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Patent Searching and Data


Title:
METHOD FOR PRODUCING LAMINATED VENEER LUMBER
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/162384
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for producing laminated veneer lumber, having the steps of: a) providing veneers by peeling logs (20) and splitting the peeled veneers into boards (26), b) gluing and laying the boards (26) to form a multi-ply strand (34), in which the boards overlap in the longitudinal direction of the strand, and c) pressing the strand (34), characterized in that the boards (26) are provided in different lengths (a, b, c) in step a) and are laid in irregular alternation in step b), wherein the boards and/or the laying locations thereof is/are selected such that the edges of the boards form a step (36) that drops towards the end of the strand (34).

Inventors:
HANSES, Josef (Zum Osterfeld 2, Meschede, 59872, DE)
Application Number:
EP2018/055298
Publication Date:
September 13, 2018
Filing Date:
March 05, 2018
Export Citation:
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Assignee:
HANSES SÄGEWERKSTECHNIK GMBH & CO. KG (Zum Osterfeld 2, Meschede, 59872, DE)
International Classes:
B27D1/10; B27D1/00; B27D1/04
Foreign References:
DE102015100033A12016-07-07
FR991362A1951-10-04
FR1254670A1961-02-24
US20040143960A12004-07-29
CH703133A22011-11-15
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
TER MEER STEINMEISTER & PARTNER PATENTANWÄLTE MBB (Artur-Ladebeck-Str. 51, Bielefeld, 33617, DE)
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Claims:
PATENTANSPRÜCHE

1. Verfahren zur Herstellung von Furnierschichtholz, mit den Schritten:

a) Bereitstellen von Furnieren durch Schälen von Rundhölzern (20) und Aufteilen der geschälten Furniere in Tafeln (26),

b) Beieimen und Legen der Tafeln (26) zu einem mehrlagigen Strang (34), in dem die Tafeln einander in Längsrichtung des Stranges überlappen, und

c) Pressen des Stranges (34),

dadurch gekennzeichnet, dass die Tafeln (26) in Schritt a) in unterschiedlichen Längen (a, b, c) bereitgestellt und in Schritt b) in unregelmäßigem Wechsel gelegt werden, wobei die Auswahl der Tafeln und/oder ihrer Legeorte so getroffen wird, dass die Kanten der Tafeln eine zum Ende des Stranges (34) hin fallende Treppe (36) bilden.

2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem in einer Legestation (16) jeweils mehrere Tafeln (26) vorrätig gehalten werden, die sich in ihrer Länge unterscheiden, und bei dem die als nächstes an den Strang (34) anzulegende Tafel aus den in der Legestation (16) vorrätig gehaltenen Tafeln ausgewählt wird.

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, bei dem die Auswahl der als nächstes anzu- legenden Tafel nach Qualität und/oder nach dem Zufallsprinzip erfolgt, zumindest soweit die Bedingung, dass die Kanten der Tafeln eine zum Ende des Stranges hin abfallende Treppe (36) bilden, dies zulässt.

4. Verfahren nach Anspruch 3, bei dem, wenn eine Tafel (26), die dazu ausgewählt wurde, als nächstes an den Strang (34) angelegt zu werden, so lang ist, dass sich gegenüber der hinteren Kante der nächst tieferen Tafel ein Überhang (40) ergäbe, die ausgewählte Tafel in einer tieferen Lage des Stranges (34) angelegt wird.

5. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei dem mindestes eine der Längen (a, b, c), in denen die Tafeln (26) bereitgestellt werden, mit der Breite der Tafeln (26) übereinstimmt und bei der mindestens einige dieser Tafeln in einer Orientierung an den Strang (34) angelegt werden, in der ihre Faserlaufrichtung quer zur Längs- richtung des Stranges (34) verläuft.

6. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei dem Tafeln (26), die schadhafte Stellen aufweisen, vor dem Legen gekürzt werden, um die schadhaften Stellen zu entfernen.

Description:
VERFAHREN ZUR HERSTELLUNG VON FURNIERSCHICHTHOLZ

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Furnierschichtholz, mit den Schritten:

a) Bereitstellen von Furnieren durch Schälen von Rundhölzern und Aufteilen der geschälten Furniere in Tafeln,

b) Beieimen und Legen der Tafeln zu einem mehrlagigen Strang, in dem die Tafeln einander in Längsrichtung des Stranges überlappen, und

c) Pressen des Stranges. Bei bekannten Verfahren dieser Art werden die Furniertafeln zumeist an den Kanten, die quer zur Längsrichtung des Stranges verlaufen, geschäftet, so dass die Stoßfugen zwischen den aneinander anliegenden Tafeln nicht rechtwinklig zur Ebene der Tafeln, sondern schräg dazu verlaufen. Das Legen der Tafeln erfolgt üblicherweise in zwei Schritten. In einem ersten Schritt werden, wenn der Strang beispielsweise 20 Furnierla- gen aufweisen soll, zunächst 20 Furniertafeln zu einem sogenannten Buch gelegt. Das heißt, die Tafeln werden mit einem leichten Versatz von Lage zu Lage übereinander gestapelt, so dass die Anordnung der Tafeln in dem Stapel der Anordnung der Seiten in einem aufgeschlagenen Buch ähnelt. In einem weiteren Schritt werden dann die einzelnen Bücher in Längsrichtung des Stranges an das jeweilige hintere Ende des bereits gebildeten Stranges angelegt. Da die geschäfteten Kanten jeweils um den gleichen Betrag versetzt sind, liegt dann in jeder Lage die vorauslaufende Kante der Tafel des neu angelegten Buches passend an der nachlaufenden Kante der entsprechenden Tafel in dem vorangehenden Buch an. Das setzt allerdings voraus, dass die einzelnen Furnierta- fein nicht nur eine einheitliche Breite, sondern auch eine einheitliche Länge haben.

Aufgabe der Erfindung ist es, den Verband der einzelnen Furniertafeln in dem Furnierschichtholz zu verbessern.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Tafeln in Schritt a) in unterschiedlichen Längen bereitgestellt und in Schritt b) in unregelmäßigem Wechsel gelegt werden, wobei die Auswahl der Tafeln und/oder ihrer Legeorte so getroffen wird, dass die Kanten der Tafeln eine zum Ende des Stranges hin fallende Treppe bilden. Durch den unregelmäßigen Wechsel zwischen Tafeln mit unterschiedlichen Längen wird erreicht, dass die Furniertafeln in dem fertigen Furnierschichtholz einen "wilden Verband" bilden, also einen Verband, bei dem die Stoßstellen zwischen den einzelnen Furniertafeln kein regelmäßiges Muster aufweisen. Dadurch wird eine größere Homogenität des Furnierschichtholzes und insbesondere eine gleichmäßigere Verteilung der Stoßstellen zwischen den einzelnen Furniertafeln über die Länge des Stranges erreicht. Zugleich wird so bei einem Blick auf eine Seite des Stranges, in der die einzelnen Stoßstellen sichtbar sind, ein verbessertes Erscheinungsbild erreicht. Weiterhin ermöglicht die Erfindung eine verbesserte Rohstoffnutzung durch reduzierten Längen- und An- schälverlust, da Furniertafeln mit einem größeren Spektrum unterschiedlicher Abmes- sungen verarbeitet werden können.

Die Bedingung, dass die Kanten der Tafeln eine zum Ende des Stranges hin fallende Treppe bilden, stellt sicher, dass die Furniertafeln an dem Ende des Stranges, an dem weitere Furniertafeln angelegt werden, keine Überhänge bilden, die das Anlegen der nachfolgenden Tafeln erschweren würden. Wenn eine als nächstes anzulegende Furniertafel so lang ist, dass sie über die hintere Kante der zuvor gelegten Tafel in der nächsttieferen Lage überstehen würde, so wird diese überlange Tafel nicht an der ursprünglich vorgesehenen Stelle, sondern in einer tieferen Lage und notfalls in der untersten Lage abgelegt. Alternativ ist es auch möglich, das Anlagen der überlangen Tafel zunächst zurückzustellen und zunächst eine kürzere Tafel anzulegen. Die überlange Tafel wird dann zu einem späteren Zeitpunkt angelegt, wenn sich eine Situation ergibt, in der kein Überhang entsteht.

Im folgenden werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert.

Es zeigen:

Fig. 1 eine Grundrissskizze einer Fertigungsstraße für die Herstellung von

Furnierschichtholz;

Fig. 2 einen Abschnitt eines Furnierschichtholz-Stranges in einer Seitenansicht; und

Fig. 3 eine Ansicht des Stranges nach Fig. 2 in einem früheren Stadium während des Anlegens weiterer Furniertafeln.

In Fig. 1 ist schematisch und im Grundriss eine Fertigungsanlage gezeigt, die eine Schälstation 10, eine Aufgabestation 12, einen Durchlauftrockner 14, eine Legestation 16 und eine Durchlaufpresse 18 aufweist.

In der Schälstation 10 werden Rundhölzer 20, die sich in ihrer Länge unterscheiden können, nacheinander zwischen Pinolen 22 eingespannt und in Drehung versetzt, und mit einem nicht gezeigten Schälmesser wird eine verhältnismäßig lange Furnierbahn von dem eingespannten Rundholz abgeschält. Die Kanten der Furnierbahn werden mit Schäft- und Besäumwerkzeugen 24 geschäftet und besäumt, und mit einer nicht gezeigten Schere wird die Furnierbahn dann in einzelne Tafeln 26 aufgeteilt. Die Faserlauf- richtung des Furniers ist für jede Tafel 26 durch einen Pfeil angegeben und entspricht der Längsrichtung des Rundholzes 20, von dem das Furnier abgeschält wurde. Die Abmessung der Tafeln 26 in Faserlaufrichtung soll als Länge bezeichnet werden und die Abmessung in der dazu rechtwinkligen Richtung, also in Richtung der Furnierbahn, soll als Breite bezeichnet werden. Im gezeigten Beispiel erhält man Tafeln 26 mit drei unterschiedlichen Längen a, b und c, während die durch die Schnitte der Schere bestimmte Breite für alle Tafeln 26 dieselbe ist. In der Schälstation 10 werden die Positionen der Schäft- und Besäumwerkzeuge 24 an die jeweilige Länge des verarbeiteten Rundholzes 20 angepasst. In der Aufgabestation 12 werden die Tafeln 26 nach Längen sortiert auf einen Förderer eines Durchlauftrockners 14 aufgegeben. Im gezeigten Beispiel weisen der Durchlauftrockner 14 und der zugehörige Förderer drei Spuren auf, eine für Tafeln mit der Länge a, eine für Tafeln mit der Länge b und eine für Tafeln mit der Länge c. In Fig. 1 sind die Spuren des Durchlauftrockners 14 nebeneinander gezeigt. Wahlweise können die Spu- ren jedoch auch in mehreren Etagen des Durchlauftrockners angeordnet sein.

Damit eine gleichmäßige Auslastung aller Spuren des Durchlauftrockners 14 erreicht wird, weist die Aufgabestation 12 Pufferspeicher 28 für die Tafeln 26 mit unterschiedlichen Längen auf. Die Tafeln 26, die man von demselben Rundholz 20 erhalten hat, wei- sen alle dieselbe Länge auf und gelangen der Reihe nach zu der Aufgabestation 12 und werden dort zunächst in den Pufferspeichern 28 gepuffert und dann nach Bedarf aus den Pufferspeichern entnommen und auf den Förderer des Durchlauftrockners 14 aufgegeben. Die Kapazität der Pufferspeicher ist dabei so bemessen, dass stets ein ausreichender Vorrat von Tafeln jeder Länge in der Aufgabestation 12 verfügbar ist. Bei der Auf- gäbe auf den Förderer des Durchlauftrockners werden die Tafeln 26 so gedreht, dass ihre Faserlaufrichtung (Pfeil) mit der Transportrichtung des Förderers übereinstimmt.

Wahlweise können auch Tafeln unterschiedlicher Länge auf derselben Spur des Durchl- auftrockners aufeinanderfolgen. Beispielsweise können die Tafeln unterschiedlicher Länge nach dem Zufallsprinzip auf die einzelnen Spuren oder ggf. auch nur eine einzige Spur des Durchlauftrockners aufgegeben werden.

Wenn die Tafeln 26 den Durchlauftrockner 14 verlassen haben, werden sie nach Qualität sortiert und z.B. in einem Hochregal eingelagert. Vor der Legestation 16 werden die Furnierstapel aus dem Hochregal kommend entstapelt und mittels Scanner nach Länge und Qualität sortiert. Die tafeln werden dann mit Hilfe von Beleimvorrichtungen 30 an der Oberseite beleimt. Mit Hilfe eines Legeroboters 32 werden die beleimten Tafeln der Reihe nach an das hintere Ende eines mehrlagigen Stranges 34 von Furniertafeln ange- legt, der mit Hilfe eines Förderers kontinuierlich der Durchlaufpresse 18 zugeführt wird. Die Auswahl der Tafel 26, die von dem Legeroboter 32 als nächstes an den Strang angelegt wird, und die Auswahl der Lage des Stranges, in der sie angelegt werden, erfolgt unter Berücksichtigung bestimmter Kriterien für die Länge der Tafel, wie weiter unten noch näher erläutert wird. Wahlweise kann auch das Vorhandensein und die Position etwaiger Schadstellen berücksichtigt werden, z.B. um zu verhindern dass schadhafte Stellen in den Furnieren in zwei aufeinanderfolgenden Lagen direkt übereinander liegen. Wenn bei Berücksichtigung aller Kriterien noch Wahlfreiheit besteht, erfolgt die Auswahl nach dem Zufallsprinzip. In dem Strang 34 liegen die Tafeln 26 in mehreren Lagen übereinander, so dass in der Draufsicht in Fig. 1 im wesentlichen nur die oberste Lage zu sehen ist, in der Tafeln 26 mit unterschiedlichen Längen in unregelmäßiger Reihenfolge aufeinanderfolgen. Lediglich am hinteren Ende des Stranges 34, links in Fig. 1, sieht man eine Treppe 36, die dadurch entsteht, dass die Tafeln in den tieferen Lagen jeweils etwas nach hinten (nach links) über das hintere Ende der Tafel in der nächsthöheren Lage überstehen.

In der Durchlaufpresse 18 werden die Tafeln 26 des in dieser Weise gebildeten Stranges 34 dann durch Druck und Hitze zu Furnierschichtholz verpresst.

In Fig. 2 ist ein hinterer Endabschnitt des Stranges 34 schematisch in einer Seitenansicht gezeigt. Durch das Schäften in der Schälstation 10 sind die vorderen und hinteren Kanten jeder Tafel 26 unter einem einheitlichen Winkel so angeschrägt worden, dass schräg zur Tafelebene verlaufende Stoßfugen 38 entstehen. Mit Hilfe des Legeroboters 32 werden die Tafeln 26 innerhalb jeder Lage so angelegt, dass ihre geschäfteten Kanten satt aneinander anliegen. Die Tafeln 26 der höheren Lagen werden jeweils in einer etwas in Transportrichtung des Stranges 34 nach vorn versetzten Position abgelegt und ebenfalls mit ihren Stoßkanten satt aneinander angelegt. Auf diese Weise entsteht am hinteren Ende des Stranges die erwähnte Treppe 36.

Durch den Versatz der Tafeln 26 von Lage zu Lage wird erreicht, dass sich die Stoßfugen 34 nicht in allen Lagen an derselben Stelle befinden, wodurch die Stabilität des Furnierschichtholzes beeinträchtigt würde. Vielmehr bilden die Tafeln 26 der verschie- denen Lagen auf diese Weise einen Verband, durch den eine hohe Festigkeit und Stabilität erreicht wird. Da jedoch bei dem hier beschriebenen Legeverfahren Tafeln 26 unterschiedlicher Länge in unregelmäßiger Reihenfolge aufeinanderfolgen, ergeben die Stoßfugen 34 kein regelmäßiges Muster, sondern einen sogenannten wilden Verband, d.h., die Positionen der Stoßfugen 34 sind quasi zufällig über die Seitenfläche des Stranges 24 verteilt.

Bei der Auswahl der als nächstes anzulegenden Tafel 26 und bei der Wahl des Legeortes, insbesondere bei der Wahl der Lage, in der die Tafel abzulegen ist, muss jedoch darauf geachtet werden, dass die Konfiguration der Treppe 36 erhalten bleibt und kein Überhang 40 von der Art entsteht, wie er in Fig. 3 gezeigt ist.

Fig. 3 zeigt den Stapel nach Fig. 2 in einem früheren Stadium während des Legeprozes- ses. Die eine denkbare Position einer als nächstes anzulegenden Tafel ist in Fig. 3 mit A gekennzeichnet. Wenn die nächste Tafel, der Länge durch zufällige Auswahl bestimmt wurde, tatsächlich in dieser Position A abgelegt würde, so würde die Tafel nach hinten über die hintere Kante der nächsttieferen Tafel überstehen, wodurch sich der Überstand 40 ergeben. Das würde es zumindest erheblich erschweren, die nächste Tafel in der zweituntersten Lage so anzulegen, dass sie in den Überhang eingreift.

Die Entstehung des Überhangs 40 lässt sich aber im gezeigten Beispiel dadurch vermeiden, dass die für das Anlegen ausgewählte Tafel nicht in der Position A, sondern in der Position B angelegt wird, die in Fig. 4 gezeigt ist, also in einer tieferen Lage. Dadurch wird in Fig. 4 in der dritten Lage von unten so viel Platz geschaffen, dass hier im nächsten Schritt eine weitere Tafel mit verhältnismäßig großer Länge angelegt werden kann, ohne dass ein Überhang entsteht.

In Prinzip ist nicht ausgeschlossen, dass auch in der tieferen Lage (Position B) wieder ein Überhang entsteht, falls die Tafel in der nächsttieferen Lage zu kurz ist. In dem Fall müsste die nächste Tafel in einer noch tieferen Lage (soweit vorhanden) abgelegt werden. Notfalls wird die Tafel in der untersten Lage abgelegt, in der kein Überhang entstehen kann. Auf ähnliche Weise wird beim Legen der Tafeln 26 darauf geachtet, dass sich in zwei aufeinanderfolgenden Lagen des Stranges 34 niemals zwei Stoßfugen 38 an derselben Stelle befinden, was ebenfalls den Zusammenhalt des Verbandes schwächen würde. Der Anlegeort der Tafel und/oder die Länge der als nächstes anzulegenden Tafel wird deshalb stets so gewählt, dass die hintere Kante der neu angelegten Tafel stets um einen gewissen Mindestbetrag nach vorn (nach rechts in der Zeichnung) gegenüber der hinteren Kante der nächsttieferen Tafel versetzt ist, so dass sich die Konfiguration der Treppe 36 ergibt, wobei natürlich die Länge der "Treppenstufen" nicht einheitlich zu sein braucht.

Die hier beschriebene Vorgehensweise beim Legen der Tafeln 26 wird dadurch ermöglicht, dass bei dem hier beschriebenen Verfahren die Tafeln nicht zunächst zu einem Buch gelegt werden und dann die Bücher aneinander angefügt werden, sondern dass die Tafeln einzeln unmittelbar an den endlosen Strang 34 angelegt werden.

Das beschriebene Verfahren kann auf vielfältige Weise abgewandelt werden.

Statt die Tafeln 26 nach Länge zu sortieren, ist es beispielsweise auch möglich, die Tafeln der Legestation 16 in einer einzigen Reihe zuzufügen, wobei die Längen der aufei- nanderfolgenden Tafeln zufällig variieren. Die Entstehung eines Überhangs wird dann gegebenenfalls dadurch vermieden, dass die Tafel in einer tieferen Lage, notfalls in der untersten Lage angelegt wird. Gemäß einer weiteren Variante ist es auch möglich, in der Legestation 16 eine Pufferstation vorzusehen, in der Tafeln, die für den vorgesehenen Legeort zu lang sind, zunächst zwischengespeichert werden, bis sie später an anderer Stelle angelegt werden können.

Wahlweise ist es auch möglich, die Tafeln einer Qualitätskontrolle zu unterziehen und sie notfalls auszubessern oder zu kürzen, bevor sie in der Legestation 16 gelegt werden. Als Beispiel ist in Fig. 1 schematisch eine Prüf- und Ausbesserungsstation 42 gezeigt, die im Materialfluss zwischen dem Durchlauftrockner 14 und der Legestation 16 angeordnet ist. Die Prüf- und Ausbesserungsstation 42 kann beispielsweise einen Fehlstellenscanner und eine Schere enthalten, mit der eine als fehlerhaft erkannte Tafel gekürzt oder in zwei kürzere Tafeln aufgeteilt werden kann, um so die Fehlstelle zu entfernen. Die dabei neu entstehenden Kanten werden nachgeschäftet. Da in der Legestation die Längen der nacheinander gelegten Tafeln 26 ohnehin zufällig variieren, können auch Tafeln, die in der Prüf- und Ausbesserungsstation 42 weiter gekürzt werden, problemlos verarbeitet werden. Grundsätzlich ist es aber auch bekannt, etwaige Fehlstellen in den Tafeln 26 auszubessern, indem Löcher im Furnier mit Stopfen oder Füllmasse ausgefüllt werden. Wahlweise kann die Prüf- und Ausbesserungsstation 42 auch für solche Ausbesserungsarbeiten ausgelegt sein.

Es ist vorteilhaft, wenn die Breite der Tafeln 26 (in der Richtung quer zur Faserlaufrichtung), die letztlich die Breite des Stranges 34 bestimmt, mit einem Standardmaß für die Länge der Tafeln übereinstimmt, beispielsweise mit der Länge b. In dem Fall ist es nämlich möglich, Tafeln, die diese Länge b haben, in der Legestation 16 in einer um 90° gedrehten Position anzulegen, da das Maß b, das dann die Breite dieser Tafel in der Richtung quer zum Strang 34 angibt, mit der Breite des Stranges 34 übereinstimmt. Der Vorteil ist, dass auf diese Weise Tafeln mit zueinander rechtwinkligen Faserlaufrichtungen kombiniert werden können, wodurch sich eine noch größere Festigkeit des Furnierschichtholzes ergibt. Bei dem hier als Beispiel dargestellten Verfahren handelt es sich um ein Verfahren mit einer sogenannten Nass-Schäftung, bei der die Furniere schon im nassen Zustand, also vor dem Trocknen, unmittelbar in der Schälstation 10 geschäftet werden. Die Erfindung ist jedoch auch bei Verfahren mit Trocken-Schäftung anwendbar, bei denen das Schäften erst nach dem Trocknen der Tafeln erfolgt, vorzugsweise stromabwärts der Prüf- und Ausbesserungsstation 42.