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Title:
METHOD FOR PRODUCING A SOLAR CELL AND SOLAR CELL
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2012/010314
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for producing a solar cell having an active front facing the sun, and a back comprising at least one back contact, comprising the application of a back metallization to the back facing away from the sun, and the application in sections of a metal layer for the formation of at least one back contact. Such a method for producing a solar cell, the efficiency of which is improved and the manufacturing costs of which are reduced because of energy and material savings, is characterized in that first the back metallization is applied to the back of the solar cell, and subsequently the metal layer is applied in sections on the back metallization, for the formation of the back contact with the aid of a method for coating a surface using a low temperature plasma jet. The invention further relates to a solar cell which can be produced by the aforementioned method.

Inventors:
BISGES, Michael (Laberstraße 40 a, Sinzing, 93161, DE)
Application Number:
EP2011/003668
Publication Date:
January 26, 2012
Filing Date:
July 22, 2011
Export Citation:
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Assignee:
REINHAUSEN PLASMA GMBH (Weidener Strasse 20, Regensburg, 93057, DE)
BISGES, Michael (Laberstraße 40 a, Sinzing, 93161, DE)
International Classes:
H01L31/0224; C23C4/12
Attorney, Agent or Firm:
REICHERT, Werner, F. et al. (Reichert & Kollegen, Bismarckplatz 8, Regensburg, 93047, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Verfahren zur Herstellung einer Solarzelle mit einer

aktiven, der Sonne zugewandten Vorderseite und einer Rückseite, die mindestens einen Rückseitenkontakt

aufweist, umfassend zunächst das Aufbringen einer

Rückseitenmetallisierung auf die der Sonne

abgewandete Rückseite der Solarzelle und

das anschließende bereichsweise Aufbringen einer metallischen Schicht auf die Rückseitenmetallisierung zur Ausbildung mindestens eines Rückseitenkontaktes, dadurch gekennzeichnet, dass die metallische Schicht (11) zur Ausbildung des

Rückseitenkontaktes (3) mit Hilfe eines Verfahrens zur Beschichtung einer Oberfläche unter Verwendung eines Strahls (10) eines Niedertemperaturplasmas bereichsweise aufgebracht wird und

die Rückseitenmetallisierung (7) mit mindestens einer bis zur Rückseite der Solarzelle (1) reichenden

Öffnung (8, 9) aufgebracht wird, wobei jedem Rückseitenkontakt (3) mindestens eine Öffnung (8) zugeordnet wird.

2. Verfahren zur Herstellung einer Solarzelle mit einer

aktiven, der Sonne zugewandten Vorderseite und einer

Rückseite, die mindestens einen Rückseitenkontakt

aufweist, umfassend zunächst das Aufbringen einer

Rückseitenmetallisierung auf die der Sonne

abgewandete Rückseite der Solarzelle und das anschließende bereichsweise Aufbringen einer metallischen Schicht auf die Rückseitenmetallisierung zur Ausbildung mindestens eines Rückseitenkontaktes, dadurch gekennzeichnet, dass die metallische Schicht (11) zur Ausbildung des

Rückseitenkontaktes (3) mit Hilfe eines Verfahrens zur Beschichtung einer Oberfläche unter Verwendung eines Strahls (10) eines Niedertemperaturplasmas bereichsweise aufgebracht wird und

die Rückseitenmetallisierung (7) vollflächig auf die Rückseite (2) aufgebracht wird und vor dem Aufbringen der Schicht (11) zur Ausbildung des

Rückseitenkontakts (3) mindestens eine bis zur

Rückseite (2) der Solarzelle (1) reichende Öffnung (8, 9) in die Rückseitenmetallisierung (7)

eingebracht wird, wobei jedem Rückseitenkontakt (3) mindestens eine Öffnung (8) zugeordnet wird.

Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die metallische Schicht (11) zur Ausbildung des Rückseitenkontaktes (3) jede Öffnung (8, 9) vollständig überdeckend aufgebracht wird.

Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere metallische Schichten (11) übereinander zur Ausbildung des Rückseitenkontaktes (3) auf die Rückseitenmetallisierung (7) aufgebracht werden.

Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Strahl (10) des

Niedertemperaturplasmas in der Kernzone (21) eine

Gastemperatur von weniger als 900 ° C, insbesondere von weniger als 500 ° C aufweist. 6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Niedertemperaturplasma ein atmosphärisches Plasma ist. 7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch

gekennzeichnet, dass als Material zur Herstellung der Solarzelle (1) Silizium verwendet wird.

Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass als Material zur Herstellung der Rückseitenmetallisierung (7) Aluminium aufgebracht wir

Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass zur Ausbildung jedes

Rückseitenkontaktes (3) eines der Metalle Zinn, Silber Zink, Kupfer oder Mischungen der vorgenannten Metalle aufgebracht werden.

10. Solarzelle mit einer aktiven, der Sonne zugewandten

Vorderseite und einer Rückseite, die mindestens einen auf einer Rückseitenmetallisierung (7) angeordneten

Rückseitenkontakt aufweist, wobei jedem Rückseitenkontakt (3) mindestens eine Öffnung (8) in der

Rückseitenmetallisierung zugeordnet ist, dadurch

gekennzeichnet, dass die Fläche des Rückseitenkontaktes

(3) die Querschnittsfläche sämtlicher ihm zugeordneten Öffnungen mindestens um den Faktor 2 übersteigt.

11. Solarzelle herstellbar durch ein Verfahren nach einem

oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10.

Description:
Verfahren zur Herstellung einer Solarzelle und Solarzelle

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer Solarzelle mit einer aktiven, der Sonne zugewandten

Vorderseite und einer Rückseite, die mindestens einen

Rückseitenkontakt aufweist, umfassend zunächst das Aufbringen einer Rückseitenmetallisierung auf die der Sonne abgewandete Rückseite der Solarzelle und das anschließende bereichsweise Aufbringen einer metallischen Schicht auf die

Rückseitenmetallisierung zur Ausbildung mindestens eines Rückseitenkontaktes. Außerdem betrifft die Erfindung eine durch das Verfahren herstellbare Solarzelle.

Solarzellen wandeln Licht in elektrische Energie. Die

Solarzelle bildende Halbleiter weisen Bereiche

unterschiedlicher Polarität auf. Beispielsweise ist ein

Emitterbereich mit einer ersten Polarität aus einem n-Typ- Halbleiter gebildet, wohingegen ein Basisbereich mit einer zweiten Polarität aus einem P-Typ-Halbleiter gebildet ist. Durch den an der Grenzfläche zwischen den Bereichen

unterschiedlicher Polarität gebildeten pn-Übergang werden Ladungsträgerpaare, die bei der Absorption auftreffenden Lichts gebildet werden, getrennt. Um die derart getrennten Ladungsträger einem externen Stromkreis zuführen zu können, weist jede Solarzelle Kontakte auf. Abhängig von der

Anordnung dieser Kontakte spricht man von Rückseitenkontakten und Vorderseitenkontakten. Um mehrere Solarzellen zu einem Solarmodul zu verschalten, werden die Solarzellen durch an den Kontakten angelötete Lötbänder elektrisch miteinander verbunden.

Die Solarzellen werden bisher wie folgt hergestellt:

BESTÄT6GUWGS OPIE Auf der Rückseite der Solarzelle aus Silizium wird bereichsweise eine metallische Schicht in Form einer silberhaltigen Paste dort aufgebracht, wo die

Rückseitenkontakte liegen sollen. Das Aufbringen erfolgt im Wege des Siebdrucks.

Anschließend wird die metallische Schicht in einem

Heißluftofen getrocknet.

Sodann wird die Rückseitenmetallisierung in Form einer Aluminium-Paste auf die Rückseite der Solarzelle

aufgebracht, wobei die Bereiche der Rückseitenkontakte ausgespart werden. Das Aufbringen der

Rückseitenmetallisierung erfolgt ebenfalls im Wege des Siebdrucks .

In einem Trocknungsprozess im Heißluftofen wird die aufgebrachte Aluminiumpaste zur Ausbildung der

Rückseitenmetallisierung bei einer ersten Temperatur Tl getrocknet.

Schließlich wird ein Firing-Prozess bei einer zweiten, gegenüber der ersten Temperatur Tl höheren Temperatur T2 von oberhalb 700 Grad Celsius durchgeführt. Die bei diesem Prozess eintretende Legierungsbildung zwischen dem

Aluminium der Rückseitenmetallisierung und dem Silizium der Solarzelle führt zu einer für die Funktion der

Solarzelle notwendigen Dotierung des Siliziums. Das bekannte Verfahren weist folgende Nachteile auf:

Die schlechte elektrische Leitfähigkeit der Pasten muss durch eine Wärmebehandlung im Heißluftofen (thermisches Sintern) verbessert werden, womit ein hoher

Energieaufwand verbunden ist. Da die silberhaltige Paste zur Ausbildung der Rückseitenkontakte unmittelbar auf der Rückseite der Solarzelle aufgebracht wird, findet in den Bereichen der Rückseitenkontakte keine Legierungsbildung zwischen der Rückseitenmetallisierung aus Aluminium und dem Silizium der Solarzelle statt, wodurch die Effizienz der

Solarzelle in den Bereichen der Rückseitenkontakte deutlich gemindert ist. - Die silberhaltige Paste zur Ausbildung der

Rückseitenkontakte ist für die Volumenproduktion von Solarzellen außerordentlich kostspielig.

Die US 5 178 685 A offenbart ein weiteres Verfahren zur

Herstellung einer Solarzelle, bei dem auf einem Silizium- Substrat zunächst eine Rückseiten-Metallisierung in Form einer Aluminiumpaste mit rechteckigen Aussparungen

aufgebracht wird. Nach dem Aufbringen wird die Aluminiumpaste in einem Firing-Prozess auf etwa 670 - 850 Grad Celsius erhitzt, damit die Rückseiten-Metallisierung in das Silizium- Substrat einlegiert. Zur Ausbildung von Lötkontakten wird in einem nächsten Schritt eine Silberpaste auf diejenigen

Bereiche mit den Aussparungen in der Aluminiumschicht

aufgebracht, wobei die Silberpaste die Aluminiumschicht an den Rändern der Aussparungen geringfügig überlappt. Die

Silberpaste wird anschließend bei einer gegenüber dem Firing- Prozess geringeren Temperatur getrocknet. Die derart

gebildeten Lötkontakte sind mit dem Silizium-Substrat und der Aluminiumschicht elektrisch leitend verbunden.

Die US 2001 / 0 035 129 AI offenbart ein Verfahren zur

Herstellung einer Solarzelle, bei dem auf der Rückseite der Solarzelle eine Metallisierung mit Hilfe eines Plasmastrahls aufgebracht wird. In den Plasmastrahl wird Metallpulver, z.B. aus Aluminium, eingebracht. Sofern zusätzliche metallische Lötkontakte erforderlich sind, wird im Wege des Plasmaspritzens der metallische Kontakt auf die zuvor

aufgebrachte Rückseiten-Metallisierung aufgebracht. Als

Vorteil des Plasmaspritzprozesses wird angegeben, dass die beim Stand der Technik erforderlichen Trocknungsschritte der Metallpasten nicht mehr erforderlich sind und die

Metallabscheidung ausschließlich im Wege des Plasmaspritzens und in einem Schritt erfolgt.

Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zu Grunde, ein Verfahren zur Herstellung einer Solarzelle mit verbesserter Effizienz und Haftung der

Rückseitenkontakte an der Rückseitenmetallisierung zu

schaffen. Des Weiteren soll eine Solarzelle mit verbesserter Effizienz und Haftung der Rückseitenkontakte vorgeschlagen werden.

Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren der eingangs erwähnten Art dadurch gelöst, dass die metallische Schicht zur

Ausbildung des Rückseitenkontaktes mit Hilfe eines Verfahrens zur Beschichtung einer Oberfläche unter Verwendung eines Strahls eines Niedertemperaturplasmas bereichsweise

aufgebracht wird und die Rückseitenmetallisierung mit

mindestens einer bis zur Rückseite der Solarzelle reichenden Öffnung aufgebracht wird, wobei jedem Rückseitenkontakt mindestens eine Öffnung zugeordnet wird.

Außerdem wird diese Aufgabe wird bei einem Verfahren der eingangs erwähnten Art dadurch gelöst, dass die metallische Schicht zur Ausbildung des Rückseitenkontaktes mit Hilfe eines Verfahrens zur Beschichtung einer Oberfläche unter Verwendung eines Strahls eines Niedertemperaturplasmas bereichsweise aufgebracht wird und die

Rückseitenmetallisierung vollflächig auf die Rückseite aufgebracht wird und vor dem Aufbringen der Schicht zur

Ausbildung des Rückseitenkontakts mindestens eine bis zur Rückseite der Solarzelle reichende Öffnung in die Rückseitenmetallisierung eingebracht wird, wobei jedem

Rückseitenkontakt mindestens eine Öffnung zugeordnet wird.

Eine Solarzelle mit verbesserter Effizienz und Haftung der Rückseitenkontakte ergibt sich aus den Ansprüchen 10 und 11.

Das Beschichtungsverfahren unter Verwendung eines Strahls eines Niedertemperaturplasmas bewirkt eine gut leitfähige Anbindung des Rückseitenkontaktes an die

Rückseitenmetallisierung. Die nachfolgend genannten

Beschichtungsmaterialien bauen eine gute Haftung zu der

Rückseitenmetallisierung aus Aluminium auf und weisen eine gute Lötfähigkeit auf, um die Solarzellen mittels Lötbändern zu Modulen zu verschalten.

Die Haftfestigkeit der Rückseitenkontakte wird verbessert, indem die Rückseitenmetallisierung mit mindestens einer bis zur Rückseite der Solarzelle reichenden, kleinflächigen

Öffnung aufgebracht wird, wobei jedem Rückseitenkontakt mindestens eine Öffnung zugeordnet wird. Alternativ wird die Rückseitenmetallisierung zunächst vollflächig auf die

Rückseite aufgebracht und anschließend wird die mindestens eine bis zur Rückseite der Solarzelle reichende kleinflächige Öffnung in die Rückseitenmetallisierung eingebracht. Die Querschnittsfläche der jedem Rückseitenkontakt zugeordneten Öffnung (en) sollte deutlich kleiner als die Fläche des

Rückseitenkontaktes sein, wobei dessen Fläche die

Querschnittsfläche sämtlicher ihm zugeordneten Öffnungen in der Rückseitenmetallisierung mindestens um den Faktor 2 übersteigt. In Folge dessen führen diese Öffnungen in der Rückseitenmetallisierung nur in geringem Maße zu einer verschlechterten Effizienz der Solarzelle in diesen

Bereichen. Die Öffnungen verbessern jedoch die Haftung der Rückseitenkontakte an der Rückseite der Solarzelle, in dem sie eine mechanische Verankerung des Rückseitenkontaktes an der Rückseite der Solarzelle ermöglichen. Eine weitere Verbesserung der Haftung an der

Rückseitenmetallisierung aus Aluminium bei gleichzeitiger Verbesserung der Lötfähigkeit wird erreicht, wenn mehrere metallische Schichten zur Ausbildung des Rückseitenkontaktes auf die Rückseitenmetallisierung aufgebracht werden.

Zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens eignen sich Niedertemperaturplasmen, deren Plasmastrahl in der Kernzone eine Gastemperatur von weniger als 900 Grad Celsius,

insbesondere jedoch von weniger als 500 Grad Celsius

aufweist. Bei dem verwendeten Niedertemperaturplasma handelt es sich um ein so genanntes Atmosphärendruckplasma, bei welchem der Druck ungefähr dem der umgebenden Atmosphäre entspricht. Der wesentliche Vorteil des

Atmosphärendruckplasmas besteht darin, dass im Gegensatz zum Niederdruck- oder Hochdruckplasma kein Reaktor erforderlich ist, der für die Aufrechterhaltung eines zum Atmosphärendruck unterschiedlichen Druckniveaus sorgt. In Folge dessen lassen sich Verfahren mit Atmosphärendruckplasmen direkt in die Produktion zur Herstellung der Solarzelle integrieren.

Kostenintensive Reaktoren zur Erzeugung eines Unterdrucks sind nicht erforderlich. Die Effizienz der Solarzelle wird dadurch verbessert, dass zunächst die Rückseitenmetallisierung auf die Rückseite der Solarzelle aufgebracht wird. Erst anschließend wird die metallische Schicht zur Ausbildung des Rückseitenkontaktes bereichsweise auf die Rückseitenmetallisierung aufgebracht. Die Legierungsbildung zwischen dem Material der Solarzelle, insbesondere dem Silizium, und der Rückseitenmetallisierung, insbesondere Aluminium, findet daher auf einer größeren

Oberfläche als bei herkömmlichen Solarzellen statt. Hieraus resultiert eine Steigerung des Gesamtwirkungsgrades der

Solarzelle gegenüber einer herkömmlich hergestellten

Solarzelle um etwa 0,1 bis 0,3 %. Eine Verbesserung der Energieeffizienz bei der Herstellung der Solarzellen resultiert daraus, dass die

Rückseitenkontakte erst nach dem Aufbringen der

Rückseitenmetallisierung auf deren Oberfläche mit Hilfe eines Plasmastrahls abgeschieden werden. In Folge dessen ist kein zusätzlicher Trocknungsschritt zum Trocknen der

Rückseitenkontakte vor dem Aufbringen der

Rückseitenmetallisierung erforderlich. In dem herkömmlichen Prozess ist es indes erforderlich, die silberhaltige Paste zur Ausbildung der Rückseitenkontakte zunächst vollständig zu trocknen, bevor die Aluminiumpaste zur Ausbildung der

Rückseitenkontakte aufgebracht und wiederum getrocknet werden muss. Erst anschließend kann der nach dem Aufbringen der Rückseitenmetallisierung notwendige Firing-Prozess zur

Legierungsbildung und Dotierung durchgeführt werden.

Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren ist ein sich an das

Aufbringen der Rückseitenmetallisierung anschließender

Firing-Prozess bereits abgeschlossen, wenn die

Rückseitenkontakte abgeschieden werden. Da der Firing-Prozess mit Temperaturen oberhalb von 700 Grad Celsius zum Zeitpunkt des Aufbringens der metallischen Schichten zur Ausbildung der Rückseitenkontakte bereits abgeschlossen ist, können die Rückseitenkontakte aus preiswerteren, insbesondere einen tieferen Schmelzpunkt aufweisenden Metallen hergestellt werden, deren Einsatz sich beim Stand der Technik aufgrund des zwingend nachgeschalteten Firing-Prozesses verbietet. In Betracht kommt insbesondere eines der Metalle Zinn, Silber, Zink, Kupfer oder eine Mischung der vorgenannten Metalle. Nachfolgend wird die Erfindung anhand der Figuren näher erläutert. Es zeigen:

Figur 1 a) eine Vorderansicht einer herkömmlichen

Solarzelle, Figur 1 b) eine Ansicht der Rückseite der Solarzelle nach

Figur 1 a) , Figur 1 c) einen Schnitt durch die Solarzelle nach den

Figuren 1 a) und 1 b) ,

Figur 2 a) eine Ansicht der Rückseite einer mit einem

Niedertemperatur- Plasmastrahl hergestellten Ausführungsform einer Solarzelle,

Figur 2 b) einen Schnitt durch die Solarzelle nach Figur

2 a),

Figur 3 a) eine Ansicht der Rückseite einer nach dem

erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten Ausführungsform einer Solarzelle,

Figur 3 b)

Figur 3 c) unterschiedliche Ausführungsformen von

Öffnungen in der Rückseitenmetallisierung für eine Solarzelle nach Figur 1 a) ,

Figur 3 d) einen Schnitt durch die Struktur nach

Figur 3 b) , Figur 3 e) einen Schnitt durch die Solarzelle nach

Figur 3 a) , Figur 4 eine schematische Darstellung einer Anordnung zur Durchführung des erfindungsgemäßen

Verfahrens .

Die in Figur 1 dargestellte Solarzelle (1) weist auf ihrer Rückseite (2) längliche Rückseitenkontakte (3) auf, die unmittelbar auf die Rückseite (2) der aus Silizium

bestehenden Solarzelle (1) aufgebracht sind. Auf der aktiven, der Sonne zugewandten Vorderseite (4) befindet sich ein

Vorderseitenkontakt (5) . Um die Entfernung, die die

Ladungsträger lateral in der Ebene der Solarzelle (1)

zurücklegen müssen, um zu einem Kontakt (3, 5) zu gelangen, möglichst gering zu halten, gehen von den Kontakten mehrere Kontaktfinger (6) aus. Die Kontaktfinger (6) sind im

wesentlichen über die gesamte Fläche der Solarzelle (1) gleichmäßig verteilt. In dem Ausführungsbeispiel sind die Kontakte (3, 5) als längliche, quer zu den Metallfingern (6) verlaufende Streifen ausgestaltet.

Die in Figur 1 dargestellte Solarzelle (1) wird hergestellt, indem zunächst eine hoch silberhaltige Paste in Form der Rückseitenkontakte (3) , linienförmig auf das Silizium der Solarzelle (1) im Siebdruckverfahren aufgedruckt wird.

Anschließend erfolgt eine Trocknung in einem Heißlufto en. Sodann wird eine Rückseitenmetallisierung (7) durch

Aufbringen einer Aluminiumpaste, mit Aussparungen im Bereich der Rückseitenkontakte (3) im Siebdruckverfahren aufgebracht. Die Aluminiumpaste wird ebenfalls getrocknet. Anschließend kommt es bei einem so genannten Firing-Prozess mit

Temperaturen von oberhalb 700 Grad Celsius zu einer

Legierungsbildung zwischen dem Aluminium der Aluminiumpaste und dem Silizium der Solarzelle (1), die zu einer erwünschten und für die Funktion der Solarzelle (1) notwendigen Dotierung des Siliziums führt. Bei einem Beschichtungsverfahren mit einem

Niedertemperaturplasma (vgl. Figur 2) wird indes zunächst die Rückseitenmetallisierung (7) aus Aluminium vollflächig auf die Rückseite (2) des Siliziums der Solarzelle (1)

aufgebracht. Nach dem Trocknen und dem Einlegieren des

Aluminiums in das Silizium wird eine metallische Schicht (11) zur Ausbildung des Rückseitenkontaktes (3) mit Hilfe eines nachfolgend anhand von Figur 4 näher erläuterten

Beschichtungsverfahrens bereichsweise auf die

Rückseitenmetallisierung aufgebracht.

Die metallische Schicht (11) wird im dargestellten

Ausführungsbeispiel streifenförmig auf der

Rückseitenmetallisierung (7) abgeschieden.

Das in Figur 3 dargestellte erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung einer Solarzelle (1) zeichnet sich dadurch aus, dass die Rückseitenmetallisierung (7) mit mindestens einer bis zur Rückseite (2) der Solarzelle (1) reichenden Öffnung (8, 9) aufgebracht wird. Das Aufbringen der

Rückseitenmetallisierung mit der Öffnung (8) bzw. den

Öffnungen (9) kann beispielsweise im Wege eines

Siebdruckverfahrens erfolgen. Eine andere Möglichkeit besteht darin, die Rückseitenmetallisierung (7) zunächst vollflächig auf die Rückseite (2) aufzubringen und anschließend die

Öffnung (en) (8, 9) durch Abtragen der

Rückseitenmetallisierung (7) einzubringen. Werden die

Öffnungen (8, 9) erst nach dem Aufbringen der

Rückseitenmetallisierung und Abschluss des Firing-Prozesses eingebracht, können Beeinträchtigungen der Effizienz der Solarzelle durch die Öffnungen vollständig ausgeschlossen werden .

In dem in Figur 3 a), e) dargestellten Ausführungsbeispiel ist jedem Rückseitenkontakt (3) genau eine längliche Öffnung (8) zugeordnet, deren Querschnittsfläche deutlich kleiner als die Querschnittsfläche des Rückseitenkontaktes (3) (vgl.

Figuren 3 b), 3 a)) ist.

Figur 3 c) zeigt eine Ausführungsform, bei der jedem

Rückseitenkontakt mehrere Öffnungen (9) in der

Rückseitenmetallisierung (7) zugeordnet sind. Gegenüber der Fläche des Rückseitenkontaktes ist die Summe der

Querschnittsflächen der Öffnungen (9) noch einmal kleiner, so dass die Effizienz der Solarzelle (1) durch die nicht mit einer Rückseitenmetallisierung (7) versehenen Bereiche unabhängig vom Zeitpunkt des Firing-Prozesses praktisch nicht beeinträchtigt wird.

Beim anschließenden Aufbringen der metallischen Schicht (11) zur Ausbildung des Rückseitenkontaktes (3) wird Metall in den Öffnungen (8 bzw. 9) abgeschieden und der durch die Öffnungen (8, 9) bis zur Rückseite (2) reichende Durchbruch gefüllt. Hierdurch wird der Rückseitenkontakt (3) an der Rückseite (2) der Solarzelle (1) verankert. Diese Verankerung kann abhängig von der verwendeten Aluminiumpaste zur Herstellung der

Rückseitenmetallisierung (7) erforderlich sein, um stabile Lötverbindungen an den Rückseitenkontakten (3) zu

ermöglichen . Figur 4 zeigt eine Vorrichtung zur Beschichtung der

Rückseitenmetallisierung (7) der Solarzelle (1) unter

Verwendung eines Strahls (10) eines Niedertemperaturplasmas, um die metallische Schicht (11) zur Ausbildung des

Rückseitenkontaktes (3) abzuscheiden. Die Vorrichtung umfasst einen Strahlgenerator (12) zur Erzeugung des gebündelten Strahls (10), der durch Entladung (13) unter Zufuhr eines Arbeitsgases (14) ausgebildet wird. Der Strahlgenerator (12) umfasst eine Stiftelektrode (15), die konzentrisch ein hohlzylindrischer, gegenüber der Stiftelektrode (15)

isolierter, rohrförmiger Mantel (16) aus elektrisch

leitfähigem Material umgibt. Der Mantel (16) weist an der unteren Stirnseite einen sich konisch zu einer Düsenöffnung (17) verjüngenden Bereich auf. An der gegenüberliegenden Stirnseite weist der hohlzylindrische Mantel (16) eine Zufuhr für das Arbeitsgas (14) auf, die mit einer nicht

dargestellten Gasversorgung, insbesondere einer

Druckluftversorgung verbunden ist.

Im Bereich der Düsenöffnung (17) befindet sich quer zur

Ausbreitungsrichtung des Strahls (10) eine Einspeisung (18) für ein Pulver-/Gasgemisch (22). Das Pulver-/Gasgemisch (22) wird unter Zufuhr eines weiteren Fördergases (19) in einem Behälter (20) durch Verwirbelung erzeugt und von dort der Einspeisung (18) zugeführt. Bei dem Pulver handelt es sich um metallisches Pulver zur Ausbildung des Rückseitenkontaktes (3). Das Pulver-/Gasgemisches (22) gelangt über die

Einspeisung (18) in den Strahl (10) des

Niedertemperaturplasmas, der unter atmosphärischen

Bedingungen das metallische Pulver auf die

Rückseitenmetallisierung aufbringt .

Optimale Ergebnisse werden erzielt, wenn der Strahlgenerator (12) mit einer gepulsten Gleichspannungsquelle (23) mit einer

Betriebsspannung zwischen 500 V bis 7 kV arbeitet. Die

Pulsfrequenz liegt insbesondere zwischen 10 bis 100 kHz. Der Beschichtungsprozess wird vorzugsweise derart gesteuert, dass der Strahl (10) des Niedertemperaturplasmas in der Kernzone (21) eine Gastemperatur von weniger als 900 Grad Celsius, insbesondere jedoch von weniger als 500 Grad Celsius

aufweist .

Der Abscheideprozess führt zu einer gut haftenden und

elektrisch gut leitenden Verbindung, zwischen dem derart abgeschiedenen Rückseitenkontakt (3) und der

Rückseitenmetallisierung (7). Bezugszeichenliste

Nr. Bezeichnung

1 Solarzelle

2 Rückseite

3 Rückseitenkontakt

4 Vorderseite

5 Vorderseitenkontakt

6 Kontaktfinger

7 Rückseitenmetallisierung

8 Öffnung

9 Öffnungen

10 Strahl

11 metallische Schicht

12 Strahlgenerator

13 Entladung

14 Arbeitsgas

15 Stiftelektrode

16 Mantel

17 Düsenöffnung

18 Einspeisung

19 Fördergas

20 Behälter

21 Kernzone

22 Pulver-/Gasgemisch

23 Spannungsquelle