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Title:
METHOD FOR PRODUCING A PLASTIC FRAME FOR A TWO-WHEELED VEHICLE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2017/001031
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for producing a plastic frame for a two-wheeled vehicle by means of plastic injection molding, said plastic frame having at least one cavity in the interior, said method comprising a series of steps, wherein, after a preferably thermoplastic plastic melt has been injected into a closed injection-molding tool, a fluid is injected in order to displace the plastic core out of the component cavity.

Inventors:
WOLFSBERGER, Christian (Wallseerstr. 5, 4100 Ottensheim, AT)
Application Number:
EP2016/000536
Publication Date:
January 05, 2017
Filing Date:
March 31, 2016
Export Citation:
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Assignee:
WOLFSBERGER, Christian (Wallseerstr. 5, 4100 Ottensheim, AT)
International Classes:
B62M6/40; B29C45/14; B29C45/17; B62K19/16; B62K19/30
Domestic Patent References:
2014-12-04
1995-09-14
Foreign References:
CN103552220A2014-02-05
CN203581271U2014-05-07
JPH04208425A1992-07-30
US20120098232A12012-04-26
US5533742A1996-07-09
Other References:
MICHAELI W ET AL: "DIE WIT AUF DEM WEG ZUR SERIE WASSERINJEKTIONSTECHNIK JETZT INDUSTRIELL ANGEWENDET", KUNSTSTOFFE, CARL HANSER VERLAG, MUNCHEN, DE, vol. 91, no. 3, 1 March 2001 (2001-03-01), pages 104 - 106, XP001039128, ISSN: 0023-5563
MIKELL KNIGHTS: "Water Injection Molding Makes Hollow Parts Faster, Lighter", INTERNET CITATION, April 2002 (2002-04-01), pages 1 - 6, XP002741158, Retrieved from the Internet [retrieved on 20150701]
DIETMAR DUMMER ET AL: "FIT-Hybrid - Hohlkörperverbundstrukturen im Minutentakt", KUNSTSTOFFE, 1 March 2011 (2011-03-01), pages 110 - 114, XP055277783, Retrieved from the Internet [retrieved on 20160607]
ANONYMOUS: "BASF und SGL entwickeln reaktive Polyamid-Carbonfaser-Composite", PLASTVERARBEITER, 11 October 2012 (2012-10-11), XP055278475, Retrieved from the Internet [retrieved on 20160607]
ANNONYMOUS: "Carbonfahrräder leicht gemacht", K-ZEITUNG - KUNSTSTOFF UND KAUTSCHUK, 10 August 2012 (2012-08-10), pages 17 - 17, XP055278484, Retrieved from the Internet [retrieved on 20160607]
Attorney, Agent or Firm:
LORENZ SEIDLER GOSSEL RECHTSANWALTE PATENTANWALTE PARTNERSCHAFT MBB (Widenmayerstraße 23, München, 80538, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Verfahren zur Herstellung eines im Inneren mindestens einen Hohlraum aufweisenden Kunststoffrahmens für ein Zweirad mittels Kunststoffspritzguss mit folgenden Schritten:

Einspritzen einer thermoplastischen Kunststoffschmelze in ein geschlossenes Spritzgusswerkzeug;

Injizieren mindestens eines Fluids zur Verdrängung der plastischen Seele aus der Bauteilkavität und

zumindest kurzes Aufrechterhalten des Fluiddruckes im Bauteilinneren.

2. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Fluid nach einem kurzen Aufrechterhalten des Fluiddruckes im Bauteilinneren ausgeblasen und/oder abgesaugt wird.

3. Verfahren nach Anspruch 1oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Fluid die plastische Seele in eine im Spritzgusswerkzeug vorgesehene Nebenkavität drückt. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Fluid die plastische Seele über ein Masserückdrückverfahren durch einen Kanal, beispielsweise einen Heißkanal, einen Teilheißkanal oder einen Kaltkanal, in den Schneckenvorraum der Spritzgußmaschine drückt.

Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine formgebende Kavität des Spritzgusswerkzeugs mit der thermoplastischen Kunststoffschmelze nur teilgefüllt wird und dass die plastische Seele durch das Injizieren des Fluids verdrängt wird, so dass die thermoplastische Kunststoffschmelze derart aufgeblasen wird, dass sie sich unter Bildung eines Hohlraums an die Wandung des Spritzgusswerkzeugs anlegt und die formgebende Kavität danach vollständig gefüllt ist.

Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich von in den Kunststoffrahmen zu integrierender Teile, wie beispielsweise einem Lenkkopflager und/oder einem Tretlager und/oder einem Motor und/oder einem Akkumulator, ein entsprechend geformter Kern während des Spritzgussvorganges eingesetzt wird, so dass dieser Bereich nach der Bauteilentformung hohl ist, wobei der Kern eingelegt oder hydraulisch oder pneumatisch oder elektrisch verfahrbar ausgeführt ist.

Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass in den Kunststoff rahmen zu integrierende Teile und/oder Komponenten, wie beispielsweise Lenkkopf- und/oder Tretlager, Gewindeeinschrauber für Trinkflaschen, Reflektoren, Bremsleitungen, Kabel zur Übertragung von Strom und/oder elektronischen Signalen, Ortungssysteme (z.B. GPS- Ortungssysteme), Akkumulatoren und/oder Motoren, einzeln oder in Gruppen in das Spritzgusswerkzeug eingelegt, mittels einer Vorrichtung im Spritzgusswerkzeug gehalten und mit Kunststoff umspritzt werden.

8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Einspritzen der Kunststoffschmelze eine Design- und/oder Funktionsfolie und/oder ein Tape bzw. Organoblech aus Kohle- und/oder Glas- und/oder Naturfasergewebe in das Werkzeug eingelegt und mit der Kunststoff schmelze hinterspritzt wird.

9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass Teile des Zweiradrahmens, wie beispielsweise die Mittelstrebe als fertiges Teil aus Kunststoff, Aluminium oder einem anderen Material in das Spritzgusswerkzeug eingelegt und mit dem thermoplastischen Kunststoff während des Spritzgussvorganges verbunden werden.

10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich ein Projektil eingesetzt wird, das einen dem Hohlraum des Kunst- stoffrahmens entsprechenden Querschnitt aufweist und zur Bildung eines konstanten Innendurchmessers durch die formgebende Kavität des Spritzgusswerkzeuges mittels des Fluiddrucks vorangetrieben wird.

11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Fluid nach der Hohlraumbildung durch eine Zirkulation zusätzlich kühlt.

12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11 , dadurch gekennzeichnet, dass der eingesetzte Kunststoff ausgewählt ist aus folgender Gruppe: Polyamid, vorzugsweise Polyamid 12, Polyamid 6 oder Polyamid 6.6, Polypropylen, Polyethylen, Polyethersulfon, Polyetherimid, Polyetherketon, Polyphenylensulfid, Polyvinylchlorid, Polyester, Acrylnitril-Butadien-Styrol (ABS), Polycarbo- nat/Acrylnitril-Butadien-Styrol (ABC/PC), Polycarbonat (PC), besonders bevorzugt Polybutylenterephtalat oder Polyterephtalatethylen, wobei jedes dieser Materialien einzeln oder in Kombination ausgewählt werden kann und wobei die ausgewählten Kunststoffe über Kurz- und/oder Langfasern aus Glas-, Carbon- und/oder Naturfasern verstärkt sein können.

13. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11 , dadurch gekennzeichnet, dass der Kunststoff als Caprolactam mit einem zugehörigen Aktivator in dem Spritzgusswerkzeug eingespritzt und im beheizten Werkzeug polymerisiert wird.

14. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass das injizierte Fluid Wasser und/oder Gas und/oder zeitlich hintereinander folgende Gase ist, welches über mindestens einen im Werkzeug angeordneten Injektor gemeinsam oder nacheinander eingebracht wird.

15. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Fluid in einen mit der Kunststoffschmelze umgebenen Schlauch derart eingebracht wird, dass ein unmittelbaren Kontakt zwischen Fluid und Kunststoffschmelze unterbunden wird.

16. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Fluide in das Spritzgusswerkzeug injiziert und deren einzelnen Fluid- volumenströme oder Druck/Zeit - Profile separat voneinander geregelt werden.

Description:
Wolfsberger, Christian

A-4100 Ottensheim

Verfahren zur Herstellung eines Kunststoffrahmens für ein Zweirad

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines im Inneren mindestens einen Hohlraum aufweisenden Kunststoffrahmens für ein Zweirad. Ein Zweirad im Sinne der Erfindung kann zum einen ein herkömmliches Fahrrad oder ein Elektro- fahrrad sein. Darüber hinaus ist unter einem Zweirad aber auch ein motorisiertes Zweirad, wie ein Mofa, Moped oder Motorrad zu verstehen.

Es ist bereits bekannt, Fahrradrahmen aus Kunststoff herzustellen. Hierzu wird üblicherweise ein Harzinjektionsverfahren, welches unter der Bezeichnung „Resin Transfer Moulding" (RTM) bekannt ist, eingesetzt. Bei diesem Verfahren werden Glas- und/oder Kohlefasergewebe in ein formgebendes Werkzeug eingelegt. Bei geschlossenem Werkzeug wird das Gewebe mit einem duroplastischen Matrixmaterial, wie einem Epoxyharz oder Polyurethan welches in das Werkzeug injiziert wird, getränkt. Die duroplastischen Matrixmaterialien bestehen meist aus zwei Grundsubstanzen, welche vor dem Einbringen in das Werkzeug gut miteinander vermischt werden müssen. Nach der Vermischung und der Injektion in das Werkzeug erfolgt eine chemische Reaktion. Nach entsprechender Umsetzung der Reaktanzen kann das Bauteil entformt werden. Die Glas- oder Kohlefasergewebe werden üblicherweise in einem dreidimensional verwebten Zustand in das Werkzeug eingelegt. Im Inneren des Gewebes wird meist ein aufblasbarer Schlauch eingelegt, sodass nach der Harzinjektion der Schlauch im Bauteilinneren mit einem Fluid aufgeblasen werden kann, sodass hierdurch der gewünschte Hohlraum entsteht. Nach Beendigung der Reaktion der Reaktanden wird das unter Druck eingebrachte Fluid abgelassen. Das ausgehärtete Bauteil kann dann entnommen werden.

Fahrradrahmen, die aus duroplastischen Matrixmaterial bestehen, haben den großen Nachteil, dass sie aufgrund des gewählten Materials nicht sinnvoll recycelt werden können. Abgesehen von einer thermischen Verwertung durch Verbrennen, gibt es keine vernünftige Wiederverwertung für die entsprechend hergestellten Bauteile.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren zur Herstellung eines Kunststoffrahmens für ein Zweirad an die Hand zu geben, bei dem ein Kunststoff einsetzbar ist, der ein sinnvolles Recycling des Zweiradrahmens ermöglicht.

Erfindungsgemäß ist zur Lösung dieser Aufgabe ein Verfahren zur Herstellung eines im Inneren mindestens einen Hohlraum aufweisenden Kunststoffrahmens für ein Zweirad mittels Kunststoffspritzguss mit den Schritten entsprechend dem Anspruch 1 an die Hand gegeben.

Das erfindungsgemäße Verfahren umfasst zumindest folgende Schritte:

Einspritzen einer thermoplastischen Kunststoffschmelze in ein geschlossenes Spritzgusswerkzeug;

Injizieren eines Fluids zur Verdrängung der plastischen Seele aus der Bauteilkavität und

zumindest kurzes Aufrechterhalten des Fluiddruckes im Bauteilinneren. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren bildet die Kavität des geschlossenen Spitzgusswerkzeugs die Geometrie eines Zweiradrahmens, beispielsweise eines Fahrradrahmens, wobei das Werkzeug mit mindestens einem Injektor für die Einbringung eines Fluids ausgerüstet ist. Das Fluid ist in der Lage, die plastische Seele zu verdrängen und so einen rohrförmigen Querschnitt zu erzielen. Das Fluid kann vo- lumenstrom- oder druck-/zeitgeregelt über ein voreingestelltes Profil injiziert werden. Durch den rohrförmigen Querschnitt kann die Abkühlphase der heißen Kunststoffschmelze aufgrund der vergleichsweise dünnen verbleibenden Restwandstärke erheblich verkürzt werden. Das bedeutet, dass nur eine vergleichsweise kurze Kühlzeit benötigt wird. Insgesamt ist mit einer sehr deutlichen Kühlzeitreduktion gegenüber einem Rahmen aus vollem Material zu rechnen. Aufgrund der schnelleren Kühlzeit kann die gesamte Zeit für die Herstellung eines Zweiradrahmens deutlich verkürzt werden. Somit lassen sich diese Bauteile noch kosteneffizienter fertigen. Darüber hinaus wird durch den bauteilinneren Hohlraum die Masse des gesamten Zweirad rahmens deutlich reduziert, was nicht nur einen Gewichtsvorteil sondern insbesondere einen ökonomischen Vorteil mit sich bringt. Bei einem geschlossenen rohrförmigen Querschnitt kann man auch von höherer Steifigkeit ausgehen. Wenn hier von einem rohrförmigen Querschnitt die Rede ist, kann dieser selbstverständlich kreisrund, oval, mehreckig und in jeder anderen beliebigen Form ausgebildet sein.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den sich an den Hauptanspruch anschließenden Unteransprüchen.

Vorteilhaft wird das Fluid nach zumindest kurzem Aufrechterhalten des Fluiddrucks ausgeblasen und/oder abgesaugt.

Demnach kann das Fluid die plastische Seele beispielsweise in eine in dem Spritzgusswerkzeug vorgesehene Nebenkavität drücken.

Gemäß einer alternativen Ausgestaltung der Erfindung kann das Fluid die plastische Seele über ein Masserückdrückverfahren durch den im Spritzgusswerkzeug befindlichen Heizkanal oder Teilheißkanal oder Kaltkanal der Kunststoffspritzgussmaschine in den Schneckenvorraum drücken.

Nach wieder einer vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens kann das Spritzgusswerkzeug mit der vorteilhaft thermoplastischen Kunststoffschmelze nur teilgefüllt werden, wobei die plastische Seele dadurch verdrängt wird, dass sie vorzugsweise thermoplastische Kunststoffschmelze derart aufgeblasen wird, dass sie sich unter Bildung eines Hohlraums an die Wandung des Spritzgusswerkzeugs anlegt. Diese als Aufblasverfahren bekannte Verfahrensvariante ermöglicht einen sehr sparsamen Einsatz des für die Bildung des Rahmens zur Verfügung zu stellenden Kunststoffs.

Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung können im Bereich von in den Kunststoffrahmen zu integrierenden Teilen, wie beispielsweise einem Lenkkopflager und/oder einem Tretlager und/oder einem Motor und/oder einem Akkumulator, ein entsprechend großer Kern während des Spritzgussvorgangs eingesetzt werden, sodass dieser Bereich nach der Bauteilentformung hohl ist. In diese so gebildete Ausnehmung kann dann bei der Endmontage das jeweilige Bauteil, also beispielsweise das Lenkkopflager, das Tretlager, der Motor, der Akkumulator oder mehrere dieser Teile eingesetzt werden.

Gemäß einer alternativen vorteilhaften Verfahrensführung können die in den Kunststoffrahmen zu integrierenden Teile und/oder Komponenten, wie beispielsweise Lenkkopf- und/oder Tretlager, Gewindeeinschrauber für Trinkflaschen, Reflektoren, Bremsleitungen, Kabel zur Übertragung von Strom und/oder elektronischen Signalen, Ortungssystemen (z.B. GPS-Ortungssystem), Akkumulatoren und/oder Motoren, einzeln oder in Gruppen in das Spritzgusswerkzeug eingelegt, mittels einer Haltevorrichtung gehalten und mit Kunststoff umspritzt werden. Durch diese Verfahrensführung kann die Montage des Zweirads in besonders effizienter Weise erfolgen. Gemäß einer weiteren Ausbildung der Erfindung kann vor dem Einspritzen der Kunststoffschmelze eine Design- und/oder Funktionsfolie und/oder ein Tape aus Kohle- oder Glasfasergewebe in das Werkzeug eingelegt und mit der Kunststoffschmelze hinterspritzt werden. Diese Folie kann selbstverständlich auch als Kombinationsfolie eingesetzt werden, die ein bestimmtes gewünschtes Design und auch eine bestimmte Funktionalität aufweist. Eine derartige Funktionalität könnte beispielsweise eine kapazitive Sensorik sein, über die das Zweiradlicht ein oder ausgeschaltet wird.

Wiederum eine andere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass Teile des Zweiradrahmens, wie beispielsweise die Mittelstrebe als fertiges Teil aus Kunststoff, Aluminium oder einem anderen Material in das Spritzgusswerkzeug eingelegt und mit dem vorteilhaft thermoplastischen Kunststoff während des Spritzvorganges verbunden werden.

Zur Bildung eines konstanten Innendurchmessers kann zusätzlich ein Projektil eingesetzt werden, das einen dem Hohlraum des Kunststoffrahmens entsprechenden Querschnitt aufweist und durch die formgebende Kavität des Spritzgusswerkzeuges mittels des Fluiddrucks vorangetrieben wird.

Obwohl das Fluid in erster Linie zur Bildung des Hohlraums im Kunststoffrahmen dient, kann es dadurch mit einem Zweitnutzen ausgestattet werden, dass es nach der Bildung des Hohlraums in einer Zirkulationsströmung geführt wird, sodass es nunmehr zur Kühlung des unmittelbar nach dem Spritzprozess noch sehr heiße Kunststoffmaterials dient.

Vorteilhaft kann in dem erfindungsgemäßen Verfahren ein Kunststoff eingesetzt werden, der aus der folgenden Gruppe ausgewählt ist:

Polyamid, vorzugsweise Polyamid 12, Polyamid 6 oder Polyamid 6.6, Polypropylen, Polyethylen, Polyethersulfon, Polyetherimid, Polyetherketon, Polyphenylensulfid, Polyvinylchlorid, Polyester, Acrylnitril-Butadien-Styrol (ABS), Polycarbo- nat/Acrylnitril-Butadien-Styrol (ABC/PC), Polycarbonat (PC) und besonders bevorzugt Polybutylenterephtalat oder Polyterephtalatethylen.

Auch diese Materialien können einzeln oder in Kombination ausgewählt und hier eingesetzt werden. Die ausgewählten Kunststoffe können darüber hinaus noch über Kurz- und/oder Langfasern aus Glas-, Carbon- und/oder Naturfasern verstärkt werden.

Alternativ kann der Kunststoff auch als Caprolactam mit einem zugehörigen Aktivator in dem Spritzgusswerkzeug eingespritzt werden und im beheizten Werkzeug polymerisiert werden.

Das injizierte Fluid kann vorteilhaft Wasser und/oder ein Gas sein. Dieses Fluid wird über mindestens einen im Werkzeug angeordneten Injektor eingebracht.

Gemäß einer besonderen Ausführungsform der Erfindung wird ein unmittelbarer Kontakt zwischen Fluid und Kunststoffschmelze dann unterbunden, wenn das Fluid in einen mit der Kunststoffschmelze umgebenen Schlauch eingebracht wird.

Bei Einbringen mehrere Fluidvolumenströme durch mehrere Injektoren können diese besonders vorteilhaft separat voneinander geregelt werden.

Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile werden anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen, die Teilweise in den Figuren dargestellt sind, näher erläutert.

Es zeigen:

Figuren 1 bis 5: den Kunststoffrahmen eines Damenfahrrades nach einem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung in unterschiedlichen schematisch dargestellten Verfahrensstadien; Figuren 6 bis 10: einen Kunststoffrahmen eines Herrenfahrrades gemäß einer zweiten Ausführungsform der Erfindung in unterschiedlichen schematisch dargestellten Verfahrensstadien und

Figuren 11 bis 15: den Kunststoffrahmen eines Scooters gemäß einer dritten

Ausführungsvariante der vorliegenden Erfindung in unterschiedlichen schematisch dargestellten Verfahrensstadien.

Anhand des ersten Ausführungsbeispiels der vorliegenden Erfindung gemäß den Figuren 1 bis 5 kann der grundsätzliche Verfahrensablauf des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Herstellung eines Zweiradkunststoffrahmens erläutert werden.

So ist in Figur 1 schematisch der Rahmen 10 eines Damenfahrrades gezeigt. Schematisch ist das im hinteren Teil des Rahmens später angeordnete Hinterrad 12 dargestellt. In der Figur 1 ist die thermoplastische Kunststoffschmelze gerade in das hier sonst nicht näher dargestellte geschlossene formgebende Werkzeug eingespritzt worden. Gleichzeitig sind in das Werkzeug Schieber bzw. Kerne 14, 16 und 18 in das formgebende Werkzeug in der jeweiligen Pfeilrichtung eingeschoben worden, sodass sie ein Eindringen der eingespritzten Kunststoffschmelze in diesen Bereich verhindern. Die Schieber 14 und 16 bilden hier Kavitäten für das Lenkkopflager, der Schieber 18 eine Kavität zur Aufnahme des später anzubringenden Sattelrohrs und ein senkrecht zur Zeichenebene stehender eingeschobener Schieber 20 bildet den Hohlraum, in dem später das Tretlager angeordnet wird. Entsprechend Figur 2 wird nun in Pfeilrichtung des Pfeils A ein Fluid 22 durch einen hier nicht näher dargestellten Injektor eingepresst, der die sogenannte plastische Seele aus dem Bauteilinneren verdrängt. In der Figur 2 ist hier ein Teil der Seele bereits verdrängt worden. Das überschüssige Kunststoffmaterial wird bei dieser Ausführungsform in eine Nebenkavität 24 gedrückt. Die Neben- oder Überlaufkavität 24 kann dabei über einen Schieber Hydraulisch, pneumatisch und/oder elektrisch geöffnet und geschlossen werden. ln Figur 3 ist bereits ein größerer Teil des Rahmens 10 entsprechend mit dem injizierten Fluid gefüllt. In Figur 4 sind die Fluidinjektion und die Verdrängung der plastischen Seele aus dem Rahmenbereich soweit abgeschlossen. Gemäß der Darstellung nach Figur 5 werden nun die Schieber 14, 16, 18 und 20 nach entsprechendem Abkühlen des Kunststoffmaterials in entsprechende Pfeilrichtung herausgezogen und die Nebenkavität 22 wird abgetrennt.

Bei dem vorgenannten Ausführungsbeispiel bildet in nicht näher dargestellter Weise die Kavität des geschlossenen Spritzgußwerkzeuges die Geometrie des Fahrradrahmens. Das hier nicht dargestellte Werkzeug wird mit mindestens einem Injektor für die Einbringung des Fluids 22, welches aus Gas, Wasser oder einem Gemisch von Gasen oder von Wasser mit Gas oder Gasen bestehen kann, ausgerüstet.. Das Fluid zur Verdrängung der plastischen Seele kann volumenstromgeregelt oder aber auch Druck/Zeit-geregelt über ein voreingestelltes Profil injiziert werden. Durch den rohrförmigen Querschnitt bezieht sich die Abkühlphase der heißen Kunststoffschmelze lediglich auf die verbleibende Restwandstärke. Das bedeutet, dass gegenüber der Abkühlzeit eines vollen Rahmens eine enorme Kühlzeitreduktion erzielt wird. Die schnellere Kühlzeit verkürzt dementsprechend auch die gesamte Zykluszeit und die Bauteile lassen sich daher überaus kosteneffizient fertigen. Durch den bauteilinneren Hohlraum wird die Masse des gesamten Zweiradrahmens reduziert, was nicht nur einem Gewichts- sondern auch einen ökonomischen Vorteil mit sich bringt. Mit einem geschlossenen rohrförmigen Querschnitt wird grundsätzlich auch eine höhere Steifigkeit erzeugt, als bei einem Vollmaterialrahmen.

Im Folgenden wird der vollständige Verfahrensablauf zur Herstellung des Zweiradrahmens in Form der vorzunehmenden Verfahrensschritte wiedergegeben. Die Schrittfolge läuft vorteilhaft wie folgt ab:

1. Schließen des Spritzgußwerkzeuges;

. Schließkraftaufbau;

. Einspritzen der thermoplastischen Kunststoffschmelze; 4. Wahlweise nur eine geringe Nachdruckzeit von ca. zwei Sekunden;

5. Öffnen von mindestens einem Injektor im Werkzeug und Beginn mit der Flui- dinjektion;

6. Verdrängung der plastischen Seele mittels des Fluids aus der Bauteilkavität;

7. Aufrechterhaltung des Fluiddrucks für eine kurze Zeit im Bauteilinneren (Wirkung wie ein Nachdruck);

8. Wahlweise Spülvorgang im Bauteilinneren mittels des gleichen Fluids oder einem anderen Fluid, um eine bessere Kühlwirkung zu erzielen;

9. Ausblasen des Fluids (oder Absaugen mittels Vakuum);

10. Öffnen des Werkzeugs und

11. Auswerfen des Bauteils.

Bei dieser Schrifftfolge ist zu beachten, dass der Schritt 9 nicht zwangsweise durchgeführt wird. Bei Verwendung von Gas als injiziertes Fluid kann dieses auch im Bauteil verbleibenDas verwendete Fluid kann aus Wasser oder Gas bestehen. Es kann aber auch aus beiden Medien bestehen, da beispielsweise häufig eine Luftblase vor dem Wasser vorangeschoben wird, oder wobei zunächst Stickstoff zur Hohlraumbildung und anschließend C0 2 zur Bauteilkühlung herangezogen wird.

Das Verdrängen der plastischen Seele kann auf unterschiedliche Weise erfolgen. In der Ausführungsform gemäß den Figuren 1 bis 5 ist das Ausblasen in eine Neben- kavität dargestellt. Anstelle dieser Verfahrensführung könnte aber auch ein Zurückdrücken des Materials der plastischen Seele in den Schneckenvorraum über das Fluid 22 erfolgen. Diese Verfahrensführung wird auch als Masserückdrücken bezeichnet. Schließlich kann auch ein Aufblasverfahren herangezogen werden, wobei hier eine geringere Menge von thermoplastischem Kunststoff in das Spritzgußwerkzeug eingefüllt wird, welches dann aufgeblasen wird. Die Menge ist dabei so bestimmt, dass beim Aufblasen kein Material aus dem Spritzgußwerkzeug verdrängt wird. lm dargestellten Ausführungsbeispiel wird bevorzugt als thermoplastisches Kunst- stoffmaterial Polyamid oder ein Polyolefin, welches über Glasfasern und/oder Kohlefasern und/oder Naturfasern verstärkt ist, verwendet.

Um den Rahmen 10 so steif wie möglich zu gestalten, können so genannte Tapes oder Organobleche, d.h. Glas-, Natur- oder Kohlefasergewebe in bestimmten Bereichen in das Werkzeug eingelegt werden. Diese werden kann mit der Kunststoffschmelze hinterspritzt. Die Tapes können von einer besonderen Vorrichtung im Werkzeug platziert und gehalten werden. Durch die zielorientierte Faserausrichtung der Tapes/ Organoblecheder Tapes bekommt der Rahmen in den kritischen Bereichen, wie beispielsweise im Bereich des Tret- oder Lenkkopflagers, mehr Steifigkeit. Um eine bestmögliche Verbindung zwischen den Tapes und der thermoplastischen Kunststoffschmelze zu erreichen, können die Tapes besonders vorteilhaft vor dem Einlegen in das Werkzeug auf eine bestimmte Temperatur vorgewärmt werden, wobei diese bestimmte Temperatur abhängig vom Matrixmaterial des Tapes zu wählen ist.

Um nach dem Spritzguß einen späteren zusätzlichen Aufwand für den Ein- und Anbau von zusätzlich benötigen Komponenten für den fertigen Fahrradrahmen zu vermeiden, können die benötigten Komponenten, wie beispielsweise Tret- und/oder Lenkkopflager, Gewindehülsen für Trinkflaschenhalterungen, die Haltung für Akkus bei Ausgestaltung als Elektrofahrrad oder beispielsweise die Halterung für einen konventionellen Motor im Falle der Verwendung der Erfindung im Rahmen von motorbetriebenen Zweirädern, wie Motorrädern, gleich in das Spritzgußwerkzeug eingelegt und umspritzt werden. So kann sich im Produktionsprozess der Verfahrensablauf wesentlich vereinfachen, da mit diesem Verfahrensschritt der Fahrradrahmen gleich mit den benötigten Komponenten aus dem Spritzgußwerkzeug entnommen werden kann.

Zur Erzeugung eines schönen und individuellen Designs kann der Rahmen über Folien mit einem bedruckten Design versehen werden. Diese werden in das Werkzeug eingelegt und hinterspritzt. Dies wird auch als„Inmold Labelling" oder„Inmold Decoration" bezeichnet. Anstelle der reinen Designfolien können auch Funktionalitäten über funktionalisierte Folien erreicht werden. Diese mit der Funktionalität versehenen Folien werden ebenfalls in das Werkzeug eingelegt und mit dem Kunst- stoffmaterial hinterspritzt. Die funktionalisierten Folien können beispielsweise bedruckte Leiterbahnen bzw. eine kapazitive Sensorik mit ggf. einem aufgebrachten Microcontroller sein. Sie können aber auch Transpondereigenschaften beinhalten. Des Weiteren könnte man Folie mit einem GPS-Signal funktionalisieren, wobei dieses dann zur Diebstahlsicherung herangezogen werden könnte.

Durch die positive Eigenschaft, dass der Rahmen aus Kunststoff besteht und daher nicht leitend ist, kann man über die ein- und/oder aufgebrachte Funktionalität störungsfrei Signale, Daten und/oder Energie übermitteln bzw. übertragen. Eine zusätzliche Verkabelung um die hergestellte Energie von einer energieerzeugenden Einheit, wie beispielsweise einem Dynamo zum Verbraucher, beispielsweise der Fahrradleuchte zu leiten, könnte auch mittels einer entsprechend funktionalisierten Folie substituiert werden.

Bei der zuvor im Detail wiedergegebenen Verfahrensführung kann auch im Rahmen der Erfindung eine Abwandlung erfolgen. Ein entsprechendes Endprodukt kann auch mittels eines Insitu-Polymerilisation erzeugt werden. Hierzu wird beispielsweise Polyamid, das ja auch ein thermoplastischer Kunststoff ist, bei Verwendung dieses Ausgangsstoffs das Produktionsverfahren wie folgt aussehen:

- Einlegen eines Endlosfaser verstärkten Gewebes aus Glas- und/oder Kohlefasern bzw. und/oder Naturfasern in ein formgebendes Werkzeug. Die eingelegten Gewebe sind vorteilhaft dreidimensional zur Bauteilgeometrie verformt oder mittels dem Verfahren„tailored fiber placement" verwoben und imprägniert, sodass eine vermischte Kunststoffmasse bestehend aus Caprolactam und einem Aktivator vorliegt, welche über eine Mischvorrichtung in das Werkzeug derart eingebracht wird, dass das im Werkzeug eingelegte Gewebe durchflutet wird.

- Erhöhung von Temperatur und Druck im Werkzeuginneren und dadurch Polymerisierung der eingebrachten Kunst- stoffmasse.

- Entnahme des Zweiradrahmens nach abgeschlossener Polymerisation aus dem Werkzeug.

Der aus dem thermoplastischen Matrixmaterial bestehende Rahmen ist jederzeit wieder recyclebar und dadurch wiederverwertbar.

Bei dieser Verfahrensführung sollte im Rahmeninneren das injizierte Fluid nicht mit der Kunststoffschmelze in Berührung kommen. Daher wird bei der Insitu- Polymerisation ein Schlauch in das Werkzeug eingelegt. Der Schlauch dient hierbei als Seele und kann mittels des Fluiddrucks in der Kavität aufgeblasen werden. Während der Polymerisation wird das Fluid im Schlauch mit Druck beaufschlagt. Dieser Druck führt im Verfahren zu einer besseren Bauteilequalität, wobei der Druck über die Zeit variieren kann (Druck/Zeit-Profil). Der aufgeblasene Schlauch bildet den Hohlraum.

Ein Fahrradrahmen 10, wie er beispielsweise in dem ersten Ausführungsbeispiel unter Hinzuziehung der Figuren 1 bis 5 erläutert wurde, kann aus einem einzigen, aber auch aus einer Mischung mehrerer Polymere hergestellt werden. Für den Rahmen sind grundsätzlich Polyamide oder Polyolifine besonders empfehlenswert. Als weitere Komponenten können aber auch TPE oder TPU in das Werkzeug eingespritzt werden. Diese sind nicht zwangsläufig mit einem Hohlraum zu versehen, sondern dienen oftmals zur Überspritzung bzw. als Ummantelung der ersten Komponente.

Anhand der Figuren 6 bis 10 ist eine weitere Ausführungsform der Erfindung schematisch dargestellt. Hier ist das Verfahren zur Herstellung eines Herrenfahrrades gezeigt. Der Fahrradrahmen 10 hat also eine gegenüber dem Fahrradrahmen ge- 536

- 13 - mäß dem ersten Ausführungsbeispiel nach den Figuren 1 bis 5 unterschiedliche Formgebung, wie sie für ein Herrenfahrrad charakteristisch ist. Im Wesentlichen sind hier die gleichen Bauteile ebenfalls mit gleichem Bezugszeichen bezeichnet. Die Schrittabfolge des Herstellungsverfahrens, wie sie in den Figuren 6 bis 10 dargestellt ist, entspricht im Wesentlichen auch derjenigen gemäß der Figuren 1 bis 5 der ersten Ausführungsbeispiels. Allerdings ist in diesem Beispiel eine Mittelstrebe 26 aus Aluminium oder aus einem anderen Material in das Spritzgußwerkzeug eingelegt, sodass es sich während des Spritzgußvorganges mit dem thermoplastischen Kunststoff verbindet. Diese Mittelstrebe 26 weist auch die Aufnahmeöffnung für die später einzusetzende Sattelstütze auf und kann auch aus prozesstechnischen oder anderen Gründen mit einem anderen Material, vorzugsweise Polyurethan, gefüllt sein.

Das Fluid 22 wird im hier dargestellten Ausführungsbeispiel in Pfeilrichtung des Pfeils B zum Verdrängen der plastischen Seele injiziert. In den Figuren 6 bis 10 ist der jeweilige Fortschritt der Verdrängung der Seele dargestellt, wobei auch hier die plastische Seele in eine Nebenkavität 24 verdrängt wird.

Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren lassen sich aber nicht nur Fahrradrahmen herstellen. Anhand des dritten Ausführungsbeispiels gemäß den Figuren 11 bis 15 ist schematisch die Herstellung eines Rahmens für einen Scooter (Motorroller) dargestellt. Hierbei handelt es sich um ein motorbetriebenes Zweirad. Der etwas stabilere und komplexere Rahmen des Scooters 10 ergibt sich aus der Darstellung gemäß der Figur 11. Wie auch zuvor bei dem Fahrradrahmen ist hier lediglich das Kunststoffmaterial und nicht das geschlossene Spritzgußwerkzeug gezeigt.

Entsprechend der Figur 12 wird in Pfeilrichtung C das Fluid injiziert. Dieses verdrängt die plastische Seele zunehmend, wobei die jeweiligen Fortschritte der Verdrängung der Seele in den Figuren 13 bis 15 gezeigt sind. Nicht näher dargestellt ist in diesem Ausführungsbeispiel die Nebenkavität, die hinter dem Rahmen anschließt oder auch das Spritzgusswerkzeug mit einem Heiß-, Teiheiß- oder Kaltkanal (dür das Masserpckdrückverfahren) und das verdrängte Kunststoffmaterial auf- 536

- 14 - nimmt. Anhand dieses komplexeren Beispiels kann gezeigt werden, dass das einfache und schnelle Herstellverfahren für den Zweiradrahmen auch bei Motor betriebenen Zweirädern mit komplexerem Rahmenaufbau verwendet werden kann.