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Patent Searching and Data


Title:
METHOD FOR PRODUCING A PERMANENT CONNECTION BETWEEN A FIRST AND A SECOND WORKPIECE, CONSTRUCTION AND USE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/072381
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for producing a permanent connection between a first workpiece and at least one second workpiece. The invention further relates to a construction, comprising a first workpiece having at least one permanently connected second workpiece, and to a use of the construction.

Inventors:
BLUMENSAAT ERWIN (DE)
KLAUKE PETER (DE)
KLEINSCHMIDT OLIVER (DE)
Application Number:
EP2017/075844
Publication Date:
April 18, 2019
Filing Date:
October 10, 2017
Export Citation:
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Assignee:
THYSSENKRUPP STEEL EUROPE AG (DE)
THYSSENKRUPP AG (DE)
International Classes:
B23K26/242; B23K26/324; B63B3/28; B63B3/68
Domestic Patent References:
WO2015047081A12015-04-02
WO1998021029A11998-05-22
Foreign References:
EP0644015A11995-03-22
US20010035266A12001-11-01
DE102014007066B32015-01-29
US20100147818A12010-06-17
Attorney, Agent or Firm:
THYSSENKRUPP INTELLECTUAL PROPERTY GMBH (DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Verfahren zur Herstellung einer unlösbaren Verbindung zwischen einem ersten Werkstück (1) und mindestens einem zweiten Werkstück (2), wobei das erste Werkstück (1) ein Sandwichmaterial ist, welches eine erste und mindestens eine zweite metallische Lage (1.1, 1.2) mit mindestens einer zwischen der ersten und zweiten metallischen Lage (1.1, 1.2) angeordneten Dämpfungslage (1.3) umfasst, das Verfahren umfassend folgende Schritte:

- Bereitstellen des ersten und des zweiten Werkstücks (1, 2),

- In Kontaktbringen der Werkstücke (1, 2) unter Ausbildung eines Kontaktbereichs (6),

- Verbinden des ersten Werkstücks (1) mit dem zweiten Werkstück (2) mittels Fügens zur Erzeugung einer Fügeverbindung (5) zumindest bereichsweise entlang des Kontaktbereichs (6),

dadurch gekennzeichnet, dass

vor dem Bereitstellen des ersten Werkstücks (1), die erste und die zweite metallische Lage (1.1, 1.2) zumindest abschnittsweise in einem an den Kontaktbereich (6) angrenzenden Bereich (4) mittels thermischen Fügens zur Erzeugung einer thermischen Fügeverbindung (3) miteinander verbunden werden.

2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die thermische Fügeverbindung (3) zwischen der ersten und der zweiten metallischen Lage (1.1, 1.2) als eine nicht das erste Werkstück (1) in seiner Dicke vollständig durchdringende thermische Fügeverbindung (3) ausgeführt wird.

3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das thermische Fügen auf der den Kontaktbereich (6) aufweisenden, abgewandten Seite durchgeführt wird.

4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erzeugung der thermischen Fügeverbindung (3) und/oder der Fügeverbindung (5) ein Laser verwendet wird.

5. Konstruktion (10) aufweisend ein erstes Werkstück (1) mit mindestens einem unlösbar verbundenen zweiten Werkstück (2), wobei das erste Werkstück (1) ein Sandwichmaterial ist, welches eine erste und mindestens eine zweite metallische Lage (1.1, 1.2) mit mindestens einer zwischen der ersten und zweiten metallischen Lage (1.1, 1.2) angeordneten Dämpfungslage umfasst (1.3), aufweisend eine Fügeverbindung (5) zumindest bereichsweise entlang ihres Kontaktbereichs (6), insbesondere hergestellt nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

die erste und die zweite metallische Lage (1.1, 1.2) zumindest in einem Bereich (4) angrenzend an den Kontaktbereich (6) mittels thermischer Fügeverbindung (3) miteinander verbunden sind.

6. Konstruktion nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die thermische Fügeverbindung (3) zwischen der ersten und der zweiten metallischen Lage (1.1, 1.2) als eine nicht das erste Werkstück (1) in seiner Dicke vollständig durchdringende thermische Fügeverbindung (3) ausgeführt und insbesondere mindestens punktuell, mäanderförmig, als Steppnaht und/oder durchgehende Naht entlang der Längserstreckung des Bereichs (4) ausgebildet ist.

7. Konstruktion nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Bereich (4) mehrere Steppnähte und/oder mehrere durchgehende Nähte aufweist, insbesondere mit einem definierten Abstand zueinander.

8. Konstruktion nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere zweite Werkstücke (2) mit dem ersten Werkstück (1) verbunden sind, insbesondere mit einem definierten Abstand zueinander.

9. Konstruktion nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und die zweite metallische Lage (1.1, 1.2) des ersten Werkstücks (1) aus einem Stahlwerkstoff oder Aluminiumwerkstoff bestehen.

10. Konstruktion nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Werkstück (2) aus einem monolithischen, metallischen Werkstoff besteht, vorzugsweise Stahlwerkstoff oder Aluminiumwerkstoff.

11. Konstruktion nach einem der Ansprüche 5 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämpfungslage (1.3) des ersten Werkstücks (1) aus einem Polymerwerkstoff besteht, vorzugsweise viskoelastischer Polymerwerkstoff.

12. Verwendung der Konstruktion (10) nach einem der Ansprüche 5 bis 11 im Schiffsbau.

13. Verwendung nach Anspruch 12 als Paneel zur Herstellung von Schiffssektionen.

Description:
Verfahren zur Herstellung einer unlösbaren Verbindung zwischen einem ersten und einem zweiten Werkstück, Konstruktion und Verwendung

Technisches Gebiet

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer unlösbaren Verbindung zwischen einem ersten Werkstück und mindestens einem zweiten Werkstück. Ferner betrifft die Erfindung eine Konstruktion aufweisend ein erstes Werkstück mit mindestens einem unlösbar verbundenen zweiten Werkstück sowie eine Verwendung der Konstruktion.

Technischer Hintergrund

Werkstoffverbunde aus unterschiedlichen Werkstoffen vereinen in der Regel gegensätzliche Eigenschaften. Sandwichbleche können auch im Vergleich zu monolithischen Werkstoffen dämpfende Eigenschaften, insbesondere Geräusch dämpfende Eigenschaften aufweisen. Derartige Sandwichbleche sind bereits seit Jahrzehnten auf dem Markt erhältlich und etabliert. Die beispielsweise von der Anmelderin unter dem Markennamen„bondal®" hergestellten und vertriebenen Sandwichbleche zeichnen sich dadurch aus, dass sie aus zwei Deckblechen mit einer dazwischenliegenden viskoelastischen Kernschicht bestehen. Derartige Sandwichbleche werden verstärkt im Automobilbereich eingesetzt und mittels Widerstandschweißen mit anderen Bauteilen verbunden. Auf die Anmelderin geht auch die Patentschrift DE 10 2014 007 066 B3 zurück, in welcher ein schmelzschweiß- bzw. lötgeeignetes Sandwichblech offenbart ist.

Insbesondere um die sich ständig erhöhenden Anforderungen an die Akustik im Schiffsbau in technisch zuverlässiger Form, ökonomisch und ökologisch optimiert, zu erfüllen, können zukünftig gattungsgemäße Sandwichbleche beispielsweise für die Herstellung von Schiffsdecks eingesetzt werden. Um die derzeit konventionell eingesetzten monolithischen Bleche zu Schiffspaneelen verarbeiten zu können, müssen die Bleche mit sogenannten Steifen (auch HP- oder Holland- Profile genannt) verstärkt werden. Die Schiffspaneele werden insbesondere auf großen Werften mittels Lasertechnik in automatisierten Fertigungsabläufen erzeugt. Bei der anschließenden Weiterverarbeitung zu sogenannten Schiffssektionen werden Schottwände auf die Schiffspaneele geschweißt. Die Schiffsklassifikationsgesellschaften verlangen, das bei der Ausführung der Verbindungen stets sichergestellt ist, dass durch die Schweißungen die Steifen bzw. Schotten belastbar verbunden werden/sind. Dies wäre beim Einsatz von Sandwichblechen nicht sichergestellt, da im Belastungsfall nur einseitig auf das Blech eingewirkt wird und dadurch nur eine Verbindung zwischen Steife bzw. Schotte mit dem in Kontakt stehenden Deckblech die auftretenden Kräfte überträgt. Eine Verbindung der Schotte bzw. Steife mit beiden Deckblechen würde mit einem zusätzlichen apparativen Aufwand bzw. mit weiteren Schritten in den Fertigungsabläufen einhergehen.

In der US-amerikanischen Offenlegungsschrift US 2010/0147818 AI sind beispielhaft ein gattungsgemäßes Verfahren zum Herstellen einer unlösbaren Verbindung zwischen Sandwichblech und einem monolithischen Blech sowie eine durch das Verfahren hergestellte Konstruktion offenbart.

Zusammenfassung der Erfindung

Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zu Grunde, ein Verfahren bereitzustellen, mit welchem insbesondere bestehende, automatisierte Fertigungsabläufe beibehalten werden können und mit welcher eine Konstruktion mit einer belastbaren Verbindung hergestellt werden kann.

Gelöst wird diese Aufgabe durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Patentanspruchs l.

Vorteilhafte Ausgestaltungen und Varianten der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen und der nachfolgenden Beschreibung.

Erfindungsgemäß wird ein Verfahren zur Herstellung einer unlösbaren Verbindung zwischen einem ersten Werkstück und mindestens einem zweiten Werkstück bereitgestellt, wobei das erste Werkstück ein Sandwichmaterial ist, welches eine erste und mindestens eine zweite metallische Lage mit mindestens einer zwischen der ersten und zweiten metallischen Lage angeordneten Dämpfungslage umfasst, das Verfahren umfassend folgende Schritte:

Bereitstellen des ersten und des zweiten Werkstücks,

In Kontaktbringen der Werkstücke unter Ausbildung eines Kontaktbereichs,

Verbinden des ersten Werkstücks mit dem zweiten Werkstück mittels Fügens zur Erzeugung einer Fügeverbindung zumindest bereichsweise entlang des Kontaktbereichs, wobei vor dem Bereitstellen des ersten Werkstücks, die erste und die zweite metallische Lage des ersten Werkstücks zumindest abschnittsweise in einem an den Kontaktbereich angrenzenden Bereich mittels thermischen Fügens zur Erzeugung einer thermischen Fügeverbindung miteinander verbunden werden. Die Erfinder haben festgestellt, dass ein besonders stabile, unlösbare Verbindung zwischen einem aus einem Sandwichmaterial bestehenden ersten Werkstück und einem zweiten Werkstück derart hergestellt werden kann, wenn vor dem Verbinden der beiden Werkstücke die erste und die zweite metallische Lage des Sandwichmaterials respektive des ersten Werkstücks zumindest abschnittsweise in einem Bereich angrenzend an den Kontaktbereich mittels thermischen Fügens zur Erzeugung einer thermischen Fügeverbindung miteinander verbunden werden.

Durch die thermische Fügeverbindung zwischen den beiden metallischen Lagen kann zumindest abschnittsweise ein Zustand und insbesondere Eigenschaften am Sandwichmaterial respektive am ersten Werkstück eingestellt werden, der/die mit einem monolithischen Material mit einer Dicke entsprechend der Summe der einzelnen Dicken der metallischen Lagen bei gleichem Material vergleichbar ist/sind. Von Vorteil ist es, die thermische Fügeverbindung in einem Bereich vorzusehen, welcher angrenzend an den Kontaktbereich zwischen dem ersten und zweiten Werkstück liegt, so dass bei Erzeugung der Fügeverbindung zumindest bereichsweise entlang des Kontaktbereichs eine besonders stabile Verbindung zwischen den beiden Werkstücken sichergestellt werden kann.

Der Bereich, in welchem die thermische Fügeverbindung zwischen den metallischen Lagen des ersten Werkstücks umgesetzt wird, weist eine Längs- und Quererstreckung auf, welche eine Ebene definiert, welche sich im Wesentlichen parallel zur Oberfläche des ersten Werkstücks erstreckt. Der Kontaktbereich kann mehr als Kontaktfläche verstanden werden, welche sich im Wesentlichen parallel zur Oberfläche des ersten Werkstücks und parallel zur Ebene des Bereichs mit einer Längs- und Quererstreckung erstreckt. Der Bereich kann im Wesentlichen deckungsgleich zu dem Kontaktbereich zwischen dem ersten und dem zweiten Werkstück, aber in seiner Dimensionierung auch kleiner und/oder größer zur Längs- und/oder Quererstreckung des Kontaktbereichs ausgeführt sein. Mit anderen Worten, es erfolgt eine thermische Fügeverbindung zwischen den metallischen Lagen des ersten Werkstücks in dem Bereich, welcher sich angrenzend zum Kontaktbereich bzw. unterhalb des Kontaktbereichs befindet.

Die thermische Fügeverbindung zwischen der ersten und der zweiten metallischen Lage des ersten Werkstücks kann beispielsweise beim Hersteller des Sandwichmaterials umgesetzt werden, so dass der Weiterverarbeiter des Sandwichmaterials seinen Fertigungsablauf nicht umzustellen braucht und weiter, wie gewohnt, die entsprechenden Werkstücke zusammenbauen kann. So kann dem Weiterverarbeiter ein individuell, vorkonfektioniertes, an seine Bedürfnisse angepass- tes erstes Werkstück mit vordefinierter thermischer Fügeverbindung zwischen seinen metallischen Lagen bereitgestellt werden.

Die thermische Fügeverbindung ist nicht auf eine Fügeverbindung beschränkt, sondern unter thermischer Fügeverbindung können auch mehrere Fügeverbindungen verstanden werden.

Gemäß einer ersten Ausgestaltung des Verfahrens wird die thermische Fügeverbindung zwischen der ersten und der zweiten metallischen Lage als eine nicht das erste Werkstück in seiner Dicke vollständig durchdringende thermische Fügeverbindung ausgeführt. Dies hat den Vorteil, insbesondere wenn das thermische Fügen auf der den Kontaktbereich aufweisenden, abgewandten Seite durchgeführt wird, dass der Kontaktbereich und somit die zu verbindenden Werkstücke zumindest abschnittsweise entlang des Kontaktbereichs im Wesentlichen nicht negativ durch den thermischen Einfluss zur Erzeugung der thermischen Fügeverbindung beeinflusst werden. Dadurch verbleibt im Kontaktbereich des ersten Werkstücks auch eine gewisse Ebenheit bestehen bzw. die Oberfläche unangetastet und die sich infolge des thermischen Fügens bildenden Überstände können sich nicht störend auf den Kontaktbereich und die Fügeverbindung zwischen dem ersten und zweiten Werkstück auswirken.

Um Spritzer und Porenbildung bei der Erzeugung der thermischen Fügeverbindung weitestgehend vermeiden zu können, kann die Dämpfungslage in dem Bereich bzw. in den Bereichen, in welchem bzw. in welchen die thermische Fügeverbindung zwischen den metallischen Lagen erzeugt werden soll, entfernt werden. Alternativ zur Entfernung kann die Dämpfungslage auch gezielt in dem oder den Bereichen nicht appliziert werden.

Gemäß einer Ausgestaltung des Verfahrens wird ein Laser zur Erzeugung der thermischen Fügeverbindung und/oder der Fügeverbindung verwendet. Der Laser ist von Vorteil, da höhere Schweißgeschwindigkeiten gegenüber anderen Fügeverfahren möglich sind und dass gezielt die Eindringtiefe und somit die Schweißtiefe eingestellt werden kann, so dass insbesondere eine nicht das erste Werkstück in seiner Dicke vollständig durchdringende thermische Fügeverbindung erzeugt werden kann. Mit dem Laser können relativ schmale (thermische) Fügeverbindungen erzeugt werden (Nähte) und durch die eingestellte Einschweißtiefe kann die Streckenenergie und damit vor allem der thermische Verzug möglichst gering gehalten werden. Der Querschnitt der thermischen Fügeverbindung bzw. Fügeverbindung kann an die Erfordernisse der Konstruktion individuell angepasst werden. Gemäß einem zweiten Aspekt betrifft die Erfindung eine Konstruktion aufweisend ein erstes Werkstück mit mindestens einem unlösbar verbundenen zweiten Werkstück, wobei das erste Werkstück ein Sandwichmaterial ist, welches eine erste und mindestens eine zweite metallische Lage mit mindestens einer zwischen der ersten und zweiten metallischen Lage angeordneten Dämpfungslage umfasst, aufweisend eine Fügeverbindung zumindest abschnittsweise entlang ihres Kontaktbereichs, wobei die erste und die zweite metallische Lage zumindest in einem Bereich angrenzend an den Kontaktbereich mittels thermischer Fügeverbindung miteinander verbunden sind. Dadurch kann eine besonders stabile Verbindung zwischen den beiden Werkstücken sichergestellt werden. Die zu dem erfindungsgemäßen Verfahren genannten Vorteile gelten auch für die erfindungsgemäße Konstruktion, auf die Bezug genommen wird.

Gemäß einer Ausgestaltung der Konstruktion ist die thermische Fügeverbindung zwischen der ersten und der zweiten metallischen Lage als eine nicht das erste Werkstück in seiner Dicke vollständig durchdringende thermische Fügeverbindung ausgeführt. Dadurch wird die Oberfläche insbesondere im Kontaktbereich nicht negativ beeinflusst. Die thermische Fügeverbindung kann insbesondere mindestens punktuell, mäanderförmig, als Steppnaht und/oder durchgehende Naht insbesondere entlang der Längserstreckung des Bereichs ausgebildet sein, abhängig von der Anforderung an die Verbindung bzw. an entsprechende Betriebsfestigkeitsvorgaben. Vorzugsweise weist der Bereich mehrere Steppnähte und/oder mehrere durchgehende Nähte auf, welche insbesondere mit einem definierten Abstand zueinander verlaufen.

Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Konstruktion bestehen die erste und die zweite metallische Lage des ersten Werkstücks aus einem Stahlwerkstoff. Insbesondere im Schiffsbau ist Stahl der meist eingesetzte Werkstoff, so dass artgleiche Stahlwerkstoffe als metallische Lagen verwendet und dadurch, ohne großen Aufwand betreiben zu müssen, miteinander konventionell gefügt werden können. Andere metallischen Lagen beispielsweise aus Aluminiumwerkstoff oder Edelstahl sind ebenfalls verwendbar. Die Dicke der jeweiligen Lagen, insbesondere aus Stahlwerkstoff kann zwischen 0,5 und 10 mm, insbesondere zwischen 1,0 und 8,0, vorzugsweise zwischen 2,0 und 5,0 mm betragen. Die metallischen Lagen können jeweils gleich dick (symmetrisch) oder unterschiedlich dich (asymmetrisch) je nach Bedarf ausgeführt sein.

Gemäß einer Ausgestaltung der Konstruktion besteht das zweite Werkstück aus einem monolithischen, metallischen Werkstoff, vorzugsweise Stahlwerkstoff oder Aluminiumwerkstoff oder Edelstahl. Das zweite Werkstück kann beispielsweise eine Steife zur Versteifung des ersten Werkstücks sein, wobei es über seine Stirnseite im T-Stoß auf der Oberfläche des ersten Werkstücks positioniert und durch die Kontaktierung einen Kontaktbereich zum ersten Werkstück ausbildet. Die beiden Werkstücke werden anschließend zumindest abschnittsweise entlang des Kontaktbereichs miteinander unlösbar verbunden. Der Kontaktbereich ist um ein Vielfaches kleiner als die Oberfläche respektive die Längs- und Quererstreckung des ersten Werkstücks.

Vorzugsweise sind mehrere Kontaktbereiche vorgesehen, so dass gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Konstruktion mehrere zweite Werkstücke mit dem ersten Werkstück verbunden sind, welche insbesondere mit einem definierten Abstand zueinander verlaufen können.

Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Konstruktion besteht die Dämpfungslage des ersten Werkstücks aus einem Polymerwerkstoff, vorzugsweise aus einem viskoelastischen Polymerwerkstoff. Um einen Geräusch dämpfenden Effekt gewährleisten zu können, beträgt die Dicke der Dämpfungslage zwischen den metallischen Lagen mindestens 0,005 mm, insbesondere mindestens 0,01 mm, vorzugsweise mindestens 0,02 mm. Die Dicke ist auf maximal 0, 1 mm, insbesondere maximal 0,075 mm, insbesondere maximal 0,05 mm beschränkt, da sich mit zunehmender Dicke keine (weiteren) positiven Effekte ergeben und die entsprechende Dicke sich insbesondere nicht negativ auf die Erzeugung der thermischen Fügeverbindung zwischen dem beiden metallischen Lage auswirkt. Beispielsweise können der Bereich bzw. die Bereiche, in welchem bzw. in welchen die thermische Fügeverbindung zwischen den metallischen Lagen erzeugt werden soll, frei sein, sprich die Bereiche weisen keine Dämpfungslage auf.

Gemäß einem dritten Aspekt betrifft die Erfindung eine Verwendung der Konstruktion nach einer der vorgenannten Ausführung im Schiffsbau. Vorzugsweise findet die Konstruktion als Paneel zur Herstellung einer Schiffssektion Verwendung.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Zeichnungen näher erläutert. Gleiche Teile sind mit den gleichen Bezugszeichen versehen. Im Einzelnen zeigen:

Fig. 1 eine schematische Prozessabfolge gemäß einem Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens,

Fig. 2 ein Ausführungsbeispiel eines ersten Werkstücks in schematischer Draufsicht und Fig. 3 eine schematische Schnittansicht eines Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Konstruktion.

Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen

In Fig. 1 ist eine schematische Prozessabfolge gemäß einem Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens dargestellt. Das Ausführungsbeispiel zeigt eine Abfolge zur Herstellung einer unlösbaren Verbindung zwischen einem ersten Werkstück 1 und mindestens einem zweiten Werkstück 2. In den Schritten I und II werden das erste Werkstück 1 und das zweite Werkstück 2 bereitgestellt. Die Werkstücke 1, 2 werden in Schritt III unter Ausbildung eines Kontaktbereichs 6 in Kontakt gebracht. In Schritt IV wird das erste Werkstück 1 mit dem zweiten Werkstück 2 mittels Fügens zur Erzeugung einer Fügeverbindung 5 zumindest bereichsweise entlang des Kontaktbereichs 6 verbunden.

Das erste Werkstück 1 ist ein Sandwichmaterial, welches eine erste metallische Lage 1.1 und mindestens eine zweite metallische Lage 1.2 mit mindestens einer zwischen der ersten und zweiten metallischen Lage 1.1, 1.2 angeordneten Dämpfungslage 1.3 umfasst. Die erste metallische Lage 1.1 und die zweite metallische Lage 1.2 bestehen aus einem Stahlwerkstoff oder Aluminiumwerkstoff. Die Dicke der jeweiligen Lagen 1.1, 1.2 kann zwischen 0,5 und 10 mm, insbesondere zwischen 1,0 und 8,0, vorzugsweise zwischen 2,0 und 5,0 mm betragen. Die Dämpfungslage 1.3 besteht aus einem Polymerwerkstoff, vorzugsweise aus einem viskoelastischen Polymerwerkstoff. Die Dicke der Dämpfungslage 1.3 zwischen den metallischen Lagen 1.1, 1.2 beträgt zwischen 0,005 und 0, 1 mm, insbesondere zwischen 0,01 und 0,075 mm, vorzugsweise zwischen 0,02 und 0,05 mm.

Erfindungsgemäß werden vor dem Bereitstellen (Schritt I) des ersten Werkstücks 1, die erste metallische Lage 1.1 und die zweite metallische Lage 1.2 des ersten Werkstücks 1 zumindest abschnittsweise in einem an den Kontaktbereich 6 angrenzenden Bereich 4 mittels thermischen Fügens zur Erzeugung einer thermischen Fügeverbindung 3 miteinander verbunden. Vorzugsweise ist in dem Bereich 4 keine Dämpfungslage 1.3 vorgesehen. In Fig. 2 ist ein erstes Werkstück in schematischer Draufsicht dargestellt. Die strichlinierten Abschnitte auf der Seite/Oberfläche der ersten metallischen Lage 1.1 des ersten Werkstücks 1 spiegeln die Bereiche 4 respektive die auf der der Darstellung abgewandten Seite der zweiten metallischen Lage 1.2 liegenden Kontaktbereiche 6, die zur Verbindung beispielsweise mehrerer zweiter Werkstücke 2 mit Werkstück 1 vorbereitet werden. Je nach Anforderung an die Verbindung respektive an entsprechende Betriebsfestigkeitsvorgaben können mittels thermischen Fügens, vorzugsweise mittels Laserschweißen, eine thermische Fügeverbindung zwischen der ersten metallischen Lage 1.1 und der zweiten metallischen Lage 1.2 des Werkstücks 1 im an den Kontaktbereich 6 angrenzenden Bereich 4 erzeugt werden, wobei die thermische Fügeverbindung 3 mäanderförmig, als Steppnaht, als durchgehende Naht oder mindestens punktuell insbesondere entlang der Längserstreckung des Bereichs 4 ein oder mehrreihig (vergrößerte Darstellung in Fig. 2 von links nach rechts). Vorzugsweise weist der Bereich 4 mehrere Steppnähte oder mehrere durchgehende Nähte (mehrreihig) auf, welche insbesondere mit einem definierten Abstand zueinander verlaufen, wobei die Nahtbreite beispielsweise 1 mm beträgt mit einem Abstand von maximal 0,5 mm zueinander. Der Abstand zwischen den Nähten kann auch größer sein oder aber auch null betragen. Der Kontaktbereich bzw. die Kontaktbereiche 6 ist/sind um ein Vielfaches kleiner als die Oberfläche respektive die Längs- und Quererstreckung des ersten Werkstücks l. Es wird ein entsprechend vorkonfektioniertes erstes Werkstück 1 zur Weiterverarbeitung bereitgestellt.

In Fig. 3 ist in einer schematischen Schnittansicht ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Konstruktion 10 dargestellt. Die Konstruktion 10 kann als ein Paneel zur Herstellung einer Schiffssektion ausgeführt sein. Insbesondere sind mehrere in definierten Abständen zueinander verlaufende zweite Werkstücke 2 beispielsweise als Steifen und/oder Schotte mit dem Werkstück 1 zumindest abschnittsweise entlang der Kontaktbereiche 6 über Fügeverbindungen 5 besonders stabil verbunden. Das Werkstück 1 ist beispielsweise als Gurt und das oder die Werkstücke 2 im T-Stoß verbundene Stege eines Paneels ausgebildet.

Die Erfindung ist nicht auf die gezeigten Ausführungen beschränkt, sondern die einzelnen Merkmale sind beliebig miteinander kombinierbar. Die Konstruktion ist jedoch nicht eingeschränkt auf die Verwendung im Schiffsbau. Vielmehr sind auch andere Verwendungen denkbar, bei welchen besonders stabile Verbindungen, insbesondere beim Einsatz von Sandwichmaterialien erforderlich sind, beispielsweise im Fahrzeugbau zur Herstellung von land- oder schienengebundenen Fahrzeugen bzw. Luft- und Raumfahrt. Bezugszeichenliste

1 erstes Werkstück

1.1 erste metallische Lage, Decklage

1.2 zweite metallische Lage, Decklage

1.3 Dämpfungslage, Kernlage

2 zweites Werkstück

3 thermische Fügeverbindung

4 Bereich

5 Fügeverbindung

6 Kontaktbereich

10 Konstruktion