Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
METHOD OF PRODUCING HEARING AIDS AND A HEARING AID
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2000/074915
Kind Code:
A2
Abstract:
The aim of the invention is to increase hearing aid packing density. To this end, at least two elements that are to be assembled on the hearing aid and that are produced from different materials are produced by two- or multicomponent injection molding. For example, in the case of a two- or multipart shell of a hearing aid, the sealing (7a) is coinjected on a part (1) in the marginal area (3) together with the material of said shell part.

Inventors:
Niccolai, Richard (Zimikerstrasse 1, Uster, CH-8610, CH)
Application Number:
PCT/CH2000/000480
Publication Date:
December 14, 2000
Filing Date:
September 07, 2000
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
PHONAK AG (Laubisrütistrasse 28, Stäfa, CH-8712, CH)
Niccolai, Richard (Zimikerstrasse 1, Uster, CH-8610, CH)
International Classes:
B29C45/16; H04R25/00; H04R31/00; B29L31/00; (IPC1-7): B29C/
Domestic Patent References:
WO1999056501A11999-11-04
Foreign References:
US5321757A1994-06-14
EP0629101A11994-12-14
Attorney, Agent or Firm:
TROESCH SCHEIDEGGER WERNER AG (Schwäntenmos 14, Zumikon, CH-8126, CH)
Download PDF:
Claims:
Patentansprüche
1. Verfahren zur Herstellung von Horgeräten, bei dem Teile aus unterschiedlichen Materialien assembliert werden, dadurch ge kennzeichnet, dass man mindestens zwei der Teile durch Zwei oder MehrkomponentenSpritzgiesstechnik vereint erstellt und vereint mit weiteren Teilen assembliert.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als eines der Teile mindestens eine Partie des Gehauses durch Zwei oder MehrkomponentenSpritzgiesstechnik erstellt wird.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekenn zeichnet, dass als einer der Teile eine Dichtung in Zweioder MehrkomponentenSpritzgiesstechnik erstellt wird, vorzugsweise mindestens eine Partie des Gehäuses und eine Dichtung.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekenn zeichnet, dass als einer der Teile ein akustischer Leiter, aus gangsseitig eines elektromechanischen Wandlers des Horgerätes, durch Zweioder MehrkomponentenSpritzgiesstechnik erstellt wird.
5. Verfahren nach einem der Anspruche 1 bis 4, dadurch gekenn zeichnet, dass als einer der Teile ein akustischer Leiter ein gangsseitig eines akustischelektrischen Wandlers, in Zwei oder MehrkomponentenSpritzgiesstechnik erstellt wird.
6. Verfahren nach einem der Anspruche 1 bis 5, dadurch gekenn zeichnet, dass eine Aufnahme für Teile des Horgerates im Gehäu se, vorzugsweise gemeinsam mit mindestens einer Partie des Ge hauses, in Zweioder MehrkomponentenSpritzgiesstechnik er stellt wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekenn zeichnet, dass eine Berandungspartie einer Durchführungsöffnung im Gehäuse, vorzugsweise gemeinsam mit mindestens einer Partie des Gehäuses, in Zweioder MehrkomponentenSpritzgiesstechnik erstellt wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekenn zeichnet, dass auf der Aussenseite einer Gehausepartie mindes tens ein vorgegebener Flächenbereich gemeinsam mit der Gehäuse partie in Zweioder MehrkomponentenSpritzgiesstechnik er stellt wird, vorzugsweise als Designelement und/oder tastbarer Flächenbereich als Bedienungshilfe am Horgerat.
9. Horgerat aus mehreren Teilen assembliert, dadurch gekenn zeichnet, dass mindestens zwei der Teile aus unterschiedlichs ten Materialien durch Zweioder MehrkomponentenSpritzgiess technik gemeinsam gefertigt sind.
10. Hörgerat nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass ei ner der Teile eine Partie des Horgerategehauses ist.
11. Hörgerät nach einem der Ansprüche 9 oder 10, dadurch ge kennzeichnet, dass einer der Teile eine Dichtung ist, und be vorzugterweise der zweite Teil mindestens eine Partie des Ge häuses.
12. Hörgerat nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekenn zeichnet, dass der eine Teil ein akustischer Leiter ausgangs seitig eines elektrischmechanischen Wandlers des Horgerates ist.
13. Hörgerät nach einem der Anspruche 9 bis 12, dadurch gekenn zeichnet, dass einer der Teile ein akustischer Leiter eingangs seitig eines akustischelektrischen Wandlers des Horgerates ist.
14. Horgerat nach einem der Ansprüche 9 bis 13, dadurch gekenn zeichnet, dass im Gehäuse mindestens eine Aufnahmeform für ei nen weiteren Teil des Horgerates vorgesehen ist, vorzugsweise für einen elektrischmechanischen Wandler des Horgerates und, des Gehäuses, in Zweioder MehrkomponentenSpritzgiesstechnik erstellt wird.
15. 8 Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekenn zeichnet, dass auf der Aussenseite einer Gehausepartie mindes tens ein vorgegebener Flächenbereich gemeinsam mit der Gehäuse partie in Zweioder MehrkomponentenSpritzgiesstechnik er stellt wird, vorzugsweise als Designelement und/oder tastbarer Flächenbereich als Bedienungshilfe am Horgerat.
16. 9 Horgerat aus mehreren Teilen assembliert, dadurch gekenn zeichnet, dass mindestens zwei der Teile aus unterschiedlichs ten Materialien durch Zweioder MehrkomponentenSpritzgiess technik gemeinsam gefertigt sind.
17. 10 Hörgerät nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass ei ner der Teile eine Partie des Horgerategehauses ist.
18. 11 Horgerät nach einem der Ansprüche 9 oder 10, dadurch ge kennzeichnet, dass einer der Teile eine Dichtung ist, und be vorzugterweise der zweite Teil mindestens eine Partie des Ge häuses.
19. 12 Hörgerat nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekenn zeichnet, dass der eine Teil ein akustischer Leiter ausgangs seitig eines elektrischmechanischen Wandlers des Hörgerates ist.
20. 13 Hörgerät nach einem der Anspruche 9 bis 12, dadurch gekenn zeichnet, dass einer der Teile ein akustischer Leiter eingangs seitig eines akustischelektrischen Wandlers des Horgerates ist.
21. 14 Horgerat nach einem der Ansprüche 9 bis 13, dadurch gekenn zeichnet, dass im Gehäuse mindestens eine Aufnahmeform für ei nen weiteren Teil des Horgerates vorgesehen ist, vorzugsweise für einen elektrischmechanischen Wandler des Horgerates und, dass die Aufnahmeform mit mindestens einem weiteren Teil, vor zugsweise einer Partie des Gehauses, in Zweioder Mehrkompo nentenSpritzgiesstechnik gemeinsam erstellt ist.
22. Horgerat nach einem der Ansprüche 9 bis 14, dadurch gekenn zeichnet, dass das Gehäuse eine Durchführungsöffnung für ein Bedienungsorgan, vorzugsweise ein Schaltorgan, aufweist, und die Offnungsberandung einer der Teile ist, vorzugsweise mit dem Gehause und/oder dem Bedienungsorgan als zweiter der Teile.
23. Horgerat nach einem der Ansprüche 9 bis 15, dadurch gekenn zeichnet, dass an der Gehauseaussenseite Flachenbereiche aus anderem Material als angrenzende Gehausebereiche gefertigt sind, und gemeinsam mit letzteren in Zweioder Mehrkomponen tenSpritzgiesstechnik erstellt sind.
Description:
Verfahren zur Herstellung von Hörgeräten und Hörgerät Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren nach dem Ober- begriff von Anspruch 1 sowie ein Hörgerät nach demjenigen von Anspruch 9.

Zwei-oder Mehrkomponenten-Spritzgiessverfahren sind aus der Kunststoff-Verarbeitungstechnik bekannt. Es kann beispielsweise verwiesen werden auf Ch. Jaroschek"Das Mehrkomponenten- Spritzgiessverfahren"Swiss Plastics 19 (1997) Nr. 12 oder auf U. Stenglin"Hart/Weich-Verbindungen und anwendungsbezogene Mo- difizierbarkeit von TPE-S (SEBS/SEPS)", Swiss Plastics 20 (1998) Nr. 3. Darin sind die Vorteile von Zwei-oder Mehrkompo- nenten-Spritzgiessverfahren erlautert, nämlich bezüglich Werk- zeugkosten, Personalkosten, Maschinenkosten und Materialkosten.

Die erwahnten Verfahren werden grundsatzlich in Sandwich- Spritzgiessverfahren und in Overmoulding-Verfahren kategori- siert. Im vorliegenden Fall interessiert, wenn auch nicht aus- schliesslich so doch primar, das erwähnte Overmoulding- Verfahren. Dabei wird ein Teil aus einer ersten Materialkompo- nente gefertigt und mindestens abschnittsweise mit einer zwei- ten, unterschiedlichen Materialkomponente überspritzt, womit an den ersten Teil der Zweite aus unterschiedlichem Material, auf- gebaut wird. Es lassen sich alle spritzfähigen Thermoplast- Werkstoffe, insbesondere auch für das Overmoulding-Verfahren, einsetzen, aber auch ganz gezielt nicht verbindbare weitere Ma- terialien.

Selbstverstandlich sind auch bei der Hõrgeräte-Produktion die oben erwahnten Kosten wichtige Produktionsfaktoren. Hinzu kommt lt aber bei der Hõrgerate-Fertigung grundsatzlich das Platzprob- lem, indem es ein permanentes Bedürfnis der erwahnten Branche ist, möglichst platzsparend zu bauen.

Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Fertigungsver- fahren vorzuschlagen, und entsprechend ein daraus resultieren- des Horgerat, welches Verfahren eine signifikante Erhöhung der Baudichte, an Horgeraten erlaubt.

Zu diesem Zweck wird am erwähnten Verfahren vorgeschlagen, min- destens zwei der am Horgerat zu assemblierenden Teile in Zwei- oder Mehrkomponenten-Spritzgiesstechnik zu fertigen und gemein- sam zu assemblieren. Selbstverständlich ist der dabei sich ge- gebenenfalls einstellende Vorteil der Reduktion obgenannter Kosten hoch willkommen, wesentlicher ist aber, dass durch Ein- satz des erwahnten Verfahrens das für die Hörgeräte-Bautechnik essentielle Kriterium, die Erhöhung der Komponentendichte pro cm3 zur Verfugung stehenden Platzes erreicht wird.

Wird gemass einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsge- masse Verfahrens, als einer der Teile, mindestens eine Partie des Hörgeräte-Gehäuses eingesetzt, also beispielsweise die eine Schale eines zweischaligen Gehäuses, so können daran mit dem Zwei-oder Mehrkomponenten-Spritzgiessverfahren weitere Wir- kungs-Teile, insbesondere Dichtungen, z. B. zum dichten Vereini- gen mit der zweiten Gehauseschale und/oder schlagdampfende Auf- nehmungen fur einzubauende, heikle Geratekomponente und/oder weitere aktive Hörgeräte-Komponenten, wie akustische Leiter, direkt angebaut werden. Grundsätzlich ergibt sich dadurch die Möglichkeit, Verbindungselemente zwischen den erwahnten Teilen, die bei herkommlicher Bauweise notwendig sind, wegzulassen bzw. solche Teile nur gerade so voluminös zu bauen als dies funk- tionsnotwenig ist ohne aber irgendwelche Verbindungspartien, wie Nuten und Stege, vorsehen zu mussen.

Wie erwahnt wird am erfindungsgemassen Verfahren bevorzugter Ausführungsform grundsatzlich mindestens eine vorgesehene Dich- tung im Zusammenhang mit der Zwei-oder Mehrkomponentenspritz- technik aufgebaut, gemeinsam mit einem weiteren, an die Dich- tung unmittelbar angrenzenden Teil, so beispielsweise und vor-

Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Fertigungsver- fahren vorzuschlagen, und entsprechend ein daraus resultieren- des Horgerat, welches Verfahren eine signifikante Erhöhung der Baudichte, an Horgeraten erlaubt.

Zu diesem Zweck wird am erwähnten Verfahren vorgeschlagen, min- destens zwei der am Horgerat zu assemblierenden Teile in Zwei- oder Mehrkomponenten-Spritzgiesstechnik zu fertigen und gemein- sam zu assemblieren. Selbstverständlich ist der dabei sich ge- gebenenfalls einstellende Vorteil der Reduktion obgenannter Kosten hoch willkommen, wesentlicher ist aber, dass durch Ein- satz des erwahnten Verfahrens das für die Hörgeräte-Bautechnik essentielle Kriterium, die Erhöhung der Komponentendichte pro cm3 zur Verfugung stehenden Platzes erreicht wird.

Wird gemass einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsge- masse Verfahrens, als einer der Teile, mindestens eine Partie des Hörgeräte-Gehäuses eingesetzt, also beispielsweise die eine Schale eines zweischaligen Gehäuses, so können daran mit dem Zwei-oder Mehrkomponenten-Spritzgiessverfahren weitere Wir- kungs-Teile, insbesondere Dichtungen, z. B. zum dichten Vereini- gen mit der zweiten Gehauseschale und/oder schlagdampfende Auf- nehmungen fur einzubauende, heikle Geratekomponente und/oder weitere aktive Hörgeräte-Komponenten, wie akustische Leiter, direkt angebaut werden. Grundsätzlich ergibt sich dadurch die Möglichkeit, Verbindungselemente zwischen den erwahnten Teilen, die bei herkommlicher Bauweise notwendig sind, wegzulassen bzw. solche Teile nur gerade so voluminös zu bauen als dies funk- tionsnotwenig ist ohne aber irgendwelche Verbindungspartien, wie Nuten und Stege, vorsehen zu mussen.

Wie erwahnt wird am erfindungsgemassen Verfahren bevorzugter Ausführungsform grundsatzlich mindestens eine vorgesehene Dich- tung im Zusammenhang mit der Zwei-oder Mehrkomponentenspritz- technik aufgebaut, gemeinsam mit einem weiteren, an die Dich- tung unmittelbar angrenzenden Teil, so beispielsweise und vor-

zugsweise einem Gehäuseteil oder einem durch das Gehause durch- ragenden Bedienungsorgan oder einem weiteren Hörgerateteil, das far sich besonderes akkurat zu dichten ist.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des Herstellungs- verfahrens, insbesondere für Aussenohr-Hörgeräte, wird vorge- schlagen den akustischen Leiter ausgangsseitig des elektrisch- mechanischen Wandlers, welcher akustische Leiter üblicherweise als Kunststoffrohr ausgebildet ist, mit dem erwähnten Spritz- giessverfahren zu fertigen, sei dies gemeinsam direkt mit einer Gehausepartie, oder sei dies z. B. mit einem elastischen form- schlüssig dichtenden in eine Gehauseaufnahme einzulegenden Mon- tageteil.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erwahnten Verfahrens wird vorgeschlagen einen akustischen Leiter ein- gangsseitig des akustisch-elektrischen Hörgeräte-Wandlers, in der erwahnten Spritzgiesstechnik zu fertigen, sei dies, bei- spielsweise wiederum gemeinsam mit einer Partie des Hörgeräte- Gehäuses oder mit einem spezifisch ausgelegten, beispielsweise dichtenden, elastischen Montageteil. In weiteren Ausführungs- formen des erfindungsgemassen Verfahrens, die selbstverständ- lich je einzeln oder in Kombination mit weiteren, bevorzugten Ausführungsformen einsetzbar sind, werden Aufnahmen für Hörge- räte-Komponenten bzw.-Teile im erwähnten Spritzgiessverfahren gefertigt, sei dies, gemeinsam mit Gehause-Partien und/oder ge- meinsam mit weiteren, unmittelbar an sie angrenzenden Bautei- len.

Ineiner weiteren, bevorzugten Ausführungsform werden auf der Aussenseite des Gehauses vorgegebene Flachenbereiche gemeinsam mit dem Gehause-aber aus anderem Material-im erwähnten Spritzgiessverfahren gefertigt, z. B. aus Designgründen und/oder um das Ertasten am Gehause angeordneter Bedienungsorgane allein mit den Fingern, zu erleichtern.

Ein erfindungsgemasses Horgerat zeichnet sich nach dem Kennzei- chen von Anspruch 9 aus, bevorzugte Ausführungsformen nach den Anspruchen 10 bis 16.

Die Erfindung wird anschliessend beispielsweise anhand von Fi- guren erlautert. Es zeigen : Fig. 1 schematisch eine Partie eines Horgerate-Gehauses in perspektivischer Darstellung mit erfindungsgemass angebauter Dichtung.

Fig. 2 ein Querschnitt durch einen Teil des Gehäuses nach Fig. 1 mit der erfindungsgemäss aufgebauten Dichtung.

Fig. 3 einen Querschnitt durch die Gehäusewandung eines nach herkömmlichem Vorgehen aufgebauten Horgerates mit assemblierter Dichtung.

Fig. 4 schematisch einen Querschnitt durch einen Teil eines Hörgeräte-Gehäuses mit erfindungsgemass angebautem akustischem Leiter und/oder Aufnahme fur ein Modul.

Fig. 5 schematisch einen Querschnitt durch einen Gehäusewan- dungsabschnitt mit Bedienungseinheit und erfindungsgemäss auf- gebauter Durchfuhrung und Einheitshalterung.

Fig. 6 schematisch und prinzipiell das erfindungsgemässe Verbinden zweier Horgerät-Funktionseinheiten.

Bereits die im Rahmen der Beschreibungseinleitung gegebenen Ausfuhrungen eröffnen dem Fachmann ohne weiteres, je nach zu konzipierendem Hörgerät bzw. dessen Aufbau eine grosse Zahl Möglichkeiten, durch vereintes Verarbeiten im Zwei-oder Mehr- komponenten-Spritzgiessverfahren, insbesondere auch durch Over- moulding, zwei oder mehr der vorzusehenden Bauteile platzspa- rend vereint zu fertigen, und dann gemeinsam als ein integraler Teil zu assemblieren. Trotzdem sollen nachfolgend anhand eini- ger schematischer Beispiele, bevorzugte Einsatzweisen des er-

Ein erfindungsgemasses Horgerat zeichnet sich nach dem Kennzei- chen von Anspruch 9 aus, bevorzugte Ausführungsformen nach den Anspruchen 10 bis 16.

Die Erfindung wird anschliessend beispielsweise anhand von Fi- guren erlautert. Es zeigen : Fig. 1 schematisch eine Partie eines Horgerate-Gehauses in perspektivischer Darstellung mit erfindungsgemass angebauter Dichtung.

Fig. 2 ein Querschnitt durch einen Teil des Gehäuses nach Fig. 1 mit der erfindungsgemäss aufgebauten Dichtung.

Fig. 3 einen Querschnitt durch die Gehäusewandung eines nach herkömmlichem Vorgehen aufgebauten Horgerates mit assemblierter Dichtung.

Fig. 4 schematisch einen Querschnitt durch einen Teil eines Hörgeräte-Gehäuses mit erfindungsgemass angebautem akustischem Leiter und/oder Aufnahme fur ein Modul.

Fig. 5 schematisch einen Querschnitt durch einen Gehäusewan- dungsabschnitt mit Bedienungseinheit und erfindungsgemäss auf- gebauter Durchfuhrung und Einheitshalterung.

Fig. 6 schematisch und prinzipiell das erfindungsgemässe Verbinden zweier Horgerät-Funktionseinheiten.

Bereits die im Rahmen der Beschreibungseinleitung gegebenen Ausfuhrungen eröffnen dem Fachmann ohne weiteres, je nach zu konzipierendem Hörgerät bzw. dessen Aufbau eine grosse Zahl Möglichkeiten, durch vereintes Verarbeiten im Zwei-oder Mehr- komponenten-Spritzgiessverfahren, insbesondere auch durch Over- moulding, zwei oder mehr der vorzusehenden Bauteile platzspa- rend vereint zu fertigen, und dann gemeinsam als ein integraler Teil zu assemblieren. Trotzdem sollen nachfolgend anhand eini- ger schematischer Beispiele, bevorzugte Einsatzweisen des er-

wahnten Spritzgiessverfahrens erlautert werden. Auf die eigent- liche Technik der Zwei-oder Mehrkomponenten-Spritzgiess- verfahren wird nicht eingegangen, denn diese ist, wie erwahnt, aus dem generellen Komponentenbau, insbesondere aus der Kunststoffpress-und Spritzgiesstechnik hinlanglichst bekannt.

In Fig. 1 ist schematisch und perspektivisch die Schale 1 eines Hörgeräte-Gehauses, beispielsweise eines Aussenohr-Hörgerates, dargestellt. Entlang ihrer Stirnflachen 3 soll sie mit weiteren Gehausepartien so assembliert werden, dass ihr Innenraum ent- lang dieser Stirnflachen 3 dicht verschlossen wird. Herkömm- licherweise wird dies dadurch gelöst, dass gemäss Figur 3 im Bereich der Stirnflachen 3 Positionierungs-und Halterungsvor- kehrungen, wie dargestellt beispielsweise Nuten in die Wandung der Gehäusepartie 1 eingearbeitet werden, in welche nochmals, manuell, eine Dichtung 7 montiert wird.

Erfindungsgemass wird nun an der erwahnten Gehäuseschale 1 bzw. der Stirnflache 3 direkt, durch Zweikomponenten-Overmoulding- Spritzgiessverfahren eine Dichtung 7a aufgespritzt. Dabei ge- nugt das Material der eigentlichen Gehäuseteilwandung den an das Gehäuse bezüglich Stabilitat etc. zu stellenden Anforderun- gen, wahrend das Material der im Overmoulding aufgespritzten Zweitkomponente den an die Dichtung 7a zu stellenden Anforde- rungen genügt. Die Dichtungspartie 7a kann dabei exakt so di- mensioniert werden, wie es den Dichtungsanforderungen ent- spricht, ebenso kann die Wandung der Gehausepartie 1 aus- schliesslich auf Kriterien hin, die an das Gehause zu stellen sind, dimensioniert und geformt werden. Eine Ausbildung der Ge- hausewand, welche zusätzlich der Assemblierung einer getrennten Dichtung 7, gemass Fig. 3, genügt, entfallt.

In Fig. 4 ist schematisch dargestellt, wie beispielsweise an einem Horgerate-Gehause 10 einerseits, erfindungsgemass ein akustischer Leiter 13 angebaut wird, z. B. ausgangsseitig eines im Horgerat montierten, elektro-mechanischen Wandlers oder, in

wahnten Spritzgiessverfahrens erlautert werden. Auf die eigent- liche Technik der Zwei-oder Mehrkomponenten-Spritzgiess- verfahren wird nicht eingegangen, denn diese ist, wie erwahnt, aus dem generellen Komponentenbau, insbesondere aus der Kunststoffpress-und Spritzgiesstechnik hinlanglichst bekannt.

In Fig. 1 ist schematisch und perspektivisch die Schale 1 eines Hörgeräte-Gehauses, beispielsweise eines Aussenohr-Hörgerates, dargestellt. Entlang ihrer Stirnflachen 3 soll sie mit weiteren Gehausepartien so assembliert werden, dass ihr Innenraum ent- lang dieser Stirnflachen 3 dicht verschlossen wird. Herkömm- licherweise wird dies dadurch gelöst, dass gemäss Figur 3 im Bereich der Stirnflachen 3 Positionierungs-und Halterungsvor- kehrungen, wie dargestellt beispielsweise Nuten in die Wandung der Gehäusepartie 1 eingearbeitet werden, in welche nochmals, manuell, eine Dichtung 7 montiert wird.

Erfindungsgemass wird nun an der erwahnten Gehäuseschale 1 bzw. der Stirnflache 3 direkt, durch Zweikomponenten-Overmoulding- Spritzgiessverfahren eine Dichtung 7a aufgespritzt. Dabei ge- nugt das Material der eigentlichen Gehäuseteilwandung den an das Gehäuse bezüglich Stabilitat etc. zu stellenden Anforderun- gen, wahrend das Material der im Overmoulding aufgespritzten Zweitkomponente den an die Dichtung 7a zu stellenden Anforde- rungen genügt. Die Dichtungspartie 7a kann dabei exakt so di- mensioniert werden, wie es den Dichtungsanforderungen ent- spricht, ebenso kann die Wandung der Gehausepartie 1 aus- schliesslich auf Kriterien hin, die an das Gehause zu stellen sind, dimensioniert und geformt werden. Eine Ausbildung der Ge- hausewand, welche zusätzlich der Assemblierung einer getrennten Dichtung 7, gemass Fig. 3, genügt, entfallt.

In Fig. 4 ist schematisch dargestellt, wie beispielsweise an einem Horgerate-Gehause 10 einerseits, erfindungsgemass ein akustischer Leiter 13 angebaut wird, z. B. ausgangsseitig eines im Horgerat montierten, elektro-mechanischen Wandlers oder, in

Analogie, eingangsseitig eines am Hörgerät vorgesehenen akus- tisch-elektrischen Wandlers (nicht dargestellt). Zusätzlich kann für die Wandlereinheit 12 im Gehause 10 ein elastischer, federnder Aufnahmeblock 15 integriert sein. Gehause 10 und akustischer Leiter 13 und/oder Gehause 10 und Aufnahmeblock 15 oder alle drei, Gehäuse 10, Aufnahmeblock 15 und akustischer Leiter 13 werden als ein Teil in einem Zwei-oder Dreikomponen- ten-Spritzgiessverfahren gefertigt. Dabei wird-als Material des Gehäuses 10 bzw. dessen Wandung in üblicher Art und Weise ein Material gewahlt, das den an das Gehause zu stellenden Anforde- rungen genügt, als Material für den akustischen Leiter 13 z. B. ein Material, welches, wie beispielsweise für das Aussenohrge- rat, biokompatibel ist, und es wird als Material für den Auf- nahmeblock 15 ein Material gewahlt, das bezüglich Schlag-und Schockdämpfung und Halterung des Wandlers 12 den diesbezüglich zu stellenden Anforderungen genugt. Es ist dabei auch ohne wei- teres möglich, beispielsweise das Material des Blockes 15 elektrisch leitend zu wahlen, soll beispielsweise der Wandler 12 elektrisch geschirmt werden.

Wiederum schematisch ist in Fig. 5 ein erster Teil, beispiels- weise wiederum eine Wandung einer Gehausepartie 10 dargestellt, mit einer Durchfuhrungsoffnung 17, durch welche ein Bedienungs- organ 19,'wie ein Schalter ein Bedienungselement 25 des Horge- rates, durchragt. Dadurch dass im Umrandungsbereich der Durch- führungsöffnung 17 für das Bedienungsorgan 19, im Zwei-oder Mehrkomponenten-Spritzgiessverfahren, gemeinsam mit dem Gehau- seteil 10, elastische gegebenenfalls dichtende Partien 21 ange- spritzt werden, und gegebenenfalls zusatzlich auch eine Aufnah- me 23 für federnde, satte Fixierung der Einheit 25 wird ein optimal platzsparender Einbau der Einheit 25 ermöglicht.

In Fig. 6 ist dargestellt wie am Gehäuse 30 eines Aggregates 34, beispielsweise eines Elektronikmoduls des Horgerates eine Aufnahme 32 zur entsprechenden Positionierung und Halterung ei-

nes weiteren Aggregates 34 mit dem erwahnten Zwei-oder Mehr- komponenten-Spritzgiessverfahren angebaut wird, womit wiederum eine optimal kleinbauende Assemblierung mit hoher Packungsdich- te ermöglicht wird.

Aufgrund des erfindungsgemassen Herstellungsverfahrens werden grosse Einsparungen beim Assemblieren erreicht : Es werden As- semblierungs-Schritte durch die integrale Zwei-oder Mehrteil- Herstellung eingespart. Weiter wird der gerade für Hörgerate ausserst wichtige Vorteil erwirkt, dass funktionell unter- schiedliche Teile, die nach Assemblierung ohnehin aneinander zu liegen kommen, gezielt mit den jeweils notwendigen Material- eigenschaften ausgelegt werden konnen, aber trotzdem als ein integraler Teil. Dadurch entfallen Bauvolumen konsumierende Massnahmen zur nachhaltigen Assemblierung dieser Teile. Nimmt man hierfür als Beispiel die in den Fig. 1 bis 3 dargestellte Ausführungsform so ist ersichtlich, dass eine Dichtung 7a die nur gerade den Dichtungsanforderungen genügen muss, wesentlich kleiner und donner gefertigt werden kann, wenn sie am Teil 1 integral angeformt ist, als wenn sie separat als Dichtung 7 ge- fertigt und darnach, beispielsweise manuell, an die entspre- chenden Stirnflachen des Teiles 1 montiert werden muss, sei dies durch Kleben, Stecken oder dgl. Die Prazision mit welcher die Dichtungspartie 7a unmittelbar an die die Stirnflache 3 bildende Wand des Teiles 1 angebaut werden kann, ist mit glei- cher Dimensionierung durch Assemblieren getrennter Teile kaum möglich oder nur mit hohem Aufwand.

nes weiteren Aggregates 34 mit dem erwahnten Zwei-oder Mehr- komponenten-Spritzgiessverfahren angebaut wird, womit wiederum eine optimal kleinbauende Assemblierung mit hoher Packungsdich- te ermöglicht wird.

Aufgrund des erfindungsgemassen Herstellungsverfahrens werden grosse Einsparungen beim Assemblieren erreicht : Es werden As- semblierungs-Schritte durch die integrale Zwei-oder Mehrteil- Herstellung eingespart. Weiter wird der gerade für Hörgerate ausserst wichtige Vorteil erwirkt, dass funktionell unter- schiedliche Teile, die nach Assemblierung ohnehin aneinander zu liegen kommen, gezielt mit den jeweils notwendigen Material- eigenschaften ausgelegt werden konnen, aber trotzdem als ein integraler Teil. Dadurch entfallen Bauvolumen konsumierende Massnahmen zur nachhaltigen Assemblierung dieser Teile. Nimmt man hierfür als Beispiel die in den Fig. 1 bis 3 dargestellte Ausführungsform so ist ersichtlich, dass eine Dichtung 7a die nur gerade den Dichtungsanforderungen genügen muss, wesentlich kleiner und donner gefertigt werden kann, wenn sie am Teil 1 integral angeformt ist, als wenn sie separat als Dichtung 7 ge- fertigt und darnach, beispielsweise manuell, an die entspre- chenden Stirnflachen des Teiles 1 montiert werden muss, sei dies durch Kleben, Stecken oder dgl. Die Prazision mit welcher die Dichtungspartie 7a unmittelbar an die die Stirnflache 3 bildende Wand des Teiles 1 angebaut werden kann, ist mit glei- cher Dimensionierung durch Assemblieren getrennter Teile kaum möglich oder nur mit hohem Aufwand.