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Title:
METHOD FOR PRODUCING THREE-DIMENSIONAL COMPONENTS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2016/113255
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for producing three-dimensional components (14) by successively solidifying layers of a powder construction material (9) which can be solidified by means of electromagnetic radiation (18), in particular bundled radiation such as laser radiation or electron radiation, at the locations corresponding to the respective cross-section of the component (14), in particular an SLM (selective laser melting) or SLS (selective laser sintering) method. A device (1) comprising a support device (7), the height of which can be adjusted within a construction chamber (6), is provided for supporting the component (14), comprising a coating device (12) for applying layers of the construction material (9) onto the support device or onto a previously formed layer and comprising an irradiating device (15) for irradiating layers of the construction material (9) in some regions in order to solidify the layers. A surface (13) section to be coated is scanned with respect to the evenness of the section prior to the application of a new layer, and in the event of an unevenness which exceeds a known tolerance range, the unevenness is removed or leveled out.

Inventors:
HERZOG, Frank (Rennleinsweg 24, Lichtenfels, 96215, DE)
Application Number:
EP2016/050472
Publication Date:
July 21, 2016
Filing Date:
January 12, 2016
Export Citation:
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Assignee:
CL SCHUTZRECHTSVERWALTUNGS GMBH (An der Zeil 2, Lichtenfels, 96215, DE)
International Classes:
B29C67/00; B22F3/105; B33Y10/00; B33Y50/00
Domestic Patent References:
2001-11-01
2004-07-08
2012-05-31
2012-02-16
2015-08-13
Foreign References:
DE19905067A12000-08-10
US20130277891A12013-10-24
EP2832475A22015-02-04
Attorney, Agent or Firm:
HAFNER & PARTNER (Schleiermacherstr. 25, Nürnberg, 90491, DE)
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Claims:
PAT E N TAN S P R Ü C H E

1 . Verfahren zur Herstellung von dreidimensionalen Bauteilen (14) durch aufeinanderfolgendes Verfestigen von Schichten eines pulverartigen, mittels elektromagnetischer Strahlung (18), insbesondere gebündelter Strahlung wie Laserstrahlung oder Elektronenstrahlung verfestigbaren Baumaterials (9) an den dem jeweiligen Querschnitt des Bauteils (14) entsprechenden Stellen, insbesondere SLM (selective laser melting)- oder SLS (selective laser sintering)-Verfahren, wobei eine Vorrichtung (1 ) mit einer innerhalb einer Baukammer (6) hohenverlagerbaren Tragevorrichtung (7) zum Tragen des Bauteils (14) vorgesehen wird, mit einer

Beschichtungsvorrichtung (12) zum Aufbringen von Schichten des

Baumaterials (9) auf die Tragevorrichtung oder eine zuvor gebildete Schicht sowie eine Bestrahlungseinrichtung (15) zum bereichsweisen Bestrahlen von Schichten des Baumaterials (9), um diese zu verfestigen, dadurch gekennzeichnet, dass vor einem erneuten Schichtauftrag ein zu beschichtender Abschnitt der Oberfläche (13) hinsichtlich seiner Ebenheit abgetastet wird und im Falle von einen gewissen Toleranzbereich übersteigenden Unebenheiten diese Unebenheiten abgetragen oder geglättet werden.

2. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass ein zu

beschichtender Abschnitt der Oberfläche unter Erfassung von

Unebenheitskoordinaten mit einem Sensor abgetastet wird.

3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die lokal ermittelten Unebenheiten unter Verwendung der ermittelten

Unebenheitskoordinaten gezielt lokal abgetragen oder geglättet werden.

4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch

gekennzeichnet, dass die Abtastung der zu beschichtenden Oberfläche (13) optisch erfolgt.

5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abtastung der Oberfläche (13) durch ein akustisches Verfahren, insbesondere ein Ultraschallverfahren erfolgt.

6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch

gekennzeichnet, dass erfasste Unebenheiten lokalisiert mechanisch abgetragen werden.

7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der

mechanische Abtrag durch eine Schleifwalze (40) erfolgt.

8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch

gekennzeichnet, dass festgestellte Unebenheiten abgeschmolzen werden.

9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch

gekennzeichnet, dass mechanische Unebenheiten gewalzt werden.

10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der

Walzvorgang nach einer lokalen Erwärmungsphase der Unebenheiten erfolgt.

1 1 . Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch

gekennzeichnet, dass die Abtastung der zu beschichtenden Oberfläche (13) vor jedem Beschichtungsvorgang erfolgt.

12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abtastung der zu beschichtenden Oberfläche (13) nur in Rand- oder Überhangbereichen des Bauteils erfolgt.

13. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch

gekennzeichnet, dass durch die Abtastung eine Delamination von bereits verfestigten Schichten der Bauteils (14) detektiert wird.

14. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch

gekennzeichnet, dass zwischen den Abtastvorgängen eine Mehrzahl von Beschichtungsvorgängen liegt.

15. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch

gekennzeichnet, dass eine mechanische Abtragevorrichtung (40, 41 ) in X- und Y-Richtung über der abzutragenden Oberfläche (13) steuerbar ist.

16. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch

gekennzeichnet, dass ein Detektions- und/oder Abtragevorgang hinsichtlich einer als uneben festgestellten und/oder teilabgetragenen Aufbauschicht und hinsichtlich der zugehörigen X- und Y-Koordinaten sowie der Schichtnummer (Z-Koordinate im Bauteil) in einem

Qualitätsmanagementprotokoll automatisch gespeichert wird, das zu dem jeweiligen Bauteil (14) erstellt wird.

17. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass neben den X- und Y-Koordinaten auch die Art des Abtrages und/oder die Abtragtiefe automatisch gespeichert wird.

Description:
Verfahren zur Herstellung von dreidimensionalen Bauteilen

B E S C H R E I B U N G

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von dreidimensionalen Objekten durch aufeinanderfolgendes Verfestigen von Schichten eines pulverartigen, mittels elektromagnetischer Strahlung, insbesondere gebündelter Strahlung wie Laserstrahlung oder Elektronenstrahlung verfestigbaren

Aufbaumaterials. Bei dem genannten Verfahren wird die Strahlung zum

Aufschmelzen des Baumaterials an den dem jeweiligen Querschnitt der Objekte entsprechenden Stellen gerichtet. Dazu wird eine Vorrichtung mit einer innerhalb einer Baukammer höhenverlagerbaren Tragevorrichtung zum Tragen des Objektes vorgesehen, über eine Beschichtungsvorrichtung wird Aufbaumaterial Schicht für Schicht auf die Tragevorrichtung aufgebracht und dann jeweils gezielt aufgeschmolzen, nach Abkühlung erstarrt das Material zu einem festen dreidimensionalen Körper. Die Bestrahlungseinrichtung der für das Verfahren eingesetzten Vorrichtung umfasst einen Scanner, der prozessgesteuert die gebündelte Strahlung auf die zu verfestigenden Stellen der Baumaterialschicht richtet.

Generative Bauvorgänge, wie sie vorstehend beschrieben sind und bei denen Schicht für Schicht aufgetragen und verfestigt wird, ziehen sich oftmals über sehr lange Zeiträume hin. Nun kann es vorkommen, dass in einer relativ späten Phase des Bauvorganges Verfestigungs- oder Beschichtungsfehler auftreten, die dann zum Ausschuss des hergestellten dreidimensionalen Körpers führen, wenn der Bauvorgang ohne eingreifende Korrektur fortgesetzt und vollendet wird. Dies kann dazu führen, dass beispielsweise ein 24 Stunden Bauvorgang 23 Stunden ordnungsgemäß abläuft und in der letzten Stunde ein Beschichtungs- oder Verbindungsfehler der sich verfestigenden Schichten auftritt. Insbesondere Verbindungsfehler führen zu einer Delamination von Schichten, d.h. es lösen sich infolge einer unzureichenden Durchschmelzung Bereiche einer letzten Schicht ab, diese wölben sich insbesondere aus thermischen Gründen hoch, so dass ein erneuter Schichtauftrag zu einer für den ordnungsgemäßen Verlauf des

Bauvorganges zu dünnen Schicht führt. Aus DE 103 00 959 C5 ist es bekannt, einer Klingenanordnung des

Baumaterialbeschichters eine Abscherklinge zuzuordnen, durch die

hochstehende Teilchen aus einer zu beschichtenden Fläche abgetrennt werden können. Eine derartige Abscherklinge ist allerdings nur dazu geeignet, aus der zu beschichtenden Fläche hochstehende, aus Materialspritzern resultierende Teilchen abzutragen oder umzulegen, so dass sie den nachfolgenden

Beschichtungsvorgang nicht stören können.

Grundsätzlich ist es auch aus DE 198 53 978 C1 bekannt, zur Vermeidung von Verschleiß einer Beschichterklinge eine Schleifeinrichtung vorzusehen, mit der die Bearbeitungsfläche des im Aufbauvolumen befindlichen Formkörpers vollflächig geglättet werden kann.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruches 1 derart auszubilden, dass es schnell, mit möglichst wenig Beeinflussung der Bauraumatmosphäre durchgeführt werden kann und ein Abtrag gezielt durchgeführt werden kann. Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass vor einem Schichtauftrag ein zu beschichtender Flächenabschnitt hinsichtlich der Ebenheit seiner zu beschichtenden Oberfläche abgetastet wird und im Falle von einem gewissen Toleranzbereich übersteigenden Unebenheiten diese Unebenheiten abgetragen oder geglättet werden.

Das Verfahren sieht damit zunächst vor, regelmäßig, d.h. nach jedem

Schichtauftrag oder nach jedem zweiten, dritten, vierten Schichtauftrag zu kontrollieren, ob die zu beschichtenden Flächen tatsächlich eben sind. Beim Stand der Technik wird - wie oben beschrieben - eine Glättungsaktion vor jedem Beschichtungsvorgang durchgeführt, ob diese nun notwendig ist oder nicht. Dies führt zu einer nicht unerheblichen Verschmutzung des Baubereiches und ist deswegen als negativ anzusehen. Die Erfindung hingegen prüft gezielt, ob eine Glättung oder ein Abtrag von zu beschichtenden Bereichen überhaupt erforderlich ist. Nur dann, wenn eine gewisse Toleranzüberschreitung festgestellt wird, wird ein Glättungs- oder Abtragvorgang eingeleitet, ansonsten wird beschichtet, ohne dass eine Glättungsaktion in die Wege geleitet wird.

In Weiterbildung der Erfindung werden festgestellte Unebenheiten lokal erfasst und ganz gezielt und lokal begrenzt ein Abtrageelement eingesetzt, um einen nächsten gleichmäßigen Schichtauftrag behindernde Unebenheiten abzutragen oder zu glätten. Dabei werden Unebenheitskoordinaten mit einem Sensor erfasst und abgespeichert und unter Verwendung dieser ermittelten

Unebenheitskoordinaten gezielte Abtragemaßnahmen in die Wege geleitet.

Im Gegensatz zu den Verfahren beim Stand der Technik, wo quasi ein

Überschleifen oder Abtragen der gesamten Schicht vor jedem erneuten

Baumaterialschichtauftrag erfolgt, wird nach dem erfindungsgemäßen Verfahren zunächst einmal überprüft, ob und wo überhaupt eine mechanische oder auf sonstige Weise glättende Überarbeitung der Schicht erforderlich ist. Wird dies nach Durchführung des ersten Schrittes bejaht, dann wird gezielt unter

Verwendung von Fehlstellenkoordinaten ein Abtragevorgang gestartet. Dies bedeutet, dass ein erfindungsgemäßes Verfahren weit schneller ablaufen kann, als beim Stand der Technik, weil nicht jedes Mal geschliffen oder auf sonstige Weise abgetragen werden muss, sondern immer nur dann, wenn wirklich eine Fehlstelle festgestellt wird. Auch kann die Schicht nicht über den gesamten Schichtbereich überarbeitet werden, sondern nur dort, wo eine Fehlstelle festgestellt wird. Dies schont die Bauraumatmosphäre, da bei jedem

Schichtabtrag zu befürchten ist, dass Baumaterial-Partikel beispielsweise durch ein Schleifelement in die Schutzgasatmosphäre des Bauraumes

hochgeschleudert werden und dort die Atmosphäre kontaminieren. Außerdem werden mechanische oder thermische Belastungen des sich im Bau befindlichen Körpers weitgehend vermieden, weil nur dort mechanisch bearbeitet wird, wo es wirklich notwendig ist und nicht immer eine insgesamte Beschleifung der Fläche erfolgt.

Die Abtastung der zu beschichtenden Fläche kann optisch erfolgen, z.B. mit einem optischen Scanner, der in der Lage ist, hochstehende Teile, wie z.B. eine Delamination, zu erkennen und zu lokalisieren. Die Koordinaten dieses hochstehenden Bereiches werden genau erfasst und dann genau dort und gezielt ein Überarbeitungsvorgang gestartet. Die Abtastung der Fläche kann aber auch durch ein akustisches Verfahren, z.B. mit einem Ultraschallsensor erfolgen, der in der Lage ist, genau den Abstand zwischen Sensorhöhe und Schicht zu ermitteln. Erfasste Unebenheiten werden lokalisiert mechanisch abgetragen. Lokalisiert in diesem Zusammenhang bedeutet, dass z.B. über einen Roboterarm oder dergleichen ein relativ kleinflächiges Abtrageelement zur hochstehenden Schichtstelle geführt wird und dort der Abtragevorgang vorgenommen wird. Alle anderen Schichtbereiche, die nicht fehlerhaft sind, bleiben von dem

Abtragevorgang unbeeinflusst. Der mechanische Abtrag kann durch eine Schleifwalze erfolgen, die z.B. am freien beweglichen Ende des Roboterarms angeordnet ist, wobei auch eine ganz gezielte Absaugung von Schleifpartikeln erfolgen kann. Es ist aber auch möglich, festgestellte Unebenheiten

abzuschmelzen oder in die Schicht hineinzuwalzen. Dazu ist gegebenenfalls eine lokale Erwärmung der Unebenheiten zweckdienlich.

Die Abtastung der zu beschichtenden Oberfläche kann vor jedem

Beschichtungsvorgang erfolgen. Um das Verfahren weiter zu beschleunigen, kann es auch ausreichend sein, die Abtastung der zu beschichtenden Flächen nur im Rand- oder Extrembereich eines entstehenden Bauteils vorzunehmen. Als Extrembereich werden z.B. von einer Bauteilwandung abstehende Rippen oder sonstige relativ schlanke Vorsprünge angesehen, die bei einem Bauvorgang relativ leicht zu einer Delamination neigen.

Weiterhin kann es vorteilhaft sein, mit der Abtastvorrichtung eine lokale

Nachprüfung von Schichtoberflächenbereichen durchzuführen, die sich bei vorherigen Abtragevorgängen als kritisch herausgestellt haben. Mit anderen Worten wird nach einem erneuten Beschichtungs- und Aufschmelzungsvorgang gegebenenfalls nicht die ganze Bauteilschicht überprüft, sondern nur ein

Bauteilschichtbereich, der bei einem der vorhergehenden Beschichtungs- und Aufschmelzungsvorgängen zu einer Delamination geneigt hat. Auch dies beschleunigt das Verfahren.

Mit besonderem Vorteil ist es möglich, über die Ergebnisse der Detektion und die Überarbeitungen„Buch zu führen", d.h. die festgestellten Unebenheiten hinsichtlich ihrer X- und Y-Koordinaten in einem Qualitätsmanagementprotokoll festzuhalten. Dabei kann es auch zweckdienlich sein, nicht nur die Koordinaten einer Schichtstelle zu protokollieren, die zu überarbeiten war, sondern auch die Abtragtiefe oder die Art des Abtragvorganges und/oder die Abtragfläche mit festzuhalten, damit nach Fertigstellung des Bauteils abgewogen werden kann, ob der Überarbeitungsvorgang negative Auswirkungen auf die Qualität des fertiggestellten Bauteils haben kann. Die Erfindung ist anhand vorteilhafter Ausführungsbeispiele in den

Zeichnungsfiguren näher erläutert. Diese zeigen

Fig. 1 eine schematische Darstellung einer Vorrichtung, in der das

erfindungsgemäße Verfahren durchgeführt werden kann;

Fig. 2 einen schematischen Ablauf zur Durchführung des

Qualitätsmanagements einer zu beschichtenden Oberfläche.

Die in Figur 1 dargestellte Vorrichtung 1 umfasst ein Gehäuse 2, in welchem eine Prozesskammer 3 untergebracht ist. In einen Prozesskammerboden 4 sind ein Vorratsbehälter 5 für insbesondere pulverartiges Baumaterial, eine Baukammer 6 mit einem höhenverstellbaren Träger 7 und ein Überlaufbehälter 8 angeordnet. Das Baumaterial 9 wird durch einen höhenverstellbaren Dosierkammerboden 10 etwas nach oben gedrückt und kann durch die Klinge 1 1 eines horizontal verfahrbaren Beschichters 12 auf eine zu beschichtende Oberfläche 13 eines teilfertigen Bauteils 14 aufgebracht werden. Überschüssiges Baumaterial wird in den Überlaufbehälter 8 abgeworfen.

Oberhalb der Prozesskammer 3 oder im oberen Bereich derselben ist eine Bestrahlungseinrichtung 15, bestehend aus einem Laser 16 und einem Scanner 17 angeordnet. Der hochenergetische Strahl 18 des Lasers 16 wird in den Scanner 17 geleitet und dort in X- und Y-Richtung abgelenkt, um gezielt eine Pulverschicht auf der Oberfläche des Bauteils 14 zu bestrahlen und damit zu verfestigen. Der Scanner 17 wird durch Baudaten gesteuert, die in einem

Speicher 19 gespeichert sind und in einem Prozessor 20 so verarbeitet werden, dass ein Prozessorausgang 21 einen Scannereingang mit Scannerinformation bedienen kann.

Über der Baukammer 6 ist darüber hinaus ein Sensor 31 angeordnet, der dazu geeignet und ausgebildet ist, die zu beschichtende Oberfläche 13 insbesondere des Bauteils 14 vor einem Beschichtungsvorgang durch den Beschichter 12 hinsichtlich seiner Ebenheit abzutasten. Die Abtastung kann derart erfolgen, dass entweder der Sensor 31 als optischer Sensor ausgebildet ist, der entweder selbst einen Sensorstrahl aussendet und die von der Oberfläche zurückgeworfene Information analysiert oder dazu den Strahl des Scanners verwendet. In jedem Fall ist erforderlich, dass der Sensor 31 geeignet ist, Unebenheitskoordinaten bei dem Sensorabtastvorgang zu erfassen und abzuspeichern. Die Abspeicherung der Unebenheitskoordinaten, die auch als Fehlstellenkoordinaten hinsichtlich der zu beschichtenden Oberfläche bezeichnet werden können, erfolgt in einem Speicher 32. In dem Speicher 32 werden nicht nur die X- und Y-Koordinaten der festgestellten Unebenheiten abgelegt, sondern dazu auch die Nummer der Schicht, die aus dem Speicher 19 für die Baudaten übermittelt werden kann. Es ist aber auch möglich, dass der Sensor 31 z.B. als Ultraschallsensor nach Art eines Echolotsensors oder dergleichen ausgebildet ist.

Stellt der Sensor 31 eine Unebenheit auf der zu beschichtenden Oberfläche insbesondere des Bauteils 14 fest, dann werden die X-, Y- und Z-Koordinaten (Z- Koordinate ist Schichtnummer) in dem Speicher 32 abgelegt und eine

Abtragevorrichtung z.B. in Form einer Schleifwalze 40 aktiviert, die an einem durch die Speicher 19, 32 gesteuerten Roboterarm 41 angebracht ist. Mit dieser Schleifwalze 40 erfolgt eine lokale Beaufschlagung und ein lokales Abtragen der festgestellten Unebenheitsstellen, zu denen die Koordinaten im Speicher 32 abgelegt sind. Es ist aber auch möglich, festgestellte Unebenheiten

abzuschmelzen, d.h. mit der Strahlung 18 des Lasers 16 zu verdampfen oder mit einer Walze, die ähnlich angebracht ist wie die Schleifwalze 40, in die Oberfläche einzuwalzen.

Die Abtastung der Oberfläche 13 mit dem Sensor 31 kann vor jedem erneuten Beschichtungsvorgang erfolgen, es ist unter Umständen aber auch ausreichend, nur nach jedem zweiten, dritten oder fünften Beschichtungsvorgang eine

Überprüfung vorzunehmen. Die Abtastung kann ferner nur in den Rand- und Extrembereichen eines Bauteils erfolgen, d.h. bei dünnen Rippen und

dergleichen, bei denen eine relativ hohe Delaminationsgefahr besteht.

In dem Speicher 32 wird nicht nur abgespeichert, dass eine Unebenheit vorgelegen hat und dass diese abgetragen wurde, sondern es wird auch noch der Abtragevorgang genau protokolliert hinsichtlich der Abtragfläche, der Abtragtiefe und dergleichen, weil daraus eine Aussage getroffen werden kann, welcher Art die Unebenheit ist. In Figur 2 ist noch einmal nach Art eines Flussdiagramms dargestellt, wie eine Feststellung und Behebung von Schichtoberflächen erfolgt.

In einem ersten Schritt wird eine zu beschichtende Fläche mit Baumaterial beschichtet, was in vorbezeichneter Weise durch den Beschichter 12 und die Beschichterklinge 1 1 geschehen kann. Dann wird in einem zweiten Schritt durch die Strahlung 18 des Lasers unter Verwendung des Scanners 17 die Schicht gezielt und lokal verfestigt. Sodann wird in einem dritten Schritt durch den Sensor 31 festgestellt, ob die Schicht eben ist. Falls dies bejaht wird, kann erneut gemäß Schritt 1 eine Beschichtung mit Baumaterial erfolgen. Falls Unebenheiten festgestellt werden, werden die XY-Koordinaten und die Schichtnummer festgehalten und abgespeichert. Sodann erfolgt ein lokaler Abtrag unter

Verwendung der XY-Koordinaten und sodann eine Speicherung der Art und der Tiefe des Abtrags unter Verwendung der X-, Y- und Z-Koordinaten.

Sodann kann ein erneutes lokales Überprüfen des Abtrageergebnisses erfolgen. Stellt sich heraus, dass die Schicht nach wie vor uneben ist, kann erneut festgehalten werden, wo die Schicht noch uneben ist und wo ein weiterer lokaler Abtrag erfolgen muss. Erweist sich die Schicht hingegen als eben, dann erfolgt ein neuer Schichtauftrag mit Baumaterial gemäß Schritt 1.

Es erscheint noch bedeutungsvoll, dass die Fläche der abtragenden Bearbeitung etwas größer sein kann als die tatsächliche Fläche der Unebenheit, um ein wirklich ebenes und glattes Bearbeitungsergebnis sicherzustellen. Diese tatsächlichen Abtragkoordinaten können beispielsweise in dem Speicher 32 der Vorrichtung festgehalten werden, um später Qualitätsmanagementaussagen treffen zu können.

BEZUGSZEICHEN LISTE

Vorrichtung

Gehäuse

Prozesskammer

Prozesskammerboden

Dosierbehälter

Baukammer

Träger

Überlaufbehälter

Baumaterial

Dosierkammerboden

Klinge

Beschichter

Oberfläche

Bauteil

Bestrahlungseinrichtung

Laser

Scanner

Strahl v.16

Speicher

Prozessor

Ausgang v.20 Sensor

Speicher Schleifwalze

Roboterarm