Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
METHOD FOR PRODUCING AN ITEM OF CLOTHING
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/188684
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for producing an item of clothing with elastic edges, more particularly an item of underclothing. Flock adhesive (2) is applied to areas of a non-stick coated carrier film (1) which is then flocked with flock material (3). The flocked area is then coated with an elastomer and textile material (5) is applied to the still non-crosslinked elastomer. Once the elastomer has dried, the flocked textile material (5) is removed from the carrier film (1), cut out and sewn, welded or bonded into the item of clothing.

Inventors:
JORDAN, Manfred (Am Wäldele 6, Lindenberg, 88161, DE)
Application Number:
DE2018/100195
Publication Date:
October 18, 2018
Filing Date:
March 05, 2018
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
JORDAN, Manfred (Am Wäldele 6, Lindenberg, 88161, DE)
International Classes:
A41B9/00; A41B9/04; A41B9/06; A41C5/00; B05D1/14; B05D1/16; B05D1/28; B29C37/00
Domestic Patent References:
WO2012143398A12012-10-26
Foreign References:
DE102009005010B32010-06-17
US20100209654A12010-08-19
DE102014114857A12016-04-14
DE3823157A11990-02-08
DE19942996B42006-03-16
DE102014111939A12016-02-25
Attorney, Agent or Firm:
KAUFMANN, Sigfrid (Loschwitzer Str. 42, Dresden, 01309, DE)
Download PDF:
Claims:
Patentansprüche

1 . Verfahren zur Herstellung eines Bekleidungsstücks, umfassend die folgenden Schritte:

- Auftragen eines aushärtbaren Klebers (2) auf eine antihaftende Trägerfolie (1 ) in vorgegebenen Bereichen innerhalb eines Abwicklungs-Umrisses (6) des Bekleidungsstückes und/oder entlang eines des Abwicklungs-Umrisses (6) folgenden Streifens, wobei einzelne, vorgegebene Bereiche des Abwicklungs-Umrisses (6) frei von dem Kleber (2) bleiben;

- Aufbringen von Beflockungsmaterial (3) auf die Kleberschicht (2);

- Ausrichten des Beflockungsmaterials (3) mittels elektrostatischer Felder;

- Aushärten des Klebers (2);

- Aufbringen von plastisch verformbarem Elastomer auf die mit dem Beflockungsmaterial (3) beschichteten Bereiche;

- Aufbringen einer Bahn textilen Materials (5) auf das noch plastisch verformbare Elastomer;

- Trocknen des Elastomers zur Überführung in den gummielastischen Zustand, wobei eine feste Verbindung des Beflockungsmaterials (3) zu der Bahn textilen Materials (5) ausgebildet wird;

- Ablösen der Bahn textilen Materials (5) von der Trägerfolie (1 ) und Abtrennen des mit dem Beflockungsmaterial (3) beschichteten Bahnabschnittes von der restlichen Bahn textilen Materials (5);

- Zuschneiden der Bahn textilen Materials (5) in den Abwicklungs-Umrissen (6) des Bekleidungsstücks zu einem Zuschnitt; und

- Zusammenfügen des Zuschnittes zu dem Bekleidungsstück.

2 . Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass als antihaftende Trägerfolie (1 ) ein silikonbeschichtetes Papier oder eine Teflonfolie verwendet wird.

3 . Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Abtrennen des beschichteten Bahnabschnittes von der restlichen Bahn textilen Materials (5) und vor dem Zuschneiden des textilen Materials (5) mehrere derart präparierte Bahnabschnitte textilen Materials (5) übereinander gestapelt werden und anschließend der gesamte Stapel in einem Schritt zugeschnitten wird.

4 . Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Baumwollflock als Beflockungsmaterial (3) verwendet wird.

5 . Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Zusammenfügen des Zuschnittes mittels Vernähens, Verschweißens oder Verklebens erfolgt.

6 . Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Aufbringen von plastisch verformbarem Elastomer folgende Schritte umfasst: - Applizieren einer Schablone, die den geometrischen Formen der Bereiche mit Kleberschicht (2) entsprechende Durchbrüche aufweist, auf die Trägerfolie (1 ), wobei die Durchbrüche mit den Kleberschichtbereichen (2) in Übereinstimmung gebracht werden; - Aufbringen des plastisch verformbaren Elastomers mittels einer Messerrakel in die von der Schablone freigelassenen Bereiche.

7 . Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Aufbringen von plastisch verformbarem Elastomer mittels einer Rotationsfilmdruckschablone erfolgt.

8 . Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verfahrensschritte kontinuierlich hintereinander an aufeinanderfolgenden Stationen durchgeführt werden, wobei die antihaftende Trägerfolie (1 ) als Laufband ausgebildet ist oder auf einem Laufband liegt.

9 . Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein thermoaktivierbarer wasserlöslicher Kleber (2) verwendet wird, wobei nach dem Ausrichten des Beflockungsmaterials (3) der Kleber (2) durch eine thermische Behandlung verfestigt wird.

10 . Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Silikon (4) als Elastomer verwendet wird. Verwendung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 10 zur Herstellungterwäsche.

- hierzu ein Blatt Zeichnung -

GEÄNDERTE ANSPRÜCHE

beim Internationalen Büro eingegangen

am 13 Juli 2018 (13.07.2018)

1 . Verfahren zur Herstellung eines Bekleidungsstücks, umfassend die folgenden Schritte:

- Auftragen eines aushärtbaren Klebers (2) auf eine antihaftende Trägerfolie (1 ) in vorgegebenen Bereichen innerhalb eines Abwicklungs-Umrisses (6) des Bekleidungsstückes und/oder entlang eines des Abwicklungs-Umrisses (6) folgenden Streifens, wobei einzelne, vorgegebene Bereiche des Abwicklungs-Umrisses (6) frei von dem Kleber (2) bleiben;

- Aufbringen von Beflockungsmaterial (3) auf die Kleberschicht (2);

- Ausrichten des Beflockungsmaterials (3) mittels elektrostatischer Felder;

- Aushärten des Klebers (2);

- Aufbringen von plastisch verformbarem Elastomer auf die mit dem Beflockungsmaterial (3) beschichteten Bereiche;

- Aufbringen einer von einer Rolle abzuwickelnden Bahn textilen Materials (5) auf das noch plastisch verformbare Elastomer;

- Trocknen des Elastomers zur Überführung in den gummielastischen Zustand, wobei eine feste Verbindung des Beflockungsmaterials (3) zu der Bahn textilen Materials (5) ausgebildet wird;

- Ablösen der Bahn textilen Materials (5) von der Trägerfolie (1 ) und Abtrennen des mit dem Beflockungsmaterial (3) beschichteten Bahnabschnittes von der restlichen Bahn textilen Materials (5);

- Zuschneiden des beschichteten Bahnabschnittes in den Abwicklungs-Umrissen (6) des Bekleidungsstücks zu einem Zuschnitt; und

- Zusammenfügen des Zuschnittes zu dem Bekleidungsstück.

2 . Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass als antihaftende Trägerfolie (1 ) ein silikonbeschichtetes Papier oder eine Teflonfolie verwendet wird.

3 . Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Abtrennen des beschichteten Bahnabschnittes von der restlichen Bahn textilen Materials (5) und vor dem Zuschneiden des textilen Materials (5) mehrere derart präparierte Bahnabschnitte textilen Materials (5) übereinander gestapelt werden und

11

GEÄNDERTES BLATT (ARTIKEL 19) anschließend der gesamte Stapel in einem Schritt zugeschnitten wird.

4 . Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Baumwollflock als Beflockungsmaterial (3) verwendet wird.

5 . Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Zusammenfügen des Zuschnittes mittels Vernähens, Verschweißens oder Verklebens erfolgt.

6 . Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Aufbringen von plastisch verformbarem Elastomer folgende Schritte umfasst: - Applizieren einer Schablone, die den geometrischen Formen der Bereiche mit Kleberschicht (2) entsprechende Durchbrüche aufweist, auf die Trägerfolie (1 ), wobei die Durchbrüche mit den Kleberschichtbereichen (2) in Übereinstimmung gebracht werden; - Aufbringen des plastisch verformbaren Elastomers mittels einer Messerrakel in die von der Schablone freigelassenen Bereiche.

7 . Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Aufbringen von plastisch verformbarem Elastomer mittels einer Rotationsfilmdruckschablone erfolgt.

8 . Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verfahrensschritte kontinuierlich hintereinander an aufeinanderfolgenden Stationen durchgeführt werden, wobei die antihaftende Trägerfolie (1 ) als Laufband ausgebildet ist oder auf einem Laufband liegt.

9 . Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein thermoaktivierbarer wasserlöslicher Kleber (2) verwendet wird, wobei nach dem Ausrichten des Beflockungsmaterials (3) der Kleber (2) durch eine thermische Behandlung verfestigt wird.

10 . Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,

12

GEÄNDERTES BLATT (ARTIKEL 19) dass Silikon (4) als Elastomer verwendet wird.

11 . Verwendung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 10 zur Herstellung von Unterwäsche.

13

GEÄNDERTES BLATT (ARTIKEL 19)

Description:
Verfahren zur Herstellung eines Bekleidungsstücks

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Bekleidungsstücks, insbesondere zur Herstellung eines Unterbekleidungs- oder eines Sportbekleidungsstücks, mit elastischen Randbereichen.

Bei herkömmlichen Unterbekleidungsstücken, wie z. B. Büstenhalter (BHs), Unterhosen und Unterhemden, sind die Randbereiche üblicherweise versäumt und die elastischen und stützenden Einlagen mit dem Textil vernäht.

Aus dem Stand der Technik sind auch Bekleidungsstücke bekannt, bei denen elastische und stützende Elastomere in den Randbereichen direkt auf den Stoff aufgebracht sind, sodass die in den Saum eingenähten Einlagen, z. B. Gummibänder, entfallen können.

In DE 199 42 996 B4 wird ein Verfahren zur Herstellung eines Unterbekleidungsstücks beschrieben, bei dem auf einem textilen Trägermaterial bereichsweise ein elastomerer Klebstoff aufgetragen wird, der nachfolgend mittels Beflockungsmaterial beschichtet wird. Hierzu wird entweder loses Beflockungspulver aufgestreut oder dieses mit Hilfe einer elektrostatischen Spannung auf das Trägermaterial aufgebracht. Als Klebstoffe werden elastomeres Silikon, Polyurethan oder elastomerer Kautschuk vorgeschlagen.

DE 10 2014 111 939 A1 offenbart ein Verfahren, zur Herstellung eines Bekleidungsstücks durch Auftragen eines Elastomers, indem ein kurzer Stoffschlauch auf einen zylindrischen Trägerkörper aufgebracht wird und das Auftragen des Elastomers im Runddruckverfahren bei rotierendem Trägerkörper erfolgt. Somit erlaubt dieses Verfahren nur eine quasi-kontinuierliche Herstellung einer z. B. Unterhose mit elastischen Randbereichen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren bereitzustellen, mittels dessen kontinuierlich, effizient und kostengünstig v. a. nahtlose Bekleidungsstücke in Massenfertigung herstellbar sein sollen, deren elastische und/oder stützende Eigenschaften durch elastomere Klebstoffe erreicht werden, wobei die elastomeren Klebstoffe auf eine „endlose" Stoffbahn aufgebracht werden sollen.

Gemäß der Erfindung wird ein Verfahren zur Herstellung eines Bekleidungsstücks bereitgestellt, das kontinuierlich arbeitet und somit massenproduktionstauglich ist. In vorteilhafter Weise ist dieses Verfahren zur Massenfertigung eines Unterbekleidungs- verwendbar

Das Verfahren umfasst die folgenden wesentlichen Schritte:

Auf eine antihaftbeschichtete Trägerfolie wird entlang des Abwicklungs-Umrisses des herzustellenden Bekleidungsstückes und/oder an vorgegebenen Positionen innerhalb des Abwicklungs-Umrisses ein bevorzugt wasserlöslicher Kleber aufgetragen, wobei nur diejenigen streifen- oder punktförmigen Bereiche mit dem Kleber versehen werden, an denen das herzustellende Bekleidungsstück elastische und/oder stützende Bereiche, z. B. Randbereiche, aufweisen soll.

Abwicklung bezeichnet hierin den in der darstellenden Geometrie bekannten Begriff der Ausbreitung der Oberfläche eines dreidimensionalen Körpers in eine Ebene, sodass Längen (gemessen auf der Originalfläche) erhalten bleiben. Entsprechend bezeichnet der Begriff„Abwicklungs-Umriss" den Umriss dieser Abwicklung, d. h. die Ränder des durch die Abwicklung in der Ebene gebildeten Flächenbereichs.

Das Auftragen des Klebers kann durch Aufdrucken mittels einer Rotationsdruckmaschine erfolgen.

Anschließend wird der noch nicht ausgehärtete Kleber mit Beflockungsmaterial beflockt und selbiges elektrostatisch ausgerichtet.

Der Begriff„Beflockungsmaterial" bezeichnet hierbei Flocken oder Flockfasern in Form von Naturfasern, synthetischen Fasern sowie halbsynthetischen Fasern oder pulverför- mige Zellulosepartikel.

Nach dem Aushärten des Klebers - dies kann passiv oder mittels geeigneter Aktivierung erfolgen - werden die beflockten Bereiche mit einem noch plastisch verformbaren Elastomer (d. h. streichfähig-pastöses Elastomer in einem nicht-abgebundenen Zustand) beschichtet.

Auf das noch plastisch verformbare Elastomer wird sodann ein textiles Material, z. B. eine von einer Rolle abzuwickelnde Stoffbahn, aufgebracht, sodass das textile Material die Bereiche mit dem Elastomer kontaktiert. Gegebenenfalls wird das textile Material aufgepresst, damit das Elastomer in seine Oberfläche eindringen kann. Hierfür kann eine im Umkehrverfahren arbeitende Beschichtungsanlage verwendet werden.

Danach wird das Elastomer in den gummielastischen Zustand überführt, d. h., die Vernetzungsreaktionen der langen Polymerketten des Elastomers werden ausgelöst bzw. beschleunigt. Dies erfolgt zum Beispiel, indem die Trägerfolie mit dem darauf aufgebrachten Beflockungsmaterial, Elastomer und textilen Material durch einen Trocknungskanal geschoben wird.

Nun kann das beflockte textile Material von der Trägerfolie gelöst werden, wobei auch vorgesehen sein kann, dass der zu Beginn des Verfahrens auf die Trägerfolie aufgebrachte Kleber durch geeignete Mittel aufgelöst wird.

Im Falle, dass das textile Material von einer„Endlosbahn" genommen, d. h. zum Beispiel von einer Stoffrolle abgewickelt wurde, wird der beflockte Bahnabschnitt des textilen Materials (hinter dem beflockten und ausgehärteten Bereich) von der restlichen Bahn abgetrennt. Diese Abtrennung kann vor oder nach dem Lösen von der Trägerfolie erfolgen. Es kann gleichfalls vorgesehen sein, das Ablösen und Abtrennen in einem einzigen Verfahrensschritt durchzuführen.

Anschließend wird das beflockte textile Material entlang des Abwicklungs-Umrisses zugeschnitten. Dieser Zuschnitt kann mit Hilfe einer Stanze oder eines in der Bekleidungsindustrie bekannten Cutters erfolgen. In vorteilhafter Weise werden vor dem Zuschneiden mehrere Einzelstücke von beflocktem textilen Material derart übereinander gelegt, dass die Abwicklungs-Umrisse deckungsgleich übereinander liegen, sodass eine Mehrzahl von beflockten textilen Materialstücken in einem Arbeitsgang zugeschnitten wer- Die Zuschnitte werden schließlich zu dem Bekleidungsstück zusammengefügt, d. h. beispielsweise vernäht, verschweißt oder geklebt.

Der Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens ist, dass es, da kontinuierlich durchführbar, eine automatisierte Massenfertigung von Bekleidungsstücken zulässt. Somit entfallen kostenintensive, manuell durchzuführende Schritte, wobei täglich mehrere 10 000 Bekleidungsstücke auf einer Anlage produzierbar sind.

Die Erfindung kann weiter derart ausgebildet sein, dass als antihaftende Trägerfolie ein silikonbeschichtetes Papierblatt, eine silikonisierte Papierbahn oder eine Teflonfolie verwendet wird. Die Trägerfolie kann als Laufband ausgebildet sein, wobei der beflockte Bahnabschnitt des textilen Materials erst nach dem Ablösen von dem Laufband von der Endlosbahn textilen Materials abgetrennt wird. Die Trägerfolie kann - nach dem Ablösen des beflockten textilen Materials - von anhaftenden Kleberresten gereinigt werden, beispielsweise in einer Reinigungsvorrichtung, die unterhalb des Laufbandes angeordnet ist.

Gemäß einer Ausführungsform werden natürliche Flockfasern, insbesondere Baumwoll- flock, als Beflockungsmaterial verwendet.

Es kann vorgesehen sein, dass das plastisch verformbare, d. h. noch nicht abgebundene, Elastomer durch eine Abfolge folgender Schritte auf die beflockten Bereiche aufgebracht wird:

Zuerst wird eine Schablone, die den geometrischen Formen der Bereiche mit Kleberschicht bzw. Beflockung entsprechende Durchbrüche aufweist, auf die Trägerfolie aufgebracht, wobei die Durchbrüche mit den Kleberschicht- bzw. Beflockungsbereichen deckungsgleich in Übereinstimmung gebracht werden. Sodann wird das plastisch verformbare Elastomer, z. B. mittels einer Messerrakel, in die von der Schablone freigelassenen Bereiche gestrichen. Nun kann die Schablone wieder abgehoben werden. In vorteilhafter Weise wird die Schablone jedoch erst nach dem Auflegen des textilen Materials und dem Überführen des Elastomers in den gummielastischen Zustand entfernt. Die Schablone kann aus dickem Papier oder Karton bestehen.

Alternativ kann vorgesehen sein, das plastisch verformbare, d. h. noch nicht abgebundene, Elastomer mittels einer Rotationsfilmdruckschablone gezielt auf die beflockten Bereiche aufzubringen.

Weiter kann die Erfindung derart ausgestaltet sein, dass das Verfahren in einer kontinuierlich arbeitenden Produktionsstraße zur Herstellung von z. B. Unterbekleidungsstücken implementiert wird, wobei die Trägerfolie auf einem Laufband liegt oder selbst als Laufband ausgebildet ist. Die oben beschriebenen Verfahrensschritte werden jeweils an hintereinander angeordneten Stationen durchgeführt, wobei das textile Material in Form von Endlosbahnen, z. B. Stoffrollen, bereitgestellt wird.

Gemäß einer Ausführungsform wird als Kleber, welcher auf die Trägerfolie aufgebracht wird, ein thermoaktivierbarer wasserlöslicher Kleber verwendet, wobei dieser nach dem Ausrichten des Beflockungsmatenals aktiv durch eine thermische Behandlung verfestigt wird.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert, wobei gleiche oder ähnliche Merkmale mit gleichen Bezugszeichen versehen sind. Dabei zeigt die einzige Figur in schematischer Ansicht eine Abfolge ausgewählter Verfahrensschritte zur Herstellung einer Unterhose.

Auf die Trägerfolie 1 aus silikonisiertem Beschichtungspapier wird der wasserlösliche, thermoaktivierbare Kleber 2 entlang der Ränder des Abwicklungs-Umrisses 6 der Unterhose 7 aufgetragen. Der Bereich im Schritt der Unterhose 7 bleibt hierbei frei.

Nachfolgend wird der Kleber 2 mittels der Beflockungsmaterialzuführungseinrichtung 8 mit dem Beflockungsmaterial 3 beflockt und dieses elektrostatisch ausgerichtet.

Danach wird selektiv der beflockte Bereich mit Silikon 4 beschichtet.

Während die Silikonschicht 4 noch pastös, d. h. nicht gummiartig, ist, wird das textile Material 5 von einer zu einer Stoffrolle (nicht dargestellt) aufgewickelten Endlosbahn auf den silikonisierten Bereich aufgebracht.

Nach dem Auslösen des Vernetzungsvorganges im Silikon 4 durch Trocknen wird das textile Material 5 hinter der Beschichtung von der Stoffrolle abgetrennt.

Mittels des Cutters 9, hier durch eine Schere symbolisiert, wird das textile Material 5 entlang des Abwicklungs-Umrisses 6 der Unterhose 7 zugeschnitten.

Zum Schluss wird der Zuschnitt an den beiden Endbereichen 7.1 und 7.2 zu der Unterhose 7 vernäht.

Liste der verwendeten Bezugszeichen

1 antihaftende Trägerfolie

2 Kleber

3 Beflockungsmaterial

4 Silikon

5 Bahn textilen Materials

6 Abwicklungs-Umriss

7 Unterhose

7.1 Endbereich des Zuschnitts

7.2 Endbereich des Zuschnitts

8 Beflockungsmaterialzuführungseinrichtung

9 Cutter