemäße Verfahren dadurch aus, dass das Material für die Stützschicht Kunststoff enthält, dass die Stütz- schicht auf den flächenförmigen Filterwerkstoff aufgebracht wird, und dass nach dem zumindest teilweise Aushärten des Kunststoffmaterials der Filterwerkstoff mit aufgebrachter Stützschicht zum Filterelement geformt wird. Vorteilhafte Varianten des erfindungsgemäßen Verfahrens sind Gegenstände der Unteransprüche.

Die Besonderheit der erfindungsgemäßen Lösung besteht darin, dass eine Stützschicht durch Aufbringen eines flüssigen, aushärtenden Kunststoffmaterials mit einer variablen Gitterstruktur auf einen flächenförmigen Filterwerkstoff ausgebildet wird und nach zumindest teilweisem Aushärten des Kunst- Stoffmaterials der Filterwerkstoff mit aufgebrachter Stützstruktur zu einem einen Filterraum definierenden Filterelement geformt wird.

Dadurch, dass die Stützschicht mit Hilfe einer flächigen, über zumindest einen Teil der Fläche, vorzugsweise über die gesamte Fläche des Filter- Werkstoffes reichenden Kunststoffverbindung mit dem Filtervlies oder einem anderen gewählten Filterwerkstoff verbunden ist, ist eine dauerhafte feste Verbindung der genannten Strukturen geschaffen, die eine höhere Festigkeit bei geringerer Materialstärke der Stützschicht erlaubt. Der so gebildete Filterwerkstoff aus ein- oder beidseitig auf ein Filtervlies oder dergleichen auf- gebauten Stützschicht ist zu Filterelementen weiterverarbeitbar, die eine sehr gute Formstabilität auch bei wechselnden Druckbelastungen in einem zu reinigenden Fluid aufweisen.

Die Stützschicht kann in einem Arbeitsgang ausgebildet und mit dem Fil- tervlies verbunden werden, indem ein flüssiges Kunststoffmaterial in Fadenoder Faserform auf das Filtervlies aufgebracht wird und dabei durch Kle- bung anhaftet und anschließend dort aushärtet. So lassen sich durch die Art der Ausrichtung der Kunststoff-Fäden variable Filterstrukturen bilden.

Das Kunststoffmaterial für die Stützschicht läßt sich auch mit Hilfe einer Extrudiervorrichtung als Heißschmelze bereitstellen und über eine mit Spinndüsen oder ähnlichen Düsen versehene Verteileinrichtung als Gewebe- oder Fadenstruktur auf das Filtervlies oder den Filterwerkstoff auftragen. In Abhängigkeit von der Kinetik der unter den Düsen bewegten Filtervliesbahnen oder dem Filterwerkstoff oder in Abhängigkeit von der Düsenbe- wegung lassen sich verschiedenartige Filterstrukturen darstellen. Insoweit läßt sich die gleichmäßig über die Fläche des Filterwerkstoffes bestehende Klebeverbindung zu der Stützschicht auch als Heißklebeverbindung ausführen. Die Dicke der Kunststoff-Fäden, die die Stützschicht bilden, läßt sich insbesondere mit einer Extrudiereinrichtung mit Düsen örtlich über die Fläche des Filterwerkstoffes variieren. Dabei kann es vorteilhaft sein, den Volumenstrom an Heißschmelze durch die Verteileinrichtung zu variieren und/oder die Relativgeschwindigkeit zwischen der mit einer Stützschicht zu versehenden Lage Filtervlies und der Verteileinrichtung zu variieren, um dergestalt eine unterschiedliche Fadendicke zu erhalten.

Zur Darstellung der Stützschicht eignen sich beispielsweise Polyalkylen- terephtalat-Kunststoffe (PET, PBT) sowie deren Co-Polykondensate, die zwar nur eine mittlere Festigkeit, aber hohe Steifigkeit und Härte besitzen. Teilkristallines Polyethylenterephtalat weist thermische Einsatzgrenzen bei - 20°C bis etwa 100°C kurzzeitig bis 200°C auf. Sie sind beständig gegen verdünnte Säuren, aliphatische und aromatische Kohlenwasserstoffe, Öle, Fette, Ester und Alkohole. Polybutylenterephtalat (PBT) besitzt im Vergleich zu PET etwas geringere Festigkeit; seine Einsatzgrenzen liegen bei etwa -40°C bis + 125°C. Es eignen sich weiter zur Stützschicht-Herstellung auch isotaktische Polypropylen-Kunststoffe, wobei isotaktisches Polypropy- len bis etwa 1 50°C einsetzbar ist und chemisch sich als sehr beständig erweist.

In die Stützschicht lassen sich zusätzlich oder als Ersatz für Kunststoff- Fadensysteme Fäden aus elektrisch leitfähigem Material einweben oder einbringen. Es sind jedoch vorzugsweise lang ausgebildete Fäden und nicht Kurzfasern od.dgl. im Einsatz, die insoweit einen einwandfreien Ladungstransport von dem Filterwerkstoff zu einem Massekontakt in der Umgebung des mit dem Filterwerkstoff gebildeten Filterelements ermöglichen. Die Abstände der elektrisch leitenden Fasern voneinander können vor- zugsweise gleich sein, z.B. einen Abstand von etwa 2 cm zueinander einnehmen. Geeignet sind insbesondere Kohlefasern als auch Metallfasern, die inert gegenüber den zu filternden Fluiden sind.

Die Stützschicht kann mithin als eigenständig handhabbares Gewebe aus Kunststoffasern gebildet sein, das auch selbstklebende Eigenschaften aufweist, und zur Verbindung mit dem Filtervlies oder übrigen Filterwerkstoff lediglich verpreßt werden muß. Die Stützschicht kann in Leinwandbindung mit einer Maschenweite von etwa 850 /vm oder 1200 μη η Maschenweite und mit einer Fadendicke von 250 μιη gebildet sein. Die Fadendicke in Kett- und Schußrichtung kann unterschiedlich sein. So kann beispielsweise in Schußrichtung ein Faden von 250 μιτι Dicke und in Kettrichtung ein Faden von 200 /m Dicke gewählt sein. Die Stützschicht kann auch in Atlasoder Köperstruktur oder in Rautenform angeordnete Fäden aufweisen. Dabei kann die Maschenweite bei einem besonders bevorzugten Ausfüh- rungsbeispiel in einer Richtung etwa 1600 vm und in der anderen Richtung etwa 4300 μιτι betragen. Besonders die rautenförmige Anordnung der Fä- den zueinander ergibt eine gute Durchströmbarkeit bei gleichzeitig guter Abstützung, was zu einer erhöhten Druckstabilität für das gesamte Filterelement führt. Bei plissierten Filterelementen kann beispielsweise die Stützschicht auf dem Filtervlies derart ausgerichtet sein, dass der dickere Faden die Falten des Filterelementes quer überspannt und insoweit einen guten Beitrag zur Abstandhaltung der Falten bildet.

Im Folgenden wird das erfindungsgemäße Verfahren anhand eines Ausführungsbeispiels nach der Zeichnung näher erläutert. In der Zeichnung zeigt

Fig.1 eine perspektivische, schematische Ansicht eines

Extrusionsverfahren gebildeten Filterwerkstoffes;

Fig.2 eine schematische Draufsicht auf eine Stützschicht, wie sie mit der Vorrichtung in Fig.1 auf ein Filtervlies aufgebracht ist;

Fig.3 einen im Mikroskop vergrößert dargestellten Ausschnitt eines

Fi lterwerkstoffes; Fig.4 einen im Mikroskop vergrößert dargestellten Ausschnitt eines

Filterwerkstoffes mit einem elektrisch leitfähigen Faden aus Kohlefaser;

Fig.5 eine im Mikroskop vergrößerte Draufsicht auf eine Stützschicht mit rautenförmiger Maschenanordnung; und

Fig.6 eine schematische Draufsicht auf ein in Atlas-Bindung erstelltes Drahtgewebe für eine elektrisch leitfähige Stützschicht des Filterwerkstoffes. In der Fig.1 ist in einer schematisch dargestellten perspektivischen Ansicht ein Filterwerkstoff 1 als endlose Wickelware gezeigt, der mit Hilfe von durch ein Extrudierverfahren hergestellten Kunststoff-Fäden 9 belegt wird, wobei hierdurch eine Stützschicht 2 auf dem Filterwerkstoff 1 aufgebracht wird. Die Stützschicht 2 dient unter anderem zur Aussteifung des im wesentlichen als Kunststoff-Filtervlies 12 gebildeten Filterwerkstoffes 1 und wird in dem gezeigten Ausführungsbeispiel durch Heißklebung aufgebracht, wobei ein Düsenbalken 8 mit Spinn- und Verteildüsen 7 ein gleichmäßiges Fadenmuster oder Fadenstruktur 6 in der Kettrichtung und ein weiterer Düsenbalken 8' in Schußrichtung aufbringen, so dass beispielsweise ein in Fig.3 gezeigtes Rechteckmuster von übereinanderlegten Kunststoff-Fäden 9 gebildet wird. Die Kunststoff-Fäden 9 sind dann im fertigen, abgelegten Zustand an den Knotenpunkten durch Verschmelzen fest miteinander verbunden. Das Filtervlies 12 wird dabei als Endlosware von einer Walze 1 3 an einem jeweiligen Ende einer Wickelvorrichtung 14 zu einer gegenüberliegenden Walze 15 umgespult und derart transportiert.

Die Kinetik der Düsenbalken 8,8', die zusammen die Verteileinrichtung 5 für die Kunststoff-Heißschmelze bilden, ist bevorzugt frei um alle drei Ach- sen veränderbar und wird von einer nicht dargestellten Rechnereinheit angesteuert. So läßt sich beispielsweise eine wellenförmige Anordnung der Fäden 9, wie in Fig.2 gezeigt, realisieren. Dies stellt eine konstruktive Maßnahme dar, die Steifigkeit des Filterwerkstoffes 1 in bestimmten Richtungen zu erhöhen und die Biegsamkeit wiederum in anderer Richtung zu verbes- sern. Dadurch läßt sich ein Filterwerkstoff 1 schaffen, der in Bezug auf seine Steifigkeit an den Einsatzorten und an die Einsatzweise betreffend die Gestalt eines Filterelementes optimal angepaßt werden kann. Der konstruktive Aufwand zur diesbezüglichen Optimierung eines Filterwerkstoffes ist aus prozeßtechnischer Sicht heraus minimiert. Die Aufbringung der Stützschicht in dem in Fig. l aufgezeigten erfindungsgemäßen Verfahren kann einseitig oder beidseitig auf das Filtervlies 1 2 erfolgen und die Fadendicke kann beispielsweise durch die Vorschubgeschwindigkeit der sich unter der Verteileinrichtung 5 wegbewegenden Fil- tervliesbahn innerhalb vorgebbarer Bereichswerte eingestellt werden. In der Fig.3 ist eine Fadenstruktur 6 in der Art einer Leinwandbindung gezeigt, wobei die Einzelfäden 9 aus geschmolzenem und wieder erstarrtem Kunststoff nicht verwoben, sondern an den Berührpunkten wiederum unter Bildung von Knotenpunkten 1 6 oder Knotenstellen miteinander verschmolzen sind. Es ergibt sich hier eine Rechteck-Filtermusterstruktur mit einer ersten Maschenweite von etwa 1 200 μιτι und einer zweiten, quer dazu orientierten Maschenweite von etwa 880 μιτι.

Zur Ableitung von elektrostatischen Ladungen im Betrieb von Filterelemen- ten mit einer derartigen erfindungsgemäßen Stützschicht 2 ist vorgesehen, einzelne Fäden 9, die zusätzlich oder als Ersatz (vgl. Fig.6) für die

Kunststoff-Fäden dienen, mit elektrostatischer Leitfähigkeit einzusetzen. In der Fig.4 ist beispielhaft ein Kohlefaserfaden 10 gezeigt, der sich über die gesamte Länge/Breite des Filterwerkstoffes 1 erstreckt und der eine sichere Ableitung von Ladungen an ein Masseteil eines nicht näher dargestellten Filterelementes ermöglicht.

Die in den Fig. 3 und 4 gezeigten Ausführungsbeispiele zeigen unterschiedlich dicke Kett- und Schußfädenausführungen, wobei die Kettfäden etwa 200 μηι Dicke und die Schußfäden etwa 250 μνη Dicke aufweisen sollen. So können bei plissierten Filterwerkstoffen die Fäden 9, die durch die Faltentäler gehen, dünner ausgeführt sein, als die in Richtung der Falten ausgerichteten Fäden 9 der Stützschicht 2. Fig. 5 zeigt eine rautenförmige Maschenanordnung der Fäden 9 mit einer etwa doppelt bzw. halb so langen Maschendiagonale wie die jeweilige an- dere Maschendiagonale. Solche Webmuster oder Fadenmuster haben den Vorteil der verbesserten Durchströmbarkeit für Öl. Es ergibt sich eine Durchströmung mit geringer Verwirbelung und somit einem geringerem Druckabfall an einem Filterelement. Zur Herstellung des Rautenmusters nach der Fig. 5 dient vorzugsweise ein Herstellverfahren, wie es für die Fadenauftraglösung nach der Fig. 2 aufgezeigt ist.

Die Stützschicht 2 muß nicht zwingend als heißextrudierte Kunststoff- Fadenstruktur gebildet sein, wie die vorangegangenen Ausführungsbeispiele zeigen, sondern kann als separat gefertigtes Gewebe, das anschließend vollflächig auf dem jeweiligen Filtervlies 12 aufgeklebt wird, ausgebildet sein.

In der Fig. 6 ist in einem exemplarischen Ausführungsbeispiel ein Metall- Filtergewebe mit Metallfasern 1 1 beschrieben, die auch teilweise mit poly- merem Kunststoff umgeben sein können. Die Metallfasern 1 1 sind bevorzugt in einer Atlas-Bindung miteinander verwoben, die eine gute Biegsamkeit der Gesamtstruktur ermöglicht. Dabei wird nicht jeder Kett- und Schußfaden miteinander verwoben, sondern es werden Lücken gelassen, so dass sich eine lockere, fluiddurchlässige Bindung ergibt. In vergleichbarer Weise läßt sich eine sog. Köper-Bindung biegsam und flexibel gestalten.

Mit den vorstehend genannten Maßnahmen verfügt die Filtermatte durch das aufgebrachte Laminat in Form einer Stützschicht 2 über eine verbesserte Durchflußwechselermüdungsstabilität. Ferner ist das Durchflußverhalten an Fluid bei hohen Viskositäten durch stabilere Strömungskanäle in der Stützschicht 2 gewährleistet. Durch eine Minimierung der Fadenvereinzelung bei der Fertigung sowie der Möglichkeit der Lagenreduzierung (aus zwei Lagen wird eine Lage) werden die Herstellkosten und der Aufwand entsprechend reduziert, wobei auch mit dazu beiträgt, dass sich höhere Faltge- schwindigkeiten in der Produktion durch die erreichte Längs- und Querstabilität bei der Herstellung des Filterelementes erreichen lassen. Wie darge- legt, kann für eine elektrische Ableitung das Laminat auch metallfrei sein; was aber nicht zwingend notwendig ist.

Da das angesprochene Laminat gebildet aus der Stützschicht 2 und dem Filterwerkstoff 1 dünner ausgebildet ist, als wenn zwei Einzellagen mit entsprechenden Eigenschaften in konventioneller Weise verwendet werden, lassen sich insgesamt aus dem Laminat unter Bildung des Filtermaterials mehr Falten pro Flächeneinheit in das Filterelement einbringen. Damit steht nicht nur eine höhere Filterfläche zur Verfügung und das Laminat hat zu- sätzlich eine verbesserte Drainagefunktion gegenüber den ansonsten zu betrachteten beiden Einzellagen, was sich zusätzlich in einem niedrigeren Differenzdruck widerspiegelt, so dass das zu filternde Fluid mit geringerem Widerstand das Laminat durchströmen kann. Die angesprochene Laminierung kann nicht nur über einen Sprühauftrag im Sinne eines Heißklebeauftrags erfolgen. Möglich wäre auch, eine eigenständige, gegebenenfalls perforierte Klebelage zwischen die aufzulaminie- rende Stützschicht 2 und den Grund-Filterwerkstoff Ί einzubringen, die dann entweder selbstklebend oder wiederum durch Hitze das Gewebe 2 mit dem Vlies 1 2 als Filterwerkstoff 1 verbindet.