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Title:
METHOD FOR PRODUCING A SUGAR-REDUCED FRUIT JUICE, IN PARTICULAR APPLE JUICE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/104360
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for producing a sugar-reduced fruit juice (S), in particular apple juice, wherein components of the fruit (A) are pressed in particular after an at least partial comminution or fractioning process for obtaining the fruit juice. According to the invention, prior to the pressing process, the rind (11) of the fruit is removed by a peeling process, and the rind (11) is subjected to a separate pressing process or a pressing process using solely one part (16) of the fruit flesh; at least one part of the juice (14) obtained from the pressed fruit flesh is subjected to an at least partial sugar-removal method (S5); and the juice (15) obtained from the sugar-removal method is combined or mixed with the juice from the pressing process of the rind (11) and optionally the juice (17) from the remaining part of the fruit flesh, whereby the production of a sugar-reduced fruit juice (S) is made possible while retaining as much of the secondary plant contents as possible.

Inventors:
NOVALIN-CANOY, Patricia (Springsiedelgasse 21/2, 1190 Wien, 1190, AT)
NOVALIN, Timon (Springsiedelgasse 21/2, 1190 Wien, 1190, AT)
Application Number:
AT2018/000059
Publication Date:
June 06, 2019
Filing Date:
June 21, 2018
Export Citation:
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Assignee:
"GRADIENT" PROCESS TECHNOLOGY GMBH (Amalgergasse 2, 1190 Wien, 1190, AT)
International Classes:
A23L2/04; A23L2/72; A23L33/20
Foreign References:
US5403604A1995-04-04
US20060105089A12006-05-18
Other References:
CEBULJ ANKA ET AL: "Importance of metabolite distribution in apple fruit", SCIENTIA HORTICULTURAE, vol. 214, 4 December 2016 (2016-12-04), pages 214 - 220, XP029852533, ISSN: 0304-4238, DOI: 10.1016/J.SCIENTA.2016.11.048
Attorney, Agent or Firm:
MIKSOVSKY, Alexander (Patentanwalt Miksovsky KG, Bisamberger Straße 19, 2100 Korneuburg, 2100, AT)
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Claims:
Patentansprüche

1. Verfahren zur Herstellung eines zuckerreduzierten Fruehtsefts, insbesondere Apfeisafts, wobei Bestandteile der Frucht insbesondere nach einem teiiweisen Zerkleinern oder Fraktionieren zur Gewinnung des Fruchtsafts gepresst werden, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Pressen die Schale ( 11) der Frucht (A) durch ein Schälen entfernt wird und die Schale (11) einem getrennten Pressen oder einem Pressen mit lediglich einem Anteil (16) des Fruchtfleische unterworfen wird, dass zumindest ein Anteil (14, 19) des aus dem gepressten Fruchtfleisch gewonnenen Safts einem wenigstens teilweisen Entzuckerungsverfahren (S5, S9) unterworfen wird, und dass der aus dem Entzuckerungsverfahren erhaltene Saft (15, 22) mit dem Saft (17, 20, 21) aus dem Pressen der Schate und gegebenenfalls dem Saft aus dem verbleibenden Anteil des Fruchtfleische vereinigt bzw. gemischt wird

2 Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass nach einem Entfernen der Schale eine oberste Schicht (13) des Fruchtfleische am Außenumfang bzw. -bereich der Frucht

(A) insbesondere ähnlich einem Schälvorgang von einem Kernbereich (16) des Fruchtfleische getrennt wird und diese zwei Anteile (13, 16) des voneinander getrennten Fruchtfleische jeweils einem getrennten Pressvorgang (S3, S4) unterworfen werden. 3. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass nach einem Entfernen der

Schale eine Trennung des Fruchtfleische in einen Kernbereich und einen am Außenumfang liegenden Anteil durch ein Entfernen, insbesondere Ausstanzen (S12) des Kernbereichs durchgeführt wird und diese zwei Anteile (13, 16) des voneinander getrennten Fruchtfleische jeweils einem getrennten Pressvorgang (S3, S4) unterworfen werden

4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3. dadurch gekennzeichnet, dass der vom Außenumfang der Frucht (A) zu trennende Anteil (13) des Fruchtfleische zwischen 15 und 50 Vol-%, insbesondere 25 bis 40 Vol.-% des gesamten Volumens des Fruchtfleische entspricht. 5. Verfahren nach Anspruch 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet dass der aus dem

Fruchtfleisch am Außenumfang der Frucht gewonnene Saft (14) einem Entzuckerungsverfahren durch Separation (S5). insbesondere Nanofiltration und/oder Diafiltration unterworfen wird.

6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Schale (11) mit dem Fruchtfleisch aus dem Kembereich (16) der Frucht (A) in einem gemeinsamen Pressvorgang (S3) gepresst wird.

7. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass ein .Anteil (19) des aus einem Pressen (SS) des gesamten Fruchtfleische erhaltenen Safts einem Entzuckerungsverfahren durch Separation (SS), insbesondere einer Nanofiltration und/oöer Diafütration unterworfen wird.

8 Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Frucht- fleisch (12) bzw die voneinander getrennten Anteile (13, 16) des Fruchtfleische vor einem Pressen zerkleinert wird bzw werden.

9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass ein durch das Entzuckerungsverfahren (S5, SS) entstandener Volumsveriust des Safts durch eine Zugabe flüssiger Bestandteile; insbesondere von Wasser (W) und/oder konventionell gepresstem und entzückertem Fruchtsaft, ausgeglichen wird

10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass durch Separation ($5. S9), insbesondere Nanofiltration und/oder Diafütration eine Reduktion des

Zuckergehalts des zu filtrierenden Anteils des Safts von wenigstens 50 %, insbesondere wenigstens 75 % vorgenommen wird.

11 Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet; dass lediglich ein Teil (30) einer Charge einer zu verarbeitenden Frucht (A) einer Zuckerreduktion nach Entfernen fS1) der Schale unterworfen wird und der restliche Anteil (31) der Charge gemeinsam mit dem einer Zuckerreduktion nicht unterworfenen Anteil (16) des Fruchtfleische und/oder der Schale (11) einem gemeinsamen Pressvorgang (S13) und einem nachfolgenden Vereinigen und Mischen (So) mit dem aus dem Entzuckerungsverfahren erhaltenen Saft unterwerfen wird.

12 Verfahren zur Herstellung eines zuckerreduzierten Fruchtsafts, insbesondere Apfeisafts, durch Einstellung des Zuckergehalts des Fruchtsafts, gekennzeichnet durch ein Mischen eines gemäß einem Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10 hergesteilten zuckerreduzierten Fruchtsafts mit einem konventionell ohne Zuckerreduktion hergesteüten Fruchtsaft (33).

13. Verfahren zur Herstellung eines zuckerreduzierten Fruchtsafts, insbesondere Apfelsafts, durch Einstellung des Zuckergehalts des Fruchtsafts, gekennzeichnet durch eine Behandlung eines Teils (30) einer Charge einer Frucht (A) gemäß einem Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10 zur Herstellung eines zuckerreduzierten Fruchtsafts und Mischen mit einem aus dem Rest (31) der Charge der Frucht (A) ohne Zuckerreduktion erhaltenen Fruchtsaft

14. Verfahren nach Anspruch 12 od er 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Anteil (30) des zuckerreduzierten Fruchtsafts mit wenigsten 35 Voi.-%, insbesondere wenigstens 50 Vol,-% gewählt wird.

Description:
Verfahren zur Herstellung eines zuckerreduzierten Fruchtsafts, insbesondere Apfelsafts

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung eines zucker- reduzierten Fruchtsafts, insbesondere Apielsafts, wobei Bestandteile der Frucht insbesondere nach einem teilweisen Zerkleinern oder Fraktionieren zur Gewinnung des Fruchtsafts gepresst werden.

Eine nahezu selektive Abtrennung von Zuckern, wie Glucose, Fructose oder Saccharose aus Fruchtsäften oder ähnlichen flüssigen Fruchtmischungen, wie beispielsweise sogenannten Smoothies, ist technologisch äußert schwierig und nach dem derzeitigen Stand der Technik wirtschaftlich sinnvoll kaum durchführbar Hierbei ist oftmals nicht erforderlich, den Zucker nahezu vollständig abzutrennen. Demgegenüber genügt beispielsweise eine Reduktion des Zuckergehalts im Ausmaß von etwa einem Drittel bis etwa einer Hälfte, wobei insbesondere gefordert wird, dass weitere wertvolle Inhaitsstoffe, wie beispielsweise Geschmackstoffe, Aromastoffe, Polyphenole und Säuren oder dgl. im Wesentlichen unverändert beibehalten werden sollen. Zu diesem Zweck können beispielsweise chromatographische Verfahren angewandt werden, weiche aus verschiedenen Gründen jedoch wirtschaftlich nicht sinnvoll durchführbar sind. Die Anmeiderin der vorliegenden Anmeldung hat einige Untersuchungen durchgeführt, inwieweit der Zuckergehalt in Früchten, beispielsweise Apfeln, gleichmäßig verteilt ist, wobei sich gezeigt hat, dass, wie dies vermutet wurde, eine gleichmäßige Verteilung des Zuckergehalts in einer Frucht, insbesondere einem Apfel, nicht vorliegt Diese Annahme bzw, diese Feststellung wurde vor kurzem im Rahmen einer wissenschaftlichen Untersuchung bestätigt (siehe "imporiance of metabolite distribution in apple fruit, Anka Cebulj, Vlasta Cunja, Maja Mikuiie-Petkovsek, Robert Veberic, Scientia Horticulturae, Vol, 214, 5, Jänner 2017, Seiten 214-220"). Hierbei hat sich gezeigt, dass bekannter Weise in der Schale vor allem wichtige sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe, wie beispielsweise Polyphenoie, Geschmacksstoffe, etc. in einem weitaus überwiegenden Anteil enthalten sind. Weiters hat sich gezeigt, dass üblicherweise der Zuckeranteil ausgehend von dem Bereich unmittelbar unterhalb der Schale in Richtung zum Kern bzw. Zentrum abnimmt, wobei Unterschiede im Zuckerantsil in der Größenordnung von wenigstens 15 %, insbesondere wenigstens 20 % bis 25 % feststellbar sind. Weiters hat sich gezeigt, dass in dem zuckerreichen Teil Im Bereich des Außenumfangs bzw. -bereichs des Fruchtfleische unmittelbar unterhalb der Schale mehr Zweifachzucker oder Mehrfachzucker, insbesondere Saccharose, voriiegen, wahrend im Kernbereich bzw. mittleren Volumsbereich des Fruchffleischs der Anteil an Einfachzucker, insbesondere in Form von Glucose, überwiegt, so dass insgesamt die Verteilung unterschiedlicher Arten von Zucker unterschiedlich Ist. Die vorliegende Erfindung zielt daher darauf ab, unter Berücksichtigung der Erkenntnisse im Hinblick insbesondere auf eine unterschiedliche Verteilung des Zuckergehalts bzw Zucker- anteiis ln Früchten, insbesondere Äpfeln, weiche zur Herstellung eines Fruchisäfts bzw allgemein von Fruchtgetränken herangezogen werden, in wirtschaftlich sinnvoller und einfacher Weise eine Zuckerreduktion zur Verfügung zu steilen.

Zur Lösung dieser Aufgaben ist ein Verfahren der eingangs genannten Art irrt Wesentlichen dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Pressen die Schale der Frucht durch ein Schälen entfernt wird und die Schate einem getrennten Pressen oder einem Pressen mit lediglich einem Anteil des Fruchtfleischs unterworfen wird, dass zumindest ein Anteil des aus dem gepressten Fruchtfleisch gewonnenen Safts einem wenigstens teilweisen Entzuckerungsverfahren unterworfen wird, und dass der aus dem Entzuckerungsverfahren erhaltene Saft mit dem Saft aus dem Pressen der Schate und gegebenenfalls dem Saft aus dem verbleibenden Anteil des Fruchtfleischs vereinigt bzw. gemischt wird, Dadurch, dass erfindungsgemäß vor einem Pressen die Schale der Frucht durch ein Schälen entfernt wird, wird sichergesielit, dass die in der Schale zu einem hohen Anteil enthaltenen sekundären Pffanzeninhaltsstoffe, wie beispielsweise Polyphenote, Geschmacksstoffe, etc in einem nachfolgend herzustefiendsn Fruchtsaft uneingeschränkt enthalten sind, so dass durch die erfindungsgemäß angestrebte Zuckerreduktion eine Beeinträchtigung bzw. insbesondere Reduktion derartiger sekundärer Pflanzeninhaltsstoffe durch ein vorangehendes Abschälen der außenliegenden Schale vermieden wird Erfindungsgemäß Ist darüber hinaus vorgesehen, dass neben einem Entfernen der Schale vor dem Pressen und einem nachfolgenden Pressen der Schale gegebenenfalls mit einem Anteil des Fruchtfleischs, ein Anteil des aus einem weiteren Anteil des Fruchtfleischs gewonnenen Safts getrennt einer Zuckerreduktion bzw. einem Entzuckerungsverfahren unter- werfen wird. Nachfolgend wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, dass der aus dem Pressen der Schate, gegebenenfalls mit einem Anteil des Fruchtfleischs, gewonnene Saft mit dem aus dem Entzuckerungsverfehren gewonnenen Saft vermischt bzw vereinigt wird, um derart einen Fruchtsafl, insbesondere Apfelsaft zur Verfügung zu stellen, weicher einerseits in seinem Zuckergehalt reduziert ist, wobei jedoch andererseits die Insbesondere in der Schäle über- wiegend enthaltenen sekundären Pflanzeninhaitsstoffe vollständig in dem hsrzusteiienden Fruchtsafl enthalten sind

Wie oben ausgeführt, wurde im Rahmen von Untersuchungen festgestellt, dass im Fruchtfleisch der Zuckergehalt in einer Frucht ungleichmäßig sowohl im Hinblick auf den Zuckergehalt als auch die Art des Zuckers verteilt ist. in diesem Zusammenhang wird gemäß einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens vorgeschlagen, dass nach einem Entfernen der Schale eine oberste Schicht des Fruchtfleischs am Außenumfang bzw. -bereich der Frucht insbesondere ähnlich einem Schälvorgang von einem Kernbereich des Fruchtfleischs getrennt wird und diese zwei Anteile des voneinander getrennten Fruchtfleischs jeweils einem getrennten Pressvorgang unterworfen werden. Dadurch wird es erfindungsgemäß möglich, Bereiche bzw. Anteile des Fruchtrieisohs mit unterschiedlichem Zuckeranteii und wenigstens teilweise unterschiedlicher Art bzw chemischer Konsistenz des Zuckers teilweise voneinander zu trennen, wobei erfindungsgemäß aus den voneinander getrennten Anteilen des Fruchtfleische in einem jeweils getrennten Pressvorgang ein Saft hergestsilt wird.

Alternativ zu einem mit einem Schälvorgang vergleichbaren Trennvorgang zur Unterteilung des Fruchtfleische in eine oberste Schicht am Außenumfang und ein Fruchtfleisch im Kernbereich wird gemäß einer abgewandelten erfindungsgemäßen Ausführungsform vorgeschiagen, dass nach einem Entfernen der Schale eine Trennung des Fruchtfleisch» in einen Kernbereich und einen am Außenumfang liegenden Anteil durch ein Entfernen, insbesondere Ausstanzen des Kernbereichs durchgeführt wird und diese zwei Anteile des voneinander getrennten Fruchtfleische jeweils einem getrennten Pressvorgang unterworfen werden. Derart lässt sich beispielsweise mit einer Vorrichtung, wie sie in ähnlicher Weise zur Entfernung eines Kernge- häuses beispielsweise durch Einsatz einer zylinderförmigen Stanzvorrichtung verwendet wird, durch entsprechend größere Bemessung des insgesamt zu entfernenden Kernbereichs des Fruchtfleisohs eine Trennung in einen Anteil des Fruchtfleisohs am Außenumfang bzw. an einer obersten Schicht des Fruchtfleisohs und einen Anteil des Fruchtfleisohs im Kernbereich der Frucht vornehmen. Wie bei der vorangehenden Ausführungsform ähnlich einem Schälvorgang lassen sich somit Bereiche bzw. Anteile des Fruchtfleische mit unterschiedlichem Zuckeranteil und/oder wenigstens teilweise unterschiedlicher Art bzw chemischer Konsistenz des Zuckers voneinander trennen und nachfolgend getrennten Pressvorgängen und einem wenigstens teilweise vorzunehmenden Entzuckerungsverfahren unterwerfen. Zur Erzielung einer angestrebten Zuckerreduktion wird im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Verfahren darüber hinaus vorgeschiagen, dass der vom Außenumfang der Frucht zu trennende Anteil des Fruchtfleisohs zwischen 15 und 50 Voi.-%, insbesondere 25 bis 40 Vol.-% des gesamten Volumens des Fruchtfleisohs entspricht, wie dies einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens entspricht. Derart gelingt es insbeson- dere, mit einfachen und zuverlässigen Mitteln Im Rahmen eines nachfolgenden Entzuckerungsverfahrens esnen entsprechend hohen Zuckeranteii aus einem Gesamtprodukt des herzu- stellenden Fruchtsafts zu entfernen

Zur Erzieiung einer entsprechenden Zuckerreduktion bei Behandlung lediglich eines Teils des aus dem Fruchtfleisch zu gewinnenden Fruchtsafts wird gemäß einer weiters bevorzugten Ausführungsform vorgeschiagen, dass der aus dem Fruchtfleisch am Außenumfang der Frucht gewonnene Saft einem Entzuckerungsverfahren durch Separation, insbesondere Nanofiltration und/oder Diafiltration unterworfen wird. Durch die erfindungsgemäß yorgeschlagene Anwendung des Entzuckerungsverfahrens an dem aus dem Fruchtfleisch am Außenumfang der Frucht gewonnenen Saft durch eine Separation, insbesondere Nanofiltration, gelingt es in einfacher und ökonomisch zuverlässiger sowie sinnvoller Weise, den insbesondere im Fruchtfleisch am Auβenumfang der Frucht enthaltenen Mehrfachzucker zu entfernen, so dass ein entsprechend hoher Anteil der einen hohen Nährwert aufweisenden Substanz entfernt werden kann Unter Berücksichtigung der Molekülgröße, welche bei Mehrfachzucker entsprechend größer als bei Einfachzucker Ist, lässt sich somit mit derartigen, vergleichsweise einfachen Separations- bzw Filtrationsverfahren eine zuverlässige selektive Entfernung derartiger Mehrfachzueker durchführen. Eine Diafiitration kann beispielsweise mit einem vorgepressten und teilweise entzückerten Saft des Fruchtfleischs erfolgen, um insbesondere einen Zusatz von Wasser oder anderen Verdünnungsmitteln zu vermeiden Weiters ist es möglich, ein mehrstufiges Nanofütra- tionsverfahren mit jeweils unterschiedlicher Porengröße durchzuführert insbesondere bei einer erfindungsgemäßen Verfahrensführung, wonach aus dem Saft, weicher aus dem Fruchtfleisch am Außenumfang der Frucht gewonnen wird, durch eine Separation der Zuckergehalt entsprechend reduziert wird, wird gemäß einer weiters bevorzugten Ausfuhrungs- form vorgeschlagen, dass die Schals mit dem Fruchtfleisch aus dem Kernbereich der Frucht in einem gemeinsamen Pressvorgang gepresst wird. Derart kann insbesondere auf ein gegebenenfalls aufwendigeres getrenntes Pressen der Schale zur Gewinnung insbesondere der sekundären Pfianzeninhalfsstoffe verzichtet 'Werden, und es kann die Schale gemeinsam mit dem Fruchtfleisch aus dem Kernbereich der Frucht in einem an sich bekannten bzw. üblichen Pressvorgang gepresst werden

Anstelle einer Trennung des Fruchtfleischs in unterschiedliche Anteile bzw. Fraktionen insbesondere in einen Anteil vom Außenumfang des Fruchtfleische unterhalb der zuvor entfernten Schale und einen Anteil des Kernbereichs desselben wird in einer abgewandelten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens vorgeschlagen, dass ein Anteil des aus einem Pressen des gesamten Fruchtfleische erhaltenen Safts einem Entzuckerungsverfahren durch Separation, insbesondere einer Nanofiltration und/oder Diafiitration unterworfen wird. Auch bei einem gemeinsamen Pressen des gesamten Fruchtfleische nach Abtrennung der Schale gelingt ln einem einfachen Separations- bzw insbesondere Nanoflitrationsprozess eine einfache und zuverlässige Abtrennung insbesondere von Wehrfachzuckern, weiche wiederum in einfacher und zuverlässiger Weise eine entsprechende Reduktion des einen hohen bzw. höheren Nährwert aufweisenden Zuckers ermöglichen.

Zur Unterstützung des Pressvorgangs und Insbesondere zur Erzielung einer entsprechend hohen Ausbeute an Saft aus dem zu pressenden Fruchtfleisch bzw. den voneinander getrennten Anteilen des Fruchtfleischs wird gemäß einer weiters bevorzugten Ausführungsform vorgeschlagen, dass das Fruchtfleisch bzw. die voneinander getrennten Anteile des Fruchtfleische vor einem Pressen zerkleinert wird bzw. werden. Nachdem durch Durchführung des Entzuckerungsverfahrens neben einer Entfernung wenigstens eines Anteils von Zucker ein geringer Verlust an einer herzustellenden Saftmenge eintrsten kann, wird zur Kompensation eines derartigen Veriusts während des Entzuckerungs- Verfahrens gemäß einer weiters bevorzugten Ausführungsform vorgeschlagen, dass ein durch das Entzuckerungsverfahren entstandener Volumsverlust des Safts durch eine Zugabe flüssiger Bestandteile, insbesondere von Wasser und/ocier konventionell gepresstem und entzückertem Fruchtsatt, ausgeglichen wird. Ein derartiger Zusatz von Wasser zum Ausgleich eines Anteils eines Safts Ist bei Durchführung einer Nanofiltration und/oder Diafiltraiicn gegebenenfalls nicht erforderlich

Zur Erzielung einer entsprechend deutlichen Zuckerreduktion bei dem herzustelienden Fruchtsaft bzw Fruchtgetränk in der Größenordnung von beispielsweise etwa 30 bis 40 % wird insbesondere unter Berücksichtigung der Tatsache, dass erfindungsgemäß lediglich ein Anteil des aus dem Fruchtfleisch insgesamt zu gewinnenden Safts einer Zuckerreduktion unterworfen wird, darüber hinaus vorgeschlagen, dass durch Separation, insbesondere Nanofiltration und/oder Diafiltration eine Reduktion des Zuckergehalts des zu filtrierenden Anteils des Safts von wenigstens SO %, insbesondere wenigstens 75 % vorgenommen wird, wie dies einer weiters bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens entspricht

Zur Erzielung der erfindungsgemäß angestrebten wenigstens teilweisen Zuckerreduktion wird gemäß einer weiters abgewandelten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens vorgeschlagen, dass lediglich ein Teil einer Charge einer zu verarbeitenden Frucht einer Zuckerreduktion nach Entfernen der Schale unterworfen wird und der restliche Anteil der Charge gemeinsam rnst dem einer Zuckerreduktion nicht unterworfenen Anteil des Fruchtfleische und/oder der Schale einem gemeinsamen Pressvorgang und einem nachfolgenden Vereinigen und Mischen mit dem aus dem Entzuckerungsverfahren erhaltenen Saft unterworfen wird. Gemäß dieser Verfahrensführung erfolgt einleitend eine Aufteilung einer Charge der zu behandelnden Frucht in einen Anteil, welcher insbesondere nach einem Entfernen der Schale einer Zuckerreduktion ähnlich den oben beschriebenen Verfahrensführungen unterworfen wird, während ein verbleibender bzw. restlicher Anteil der Charge der Frucht erfindungsgemäß einem Pressvorgang bzw, einer Behandlung mit dem einer Zuckerreduktion nicht unterworfenen Anteil des Fruchtfleische und/oder der Schale unterworfen wird, so dass nach einem erfindungsgemäßen wiederum abschließenden Vereinigen und Mischen mit dem aus dem Entzuckerungs- verfahren erhaltenen Saft Insgesamt ein zuckerreduzierter Fruchtsaft gewonnen wird Da ein Anteil einer Charge der zu behandelnden Frucht einem konventionellen Verfahren zur Herstellung eines Fruchtsafts und nicht einem aufwendigeren Entzuckerungsverfahren unterworfen wird, kann somit insgesamt der Aufwand zur Herstellung eines zuckerreduzierten Fruchtsafts entsprechend verringert werden Gemäß einer weiteren abgewandelten erfindungsgemäßen Verfahrensführung wird zur Herstellung eines zuckerreduzierten Fruchtsafts, insbesondere Apfelsafts, durch Einstellung des Zuckergehalts des Frucbisafts vorgeschiagen. einen gemäß dem oben genannten Verfahren oder einer bevorzugten Ausführungsform hiervon hergesteüten zuckerreduzierten Fruchtsaft mit einem ohne Zuckerreduktion konventionell hergestellten Fruchtsaft zu mischen. Derart lässt sich wiederum ein zuckerreduzierter Fruchtsaft zur Verfügung stellen, wobei ausgehend von einer gesamten Charge von zu verarbeitender Frucht lediglich ein Anteil dem erfindungsgemäßen Verfahren zur Bereitstellung eines zuckerreduzierten Fruchtsafts unterworfen wird, während ein verbleibender bzw. Restanteil in einem konventionellen, weniger aufwendigen Verfahren be- bzw. verarbeitet wird, so dass insgesamt ein zuckerreduzierter Fruchtsaft bei einem verringerten Hersteilungsaufwand zur Verfügung gestellt werden kann

Gemäß einer weiters abgewandelten Ausführungsform wird in diesem Zusammenhang zur Herstellung eines zuckerreduzierten Fruchtsafts, insbesondere Apfelsafts, durch Einstellung des Zuckergehalts des Fruchtsafts vorgeschlagen, eine Behandlung eines Teils bzw. Anteils einer Charge einer Frucht gemäß dem oben genannten Verfahren oder einer bevorzugten Ausführungsform davon zur Herstellung eines zuckerreduzierten Fruchtsafts und ein nachfolgendes Mischen mit einem aus dem Rest der Charge ohne. Zuckerreduktion erhaltenen Fruchtsalt vorzunehmen. Derart lassen sich ähnliche Vorteile wie bei der vorher genannten Ausführungsform insbesondere durch Verringerung des Aufwands zur Herstellung bzw, Bereitstellung eines zuckerreduzierten Fruchtsafts zur Verfügung steilen.

Zur Erzielung der angestrebien Zuckerreduktion wird in diesem Zusammenhang gemäß einer weiters bevorzugten Ausführungsform vorgeschiagen, dass der Anteil des zuckerreduzierten Fruchtsafts mit wenigstens 35 Vol -%, insbesondere wenigstens 50 Vol.-% gewählt wird. insgesamt wird somit, insbesondere unter Berücksichtigung der Tatsache bzw. Erkenntnis, dass in einer Frucht, beispielsweise einem Apfel, eine ungleichmäßige Verteilung des Zuckers als auch verschiedener Arten von Zuckern enthalten sind, eine selektive Zuckerreduktion in entsprechend hohem Ausmaß bei wirtschaftlich sinnvollem bzw. vertretbarem Aufwand und insbesondere ohne wesentliche Beeinträchtigung bzw. Verringerung des Gehalts an sekundären pflanzlichen Inhaitsstoffen möglich, weiche beispielsweise für den Geschmack, das Aroma, etc. eines derartigen herzusteiienden Fruchtsafts bzw. Fruchtgetränks überwiegend verantwortlich sind.

Das erfindungsgemäße Verfahren wird anhand von in der beiliegenden Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispieien näher erläutert, ln dieser zeigen: Fig. 1 ein schematisches Flussdiagramm einer ersten Ausiührungsform des erfindungsgernäßen Verfahrens, in weichem nach einem Ahtrennen der Schale eine Aufteilung des Fruchtfleische in unterschiedliche Anteile erfolgt, weiche jeweils einem getrennten Pressvorgang unterworfen werden;

Fig. 2 sin Flussdiagramm einer abgewandelten Ausiührungsform des erfindungsgernäßen Verfahrens, wobei ebenso wie bei der Ausführungsform gemäß Fig. 1 nach einer Abtrennung der Schale eine Trennung des Fruchtfleische in unterschiedliche Anteile vorgenommen wird;

Fig. 3 ein Flussdiagramm einer weiteren abgewandelten Ausführungsform des erfindungs- gemäßen Verfahrens, wobei zur Herstellung des Fruchtsafts lediglich das aus der Schale und dem Kernbereich der Frucht stammende Fruchtfleisch mit geringerem Zuckergehalt herangezogen wird;

Fig. 4 ein Flussdiagramm einer weiteren abgewandelten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens, wobei ein Anteil des Safts des gesamten Fruchtfleische einer teilweisen Zuckerreduktion unterworfen wird;

Fig. 5 ein Flussdiagramm einer weiteren abgewandelten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens, weiches ähnlich der Verfahrensführung gemäß Fig. 1 ist, wobei eine Aufteilung des Fruchtfleische in unterschiedliche Anteile durch einen Stanzvorgang zur Abtrennung des Kernbereichs des Fruchtflelschs vorgenommen wird; und

Fig. 6 ein Flussdiagramm einer weiteren abgewandeiten Ausführungsform des erflndungs- gemäßen Verfahrens, wobei eine Unterteilung einer Charge einer zu behandelnden Frucht in einen Anteil, welcher dem erfindungsgemäßen Verfahren, beispielsweise ähnlich dem Verfahren gemäß Fig. 1 zu unterwerfen ist, und einen Anteil der Charge gezeigt ist, weicher einem konventionellen Bearbeitungsvorgang beispielsweise lediglich durch ein Pressen unterworfen wird. ln der nachfolgenden Beschreibung werden die einzelnen Anteile der Früchte sowie des herzustellenden Safts jeweils mit Bezugszeichen der die entsprechenden Anteile bzw. Ströme in den Flussdiagrammen kennzeichnenden Pfeile bezeichnet. Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 1 werden Apfel A als Früchte zur Herstellung eines von einem Apfelsaft gebildeten Fruchtsafts bereitgesteiit, wobei in einem ersten Verfahrensschritt S1 die Schale 11 durch einen Schälvorgang entfernt und entsprechend dem zugehörigen Pfeil ausgebracht wird. Das entsprechend dem zugehörigen Pfeil aus dem Schälvorgang gemäß dem Schritt S1 ausgebrachte Fruchtfleisch 12 wird in einem nachfolgenden Schritt S2 In zwei unterschiedliche Anteile bzw. Fraktionen getrennt, wobei ein Anteil 13, welcher vom Außenumfang bzw, -bereich des Fruchtflelschs in einem weiteren Schäivcrgang gewonnen wird, entsprechend dem zugehörigen Pfeil aus dem Schritt S2 ausgebracht wird. Dieser Antell 13 des Fruchtfieischs vom Außenumfang des gesamten Fruchtfleische wird in einem Schritt S4 einem Pressen des Fruchtfleischanteils mit höherem Zuckeranteil vorn Außenumfarrg der Früchte unterworfen. Der sus dem Schritt S4 abgezogene Saft 14 wird nachfolgend In einem Schritt S5 einer wenigstens teilweisen Abtrennung des Zuckers durch ein Separationsverfahren, insbesondere einer Nanofiltration unterworfen.

Aus dem Entzuckerungsverfahren beim Schritt SS wird entsprechend dem zugehörigen Reil ein Fruchtsaftanfeil 15 mit einem reduzierten Zuckergehalt gewonnen.

In dem Schritt S5 wird durch das Separationsverfahren, insbesondere die Nanofiltration und/oder Diafiltration eine Reduktion insbesondere von Zweifachzucker bzw Mehrfachzucker in einem Ausmaß von wenigstens 60 % vorgenommen. Neben dem im Schritt S2 gewonnenen Anteil 13 des Fruchtfieischs vom Außenumfang der gesamten Frucht wird aus dem Schritt S2 entsprechend dem zugehörigen Pfeil ein Anteil 16 von Fruchtfleisch gewonnen bzw. abgezogen, welcher insbesondere vom Kembereich des Fruchtfieischs stammt. Dieser Anteil 16 des Fruchtfieischs mit gegenüber dem Anteil 13 geringerem Zuckergehalt wird gemeinsam mit der im Schritt S1 entfernten Schale 11 in einem Schritt S3 einem getrennten Pressvorgang unterworfen.

Der im Schritt S3 entsprechend dem zugehörigen Pfeil gewonnene Saftanteil 17 wird in einem Schritt S6 mit dem zuckerreduzierten Saftanteil 15 vermischt und gegebenenfalls einer konventionellen Weiterverarbeitung unterworfen, um derart abschließend einen Saft S mit entspre- chend reduziertem Zuckeranteil zur Verfügung zu stellen.

Zum Ausgleich eines geringen Veriusts des Safts des teilweise zuckerreduzierten Saftanteiis 15 kann eine Zugabe eines flüssigen Bestandteils, insbesondere von Wasser W oder einem teilweise entzückerten Saft erfolgen, wie dies schematisch und strichliert in Fig. 1 angedeutet ist.

Bei Durchführung einer Nanofiltration im Schritt S5 ist eine Zugabe von Wasser zum Ersatz eines fehlenden Saftanteiis nicht erforderlich. Bei einer Verarbeitung von Früchten zur Herstellung eines Safts gemäß dem in Fig. 1 dargestellten Verfahrensablauf können folgende Parameter unter Verwendung einer durchschnittlichen Apfelsorte mit durchschnittlicher Zusammensetzung herangezogen werden: Apfelmasse: ca 135 g

Zuckeranteil: ca. 13,5 % Zucksranteii in der am Außenumfang liegenden Schicht des Fruchtfleische (unterhalb der Schale und nach deren Entfernung): ca. 20 % höher als im Kernbereich des Fruchtfleischs Abtrennung der am Außenumfang liegenden Schicht des Fruchtfleischs von der gesamten Masse des Fruchtfleischs: etwa 30 bis 35 Vol.-%

Zuckerreduktion des zuckerreichen Anteils 14 im Schritt So: 75 bis 85 Voi.-%

Reduktion des Zuckergehalts des gesamten Safts: etwa 30 bis 35 %

Eine beispielhafte Verfahrensführung in den einzelnen Schritten der Fig, 1 ist wie folgt:

Apfeirnasse ca 10 kg, Zucksranteii ca. 13,5% (Saccharoseanteil des Zuckers ca, 25 %) Schritt S1: Entfernung der Schalen mit einer Hanti-Apfeischälmaschine (Masse der Schalenfraktion ca 0,9 kg)

Schritt S2: Abschälen der oberen (zuckerreicheren) Fruchtfleischschcht (Masse dieser Fruchtfleischfraktion ca. 3,1 kg)

Schritt S3: Pressen der Fruchtfleischfraktion mit niedrigerem Zuckeranteil gemeinsam mit der Schale (nach Zerkleinerung) mittels Kerbpresse (Saftausbeute ca. 4.9 kg)

Schritt S4. Pressen der Fruchtfleischfraktion mit höherem Zuckeranteil mittels Korbpresse (Saitausbeufe ca 2,2 kg),

Schritt S5: Teilweise Abtrennung des Zuckers aus Fruchtsaft mit höherem Zuckeranteil mittels Nanofiltration/Diaflitration:

Nanofiltration (Verfahrensparameter):

Membran auf Polyamid basis, Druck 50 bar, Temperatur ca. 25 °C.

Ergebnis der Nanofiltration: Permeatausbeute ca. 60 % (1 ,35 kg + 0,85 kg Diafiltrat), Konzentratmasse ca 0,85 kg,

Schritt S6: Vermischen der Saftfraktionen aus Schritt 3 (4,9 kg) und 5 (2,2 kg),

Ergebnis: Zuckeranteil im Mischsaft ca. 72 % (zum Vergleich Zuckeranteil im konventionell hergesteilten Saft ca. 10,5 %)

Bei der in Fig. 2 dargesteiiten Venahrensfuhrung werden für gleiche Elemente gleiche Bezugszeichen verwendet, wobei eine neuerliche detaillierte Beschreibung weggelassen wird.

Ähnlich wie bei der Ausführungsform gemäß Fig 1 werden zur Herstellung eines Fruchtsafts Äpfel A bereitgesteilt, welchen in emern Schritt S1 die Schale 11 entfernt wird In einem nachfolgenden Schritt S2 erfolgt wiederum eine Trennung des Fruchtfleischs in unterschiedliche Anteile, wobei der Anteil 13 des Fruchtfleischs am Außenumfang des Fruchtfleischs einem Pressvorgang S4 unterworfen wird

Der aus dem Pressvorgang gemäß» dem Schritt S4 bei dieser Ausführungsform gewonnene Saftanteil 14 wird einer getrennten Verwertung bei der Ausführungsform gemäß Fig 2 zugeführt. Der Anteil 18 entsprechend dem Kernbereich des Fruchtfieischs wird wiederum in dem Schritt

S3 gemeinsam mit der e ibgetrennten Schale 1 1 zu einem Saft gepresst, wobei bei der Aus- führungsform gemäß Fig. 2 der aus dem Pressvorgang gemäß dem Schritt S3 gewonnene Saft 1 7 in einem nachfolgend en Schritt S? mit Wasser W oder einem teilweise entzückerten Saft vermischt und vermengt wird Der Anteil des Wassers W wird hierbei im Wesentlichen derart gewählt, dass der Saffanteii 14 aus dem Fruchtfleisch mit höherem Zuckergehalt, wie er im Schritt S4 gewonnen wird, ersetzt wird

Durch die Zugabe von Wasser W wird wiederum eine entsprechende Zuckerreduktion des gesamten herzusteilenden Safts S : bei einem Beibehalten des vollständigen Anteils Insbesondere an sekundären Pfianzeninhaitsstoffen erzielt.

Auch bei dem Verfahren gemäß der Fig. 2 lässt sich eine Zuckerreduktion in der Größenordnung von 35 bis 40 % erzielen.

Eine beispielhafte Verfahrensführung in den einzelnen Schritten der Fig. 2 ist wie folgt:

Apfelmasse ca. 10 kg, Zuckeranteil ca. 14 % (Saccharoseantel des Zuckers ca. 25 %)

Schritt S1 : Entfernung der Schalen mit einer Hand-Apfelschäimaschine (Masse der Schalenfraktion ca. 0,85 kg)

Schritt S2: Abschälen der oberen (zuckerreicherer:) Fruchtfleischschicht (Masse dieser Fruchtfieischfraktion 14 ca. 3 kg)

Schutt S3: Pressen der Fruchtfieischfraktion mit niedrigerem Zuckeranteil gemeinsam mit der Schale (nach Zerkleinerung) mittels Korbpresse (Safiausbeufe ca. 4,8 kg).

Schritt S7: Vermischen der Saftfraktionen aus Schritt S3 (4,8 kg) und 2,2 kg Wasser.

Ergebnis: Zuckeranteil im Mischsaft ca. 8.8 % (zum Vergleich Zuckeranteil im konventionell hergesteilten Saft ca 10,5 %)

Bei der weiteren abgewandelten Ausführungsform gemäß Fig. 3 werden die Schritte S1 und S2 entsprechend ident mit den vorangehenden Ausführungsformen gemäß Fig. 1 und 2 durchgeführt.

Die im Schritt S2 als Anteil 13 gewonnene Fraktion mit erhöhtem Zuckergehalt wird als ZRF einer getrennten weiteren Verarbeitung unterworfen.

Ähnlich wie bei den vorangehenden Ausführungsformen wird der Anteil 16 des Fruchtfleische aus dem Kernbereich wiederum mit der Schale 11 in dem Schritt S3 gepresst und ais Saft S gewonnen. Gegenüber den vorangehenden Ausführungsformen wird bei der Verfahrensführung gemäß Fig. 3 ein entsprechend verringerter Saftanteü erhalten, welcher wiederum sämtliche sekundären Pflanzeninhaltsstoffe enthalt.

Durch den verringerten Zuckergehalt des Anteils 13 aus dem Kernbereich des Fruchtfleische wird insgesamt ein zuckerreduzierter Saft S" erhalten, hei welchem das Ausmaß der Zucker- reduktion etwa 10 bis 15 % beträgt

Eine beispielhafte Verfahrensfübrung in den einzelnen Schritten der Fig. 3 ist wie folgt:

Apfelmasse ca. 10 kg, Zuckersnteil ca. 14 % (Saccharoseanteii des Zuckers ca 25 %)

Schritt S1 : Entfernung der Schalen mit einer Hand-Apfelschälmaschine (Masse der Schaienfraktion ca. 0.83 ko)

Schritt S2: Abschäien der oberen (zuckerreicheren) Fruchtfleischschicht (Masse dieser Fruchtfieischfraktion 13 ca. 3,1 kg)

Schritt S3: Pressen der Fruchtfieischfraktion mit niedrigerem Zuckeranteil gemeinsam mit der Schale (nach Zerkleinerung) mittels Korbpresse (Saftausbeute ca 4,8 kg).

Ergebnis: Zuckeranteii im Mischsaft ca. 9,4 % (zum Vergleich Zuckeranteil im konventionell hergesteilten Saft ca. 10,5 %)

Bei der weiteren abgewandeiten Ausführungsform gemäß Fig. 4 werden Apfel A in dem Schritt S1 geschält, wobei nachfolgend das gesamte Fruchtfleisch 18 entsprechend dem zugehörigen Pfeil In einem Schritt S8 einem Pressvorgang unterworfen wird.

Aus diesem Pressvorgang S8 wird ein Anteil 19 des gesamten Safts einem Entzuckerungs- verfahren unterworfen, wobei in dem Schritt S9 eine Zuckerreduktion von wenigstens 60 bis 65 % durchaeführt wird.

Die im Schritt S1 getrennten Schalen 11 werden einem getrennten Pressvorgang gemäß dem Schritt S10 unterworfen.

Der aus den Schalen gewonnene Saftanteil 21 wird mit dem verbleibenden Saftanteil 20 aus dem Pressvorgang gemäß dem Schritt S8 des gesamten Fruchtfleische nachfolgend in einem Schritt S11 mit dem im Zuckergehalt reduzierten Saftanteil 22 aus dem Entzuckerungsverfahren gemäß dem Schritt SS vermischt und gegebenenfalls einer konventionellen Weiterverarbeitung unterzogen.

Aus dem Schritt S11 wird ein zuckerreduzierter Saft S"’ entnommen, wobei ähnlich wie bei den Ausführungsformen gemäß Fig 1 und 2 wiederum eine Zuckerreduktion von etwa 30 bis 40 % des gesamten Safts unter weitestgehender Beibehaftung sämtlicher sekundärer Pflanzern inhaltsstoffe erzielbar :st.

Eine beispielhafte Verfahrensführung in den einzelnen Schritten der Fig. 4 ist wie folgt;

Apfelmasse ca. 10 kg, Zuckerantesi ca. 14 % (Saccharoseanteil des Zuckers ca. 25 %)

Schritt ST Entfernung der Schalen mit einer Hand-Apfelschäimaschine (Klasse der Schaienfraktion ca 0,84 kg)

Schritt S8. Pressen des gesamten Fruchtfleisches mit einer Korbpresse (nach Zerkleinerung) Schritt S10; Pressen der Schale mit einer Korbpresse (nach Zerkleinerung)

Schritt SS: Abtrennung des Zuckers aus einer Fraktion des Fruchtfleischsafts (Saffmenge ca. 2,5 kg) durch Eindampfung der Lösung und Kondensation (Gewinnung) der abgedampften Fraktion.

Eindampfung;

Vakuumverdampfung bei ca. 200 mbar (Labormaßstab).

Schritt S11: : Vermischen des Kondensates aus Schritt SS und der beiden Saftfraktionen aus den Schritten SS und S10.

Ergebnis. Zuckeranteil im Mischsaft ca. 7,1 % (zum Vergleich Zuckerantesi im konventioneil hergestellten Saft ca. 10.5 %) Die in Fig. 5 dargesteiite Ausführungsform der Verfahrensführung unterscheidet sich von der Ausbildung gemäß Fig. 1 lediglich durch die Ausführung des Schritts einer Trennung des Fruchtfleische in zwei unterschiedliche Anteile bzw. Fraktionen. Während bei der Ausbildung gemäß Fig 1 In einem Schritt S2 eine Unterteilung des Fruchtfleische in einen Anteil am Außenumfang und im Kernbereich ähnlich einem Schälvorgang gemäß dem Schritt S2 vorgenommen wird, wird bei der Ausführungsform gemäß Fig. 5 in einem Schritt S12 eine Trennung des Fruchtfleische wiederum ln einen Anteil am Außenumfang und einen Anteil im Kernbereich durch einen Stanzvorgang durchgeführt. Hierbei wird ähnlich einer Entfernung eines Kemberetchs ein entsprechend größerer Kernbereich, weicher einen entsprechenden Anteil des Fruchtfieischs mit entsprechend geringerem Zuckergehalt enthält, getrennt, wobei diese Anteile 13 und 18 ähnlich wie bei der Ausführungsform gemäß Fig. 1 unterschiedlichen weiteren Bearbeitungsschritten S3 und S4 unterworfen werden.

Da die weheren Schritte gemäß Fig. 5 den unter Bezugnahme auf Fig. 1 beschriebenen Schritten entsprechen, wird unter Beibehaltung der entsprechenden Bezugszeichen auf eme neuerliche detaillierte Beschreibung verzichtet

Ebenso ist das zu Fig. 1 angeführte Ausführungsbeispiei auch bei der Verfahrensführung gemäß Fig. 5 anwendbar bzw. ersetzbar. Bei der weiteren Ausführungsform gemäß Fig 6 erfolgt einleitend nach einer Bereitstellung einer Charge von Fruchten bzw. Äpfeln A eine Unterteilung der Charge in einen Anteil 30. welcher nachfolgend einem Entzuckerungsverfahren, beispielsweise in Übereinstimmung mit dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 unterworfen wird, sowie einen Anteil 31 der Charge, welcher in weiterer Folge unmittelbar dem Schritt S13 eines Fressens gemeinsam mit der abgetrennten Schale gemäß dem Anteil 11 aus dem Schritt S1 sowie dem Fruchtfleisch aus dem Kernbereich gemäß dem Anteil 16 unterworfen wird.

Der im Schritt S2 der Fig. 6 gewonnene Anteil 13 des Fruchtfleische vorn Außenumfang der gesamten Frucht wird ähnlich wie bei der Äusfühaingsform gemäß Fig. 1 im Schritt S4 einem Pressvorgang und Im Schritt S5 einer Herstellung eines zuckerreduzierten Saftanteils 15 unterworfen.

Demgegenüber werden die Schalen gemäß dem Anteil 11 sowie der Anteil 16 des Fruchtfleische aus dem Kernbereich gemeinsam mit dem unbehandelten Anteil 31 der Charge im Schritt S13 (weicher dem Schrift S3 der Fig. 1 entspricht) einem gemeinsamen Pressvorgang zur Bereitstellung eines Saftanteils 32 unterworfen, weicher nachfolgend im wiederum! mit S6 hezeichneten Schritt einer Vermischung mit dem zuckerreduzierien Saft gemäß dem Saftanteil 15 zur Bereitstellung des Safts S unterworfen wird.

Zur Erzielung einer gewünschten Zuckerreduktion kann hierbei der Anteil 30 der Charge, weicher der Herstellung eines zuckerreduzierten Fruchtsafts unterworfen wird, mit einem Anteil von wenigstens 35 Voi.-%, insbesondere wenigstens 50 Vcl,-% gewählt werden.

Die für die Herstellung des zuckerreduzierten Saftanteils aus dem Anteil 30 der Charge zum Ausfphrungsöeispiei gemäß Fig. 1 genannten Verfahrensparameter können auch bei der Ausführungsform gemäß Fig 6 zur Anwendung gelangen.

Anstelle der Verarbeitung des nicht einer Zuckerreduktion zu unterwerfenden Anteils 31 der Charge der zu behandelnden Frucht A kann in einem gemeinsamen Pressvorgang gemäß dem Schritt S13 kann vorgesehen sein, dass der aus dem Anteil 30 der Charge erhaltene zuckerreduzierte Saft mit einem konventionell hergesteilten Saft, welcher beispielsweise aus dem Anteil 31 der Charge erhalten wird, entsprechend dem Pfeil 33 im Schritt S6 zur Bereitstellung des Safts S gemischt wird.

Anstelle eines Einsatzes von Äpfeln zur Herstellung eines zuckerreduzierten Apfelsafts können auch andere, insbesondere schälbare Früchte, wie beispielsweise Birnen, Marilien etc. eingesetzt werden, welche einen ähnlichen unterschiedlichen Zuckergehalt in unterschiedlichen Bereichen des Fruchtfleische aufweisen. Bei weiteren schäiharen Früchten, wie beispielsweise Mangos, Kiwis, Orangen, etc. bei weichen die Schale nicht zur Herstellung eines Fruchtsafts genutzt wird, kann ebenfalls eine Trennung in einzelne Fraktionen des Fruchtfieischs mit unterschiedlichen Zuckergehalt und eine getrennte Behandlung des Safts dieser einzelnen Fraktionen zur Erzielung eines zuckerreduzierten Fruchtsalts mit sämtlichen Fruchtinhaltsstoffen durchgeführt werden.