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Patent Searching and Data


Title:
METHOD FOR PRODUCING A PROFILED RAIL
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2013/014044
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for producing a profiled rail for supporting plate-shaped elements (7), in particular for the lay-in installation of ceiling panels for grid ceilings. The profiled rail comprises an elongated web (29) and a bottom chord (28), which is arranged along a longitudinal edge (20) of the web (29) and comprises two bottom chord sections (26, 27) that each extend away from the web (29) essentially in opposite directions. One of the bottom chord sections (26) has a first longitudinal edge (33), which has several interruptions and is located on the outside, and the other bottom chord section (27) has a second longitudinal edge (16), which is essentially continuous and is located on the outside. In the method, the lower face of the bottom chord (28) facing away from the web (29) is provided with an elongated facing plate (32). A first longitudinal edge (35) of the facing plate (32) is bent, for example crimped over or flanged, before being applied to the bottom cord (28). Subsequently, the facing plate (32) is applied to the lower face of the bottom chord (28) such that the bent first longitudinal edge (35) of the facing plate (32) encloses the first longitudinal edge (33) of the bottom chord (28). The second longitudinal edge (38) of the facing plate (32) located opposite the first longitudinal edge (35) is then bent around the second longitudinal edge (16) of the bottom chord (28).

Inventors:
MAISCH, Christof (Baden-Badener-Str. 15, Gaggenau, 76571, DE)
Application Number:
EP2012/064091
Publication Date:
January 31, 2013
Filing Date:
July 18, 2012
Export Citation:
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Assignee:
PROTEKTORWERK FLORENZ MAISCH GMBH & CO. KG (Viktoriastraße 58, Gaggenau, 76571, DE)
MAISCH, Christof (Baden-Badener-Str. 15, Gaggenau, 76571, DE)
International Classes:
E04B9/06; B21D39/02
Domestic Patent References:
WO2004109030A1
Foreign References:
US20020020126A1
US4554718A
US4189893A
EP1631728B1
Attorney, Agent or Firm:
MANITZ FINSTERWALD UND PARTNER GBR (Postfach 31 02 20, München, 80102, DE)
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Claims:
Patentansprüche

Verfahren zum Herstellen einer Profilschiene zum Tragen von plat- tenförmigen Elementen (7) , insbesondere für die Einlegemontage von Deckenplatten für Rasterdecken, wobei die Profilschiene einen lang gestreckten Steg (29) sowie einen Untergurt (28) umfasst, der entlang einer Längskante (20) des Stegs (29) angeordnet ist und zwei sich jeweils von dem Steg (29) im Wesentlichen in entgegen gesetzte Richtungen erstreckende Untergurtabschnitte (26, 27) umfasst, wobei einer der Untergurtabschnitte (26) eine mehrfach unterbrochene, außen liegende erste Längskante (33) und der andere Untergurtabschnitt (27) eine im Wesentlichen durchgehende, außen liegende zweite Längskante (16) umfasst, bei dem die von dem Steg (29) abgewandt gelegene Unterseite des Untergurts (28) mit einer lang gestreckten Sichtblende (32) versehen wird,

dadurch gekennzeichnet,

dass eine erste Längskante (35) der Sichtblende (32) vor dem Aufbringen auf den Untergurt (28) umgebogen, beispielsweise umgefalzt oder umgebördelt wird,

dass anschließend die Sichtblende (32) so auf die Unterseite des Untergurts (28) aufgebracht wird, dass die umgebogene erste Längskante (35) der Sichtblende (32) die erste Längskante (33) des Untergurts (28) umfasst, und

dass anschließend die der ersten Längskante (35) gegenüberliegende zweite Längskante (38) der Sichtblende (32) um die zweite Längskante (16) des Untergurts (28) herum gebogen wird. Verfahren nach Anspruch 1 ,

dadurch gekennzeichnet,

dass die erste Längskante (35) der Sichtblende (32) so weit umgebogen wird, dass die erste Längskante (33) des Untergurts (28) beim Aufbringen der Sichtblende (32) zwischen der umgebogenen ersten Längskante (35) der Sichtblende (32) und einem Hauptabschnitt (39) der Sichtblende (32) eingeklemmt wird.

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,

dadurch gekennzeichnet,

dass die erste und/oder die zweite Längskante (35, 38) der Sichtblende (32) um zwischen ca. 180° und ca. 270° umgebogen wird.

4. Verfahren nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,

dass die umgebogene erste Längskante (35) und/oder die umgebogene zweite Längskante (38) der Sichtblende (32) nach dem Aufbringen der Sichtblende (32) nachgewalzt wird.

Verfahren nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,

dass die Sichtblende (32) zusätzlich auf die Unterseite des Untergurts (28) aufgeklebt wird.

Verfahren nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,

dass ein lang gestreckter Materialstreifen (1 1), insbesondere ein Metall- oder Blechstreifen, mit einer Vielzahl von länglichen Einschnitten (12) versehen wird, wobei die beiden freien Enden (17, 18) der Einschnitte (12) jeweils auf einer im Wesentlichen parallel zur Längsachse (19) des Materialstreifens (1 1) verlaufenden, eine Biegelinie (20) bildenden Geraden angeordnet sind, und dass der Materialstreifen (1 1) entlang dieser Biegelinie (20) umgebogen wird.

7. Verfahren nach Anspruch 6,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Einschnitte (12) U-förmig, insbesondere mit einer geradlinigen Basis (14) und bevorzugt senkrecht dazu verlaufenden geraden Schenkeln (13, 15), oder trapezförmig ausgebildet sind.

8. Verfahren nach Anspruch 6 oder 7,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Einschnitte (12) jeweils auf derselben Seite der Biegelinie (20) erzeugt werden.

9. Verfahren nach zumindest einem der Ansprüche 6 bis 8,

dadurch gekennzeichnet,

dass der Materialstreifen (1 1) um ca. 90° umgebogen wird.

10. Verfahren nach zumindest einem der Ansprüche 6 bis 9,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Einschnitte (12) durch ein Rotations- oder Laserschneidverfahren oder durch einen Stanzvorgang erzeugt werden.

Description:
VERFAHREN ZUM HERSTELLEN EINER PROFILSCHIENE

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen einer Profilschiene zum Tragen von plattenförmigen Elementen, insbesondere für die Einlegemontage von Deckenplatten für Rasterdecken, wobei die Profilschiene einen lang gestreckten Steg sowie einen Untergurt umfasst, der entlang einer Längskante des Stegs angeordnet ist und zwei sich jeweils von dem Steg im Wesentlichen in entgegengesetzte Richtungen erstreckende Untergurtabschnitte umfasst, wobei einer der Untergurtabschnitte eine mehrfach unterbrochene, außen liegende erste Längskante und der andere Untergurtabschnitt eine im Wesentlichen durchgehende, außen liegende zweite Längskante umfasst, bei dem die von dem Steg abgewandt gelegene Unterseite des Untergurts mit einer lang gestreckten Sichtblende versehen wird.

Ein Verfahren zum Herstellen einer solchen Profilschiene ist z.B. in der EP 1 631 728 Bl beschrieben. In dieser Druckschrift ist beschrieben, dass die Sichtblende, durch die ein sauberer optischer Abschluss der Profilschiene nach unten erreicht wird, auf den Untergurt beispielsweise aufgefalzt werden kann. Dabei werden die außen liegenden Längskanten des Untergurts von der Sichtblende umfasst, wodurch eine zusätzliche Stabilisierung des Untergurts erreicht wird.

Da eine der Längskanten des Untergurts jedoch mehrfach unterbrochen ist, ergibt sich beim Umbiegen der Längskanten der Sichtblende das Problem, dass die Sichtblende beim Aufwalzen eine unerwünschte Welligkeit erhalten kann. Da die Sichtblende, die üblicherweise zusätzlich beschichtet sein kann, eine optisch ansprechende Abschlussfläche der Profilschiene nach unten bilden soll, ist eine solche Welligkeit oftmals nicht akzeptabel.

Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Herstellen einer Profilschiene der eingangs genannten Art anzugeben, bei dem die Sichtblende auf einfache Weise so auf den Untergurt aufgebracht werden kann, dass trotz der mehrfach unterbrochenen, au- J3en liegenden ersten Längskante eine Welligkeit der auf den Untergurt aufgebrachten Sichtblende vermieden wird.

Ausgehend von einem Verfahren der eingangs genannten Art wird diese Aufgabe erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass eine erste Längskante der Sichtblende vor dem Aufbringen auf den Untergurt umgebogen, beispielsweise umgefalzt oder umgebördelt wird, dass anschließend die Sichtblende so auf die Unterseite des Untergurts aufgebracht wird, dass die umgebogene erste Längskante der Sichtblende die erste Längskante des Untergurts umfasst, und dass anschließend die der ersten Längskante gegen- überliegende zweite Längskante der Sichtblende um die zweite Längskante des Untergurts herum gebogen wird.

Erfindungsgemäß wird somit die Sichtblende vor dem eigentlichen Aufbringen auf den Untergurt vorbereitet, indem eine erste Längskante der Sichtblende umgebogen wird. Bei diesem Umbiegen steht die Sichtblende noch nicht in Verbindung mit dem Untergurt und damit auch nicht mit der mehrfach unterbrochenen, außen liegenden ersten Längskante des Untergurts. Die Umbiegung der ersten Längskante der Sichtblende kann somit auf einem ebenen Untergrund erfolgen, so dass eine Welligkeit beim Umbiegen der ersten Längskante vermieden wird. Anschließend wird die Sichtblende so auf die Unterseite des Untergurts aufgebracht, dass die vorbereitete umgebogene erste Längskante der Sichtblende die erste Längskante des Untergurts, d.h. die Längskante mit den mehrfachen Unterbrechungen, umfasst. Die Sichtblende kann beispielsweise seitlich auf den Untergurt aufgeschoben oder aufgesteckt werden. Bei diesem Aufbringvorgang wird die Sichtblende nicht in Richtung der nach unten weisende Fläche der Sichtblende belastet, so dass die mehrfach unterbrochene Längskante des Untergurts bzw. die zwischen diesen angeordneten Öffnungen, keine negative Auswirkung auf die ebene Fläche der Sichtblende haben und somit eine unerwünschte Welligkeit der Sichtblende beim Aufbringen vermieden wird.

Anschließend wird die der ersten Längskante gegenüberliegende zweite Längskante der Sichtblende um die zweite Längskante des Untergurts herum gebogen. Da die zweite Längskante des Untergurts im Wesentlichen durchgehend ausgebildet ist, entsteht hier beim Umbiegen der zweiten Längskante der Sichtblende keine unerwünschte Welligkeit, da das Umbiegen um eine durchgehende geradlinige Kante erfolgen kann.

Nach einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung wird die erste Längskante der Sichtblende so weit umgebogen, dass die erste Längskante des Untergurts beim Aufbringen der Sichtblende zwischen der umgebogenen ersten Längskante der Sichtblende und einem Hauptabschnitt der Sichtblende eingeklemmt wird. Insbesondere kann die erste Längskante der Sichtblende um zwischen ca. 180° und ca. 270° umgebogen werden. Die erste Längskante wird somit so weit umgebogen, dass der Abstand zwischen der umgebogenen freien Längskante und dem flächigen Hauptteil der Sichtblende gerade so groß ist, dass er im Wesentlichen der Dicke des Untergurtmaterials entspricht oder etwas kleiner ist. Dadurch wird beim Aufbringen der Sichtblende bereits automatisch eine einseitige Befestigung der Sichtblende an dem Untergurt erreicht.

Auch die zweite Längskante der Sichtblende kann zwischen ca. 180° und ca. 270° umgebogen werden. Bei einem Umbiegen um 270° wird durch die ca. im 90°-Winkel auf die Oberseite des Untergurts aufstehende Längskante der Sichtblende ein Einkrallen der Längskante der Sichtblende in die Oberseite des Untergurts und damit eine besonders sichere Verbindung erreicht.

Grundsätzlich ist es möglich, dass die umgebogene erste Längskante und/ oder die umgebogene zweite Längskante der Sichtblende nach dem Aufbringen der Sichtblende nachgewalzt werden. Insbesondere bezüglich der ersten Längskante darf dieses Nachwalzen jedoch nur so vorsichtig erfolgen, dass keine unerwünschte Welligkeit der Sichtblende entsteht.

Notwendig ist ein solches Nachwalzen insbesondere im Bereich der ersten Längskante üblicherweise nicht, da aufgrund der vorgefertigten Umbie- gung der ersten Längskante der Sichtblende diese Kante bereits vor dem Aufbringen der Sichtblende auf den Untergurt optimal ausgebildet werden kann.

Vorteilhaft kann die Sichtblende zusätzlich auf die Unterseite des Untergurts aufgeklebt werden. Dadurch kann die Befestigung der Sichtblende an dem Untergurt noch weiter erhöht werden.

Nach einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung wird zum Herstellen der Profilschiene ein lang gestreckter Materialstreifen, insbesondere ein Metall- oder Blechstreifen, mit einer Vielzahl von länglichen Einschnitten versehen, wobei die beiden freien Enden der Einschnit- te jeweils auf einer im Wesentlichen parallel zur Längsachse des Materi- alstreif ens verlaufenden, eine Biegelinie bildenden Geraden angeordnet sind, und wobei der Materialstreifen entlang dieser Biegelinie umgebogen wird. Durch den Biegevorgang klappen die von den Schnittlinien umrandeten Materialabschnitte des Stegs aus diesem heraus und bilden damit eine Hälfte des Untergurts der Profilschiene (im Folgenden Untergurtabschnitt genannt) , wobei dieser Untergurtabschnitt aus einer Vielzahl von in Längsrichtung voneinander beabstandeten Materialabschnitten besteht. Der gleichzeitig durch den Biegevorgang in die entgegengesetzte Richtung gebogene Teil des Stegs bildet den zweiten Untergurtabschnitt, welcher über seine gesamte Länge einstückig ausgebildet ist. Somit werden in einem einzigen Biegevorgang und damit in einem einzigen Arbeitsschritt der Steg und der Untergurt in seiner endgültigen Form ausgebildet.

Gleichzeitig werden in dem Steg Öffnungen gebildet, welche als Sollknickstellen für den Brandfall dienen können.

Bevorzugt sind die Einschnitte U-förmig, insbesondere mit einer geradlinigen Basis und bevorzugt senkrecht dazu verlaufenden geraden Schenkeln, oder trapezförmig ausgebildet. Die Höhe der Einschnitte, d.h. jeweils der senkrechte Abstand von der Biegelinie zu dem entferntest gelegenen Punkt des jeweiligen Einschnitts ist bevorzugt im Wesentlichen gleich groß. Dadurch ist gewährleistet, dass alle herausgeklappten Materialabschnitte die gleiche Höhe besitzen und damit der aus diesen Materialabschnitten gebildete Untergurtabschnitt, bis auf die zwischen den Materialabschnitten liegenden materialfreien Bereiche, eine einheitliche Breite besitzt. Weiterhin kann die Höhe der Einschnitte bevorzugt im Wesentlichen gleich dem Abstand zwischen der Biegelinie und der Längskante des Materialstreifens sein, so dass die beiden den Untergurt bildenden Untergurtabschnitte im Wesentlichen gleich breit und symmetrisch bezüglich des Stegs angeordnet sind. Bevorzugt werden die Einschnitte jeweils auf derselben Seite der Biegelinie erzeugt. Vorteilhaft wird der Materialstreifen um ca. 90° umgebogen, um auf diese Weise ein T-Profil zu erzeugen.

Die Einschnitte können bevorzugt durch ein Rotations- oder Laser- schneidverfahren, durch einen Stanzvorgang oder auch durch ein sonstiges geeignetes Verfahren erzeugt werden.

Weitere vorteilhafte Ausführungsformen sind in den Unteransprüchen angegeben.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher beschrieben; in diesen zeigen:

Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer Rahmenkonstruktion mit T-Profilschienen gemäß dem Stand der Technik zur Bildung einer Rasterdecke,

Fig. 2 eine Draufsicht auf einen Blechstreifen mit Schnittlinien zur Bildung einer T-Profilschiene,

Fig. 3 eine perspektivische Ansicht einer Profilschiene nach einem Zwischenschritt des erfindungsgemäß ausgebil deten Herstellungsverfahrens, Fig. 4 eine vorbereitete Sichtblende,

Fig. 5 einen Querschnitt durch die Profilschiene nach Fig. 3,

Fig. 6 einen Querschnitt durch die Profilschiene nach Fig. 3 mit teilweise aufgebrachter Sichtblende, Fig. 7 einen Querschnitt durch die Profilschiene gemäß Fig. 3 mit vollständig aufgebrachter Sichtblende, Fig. 8 eine perspektivische Ansicht der Profilschiene nach

Fig. 3 mit vollständig aufgebrachter Sichtblende und

Fig. 9 einen Querschnitt durch die Profilschiene nach Fig. 3 mit einer zweiten Ausführung einer Sichtblende.

Fig. 1 zeigt eine Rahmenkonstruktion 1 , die aus einer Vielzahl von parallelen und senkrecht dazu verlaufenden Profilschienen 2 besteht.

Die Profilschienen 2 besitzen einen T-förmigen Querschnitt, mit einem lang gestreckten Steg 3 sowie einem sich an seiner unteren Längskante anschließenden Untergurt 4. Der Untergurt 4 besteht aus zwei Umbiegun- gen des Stegs 3 jeweils nach außen, durch die zwei Untergurtabschnitte 5, 6 gebildet werden, die Auflageflächen für plattenförmige Elemente 7, beispielsweise Deckenplatten bilden.

Die Profilschienen 2 besitzen an ihrer oberen Längsseite einen Obergurt 8, der als Hohlprofil ausgebildet ist und zur Ankopplung der Profilschienen 2 an Abhängeelemente 9, 10 dient. Fig. 2 zeigt eine Draufsicht auf einen Blechstreifen 1 1 , wie er den Ausgangspunkt für die Herstellung einer Profilschiene nach dem erfindungsgemäßen Verfahren bilden kann.

In dem Blechstreifen 1 1 ist eine Vielzahl von länglichen, U-förmig ausge- bildeten Einschnitten 12 vorgesehen, die jeweils aus drei geradlinigen Teileinschnitten 13, 14, 15 bestehen, welche senkrecht aufeinander stehen. Die Teileinschnitte 14 verlaufen dabei parallel zu einer der Längskanten 16 des Blechstreifens 1 1. Die freien Enden 17, 18 der Einschnitte 12 liegen jeweils auf einer parallel zur Längsachse 19 des Blechstreifens 1 1 verlaufenden, eine Biegelinie 20 bildenden Gerade.

Die Höhe 21 der Einschnitte 12 ist im Wesentlichen jeweils gleich groß und im Wesentlichen jeweils gleich dem Abstand 22 zwischen der Biegelinie 20 und der Längskante 16 des Blechstreifens 1 1. Weiterhin sind die U- förmigen Einschnitte 12 im Wesentlichen gleich breit und besitzen jeweils die gleiche Breite wie die zwischen den Einschnitten 12 liegenden Materialabschnitte 36.

Zur Bildung der Profilschiene wird der Blechstreifen 1 1 entlang der Biegelinie 20 so umgefaltet, dass die von den Einschnitten 12 umrahmten Materialabschnitte 23 des Blechstreifens 1 1 aus der Zeichnungsebene heraus und der zwischen der Biegelinie 20 und der Längskante 16 angeordnete streifenförmige Abschnitt 24 in die Zeichnungsebene hineingeklappt wird, so dass der in Fig. 3 dargestellte Grundkörper 25 der Profilschiene entsteht.

Wie Fig. 3 zu entnehmen ist, bilden nach dem Klappvorgang der streifen- förmige Abschnitt 24 sowie die Materialabschnitte 23 Untergurtabschnitte 26, 27 eines Untergurts 28, während der restliche Bereich des Blechstreifens 1 1 , der im Wesentlichen senkrecht auf dem Untergurt 28 steht, einen Steg 29 des Grundkörpers 25 bildet. Die Biegelinie 20 bildet dabei die untere Längskante des Stegs 29, an den sich der Untergurt 28 mit einer mehrfach unterbrochenen, ersten außen liegende Längskante 33 und der durchgehenden zweiten außen liegenden Längskante 16 anschließt.

Durch das Herausklappen der Materialabschnitte 23 entstehen in dem Steg 29 Öffnungen 30, die im Wesentlichen rechteckförmig ausgebildet sind.

Weiterhin sind in Fig. 3 in dem Steg 29 zusätzliche Befestigungsöffnungen 31 in Form von Bohrungen vorgesehen, die sich in regelmäßigen Abstän- den wiederholen. Zusätzlich sind in den Materialabschnitten 36 zwischen den Öffnungen 30 jeweils zwei Verstärkungssicken 37 ausgebildet, die durch in entgegengesetzte Richtungen weisende Einprägungen in der Oberfläche des Steges 29 ausgebildet sind, so dass die eine Verstärkungs- sicke aus der Zeichnungsebene heraus- und die andere in diese hinein- ragt. Während in Fig. 3 nur in einem Materialabschnitt 36 Verstärkungssicken 37 gezeigt sind, können diese auch in den übrigen Materialabschnitten 36 oder in einem sonstigen Bereich des Steges 29 und/ oder des Untergurts 28 ausgebildet sein. Wie aus Fig. 3 weiterhin ersichtlich ist, ist die außen liegende erste

Längskante 33 des Untergurts 28 mehrfach unterbrochen ausgebildet, während die außen liegende zweite Längskante 16 des Untergurts 28 durchgehend geradlinig verläuft. Diese Form der beiden Längskanten 16, 33 kann auch auf andere Weise, beispielsweise durch entsprechende Aus- stanzungen oder sonstige Falt- oder Knickverfahren erzeugt werden.

Grundsätzlich können Untergurt und Steg beispielsweise auch aus getrennten Abschnitten zusammengesetzt sein.

Erfindungsgemäß wird der Untergurt 28 an seiner Unterseite 34 mit einer Sichtblende 32 versehen, wie sie in Fig. 4 dargestellt ist. Die Sichtblende 32 kann zumindest an ihrer Unterseite beschichtet sein und dient zur Erzeugung einer optisch ansprechenden, einheitlichen Sichtfläche der beispielsweise an einer Decke montierten Profilschiene. Um unerwünschte Welligkeiten der Sichtblende 32 beim Aufbringen auf den Untergurt 28 zu vermeiden, die beispielsweise beim Aufwalzen aufgrund der materialfreien Bereiche zwischen den Materialabschnitten 23 entstehen können, wird erfindungsgemäß die Sichtblende 32 vor Aufbringen auf die Unterseite 34 des Untergurts 28 vorbereitet, indem eine erste Längskante 35 der Sichtblende 32 umgebogen wird, wie es in Fig. 4 dargestellt ist. Im Gegensatz zu der ersten Längskante 35 wird die gegenüberliegende zweite Längskante 38 zu diesem Zeitpunkt noch nicht umgebogen, sondern verbleibt in ihrem ungebogenen Zustand, wie es in Fig. 4 ebenfalls dargestellt ist.

Ausgehend von dem Grundkörper 25, wie er in Fig. 5 dargestellt ist, wird die Sichtblende 32 anschließend mit ihrer umgebogenen ersten Längskante 35 so auf die unterbrochene erste Längskante 33 des Untergurts 28 aufgeschoben, dass die umgebogene erste Längskante 35 der Sichtblende 32 die unterbrochene erste Längskante 33 des Untergurts 28 umfasst. Das Ergebnis dieses Zwischenschritts des erfindungsgemäßen Verfahrens ist in Fig. 6 dargestellt.

Da bei diesem Aufbringen der flächige Hauptabschnitt 39 der Sichtblende 32 nicht mit Druck beaufschlagt wird und insbesondere nicht gegen die Materialabschnitte 23 gepresst wird, besteht keine Gefahr, dass eine un- erwünschte Welligkeit der Sichtblende 32 durch entsprechende Prägungseffekte entsteht.

Anschließend wird die zweite Längskante 38 der Sichtblende 32 um die zweite Längskante 16 des Untergurts 28 herumgebogen, so dass letztlich der in den Fig. 7 und 8 gezeigte Zustand hergestellt wird, in dem die bei- den außenliegenden Längskanten 16, 33 des Untergurts jeweils vollständig von den Längskanten 35, 38 der Sichtblende 32 umfasst werden.

Das Umbiegen der zweiten Längskante 38 der Sichtblende 32 ist dabei unproblematisch, da die zweite Längskante 16 des Untergurts 28 ohne Unterbrechungen durchgehend ausgebildet ist und damit beim Umbiegen keine unerwünschte Welligkeit der Sichtblende 32 erzeugt wird.

Während in Fig. 7 die Längskanten 35 und 38 der Sichtblende 32 jeweils um ca. 180° umgebogen sind, kann die Umbiegung an einer oder an beiden Kanten auch geringere oder größere Werte aufweisen. Beispielsweise kann wie in Fig. 9 dargestellt die Umbiegung ca. jeweils 270° betragen, so dass die umgebogenen Längskanten 35', 38' jeweils ca. senkrecht auf der Oberseite 40 des Untergurts 28 aufstehen. Dadurch können sich die Längskanten 35', 38' in die Oberseite 40 des Untergurts 28 einkrallen, wodurch eine noch zuverlässigere Verbindung zwischen dem Untergurt 28 und der Sichtblende 32 erzeugt wird.

Bezugszeichenliste

1 Rahmenkonstruktion

2 Profilschiene

3 Steg

4 Untergurt

5 Untergurtabschnitt

6 Untergurtabschnitt

7 plattenförmige Elemente

8 Obergurt

9 Abhängeelemente

10 Abhängeelemente

11 Blechstreifen

12 Einschnitte

13 Teileinschnitte

14 Teileinschnitte

15 Teileinschnitte

16 Längskante

17 freies Ende der Einschnitte 12

18 freies Ende der Einschnitte 12

19 Längsachse

20 Biegelinie

21 Höhe

22 Abstand

23 Materialabschnitt

24 streifenförmiger Abschnitt

25 Grundkörper

26 Untergurtabschnitt

27 Untergurtabschnitt

28 Untergurt 29 Steg

30 Öffnungen

31 Befestigungsöffnungen

32 Sichtblende

33 Längskante

34 Unterseite der Sichtblende

35, 35' erste Längskante der Sichtblende

36 Materialabschnitte

37 Verstärkungssicken

38, 38' zweite Längskante der Sichtblende

39 flacher Hauptabschnitt

40 Oberseite der Sichtblende