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Title:
METHOD FOR PRODUCING A PLASTIC SHEET
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2004/071747
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for producing a stretched plastic sheet on the basis of polyolefins and polyamide that are produced in an extrusion or coextrusion blowing process. The sheet is first biaxally stretched during blowing and is then stretched a second time in an additional step.

Inventors:
Günter, Walter (Zweibrückenstrasse 15-25, Forchheim, 91301, DE)
Hermann, Christian (Zweibrückenstrasse 15-25, Forchheim, 91301, DE)
Walcher, Tobias (Zweibrückenstrasse 15-25, Forchheim, 91301, DE)
Application Number:
PCT/EP2004/000962
Publication Date:
August 26, 2004
Filing Date:
February 03, 2004
Export Citation:
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Assignee:
HUHTAMAKI FORCHHEIM ZWEIGNIEDERLASSUNG DER HUHTAMAKI DEUTSCHLAND GMBH & CO. KG (Zweibrückenstrasse 15-25, Forchheim, 91301, DE)
Günter, Walter (Zweibrückenstrasse 15-25, Forchheim, 91301, DE)
Hermann, Christian (Zweibrückenstrasse 15-25, Forchheim, 91301, DE)
Walcher, Tobias (Zweibrückenstrasse 15-25, Forchheim, 91301, DE)
International Classes:
B29C55/06; B29C55/08; B29C55/16; B29C55/28; (IPC1-7): B29C55/16; B29C55/06; B29C55/08; B29C55/28
Attorney, Agent or Firm:
Hutzelmann, Gerhard (Patentanwaltskanzlei Hutzelmann, Schloss Osterberg, 89296, DE)
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Claims:
Ansprüche
1. Verfahren zum Herstellen einer gereckten KunststoffFolie aus Polyolefinen und/oder Kombinationen von Polyolefinen und Polyamid, die im Extrusions bzw. CoextrusionsBlasverfahren hergestellt werden, dadurch gekennzeichnet, dass eine erste Reckung biaxial während des Blasverfahrens erfolgt, der eine weitere Reckung nachgeschaltet ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Reckung unmittelbar im Anschluss an die erste Reckung erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Reckung unabhängig von der ersten Reckung erfolgt.
4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens die erste Reckung biaxial simultan erfolgt.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Temperatur der geblasenen Folie zum Strecken in Abhängigkeit vom für die Herstellung verwendeten KunststoffMaterial auf 90 bis 180°C eingestellt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass zum Temperieren der Folie vor dem zweiten Recken Temperierwalzen eingesetzt werden, welche die Folientemperatur auf etwa 100 bis 180°C einstellen.
7. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Folie vor dem zweiten Recken mittels Wärmestrahler auf die gewünschte Recktemperatur von etwa 100 bis 180°C erwärmt wird.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Folie nach dem Recken getempert wird, wobei in der Folie eine Temperatur von 90 bis 180°C erreicht wird.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Folie vor dem Aufwickeln abgekühlt wird.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Folie einoder beidseitig silikonisiert wird.
11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine innere Schicht fertig zuläuft, auf die dann die weiteren Schichten im CoextrusionsBlasverfahren aufgebracht werden.
Description:
Beschreibung Verfahren zum Herstellen einer Kunststoff-Folie Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Herstellen einer gereckten Kunststoff-Folie aus Polyolefinen und/oder Kombinationen von Polyolefinen und Polyamid, die im Extrusions-bzw. Coextrusions-Blasverfahren hergestellt werden.

Das Blasverfahren hat sich zum Herstellen von Kunststoff-Folien sehr bewährt.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, dieses Verfahren noch weiter zu verbessern.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass eine erste Reckung biaxial während des Blasverfahrens erfolgt, der eine weitere Reckung nachgeschaltet ist.

Damit werden die Eigenschaften der im Blasverfahren hergestellten Folien auf rationelle Weise noch weiter verbessert.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens liegt darin, dass die zweite Reckung unmittelbar im Anschluss an die erste Reckung erfolgt.

Erfindungsgemäß ist es jedoch auch möglich, dass die zweite Reckung unabhängig von der ersten Reckung erfolgt.

Es hat sich dabei sehr bewährt, wenn entsprechend dem erfindungsgemäßen Verfahren wenigstens die erste Reckung biaxial simultan erfolgt.

In vielen Fällen reicht für die zweite Reckung eine monoaxiale Reckung aus, doch können mit einer zweiten biaxialen Reckung die Folien noch weiter verbessert werden.

Eine ebenfalls sehr vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung liegt darin, dass die Temperatur der geblasenen Folie zum Strecken in Abhängigkeit vom für die Herstellung verwendeten Kunststoff-Material auf 90 bis 180°C eingestellt wird.

Am Ende des Blasvorganges wird dies in erster Linie durch Kühlgebläse erreicht.

Erfindungsgemäß können zum Temperieren der Folie vor dem zweiten Recken Temperierwalzen eingesetzt werden, welche die Folientemperatur auf etwa 100 bis 180°C einstellen.

Wenn die Folie bereits stark abgekühlt ist, kann gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung, die Folie vor dem zweiten Recken mittels Wärmestrahler auf die gewünschte Recktemperatur von etwa 100 bis 180°C erwärmt werden.

Nach dem Recken wird die Folie gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung getempert, wobei in der Folie eine Temperatur von 90 bis 180°C erreicht wird.

Damit werden die beim Recken erreichten Verhältnisse der Folie fixiert.

Als ebenfalls sehr vorteilhaft hat es sich ergeben, wenn gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung die Folie vor dem Aufwickeln abgekühlt wird.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Folie ein-oder beidseitig silikonisiert wird.

Damit kann die so hergestellte Kunststoff-Folie sehr gut als sogenannter Releaseliner für die unterschiedlichsten Einsatzzwecke eingesetzt werden.

Das Verfahren wird so durchgeführt, dass Polypropylen aus einer Ringdüse extrudiert wird, wobei in diese Ringdüse mehrere Extruder münden können. Es ist aber auch möglich, konzentrisch zur ersten Ringdüse weitere Ringdüsen vorzusehen. Über die mehreren Extruder bzw. Ringdüsen können weitere Lagen aus gleichen oder anderen Kunststoffen sowie Haftvermittlern und dergleichen coextrudiert werden.

Anstelle von PP können auch Abmischungen von PP mit LLDPE oder Abmischungen von PP mit sogenannten Compatibilizern eingesetzt werden. Als Corlayer kann auch Polyamid verwendet werden.

Darüber hinaus ist der Einsatz von Füllstoffen zur Festigkeitsmodifizierung möglich.

Auch können Füllstoffe zugegeben werden, die die Atmungaktivität der Folie insbesondere im Zusammenhang mit dem Recken erhöhen.

Um eine vorteilhafte Verankerung einer Silikonschicht zu erzielen, können geeignete Polymere eingesetzt werden.

Bei der Coextrusion ist es möglich, gleichzeitig mehrere Schichten herzustellen ; bei einer bevorzugten Ausgestaltung wurden gleichzeitig sieben Schichten coextrudiert.

Der extrudierte Schlauch wird dermaßen gekühlt, dass beim Blasprozess verhältnismäßig große Folienstärken erzielt werden. Dabei können Folienstärken von etwa 200jim erzeugt werden.

Auch ist vorgesehen, dass die Schlauchabmessungen durch Kalibrierung bestimmt werden. Dabei ist sowohl eine berührungsfreie Kalibrierung als auch eine Kalibrierung durch den Schlauch berührende Systeme möglich.

Bei einer weiteren Ausgestaltung des Verfahrens ist vorgesehen, dass eine innere Schicht fertig zuläuft, auf die dann die weiteren Schichten im Coextrusions- Blasverfahren aufgebracht werden.

Noch schlauchförmig kann die Folie nach entsprechender Temperierung gereckt werden, wobei die Reckung sowohl quer, d. h. In Umfangsrichtung, längs oder simultan biaxial erfolgen kann.

Im Anschluss daran kann die Folie flachgelegt und nach entsprechender Temperierung einer weiteren Reckung unterzogen werden.

Im einfachsten Fall handelt es sich dabei um eine Längsreckung, die beispielsweise über einen Walzenspalt durchgeführt wird. Es sind jedoch Querreckung, Quer-und Längsreckung und simultane biaxiale Reckung möglich.

Ebenfalls Inline ist eine Silikonisierung ein oder beidseitig möglich, wobei als Silikonsysteme LH, LF, UV ESH oder Emulsionssilikone einsetzbar sind.

Die so hergestellte Folie eignet sich infolge der sehr günstigen Eigenschaften als Releaseliner z. B. für Etiketten und Klebebänder oder ähnlichem.

Aufgrund der hohen Reissfestigkeit konnte die Folie hervorragend als Ersatz von Releasepapier eingesetzt werden.