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Title:
METHOD FOR PRODUCING METALLISED TEXTILE SURFACES USING ELECTRICITY-GENERATING OR ELECTRICITY-CONSUMING ELEMENTS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2008/101917
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for producing a metallised textile surface comprising at least one element which requires or generates an electric current, said method being characterised in that: (A) a formulation containing at least one metallic powder as a constituent is applied to a textile surface, extensively or in such a way as to form a pattern; (B) at least one element which requires or generates an electric current is fixed to at least two points to which the formulation was applied in step (A), and (C) another metal is deposited on the textile surfaces.

Inventors:
LOCHTMAN, Rene (M 7 2, Mannheim, Mannheim, 68161, DE)
WAGNER, Norbert (Frankenstr. 6, Mutterstadt, 67112, DE)
KACZUN, Jürgen (In den Backhauswiesen 15, Wachenheim, 67157, DE)
PFISTER, Jürgen (St.-Klara-Kloster-Weg 62b, Speyer, 67346, DE)
RAFFAELE ADDAMO, Antonino (3. Gartenweg 40, Ludwigshafen, 67063, DE)
NÖRENBERG, Ralf (Eschenbachstrasse 27, Ludwigshafen, 67063, DE)
Application Number:
EP2008/051979
Publication Date:
August 28, 2008
Filing Date:
February 19, 2008
Export Citation:
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Assignee:
BASF SE (67056 Ludwigshafen, DE)
LOCHTMAN, Rene (M 7 2, Mannheim, Mannheim, 68161, DE)
WAGNER, Norbert (Frankenstr. 6, Mutterstadt, 67112, DE)
KACZUN, Jürgen (In den Backhauswiesen 15, Wachenheim, 67157, DE)
PFISTER, Jürgen (St.-Klara-Kloster-Weg 62b, Speyer, 67346, DE)
RAFFAELE ADDAMO, Antonino (3. Gartenweg 40, Ludwigshafen, 67063, DE)
NÖRENBERG, Ralf (Eschenbachstrasse 27, Ludwigshafen, 67063, DE)
International Classes:
D06M11/74; A41D27/08; C09D5/24; D06M11/83; D06M13/52; D06M23/12; D06P1/44; D06Q1/04; H05B3/34
Attorney, Agent or Firm:
BASF SE (67056 Ludwigshafen, DE)
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Claims:

Patentansprüche

1. Verfahren zur Herstellung einer metallisierten textilen Oberfläche, die einen oder mehrere Artikel aufweist, die elektrischen Strom benötigen oder erzeugen, dadurch gekennzeichnet, dass man

(A) auf eine textile Oberfläche musterförmig oder flächig eine Formulierung aufbringt, die als Komponente mindestens ein Metallpulver (a) enthält,

(B) an mindestens zwei Stellen, an denen in Schritt (A) Formulierung aufgebracht wurde, mindestens einen Artikel fixiert, der elektrischen Strom benötigt oder erzeugt,

(C) ein weiteres Metall auf der textilen Oberfläche abscheidet.

2. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die in Schritt (A) eingesetzte Formulierung enthält: (a) mindestens ein Metallpulver,

(b) mindestens ein Bindemittel,

(c) mindestens einen Emulgator,

(d) gegebenenfalls mindestens einen Rheologiemodifizierer.

3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass man in Schritt (A) eine Druckformulierung aufdruckt, die mindestens ein Metallpulver (a) enthält.

4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass man einen oder mehrere thermische Behandlungsschritte (D) im Anschluss an

Schritt (A), (B) oder (C) durchführt.

5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei Metallpulver (a) um solches handelt, dass man durch thermische Zersetzung von Eisenpentacarbonyl gewonnen hat.

6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass man in Schritt (C) ohne externe Spannungsquelle arbeitet und dass das weitere Metall in Schritt (C) in der elektrochemischen Spannungsreihe der Elemente ein stärker positives Normalpotenzial aufweist als Metall, das Metallpulver (a) zugrunde liegt.

7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass man in Schritt (C) mit externer Spannungsquelle arbeitet und dass das weitere Metall in Schritt (C) in der elektrochemischen Spannungsreihe der Elemente ein stärker oder schwächer positives Normalpotenzial aufweist als Metall, das Metallpulver (a) zugrunde liegt.

8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass man Artikel, die elektrischen Strom benötigen oder erzeugen, wählt aus Licht emittierenden Dioden, flüssigkristallinen Anzeigeelementen, Peltierelementen, Transistoren, elektrochromen Farbstoffen, elektromechanischen Elementen und

Solarzellen.

9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass man Emulgator (c) wählt aus nichtionischen Emulgatoren.

10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass man nach Schritt (C) mindestens einen weiteren Schritt ausführt, gewählt aus

(F) eine korrosionsinhibierende Schicht aufbringt,

(G) eine flexible Schicht aufbringt, wobei die korrosionshemmende Schicht flexibel oder starr sein kann.

1 1. Metallisierte textile Oberflächen, erhältlich nach einem Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10.

12. Verwendung von metallisierten textilen Oberflächen nach Anspruch 1 1 als oder zur Herstellung von Textilien, die Strom in Wärme umwandeln, von Textilien, die elektrische Felder abschirmen können, von Textil-integrierter Elektronik, von Anzeigeeinrichtungen, von Dachhimmeln von Fahrzeugen und von Textilien, die Strom erzeugen können.

13. Textilien, die Strom in Wärme umwandeln, Textilien, die elektrische Felder abschirmen können, Textil-integrierte Elektronik, Anzeigeeinrichtungen, Dachhimmel von Fahrzeugen und Textilien, die Strom erzeugen können, hergestellt unter Verwendung von metallisierten textilen Oberflächen nach Anspruch 1 1.

Description:

Verfahren zur Herstellung von metallisierten textilen Oberflächen mit Strom erzeugenden oder Strom verbrauchenden Artikeln

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer metallisierten textilen Oberfläche, die einen oder mehrere Artikel aufweist, die elektrischen Strom benötigen oder erzeugen, dadurch gekennzeichnet, dass man

(A) auf eine textile Oberfläche musterförmig oder flächig eine Formulierung aufbringt, die als Komponente mindestens ein Metallpulver (a) enthält,

(B) an mindestens zwei Stellen, an denen in Schritt (A) Formulierung aufgebracht wurde, mindestens einen Artikel fixiert, der elektrischen Strom benötigt oder erzeugt,

(C) ein weiteres Metall auf der textilen Oberfläche abscheidet.

Weiterhin betrifft die vorliegende Erfindung nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellte metallisierte textile Oberflächen und Verwendung von metallisierten textilen Oberflächen.

Die Herstellung von metallisierten textilen Flächengebilden ist ein Arbeitsgebiet mit großem Wachstumspotenzial. Metallisierte textile Oberflächen finden zahlreiche An- Wendungsgebiete. Insbesondere metallisierte textile Oberflächen lassen sich beispielsweise als Heizmäntel einsetzen, weiterhin als Modeartikel, beispielsweise für leuchtende Textilien, oder zur Herstellung von Textilien, die in der Medizin einschließlich der Prophylaxe eingesetzt werden können, beispielsweise zur überwachung von Organen und ihrer Funktion. Weiterhin kann man metallisierte textile Oberflächen zur Abschirmung von elektromagnetischer Strahlung einsetzen.

Es ist wünschenswert, Textilien mit Artikeln zu versehen, die elektrischen Strom benötigen oder erzeugen, beispielsweise Transistoren oder Fotozellen. Bei dem Versuch, derartige Artikel so auf Flächengebilden zu fixieren, dass sie einen Kontakt mit elektri- schem Strom erhalten, gibt es jedoch Schwierigkeiten. Versucht man, elektrisch leitende Drähte in Folien einzuarbeiten, so sind spezielle Apparate erforderlich.

Insbesondere bisherige Verfahren zur Herstellung von derartigen metallisierten textilen Oberflächen sind jedoch noch sehr aufwändig und nicht flexibel. Man benötigt spezielle Geräte und kann herkömmliche Apparaturen wie beispielsweise konventionelle Webstühle nicht verwenden. So ist es beispielsweise bekannt, Metallfäden in Textil einzuarbeiten. Es ist jedoch in vielen Fällen nicht möglich, beispielsweise Kupferfäden und Polyesterfäden in einer befriedigenden Weise miteinander zu Geweben kombinieren, weil man spezielle Webstühle benötigt.

Man kann versuchen, den vorstehend geschilderten Nachteil dadurch zu umgehen, dass man Metallfäden in ein fertig konfektioniertes Textil einarbeitet. Eine derartige Vorgehensweise erfordert aber in der Regel viel Handarbeit und ist teuer.

Die Verwendung von elektrisch leitfähigen Polymerfasern birgt den zusätzlichen Nachteil, dass viele elektrisch leitfähige Polymere wie beispielsweise anoxidiertes Polypyrrol luft- und/oder feuchtigkeitsempfindlich sind.

Es bestand also die Aufgabe, ein Verfahren zur Herstellung von metallisierten textilen Oberflächen bereit zu stellen, die mit Artikeln versehen sind, die elektrischen Strom benötigen oder erzeugen, wobei das Verfahren die vorstehend beschriebenen Nachteile vermeidet. Weiterhin bestand die Aufgabe, metallisierte textile Oberflächen die mit Artikeln versehen sind, die elektrischen Strom benötigen oder erzeugen, bereit zu stellen. Weiterhin bestand die Aufgabe, Verwendungen für neue metallisierte textile Oberflächen, die mit Artikeln versehen sind, die elektrischen Strom benötigen oder erzeugen, bereit zu stellen.

Dementsprechend wurde das eingangs definierte Verfahren gefunden.

Das eingangs definierte Verfahren geht aus von einer textilen Oberfläche, beispielsweise einem Gewirke, einer Strickware oder bevorzugt einem Gewebe oder einem Vliesstoff (Non-Woven). Textile Oberflächen im Sinne der vorliegenden Erfindung kön- nen steif oder vorzugsweise flexibel sein. Vorzugsweise handelt es sich um solche textile Oberflächen, die man ein- oder mehrmals beispielsweise manuell biegen kann, ohne dass man visuell einen Unterschied zwischen vor dem Biegen und nach der Rückstellung aus dem gebogenen Zustand feststellen kann.

Vorzugsweise handelt es sich bei textilen Oberflächen um Bestandteile von textilen Flächengebilden oder dreidimensional ausgestaltetem textilem Material. Textile Oberflächen im Sinne der vorliegenden Erfindung können aus Naturfasern oder synthetischen Fasern oder Gemischen von Naturfasern und synthetischen Fasern sein. An Naturfasern seien beispielsweise Wolle, Flachs und bevorzugt Baumwolle zu nennen. An synthetischen Fasern seien beispielsweise Polyamid, Polyester, modifiziertes Polyester, Polyestermischgewebe, Polyamidmischgewebe, Polyacrylnitril, Triacetat, Acetat, Polycarbonat, Polypropylen, Polyvinylchlorid, Polyestermikrofasern genannt, bevorzugt sind Polyester und Mischungen von Baumwolle mit synthetischen Fasern, insbesondere Mischungen von Baumwolle und Polyester. Geeignet sind in einer anderen Ausfüh- rungsform Glasfasern und Kohlefasern.

In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung handelt es sich bei textilen Oberflächen um Teile eines Verbundes. So kann beispielsweise ein textiles Material mit einem anderen textilen Material verbunden, beispielsweise verklebt, kaschiert, vernäht oder genadelt sein. Auch ist es möglich, dass ein textiles Material mit einem anderen

Material verbunden ist, so kann die textile Oberfläche, von der man ausgeht, auf eine Folie auflaminiert sein, beispielsweise eine Polyesterfolie, eine Polyolefinfolie, insbesondere eine Polyethylenfolie oder eine Polypropylenfolie, weiterhin eine Polyamidfolie oder eine Polyurethanfolie.

In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung kann es sich bei der textilen Oberfläche um eine beschichtete textile Oberfläche handeln, die beispielsweise mit Bindemittel wie Polyurethanbinder, Polyacrylatbinder oder Styrol-Butadien-Latex beschichtet ist.

In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung kann es sich bei der textilen Oberfläche um eine Oberfläche handeln, auf die eine Folie auflaminiert oder aufkaschiert ist, beispielsweise eine Polypropylenfolie, eine Polyesterfolie, eine Polyethylenfolie oder eine Polyurethanfolie, insbesondere eine thermoplastische Polyurethanfolie.

Insbesondere dann, wenn man textile Oberflächen, gewählt aus weitmaschigen Gestricken und lockeren Geweben erfindungsgemäß zu bearbeiten wünscht, kann es von Vorteil sein, wenn man das betreffende weitmaschige Gestrick oder das betreffende weitmaschige Gewebe in beschichteter Form einsetzt oder auf eine Folie laminiert.

Zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens bringt man in Schritt (A) eine Formulierung auf die textile Oberfläche auf, die mindestens ein Metallpulver (a) enthält. Das Aufbringen kann beispielsweise durch Aufrakeln, Aufsprühen, Walzenbeschichten, Tauchen und insbesondere durch Auf- oder Verdrucken erfolgen.

Bei der Formulierung, die mindestens ein Metallpulver (a) enthält, kann es sich um vorzugsweise wässrige Formulierungen, insbesondere wässrige Flotten oder besonders bevorzugt um eine Druckformulierung handeln.

In einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung bedruckt man in Schritt (A) eine textile Oberfläche mit einer Druckformulierung, vorzugsweise einer wässrigen Druckformulierung, die mindestens ein Metallpulver (a) enthält.

Beispiele für Druckformulierungen sind Druckfarben, z. B. Tiefdruckfarben, Offset- druckfarben, Flexodruckfarben, Siebdruckfarben, Drucktinten wie z. B. Tinten für das Valvolineverfahren und bevorzugt Druckpasten, vorzugsweise wässrige Druckpasten.

Bei Metallpulver (a) handelt es sich um pulverförmiges Metall, rein oder als Gemisch oder Legierung, wobei die Alkalimetalle und die Erdalkalimetalle Be, Ca, Sr und Ba ausgeschlossen sind. Ebenso sind natürlich die radioaktiven Metalle ausgeschlossen.

Metallpulver (a) kann beispielsweise gewählt werden aus pulverförmigem AI, Zn, Ni, Cu, Ag, Sn, Co, Mn, Fe, Mg, Pb, Cr und Bi, beispielsweise rein oder als Gemische oder in Form von pulverförmigen Legierungen der genannten Metalle untereinander oder mit anderen Metallen. Geeignete Legierungen sind beispielsweise CuZn, CuSn, CuNi, SnPb, SnBi, SnCu, NiP, ZnFe, ZnNi, ZnCo und ZnMn. Bevorzugt einsetzbare Metallpulver (a) sind Eisenpulver und/oder Kupferpulver, ganz besonders bevorzugt Eisenpulver.

In einer speziellen Variante wählt man als Metallpulver (a) Kohlenstoff, und zwar in der Modifikation als Graphit in partikulärer Form, Ruß oder Kohlenstoff-Nanoröhrchen

(engl. Carbon nanotubes). Diese Variante ist insbesondere dann bevorzugt, wenn man im unten beschriebenen Schritt (C) mit externer Spannungsquelle arbeitet. Kohlenstoff in der Modifikation Graphit in partikulärer Form, Ruß oder Kohlenstoff-Nanoröhrchen wird im Rahmen der vorliegenden Erfindung unter dem Begriff Metallpulver (a) mit um- fasst.

In einer speziellen Variante wählt man als Metallpulver (a) eine Mischung von pulverförmigem AI, Zn, Ni, Cu, Ag, Sn, Co, Mn, Fe, Mg, Pb, Cr und Bi, insbesondere Eisenpulver einerseits und Kohlenstoff in der Modifikation Graphit in partikulärer Form, Ruß oder Kohlenstoff- Nanoröhrchen andererseits.

In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung hat Metallpulver (a) einen mittleren Teilchendurchmesser von 0,01 bis 100 μm, bevorzugt von 0,1 bis 50 μm, beson- ders bevorzugt von 1 bis 10 μm (bestimmt durch Laserbeugungsmessung, beispielsweise an einem Gerät Microtrac X100).

In einer Ausführungsform ist Metallpulver (a) durch seine Partikeldurchmesserverteilung gekennzeichnet. Beispielsweise kann der Wert dio im Bereich von 0,01 bis 5 μm liegen, der Wert für dso im Bereich von 1 bis 10 μm und der Wert für dgo im Bereich von 3 bis 100 μm, wobei gilt: dio < dso < dgo. Dabei hat vorzugsweise kein Partikel einen größeren Durchmesser als 100 μm.

Metallpulver (a) kann man in passivierter Form einsetzen, beispielsweise in einer zu- mindest partiell beschichteten („gecoateten") Form. Als geeignete Beschichtungen seien beispielsweise anorganische Schichten wie Oxid des betreffenden Metalls, Siü2 bzw. SiCvaq oder Phosphate beispielsweise des betreffenden Metalls genannt.

Die Partikel von Metallpulver (a) können grundsätzlich jede beliebige Form aufweisen, beispielsweise sind nadeiförmige, zylindrische, plattenförmige oder kugelförmige Partikel einsetzbar, bevorzugt sind kugel- und plattenförmige Partikel. Dabei können sich

die Ausdrücke nadeiförmig, zylindrisch, plattenförmig und kugelförmig jeweils auf idealisierte Formen beziehen.

In besonders bevorzugter Weise werden Metallpulver (a) mit kugelförmigen Partikeln verwendet, bevorzugt überwiegend mit kugelförmigen (sphärischen) Partikeln, ganz besonders bevorzugt sogenannte Carbonyleisenpulver mit kugelförmigen Partikeln.

In einer anderen besonders bevorzugten Ausführungsform werden Metallpulver (a) verwendet, die eine Mischung von kugelförmigen (sphärischen) Partikeln, ganz beson- ders bevorzugt sogenannte Carbonyleisenpulver mit kugelförmigen Partikeln, und plättchenförmigen Partikeln sind, insbesondere plättchenförmigen Kupferpartikeln.

Metallpulver (a) kann man in einer Ausführungsform von Schritt (A) so aufbringen und bevorzugt verdrucken, dass die Partikel von Metallpulver so dicht liegen, dass sie be- reits zum Leiten von elektrischem Strom in der Lage sind. In einer anderen Ausführungsform von Schritt (A) kann man Metallpulver (a) so aufbringen, bevorzugt verdrucken, dass die Partikel von Metallpulver (a) so weit voneinander entfernt sind, dass sie nicht zum Leiten des elektrischen Stroms in der Lage sind.

Die Herstellung von Metallpulvern (a) ist an sich bekannt. Man kann beispielsweise gängige Handelswaren oder nach an sich bekannten Verfahren hergestelltes Metallpulver (a) einsetzen, beispielsweise durch elektrolytische Abscheidung oder chemische Reduktion aus Lösungen von Salzen der betreffenden Metalle oder durch Reduktion eines oxidischen Pulvers beispielsweise mittels Wasserstoff, durch Versprühen oder Verdüsen einer Metallschmelze, insbesondere in Kühlmedien, beispielsweise Gasen oder Wasser.

Besonders bevorzugt verwendet man solches Metallpulver (a), das durch thermische Zersetzung von Eisenpentacarbonyl hergestellt wurde, im Rahmen der vorliegenden Erfindung auch Carbonyleisenpulver genannt.

Die Herstellung von Carbonyleisenpulver durch thermische Zersetzung von insbesondere Eisenpentacarbonyl Fe(CO)s wird beispielsweise in Ullmann's Encyclopedia of Industrial Chemistry, 5 th Edition, Volume A14, Seite 599, beschrieben. Die Zersetzung des Eisenpentacarbonyls kann beispielsweise bei Normaldruck und beispielsweise bei erhöhten Temperaturen, z. B. im Bereich von 200 bis 300 0 C, z. B. in einem beheizbaren Zersetzer erfolgen, der ein Rohr aus einem hitzebeständigen Material wie Quarzglas oder V2A-Stahl in vorzugsweise vertikaler Position umfasst, das von einer Heizeinrichtung, beispielsweise bestehend aus Heizbändern, Heizdrähten oder aus einem von einem Heizmedium durchströmten Heizmantel, umgeben ist.

Der mittlere Teilchendurchmesser von Carbonyleisenpulver kann durch die Verfahrensparameter und Reaktionsführung bei der Zersetzung in weiten Bereichen gesteuert werden und liegt (Zahlenmittel) in der Regel bei 0,01 bis 100 μm, bevorzugt von 0,1 bis 50 μm, besonders bevorzugt von 1 bis 8 μm.

In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung setzt man in Schritt (A) eine Formulierung, bevorzugt eine Druckformulierung ein, die enthält:

(a) mindestens ein Metallpulver, bevorzugt ist Carbonyleisenpulver,

(b) mindestens ein Bindemittel, (c) mindestens einen Emulgator, der anionisch, kationisch oder bevorzugt nichtionisch sein kann, (d) gegebenenfalls mindestens einen Rheologiemodifizierer.

Erfindungsgemäß eingesetzte Formulierungen, insbesondere Druckformulierungen können mindestens ein Bindemittel (b) enthalten, auch Binder (b) genannt, bevorzugt mindestens eine wässrige Dispersion von mindestens einem filmbildenden Polymer, beispielsweise Polyacrylat, Polybutadien, Copolymere von mindestens einem Vinyl- aromaten mit mindestens einem konjugierten Dien und gegebenenfalls weiteren Co- monomeren, beispielsweise Styrol-Butadien-Bindemittel. Weitere geeignete Bindemittel (b) sind gewählt aus Polyurethan, vorzugsweise anionischem Polyurethan, oder Ethy- len-(Meth)acrylsäure-Copolymer. Bindemittel (b) können im Rahmen der vorliegenden Erfindung auch als Binder (b) bezeichnet werden.

Als Bindemittel (b) geeignete Polyacrylate im Sinne der vorliegenden Erfindung sind beispielsweise erhältlich durch Copolymerisation von mindestens einem

(Meth)acrylsäure-Ci-Cio-Alkylester, beispielsweise Acrylsäuremethylester, Acrylsäure- ethylester, Acrylsäure-n-Butylester, Methacrylsäure-n-butylester, Acrylsäure-2- ethylhexylester, mit mindestens einem weiteren Comonomer, beispielsweise einem weiteren (Meth)acrylsäure-Ci-Cio-Alkylester, (Meth)acrylsäure, (Meth)acrylamid, N- Methylol(meth)acrylamid, Glycidyl(meth)acrylat oder einer vinylaromatischen Verbindung wie beispielsweise Styrol.

Als Bindemittel (b) geeignete vorzugsweise anionische Polyurethane im Sinne der vorliegenden Erfindung sind beispielsweise erhältlich durch Umsetzung von einem oder mehreren aromatischen oder vorzugsweise aliphatischen oder cycloaliphatischen Di- isocyanat mit einem oder mehreren Polyesterdiolen und vorzugsweise einer oder mehreren Hydroxycarbonsäuren, z. B Hydroxyessigsäure, oder vorzugsweise Dihydroxy- carbonsäuren, beispielsweise 1 ,1-Dimethylolpropionsäure, 1 ,1-Dimethylolbuttersäure oder 1 ,1-Dimethylolethansäure.

Als Bindemittel (b) besonders geeignete Ethylen-(Meth)acrylsäure-Copolymere sind beispielsweise durch Copolymerisation von Ethylen, (Meth)acrylsäure und gegebenen-

falls mindestens einem weiteren Comonomer wie beispielsweise (Meth)acrylsäure-Ci- Cio-Alkylester, Maleinsäureanhydrid, Isobuten oder Vinylacetat erhältlich, vorzugsweise durch Copolymerisation bei Temperaturen im Bereich von 190 bis 350 0 C und Drücken im Bereich von 1500 bis 3500, bevorzugt 2000 bis 2500 bar.

Als Bindemittel (b) besonders geeignete Ethylen-(Meth)acrylsäure-Copolymere können beispielsweise bis zu 90 Gew.-% Ethylen einpolymerisiert enthalten und eine kinematische Schmelzeviskosität im Bereich von 60 mm 2 /s bis 10.000 mm 2 /s auf, bevorzugt 100 mm 2 /s bis 5.000 mm 2 /s aufweisen, gemessen bei 120 0 C.

Als Bindemittel (b) besonders geeignete Ethylen-(Meth)acrylsäure-Copolymere können beispielsweise bis zu 90 Gew.-% Ethylen einpolymerisiert enthalten und eine Schmelzemassefließrate (MFR) im Bereich von 1 bis 50 g/10 min, bevorzugt 5 bis 20 g/10 min, besonders bevorzugt 7 bis 15 g/10 min aufweisen, gemessen bei 160 0 C und einer Be- lastung von 325 g nach EN ISO 1133.

Als Bindemittel (b) besonders geeignete Copolymere von mindestens einem Vinylaro- maten mit mindestens einem konjugierten Dien und gegebenenfalls weiteren Como- nomeren, beispielsweise Styrol-Butadien-Bindemittel, enthalten mindestens eine ethy- lenisch ungesättigte Carbonsäure oder Dicarbonsäure oder ein geeignetes Derivat, beispielsweise das entsprechende Anhydrid, einpolymerisiert. Besonders geeignete Vinylaromaten sind para-Methylstyrol, α-Methylstyrol und insbesondere Styrol. Besonders geeignete konjugierte Diene sind Isopren, Chloropren und insbesondere 1 ,3- Butadien. Als besonders geeignete ethylenisch ungesättigte Carbonsäuren oder Dicar- bonsäuren oder geeignete Derivate davon seien (Meth)acrylsäure, Maleinsäure, Ita- consäure, Maleinsäureanhydrid bzw. Itaconsäureanhydrid beispielhaft genannt.

In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung enthalten als Bindemittel (b) besonders geeignete Copolymere von mindestens einem Vinylaromaten mit mindestens einem konjugierten Dien und gegebenenfalls weiteren Comonomeren einpolymerisiert: 19,9 bis 80 Gew.-% Vinylaromat, 19,9 bis 80 Gew.-% konjugiertes Dien,

0,1 bis 10 Gew.-% ethylenisch ungesättigte Carbonsäure oder Dicarbonsäure oder ein geeignetes Derivat, beispielsweise das entsprechende Anhydrid.

In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung hat Bindemittel (b) bei 23°C eine dynamische Viskosität im Bereich von 10 bis 100 dPa-s, bevorzugt 20 bis 30 dPa-s, bestimmt beispielsweise durch Rotationsviskosimetrie, beispielsweise mit einem Haa- ke-Viskosimeter.

Als Emulgator (c) kann man anionische, kationische oder vorzugsweise nicht-ionische oberflächenaktive Substanzen verwenden.

Beispiele für geeignete kationische Emulgatoren (c) sind beispielsweise einen Cβ-Cis- Alkyl-, -Aralkyl- oder heterocyclischen Rest aufweisende primäre, sekundäre, tertiäre oder quartäre Ammoniumsalze, Alkanolammoniumsalze, Pyridiniumsalze, Imidazoliniumsalze, Oxazoliniumsalze, Morpholiniumsalze, Thiazoliniumsalze sowie Salze von Aminoxiden, Chinoliniumsalze, Isochinoliniumsalze, Tropyliumsalze, Sulfoniumsalze und Phosphoniumsalze. Beispielhaft genannt seien Dodecylammoniumacetat oder das entsprechende Hydrochlorid, die Chloride oder Acetate der verschiedenen 2-(N,N,N-Trimethylammonium)ethylparaffinsäureester, N- Cetylpyridiniumchlorid, N-Laurylpyridiniumsulfat sowie N-Cetyl-N,N,N- trimethylammoniumbromid, N-Dodecyl-N,N,N-trimethylammoniumbromid, N, N- Distearyl-N,N-dimethylammoniumchlorid sowie das Gemini-Tensid N, N'- (Lauryldimethyl)ethylendiamindibromid.

Beispiele für geeignete anionische Emulgatoren (c) sind Alkalimetall- und

Ammoniumsalze von Alkylsulfaten (Alkylrest: Cs bis C12), von Schwefelsäurehalbestern ethoxylierter Alkanole (Ethoxylierungsgrad: 4 bis 30, Alkylrest: C12-C18) und ethoxylierter Alkylphenole (Ethoxylierungsgrad: 3 bis 50, Alkylrest: C4-C12), von Alkylsulfonsäuren (Alkylrest: C12-C18), von Alkylarylsulfonsäuren (Alkylrest: Cg-ds) und von Sulfosuccinaten wie beispielsweise Sulfobernsteinsäuremono- oder diestern.

Bevorzugt sind aryl- oder alkylsubstituierte Polyglykolether, weiterhin Substanzen, die in US 4,218,218 beschrieben sind, und Homologe mit y (aus den Formeln aus US 4,218,218) im Bereich von 10 bis 37.

Besonders bevorzugt sind nichtionische Emulgatoren (c) wie beispielsweise ein- oder vorzugsweise mehrfach alkoxylierte Cio-C3o-Alkanole, bevorzugt mit drei bis hundert Mol C2-C4-Alkylenoxid, insbesondere Ethylenoxid alkoxylierte Oxo- oder Fettalkohole.

Beispiele für besonders geeignete mehrfach alkoxylierte Fettalkohole und Oxoalkohole sind

n-Ci 8 H37θ-(CH2CH 2 O)80-H, n-Ci 8 H37θ-(CH2CH 2 O)70-H, n-Ci8H 3 7θ-(CH2CH 2 O)60-H, n-Ci 8 H37θ-(CH2CH 2 O)50-H, n-Ci 8 H37θ-(CH2CH 2 O)25-H, n-Ci8H 3 7θ-(CH2CH 2 O)i2-H, n-Ci6H33θ-(CH 2 CH 2 O)80-H, n-Ci6H33θ-(CH 2 CH 2 O)70-H, n-Ci6H33θ-(CH 2 CH 2 O)60-H, n-Ci6H33θ-(CH 2 CH 2 0) 5 o-H, n-Ci6H33θ-(CH 2 CH 2 O)25-H,

n-Ci6H33O-(CH 2 CH 2 O)i2-H, D-Ci 2 H 25 O-(CH 2 CH 2 O)H-H, n-Ci 2 H 25 O-(CH 2 CH 2 O)i8-H, n-Ci 2 H 25 O-(CH 2 CH 2 O) 25 -H, n-Ci 2 H 25 0-(CH 2 CH 2 0) 5 o-H, n-Ci 2 H 25 0-(CH 2 CH 2 0) 8 o-H, n-C 3 oH 6 iO-(CH 2 CH 2 0) 8 -H, n-CioH 2 iO-(CH 2 CH 2 0) 9 -H, n-CioH 2 iO-(CH 2 CH 2 0) 7 -H, n-CioH 2 iO-(CH 2 CH 2 0) 5 -H, n-CioH 2 iO-(CH 2 CH 2 0) 3 -H,

und Mischungen der vorstehend genannten Emulgatoren, beispielsweise Mischungen von n-Ci 8 H 3 70-(CH 2 CH 2 0) 5 o-H und n-Ci 6 H 3 30-(CH 2 CH 2 0) 5 o-H,

wobei die Indices jeweils als Mittelwerte (Zahlenmittel) aufzufassen sind.

In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung können in Schritt (A) eingesetzte Formulierungen, insbesondere Druckformulierungen mindestens einen Rheologiemodi- fizierer (d) enthalten, ausgewählt aus Verdickungsmitteln (d1), die auch als Verdicker bezeichnet werden können, und die Viskosität senkenden Mitteln (d2).

Geeignete Verdickungsmittel (d1) sind beispielsweise natürliche Verdickungsmittel oder vorzugsweise synthetische Verdickungsmittel. Natürliche Verdickungsmittel sind solche Verdickungsmittel, die Naturprodukte sind oder durch Aufarbeitung wie beispielsweise Reinigungsoperationen, insbesondere Extraktion von Naturprodukten erhalten werden können. Beispiele für anorganische natürliche Verdickungsmittel sind Schichtsilikate wie beispielsweise Bentonit. Beispiele für organische natürliche Verdickungsmittel sind vorzugsweise Proteine wie beispielsweise Casein oder bevorzugt Polysaccharide. Besonders bevorzugte natürliche Verdickungsmittel sind gewählt aus Agar-Agar, Carrageen, Gummi arabicum, Alginaten wie beispielsweise Natriumalginat, Kaliumalginat, Ammoniumalginat, Calciumalginat und Propylengycolalginat, Pektinen, Polyosen, Johannisbrotbaum-Kernmehl (Carubin) und Dextrinen.

Bevorzugt ist der Einsatz von synthetischen Verdickungsmitteln, die gewählt sind aus im Allgemeinen flüssigen Lösungen von synthetischen Polymeren, insbesondere Acry- laten, in beispielsweise Weißöl oder als wässrige Lösungen, und aus synthetischen Polymeren in getrockneter Form, beispielsweise als durch Sprühtrocknung hergestelltem Pulver. Als Verdickungsmittel (d1) eingesetzte synthetische Polymere enthalten Säuregruppen, die vollständig oder zu einem gewissen Prozentsatz mit Ammoniak neutralisiert werden. Beim Fixierprozess wird Ammoniak freigesetzt, wodurch der pH- Wert gesenkt wird und die eigentliche Fixierung beginnt. Das für die Fixierung notwen-

dige Absenken des pH-Wertes kann alternativ durch Zusatz von nichtflüchtigen Säuren wie z.B. Zitronensäure, Bernsteinsäure, Glutarsäure oder äpfelsäure erfolgen.

Ganz besonders bevorzugte synthetische Verdickungsmittel sind gewählt aus Copoly- meren von 85 bis 95 Gew.-% Acrylsäure, 4 bis 14 Gew.-% Acrylamid und 0,01 bis maximal 1 Gew.-% des (Meth)acrylamidderivats der Formel I

mit Molekulargewichten M w im Bereich von 100.000 bis 2.000.000 g/mol, in denen die Reste R 1 gleich oder verschieden sein können und Methyl oder Wasserstoff bedeuten können.

Weitere geeignete Verdickungsmittel (d1 ) sind gewählt aus Reaktionsprodukten von aliphatischen Diisocyanaten wie beispielsweise Trimethylendiisocyanat, Tetramethy- lendiisocyanat, Hexamethylendiisocyanat oder Dodecan-1 ,12-diisocyanat mit vorzugsweise 2 äquivalenten mehrfach alkoxyliertem Fettalkohol oder Oxoalkohol, beispielsweise 10 bis 150-fach ethoxyliertem Cio-C3o-Fettalkohol oder Cn-C3i-Oxoalkohol.

Geeignete die Viskosität senkende Mittel (d2) sind beispielsweise organische Lösungsmittel wie Dimethylsulfoxid (DMSO), N-Methylpyrrolidon (NMP), N- Ethylpyrrolidon (NEP), Ethylenglykol, Diethylenglykol, Butylglykol, Dibutylglykol, und beispielsweise Restalkohol-freiem alkoxyliertem n-C4-C8-Alkanol, bevorzugt Restalkohol-freiem ein- bis 10-fach, besonders bevorzugt 3- bis 6-fach ethoxyliertem n-C4-Cs- Alkanol. Dabei ist unter Restalkohol das jeweils nicht alkoxylierte n-C4-C8-Alkanol zu verstehen.

In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung enthält in Schritt (A) eingesetzte Formulierung, insbesondere Druckformulierung im Bereich von 10 bis 90 Gew.-%, bevorzugt 50 bis 85 Gew.-%, besonders bevorzugt 60 bis 80 Gew.-% Metallpulver (a), im Bereich von 1 bis 20 Gew.-%, bevorzugt 2 bis 15 Gew.-% Bindemittel (b), im Bereich von 0,1 bis 4 Gew.-%, bevorzugt bis 2 Gew.-% Emulgator (c), im Bereich von 0 bis 5 Gew.-%, bevorzugt 0,2 bis 1 Gew.-% Rheologiemodifizierer (d), wobei Angaben in Gew.-% jeweils auf die gesamte in Schritt (A) eingesetzte Formulierung bzw. Druckformulierung bezogen sind und sich wobei Angaben in Gew.-% bei Bindemittel (b) auf den Feststoffgehalt des jeweiligen Bindemittels (b) beziehen.

In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung kann man in Schritt (A) des erfindungsgemäßen Verfahrens mit einer Formulierung, insbesondere Druckformulierung bedrucken, die zusätzlich zu Metallpulver (a) und gegebenenfalls Bindemittel (b), Emulgator (c) und gegebenenfalls Rheologiemodifizierer (d) mindestens ein Hilfsmittel (e) enthält. Als Hilfsmittel (e) seien Griffverbesserer, Entschäumer, Netzmittel, Egalisiermittel, Harnstoff, Korrosionsinhibitoren, Wirkstoffe wie beispielsweise Biozide oder Flammfestmittel, beispielhaft genannt.

Geeignete Entschäumer sind beispielsweise silikonhaltige Entschäumer wie beispiels- weise solche der Formel HO-(CH 2 )S-Si(CH 3 )[OSi(CH 3 )Sb und

HO-(CH 2 )s-Si(CH 3 )[OSi(CH 3 ) 3 ][OSi(CH 3 ) 2 OSi(CH 3 ) 3 ], nicht alkoxyliert oder mit bis zu 20 äquivalenten Alkylenoxid und insbesondere Ethylenoxid alkoxyliert. Auch Silikon-freie Entschäumer sind geeignet wie beispielsweise mehrfach alkoxylierte Alkohole, z.B. Fettalkoholalkoxylate, bevorzugt 2 bis 50-fach ethoxylierte vorzugsweise unverzweigte Cio-C 2 o-Alkanole, unverzweigte Cio-C 2 o-Alkanole und 2-Ethylhexan-1-ol. Weitere geeignete Entschäumer sind Fettsäure-C8-C 2 o-alkylester, bevorzugt Stearinsäure-Cio-C 2 o- alkylester, bei denen Cs-C 2 O-AIkVl, bevorzugt Cio-C 2 o-Alkyl unverzweigt oder verzweigt sein kann.

Geeignete Netzmittel sind beispielsweise nichtionische, anionische oder kationische Tenside, insbesondere Ethoxylierungs- und/oder Propoxylierungsprodukte von Fettalkoholen oder Propylenoxid-Ethylenoxid-Blockcopolymere, ethoxylierte oder propoxy- lierte Fett- oder Oxoalkohole, weiterhin Ethoxylate von ölsäure oder Alkylphenolen, Alkylphenolethersulfate, Alkylpolyglycoside, Alkylphosphonate, Alkylphenylphosphona- te, Alkylphosphate, oder Alkylphenylphosphate.

Geeignete Egalisiermittel sind beispielsweise Blockcopolymerisate von Ethylenoxid und Propylenoxid mit Molekulargewichten M n im Bereich von 500 bis 5000 g/mol, bevorzugt 800 bis 2000 g/mol. Ganz besonders besonders bevorzugt sind Blockcopoly- merisate aus Propylenoxid/Ethylenoxid beispielsweise der Formel EOSPOTEOS, wobei EO für Ethylenoxid und PO für Propylenoxid steht.

Geeignete Biozide sind beispielsweise als Proxel-Marken im Handel befindlich. Beispielhaft seien genannt: 1 ,2-Benzisothiazolin-3-on („BIT") (kommerziell erhältlich als Proxel®-Marken der Fa. Avecia Lim.) und dessen Alkalimetallsalze; andere geeignete Biozide sind 2-Methyl-2H-isothiazol-3-on („MIT") und 5-Chlor-2-methyl-2H-isothiazol-3- on („CIT").

In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung enthält in Schritt (A) eingesetzte Formulierung, insbesondere Druckformulierung bis zu 30 Gew.-% Hilfsmittel (e), bezogen auf die Summe aus Metallpulver (a), Bindemittel (b), Emulgator (c) und gegebenenfalls Rheologiemodifizierer (d).

In Schritt (A) kann man eine Formulierung aufbringen, die Metallpulver (a) enthält, beispielsweise durch Aufsprühen, Aufrakeln oder Tauchen. Bevorzugt ist es, das Aufbringen als Auf- oder Verdrucken auszuführen.

In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung bringt man in Schritt (A) solche Muster auf, insbesondere durch Verdrucken, bei denen Metallpulver (a) in Form von geraden oder vorzugsweise gebogenen Streifenmustern oder Linienmustern auf Textil angeordnet sind, wobei die genannten Linien beispielsweise eine Breite und Dicke je- weils im Bereich von 0,1 μm bis 5 mm und die genannten Streifen eine Breite im Bereich von 5,1 mm bis beispielsweise 10 cm oder gegebenenfalls mehr und eine Dicke von 0,1 μm bis 5 mm haben können.

In einer speziellen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung bringt man in Schritt (A) solche Streifenmuster oder Linienmuster von Metallpulver (a) auf, insbesondere durch Verdrucken, bei denen sich die Streifen bzw. Linien weder berühren noch schneiden.

In einer anderen speziellen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung bringt man in Schritt (A) solche Streifenmuster oder Linienmuster von Metallpulver (a) auf, insbesondere durch Verdrucken, bei denen die Streifen bzw. Linien voneinander abzweigen oder sich miteinander vereinigen, beispielsweise dann, wenn man aufgedruckte Schaltkreise herstellen will.

In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung bedruckt man in Schritt (A) nach verschiedenen Verfahren, die an sich bekannt sind. In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung verwendet man eine Schablone, durch die man die Formulierung, insbesondere Druckformulierung, die Metallpulver (a) enthält, mit einer Rakel presst. Das vorstehend beschriebene Verfahren gehört zu den Siebdruckverfahren. Weitere geeignete Druckverfahren sind Tiefdruckverfahren und Flexodruckverfahren. Ein weiteres geeignetes Druckverfahren ist gewählt aus Valve-Jet-Verfahren. Bei Valve-Jet- Verfahren verwendet man solche Druckformulierung, die vorzugsweise keine Verdickungsmittel (d1) enthält.

Im erfindungsgemäßen Verfahren eingesetzte Formulierungen, insbesondere Druckformulierungen, besonders bevorzugt Druckpasten, enthalten in einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung im Bereich von 10 bis 90 Gew.-%, bevorzugt 50 bis 80 Gew.-% Metallpulver (a), insbesondere Carbonyleisenpulver, im Bereich von 5 bis 30 Gew.-%, bevorzugt 10 bis 15 Gew.-% Bindemittel (b), im Bereich von 0,1 bis 4 Gew.-%, bevorzugt bis 2 Gew.-% Emulgator (c), im Bereich von 0 bis 5 Gew.-%, bevorzugt 0,2 bis 1 Gew.-% Rheologiemodifizierer (d),

wobei Angaben in Gew.-% jeweils auf die gesamte in Schritt (A) eingesetzte Formulierung bzw. Druckformulierung bezogen sind.

In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung enthält im erfindungsgemäßen Verfahren eingesetzte Formulierung, insbesondere Druckformulierung bis zu 30 Gew.- % Hilfsmittel (e), bezogen auf die Summe aus Metallpulver (a), Bindemittel (b), Emul- gator (c) und Rheologiemodifizierer (d).

Zur Herstellung von im erfindungsgemäßen Verfahren eingesetzten Formulierungen, insbesondere Druckformulierungen kann man so vorgehen, indem man

(a) mindestens ein Metallpulver, besonders bevorzugt ist Carbonyleisenpulver,

(b) mindestens ein Bindemittel,

(c) mindestens einen Emulgator und

(d) gegebenenfalls mindestens einen Rheologiemodifizierer, sowie gegebenenfalls ein oder mehrere Hilfsmittel (e) in beliebiger Reihenfolge miteinander vermischt.

Zur Herstellung von im erfindungsgemäßen Verfahren eingesetzter Formulierung, insbesondere Druckformulierung kann man beispielsweise so vorgehen, dass man Was- ser und gegebenenfalls ein oder mehrere Hilfsmittel, beispielsweise einen Entschäumer, beispielsweise einen Entschäumer auf Silikonbasis, verrührt. Danach kann man einen oder mehrere Emulgatoren zugeben.

Als nächstes kann man einen oder mehrere Griffverbesserer zugeben, beispielsweise eine oder mehrere Silikonemulsionen.

Danach kann man einen oder mehrere Emulgatoren (c) und das oder die Metallpulver (a) zugeben.

Anschließend kann man ein oder mehrere Bindemittel (b) und schließlich gegebenenfalls einen oder mehrere Rheologiemodifizierer (d) hinzufügen und unter weiterem Vermischen, beispielsweise Rühren, homogenisieren. Man kommt üblicherweise mit verhältnismäßig kurzen Rührzeiten aus, beispielsweise 5 Sekunden bis 5 Minuten, bevorzugt 20 Sekunden bis 1 Minute bei Rührgeschwindigkeiten im Bereich von 1000 bis 3000 U/min.

Die erfindungsgemäße fertige Formulierung, insbesondere Druckformulierung kann, wenn sie als Druckpaste eingesetzt werden soll, 30 bis 70 Gew.-% Weißöl enthalten. Wässrige synthetische Verdickungsmittel (d1 ) enthalten vorzugsweise bis zu 25 Gew.- % als Verdickungsmittel (d1) geeignetes synthetisches Polymer. Wünscht man wässrige Formulierungen Verdickungsmittel (d1) einzusetzen, so setzt man im Allgemeinen

wässriges Ammoniak zu. Auch der Einsatz granulärer, fester Formulierungen Verdickungsmittel (c) sind anwendbar, um Emissions-frei Drucke herstellen zu können.

Zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens fixiert man in Schritt (B) an min- destens zwei Stellen, an denen in Schritt (A) Formulierung aufgebracht wurde, die Metallpulver (a) enthält, mindestens einen Artikel, der elektrischen Strom benötigt oder erzeugt. Derartige Artikel werden im Rahmen der vorliegenden Erfindung auch als Artikel (B) bezeichnet.

Unter „mindestens zwei Stellen" seien im Rahmen der vorliegenden Erfindung solche Stellen des Musters aus Schritt (A) zu verstehen, die Metallpulver (a) aufweisen.

In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung gehören jeweils zwei der in Schritt (A) bedruckten Stellen, auf denen man in Schritt (B) mindestens einen Artikel fixiert, der elektrischen Strom benötigt oder erzeugt, zu unterschiedlichen Teilen, beispielsweise Streifen des in Schritt (A) aufgedruckten Musters.

Vorzugsweise liegen jeweils zwei der in Schritt (B) genannten Stellen dicht beieinander, beispielsweise im Bereich von 0,1 bis 5 mm, bevorzugt bis 2 mm.

In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung sind die in Schritt (B) fixierten Artikel, die elektrischen Strom benötigen oder erzeugen, relativ klein, beispielsweise mit einem mittleren Durchmesser im Bereich von 1 bis 5 mm oder kleiner.

In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung haben Artikel (B) mindestens zwei Stromanschlüsse, von denen je einer an der oben genannten Stelle fixiert wird.

Artikel (B) können unterschiedlicher Natur sein oder gleichartig.

In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wählt man Artikel (B) aus Licht emittierenden Dioden, flüssigkristallinen Anzeigeelementen, Peltierelementen, Transistoren, elektrochromen Farbstoffen, Chips (integrierten elektronischen Bauteilen), re- sistiven Elementen, kapazitiven Elementen, induktiven Elementen, Dioden, Transistoren, Aktuatoren, elektromechanischen Elementen und Solarzellen.

Licht emittierenden Dioden, flüssigkristalline Anzeigeelemente, Peltierelemente, Transistoren, elektrochrome Farbstoffe, Chips (integrierte elektronische Bauteile), resistive Elemente, kapazitive Elemente, induktive Elemente, Dioden, Transistoren, Aktuatoren, elektromechanische Elemente und Solarzellen sind als solche bekannt und kommer- ziell erhältlich.

In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung führt man das Fixieren von Artikeln (B) in an sich bekannten Montageverfahren und -anlagen durch. Beispiele für Montageverfahren und -anlagen sind zum Beispiel aus der Leiterplattenfertigung bekannt (Surface-Mount-Technologie). Bestückungsautomaten platzieren zum Beispiel einen oder mehrere Artikel (B) an der jeweils gewünschten Stelle der nach Schritt (A) bearbeiteten textilen Oberfläche.

In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, in der hinreichend kleine Artikel (B) fixiert werden sollen, geht man von in Gurten aus Karton oder Kunststoff verpack- ten Artikeln (B) aus. In den Gurten befinden sich Taschen, in welchen die Artikel (B) liegen. Die Oberseite der Tasche ist zum Beispiel durch eine Folie verschlossen, welche abgezogen werden kann, um Artikel (B) zu entnehmen. Die Gurte selbst werden auf einer Rolle aufgewickelt. Auf zumindest einer Seite hat die Rolle in regelmäßigen Abständen Löcher, über die der Gurt vom Bestückungsautomaten bewegt werden kann. Diese Rollen werden mit Hilfe von Zufuhrmodulen, sogenannten Feedern, dem Bestückungsautomaten zugeführt. Die Artikel (B) werden zum Beispiel mit Vakuumpinzetten oder Greifern entnommen und dann auf der Sollposition des textilen Substrates aufgesetzt. Dieser Vorgang wird für alle zu fixierenden Artikel (B) wiederholt.

In Schritt (C) des erfindungsgemäßen Verfahrens scheidet man ein weiteres Metall auf der textilen Oberfläche ab. Dabei ist es in Schritt (C) möglich, ein oder mehrere weitere Metalle abzuscheiden, bevorzugt scheidet man nur ein weiteres Metall ab.

Zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens scheidet man in Schritt (C) ein weiteres Metall auf der textilen Oberfläche ab. Unter „der textilen Oberfläche" ist dabei die textile Oberflächen zu verstehen, das man zuvor nach den Schritten (A) bis (C) und gegebenenfalls weiteren Schritten wie beispielsweise (D) bearbeitet hat.

Man kann in Schritt (C) mehrere weitere Metalle abscheiden, bevorzugt ist es jedoch, nur ein weiteres Metall abzuscheiden.

In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wählt man als Metallpulver (a) in Schritt (A) Carbonyleisenpulver und als weiteres Metall in Schritt (C) Silber, Gold oder insbesondere Kupfer.

In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, im Folgenden auch als Schritt (C1 ) bezeichnet, geht man so vor, dass man in Schritt (C1) ohne externe Spannungsquelle arbeitet und dass das weitere Metall in Schritt (C1 ) in der elektrochemischen Spannungsreihe der Elemente, in alkalischer oder vorzugsweise in saurer Lösung, ein stärker positives Normalpotenzial aufweist als Metall, das Metallpulver (a) zugrunde liegt, und als Wasserstoff.

Dazu kann man beispielsweise so vorgehen, dass man in Schritt (A) bedrucktes und in Schritt (B) thermisch behandelte textile Oberfläche mit einer basischen, neutralen oder vorzugsweise sauren vorzugsweise wässrigen Lösung von Salz von weiterem Metall und gegebenenfalls einem oder mehreren Reduktionsmitteln behandelt, beispielsweise indem man es in die betreffende Lösung einlegt.

In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung behandelt man in Schritt (C1 ) im Bereich von 0,5 Minuten bis zu 12 Stunden, bevorzugt bis zu 30 Minuten.

In einer anderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung behandelt man in Schritt (C1 ) im Bereich von 10 Sekunden bis 30 Sekunden.

In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung behandelt man in Schritt (C1 ) mit einer basischen, neutralen oder vorzugsweise sauren Lösung von Salz von weiterem Metall, die eine Temperatur im Bereich von 0 bis 100 0 C, bevorzugt 10 bis 80 0 C aufweist.

Zusätzlich kann man in Schritt (C1) ein oder mehrere Reduktionsmittel zusetzen. Wählt man beispielsweise Kupfer als weiteres Metall, so kann man als Reduktionsmittel bei- spielsweise Aldehyde, insbesondere reduzierende Zucker oder Formaldehyd als Reduktionsmittel zusetzen. Wählt man beispielsweise Nickel als weiteres Metall, so kann man beispielsweise Alkalihypophosphit, insbesondere NaH 2 PO 2 ^H 2 O, oder Boranate, insbesondere NaBH 4 , als Reduktionsmittel zusetzen.

In einer anderen Ausführungsform, im Folgenden auch als Schritt (C2) bezeichnet, der vorliegenden Erfindung geht man so vor, dass man in Schritt (C2) mit externer Spannungsquelle arbeitet und dass das weitere Metall in Schritt (C2) in der elektrochemischen Spannungsreihe der Elemente in saurer oder alkalischer Lösung ein stärker oder schwächer positives Normalpotenzial aufweisen kann als Metall, das Metallpulver (a) zugrunde liegt. Vorzugsweise kann man dazu als Metallpulver (a) Carbonyleisen- pulver und als weiteres Metall Nickel, Zink oder insbesondere Kupfer wählen. Dabei beobachtet man für den Fall, dass das weitere Metall in Schritt (C2) in der elektrochemischen Spannungsreihe der Elemente ein stärker positives Normalpotenzial aufweist als Wasserstoff und als Metall, das Metallpulver (a) zugrunde liegt, dass zusätzlich weiteres Metall in Analogie zu Schritt (C1 ) abgeschieden wird.

Zur Durchführung von Schritt (C2) kann man beispielsweise einen Strom mit einer Stärke im Bereich von 10 bis 100 A, bevorzugt 12 bis 50 A anlegen.

Zur Durchführung von Schritt (C2) kann man beispielsweise über einen Zeitraum von 1 bis 160 Stunden unter Verwendung einer externen Spannungsquelle arbeiten.

In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung kombiniert man Schritt (C1) und Schritt (C2) in der Weise, dass man zunächst ohne und danach mit externer Spannungsquelle arbeitet und dass das weitere Metall in Schritt (C) in der elektrochemischen Spannungsreihe der Elemente ein stärker positives Normalpotenzial aufweist kann als Metall, das Metallpulver (a) zugrunde liegt.

In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung setzt man der Lösung von weiterem Metall einen oder mehrere Hilfsstoffe zu. Als Hilfsstoffe seien beispielhaft genannt: Puffer, Tenside, Polymere, insbesondere partikelförmige Polymere, deren Partikel- durchmesser im Bereich von 10 nm bis 10 μm liegt, Entschäumer, ein oder mehrere organische Lösungsmittel, ein oder mehrere Komplexbildner.

Besonders geeignete Puffer sind Essigsäure/Acetat-Puffer.

Besonders geeignete Tenside sind gewählt aus kationischen, anionischen und insbesondere nicht-ionischen Tensiden.

Als kationische Tenside seien beispielhaft genannt: einen Cβ-Cis-Alkyl-, -Aralkyl- oder heterocyclischen Rest aufweisende primäre, sekundäre, tertiäre oder quartäre Ammoniumsalze, Alkanolammoniumsalze, Pyridiniumsalze, Imidazoliniumsalze,

Oxazoliniumsalze, Morpholiniumsalze, Thiazoliniumsalze sowie Salze von Aminoxiden, Chinoliniumsalze, Isochinoliniumsalze, Tropyliumsalze, Sulfoniumsalze und Phosphoniumsalze. Beispielhaft genannt seien Dodecylammoniumacetat oder das entsprechende Hydrochlorid, die Chloride oder Acetate der verschiedenen 2-(N, N, N- Trimethylammonium)ethylparaffinsäureester, N-Cetylpyridiniumchlorid, N-

Laurylpyridiniumsulfat sowie N-Cetyl-N,N,N-trimethylammoniumbromid, N-Dodecyl- N,N,N-trimethylammoniumbromid, N,N-Distearyl-N,N-dimethylammoniumchlorid sowie das Gemini-Tensid N,N'-(Lauryldimethyl)ethylendiamindibromid.

Beispiele für geeignete anionische Tenside sind Alkalimetall- und Ammoniumsalze von Alkylsulfaten (Alkylrest: Cs bis C12), von Schwefelsäurehalbestern ethoxylierter Alkanole (Ethoxylierungsgrad: 4 bis 30, Alkylrest: C12-C18) und ethoxylierter Alkylphenole (Ethoxylierungsgrad: 3 bis 50, Alkylrest: C4-C12), von Alkylsulfonsäuren (Alkylrest: C12-C18), von Alkylarylsulfonsäuren (Alkylrest: Cg-ds) und von Sulfosuccinaten wie beispielsweise Sulfobernsteinsäuremono- oder diestern.

Bevorzugt sind aryl- oder alkylsubstituierte Polyglykolether, weiterhin Substanzen, die in US 4,218,218 beschrieben sind, und Homologe mit y (aus den Formeln aus US 4,218,218) im Bereich von 10 bis 37.

Besonders bevorzugt sind nichtionische Tenside wie beispielsweise ein- oder vorzugsweise mehrfach alkoxylierte Cio-C3o-Alkanole, bevorzugt mit drei bis hundert Mol C2-C4-Alkylenoxid, insbesondere Ethylenoxid alkoxylierte Oxo- oder Fettalkohole.

Geeignete Entschäumer sind beispielsweise silikonhaltige Entschäumer wie beispielsweise solche der Formel HO-(CH 2 )S-Si(CH 3 )[OSi(CH 3 )Sb und

HO-(CH 2 )S-Si(CH 3 )[OSi(CH 3 )S][OSi(CHs) 2 OSi(CHs) 3 ], nicht alkoxyliert oder mit bis zu 20 äquivalenten Alkylenoxid und insbesondere Ethylenoxid alkoxyliert. Auch Silikon-freie Entschäumer sind geeignet wie beispielsweise mehrfach alkoxylierte Alkohole, z.B. Fettalkoholalkoxylate, bevorzugt 2 bis 50-fach ethoxylierte vorzugsweise unverzweigte Cio-C 2 o-Alkanole, unverzweigte Cio-C 2 o-Alkanole und 2-Ethylhexan-1-ol. Weitere geeignete Entschäumer sind Fettsäure-C8-C 2 o-alkylester, bevorzugt Stearinsäure-Cio-C 2 o- alkylester, bei denen C8-C 2 o-Alkyl, bevorzugt Cio-C 2 o-Alkyl unverzweigt oder verzweigt sein kann.

Geeignete Komplexbildner sind solche Verbindungen, die Chelate bilden. Bevorzugt sind solche Komplexbildner, die gewählt sind aus Aminen, Diaminen und Triaminen, die mindestens eine Carbonsäuregruppe tragen. Beispielhaft seien Nitrilotriessigsäure, Ethylendiamintetraessigsäure und Diethylenpentaaminpentaessigsäure sowie die korrespondierenden Alkalimetallsalze genannt.

In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung scheidet man so viel weiteres Metall ab, dass man eine Schichtdicke im Bereich von 100 nm bis 500 μm, bevorzugt von 1 μm bis 100 μm, besonders bevorzugt 2 μm bis 50 μm erzeugt.

Bei der Durchführung von Schritt (C) wird Metallpulver (a) in den meisten Fällen partiell oder vollständig durch weiteres Metall ersetzt, wobei die Morphologie von weiterem abgeschiedenen Metall nicht identisch mit der Morphologie von Metallpulver (a) zu sein braucht.

Nach der Beendigung des Abscheidens von weiterem Metall (C) erhält man erfindungsgemäße metallisierte textile Oberflächen. Man kann erfindungsgemäße metalli- sierte textile Oberflächen noch ein- oder mehrmals spülen, beispielsweise mit Wasser.

Zur Herstellung von beispielsweise solchen erfindungsgemäßen metallisierten textilen Oberflächen, die zur Herstellung von Anzeigeeinrichtungen verwendet werden sollen, kann man noch an den Enden auf an sich bekannte Weise Stromkabel befestigen, bei- spielsweise anlöten.

In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung kann man einen oder mehrere thermische Behandlungsschritte (D) im Anschluss an Schritt (A), an Schritt (B) oder an Schritt (C) durchführen. Dabei werden im Rahmen der vorliegenden Erfindung unmit- telbar nach Schritt (A) durchgeführte thermische Behandlungsschritte auch als thermische Behandlungsschritte (D1 ) bezeichnet, unmittelbar nach Schritt (B) durchgeführte thermische Behandlungsschritte auch als thermische Behandlungsschritte (D2) und

nach Schritt (C) durchgeführte thermische Behandlungsschritte auch als thermische Behandlungsschritte (D3).

Wünscht man mehrere thermische Behandlungsschritte durchzuführen, so kann man die verschiedenen thermischen Behandlungsschritte bei der gleichen oder vorzugsweise bei verschiedenen Temperaturen durchführen.

In Schritt (D) bzw. jedem einzelnen Schritt (D) kann man beispielsweise bei Temperaturen im Bereich von 50 bis 200 0 C behandeln. Dabei ist darauf zu achten, dass durch die thermische Behandlung nach Schritt (D) das Material, aus dem die als Ausgangsmaterial eingesetzte textile Oberfläche besteht, nicht erweichen oder gar schmelzen darf. Man bleibt also in jedem Falle mit der Temperatur unter dem Erweichungs- oder Schmelzpunkt des betreffenden textilen Materials, oder man wählt die Dauer der thermischen Behandlung so kurz, dass ein Erweichen oder gar Schmelzen noch nicht statt- findet.

In Schritt (D) bzw. jedem einzelnen Schritt (D) kann man beispielsweise über einen Zeitraum von 10 Sekunden bis 15 Minuten, bevorzugt 30 Sekunden bis 10 Minuten behandeln.

Besonders bevorzugt behandelt man in einem ersten Schritt (D1) bei Temperaturen im Bereich von beispielsweise 50 bis 1 10 0 C über einen Zeitraum von 30 Sekunden bis 3 Minuten und in einem zweiten Schritt (D2) anschließend bei Temperaturen im Bereich von 130 0 C bis 200 0 C über einen Zeitraum von 30 Sekunden bis 15 Minuten.

Man kann Schritt (D) bzw. jeden einzelnen Schritt (D) in an sich bekannten Geräten durchführen, zum Beispiel in Trockenschränken, Spannrahmen oder Vakuumtrocken- schränken.

In einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung führt man vor Schritt (B) einen weiteren Schritt (E) durch. Zur Durchführung von Schritt (E) scheidet man an einigen Stellen auf der nach Schritt (A) mit Metallpulver (a) versehenen textilen Oberfläche eine Mischung ab, die ebenfalls ein Metall in vorzugsweise Pulverform enthält, das verschieden von Metallpulver (a) sein kann oder vorzugsweise gleich ist.

In einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens scheidet man in Schritt (E) an mindestens zwei bedruckten Stellen eine Mischung ab, die ebenfalls Metallpulver (a) enthält. Dabei kann es sich bei der Mischung, die ebenfalls Metallpulver (a) enthält, um weitere Druckformulierung und insbesondere Druckpaste handeln, wie sie auch in Schritt (A) eingesetzt wurde, oder aber um eine Mischung, die weitere Bestandteile enthält. In einer dritten Ausführungsform von Schritt (E) handelt es sich bei

der Mischung, die ebenfalls Metallpulver (a) enthält, um eine Zubereitung, die Lötzinn enthält.

In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung scheidet man in Schritt (E) so viel Mischung ab, die Metall enthält, dass die Schichtdicke von Metall im Bereich von 2 bis 200 mal so dick ist wie die Schichtdicke von Metallpulver (a) aus Schritt (A).

In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung scheidet man in Schritt (E) so viel Mischung ab, die Metallpulver (a) enthält, dass die Schichtdicke von Metallpulver (a) auf der textilen Oberfläche im Bereich von 0,1 bis 5 mm beträgt.

In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung unterscheidet sich Metallpulver (a) aus Schritt (A) von Metallpulver (a) aus Schritt (E), vorzugsweise durch den mittleren Partikeldurchmesser.

In einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung sind Metallpulver (a) aus Schritt (A) und Schritt (E) jeweils gleich.

In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung führt man ein so genanntes „dot printing" durch.

Nach der Durchführung von Schritt (E) kann man Schritt (D) wiederholen. Es ist jedoch bevorzugt, unmittelbar nach der Durchführung von Schritt (E) auf eine thermische Behandlung (D) zu verzichten und sofort Schritt (B) durchzuführen.

In einer speziellen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung führt man nach Schritt (C) mindestens einen weiteren Schritt aus, gewählt aus

(F) Aufbringen einer korrosionsinhibierenden Schicht oder

(G) Aufbringen einer flexiblen Schicht, wobei die korrosionsinhibierende Schicht starr, beispielsweise nicht biegsam, oder flexibel sein kann.

Als korrosionsinhibierende Schichten sind beispielsweise Schichten aus einem oder mehreren der folgenden Materialien zu nennen: Wachse, insbesondere Polyethylen- wachse, Lacke, beispielsweise Wasserbasislacke, 1 ,2,3-Benzotriazol und Salze, insbesondere Sulfate und Methosulfate von quaternierten Fettaminen, beispielsweise Lauryl/Myristyl-trimethylammoniummethosulfat.

Als flexible Schichten sind beispielsweise Folien, insbesondere Polymerfolien, bei- spielsweise aus Polyester, Polyvinylchlorid, thermoplastischem Polyurethan (TPU) oder insbesondere Polyolefinen wie beispielsweise Polyethylen oder Polypropylen zu

nennen, wobei unter Polyethylen und Polypropylen jeweils auch Copolymere von Ethy- len bzw. Propylen zu verstehen sind.

In einer anderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung bringt man als flexible Schicht ein Bindemittel (b2) auf, das gleich oder verschieden von gegebenenfalls aufgedrucktem Bindemittel (b1) aus Schritt (A) sein kann.

Das Aufbringen kann jeweils erfolgen durch Auflaminieren, Aufkleben, Verschweißen, Aufrakeln, Drucken, Sprühen oder Gießen.

Wenn man in Schritt (G) ein Bindemittel aufgebracht hat, so kann man danach erneut gemäß Schritt (D) thermisch behandeln.

Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind metallisierte textile Oberflä- chen, erhältlich nach dem vorstehend beschriebenen Verfahren. Erfindungsgemäße metallisierte textile Oberflächen lassen sich nicht nur gut und gezielt herstellen, so kann man beispielsweise durch die Art des aufgedruckten Musters von Metallpulver (a) und durch die Menge an abgeschiedenem weiteren Metall beispielsweise die Flexibilität und die elektrische Leitfähigkeit gezielt beeinflussen. Erfindungsgemäße metallisier- te textile Oberflächen sind vielseitig einsetzbar, beispielsweise als Bestandteil bzw. zur Herstellung von Textilien, die Strom in Wärme umwandeln, von Textilien, die elektrische Felder abschirmen können, von Textil-integrierter Elektronik, - von Anzeigeeinrichtungen, von Dachhimmeln von Fahrzeugen, insbesondere von Automobilen, und von Textilien, die durch Photovoltaik Strom erzeugen können.

In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung weisen erfindungsgemäße mit einem Linien- oder Streifenmuster bedruckte metallisierte textile Oberflächen einen spezifischen Widerstand im Bereich von 1 mω/cm 2 bis 1 Mω/cm 2 bzw. im Bereich von 1 μω/cm bis 1 Mω/cm auf, gemessen bei Zimmertemperatur und entlang der betreffenden Streifen bzw. Linien.

In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung umfassen erfindungsgemäße mit einem Linien- oder Streifenmuster bedruckte metallisierte textile Oberflächen mindestens zwei Kabel, die an den jeweiligen Enden von Linien oder Streifen auf an sich bekannte Weise befestigt sind, beispielsweise angelötet.

Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist die Verwendung von erfindungsgemäßen metallisierten textilen Oberflächen als Textilien, die Strom in Wärme umwandeln, als Textilien, die elektrische Felder abschirmen können, als Textil-

integrierte Elektronik, als Anzeigeeinrichtungen, als Dachhimmel von Fahrzeugen und als Textilien, die Strom erzeugen können, beispielsweise durch Photovoltaik.

Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist die Verwendung von vorste- hend beschriebenen metallisierten textilen Oberflächen zur Herstellung von Textilien, die Strom in Wärme umwandeln, von Textilien, die elektrische Felder abschirmen können, von Textil-integrierter Elektronik, von Anzeigeeinrichtungen, von Dachhimmeln von Fahrzeugen und von Textilien, die Strom erzeugen können, beispielsweise durch Photovoltaik.

Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind Textilien, die Strom in Wärme umwandeln, Textilien, die elektrische Felder abschirmen können, Textil-integrierte Elektronik, Anzeigeeinrichtungen, Dachhimmel von Fahrzeugen und Textilien, die Strom erzeugen können, beispielsweise durch Photovoltaik, hergestellt unter Verwen- düng von Gegenständen mit erfindungsgemäßer metallisierter Oberfläche.

Beispiele für Textil-integrierte Elektronik sind mit Textil integrierte Sensoren, Transistoren, Chips, LED's (Licht-emittierende Dioden, englisch: light emitting diodes), Solarmodule, Solarzellen und Peltier-Elemente. So sind Textilien wie insbesondere Textil integ- rierte Sensoren beispielsweise geeignet, um die Körperfunktionen von Säuglingen oder älteren Menschen zu überwachen. Geeignete Anwendungen sind weiterhin Warnbekleidung wie z. B. Warnwesten. Weitere Anwendungen sind Antennen zum Beispiel in Transpondern, die in RFI D-Etiketten eingebaut sein können, textilintegrierte Chipkartenmodule, die Verwendung als Flachkabel, Sitzheizungen, Folienleiter, zur Herstel- lung von LCD- bzw. Plasmabildschirmen oder zur Herstellung von ein- oder zweiseitig metallkaschierten Textilien, Fußboden, Wand- oder Deckenbeleuchtung oder als dekorative Anwendungen aller Art (z.B. im Textil- oder Verpackungsbereich, aber auch zur Dekoration von z.B. Stofftaschen oder Schuhen.

Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind weiterhin Verfahren zur Herstellung von solchen Textilien, die Strom in Wärme umwandeln, weiterhin von solchen Textil- integrierter Elektronik unter Verwendung von erfindungsgemäßen metallisierten textilen Oberflächen. Erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung von solchen Textilien, die Strom in Wärme umwandeln, unter Verwendung von erfindungsgemäßen metallisierten textilen Oberflächen kann man beispielsweise so durchführen, dass man Textilien mit erfindungsgemäß metallisierten Oberflächen konfektioniert.

Die Erfindung wird durch Arbeitsbeispiele erläutert.

I. Herstellung einer Druckpaste

Man verrührte miteinander:

54 g Wasser 750 g Carbonyleisenpulver, dio 3 μm, dso 4,5 μm, dgo 9 μm, passiviert mit einer mikroskopisch dünnen Eisenoxidschicht.

125 g einer wässrigen Dispersion, pH-Wert 6,6, Feststoffgehalt 39,3 Gew.-%, eines statistischen Emulsionscopolymerisats von

1 Gew.-Teil N-Methylolacrylamid, 1 Gew.-Teil Acrylsäure, 28,3 Gew.-Teile Styrol, 69,7 Gew.-Teilen n-Butylacrylat, Angaben in Gew.-Teilen sind jeweils bezogen auf gesamten Feststoff, mittlerer Partikeldurchmesser (Gewichtsmittel) 172 nm, bestimmt durch Coulter Counter, T 9 : - 19°C (Bindemittel b.1 ) dynamische Viskosität (23°C) 70 mPa-s, 20 g Verbindung der Formel

20 g einer 51 Gew.-% Lösung eines Umsetzungsprodukts von Hexamethylendiisocya- nat mit n-CisH37(OCH2CH2)i5OH in Isopropanol/Wasser (Volumenanteile 2:3)

Man rührte über einen Zeitraum von 20 Minuten mit 5000 U/min (Ultra-Thurrax). Man erhielt eine Druckpaste mit einer dynamischen Viskosität von 30 dPa-s bei 23°C, gemessen mit einem Rotationsvikosimeter nach Haake.

II. Bedrucken von Textil, Schritt (A), und thermische Behandlung, Schritt (D1 )

Man bedruckte mit Druckpaste aus I. ein Polyestervlies, Flächengewicht 90 g/m 2 - mit einem Sieb, mesh 80 mit einem Streifenmuster. Das Muster findet sich in Abb. 1 als schematische Abbildung.

Anschließend trocknete man in einem Trockenschrank über einen Zeitraum von 10 Minuten bei 100 0 C. Man erhielt bedrucktes und thermisch behandeltes Polyestervlies.

III. Versehen mit einer Mischung, die Metallpulver (a1) enthält, Schritt (E), und Fixie- ren von Artikeln, die elektrischen Strom benötigen, Schritt (B)

Man verdruckte erneut Druckpaste aus I., und zwar in Form von kleinen Kreisen mit einem Durchmesser von 2 mm auf das unter II. gedruckte Muster.

Anschließend verteilte man per Hand licht-emittierende Dioden des Typs „Everlight model 67-22SU RSYGC S530-A2/TR8 device number: DSE-672-025 der Fa. Everlight Electronics Co., Ltd. in rot und grün (SUR Typ AIGaInP für rote Licht-emittierende Dio- den, SYR Typ AIGaInP für gelbe Licht-emittierende Dioden), Format: 3,2 mm 2,7 mm.

IV. Abscheiden eines weiteren Metalls, Schritt (C)

IV.1 Abscheiden von Kupfer ohne externe Spannungsquelle

Bedrucktes und thermisch behandeltes Polyestervlies aus III. wurde über einen Zeitraum von 10 Minuten in einem Bad (Zimmertemperatur) behandelt, das wie folgt zusammengesetzt war: 382 g H 2 SO 4 5,1 I destilliertes Wasser 1 ,1 g NaCI

5 g Ci 3 /Ci5-Alkyl-0-(EO)io(PO)5-CH 3 (EO: CH 2 -CH 2 -O, PO: CH 2 -CH(CHs)-O)

Man entnahm das Polyestervlies, spülte zweimal unter fließendem Wasser und trocknete bei 90 0 C über einen Zeitraum von einer Stunde.

Man erhielt erfindungsgemäßes metallisiertes Polyestervlies PES-1.

V. Beschichten mit einer flexiblen Schicht

Man verrührte miteinander:

260 g Wasser 700 g einer wässrigen Dispersion, pH-Wert 7,0, Feststoffgehalt 55 Gew.-%, eines statistischen Emulsionscopolymerisats von

1 Gew.-Teil N-Methylolacrylamid, 1 Gew.-Teil Acrylsäure, 28,3 Gew.-Teile Styrol, 69,7 Gew.-Teile n-Butylacrylat, Angaben in Gew.-Teilen sind jeweils bezogen auf gesamten Feststoff, mittlerer Partikeldurchmesser (Gewichtsmittel) 172 nm, bestimmt durch Coul- ter Counter, T 9 : - 19°C (Bindemittel b.2) dynamische Viskosität (23°C) 70 mPa-s,

20 g Verbindung der Formel

20 g einer 51 Gew.-% Lösung eines Umsetzungsprodukts von Hexamethylendiisocya- nat mit n-Ci8H37(OCH2CH2)isOH in Isopropanol/Wasser (Volumenanteile 2:3)

Man rührte über einen Zeitraum von 20 Minuten mit 5000 U/min (Ultra-Thurrax). Man erhielt eine Druckpaste mit einer dynamischen Viskosität von 30 dPa-s bei 23°C, gemessen mit einem Rotationsvikosimeter nach Haake.

Die metallisierte textile Oberflächen aus IV. wurde mit Hilfe einer Luftrakel, Auftraggeschwindigkeit 20 m/min, mit einer Aufnahme von 300 g/m 2 beschichtet.