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Title:
METHOD FOR PRODUCING GASBAGS AND DEVICE FOR CUTTING GASBAGS OUT OF A FABRIC WEB
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2017/202606
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for cutting gasbags (9) out of a fabric web (1), with a transport device (100) for transporting the fabric web (1) in a movement direction (B), and a laser cutting device (2) having at least one laser (16) that emits a laser beam (18) during an activation, which is directed at the fabric web (1) for cutting out the gasbags (9), wherein different gasbags (9) having a different shape (I to V) are provided in the fabric web (1), and the laser cutting device (2) is controlled by a control device (5) for a cutting process that is individual for each gasbag in terms of the shape of the gasbag (9) to be cut out. The invention also relates to a device for producing gasbags (9).

Inventors:
KÖHNEN, Ralf (Dörnbek 12, Brokstedt, 24616, DE)
VALKENBURG, Simon (Simrockstraße 148 a, Hamburg, 22589, DE)
Application Number:
EP2017/061119
Publication Date:
November 30, 2017
Filing Date:
May 10, 2017
Export Citation:
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Assignee:
AUTOLIV DEVELOPMENT AB (Wallentinsvägen 22, Vargarda, 44783, SE)
International Classes:
D06H7/24; B23K26/03; B26D5/00
Domestic Patent References:
WO1991017028A11991-11-14
Foreign References:
EP2911807A12015-09-02
US4901359A1990-02-13
KR20150078872A2015-07-08
EP1321839B12007-01-03
Attorney, Agent or Firm:
KOCH, Henning (Otto-Hahn-Str. 4, Elmshorn, 25337, DE)
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Claims:
Ansprüche:

1. Verfahren zum Ausschneiden von Gassäcken (9) aus einer Ge- webebahn (1) , mit

-einer Transporteinrichtung (100) zum Transport der Gewe- bebahn (1) in einer Bewegungsrichtung (B) , und

-einer Laserschneideinrichtung (2) mit wenigstens einem Laser (16), welcher bei einer Aktivierung zum Ausschnei- den der Gassäcke (9) einen auf die Gewebebahn (1) gerich- teten Laserstrahl (18) aussendet,

dadurch gekennzeichnet, dass

-in der Gewebebahn (1) verschiedene Gassäcke (9) mit ei- ner unterschiedlichen Form (I bis V) vorgesehen sind, und -die Laserschneideinrichtung (2) durch eine Steuerein- richtung (5) zu einem hinsichtlich der Form des auszu- schneidenden Gassackes (9) gassackindividualisierten

Schneidvorgang angesteuert wird.

2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass -eine Speichereinheit (6) mit einer Mehrzahl von den ver- schiedenen Gassäcken (9) zugeordneten Datensätzen vorge- sehen ist, wobei

-die Laserschneideinrichtung (2) durch den Aufruf eines Datensatzes zum Ausschneiden eines Gassackes angesteuert wird.

3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass -die Datensätze Teil eines Herstellungsprotokolls der Ge- webebahn (1) in einem vorangegangenen Herstellungsprozess sind.

4. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass -eine in Bezug zu der Bewegungsrichtung (B) der Gewebe- bahn stromaufwärts zu der Laserschneideinrichtung (2) an- geordnete Erkennungseinrichtung (3) vorgesehen ist, und -die Laserschneideinrichtung (2) in Abhängigkeit von dem Signal der Erkennungseinrichtung (3) angesteuert wird. 5. Verfahren nach Anspruch 2 und nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass

-die Datensätze durch eine Formerkennung des Gassackes (9) durch die Erkennungseinrichtung (3) erzeugt werden und/oder in Abhängigkeit von einem Signal der Erkennungs- einrichtung (3) aus der Speichereinheit (6) aufgerufen werden. 6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass -die Datensätze einen Befestigungsabschnitt (20) des je- weiligen Gassackes (9) betreffen, und

-die von der Laserschneideinrichtung (2) ausgeschnittene Außenkontur des Gassackes (9) durch eine Kombination des durch den Datensatz vorgegebenen Befestigungsabschnitts (20) und eines durch die Erkennung der Erkennungseinrich- tung (3) ermittelten Abschnitts des äußeren Randes des Gassackes (9) in der Gewebebahn (1) gebildet ist. 7. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch ge- kennzeichnet, dass

-auf der Gewebebahn (1) den Gassäcken (9) zugeordnete und in Bezug auf die Form der Gassäcke (9) individualisierte Markierungen (12,13,14) vorgesehen sind, welche durch die Erkennungseinrichtung (3) detektiert werden, und

-die Laserschneideinrichtung (2) in Abhängigkeit von dem Erkennen einer Markierung (12,13,14) zum Ausschneiden ei- nes der Markierung (12,13,14) zugeordneten Gassackes (9) oder einer einem Gassack (9) zugeordneten Schnittlinie (11) angesteuert wird.

8. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch ge- kennzeichnet, dass

-die Erkennungseinrichtung (3) eine digitale Bildverar- beitungseinrichtung (8) umfasst.

9. Vorrichtung zur Herstellung von Gassäcken (9), mit

-einer zugeführten Gewebebahn (1) mit einer Vielzahl von darin angeordneten Gassäcken (9), und

-einer Transporteinrichtung (100) zum Transport der Gewe- bebahn (1) in einer Bewegungsrichtung (B) durch die Vor- richtung, und

-einer Laserschneideinrichtung (2) mit wenigstens einem Laser (16), welcher bei einer Aktivierung zum Ausschnei- den der Gassäcke (9) einen auf die Gewebebahn (1) gerich- teten Laserstrahl (18) aussendet,

dadurch gekennzeichnet, dass

-in der Gewebebahn (1) verschiedene Gassäcke (9) mit ei- ner unterschiedlichen Form (I bis V) vorgesehen sind, und -die Laserschneideinrichtung (2) durch eine Steuerein- richtung (5) zu einem hinsichtlich der Form (I bis V) des auszuschneidenden Gassackes (9) gassackindividualisierten Schneidvorgang ansteuerbar ist.

10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass -eine Speichereinheit (6) mit einer Mehrzahl von den ver- schiedenen Gassäcken (9) zugeordneten Datensätzen vorge- sehen ist, und

-die Laserschneideinrichtung (2) durch den Aufruf eines Datensatzes zum Ausschneiden eines Gassackes ansteuerbar ist. 11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass -die Datensätze Teil eines Herstellungsprotokolls der Ge- webebahn (1) in einem vorangegangenen Herstellungsprozess sind. 12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch ge- kennzeichnet, dass

-eine in Bezug zu der Bewegungsrichtung (B) der Gewebe- bahn (1) stromaufwärts zu der Laserschneideinrichtung (2) angeordnete Erkennungseinrichtung (3) vorgesehen ist, und -die Laserschneideinrichtung (2) in Abhängigkeit von dem Signal der Erkennungseinrichtung (3) ansteuerbar ist. 13. Vorrichtung nach Anspruch 10 und nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass

-die Datensätze durch eine Formerkennung der Gassäcke (9) durch die Erkennungseinrichtung (3) erzeugbar und/oder aus der Speichereinheit (6) aufrufbar sind. 14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass

-auf der Gewebebahn (1) den GasSäcken (9) zugeordnete und in Bezug auf die Form der Gassäcke (9) individualisierte Markierungen (12,13,14) vorgesehen sind, welche durch die Erkennungseinrichtung (3) detektierbar sind, und

-die Laserschneideinrichtung (2) in Abhängigkeit von dem Erkennen einer Markierung (12,13,14) zum Ausschneiden ei- nes der Markierung (12,13,14) zugeordneten Gassackes (9) ansteuerbar ist.

Description:
Verfahren zur Herstellung von Gassäcken und Vorrichtung zum Ausschneiden von Gassäcken aus einer Gewebebahn

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren mit den Merk- malen des Oberbegriffs von Anspruch 1 und eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Oberbegriffs von Anspruch 9.

Gassäcke für Kraftfahrzeuge werden auch als Airbags bezeichnet und werden aus einer zweilagigen Gewebebahn herausgeschnitten. Die beiden Bahnen der Gewebebahn sind entsprechend einer vor- bestimmten Außenkontur und an vorbestimmten Zwischenstellen miteinander verbunden, so dass sie nach dem Ausschneiden eine definierte Außengeometrie und verschiedene Kammern mit einer definierten Geometrie aufweisen. Ferner sind an den Gassäcken außerdem Einlass- bzw. Anschlussstutzen vorgesehen, über den ein Gasgenerator an den Gassack angeschlossen und der von dem Gasgenerator erzeugte Gasstrom in den Gassack eingeleitet wer- den kann. Die Verbindung der beiden Gewebelagen kann durch ei- nen einstückigen Webprozess (OPW-One Piece Woven) , durch ein Verschmelzen oder Verkleben oder durch ein Vernähen der beiden Gewebebahnen erfolgen.

Die Gassäcke werden in einer endlosen, zweilagigen Gewebebahn gewebt, welche gleichzeitig oder anschließend miteinander ver- bunden werden. Die fertigen Gassäcke werden dann mittels einer Laserschneideinrichtung aus der Gewebebahn herausgeschnitten, wobei die verbleibenden Abschnitte der Gewebebahnen zwischen den Gassäcken als Verschnitt abfallen. Zum Herausschneiden der Gassäcke wird die Gewebebahn mittels einer geeigneten Trans- porteinrichtung durch die Vorrichtung hindurch, und insbeson- dere durch die feststehende Laserschneideinrichtung hindurch gezogen. In der Laserschneideinrichtung sind ein oder mehrere bewegliche Laser vorgesehen, welche jeweils mit ihrem Laser- strahl auf die Gewebebahn gerichtet sind und mittels einer An- triebseinrichtung zu Relativbewegungen gegenüber der vorbeibe- wegten Gewebebahn antreibbar sind. Aufgrund der Bewegungen der Laser gegenüber der vorbei bewegten Gewebebahn werden die Gas- säcke dann berührungslos ausgeschnitten. Sofern die Gewebebahn dabei kontinuierlich bewegt wird, ergibt sich die Geometrie des ausgeschnittenen Gassackes aus einer Überlagerung der Be- wegung der Gewebebahn und des Lasers. Alternativ ist es jedoch auch möglich, die Gewebebahn schrittweise zu bewegen, so dass immer ein Gassack unter einem der Laser zu liegen kommt. In diesem Fall wird der Laser entlang der auszuschneidenden Au- ßenkontur des Gassackes über die stillstehende Gewebebahn be- wegt. Ferner ist es auch möglich, den Laser während der Bewe- gung der Gewebebahn sowohl in als auch entgegen der Bewegungs- richtung und gleichzeitig senkrecht zu der Bewegungsrichtung, parallel zu der Ebene der Gewebebahn zu bewegen.

Ferner ist eine optische Erkennungseinrichtung vorgesehen, welche in Bewegungsrichtung der Gewebebahn stromaufwärts zu der Lasereinrichtung angeordnet ist. Außerdem sind in der Ge- webebahn optische Markierungen, wie z.B. sich farblich von dem Gewebe der Gewebebahnen unterscheidende Fäden oder auch aufge- druckte Marker, vorgesehen, welche die Position des jeweils auszuschneidenden Gassackes in der Gewebebahn kennzeichnen. Die Erkennungseinrichtung ist so ausgebildet und ausgerichtet, dass die Markierungen durch die optische Erkennungseinrichtung berührungslos erkannt werden, woraufhin ein entsprechendes An- steuersignal zur Aktivierung der jeweiligen Antriebseinrich- tung eines Lasers generiert wird. Die Antriebseinrichtung treibt den Laser daraufhin entsprechend eines vorgegebenen Be- wegungsablaufes zu einer definierten Bewegung gegenüber der vorbei bewegten Gewebebahn an, wodurch der Gassack entspre- chend einer vorbestimmten Kontur aus der Gewebebahn herausge- schnitten wird.

Eine solche Vorrichtung ist zum Beispiel aus der EP 1 321 839 Bl bekannt. In dieser Vorrichtung werden mit der Laserschneid- einrichtung aus einer überbreiten Gewebebahn mehrere identi- sche, parallel zueinander angeordnete Gassäcke gleichzeitig herausgeschnitten, wodurch eine sehr hohe Fertigungskapazität erzielt werden kann.

Nachteilig bei einer solchen Lösung ist es, dass sofern kurz- fristig andere Gassäcke mit einer anderen Geometrie herge- stellt werden sollen, dies nur dadurch möglich ist, indem eine andere Gewebebahn mit darin angeordneten Gassäcken einer ande- ren Geometrie eingelegt wird, und die Laserschneideinrichtung zum Schneiden der jeweils anderen Gassäcke entsprechend umge- rüstet bzw. umprogrammiert wird.

Insbesondere vor dem Hintergrund der heutzutage vom Fahrzeug- hersteller geforderten flexiblen Fertigung, welche möglichst eng an die beim Fahrzeughersteller in das System eingehenden zu fertigenden Fahrzeuge gekoppelt werden soll, ist eine sol- che Lösung nicht zufriedenstellend. Erstens erfordert die Um- rüstung vergleichsweise viel Zeit und es lohnt sich immer nur eine Herstellung einer großen Anzahl von Gassäcken gleichen Typs und gleicher Form. Sofern in die Herstellung einer großen Anzahl von Gassäcken einer Form nur eine geringe Stückzahl von Gassäcken mit einer anderen Form eingeschoben werden soll, ist eine solche Fertigung ungünstig. Im Idealfall soll die Her- stellung der Gassäcke unmittelbar an die Bestellung der Fahr- zeuge gekoppelt werden, wodurch eine zeitnahe Herstellung der Gassäcke in Bezug zu der Herstellung der Fahrzeuge mit einer möglichst geringen Überproduktion ermöglicht werden soll.

Vor diesem Hintergrund liegt der Erfindung die Aufgabe zugrun- de, ein Verfahren und eine Vorrichtung zu liefern, welche die Fertigung von Gassäcken mit unterschiedlichen Formen mit einem reduzierten Aufwand ermöglichen.

Zur Lösung der Aufgabe wird ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und eine Vorrichtung mit den Merkmalen des An- spruchs 9 vorgeschlagen.

Weitere bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind den ünteransprüchen, den Figuren und der zugehörigen Beschreibung zu entnehmen.

Gemäß dem Grundgedanken der Erfindung wird zur Lösung der Auf- gabe ein Verfahren vorgeschlagen, bei dem in der Gewebebahn verschiedene Gassäcke mit einer unterschiedlichen Form vorge- sehen sind, und die Laserschneideinrichtung durch eine Steuer- einrichtung zu einem hinsichtlich der Form des auszuschneiden- den Gassackes gassackindividualisierten Schneidvorgang ange- steuert wird.

Durch die vorgeschlagene Lösung können Gassäcke mit verschie- denen Formen mit verringertem Aufwand hergestellt werden, in- dem sie zunächst in einer Gewebebahn gewebt werden und an- schließend mittels der Laserschneideinrichtung durch den hin- sichtlich der Form des Gassackes gassackindividualisierten Schneidvorgang aus der Gewebebahn herausgeschnitten werden. Dabei ist der Arbeitsschritt des gassackindividualisierten Herausschneidens des Gassackes für die Erfindung von besonde- rer Bedeutung, da dadurch die bereits in der Gewebebahn vor- handenen unterschiedlichen Gassäcke durch einen speziell auf die neuartige Anordnung und Form der Gassäcke ausgerichteten Schneidvorgang aus der Gewebebahn ausgeschnitten werden.

Im Idealfall können die Gassäcke in der Form und der Anzahl in der Gewebebahn individuell im Sinne einer optimalen Flä- chenausnutzung und nach den Bestelleingängen in der Gewebebahn angeordnet bzw. gewebt werden, so dass Gassäcke für Fahrzeug- typen mit einer geringeren Stückzahl in einer Gewebebahn zu- sammen mit Gassäcken eines Fahrzeugtyps mit einer großen

Stückzahl gefertigt werden können. Anschließend wird die Gewe- bebahn mit den unterschiedlichen Gassäcken dann in die Vor- richtung mit der Laserschneideinrichtung eingeführt und die Gassäcke werden dann entsprechend gassackindividualisiert her- ausgeschnitten. Damit ist der bisher erforderliche Wechsel der Gewebebahnen zur Herstellung von Gassäcken mit einer anderen Form nicht mehr erforderlich, wodurch die Herstellzeit signi- fikant verringert werden kann. Ferner können auch verschiedene Gassäcke so angeordnet werden, dass die Flächenausnutzung grö- ßer und der Verschnitt der Gewebebahnen geringer ist.

Dabei können sowohl eine verschiedene Anzahl und als auch ver- schiedene Typen von Gassäcken' über die Breite der Gewebebahn und auch verschiedene Gassäcke in Längsrichtung in der Gewebe- bahn angeordnet und aus dieser herausgeschnitten werden.

Dabei kann gemäß einer bevorzugten Weiterentwicklung eine Speichereinheit mit einer Mehrzahl von den verschiedenen Gas- säcken zugeordneten Datensätzen vorgesehen sein, wobei die La- serschneideinrichtung durch den Aufruf eines Datensatzes durch die Steuereinrichtung zum Ausschneiden eines Gassackes ange- steuert wird. Die Datensätze umfassen entsprechende gassackbe- zogene Daten zur Ansteuerung der Antriebseinrichtung des La- sers, damit dieser in Bezug zu der vorbeibewegten Gewebebahn so bewegt wird, dass der jeweilige Gassack entsprechend seiner gewebten, individuellen Form aus der Gewebebahn ausgeschnitten wird.

Dabei können die Datensätze Teil eines Herstellungsprotokolls der Gewebebahn in einem vorangegangenen Herstellungsprozess sein. Das Protokoll wird während der Herstellung der Gewebe- bahn erstellt oder umfasst eine Information, welche Gassäcke in welcher Anordnung und Reihenfolge in der Gewebebahn enthal- ten sind. Dabei können die Datensätze zusätzlich Informationen enthalten, wie die Gassäcke gewebt sind, entlang welcher Au- ßenkontur die Gassäcke aus der Gewebebahn zu schneiden sind, und wie die Gassäcke in der Gewebebahn angeordnet und ausge- richtet sind.

Weiter wird vorgeschlagen, dass eine in Bezug zu der Bewe- gungsrichtung der Gewebebahn stromaufwärts zu der Laserschnei- deinrichtung angeordnete Erkennungseinrichtung vorgesehen ist, und die Laserschneideinrichtung in Abhängigkeit von dem Signal der Erkennungseinrichtung angesteuert wird. Durch die Erken- nungseinrichtung können der Typ und die Außenform des Gassa- ckes einschließlich seiner Anordnung und Ausrichtung aktiv und unmittelbar in der Gewebebahn detektiert werden, bevor die Ge- webebahn in die Laserschneideinrichtung eintritt. Dabei können die Form, die Ausrichtung und die Anordnung des Gassackes in der Gewebebahn anhand einer sich über die Fläche der Gewebe- bahn verändernden Webstruktur oder markanten farblichen Verän- derungen durch die Erkennungseinrichtung detektiert werden.

In diesem Fall können die Datensätze auch durch eine Former- kennung des Gassackes durch die Erkennungseinrichtung erzeugt werden und/oder in Abhängigkeit von einem Signal der Erken- nungseinrichtung aus der Speichereinheit aufgerufen werden. Die Erkennungseinrichtung fährt die Oberfläche der Gewebebahn ab und erzeugt aus den detektierten Veränderungen der Web- struktur oder der Oberfläche die Datensätze zur Ansteuerung der nachfolgenden Laserschneideinrichtung. Alternativ kann die Erkennungseinrichtung den Typ des Gassackes einschließlich der Lage in der Gewebebahn auch nur anhand von markanten Stellen detektieren, woraufhin dann der zugeordnete Datensatz aus der Speichereinheit aufgerufen und die Laserschneideinrichtung entsprechend angesteuert wird. Sofern die Datensätze erst durch die Erkennungseinrichtung erzeugt werden, kann dadurch eine von einer Soll-Lage abweichende Schieflage der Gewebebahn in der Vorrichtung kompensiert werden, da die Lage des heraus zuschneidenden Gassackes direkt vor dem Eintreten in die La- serschneideinrichtung detektiert wird und der Datensatz auf der Basis der detektierten Ist-Lage erzeugt wird. In diesem Fall wird der Datensatz entsprechend des schiefliegenden

Gassackes erzeugt und der Gassack entsprechend schief aus der Gewebebahn ausgeschnitten, so dass der ausgeschnittene Gassack wieder dem Sollmaß mit der vorgegebenen Außenkontur ent- spricht. Alternativ oder zusätzlich können dadurch auch Web- fehler in den Gassäcken frühzeitig erkannt werden, so dass die fehlerhaften Gassäcke nicht ausgeschnitten oder frühzeitig aus dem Produktionsprozess ausgeschleust werden.

Weiter wird vorgeschlagen, dass die Datensätze einen Befesti- gungsabschnitt des jeweiligen Gassackes betreffen, und die von der Laserschneideinrichtung ausgeschnittene Außenkontur des Gassackes durch eine Kombination des durch den Datensatz vor- gegebenen Befestigungsabschnitts und eines durch die Erkennung der Erkennungseinrichtung ermittelten Abschnitts des äußeren Randes des Gassackes in der Gewebebahn gebildet ist. Der Be- festigungsabschnitt wird durch die verschiedenen Befestigungs- punkte des Gassackes und die daran angeordneten Befestigungs- laschen gebildet und ist insofern von besonderer Bedeutung, da die Ausrichtung der Befestigungspunkte und die relative Lage der Befestigungspunkte zueinander unbedingt den vorgegebenen Maßen entsprechen müssen, damit der Gassack an den im Fahrzeug vorgesehenen Befestigungspunkten befestigt werden kann. Die Außenkontur des Gassackes ist dagegen für die Befestigung von untergeordneter Bedeutung und nur für die Rückhaltecharakte- ristik im aufgeblasenen Zustand wichtig. Die Außenkontur wird hier nach der von der Erkennungseinrichtung ermittelten Außen- kontur individuell ausgeschnitten. Damit wird ein Hybrid- schneiden aus einer Mischung eines Schneidvorganges entspre- chend vorgegebener Daten für den Befestigungsabschnitt und entsprechend ermittelter Ist-Daten für die verbleibende Außen- kontur des Gassackes verwirklicht. Damit entspricht der Befes- tigungsabschnitt in jedem Fall der vorgegebenen Sollgeometrie, während die verbleibende Außenkontur im Anschluss an den Be- festigungsabschnitt in Abhängigkeit von den von der Erken- nungseinrichtung ermittelten Daten individuell aus der Gewebe- bahn herausgeschnitten wird.

Ferner können auf der Gewebebahn den Gassäcken zugeordnete und in Bezug auf die Form der Gassäcke individualisierte Markie- rungen vorgesehen sein, welche durch die Erkennungseinrichtung detektiert werden, wobei die Laserschneideinrichtung in Abhän- gigkeit von dem Erkennen einer Markierung zum Ausschneiden ei- nes der Markierung zugeordneten Gassackes angesteuert wird. Die Markierung kann z.B. Informationen über den Typ und die Form des Gassackes enthalten, welche z.B. durch einen entspre- chenden Code eine Zuordnung eines entsprechenden Datensatzes zum Ausschneiden des Gassackes ermöglicht. Ferner kann die Markierung z.B. durch ihre Position selbst eine Information über die Lage und die Ausrichtung des Gassackes in der Gewebe- bahn enthalten, indem sie grundsätzlich in einer definierten Lage und Ausrichtung zu dem Gassack angeordnet ist. Sofern der Gassack nach dem oben beschriebenen Hybridschneiden aus der Gewebebahn herausgeschnitten wird, kann die Markierung z.B. auch dem Befestigungsabschnitt in einer definierten Ausrich- tung und Position zugeordnet sein. Die Markierung ist maschi- nenlesbar und kann durch einen Barcode oder auch QR-Code ge- bildet sein und damit eine Vielzahl von maschinenlesbaren In- formationen enthalten. So können z.B. Informationen über den Typ des Gassackes, den Produktionstag, die Produktionsstätte, Informationen über den Gassack selbst, wie z.B. Gewebetyp, Be- schichtung oder der Typ des darin angeordneten Gasgenerators, in der Markierung enthalten sein.

Ferner kann die Erkennungseinrichtung bevorzugt eine digitale Bildverarbeitungseinrichtung umfassen, welche die optischen Bilder in digital verarbeitbare Daten umwandelt, die mittels einer geeigneten Auswerteeinheit und Recheneinheit weiter ver- arbeitet werden können.

Die Erfindung wird im Folgenden anhand bevorzugter Ausfüh- rungsformen unter Bezugnahme auf die beigefügten Figuren er- läutert. Dabei zeigt

Fig. 1 eine Vorrichtung zum Ausschneiden von Gassäcken aus einer Gewebebahn; und

Fig. 2 eine Gewebebahn mit verschiedenen Gassäcken in einer ersten Ausführungsform; und

Fig. 3 eine Gewebebahn mit verschiedenen Gassäcken in einer zweiten Ausführungsform; und Fig. 4 einen Gassack mit verschiedenen Schnittlinien.

In der Figur 1 ist eine erfindungsgemäße Vorrichtung zu erken- nen, in der eine Gewebebahn 1 mittels einer Transportvorrich- tung 100 in Bewegungsrichtung B transportiert wird. Die Trans- portvorrichtung 100 ist hier durch eine angetriebene Rolle ge- bildet, welche die Gewebebahn 1 nach dem Schneiden aufwickelt und durch die Vorrichtung hindurch von einer Vorratsrolle ab- zieht. Die Gewebebahn 1 liegt auf einem Tisch 4 auf und ist in den Figuren 2 und 3 in verschiedenen Ausführungsformen in Blickrichtung von oben zu erkennen.

Die Gewebebahn 1 wird in der Vorrichtung während der Bewegung in Bewegungsrichtung B zuerst durch eine Erkennungseinrichtung 3 und anschließend durch eine Laserschneideinrichtung 2 gezo- gen. Die Erkennungseinrichtung 3 umfasst eine digitale Bild- verarbeitungseinrichtung 8 mit mindestens einer oder mehreren Digitalkameras, welche auf die Gewebebahn 1 gerichtet sind. In der Laserschneideinrichtung 2 ist wenigstens ein Laser 16 mit einer Antriebseinrichtung 17 vorgesehen, welcher bei einer Ak- tivierung einen auf die Gewebebahn gerichteten Laserstrahl 18 aussendet. Der Laserstrahl 18 ist in seiner Energiedichte un- ter Berücksichtigung der Transportgeschwindigkeit der Gewebe- bahn 1 derart bemessen, dass er das Gewebe der Gewebebahn 1 durchschneidet. Die Antriebseinrichtung 17 umfasst neben der eigentlichen Antriebseinheit zusätzlich eine Führung des La- sers 16 quer zu der Bewegungsrichtung B der Gewebebahn 1. Die Antriebseinrichtung 17 treibt den Laser 16 zu einer Bewegung quer zu der Bewegungsrichtung B der Gewebebahn 1 an. Sofern dies für den Schneidvorgang günstig ist, kann der Laser 16 aber auch zusätzlich zu einer Bewegung in und entgegen der Be- wegungsrichtung der Gewebebahn 1 angetrieben werden, was ins- besondere dann sinnvoll ist, wenn die Gewebebahn 1 nicht kon- tinuierlich durch die Vorrichtung transportiert wird, sondern stattdessen während des Schneidvorganges stillsteht. Der La- serstrahl 18 wird durch die gesteuerte Bewegung des Lasers 16 in einer senkrechten Ausrichtung über die stillstehende Gewe- bebahn 1 oder quer zu der unter dem Laser 16 durchgezogenen Gewebebahn 1 bewegt. Als Antriebseinrichtungen 17 können dabei bevorzugt steuerbare Linearantriebe mit entsprechenden Füh- rungseinrichtungen verwendet werden.

Ferner sind eine Steuereinrichtung 5 mit einem Bedienfeld 7 und eine Speichereinheit 6 vorgesehen. Die von der Erkennungs- einrichtung 3 erzeugten Signale werden der Steuereinrichtung 5 zugeführt, welche diese verarbeitet und ihrerseits Steuersig- nale an die Lasereinrichtung 2 übermittelt.

Die Gewebebahn 1 in dem Ausführungsbeispiel der Figur 2 weist eine Vielzahl von Gassäcken 9 mit zugeordneten Markierungen 13 und 14 auf. Die Gassäcke 9 weisen entweder eine erste Form I oder eine zweite Form II auf und sind so in der Gewebebahn 1 angeordnet, dass quer zu der Längsrichtung der Gewebebahn 1 immer identische Gassäcke 9 angeordnet sind. Ferner sind die Gassäcke 9 der unterschiedlichen Formen I und II in Längsrich- , tung der Gewebebahn 1 immer abwechselnd angeordnet. Die Mar- kierungen 13 und 14 sind jeweils in Bezug auf die erste Form I oder die zweite Form II des zugeordneten Gassackes 9 gassack- individualisiert ausgebildet, wobei die Zuordnung der Markie- rung 13 oder 14 zu dem jeweiligen Gassack 9 durch die defi- nierte Position der Markierung 13 oder 14 zu dem Gassack 9 festgelegt ist. In dem vorliegenden Ausführungsbeispiel ist die Markierung 13 oder 14 immer in Bewegungsrichtung B der Ge- webebahn 1 stromabwärts an der rechten Stirnseite des zugehö- rigen Gassackes 9 angeordnet. Die Markierungen 13 und 14 sind hier durch einen Barcode gebildet, welcher eine Vielzahl von Informationen zu dem zugeordneten Gassack 9 enthält. Insbeson- dere kann der Barcode Informationen über den Typ und die Au- ßenform des zugeordneten Gassackes 9 enthalten.

In der Figur 3 ist eine alternative Ausführungsform einer Ge- webebahn 1 mit verschiedenen Gassäcken 9 in verschiedenen For- men I bis V zu erkennen. Den einzelnen Gassäcken 9 ist jeweils eine gassackindividualisierte Markierung 13 zugeordnet. In diesem Ausführungsbeispiel sind drei verschiedene Gassäcke 9 mit den Formen I bis III quer zu der Längsrichtung der Gewebe- bahn 1 angeordnet. In einer weiteren stromabwärts angeordneten Reihe sind vier Gassäcke 9 zwei verschiedener Formen IV und V vorgesehen, welche in Querrichtung abwechselnd angeordnet und insbesondere so ausgerichtet sind, dass sie mit ihren Außen- formen ineinandergreifen, so dass die Fläche der Gewebebahn 1 optimiert zur Ausnutzung der Gassäcke 9 ausgenutzt wird. Fer- ner können dadurch Außenlinien der aneinander angrenzenden Gassäcke 9 aufeinander gelegt werden, so dass die Länge der mit dem Laser 16 zu schneidenden Schnittlinien verkürzt werden kann. Die Schnittlinien können dadurch aufeinander gelegt wer- den, wobei dazu auch ein gewisser, nicht aufblasbarer Über- stand an einem der Gassäcke 9 in Kauf genommen werden kann, wenn die beiden, die aufblasbaren Geometrien definierenden Verbindungslinien der beiden Gewebelagen der verschiedenen Gassäcke nicht aufeinander liegen.

Die Anordnung und die Formen der verschiedenen Gassäcke 9 in der Gewebebahn 1 werden durch den vorgelagerten Webprozess be- stimmt, wobei die Auswahl der verschiedenen zu webenden Typen der Gassäcke 9 und deren Anordnung in der Gewebebahn 1 ent- sprechend einer Vorgabe eines optimierten Produktionsprozesses vorgenommen wurde. Dabei können insbesondere Gassäcke 9 mit kleineren Stückzahlen in einer Gewebebahn 1 mit anderen Gassä- cken 9 für Fahrzeuge mit größeren Stückzahlen angeordnet und in der Vorrichtung ausgeschnitten und hergestellt werden, ohne dass die Gewebebahn 1 zur Herstellung der verschiedenen Gassä- cke 9 ausgetauscht werden müßte. Ferner können bisher unge- nutzte Flächen der Gewebebahn 1 zur Anordnung und Herstellung von kleineren Gassäcken 9 genutzt werden und dadurch die Pro- duktionskapazität weiter erhöht und der Verschnitt verringert werden.

Das gassackindividualisierte Ausschneiden der Gassäcke 9 er- folgt in einem ersten Schritt dadurch, dass die Gewebebahn 1 mit den darin angeordneten Gassäcken 9 durch die Erkennungs- einrichtung 3 bewegt wird. Dabei wird die Oberfläche der Gewe- bebahn 1 von der Digitalkamera der Bildverarbeitungseinrich- tung 8 abgescannt, welche die gescannten Bilder dann in digi- tale Daten umwandelt, die über eine Signalleitung der Steuer- einrichtung 5 zugeleitet werden.

Die Erkennungseinrichtung 3 kann dabei sowohl die Außenkontu- ren als auch Verbindungslinien innerhalb eines Gassackes 9 de- tektieren und daraus einen entsprechenden Datensatz erzeugen, welcher der Steuereinrichtung 5 zugeleitet wird. Alternativ kann die Erkennungseinrichtung 3 auch nur die den Gassäcken 9 zugeordneten Markierungen 13, 14 scannen und daraus ein ent- sprechendes Signal generieren und der Steuereinrichtung 5 zu- leiten.

Aufgrund der gassackindividualisierten Daten wird dann in der Steuereinrichtung 5 ein Signal an die Speichereinheit 6 über- mittelt und ein dort gespeicherter, gassackbezogener Datensatz ausgewählt und der Steuereinrichtung 5 wieder zugeleitet, wel- che daraufhin ein entsprechendes Ansteuersignal an die Laser- schneideinrichtung 2 übermittelt. Alternativ kann auch die von der Erkennungseinrichtung 3 detektierte Außenkontur des Gassa- ckes 9 in der Steuereinrichtung 5 selbst weiterverarbeitet werden und zur Ansteuerung der Laserschneideinrichtung 2 ohne den Aufruf eines gesonderten Datensatzes verwendet werden. Die Erkennungseinrichtung 3 und die Laserschneideinrichtung 2 bil- den damit mit der zwischengeschalteten Steuereinrichtung 5 und der Speichereinheit 6 eine Vorrichtung, welche ein gassackin- dividualisiertes Ausschneiden der Gassäcke 9 aus der Gewebe- bahn 1 ermöglicht, wodurch wiederum die Gassäcke 9 optimiert in der Gewebebahn 1 angeordnet werden können.

Alternativ kann die Erkennungseinrichtung 3 auch entfallen, indem der Steuereinrichtung 5 ein der Gewebebahn 1 mit den da- rin angeordneten Gassäcken 9 zugeordneter Datensatz zugeführt wird, welcher z.B. während der Herstellung der Gewebebahn 1 erzeugt wird und die nötigen Informationen zu einem gassackin- dividualisierten Ausschneiden der Gassäcke 9 enthält. In jedem Fall bietet die vorgeschlagene Lösung die Möglichkeit einer Herstellung von verschiedenen Gassäcken 9 mit einem erheblich reduzierten Aufwand, da der bisher erforderliche Wechsel der Gewebebahnen 1 entfällt. Für den Fall, dass der Bediener den- noch Daten eingeben muss oder der Herstellungsprozess ange- passt werden muss, kann der Bediener zusätzlich über das Bedi- enfeld 7 der Steuereinrichtung 5 manuell Daten eingeben. Fer- ner kann die Steuereinrichtung 5 auch mit einer nicht darge- stellten Steuereinrichtung eines Webstockes vernetzt sein, so dass die erforderlichen Daten über die Typen, die Lage und die Anordnung der in der Gewebebahn 1 enthaltenen Gassäcke 9 di- rekt übermittelt werden können.

In der Figur 4 ist ein Gassack 9 zu erkennen, welcher mittels eines erfindungsgemäßen Hybridschneidens aus der Gewebebahn 1 herausgeschnitten wurde. Die Außenkontur des Gassackes 9 setzt sich aus einem Befestigungsabschnitt 20 und einem äußeren Rand zusammen. Der Befestigungsabschnitt 20 umfasst mehrere Befes- tigungslaschen 19 mit darin angeordneten Befestigungsöffnungen 15, welche zur Befestigung des Gassackes 9 an einem Fahrzeug in einer definierten Ausrichtung und Anordnung zueinander po- sitioniert sein müssen, damit der Gassack 9 in dem Fahrzeug befestigt werden kann. Ferner ist an dem Befestigungsabschnitt 20 an einer definierten Position eine Markierung 12 vorgese- hen. Die für den Befestigungsabschnitt 20 von dem Laser 16 zu schneidende Schnittlinie ist durch eine gestrichelte Linie 11 dargestellt. Der weitere äußere Rand ist in seiner Formgebung für die Befestigung von untergeordneter Bedeutung. Der äußere Rand wird aus diesem Grunde durch die Erkennungseinrichtung 3 unter Ausnutzung von im Gewebe vorhandenen Änderungen des Web- musters, der Radien oder anderen Änderungen in der Oberfläche detektiert und als Datensatz gespeichert. Die Schnittlinie des äußeren Randes ist als gepunktete Linie 10 dargestellt.

Da der Befestigungsabschnitt 20 mit den Laschen 19 und den Be- festigungsöffnungen 15 eine definierte Geometrie aufweisen muss, der äußere Rand hingegen so ausgeschnitten werden soll- te, wie der Gassack 9 in der Gewebebahn 1 liegt, wird der Gassack 9 im Bereich des Befestigungsabschnittes 20 durch ei- nen in der Speichereinheit 6 gespeicherten Datensatz geschnit- ten, welcher durch das Erkennen der Markierung 12 an dem Be- festigungsabschnitt 20 ausgewählt wird. Die Steuereinrichtung 5 steuert die Lasereinrichtung 2 zum Schneiden des Befesti- gungsabschnittes 20 damit nach einem vorbestimmten Datensatz, so dass die Außenkontur des Gassackes 9 in dem Bereich des Be- festigungsabschnittes 20 in jedem Fall der vorgegebenen Außen- kontur des Befestigungsabschnitts 20 entspricht. Dabei können die Ausrichtung und der Beginn des Befestigungsabschnittes 20 in der Gewebebahn 1 zusätzlich durch die Ausrichtung und die Position der Markierung 12 in der Gewebebahn definiert sein.

Der weitere äußere Rand des Gassackes 9 wird demgegenüber in Abhängigkeit von dem von der Erkennungseinrichtung 3 detek- tierten Rand gassackindividualisiert geschnitten. Zur Ausrich- tung des Randes zu dem Befestigungsabschnitt 20 können in der Steuereinrichtung 5 weitere Rechenoperationen vorgenommen wer- den, wie z.B. eine Mittelung, durch welche die zu schneidende Linie 10 des äußeren Randes zu dem Befestigungsabschnitt 20 ausgerichtet wird.