Rapp, Marin (Friedrichstrasse 34, Kernen i.R., 71394, DE)
Baur, Harald (Kronenstrasse 14, Rottenburg, 72108, DE)
Rapp, Marin (Friedrichstrasse 34, Kernen i.R., 71394, DE)
| 1. | Verfahren zur Herstellung einer axial spielfreien Mit nahmeverbincLung zwischen mindestens einer linear verschiebbar geführten Stange (5) und einer parallel dazu linear ver¬ schiebbar geführten Führungseinheit (22) bei einem Linearan trieb (1) , wobei bei hergestellter Mitnahmeverbindung ein Koppelglied (26) der Führungseinheit (22) vor eine Stirnflä¬ che (27) der Stange (5) ragt und mit der Stange (5) verklebt ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Koppelglied (26) nach dem Applizieren des Klebstoffes (34) mittels mindestens einer Befestigungsschraube (38) so axial mit der Stange (5) ver¬ schraubt wird., dass quer zur Verschieberichtung Relativbewe¬ gungen zwischen dem Koppelglied (26) und der Stange (5) mög¬ lich bleiben, dass anschließend, noch vor dem Aushärten des Klebstoffes (34) , die die Führungseinheit (22) und die Stange (5) umfassende Bewegungseinheit (46) axial mindestens einmal zwischen ihren beiden Hubendlagen relativ zum Gehäuse (2) des LinearantrieJoes (1) verlagert wird, und dass nach dem an¬ schließenden Aushärten des Klebstoffes das endgültige Fest¬ ziehen der Befestigungsschraube (38) erfolgt. |
| 2. | Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Befestigungsschraube (38) mit ihrem Schaft (37) durch eine Durchbrechung (42) des Koppelgliedes (26) hindurchsteckt und in eine zur Stirnfläche (27) ausmündende Gewindebohrung 5 (36) der Stange (5) einschraubt. |
| 3. | Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich¬ net, dass man die der Stange (5) zugewandte Fügefläche (35) am Grund eineir das stirnseitige Eintauchen der Stange (5) er lo möglichenden Vertiefung (47) des Koppelgliedes (26) vorsieht, in die man zweckmäßigerweise den Klebstoff (34) einbringt. |
| 4. | Verfahren, nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich¬ net, dass man als der Stange (5) zugewandte Fügefläche (35) i5 einen umfangsseitig begrenzten Flächenabschnitt des Koppel gliedes (26) vorsieht. |
| 5. | Verfahren, nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch ge¬ kennzeichnet, dass man die Bewegungseinheit (46) vor dem Aus 20 härten des Klebstoffes (34) mehrmals zwischen ihren Hubendla¬ gen hin und b_erbewegt. |
| 6. | Verfahren, nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch ge¬ kennzeichnet, dass mindestens eine Stange (5) von einer An 25 triebsstange des Linearantriebes (1) gebildet ist. |
| 7. | Verfaiiren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, gekennzeich¬ net durch eine Anwendung bei einem durch Fluidkraft oder elektrisch, angetriebenen Linearantrieb (1) . |
| 8. | Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, gekennzeich¬ net durch eine Anwendung bei einem Linearantrieb (1), dessen Führungseinheit (22) schlittenartig ausgebildet ist. |
| 9. | Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, gekennzeich net durch eine Anwendung bei einem Linearantrieb (1), dessen Koppelglied. (26) als Jochplatte ausgebildet ist. |
Die Erfindung betrifft ein Verfahren ziαr Herstellung einer axial spielfreien Mitnahmeverbindung zwischen mindestens ei¬ ner linear verschiebbar geführten Stange und einer parallel dazu linear verschiebbar geführten Führungseinheit bei einem Linearantrieb, wobei bei hergestellter Mitnahmeverbindung ein Koppelglied der Führungseinheit vor eine Stirnfläche der Stange ragt und mit der Stange verklebt ist.
Ein aus der EP 0868965 Bl bekannter Linearantrieb verfügt über mindestens eine relativ zum Gehäuse des Linearantriebes verschiebbare Antriebsstange, die mit einer ebenfalls an dem Gehäuse linear verschiebbar geführten Führungseinheit axial spielfrei bewegungsgekoppelt ist. Zur Verbindung mit der An¬ triebsstange besitzt die Führungseinheit ein als Jochteil konzipiertes Koppelglied, das vor die Antriebsstange ragt und mit dieser axial spielfrei verschraubt ist, um eine Mitnahme¬ verbindung herzustellen. Aufgrund von Form- und Lagetoleran¬ zen der einzelnen Komponenten kann das Aufbringen des Anzugs- moments auf die Befestigungsschraube QuerkrεLfte zur Folge ha¬ ben, die die Parallelität von Antriebsstange und Führungsein- heit beeinträchtigen, was einen schwergängicjeren Lauf der die Antriebsstange und die Führungseinheit beintxaltenden Bewe- 5 gungseinheit zur Folge hat und zu verstärktem Verschleiß so¬ wie einer Reduzierung der Lebensdauer führen, kann. Eine ver¬ gleichbare Anordnung geht auch aus der DE 101 16 634 C2 her¬ vor.
lo Bei einem aus der DE 20316693 Ul bekannten Linearantrieb der eingangs genannten Art versucht man die gescliilderte Proble¬ matik dadurch in den Griff zu bekommen, dass auf eine Schraubverbindung verzichtet und stattdessen, auf eine reine Klebeverbindung zurückgegriffen wird. Vor allem wenn Zugkräf- i5 te zu übertragen sind, geht dies jedoch zu Lasten der Belast¬ barkeit des Linearantriebes.
Die Möglichkeit, zwei Teile durch eine Klebe-verbindung anein¬ ander zu befestigen, wird auch in dem Fachbuch "Der Stirling- 20 motor, einfach erklärt und leicht gebaut", Dieter Viebach, 1. Auflage 1998, ökobuch-Verlag, Staufen bei Freiburg, Seiten 3, 4, 37 und 51, beschrieben. Dort wird erläuitert, dass eine mittels eines Zweikomponenten-Klebers in einem Schwungrad zu befestigende Nabe in dem Schwungrad ausgerichtet werden kann, 25 solange der Zweikomponenten-Kleber noch weicti ist. Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, Maßnahmen vor¬ zuschlagen, die bei Verringerung der VerschHeißproblematik eine sehr belastbare Mitnahmeverbindung innerhalb des Kraft¬ flusses der Bewegungseinheit eines Linearantriebes ermögli- s chen.
Gelöst wird diese Aufgabe in Verbindung mit einem Verfahren der eingangs genannten Art dadurch, dass das Koppelglied nach dem Applizieren des Klebstoffes mittels mindestens einer Be- o festigungsschraube so axial mit der Stange verschraubt wird, dass quer zur Verschieberichtung Relativbewegungen zwischen dem Koppelglied und der Stange möglich bleiloen, dass an¬ schließend, noch vor dem Aushärten des Klebstoffes, die die Führungseinheit und die Stange umfassende Bewegungseinheit 5 axial mindestens einmal zwischen ihren beiden Hubendlagen re¬ lativ zum Gehäuse des Linearantriebes verlagert wird, und dass nach dem anschließenden Aushärten des Klebstoffes das endgültige Festziehen der Befestigungsschrau.be erfolgt.
o Auf diese Weise werden die zu verbindenden Komponenten zu¬ nächst durch eine Klebeverbindung so aneinander fixiert, dass beim anschließenden Festziehen der mindestens einen Befesti¬ gungsschraube keine Auslenkung mehr zwischen den zu ver¬ schraubenden Komponenten auftritt. Man erreicht dadurch eine 5 in axialer Richtung spielfreie und zugleich hochbelastbare Verbindung ohne Beeinträchtigung der Leichtgängigkeit der vorhandenen Führungen. Vor dem Aushärten des Klebstoffes wird durch mindestens einmaliges und vorzugsweise mehrmalicfes Hin- und Herbewegen der Bewegungseinheit zwischen den Huberαdlagen eine exakte Ausrichtung zwischen der Führungseinheit u_nd der Stange erreicht, wobei die in diesem Zusammenhang vorcjenomme- ne Vorfixierung durch die mindestens eine Befestigungsschrau¬ be die notwendige axiale Mitnahme gewährleistet, ohne die re¬ lative Querbeweglichkeit der Komponenten zum Zwecke der ge¬ genseitigen Ausrichtung zu behindern.
Das Verfahren kann sowohl angewendet werden, wenn die mit der Führungseinheit zu koppelnde Stange eine Führungsstancje ist, als auch wenn es sich dabei um eine Antriebsstange handelt, die beispielsweise - bei einem fluidbetätigten Linearauαtrieb - mit einem Antriebskolben oder - bei einem elektrisctαen Li- nearantrieb - mit elektrisch aktivierbaren Antriebsmitteln gekoppelt ist.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung gehen aus clen Un¬ teransprüchen hervor.
Der Klebstoff lässt sich ohne weiteres an einer der Stange zugewandten Fügefläche des Koppelgliedes applizieren, die um- fangsseitig nicht begrenzt ist. Als besonders vorteilhaft wird allerdings eine Ausführungsform angesehen, bei der man die der Stange zugewandte Fügefläche des Koppelgliedes am Grund einer Vertiefung vorsieht, in die die Stange ein Stück weit eintauchen kann und in die man den Klebstoff zuvor ein¬ bringt.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand der beiliegenden Zeiclfci- nung näher erläutert. In dieser zeigen:
Fig. 1 einen unter Anwendung des erfindungsgemäßen Verfalα- rens hergestellten Linearantrieb in perspektivi¬ scher Darstellung,
Fig. 2 den Linearantrieb aus Fig. 1 im Längsschnitt gemäß Schnittlinie H-II und
Fig. 3 den in Fig. 2 bei III markierten Ausschnitt in vex- größerter Darstellung. Der exemplarisch abgebildete Linearantrieb 1 verfügt über ezLn Gehäuse 2, in dem sich mindestens ein sich linear erstrecken¬ der Aufnahmeraum 3 befindet, in dem ein Antriebskolben 4 li¬ near verschiebbar aufgenommen ist. Eine mit dem Antriebskol— ben 4 verbundene und beispielsweise verschraubte Antriebs- Stange 5 erstreckt sich ausgehend von dem Antriebskolben 4 dLn einer axialen Richtung, wobei sie eine den Aufnahmeraum 3 eiL- nenends begrenzende, vorzugsweise durch einen Deckel reali¬ sierte Abschlusswand 6 nach außen hin durchsetzt. Der An- triebskolben 4 bildet zusammen mit der Antriebsstange 5 eine Antriebseinheit 7 mit einer Längsachse 8, die mit der Längs¬ achse der Antriebsstange 5 identisch ist. Der Antriebskolben 4 unterteilt den Aufnahmeraum 3 axial in zwei Arbeitskammern 12a, 12b, in die jeweils ein das Gehäuse durchsetzender gesonderter Fluidkanal 13 führt, um ein Druck- s ' medium, beispielsweise Druckluft, nach Wahl einzuspeisen oderr abzuführen und dadurch die Antriebseinheit 7 zu einer durch einen Doppelpfeil angedeuteten ersten Linearbewegung 14 anzu¬ treiben.
lo Die Antriebsstange 5 ist beim Ausführungsbeispiel hohl und daher rohrförmig ausgebildet. Sie kann allerdings auch aus Vollmaterial bestehen. Anstatt in einer durch Fluidkraft antreibbaren Bauweise kann der Linearantrieb auch elektrisch betätigbar ausgeführt sein. An dem Gehäuse 2 kann in diesem i5 Fall beispielsweise ein strichpunktiert angedeuteter Elektro¬ motor 15 angeordnet sein, der über Antriebsmittel 16, bei¬ spielsweise eine Gewindespindel, mit der Antriebsstange 5 antriebsmäßig gekoppelt ist.
20 Durch entsprechende Ausgestaltung der Antriebsmittel kann derr Linearantrieb auch als elektrodynamischer Lineardirektantrieb ausgebildet sein. In diesem Falle werden die Antriebskräfte magnetisch auf die Antriebsstange übertragen.
25 Die Abschlusswand 6 ist mit einer Führungsbüchse 17 ausges¬ tattet, die von der Antriebsstange 5 durchsetzt wird, um eine leichtgängige Verschiebeführung der Letzteren zu erzielen. Die Querabstützung der Antriebsstange 5 gegenüber dem Gehäuse 2 an ihrem im Aufnahmeraum 3 liegenden inneren Ende übernimmt der Antriebskolben 4, der am Außenumfancf zweckmäßigerweise mit mindestens einem Führungsring 18 ausgestattet ist, der am s Innenumfang des Aufnahmeraumes 3 entlaneggleiten kann.
Außen am Gehäuse 2 ist eine beim Ausfühirungsbeispiel schlit¬ tenartig ausgebildete Führungseinheit 22 linear verschiebbar geführt. Die Linearbewegung, die die Fut3.rungseinh.eit 22 rela- o tiv zum Gehäuse 2 ausführen kann, sei alLs zweite Linearbewe¬ gung 23 bezeichnet und ist in Fig. 2 du_εrch einen Doppelpfeil angedeutet. Ihre Richtung verläuft paralLlel zur Richtung der ersten Linearbewegung 14 der Antriebseinheit 7.
s Die Führungseinheit 22 erstreckt sich mi_t einem bevorzugt . tischförmig ausgebildeten Führungsabschnitt 25 längsseits ne¬ ben dem Gehäuse 2, wobei sie das Gehäuse 2 entsprechend der momentanen Position mehr oder weniger weit axial überlappt. An einer Stirnseite des Führungsabschnittes 25 ist ein zweck- 0 mäßigerweise als Jochplatte ausgebildetes Koppelglied 26 an¬ geordnet, das sich quer zu der Längsachse 8 erstreckt und vor die Stirnfläche 27 des außerhalb des Get-täuses 2 liegenden Endabschnittes der Antriebsstange 5 ragt .
5 Für die verschiebbare Lagerung der Führixngseinheit 22 sorgt eine zwischen dem Führungsabschnitt 25 αnd dem Gehäuse 2 an¬ geordnete Linearführungseinrichtung 24. Diese beinhaltet beim Ausführungsbeispiel eine an der dem Gehäuse 2 zugewandten Un¬ terseite des Führungsabschnittes 25 befestigte zentrale Füh¬ rungsschiene 28, die randseitig von zwei außen am Gehäuse 2 angebrachten äußeren Führungsschienen 32 flankiert ist, wobei zwischen der zentralen Führungsschiene 28 und einer jeden äu¬ ßeren Führungsschiene 32 eine geeignete Anzahl von Gleit- und/oder Wälzelementen vorgesehen ist. Die Längsachse 33 der Linearführungseinrichtung 24 verlauf:t parallel zu der mit der Längsachse 8 zusammenfallenden Längsachse des Aufnahmeraumes 3.
Die Antriebseinheit 7 ist mit der Fiάhrungseinheit 22 in axia¬ ler Richtung, also in Richtung der Liinearbewegungen 14, 23, spielfrei bewegungsgekoppelt. Hierziα liegt zwischen der An¬ triebsstange 5 und dem vor diese ragenden Koppelglied 26 eine axial spielfreie MitnähmeVerbindung vor. Letztere wird reali¬ siert durch eine Kombination aus einer Klebeverbindung und einer Schraubverbindung. Näheres hierzu vermittelt unter an¬ derem die vergrößerte Darstellung der Fig. 3.
Die Antriebsstange 5 liegt mit ihrer- Stirnfläche 27 unter Zwischenschaltung einer Schicht aus Klebstoff 34 an einem als Fügefläche 35 bezeichneten Flächenab>schnitt des Koppelgliedes 26 an. Der Klebstoff 34 sorgt dabei für eine stoffschlüssige Verbindung zwischen den vorgenannten. Komponenten. Zur Realisierung der zusätzlichen Schraubverbindung verfügt die Antriebsstange 5 über eine zu ihrer Stirnfläche 27 aus¬ mündende, insbesondere koaxiale Gewindebohrung 36, in die der Schaft 37 einer Befestigungsschraube 38 eingeschraubt ist, die eine axial gerichtete Durchbrechung 42 des Koppelgliedes 26 von der der Antriebsstange 5 entgegengesetzten Seite her durchsetzt. Dabei stützt sich die Befestigungsschraube 38 mit ihrem Schraubenkopf 43 an einer axial von der Antriebsstange 5 wegweisenden Abstützfläche 44 des Koppelgliedes 26 ab, so- dass beim Festziehen der Befestigungsschraube 28 die An¬ triebsstange 5 und das Koppelglied 26 fest mit dem dazwischen angeordneten Klebstoff 34 verspannt werden.
Die Abstützfläche 44 befindet sich zweckmäßigerweise in einer den Schraubenkopf 43 über seine gesamte Höhe aufnehmenden Vertiefung des Koppelgliedes 26.
Wird durch entsprechende Betätigung die erste Linearbewegung 14 der Antriebseinheit 7 in der einen oder anderen Richtung hervorgerufen, findet durch Drücken bzw. Ziehen eine Kraft¬ übertragung auf die Führungseinheit 22 statt, die mithin syn¬ chron die zweite Linearbewegung 23 ausübt. Letztere kann an der Führungseinheit 22 abgegriffen werden, um beispielsweise eine Komponente einer Maschine, einen zur Handhabung von Tei- len eingesetzten Greifer oder ein sonstiges Bauteil zu verla¬ gern bzw. zu positionieren. Zum lösbaren Anbringen dieser Bauteile ist die Führungseinheit 22 mit geeigneten Befesti- gungsmitteln 45 ausgestattet, beispielsweise in Gesta.lt von Gewindebohrungen.
Um einen möglichst verschleißarmen Betrieb des Lineaαtrantrie- bes 1 zu gewährleisten, sollten die beiden Linearbewegungen 14, 23 exakt parallel ausgerichtet sein. Würde man otxne er¬ gänzende Maßnahmen die SchraubVerbindung zwischen dem Koppe1- glied 26 und der AntriebsStange 5 realisieren, würde das hierbei eingeleitete Anzugsmoment allerdings erfahrungsgemäß eine Störung der Parallelität der beiden Linearbewegτ_ιngen 14, 23 bewirken, was eine Schwergängigkeit in der Linearführungs- einrichtung 24 sowie im Bereich der Führungsbüchse 11 und des Führungsringes 18 zur Folge hätte. Dadurch ist das Hervorru¬ fen gleichförmiger Bewegungen, vor allem bei sehr kleinbauen- den Linearantrieben, beeinträchtigt. Außerdem läge ein erhöh¬ ter Verschleiß vor.
Der beispielhafte Linearantrieb ist nun nach einem besonderen Verfahren hergestellt, das die volle Zugkraftübertrag-ung mit Hilfe einer Schraubverbindung ermöglicht, gleichzeitig aber einen leichtgängigen Betrieb gewährleistet.
Bei diesem Herstellungsverfahren kann der Linearantrieb bis auf die Herstellung der Mitnahmeverbindung zwischen cler An- triebsstange 5 und dem Koppelglied 26 komplett zusammengebaut werden. Nach einer Reihe von Herstellungsschri'tten liegt also ein Linearantrieb 1 vor, bei dem sowohl die Antriebseinheit 7 als auch die Führungseinheit 22 an dem Gehäuse 2 linear ver¬ stellbar geführt sind, allerdings noch keine Mitnahmeverbin- clung aufweisen, sodass sich eine voneinander unabhängige Be¬ wegbarkeit ergibt, s Anschließend wird auf die Stirnfläche 27 der AntriebsStange 5 und/oder auf die Fügefläche 35 des Koppelgliedes 26 Klebstoff 34 aufgebracht, und dann werden die beiden Flächen durch ent¬ gegengesetzt gerichtete Beaufschlagung von Führungseinheit 22 lo und Antriebseinheit 7 gegeneinandergedrückt.
Xn einem nächsten Schritt wird die Befestigungsschraube 38 von außen her durch die Durchbrechung 42 hindurchgeführt und In die Gewindebohrung 36 eingeschraubt. Sie wird dann leicht i5 angezogen, sodass der Kontakt zwischen dem Koppelglied 36 und cLer Antriebsstange 5 über den Klebstoff 34 gewahrt bleibt, g-leichzeitig aber quer zur Verschieberichtung von Antriebs- stange 5 und Führungseinheit 22 eine relative Beweglichkeit zwischen diesen beiden Komponenten möglich ist. Diese Beweg- 20 lichkeit kann sich, wie dies in Fig. 3 durch Pfeile angedeu¬ tet ist, dadurch äußern, dass die Komponenten relativ zuein¬ ander verschiebbar oder auch verkippbar sind.
In diesem durch die leicht angezogene Befestigungsschraube 38 2s vorfixierten Zustand wird dann die gesamte aus Führungsein¬ heit 22 und Antriebseinheit 7 bestehende Bewegungseinheit 46 einmal oder mehrmals zwischen ihren beiden Hubendlagen rela- tiv zum Gehäuse 2 verlagert. Dies geschieht zweckmäßigerweise duirch Krafteinwirkung von außen her auf die Führungseinheit 22, entweder maschinell oder manuell.
Diese als Ausrichtbewegung bezeichnete Bewegung der Bewe- gungseinheit 46 findet bei noch nicht ausgehärtetem Klebstoff 34 statt. Infolgedessen können sich die Führungseinheit 22 und die Antriebseinheit 7 entsprechend den Richtungen der vorgegebenen ersten und zweiten Linearbewegungen 14, 23 exakt zueinander ausrichten.
Nach. Beendigung der Ausrichtbewegung lässt man das System ru¬ hen, bis der Klebstoff 34 ausgehärtet ist. Letzteres kann re¬ lativ schnell geschehen, wenn beispielsweise ein entsprechen- der Zweikomponenten-Klebstoff oder ein UV-aushärtbarer Kleb¬ stoff verwendet wird.
Ist der Klebstoff 34 letztlich ausgehärtet, übernimmt er die Funktion einer Füll- bzw. Ausgleichsmasse, die die Antriebs- stange 5 gegenüber der Führungseinheit 22 abstützt und unver¬ änderlich in Position hält, auch wenn anschließend die Befes¬ tigungsschraube 38 endgültig mit dem für die im Betrieb ge¬ wünschte Kraftübertragung erforderlichen Anzugsmoment festge¬ zogen wird. Man kann nun also die SchraubVerbindung vollen- den, ohne Gefahr zu laufen, dass die Antriebsstange 5 und das Koppelglied 26 aufgrund einer möglichen Unregelmäßigkeit zwi- sehen der Stirnfläche 27 und der Fügefläche 35 ihre Relativ¬ position ändern.
Man erkennt insoweit in Fig. 3 einen Endzustand, wobei die Führuiαgsfläche 35 und die Stirnfläche 27 leicht schräg zuein¬ ander verlaufen - was der für das beispielhafte System opti¬ malen Ausrichtung entspricht -, wobei der eingefüllte Kleb¬ stoff diese Ausrichtung gegen die Zugkraft der Befestigungs¬ schraube 38 aufrechterhält.
Beim Aiαsführungsbeispiel verfügt das Koppelglied 26 an der der Antriebsstange 5 zugewandten Seite über eine glattflächi¬ ge, bevorzugt durchgehend ebene Gestalt. Die mit der Stirn¬ fläche 27 bzw. dem Klebstoff 34 zusammenwirkende Fügefläche 35 ist daher umfangsseitig nicht begrenzt, sodass der appli¬ zierte Klebstoff, welcher bei der Ausrichtbewegung eventuell verdrängt wird, ungehindert ausfließen kann.
Andererseits kann es von Vorteil sein, den Klebstoff 34 in gewisser Weise nach dem Aufbringen mechanisch zu fixieren. Ist dies gewünscht, kann das Koppelglied 26 an der der An¬ triebsstange 5 zugewandten Seite mit einer zu der Durchbre¬ chung 42 konzentrischen Vertiefung 47 versehen werden, in die die Stirnseite der AntriebsStange 5 geringfügig eintauchen kann und deren Grund die Fügefläche 35 darstellt. Eine solche alternative Bauform ist in Fig. 3 strichpunktiert angedeutet. Das erläuterte Verfahren lässt sich nicht nur einsetzen, um eine Antriebsstange bezüglich einer Führungseinheit 22 auszu¬ richten. In gleicher Weise könnte auch eine Führungsstange mit einer Führungseinheit verbunden werden, wobei selbst die zu verbindende Führungseinheit als Führungsabschnitt eine Führungsstange aufweisen kann, die dann zweckmäßigerweise über ein jochartiges Koppelglied mit der anderen Führungs¬ stange und/oder eventuell sogar einer zusätzlichen Antriebs- stange erfindungsgemäß verbindbar ist.
Die Schraubverbindung kann anstelle nur einer Befestigungs¬ schraube 38 auch mehrere Befestigungsschrauben aufweisen, wenn dies der Durchmesser der zu verbindenden Stange zulässt.
