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Title:
METHOD FOR PRODUCING AN OVERTEMPERATURE PROTECTION DEVICE AND CORRESPONDING OVERTEMPERATURE PROTECTION DEVICE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2005/050689
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an overtemperature protection device (11) which is applied to a support (13) comprising a heat conductor (15). Said heat conductor (15) has an interruption (17) on top of which a tin-based protection element (24) is prefixed by means of an adhesive (21). The ends projecting beyond the heat conductor (15) are electrically contacted thereto by means of a silver/polymer paste (26).

Inventors:
Tafferner, Michael (Waldprechtsstrasse 36, Malsch, 76316, DE)
Application Number:
PCT/EP2004/012703
Publication Date:
June 02, 2005
Filing Date:
November 10, 2004
Export Citation:
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Assignee:
E.G.O. ELEKTRO-GERÄTEBAU GMBH (Rote-Tor-Strasse, Oberderdingen, 75038, DE)
Tafferner, Michael (Waldprechtsstrasse 36, Malsch, 76316, DE)
International Classes:
H01H37/76; H01H37/00; (IPC1-7): H01H37/76
Attorney, Agent or Firm:
RUFF, WILHELM, BEIER, DAUSTER & PARTNER (Kronenstrasse 30, Stuttgart, 70174, DE)
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Claims:
Patentansprüche
1. Verfahren zur Herstellung einer Übertemperatursicherung (11, 111), wobei auf einem Träger (13,113) ein Heizleiter (15,115) angeordnet ist und im Erwärmungsbereich eines Heizleiters sowie im Stromweg dieses Heizleiters eine Übertemperatursicherung vorgesehen ist, wobei ein bei bestimmter Temperatur schmelzen des Sicherungselement (24,124) mit jeweils einem Ende zumin dest in der Nähe des Heizleiters in einem ersten Schritt mecha nisch fixiert wird, vorzugsweise mit einem Kleber (21,121), da durch gekennzeichnet, dass in einem zweiten Schritt die elektri sche Kontaktierung zwischen den Enden des Sicherungselements und dem Heizleiter oder seiner Zuleitung erfolgt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das mechanische Fixieren im ersten Schritt mittels eines Klebers (21, 121) erfolgt, insbesondere eines isolierenden Klebers, welcher bei den Arbeitstemperaturen des Heizleiters (15,115) stabil und be ständig ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Kleber (21,121) direkt auf den Träger (13,113) aufgebracht ist und anschließend das Sicherungselement (24,124) aufgesetzt wird, wobei vorzugsweise der Kleber in einem Zwischenraum (17, 117) zwischen zwei offenen Enden einer elektrischen Leitung im Stromweg des Heizleiters aufgebracht wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrische Kontaktierung des Siche rungselements (24,124) an den Heizleiter (15,115) bzw. seinen Stromweg mittels einer elektrisch leitenden, kontaktierenden und aufzubringen Masse erfolgt, vorzugsweise einer AgPolymerpaste (26,126), wobei die Trocknungsoder Aushärtetemperatur der AgPolymerpaste unterhalb der Schmelztemperatur des Materials des Sicherungselements liegt.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrische Verbindung des Sicherungs elements (24,124) an den Strompfad zu dem Heizleiter (15,115) durch eine direkte, elektrisch leitfähige Verbindung des Siche rungselements mit einer elektrischen Zuleitung für den Heizleiter oder dem Heizleiter selber erfolgt, vorzugsweise durch eine Ver schweißung (129).
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherungselement (24,124) länglich ist, insbesondere stabförmig, wobei es vorzugsweise aus einer niedrig schmelzenden Legierung oder reinem Metall besteht und ein Bauteil ist.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherungselement in Pulverform mit Hilfe eines beigemischten organischen Trägers als Polymerpaste aufgebracht wird, wobei vorzugsweise die Aufbringung mit Hilfe eines Dispensers oder durch Siebdruck erfolgt und insbesondere die Polymerpaste nach der Aufbringung lediglich gehärtet wird.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf den Aufbau der Übertemperatursiche rung (11,111) eine Schicht Abdeckmaterial gebracht wird, vor zugsweise Silikon (28,128).
9. Übertemperatursicherung, insbesondere für eine Heizung, die ei nen Träger (13,113) aufweist mit einem Heizleiter (15,115) dar auf, wobei dem Heizleiter bzw. seiner elektrischen Zuleitung ein Stromweg zugeordnet ist, der eine Unterbrechung (17,117) nach Art einer Lücke aufweist, wobei ein bei bestimmter Temperatur schmelzendes Sicherungselement (24,124) mittels einer Vorfixie rung (21,121) derart im Bereich dieser Unterbrechung angeordnet ist, dass es jeweils einen Leiter bzw. Heizleiter zu beiden Seiten der Unterbrechung zumindest beinahe erreicht und zusätzlich eine weitere elektrische Verbindung (26,129) zwischen den Leitern bzw. Heizleitern seitlich neben der Lücke und dem Sicherungs element gegeben ist.
10. Übertemperatursicherung nach Anspruch 9, dadurch gekenn zeichnet, dass die mechanische Vorfixierung ein Kleber (21,121) ist, mit welchem das Sicherungselement (24,124) an den Leitern (15,115) bzw. auf dem Träger (13,113) gehalten ist.
11. Übertemperatursicherung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch ge kennzeichnet, dass die elektrische Verbindung des Sicherungs elements (24,124) mit den Leitern bzw. Heizleitern (15,115) eine elektrisch leitfähige und kontaktierende Masse ist, vorzugsweise eine AgPolymerpaste (26).
12. Übertemperatursicherung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch ge kennzeichnet, dass die elektrische Kontaktierung an die Leiter bzw. Heizleiter (15,115) eine Schweißverbindung (129) dieser mit jeweils einem Bereich des Sicherungselementes (24,124) ist.
13. Übertemperatursicherung nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherungselement (24,124) im Heizbereich des Heizleiters (15,115) angeordnet ist, wobei vorzugsweise der Abstand zwischen Heizleiter bzw. Leiter und Si cherungselement derart ausgebildet ist, dass nach dem Auslösen der Übertemperatursicherung durch Schmelzen des Sicherungs elements (24,124) der elektrische Stromweg getrennt ist, und ins besondere der TrennAbstand mindestens 0,8mm beträgt.
14. Übertemperatursicherung nach einem der Ansprüche 9 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Material des Sicherungsele ments (24,124) ein reines Metall oder eine niedrigschmeizende Legierung ist, wobei vorteilhaft der Schmelzpunkt einer Legierung oder eines Metalls auf die Auslösetemperatur der Übertempera tursicherung (11,111) abgestimmt ist.
15. Übertemperatursicherung nach einem der Ansprüche 9 bis 14, da durch gekennzeichnet, dass zumindest über dem Sicherungsele ment (24,124) eine Abdeckung (28,128) unlösbar vorgesehen ist, wobei die Abdeckung vorzugsweise Silikon aufweist oder aus Sili kon besteht.
16. Übertemperatursicherung nach einem der Ansprüche 9 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass im Stromweg am Rand der Unter brechung (17,117) an den Leitern bzw. Heizleitern (15,115) Kon taktfelder (19,119), insbesondere SilberKontakte, zur Kontaktie rung an das Sicherungselement (24,124) vorgesehen sind.
17. Übertemperatursicherung nach einem der Ansprüche 9 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherungselement (24,124) ein Formteil ist, insbesondere länglich und in Stabform.
Description:
Beschreibung Verfahren zur Herstellung einer Übertemperatursicherung und Übertem- peratursicherung Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer Übertempera- tursicherung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und eine Siche- rungseinrichtung bzw. Übertemperatursicherung.

Es ist aus der DE 101 50 027 C1 bekannt, ein Dickschicht-Sicherungs- bauelement mit Schmelz-Leitelement und Heizwiderstandselement aus- zubilden. Eine Widerstandsschicht als Schmelz-Leitelement wird direkt über eine Lücke zwischen zwei Enden einer Leiterschicht des Heizwi- derstandselements aufgetragen. Wird die Temperatur zu hoch, schmilzt das Schmelz-Leitelement und unterbricht die elektrische Zuleitung.

Aus der DE 197 04 097 ist es des weiteren bekannt, auf einem Träger aus Glaskeramik eine Übertemperatursicherung mit einem Schmelz- Leitelement auszubilden.

Aufgabe und Lösung Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein eingangs genanntes Ver- fahren sowie eine eingangs genannte Übertemperatursicherung zu schaffen, mit denen Probleme des Standes der Technik vermieden wer- den können und insbesondere eine Übertemperatursicherung einfach und gut anpassbar hergestellt werden kann, welche auch in kleine Lay- outs integriert werden kann, funktionssicher ist und vielfältig anwendbar ist.

Gelöst wird diese Aufgabe durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1 sowie eine Übertemperatursicherung mit den Merkmalen des Anspruchs 9. Vorteilhafte sowie bevorzugte Ausgestaltungen der

Erfindung sind Gegenstand der weiteren Ansprüche und werden im fol- genden näher erläutert. Dabei beziehen sich die Merkmale der Ausges- taltung der Übertemperatursicherung gemäß dem Herstellungsverfahren auch auf die Übertemperatursicherung selber. Der Wortlaut der Ansprü- che wird durch ausdrückliche Bezugnahme zum Inhalt der Beschreibung gemacht. Merkmale, die sowohl die Übertemperatursicherung als auch das Herstellungsverfahren betreffen, werden im folgenden teilweise nur einmal beschrieben, gelten aber gleichermaßen für Übertemperatursi- cherung und Herstellungsverfahren.

Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass bei dem Herstellungsverfahren auf einem Träger, beispielsweise einem Keramikträger, ein Heizleiter oder eine Heizung angeordnet ist. Im Heizbereich bzw. Erwärmungsbe- reich eines Heizleiters sowie im Stromweg zu der Stromversorgung des Heizleiters ist eine Übertemperatursicherung vorgesehen. Zur Herstel- lung dieser Übertemperatursicherung wird in einem ersten Schritt ein bei einer bestimmten Temperatur schmelzendes Sicherungselement mit je- weils einem Bereich oder Ende zumindest in der Nähe des Heizleiters mechanisch fixiert. Die mechanische Fixierung, die elektrisch isolierend ist, kann vorteilhaft als Vorfixierung durch Klebung bzw. mit einem Kle- ber erfolgen. Dabei kann das Sicherungselement jeweils einen elektri- schen Leiter zu beiden Seiten der Unterbrechung erreichen oder zumin- dest nahe an ihn heranreichen. In einem zweiten Schritt wird die elektri- sche Kontaktierung zwischen den Bereichen oder Enden des Siche- rungselements einerseits und andererseits dem Heizleiter oder seiner Zuleitung vorgenommen. Dies bedeutet, dass durch die Vorfixierung des Sicherungselements die weitere Herstellung, insbesondere die elektri- sche Kontaktierung, einfacher vorgenommen werden kann. So kann beispielsweise die elektrische Kontaktierung in einem Durchlaufverfah- ren stattfinden, in welchem auch weitere elektrische Kontaktierungen vorgenommen werden. Dies wird nachfolgend noch näher erläutert.

Der Kleber für das mechanische Fixieren bzw. Vorfixieren sollte bei der Arbeitstemperatur des Heizleiters oder der Heizung stabil und beständig bleiben, so dass seine Fixierungswirkung erhalten bleibt. Er kann selbst abbindend sein oder mittels eines Härters aushärtbar. Das Auftragen eines Klebers kann auf eine für Herstellungsverfahren übliche Art und Weise erfolgen, beispielsweise in einer Durchlaufanlage mittels Sieb- druck, Dispenser dergleichen. Dabei kann der Kleber direkt auf den Trä- ger aufgebracht werden. Dies erfolgt vorteilhaft zwischen zwei offenen Enden einer elektrischen Leitung bzw. im Stromweg zur Versorgung des Heizleiters oder im Verlauf des Heizleiters selber. Dieser Zwischenraum kann nach Art einer Lücke ausgebildet sein. Nach dem Aufbringen des Klebers kann das Sicherungselement aufgesetzt werden.

Zur Herstellung der elektrischen Kontaktierung ist es bei einer Ausfüh- rung möglich, eine elektrisch leitende und kontaktierende Masse aufzu- bringen. Dies kann an das Sicherungselement insgesamt oder ein oder mehrere seiner Bereiche einerseits sowie andererseits den Heizleiter oder sonstige, den Stromweg bildende Leiter erfolgen. Hierfür eignen sich beispielsweise Polymerpasten mit sehr gut leitfähigen Metallen dar- in, beispielsweise Silber. Die Trocknungs-bzw. Aushärtetemperatur ei- ner solchen Polymerpaste sollte unterhalb der Schmelztemperatur des Sicherungselement selber liegen. So ist sichergestellt, dass sich durch den Arbeitsschritt mit der Polymerpaste keine Probleme mit der mecha- nischen Stabilität des Sicherungselements ergeben.

Bei einer anderen Ausführung ist es möglich, eine direkte leitfähige Ver- bindung des Sicherungselements mit dem Heizleiter oder anderen Lei- tern in dem Strompfad herzustellen. Es kann beispielsweise verschweißt werden. Beim Schweißen ist es möglich, zwischen Sicherungselement und Leiter möglicherweise vorhandene Kleberreste wegzuschmelzen, so dass sie eine zuverlässige Kontaktierung nicht behindern.

Das Sicherungselement ist vorteilhaft länglich ausgebildet, beispielswei- se als Stab mit flachem Querschnitt. Der flache Querschnitt weist den Vorteil auf, dass dadurch eine Wärmeeinwirkung von der Beheizung auf das Sicherungselement sehr gut erfolgen kann zur Verbesserung des raschen Ansprechens der Sicherung. Das Sicherungselement kann da- bei aus einer niedrig schmelzenden Legierung einerseits oder anderer- seits reinem Metall bestehen. Hier können durch Auswahl der Bestand- teile und durch ein genaues Legierungsverhältnis ein Schmelzpunkt ei- nerseits sowie das Schmelzverhalten andererseits in gewünschtem Maß beeinflusst werden.

Des weiteren ist es möglich, das Sicherungselement aus einem Pulver herzustellen, welches mittels eines beigemischten und organischen Trä- gers eine Polymerpaste wird. Diese Paste kann beispielsweise mittels Siebdruck oder durch einen Dispenser aufgebracht werden. In diesem Fall können die Eigenschaften des Klebers für die Vorfixierung durch die Polymerpaste selber gestellt werden. Eine solche Paste kann nach ihrer Aufbringung gehärtet werden. Dabei kann eine elektrische Kontaktierung an den Leiter oder den Strompfad allgemein durch die Härtung der Pas- te erfolgen. Alternativ kann sie durch einen separaten Vorgang erfolgen, welcher nach dem Härten stattfinden kann, beispielsweise auf eine der vorgenannten Arten.

Auf den vorbeschriebenen Aufbau kann nach erfolgter elektrischer Kon- taktierung eine Abdeckung aufgebracht werden, insbesondere eine Schicht aus Abdeckmaterial. Sie kann auch als Isolation dienen. Hierzu kann vorteilhaft ein elastisches, resistentes Abdeckmaterial genommen werden, insbesondere Silikon. Dadurch wird die Sicherungseinrichtung bzw. die Übertemperatursicherung vor äußeren Einflüssen geschützt, welche die Funktion negativ beeinträchtigen könnten vor, während oder nach dem Schmelzen des Sicherungselements.

Von Bedeutung ist, dass der Abstand zwischen Heizleiter bzw. Leiter des Stromwegs einerseits und Sicherungselement andererseits so groß gewählt wird, dass nach dem Ansprechen der Sicherung der galvani- sche Abstand mindestens 0,8mm beträgt, vorteilhaft 1mm oder mehr. An beiden Seiten der Unterbrechung können im Bereich der Leiter bzw.

Heizleiter Kontakffelder vorgesehen sein, zu welchen hin hauptsächlich die Kontaktierung mittels des Sicherungselements erfolgt. Hier können Silber-Kontakte verwendet werden.

Diese und weitere Merkmale von bevorzugten Weiterbildungen der Er- findung gehen außer aus den Ansprüchen auch aus der Beschreibung und den Zeichnungen hervor, wobei die einzelnen Merkmale jeweils für sich allein oder zu mehreren in Form von Unterkombinationen bei einer Ausführungsform der Erfindung und auf anderen Gebieten verwirklicht sein und vorteilhafte sowie für sich schutzfähige Ausführungen darstel- len können, für die hier Schutz beansprucht wird. Die Unterteilung der Anmeldung in einzelne Abschnitte sowie Zwischen-Überschriften be- schränken die unter diesen gemachten Aussagen nicht in ihrer Allge- meingültigkeit.

Kurzbeschreibung der Zeichnungen Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen schema- tisch dargestellt und werden im folgenden näher erläutert. In den Zeich- nungen zeigen : Fig. 1 einen Querschnitt durch ein erstes Ausführungsbeispiel einer Übertemperatursicherung, mit einer Kontaktierung zwischen Heizleitern und Sicherungselement mittels leitfähiger Polymer- paste,

Fig. 2 eine Abwandlung des Ausführungsbeispiels aus Fig. 1, mit einer elektrische Kontaktierung durch Schweißen zwischen Siche- rungselement und Kontaktfeldern am Heizleiter und Fig. 3 eine Draufsicht auf die beiden Ausführungsbeispiele in einer ge- meinsamen Darstellung.

Detaillierte Beschreibung der Ausführungsbeispiele In Fig. 1 ist eine Übertemperatursicherung 11 dargestellt, wie sie in eine Heizeinrichtung integriert aufgebaut sei kann. Auf einem Träger 13, der beispielsweise eine dünne Keramikplatte sein kann, ist ein Heizleiter 15 angeordnet. Dabei kann der Heizleiter 15 ein Dickschichtheizelement sein, wie es beispielsweise aus der DE 10021512 A1 hervorgeht. Im Verlauf des Heizleiters befindet sich eine Unterbrechung 17. Sie ist eini- ge mm breit. Die an diese Unterbrechung 17 heranreichenden Enden der Heizleiter 15 tragen Silber-Kontaktfelder 19.

Wie zu erkennen ist, befindet sich in der Unterbrechung 17 und auf dem Träger 13 ein Kleber 21. Auf dem Kleber 21 wiederum ist ein längliches Sicherungselement 24 aufgedrückt. Dabei überragt das Sicherungsele- ment 24 die Länge der Unterbrechung 17 derart, dass es über die Sil- ber-Kontaktfelder 19 überlappt. Es ist jedoch deutlich zu erkennen, dass das Sicherungselement 24 die Silber-Kontaktfelder 19 nicht direkt be- rührt. Hier ist eine dünne Schicht des Klebers 21 dazwischen.

Für die elektrische Kontaktierung ist an beiden Enden des Sicherungs- elements 24 bzw. im Bereich der Enden der Heizleiter 15 eine Silber- Polymerpaste 26 vorgesehen. Wie zu erkennen ist, überlappt diese nach Art einer Lötung sowohl die Enden des Sicherungselements 24 als auch einen Teil der Silber-Kontaktfelder 19 und vor allem die Endbereiche der Heizleiter 15. Abschließend kann auf die Anordnung eine Abdeckung 28

aus Silikon aufgebracht werden. Diese überdeckt den gesamten darge- stellten Aufbau, so dass unter der Abdeckung 28 lediglich die Heizleiter 15 herauskommen.

Das dargestellte Sicherungselement 24 kann beispielsweise aus Zinn bestehen, welches einen Schmelzpunkt von 232 °C aufweist. Für höhere Auslösetemperaturen kann Kupfer zulegiert werden oder beispielsweise Zink verwendet werden. Als Maße können beispielsweise 3mm Länge, 2mm Breite und 0, 1mm Höhe genommen werden. Damit kann eine Heizeinrichtung mit einer Nennleistung von über 2000 Watt gegen Über- temperatur abgesichert werden.

Bei der in Fig. 2 dargestellten Übertemperatursicherung 111 ist ebenfalls ein Sicherungselement 124 mittels eines Klebers 121 im Bereich einer Unterbrechung 117 zwischen den Enden der Heizleiter 115 vorfixiert.

Die elektrische Kontaktierung findet hier jedoch dadurch statt, dass nach dem Vorfixieren und eventuell Aushärten des Klebers das linke und das rechte Ende des Sicherungselements 124 mit den Silber-Kontaktfeldern 119 verschweißt werden. Die Verschweißung 129 kann ein Kontakt- schweißen bzw. Heften sein. Kleber 121, der sich unter Umständen zwi- schen Silber-Kontaktfeld 119 und Sicherungselement 124 befindet, wird durch die hohe Temperatur des Schweißens verbrannt bzw. verdampft, so dass auf alle Fälle eine elektrisch durchgängige Verbindung geschaf- fen wird.

Somit ist hier zwar einerseits ein zweifacher Schweißvorgang notwen- dig. Andererseits kann die Aufbringung der kontaktierenden Polymer- Paste nach Fig. 1 eingespart werden. Abschließend wird die Siche- rungseinrichtung wiederum mit einer Abdeckung 128 überdeckt.

Aus der Draufsicht in Fig. 3 geht hervor, wie einerseits bei der Übertem- peratursicherung 11 der Kleber 21 seitlich hervortritt und auch zwischen

Kontaktfeld 19 und Sicherungselement 24 ist. Bei der rechts dargestell- ten Übertemperatursicherung 111 dagegen tritt der Kleber 121 nicht hervor und ist auch nicht sichtbar.

Herstellungsverfahren Bei einem erfindungsgemäßen Herstellungsverfahren für eine vorbe- schriebene Übertemperatursicherung ist der Träger 13 mit den Heizlei- tern 15 bereits vorhanden. Zu beiden Seiten der Unterbrechung 17 kön- nen die Silber-Kontaktfelder 19 als Überzug aufgebracht werden. Alter- nativ können in diesem Bereich auch die Heizleiter 15 mit einem gut lei- tenden Überzug, beispielsweise aus Silber, versehen werden.

Als nächstes wird eine geringe Menge Kleber 21 in die Unterbrechung 17 platziert. Dieses kann durch verschiedene Aufbringungseinrichtungen erfolgen, beispielsweise durch eine Spritzdosierung oder Siebdruck. Auf den Kleber wird dann das Sicherungselement 24 aufgesetzt derart, dass es mit seinen Enden jeweils nach Möglichkeit auf den Silber-Kontakt- feldern 19 oder Heizleitern 15 aufliegt oder diese zumindest überlappt.

Je nach Kleber 21 muss dieser unter Umständen gehärtet werden oder kann von selber aushärten. Ist der Kleber 21 hart, so ist die Vorfixierung des Sicherungselements 24 erfolgt.

Nun muss noch die elektrische Kontaktierung zwischen Sicherungsele- ment 24 und Heizleiter 15 erfolgen. Dazu kann entweder die vorbe- schriebene Silber-Polymerpaste 26 aufgebracht werden. Dies kann bei- spielsweise auf dieselbe Art erfolgen wie zuvor der Kleber 21. Nach Aushärten der Silber-Polymerpaste 26 sollten die Eigenschaften bzw. den Aufbau des Sicherungselements 24 nicht negativ beeinträchtigen.

Soll die Übertemperatursicherung für hohe Temperaturen vorgesehen sein, so kann anstelle einer Silber-Polymerpaste 26 auch mit einer Sil- ber-Leitpaste gearbeitet werden.

Bei der Alternative gemäß Fig. 2 wird nach dem Aushärten des Klebers 121 das jeweilige Ende des Sicherungselements 124 mit dem darunter liegenden Silber-Kontaktfeld 119 verschweißt.

Abschließend wird eine Abdeckung auf die Sicherungseinrichtung 11 bzw. 111 gebracht, beispielsweise in Form der vorbeschriebenen Sili- konschicht. Hier sind auch Kunststoff-oder sonstige Beschichtungen möglich.

Bei Verwendung einer Silber-Polymer oder sonstigen Silber-Paste ge- mäß Fig. 1 zur Herstellung der elektrischen Kontaktierung ist diese Kon- taktierung unempfindlicher gegenüber einem Temperaturanstieg. Dies führt zu einem langsameren Ansprechen der Sicherungseinrichtung. Die in Fig. 2 dargestellte Schweißverbindung dagegen macht die Kontaktie- rung relativ anfällig für Temperaturschwankungen, insbesondere einen Temperaturanstieg. Wird ein besonders schnelles Ansprechen ge- wünscht, so empfiehlt sich die Verwendung einer Schweißverbindung.

Mit einer der beiden in den Figuren dargestellten Übertemperatursiche- rungen ist es bei einer Integration in den Heizleiter möglich, diesen Heiz- leiter und somit die Heizleitung direkt zu überwachen. Es ist auch mög- lich, eine solche Übertemperatursicherung in den Bereich einer Zulei- tung zu einem Heizleiter vorzusehen, also ausschließlich in eigentlich elektrischen Zuleitungen. So kann an bestimmten, auswählbaren Stellen das Auftreten von zu hohen Temperaturen sicher vermieden werden.

Ein mögliches Anwendungsbeispiel ist eine Heizeinrichtung für einen Wasserkocher oder eine Kochstelle. Ist hier nach dem Kochen das ge- samte Wasser verdampft, so würde die Temperatur einen maximal zu- lässigen Wert überschreiten. Hier kann dann mit einer erfindungsgemä-

ßen Sicherungseinrichtung das Überschreiten einer einstellbaren Tem- peratur, beispielsweise ca. 230°C, verhindert werden.