ANDER, Hansjörg (Gassenweg 54, Bendorf, 56170, DE)
SCHÜRMANN, Michael (Paseo San Carlos 2984, Fracc. Valle Real C.P, Zapopan Jalisco, 45019, MX)
RÖSER, Heinz, Josef (Naunheimer Str. 14, Gappenach, 56294, DE)
ANDER, Hansjörg (Gassenweg 54, Bendorf, 56170, DE)
SCHÜRMANN, Michael (Paseo San Carlos 2984, Fracc. Valle Real C.P, Zapopan Jalisco, 45019, MX)
Ansprüche
1. Verfahren zur Herstellung einer Abdeckung (10) zum wieder-ablösbaren Bedecken von klebenden Oberflächen, ins- besondere zum wiederablösbaren Bedecken von klebenden Oberflächen von Klebebändern oder Klebefolien, gekennzeichnet durch folgende Schritte:
- Bereitstellen einer Trägerschicht (1);
- Aufbringen einer oder mehrerer erhabener Strukturen (3a, 3b) auf mindestens eine Oberfläche der Trägerschicht (1), wobei die Struktur (en) mit dieser Oberfläche fest verbunden werden;
- Bedecken der genannten Oberfläche und der mit dieser verbundenen Struktur(en) mit einer dehäsiven Schicht (2).
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die genannten Strukturen im wesentlichen flach sind.
3. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Strukturen langgestreckt oder in Form von Linien ausgebildet sind, vorzugsweise in gitterförmiger Anordnung, insbesondere als rechtwinkliges oder rautenförmiges Gitter.
4. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Strukturen in Form eines regelmäßigen oder unregelmäßigen Musters angeordnet werden.
5. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüchie, dadurch gekennzeichnet, daß clie Strukturen in der Wesise angeordnet werden, daß zumindest einige, vorzugsweise sämtliche der genannten Strukturen bis an einen Außenrand der Abdeckung heranreichen.
6. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die erhabene (n) Struktur (en) eine Wiederholungseinheit bildet/bilden, wobei zwei oder mehrere dieser Wiederholungseinheiten nebeneinanderliegend oder/und hintereinandergereiht angeordnet werden.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen mindestens zwei aneinandergrenzenden Wiederholungseinheiten jeweils eine langgestreckte erhabene Struk- tur angebracht wird, die vorzugsweise bis zu den seitlichen Rändern der Abdeckung verläuft.
8. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die genannten Strukturen aus einem Beschichtungsstoff oder Dichtstoff, insbesondere einem Lack, gebildet sind, vorzugsweise mittels Druckverfahren oder Sprühverfahren.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der genannte Beschichtungsstoff oder Lack aus der Gruppe ausgewählt ist, die UV-härtende Lacke und Beschichtungen, Acrylharz-Lacke, Acrylharz-Beschichtungen, Alkydharz-Lacke, Alkydharz-Beschichtungen, Polyurethan-Lacke, Polyurethan- BeSchichtungen, Epoxidharz--Lacke, Epoxidharz-Beschichtun- gen, Epoxyester-Lacke, Epo-πcyester-Beschichtungen, Polyesterharz-Lacke, Polyesterharz-Beschichtungen, Kautschuk- BeSchichtungen, Kautschuk-Lεicke, Nitrocellulose-Beschich- tungen, Nitrolacke, Polyvinylacetat-Beschichtungen, Polyvi- nylacetat-Lacke, PVC-Beschic.htungen, PVC-Lacke, Plastisole, Organosole, Kunststoffdispeπsionen, Silikon-Beschichtungen, sowie Kombinationen der vorstehend genannten Substanzen umfaßt.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die genannten Strukturen aus filmförmi- gen Kunststoffschichten oder .aus anderen film-bildenden Substanzen gebildet sind, vorzugsweise aus Polyolefin-, Polyamid- oder Polyesterfilmen, oder filmbildenden Cellulose- derivaten, Gelatine, Polyvinylpyrrolidon, Polyvinylalkohol, oder Kombinationen der vorstehend genannten Stoffe.
11. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Flächenanteil der genannten Strukturen 1 bis 50 % beträgt, vorzugsweise 5 bis 15 %.
12. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Trägerschicht aus Papier, Polyethylen-beschichtetem Papier oder einer Kunststoff- Folie hergestellt ist.
13. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die dehäsive Schicht durch Silikonisierung hergestellt ist .
14. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Strukturen zunächst auf eine Prozeßfolie aufgebracht und danach auf mindestens eine Oberfläche der Trägerschicht übertragen werden, wobei die Strukturen mit dieser Oberfläche fest verbunden werden, und daß anschließend die genannte Oberfläche und die mit dieser verbundenen Strukturen mit einer dehäsiven Schicht bedeckt werden.
15. Verwendung einer nach einem der Ansprüche 1 bis 14 hergestellten Abdeckung zur Herstellung eines klebenden Er- Zeugnisses, vorzugsweise zur Herstellungr von ein- oder doppelseitig klebenden Klebebändern oder von ein- oder doppelseitig klebenden Klebefolien.
16. Klebendes Erzeugnis, insbesondere ein Klebeband oder eine Klebefolie, dadurch gekennzeichnet, daß es zumindest eine klebende Oberfläche aufweist, die mit einer wiederab- lösbaren Abdeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 14 bedeckt ist .
17. Klebendes Erzeugnis nach Anspruch 16, dadurch gekenn- zeichnet, daß die durch die erhabenen Strukturen der Abdek- kung in der Klebschicht gebildeten Kanäle oder Vertiefungen bis an einen Außenrand oder bis an die Außenränder der klebenden Oberfläche heranreichen.
18. Verfahren zur Verminderung der Gefahr der Bildung von Einschlüssen gasförmiger oder flüssiger Stoffe, insbesondere von Lufteinschlüssen, beim Verkleben eines klebenden Erzeugnisses mit einem Substrat, gekennzeichnet durch folgende Schritte: - Bereitstellen einer Abdeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 14;
- Auflegen der Abdeckung auf eine klebende Oberfläche des klebenden Erzeugnisses in der Weise, daß die genannten Strukturen der Abdeckung in die klebende Oberfläche hin- eingedrückt werden;
- Abziehen der Abdeckung von der klebenden Oberfläche des klebenden Erzeugnisses;
- In-Kontakt-Bringen der klebenden Oberfläche des klebenden Erzeugnisses mit einer Oberfläche des Substrates, woraus eine klebende Verbindung resultiert.
19. Verfahren zur Verminderung der Gefahr der Bildung von Einschlüssen gasförmiger oder flüssiger Stoffe, insbesondere von Lufteinschlüssen, beim Verkleben eines klebenden Erzeugnisses mit einem Substrat, gekennzeichnet durch folgende Schritte:
- Bereitstellen einer Abdeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 14; - Auftragen einer flüssigen Klebstoffmasse auf die mit den genannten Strukturen versehene Seite der Abdeckung, und Ausbildung einer KlebstoffSchicht durch Verfestigung der flüssigen Masse;
- Abziehen der Abdeckung von der Oberfläche der Klebstoffschicht des klebenden Erzeugnisses;
- In-Kontakt-Bringen der klebenden Oberfläche des klebenden Erzeugnisses mit einer Oberfläche des Substrates, woraus eine klebende Verbindung resultiert. |
Verfahren zur Herstellung von Abdeckungen für klebende Erzeugnisse.
Die vorliegende Erfindung betrifft Verfahren zur Herstellung von Abdeckungen, die zum wiederablösbaren Bedecken von klebenden Oberflächen, insbesondere zum Bedecken von klebenden Oberflächen von Klebebändern oder Klebefolien, geeignet sind. Die Erfindung erstreckt sich ferner auf Abdek- kungen, die mittels der genannten Verfahren erhältlich sind. Des weiteren bezieht sich die Erfindung auf haftklebende Erzeugnisse, die mit einer erfindungsgemäßen Abdek- kung ausgestattet sind, sowie auf die Verwendung der genannten Abdeckungen zur Herstellung von klebenden Erzeug- nissen und zur Verhinderung der Bildung von Gas- oder Flüssigkeitseinschlüssen beim Verkleben von klebenden Erzeugnissen mit Substratoberflächen.
Klebende Erzeugnisse wie Klebebänder oder Klebefolien, die im allgemeinen aus einer Trägerschicht und einer darauf beschichteten Klebschicht aufgebaut sind, werden in den verschiedensten Anwendungsbereichen zum Verbinden oder Aneinanderfügen von Gegenständen verwendet, oder als schützendes oder dekoratives Material zum Bedecken von Oberflächen von Gegenständen. Die zum Herstellen der klebenden Verbindung bestimmte Oberfläche der Klebschicht ist in der Regel mit einer Abdeckung, auch Release Liner genannt, bedeckt, die ablösbar ist und vor der Verwendung des klebenden Erzeugnisses von der Klebschicht abgezogen wird. Derartige Abdek- kungen sind üblicherweise aus einer TrägerSchicht und einer damit verbundenen dehäsiven Schicht aufgebaut. Die freie Oberfläche der dehäsiven Schicht ist für den Kontakt mit einer Klebstoffoberfläche bestimmt und erleichtert das Wiederablösen der Abdeckung von der KlebstoffSchicht .
Die Applikation von Klebebändern oder Klebefolien auf eine zu verklebende oder zu bedeckende Oberfläche gestaltet sich oft als schwierig, da auch bei sehr geschickter Handhabung nicht vermieden werden kann, daß sich Luftblasen bilden, die zwischen die zu beklebende Oberfläche und die KlebstoffSchicht eingeschlossen werden. Eine nachträgliche Beseitigung dieser Lufteinschlüsse ist meist nicht möglich oder ist jedenfalls mit zusätzlichem Arbeitsaufwand verbunden. Das Vorhandensein von Luftblasen wirkt sich zum einen ungünstig auf die Festigkeit der Klebverbindung aus, zum anderen ist die dadurch hervorgerufene Unebenheit der nach außen sichtbaren Oberfläche der Klebefolie oder des Klebebandes nachteilig.
Um die Bildung von Luftblasen zu unterdrücken, ist es bekanntlich vorteilhaft, wenn die Klebschichtoberfläche nicht völlig glatt ist, sondern Vertiefungen aufweist, die das Entweichen von Luft (oder anderer Gasgemische oder Gase, oder von Flüssigkeiten) während des Klebvorgangs erleich- tern. Solche unebenen, strukturierten Klebstoffschichten können beispielsweise dadurch erhalten werden, daß die Oberfläche der Klebschicht mit einer Abdeckung bedeckt wird, die auf der der Klebschicht zugewandten Seite entsprechende dreidimensionale, reliefartig erhöhte Oberflä- chenstrukturen aufweist. Wenn eine derartige Abdeckung auf eine Klebschicht aufgelegt und aufgepreßt wird, werden die Oberflächenstrukturen in die KlebstoffSchicht eingeprägt, so daß dort entsprechende komplementäre (oder reziproke) Oberflächenstrukturen ausgebildet werden. Abdeckungen (Re- lease Liner) mit geeigneten strukturierten Oberflächen sind im Handel erhältlich, beispielsweise Abdeckungen mit einer unregelmäßigen Prägung, die als "Orangenhautstruktur" bekannt ist .
Die Herstellung solcher Abdeckungen erfolgt im allgemeinen in der Weise, daß ein geeignetes Ausgangsmaterial (z. B. Kunststofffolie oder kunststoffbeschichtetes Papier) einem Prägevorgang unterzogen wird, wodurch auf einer der beiden Seiten der Abdeckung die erwähnten reliefartigen Erhöhungen erzeugt werden. Diese Seite der Abdeckung ist für den Kontakt mit einer Klebschicht bestimmt; die mit den reliefartigen Erhöhungen versehene Oberfläche ist mit einer dehäsi- ven Beschichtung versehen.
Die beschriebene Herstellung mittels Prägeverfahren ist aus verschiedenen Gründen nachteilig. Durch das Prägen werden aufgrund der dadurch bewirkten Verformung in der Abdeckung lokale Veränderungen der physikalischen Struktur hervorge- rufen. Des weiteren erfordert der Prägevorgang - abhängig von der Art der Prägestrukturen - die Anwendung eines relativ hohen mechanischen Druckes, wofür entsprechend belastbare Vorrichtungen benötigt werden.
Außerdem sind die bekannten Prägeverfahren wenig geeignet oder ungeeignet, wenn Abdeckungen hergestellt werden sollen, deren reliefartiges Oberflächenprofil nur eine geringe Höhe, beispielsweise im Bereich von 5 bis 100 um, aufweist. Dasselbe trifft zu, wenn das reliefartige Oberflächenprofil einzelne geometrische Figuren umfaßt, die jeweils eine sehr geringe Flächenausdehnung haben (z. B. weniger als 0,25 mm 2 ), oder wenn das reliefartige Oberflächenprofil linien- oder gitterförmige Strukturen aufweist, die nur eine geringe Breitenausdehnung aufweisen (z. B. 10 bis 500 um).
Der vorliegenden Erfindung lag deshalb die Aufgabe zugrunde, Herstellungsverfahren aufzuzeigen, mittels welcher Abdeckungen der vorstehend beschriebenen Art erhalten werden können, wobei die genannten Nachteile oder Beschränkungen vermieden oder reduziert werden.
Diese und weitere Aufgaben werden überraschenderweise durch die in den unabhängigen Patentansprüchen definierten Gegenstände gelöst, sowie durch die in den abhängigen Ansprüchen beschriebenen bevorzugten Ausführungsformen.
Demnach betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Herstellung einer Abdeckung zum wiederablösbaren Bedek- ken von klebenden Oberflächen, insbesondere zum wiederablösbaren Bedecken von klebenden Oberflächen von Klebebän- dem oder Klebefolien. Dieses Verfahren weist folgende Schritte auf:
- Bereitstellen einer Trägerschicht;
- Aufbringen einer oder mehrerer erhabener Strukturen auf mindestens eine Oberfläche der Trägerschicht, wobei die Struktur (en) mit dieser Oberfläche fest verbunden werden;
- Bedecken der genannten Oberfläche und der mit dieser verbundenen Struktur (en) mit einer dehäsiven Schicht.
Geeignete Trägermaterialien zur Herstellung der Abdeckung sind dem Fachmann bekannt; vorzugsweise kommen hierfür folgende Materialien in Betracht: Polyolefine (Polyethylen, Polypropylen) , Polyvinylchlorid, Ethylen-Vinylacetat- Copolymere, Ethylen-Vinylalkohol-Copolymere, Polycarbonat, Polyethylenterephthalat, fluorierte thermoplastische Kunst- Stoffe, Polyurethane, Polyamide, Polyimide, Papier, PoIy- ethylenbeschichtetes Papier, silikonbeschichtete Polymerma- terialien, sowie Laminate und Coextrudate aus den vorgenannten Materialien.
Im allgemeinen sind die verwendeten Trägermaterialien dünn und biegsam (Dicke ca. 0,01 bis 0,5 mm). Nach einer bevorzugten Ausführungsform ist die Trägerschicht aus Papier, Polyethylen-beschichtetem Papier oder einer Kunststoff- Folie (z. B. Polyester) hergestellt.
Die erwähnten erhabenen Strukturen sind aus einem festen Material gebildet; sie werden als "erhaben" bezeichnet, da sie - nachdem sie mit der Oberfläche der Trägerschicht verbunden wurden - aus dieser Oberfläche emporragen. Vorzugs- weise beträgt die Höhe dieser Struktur (en) zwischen 2 um und 1 mm, besonders bevorzugt zwischen 2 um und 50 um, jeweils bezogen auf die die Strukturen umgebende Oberfläche der Trägerschicht .
Die Trägerschicht kann entweder mit einer einzigen, zusammenhängenden erhabenen Struktur versehen werden, oder mit einer Vielzahl (d. h. zwei oder mehrere) von einzelnen Strukturen. Grundsätzlich können diese Strukturen nahezu beliebige geometrische Flächenformen aufweisen. Der Flä- chenanteil der erhabenen Strukturen beträgt vorzugsweise 1 bis 50 %, besonders bevorzugt 5 bis 15 %.
Die genannte (n) Struktur(en) kann/können wahlweise auf nur einer Seite der Abdeckung, oder auf beiden Seiten, aufge- bracht werden.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform sind die genannten erhabenen Strukturen im wesentlichen flach, d. h. die Höhe einer einzelnen Struktur (bezogen auf die umgebende Ober- fläche der Trägerschicht, auf der die jeweilige Struktur befestigt ist), ist kleiner als die anderen Dimensionen (Breite, Länge, Durchmesser) dieser Struktur. Vorzugsweise beträgt die längste Flächenausdehnung einer Struktur mindestens das doppelte, vorzugsweise ein Vielfaches der Höhe (oder Schichtdicke) dieser Struktur.
Des weiteren ist vorgesehen, daß eine Vielzahl der genannten Strukturen in Form eines regelmäßigen oder' unregelmäßigen Musters angeordnet wird. Ein solches Muster umfaßt eine Vielzahl von einzelnen Strukturen, die gleich oder unterschiedlich geformt sein können. Die einzelnen Strukturen
können getrennt voneinander (d. h. mit seitlichem Abstand) oder vorzugsweise zusammenhängend angeordnet sein. Beispielsweise können die erhabenen Strukturen in Form von nicht zusammenhängenden, voneinander beabstandeten Noppen ausgebildet sein.
Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind die genannten erhabenen Strukturen langgestreckt oder in Form von Linien, Graten oder Wülsten ausgebildet, vorzugsweise in gitter- oder wabenförmiger Anordnung, insbesondere als rechtwinkliges oder rautenförmiges Gitter. Durch die lini- en- bzw. gitterförmige Anordnung wird bei einem klebenden Erzeugnis, das unter Verwendung einer derartigen Abdeckung hergestellt wurde, eine besonders wirksame Ableitung der Luft (oder eines anderen gasförmigen oder flüssigen Stoffes oder Stoffgemisches) während des Applikationsvorgangs ermöglicht.
Auch wellenförmige, gekrümmte, zickzackförmige oder unregelmäßig verlaufende Linienstrukturen kommen in Betracht . Die Breite der linienförmigen Strukturen kann - in Bezug auf deren Längsrichtung - konstant sein oder variabel, z. B. zunehmend. Vorzugsweise liegt die Breite der Linien (in der Draufsicht) im Bereich von 0,01 bis 5 mm, insbesondere von 0,1 bis 2 mm. Der seitliche Abstand zwischen benachbar- ten (z. B. parallel verlaufenden) langgestreckten erhabenen Strukturen beträgt vorzugsweise 0,5 - 100 cm, insbesondere 5 - 50 mm.
Besonders vorteilhaft ist eine Anordnung der genεinnten er- habenen Strukturen in der Weise, daß zumindest einige, vorzugsweise sämtliche der genannten Strukturen bis εin einen Außenrand der Abdeckung heranreichen. Wenn eine derartige Abdeckung - wie oben beschrieben - auf eine Klebschicht eines klebenden Erzeugnisses aufgelegt und erfordernichen- falls aufgepreßt wird, werden die Oberflächenstrukturen in die Klebstoffschicht eingeprägt, so daß dort entsprechende
komplementäre (oder reziproke) Oberflächenstrukturen ausgebildet werden, die bis an einen Außenrand der Klebstoff- schicht heranreichen. Wenn dieses klebende Erzeugnis zum Bekleben oder Verkleben von Gegenständen verwendet wird, wird eine besonders wirksame Ableitung von Luft (bzw. anderer Gase, oder von Flüssigkeiten) aus dem Klebespalt ermöglicht und die Bildung von luft- oder gasgefüllten Blasen zwischen der zu verklebenden Oberfläche eines Gegenstands und der Klebstoffschicht verhindert.
Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, daß die erhabenen Strukturen der Abdeckung eine Wiederholungseinheit bilden, wobei zwei oder mehrere dieser Wiederholungseinheiten nebeneinanderliegend oder/und hintereinandergereiht angeordnet sein können.
Vorzugsweise haben die erhabenen Strukturen einer Wiederholungseinheit im wesentlichen dieselbe Höhe. Die nebeneinander oder/und hintereinander angeordneten Wiederholungseinheiten enthalten jeweils im wesentlichen dieselbe erhabene Oberflächenstruktur oder dieselbe regelmäßige oder unregelmäßige Anordnung von erhabenen Strukturen.
Die Erzeugung solcher Wiederholungseinheiten kann beispielsweise mittels einer Druckwalze oder Druckplatte er- folgen, wobei die Länge bzw. Breite der Wiederholungseinheiten durch den Umfang und die Breite der Walze bzw. durch die Länge und Breite der jeweils verwendeten Druckplatte bestimmt werden. Die in der Oberfläche der Abdeckung nebeneinander oder/und hintereinander angeordneten Wiederholungseinheiten haben jeweils im wesentlichen dieselbe geometrische Form und Flächenausdehnung, vorzugsweise rechteckig oder quadratisch mit einer Flächenausdehnung im Bereich von 10 cm 2 bis I m 2 , insbesondere 25 cm 2 bis 250 cm 2 .
Wenn die erfindungsgemäße Abdeckung, wie erwähnt, unter Ausbildung von zwei oder mehreren, nebeneinander oder hintereinander angeordneten Wiederholungseinheiten hergestellt wird, ist es vorteilhaft, wenn zwischen mindestens zwei (vorzugsweise zwischen allen) aneinandergrenzenden Wiederholungseinheiten langgestreckte erhabene Strukturen (z. B. Grate oder Wülste) angebracht werden, die mit den erhabenen Strukturen der Wiederholungseinheiten in Verbindung stehen. Dies läßt sich beispielsweise durch Verwendung einer Druck- platte erreichen, die einen entsprechenden erhabenen umlaufenden Rand aufweist. Eine andere Möglichkeit besteht in der Verwendung einer Druckwalze, die auf ihrer Mantelfläche eine (oder mehrere) achsenparallele, erhabene Kante (n) oder Leiste (n) aufweist, und an den beiden Seiten einen umlau- fenden erhabenen Rand.
Die erhabenen Strukturen werden in der Weise auf die Trägerschicht aufgebracht, daß sie mit der jeweiligen Oberfläche der Trägerschicht fest verbunden werden. Die feste Ver- bindung kann beispielsweise durch adhäsive Eigenschaften der Strukturen oder/und der Trägerschicht erreicht werden, falls erforderlich, unter Verwendung eines Klebstoffs oder einer klebrigmachenden Zusammensetzung. Abhängig von der Art der ausgewählten Materialien können die genannten Strukturen auch unter Anwendung von Wärme an die Oberfläche der Trägerschicht fixiert werden. Wenn die Strukturen in flüssiger bzw. halbflüssiger Form (z. B. als Lösung, Dispersion oder Schmelze) aufgetragen werden, wird durch das Entfernen der Lösemittel (Trocknen) oder die Verfestigung der flüssigen oder halbfesten Zusammensetzung im allgemeinen eine ausreichend feste Bindung zwischen den so gebildeten Strukturen und der Oberfläche der Trägerschicht erzielt.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform werden die genannten erhabenen Strukturen auf die Oberfläche der Trägerschicht aufgedruckt, d. h. sie werden unter Verwendung eines Druckverfahrens (z. B. Siebdruck, Tampondruck, Rotati- onsdruckverfahren) hergestellt, oder sie werden aufgesprüht .
Des weiteren wird bevorzugt, daß die genannten Strukturen durch Auftragen (insbesondere Aufdrucken oder Aufsprühen) einer Beschichtung erzeugt werden, insbesondere durch Auftragen oder Aufdrucken eines in flüssiger Form vorliegenden Lackes, der anschließend aushärtet oder erstarrt. Als Lacke und Beschichtungsstoffe kommen insbesondere folgende in Betracht: UV-härtende Lacke und Beschichtungen, Acrylharz- Lacke, Acrylharz-Beschichtungen, Alkydharz-Lacke, Alkyd- harz-Beschichtungen, Polyurethan-Lacke, Polyurethan-Be- schichtungen, Epoxidharz-Lacke, Epoxidharz-Beschichtungen, Epoxyester-Lacke, Epoxyester-Beschichtungen, Polyesterharz-Lacke, Polyesterharz-Beschichtungen, Kautschuk-Be- Schichtungen, Kautschuk-Lacke, Nitrocellulose-Beschichtun- gen, Nitrolacke, Polyvinylacetat-Beschichtungen, Polyvinyl- acetat-Lacke, PVC-Beschichtungen, PVC-Lacke, Plastisole, Organosole, Kunststoffdispersionen, Silikon-Beschichtungen; sowie Kombinationen der vorgenannten Stoffe. Des weiteren kommen auch DichtStoffe in Betracht, welche dem Fachmann ebenfalls bekannt sind (z. B. Silikone, Polyurethane, PoIy- sulfide, wäßrige Acrylatdispersionen, Heißschmelzprodukte, Plastisole) .
Des weiteren können die genannten erhabenen Strukturen durch filmförmige Kunststoffschichten gebildet werden, z. B. aus Polyolefin-, Polyamid-, oder Polyesterfilmen. Für diesen Zweck kommen ferner Filmbildner wie z. B. fumbildende Cellulosederivate (insbesondere Ethylcellulose, Me- thylhydroxypropylcellulose, Celluloseacetatphtphalat) , Gelatine, Polyvinylpyrrolidon oder Polyvinylalkohol in Be--
tracht, sowie Kombinationen verschiedener fumbildender Substanzen. Die zur Bildung der genannten Strukturen verwendeten Ausgangsstoffe, z. B. Filmbildner, können auf dem Fachmann bekannte Weise in Form von Lösungen, Dispersionen oder Emulsionen aufgebracht werden, vorzugsweise mittels Druckverfahren.
Allgemein kommen für die Erzeugung der genannten erhabenen Strukturen (z. B. durch Aufdrucken) thermoplastische, ela- stomere oder duroplastische Materialien oder Zusammensetzungen unterschiedlichster Art in Betracht.
Bei Bedarf können den für die Herstellung der erhabenen Strukturen verwendeten Formulierungen (z. B. Lacke) weitere Inhaltsstoffe zugefügt werden, z. B. Tenside, Farbstoffe, Pigmente, Bindemittel, feuchtigkeitsabsorbierende Substanzen, Nanofasern (z. B. Carbon-Nanofasern, Polylactid-Nano- fasern) , Primer für unpolare Kunststoffe (wie z. B. PoIy- ethylen, Polypropylen) etc..
Ferner können die genannten Strukturen auch durch Aufprägen von festen Stoffen (z. B. aus ά&n oben erwähnten Materialien) erzeugt werden. Nach einer weiteren Ausführungεform der Erfindung ist vor- gesehen, daß die Strukturen zunächst auf eine Prozeßfolie aufgebracht werden (wie vorstehend beschrieben) und danach auf mindestens eine Oberfläche der Trägerschicht übertragen werden. Die Strukturen sind alblösbar mit der Prozeßfolie verbunden; diese kann zu diesom Zweck dehäsiv beschichtet sein. Um die übertragung der {Strukturen zu ermöglichen, wird diejenige Seite der Prozeßfolie, auf der die genannten Strukturen aufgebracht wurden , auf eine Oberfläche einer Trägerschicht gelegt und mit «dieser in Kontakt gebracht, falls erforderlich, unter Anwendung von mechanischem Druck (z. B. Walze) und/oder Wärme. Auf diese Weise werden die
Strukturen mit der Oberfläche der Trägerschicht fest verbunden werden.
In jedem Fall wird die mit den genannten erhabenen Struktu- ren versehene Oberfläche der Trägerschicht anschließend mit einer dehäsiven Schicht bedeckt, welche sowohl die freie Oberfläche der genannten Strukturen als auch diejenigen Oberflächenbereiche der Trägerschicht, die nicht mit den genannten Strukturen versehen sind, bedeckt.
Geeignete Materialien und Verfahren zur Erzeugung der dehäsiven Schicht sind dem Fachmann grundsätzlich bekannt. Im Betracht kommen hierfür Trennmittel wie z. B. Silikontrennmittel (Dimethylsiloxane) , silikonmodifizierte Polymere, reaktive Silikonharze auf Basis von Methylpolysiloxanen, modifizierte Derivate von Methylpolysiloxanen. Das Auftragen der Silikontrennmittel kann mittels Lösemitteln, aus organischer Lösung, wäßriger Dispersion oder lösemittelfrei erfolgen, beispielsweise durch Rakelauftrag oder mittels Sprühverfahren. Die Dicke der dehäsiven Schicht liegt vorzugsweise im Bereich von 0,1 bis 100 um, insbesondere 1-20 um.
Die mittels der oben beschriebenen Verfahren hergestellten Abdeckungen eignen sich in vorteilhafter Weise zur Herstellung von klebenden Erzeugnissen aller Axt, insbesondere zur Herstellung von Klebebändern oder KlebeJEolien, die jeweils einseitig oder doppelseitig klebend ausgerüstet sein können. Durch die auf der Abdeckung vorhandenen erhabenen Strukturen wird in der mit dieser Abdeckung bedeckten Klebschicht eine komplementäre Reliefstrukt ur eingeprägt, welche die Ableitung von Luft bzw. Flüssiς .f keiten während des Klebvorgangs ermöglicht .
Die Verwendung einer erfindungsgemäß hergestellten Abdek- kung zur Herstellung eines klebenden Erzeugnisses kann zum einen darin bestehen, daß eine mit den genannten Strukturen versehene Oberfläche einer Abdeckung mit einer Oberfläche einer Klebschicht des klebenden Erzeugnisses in Kontakt gebracht wird, unter Ausbildung von komplementären Reliefstrukturen in der Klebschichtoberfläche, evtl. unter Druckeinwirkung (Druckwalze) . Alternativ kann die die Klebschicht bildende Klebstoffmasse direkt auf die mit den ge- nannten Strukturen versehene Oberfläche der Abdeckung beschichtet werden.
Die Verwendung einer erfindungsgemäß hergestellten Abdek- kung zur Herstellung eines klebenden Erzeugnisses kann zum anderen darin bestehen, daß diese Abdeckung als Prozeßfolie verwendet wird, auf welche - wie vorstehend beschrieben - eine Klebschicht aufgebracht wird. Anschließend (nach dem Trocknen bzw. der Verfestigung der Klebschicht) wird diese Prozeßfolie entfernt und durch eine herkömmliche Abdeckung ersetzt, die nicht mit den genannten erhabenen Strukturen versehen ist.
Die vorliegende Erfindung erstreckt sich ferner auf klebende Erzeugnisse, die zumindest eine klebende Oberfläche auf- weisen, welche mit einer erfindungsgemäßen wiederablösbaren Abdeckung, wie vorstehend beschrieben, bedeckt sind. Insbesondere handelt es sich hierbei um Klebebänder und Klebefolien.
Die erhabenen Strukturen, und die durch diese in der Klebschicht erzeugten ReliefStrukturen, dienen dazu, beim Herstellen eines Klebeverbundes zwischen dem klebenden Erzeugnis und einem zu verklebenden Substrat die Ableitung von Luft (oder eines anderen gasförmigen oder flüssigen Stoffes oder Stoffgemisches) aus dem Klebespalt (zwischen der KlebstoffOberfläche und der Substratoberfläche) zu ermöglichen
oder zu verbessern. Vorzugsweise sind die erhabenen Strukturen so ausgebildet, daß in einer damit bedeckten Klebschicht eine Vielzahl von einzelnen Kanälen oder ein zusammenhängendes Kanalsystem gebildet wird, wodurch die Ablei- tung von Luft oder flüssigen Stoffen nach außen (d. h. zu den Rändern der KlebstoffSchicht hin) ermöglicht wird.
Hinsichtlich der Auswahl einer erfindungsgemäßen Abdeckung wird bevorzugt, daß die genannten erhabenen Strukturen der Abdeckung eine durchschnittliche Höhe aufweisen, die dem 0,001- bis 0,5-fachen Wert, insbesondere dem 0,01 bis 0,1- fachen Wert, der Höhe (d. h. der Dicke) der Klebstoffschicht entspricht.
Bezüglich der Anordnung der erhabenen Strukturen wird ferner bevorzugt, daß zumindest einige, vorzugsweise sämtliche der genannten Strukturen bis an einen Außenrand der Abdek- kung heranreichen. In jedem Fall ist es vorteilhaft, wenn die Klebschicht in der Weise mit der Abdeckung bedeckt wird, daß die erhabenen Strukturen bis an die äußeren Ränder (insbesondere an die seitlichen Ränder) der Klebschicht heranreichen. Dadurch wird eine besonders effiziente Ableitung der Luft (oder eines anderen gasförmigen oder flüssigen Stoffes oder Stoffgemisches) ermöglicht.
Klebstoffe und Klebstoffschichten, die für die Zwecke der vorliegenden Erfindung in Betracht kommen, sind dem Fachmann ebenfalls bekannt und auf dem Markt erhältlich. Bevorzugt werden Haftkleber und haftklebende Schichten verwen- det, wobei lösemittelbasierte Haftkleber, wasserbasierte KlebstoffSysteme (insbesondere Dispersionen), lösemittelfreie Haftkleber oder Hot-MeIt-Haftkleber unterschiedlichster Zusammensetzung in Betracht kommen, beispielsweise Haftklebemassen auf Polyacrylat-Basis, Silikonhaftkleber, Haftklebemassen auf Basis von Synthesekautschuk, Haftklebe-
massen auf Basis von Naturkautschuk, Haftklebemassen auf Basis von Cellulosederivaten, sowie Kombinationen davon.
Die Zusammensetzung der Klebschicht der erfindungsgemäßen klebenden Produkte wird vorzugsweise so gewählt, daß die Fließeigenschaften der Klebschicht derartig sind, daß die durch die Abdeckung eingeprägten komplementären Prägestrukturen (d. h. Vertiefungen) auch nach dem Ablösen der Abdek- kung von der Klebschicht in dieser erhalten bleiben, vor- zugsweise zumindest während eines Zeitraums von 5 min nach dem Ablösen, besonders bevorzugt zumindest während eines Zeitraums von 30 min nach dem Ablösen, jeweils bei einer Umgebungstemperatur von 15 bis 25 0 C.
Bei den erfindungsgemäßen klebenden Erzeugnissen handelt es sich insbesondere um Klebebänder oder Klebefolien, die jeweils einseitig oder doppelseitig klebend sein können. Die klebenden Produkte können zusätzlich eine Rückschicht aufweisen, auf welche die Klebschicht aufgebracht ist und mit der diese fest verbunden ist. Die Rückschicht kann beispielsweise aus Materialien wie Papier, Vlies, Folien, Geweben oder Schaumstoffen hergestellt sein; hierfür geeignete Materialien sind dem Fachmann bekannt. Des weiteren sind die erfindungsgemäßen Abdeckungen auch zur Verwendung bei trägerfreien Klebeprodukten (Transferklebebänder, Transferklebefolien) geeignet.
Mit der vorliegenden Erfindung werden ferner Verfahren zur Verminderung der Gefahr der Bildung von Einschlüssen gas- förmiger oder flüssiger Stoffe, insbesondere von Lufteinschlüssen, beim Verkleben eines klebenden Erzeugnisses mit einem Substrat bereitgestellt.
Ein solches Verfahren weist nach einer ersten Ausführungs- form folgende Schritte auf:
- Bereitstellen einer Abdeckung, die mit erhabenen Strukturen ausgestattet ist, wie vorstehend beschrieben.
- Auflegen der Abdeckung auf eine klebende Oberfläche eines klebenden Erzeugnisses in der Weise, daß die genannten Strukturen der Abdeckung in die klebende Oberfläche hineingedrückt werden. Falls erforderlich, kann das Auflegen unter Anwendung eines Anpreßdruckes oder/und unter Wärmeeinwirkung erfolgen.
- Abziehen der Abdeckung von der klebenden Oberfläche des klebenden Erzeugnisses. Die durch die erhabenen Strukturen der Abdeckung in der Klebschicht erzeugte Reliefstruktur bleibt nach dem Abziehen der Abdeckung zumindest vorübergehend bestehen.
- In-Kontakt-Bringen der klebenden Oberfläche des klebenden Erzeugnisses mit einer Oberfläche des Substrates, woraus eine klebende Verbindung resultiert.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung weist ein Verfahren zur Verminderung der Gefahr der Bildung von Einschlüssen gasförmiger oder flüssiger Stoffe, insbesondere von Lufteinschlüssen, beim Verkleben eines klebenden Erzeugnisses mit einem Substrat, folgende Schritte auf:
- Bereitstellen einer Abdeckung^, die mit erhabenen Struktu- ren ausgestattet ist, wie vorstehend beschrieben.
- Auftragen einer flüssigen Klebstoffmasse (z. B. Klebstofflösung, -Dispersion, -5>chmelze) auf die mit den genannten Strukturen versehene Seite der Abdeckung, und Ausbildung einer Klebstoffschicht durch Verfestigung der flüssigen Masse (durch Abkühlen oder Trocknen bzw. Lösemittelentzug) . Durch die erhabenen Strukturen der Abdek- kung wird in der so erzeugten Klebstoffschicht eine komplementäre ReliefStruktur geformt.
- Abziehen der Abdeckung von der Oberfläche der Klebstoff- Schicht des klebenden Erzeugnisses. Die durch die erhabenen Strukturen der Abdeckung; in der Klebschicht er.-zeugte
Reliefstruktur bleibt nach dem Abziehen der Abdeckung zumindest vorübergehend bestehen. - In-Kontakt-Bringen der klebenden Oberfläche des klebenden
Erzeugnisses mit einer Oberfläche des Substrates, woraus eine klebende Verbindung resultiert.
Die bei der Herstellung der klebenden Erzeugnisse verwendete Abdeckung kann entweder auf der Klebschicht verbleiben (bis zur späteren Anwendung) , oder sie kann abgelöst und durch eine herkömmliche Abdeckung ersetzt werden. Im letztgenannten Fall wird die erfindungsgemäße Abdeckung lediglich als Prozeßfolie während der Herstellung verwendet, um die Klebschicht - wie beschrieben - mit den genannten erhabenen Strukturen auszustatten.
Falls ein Gegenstand, der mit einem klebenden Erzeugnis (z. B. Klebeband) beklebt oder verklebt werden soll, eine Oberfläche mit einer dreidimensionalen (relief-artigen) Struktur aufweist, ist es vorteilhaft, wenn die genannten erha- benen Strukturen, oder zumindest ein Teil dieser Strukturen, in der Weise gestaltet werden, daß die in der Klebstoffschicht erzeugte Struktur ganz oder teilweise komplementär zu der dreidimensionalen (relief-artigen) Struktur des zu verklebenden Gegenstandes ist. Auf diese Weise wird zum einen eine optimale Ableitung von Luft (oder anderen gasförmigen oder flüssigen Stoffen) während des Klebvorgangs ermöglicht, und zum anderen kann auf diese Weise die Klebfläche maximiert und eine ästhetisch einwandfreie Verklebung (Vermeidung von Faltenbildung) erziεslt werden.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von schematischen Zeichnungen beispielhaft erläutert.
FIG. IA zeigt einen Flächenabschnitt einer esrfindungsgemä- ßen Abdeckung (10) in Draufsicht. Die gestrichelte Linie x
bezeichnet die Schnittebene der in Fig. IB gezeigten Schnittdarstellung.
Durch einen aufgedruckten, verfestigten Lack werden auf der TrägerSchicht (1) der Abdeckung erhabene Strukturen in Form von Linien (3a, 3b) ausgebildet. Die TrägerSchicht (1) und die erhabenen Linien (3a, 3b) sind von einer Silikonschicht (2) bedeckt. Statt eines Lackes kann auch ein geeignetes thermoplastisches, elastomeres oder duroplastisches Material aufgedruckt werden.
FIG. IB zeigt die in Fig. IA dargestellte Abdeckung (10) in einer Schnittdarstellung entlang der gestrichelten Linie x in Fig. IA. Auf der TrägerSchicht (1), und mit dieser verbunden, befinden sich die erhabenen Strukturen in Form von Linien (3a, 3b), die von einer Silikonschicht (2) bedeckt sind.
FIG. 2 zeigt ein erfindungsgemäßes Klebeband (20) in einer Schnittdarstellung (entlang der Linie x in Fig. IA) . Das Klebeband ist mit der in Fig. IA und IB gezeigten Abdeckung (10) ausgerüstet. Das Klebeband (20) umfaßt eine Abdeckung (1), eine Klebschicht (4) und eine mit der Klebschicht fest verbundene Rückschicht (5) . Die erhabenen Strukturen (3a, 3b) sind von der Silikonschicht (2) bedeckt und in die Oberfläche der Klebschicht (4) eingebettet.
FIG. 3 zeigt - ebenfalls in einer Schnittdarst-.ellung - das in Fig. 2 dargestellte Klebeband (20) im Zustand nach dem Ablösen der Abdeckung (10) von der Klebschicht (4) . Das Klebeband umfaßt eine Rückschicht (5), eine mit dieser verbundene Klebschicht (4), sowie durch die Strukturen (3a, 3b) hervorgerufene reliefartige Vertiefungen (3a 1 , 3b 1 ). Diese haben einen linienartigen Verlauf, in übereinstimmung mit Fig. IA. Die in die Klebschicht eingeprä.gten Linien oder Rillen verlaufen vorzugsweise in der Längsrichtung des Klebebands. Sie können zusätzlich mit querverlaufenden Ii-
nienförmigen Vertiefungen kombiniert sein, die sich jeweils bis zu den seitlichen Rändern des Klebebands hin erstrecken (nicht abgebildet) . Die beschriebenen linienförmigen Vertiefungen ermöglichen auf diese Weise während des Applika- tionsvorgangs die Ableitung der Luft (oder eines anderen Gases oder Gasgemisches, einer Flüssigkeit oder eines Flüs- sigkeitsgemisches) aus dem Klebstoffspalt .
Fig. 4 zeigt - in Draufsicht - einen Flächenabschnitt einer erfindungsgemäßen Abdeckung (30) für ein Klebeband, mit in Längsrichtung aneinandergereihten Wiederholungseinheiten (a, b, c) , wobei jede Wiederholungseinheit im wesentlichen dieselbe geometrische Anordnung von erhabenen Strukturen (3c, 3d, 3e) aufweist. Zwischen den Wiederholungseinheiten und befinden sich längliche erhabene Strukturen (3f, 3g, 3h, 3i), die von einem seitlichen Rand der Abdeckung zum gegenüberliegenden Rand verlaufen, und die mit den erhabenen Strukturen (3c, 3d, 3e) in Verbindung stehen.
