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Title:
METHOD FOR PRODUCING A SECURING OBJECT, PARTICULARLY IN THE FORM OF A HEAT-RESISTANT ADHESIVE CLOSURE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2009/112133
Kind Code:
A1
Abstract:
Method for producing a securing object, particularly in the form of a heat-resistant adhesive closure, comprising: - designing and providing metal securing elements (9) having a hooked head (13) and a foot part in the form of a tang (11); - providing a support structure (1) having a securing surface (3); - introducing a perforation (7) into the securing surface (3) for forming seats for receiving the tangs (11) of the securing elements (9), and – inserting the tangs (11) of the securing elements (9) into the perforation (7) of the securing surface (3).

Inventors:
POULAKIS, Konstantinos (Länderstr. 2, Hildrizhausen, 71157, DE)
Application Number:
EP2009/000907
Publication Date:
September 17, 2009
Filing Date:
February 10, 2009
Export Citation:
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Assignee:
GOTTLIEB BINDER GMBH & CO. KG (Bahnhofstr. 19, Holzgerlingen, 71088, DE)
POULAKIS, Konstantinos (Länderstr. 2, Hildrizhausen, 71157, DE)
International Classes:
A44B18/00; E04F13/08; F16B5/07
Attorney, Agent or Firm:
BARTELS UND PARTNER (Lange Straße 51, Stuttgart, 70174, DE)
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Claims:
P a t e n t a n s p r ü c h e

1. Verfahren zum Herstellen eines Festlegegegenstandes, insbesondere in

Form eines hitzebeständigen Haftverschlussteils, umfassend: - das Ausbilden und Bereitstellen von metall ischen Festlegeelementen

(9) mit einem Verhakungskopf (13) und einem Fußteil in Form eines Stieles (11 );

- das Bereitstellen einer Trägerstruktur (1) mit einer Festlegefläche (3);

- das Einbringen einer Perforation (7) in die Festlegefläche (3) zur BiI- düng von Sitzen für die Aufnahme der Stiele (11) der Festlegeelemente (9) und

- das Einsetzen der Stiele (11) der Festlegeelemente (9) in die Perforation (7) der Festlegefläche (3).

2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stiele (11) der Festlegeelemente (9) in der Perforation (7) der Trägerfläche (3) festgelegt werden.

3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Träger- struktur (1) durch einen metallischen Werkstoff gebildet und die Stiele

(11) durch Lötverbindungen in der Perforation (7) festgelegt werden.

4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Stiele (1 1) durch Kleben in der Perforation (7) festgelegt werden.

5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Perforation (7) in der Festlegefläche (3) der Trägerstruktur (1) durch ein Bohrungsmuster gebildet wird, bei dem Bohrungen (7) in geradliniger Richtung sowie in von der Geraden abweichender Richtung aufeinanderfolgen.

6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass aufeinanderfolgende Bohrungen (7) entlang einer Wel lenlinie (19) eingebracht werden.

7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass in die Festlegefläche (3) Bohrungen (7) in Abständen voneinander eingebracht werden, die etwa das Vierfache des Bohrungsdurchmessers betragen.

8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Festlegeelemente (9) mit pilzkopfartigen Verhakungsköpfen ausgebildet werden, deren Durchmesser etwa das 1,8-fache des Durchmessers des Stieles (11) beträgt.

Description:

Verfahren zum Herstellen eines Festlegegegenstandes, insbesondere in Form eines hitzebeständigen Haftverschlussteils

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen eines Festlegegegenstandes, insbesondere in Form eines hitzebeständigen Haftverschlussteils, wobei Festlegeelemente mit einem Verhakungskopf und einem Fußteil in Form eines Stieles an einer Trägerstruktur angebracht werden.

Durch die EP 1 047 539 B1 ist ein Verfahren zum Herstellen von Festlegegegenständen bekannt, bei dem Festlegeelemente mit einem pilzkopfförmi- gen Verhakungskopf und einem Fußteil in Form eines Stieles an einer Trägerstruktur angebracht werden. Bei der bekannten Lösung handelt es sich um ein Formverfahren, bei dem der Festlegegenstand mittels Spritzgußmaschinen aus geschmolzenem Polypropylen geformt wird. Haftverschlusssysteme auf Kunststoffbasis, bei denen derartige Festlegegegenstände eingesetzt werden, werden für eine Vielzahl von Anwendungsgebieten vorteilhaft eingesetzt und haben daher weiteste Verbreitung gefunden. Allerdings ist das Einsatzgebiet der Haftverschlusssysteme auf Kunststoffbasis durch die geringe Temperaturstabilität des Kunststoffwerkstoffes eingeschränkt. Um Haftverschlusssysteme auch in solchen Anwendungsfällen einsetzen zu können, bei denen sehr hohe thermische und/oder mechanische Belastungen auftreten, sind durch DE 10 2006 015 145 A1 bereits Festlegesysteme in der Art metallischer Haftverschlüsse bekannt. Diese ermöglichen eine schnelle und einfache Anbringung oder Verbindung von Bauteilen auch

unter ungünstigen Bedingungen, sowohl hinsichtlich thermischer als auch mechanischer Belastung, wie dies beispielsweise in Heißzonen von Kraftmaschinen der Fall ist, beispielsweise bei Drittbauteilen, die im Motorraum eines Verbrennungsmotors in der Nähe des Abgassystemes anzubringen sind.

Im Hinblick hierauf stellt sich die Erfindung die Aufgabe, ein Verfahren aufzuzeigen, das eine einfache und rationelle Herstellung von Festlegegegenständen in Form eines Haftverschlussteiles ermöglicht, der sich durch eine hohe Belastbarkeit, insbesondere Hitzebeständigkeit auszeichnet.

Erfindungsgemäß ist diese Aufgabe durch ein Verfahren gelöst, das die Merkmale des Patentanspruches 1 in seiner Gesamtheit aufweist.

Danach besteht eine wesentliche Besonderheit der Erfindung darin, dass die Festlegefläche einer Trägerstruktur perforiert wird und dass die Perforation mit vorgefertigten, metallischen, stielartigen Festlegeelementen bestückt wird. Das Bestücken der Lochung der Perforation kann mit sehr hohen Produktionsgeschwindigkeiten mittels einer Art Schusseinrichtung erfolgen. Der Werkstoff der Trägerstruktur ist aus einer Vielzahl hitzebeständiger Materialien wählbar, insbesondere kann es sich um ein Metallblech handeln, wenn besonders hohe Hitzebeständigkeit gefordert ist. Die Festlegeelemente selbst sind ebenfalls einfach und rationell herstellbar, beispielsweise durch Ablängen eines Metalldrahtes und Anstauchen der gebildeten Draht- stücke zur Ausbildung des Verhakungskopfes, beispielsweise in Pilzkopfform.

Vorzugsweise werden die Stiele der Festlegeelernente in die Perforation der Trägerfläche nicht nur eingesetzt, sondern derart festgelegt, so dass eine hohe Kraftübertragung zwischen Trägerstruktur und Festlegeelementen erfolgen kann.

Bei Ausführungsbeispielen, bei denen die Trägerstruktur durch einen metallischen Werkstoff gebildet ist, kann die Fixierung in vorteilhafter Weise durch Lötverbindungen erfolgen.

Alternativ kann so vorgegangen werden, dass die Stiele durch Kleben in der Perforation festgelegt werden.

Insbesondere in Fällen, wo die Trägerstruktur aus einem nichtmetallischen, wärmebeständigen Werkstoff gebildet ist, beispielsweise einem Keramikwerkstoff oder einem Karbonmaterial, können die Stiele der Festlegeelemente durch Kleben in der Perforation festgelegt werden.

Zur Bildung der Perforation der Festlegefläche der Trägerstruktur kann so vorgegangen werden, dass ein Bohrungsmuster gebildet wird, bei dem Bohrungen in geradliniger Richtung sowie in der von der Geraden abweichenden Richtung aufeinanderfolgen. Dadurch, dass die eingesetzten Festlegeelemente nicht nur in geraden Linien aufgereiht sind, zeichnen sich so gebildete Haftverschlussteile nicht nur durch eine hohe Haltekraft senkrecht zur Verschlussebene aus, sondern bieten auch eine verstärkte Festlegewirkung gegen Verschieben längs der Verschlussebene.

Ein derartiges Bohrungsmuster kann so ausgebildet werden, dass aufeinanderfolgende Bohrungen entlang einer Wellenlinie eingebracht werden.

Die Ausbildung der Perforation kann mit sehr hohen Produktionsgeschwindigkeiten mittels Hochgeschwindigkeitsbohren erzeugt werden, wobei Vorschub und Positionierung mit hoher Frequenz taktgesteuert sind. Durch Lasertechnik läßt sich ebenfalls eine hohe Produktionsgeschwindigkeit er- reichen.

Vorzugsweise werden in die Festlegefläche Bohrungen in Abständen voneinander eingebracht, die etwa das Vierfache des Bohrungsdurchmessers betragen. Bei einem derartigen Bohrungsmuster ergibt sich ein für den Ver- hakungseingriff besonders gut geeigneter Abstand zwischen den einzelnen Verhakungskö pfen der Festlegeelemente, wenn der Durchmesser der vorzugsweise pilzkopfartigen Verhakungsköpfe etwa das 1 ,8-Fache des Durchmessers des Stieles und damit der Bohrungen beträgt.

Nachstehend ist die Erfindung anhand der Zeichnung im Einzelnen erläu- tert. Es zeigen:

Fig. 1 eine gegenüber einer praktischen Ausführungsform etwa um den Faktor 4 vergrößert dargestellte Draufsicht einer Trägerstruktur mit darin ausgebildeter Perforation in Form von in geradlinigen Reihen und Spal- ten angeordneten Bohrungen, ohne darin eingesetzte Festlegeelemente;

Fig. 2 einen Querschnitt der Trägerstruktur entsprechend der Schnittlinie H-Il von Fig. 1 ;

Fig. 3 einen der Fig. 2 entsprechenden, demgegenüber vergrößert dargestellten Schnitt, wobei in die Perforation der Trägerstruktur eingesetz- te Festlegeelemente dargestellt sind;

Fig. 4 eine gegenüber einer praktischen Ausfilhrungsform übertrieben groß dargestellte Seitenansicht eines einzelnen, stielartigen Festlegeelementes und Fig. 5 eine der Fig. 1 entsprechende Draufsicht einer abgewandelten Trägerstruktur mit einer Perforation mit entlang Sinuswellen angeordneten Perforationslöchern.

Fig. 1 zeigt in Draufsicht die als Ganzes mit 1 bezeichnete Trägerstruktur für ein Ausführungsbeispiel des Festlegegegenstandes ohne an der Träger- struktur 1 angebrachte Festlegeelemente. Die Trägerstruktur 1 ist beim gezeigten Beispiel durch eine Metallplatte mit quadratischem Umriss gebildet,

deren Kantenlänge bei einer praktischen Ausführungsform 28mm beträgt. Die in Fig. 1 gezeigte Oberseite der Festlegefläche 3 der Trägerstruktur 1 ist längs ihrer vier Seiten von Randstreifen 5 umgeben, die gegenüber der ebenen Festlegefläche 3 geringfügig erhöht sind, bei der vorstehend erwähnten praktischen Ausführungsform um 0,2mm, wobei die Materialdicke der Trägerstruktur 1 in den Randstreifen 5 1 ,7mm und die Materialstärke innerhalb der Festlegefläche 3 demgemäß 1,5mm beträgt.

Innerhalb der Festlegefläche 3 befindet sich eine Perforation, die beim ge- zeigten Beispiel aus zylindrischen Bohrungen 7, die lediglich in Fig. 2 beziffert sind, gebildet ist. Bei dem in Fig. 1 bis 3 gezeigten ersten Ausführungsbeispiel sind die Bohrungen 7 in zu den Randstreifen 5 parallel verlaufenden und daher geradlinigen Reihen und Spalten angeordnet, wobei die Reihen und Spalten jeweils 18 Bohrungen 7 enthalten, so dass die Perfora- tion insgesamt 324 Bohrungen umfasst.

In der Schnittdarstellung von Fig. 3 ist eine Bohrungsreihe sichtbar, die mit Festlegeelementen 9 bestückt ist. Bei diesen handelt es sich um Metallteile, die beim vorliegenden Ausführungsbeispiel aus Kupfer bestehen und deren Formgebung aus der stark vergrößerten Darstellung von Fig. 4 näher ersichtlich ist. Wie gezeigt, weisen die Verhakungselemente 9 ein Fußteil in Form eines zylindrischen Stieles 11 auf, dessen oberes Ende durch einen Verha- kungskopf 13 gebildet ist, der pilzkopfartig gestaltet ist, also eine kreisbogenartig gewölbte Kopffläche 15 und einen dazu entgegengesetzten, vom Stiel 11 seitlich auskragenden Verhakungsrand 17 bildet. Bei einer Perforation mit Bohrungen 7, deren Bohrungsdurchmesser bei der Dimensionierung der oben erwähnten praktischen Ausführungsform etwas geringer als 0,3mm ist, was dem Schaftdurchmesser des Stieles 11 der Verhakungselemente 9 entspricht, kann der Durchmesser des Verhakungskopfes 13 etwa 0,5mm, d.h. näherungsweise das 1 ,8-fache des Schaftdurchmessers des Stieles 1 1 betragen. Derartige Größenverhältnisse ergeben eine gute Verha-

kungswirkung eines derartigen Festlegegenstandes, wenn bei der Perforation in der Festlegefläche 3, so wie es bei der Dimensionierung der erwähnten Ausführungsform der Fall ist, die Bohrungen in Abständen voneinander angeordnet sind, die etwa das Vierfache des Bohrungsdurchmessers betra- gen.

Während beim ersten Ausführungsbeispiel, wie dies in Fig. 1 gezeigt ist, die Perforation durch ein Bohrungsmuster mit Bohrungen 7 in geraden Zeilen und Spalten gebildet ist, zeigt Fig. 5 eine alternative Ausführungsform, bei der in der Festlegefläche 3 der ansonsten gleich wie in Fig. 1 ausgebildeten Trägerstruktur 1 eine Perforation vorgesehen ist, bei der Bohrungen 7, die in Fig. 5 lediglich teilweise beziffert sind, nur in Spalten (in der Zeichnung von Fig. 5 von oben nach unten) geradlinig angeordnet sind, jedoch in Zeilen derart aufeinanderfolgend angeordnet sind, dass sie in einer Sinuswel- lenform verlaufen, wie dies in Fig. 5 mit einer gestrichelten Linie 19 angedeutet ist. Bei ansonsten in gleicher Weise, wie dies beim erst beschriebenen Beispiel der Fall ist, mit Festlegeelementen 9 bestückter Festlegefläche 3 ergibt sich dadurch ein Verhakungsmuster, bei dem die Verhakungswir- kung gegen relative Verschiebebewegungen entlang der Trägerstruktur 1 gegenüber dem erstbeschriebenen Ausführungsbeispiel erhöht ist.

Wenn es sich bei der Trägerstruktur 1 um ein metallisches Bauteil handelt, können die Festlegeelemente 9 mit Vorteil durch Lötverbindungen in den Bohrungen 7 gesichert werden. Bei Trägerstrukturen 1, die aus nicht metal- lischen, hitzebeständigen Materialien gebildet sind, können Klebeverbindungen vorgesehen sein. Hierbei kann so vorgegangen werden, dass die Festlegefläche 3 vor dem Bestücken mit den Festlegeelementen 9 mit einem Klebstoffauftrag beschichtet wird und die Stiele 1 1 der Festlegeelemente 9 durch die Klebstoffschicht hindurch in die Bohrungen 7 eingeschossen werden. Gegebenenfalls kann danach ein entsprechend gewähltes Klebstoffmaterial chemisch oder thermisch aktiviert werden. Als nicht metalli-

sehe hitzebeständige Werkstoffe können Keramikteile oder Karbonteile vorgesehen sein, wobei im Falle von Keramikwerkstoffen die Perforation vorzugsweise vor einer Sinterung durchgeführt wird, insbesondere wenn die Perforation durch Bohren gebildet werden soll. Je nach Werkstoff der Trä- gerstruktur 1 kann die Perforation andersartig ausgebildet werden, beispielsweise durch Lasern oder Stanzen.

Anstelle einer Trägerstruktur 1, die entsprechend der gezeigten Ausführungsbeispiele eine ebenflächige Festlegefläche 3 aufweist und eine quadra- tische Umrissform besitzt, könnte die Trägerstruktur 1 in anderer Umrissform, etwa streifen- oder bandförmig oder abgerundet, und mit einer Festlegefläche 3 ausgebildet sein, die nicht ebenflächig, sondern in Anpassung an die Flächenform einer betreffenden Anbringstruktur, aus der Ebene ausgebogen ist.

Es versteht sich, dass die Perforation der Festlegefläche 3 nicht zwingend durch zylindrische Bohrungen 7 gebildet sein muss. Es könnten Löcher anderer Querschnittsform, beispielsweise durch Stanzen oder Lasern, und Festlegeelemente mit Stielen entsprechend angepasster, unrunder Quer- schnittsform vorgesehen sein. Anstelle der gezeigten Durchgangsbohrungen könnten auch am Grund geschlossene Vertiefungen, wie Sackbohrungen, vorgesehen sein. Genauer gesagt sind mit der im Rahmen der vorliegenden Beschreibung und der Ansprüche benutzten Bezeichnung „Perforation" jede Art von in die Festlegefläche 3 eingearbeiteten Hohlräumen gemeint, die Sitze für die darin eingesetzten Stiele 1 1 der Festlegeelemente 9 bilden.