DORN, Thomas (Weiglham 5, Eiselfing, 83549, DE)
MAYER, Gebhard (Breslauer Ring 24a, Traunstein, 83278, DE)
DORN, Thomas (Weiglham 5, Eiselfing, 83549, DE)
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PATENTANSPRüCHE
1. Verfahren zur Herstellung mindestens eines faserverstärkten Kunststoffprofiles (10) durch Pultrusion auf der Basis einer thermoplastischen Matrix (12) mit in die Matrix (12) imprägnierten Fasern (14), dadurch gekennzeichnet, dass die Matrix (12) nach Durchführung des Pultrusionsverfahrens mindestens teilweise aufgeschäumt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens teilweise Aufschäumen der Matrix (12) durch ein chemisches Treibverfahren erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Matrix (12) mindestens ein Treibmittel zugesetzt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens teilweise Aufschäumen der Matrix (12) durch ein physikalisches Treibverfahren erfolgt.
5. Verfahren nach Anspruch 1 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass in der Matrix (12) mindestens ein Gas zur Expansion gebracht wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens teilweise Aufschäumen der Matrix (12) durch ein Mischverfahren erfolgt.
7. Verfahren nach Anspruch 1 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Matrix (12) mindestens ein Schäumungsmittel zugesetzt und der entstehende Schaum verfestigt wird.
8. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens teilweise Aufschäumen der Matrix (12) durch eine Lösungsmethode erfolgt.
9. Verfahren nach Anspruch 1 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass aus der Matrix (12) Salze unter Bildung von Hohlräumen herausgelöst werden. - -
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem faserverstärkten Kunststoffprofil (10) um einen Tank eines Warmwasserspeichers handelt. |
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Verfahren zur Herstellung eines faserverstärkten
Kunststoffprofiles
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung mindestens eines faserverstärkten Kunststoffprofiles nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Aus der Offenlegungsschrift DE 198 52 159 C1 ist ein gattungsgemäßes Verfahren zur Herstellung von faserverstärkten Kunststoffprofilen durch Pultrusion auf der Basis einer thermoplastischen Matrix mit in die Matrix imprägnierten Fasern bekannt. Hierbei werden im Wickelverfahren verarbeitbare Fasern von einer Spule abgezogen, in einer Ummantelungsdüse mit durch einen Aufschmelzextruder zugeführter thermoplastischer Schmelze imprägniert und auf einem sich drehenden Formkern abgelegt.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein einfaches und kostengünstiges Verfahren zur Herstellung von faserverstärkten Kunststoffprofilen bereitzustellen, das eine Isolierung der faserverstärkten Kunststoffprofile bereits im Fertigungsprozess ermöglicht.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.
Bei einem erfindungsgemäßen Verfahren zur Herstellung von faserverstärkten Kunststoff profilen wird die Matrix nach Durchführung des Pultrusionsverfahrens (auch
Strangziehverfahren) mindestens teilweise aufgeschäumt. In vorteilhafter Weise kann der
Schaum als Isolierung für das faserverstärkte Kunststoffprofil dienen. Ein wesentlicher
Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens liegt darin, dass hierdurch eine Isolierung des faserverstärkten Kunststoffprofils bereits im Fertigungsprozess ermöglicht ist. Hierdurch ist kein zusätzliches Werkzeug und auch kein weiterer Fertigungsschritt notwendig. Somit können bereits bestehende Anlagen zur Durchführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens verwendet werden, da die Anlagen ohne Umbauten dafür eingesetzt werden können. Ein besonderer Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens liegt darin, dass kein zusätzlicher und insbesondere kein artfremder Werkstoff zur Isolierung notwendig ist, so dass eine verbesserte Recyclingfähigkeit des Kunststoff profus erzielt wird. In vorteilhafter weise ist der Schaumstoff praktisch aus jedem Kunststoff herstellbar.
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Vorzugsweise erfolgt das mindestens teilweise Aufschäumen der Matrix durch ein chemisches Treibverfahren. Hierdurch ist auf einfache und kostengünstige Weise ein Aufschäumen der Matrix realisierbar, indem der Matrix nach der Pultrusion mindestens ein Treibmittel zugesetzt wird, wobei die die Matrix aufschäumenden Gase bei der Polymerisation frei werden.
Bevorzugt erfolgt das mindestens teilweise Aufschäumen der Matrix durch ein physikalisches Treibverfahren. Auch hierdurch ist auf einfache und kostengünstige Weise ein Aufschäumen der Matrix realisierbar, indem in der Matrix mindestens ein Gas zur Expansion gebracht wird. Hierbei werden der Matrix nach der Pultrusion niedrig siedende Flüssigkeiten zugesetzt, die im Verlauf der Polymerisation verdampfen und so die typischen Gasblasen bilden.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung erfolgt das mindestens teilweise Aufschäumen der Matrix durch ein Mischverfahren, indem der Matrix mindestens ein Schäumungsmittel zugesetzt und der entstehende Schaum verfestigt wird.
In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung erfolgt das mindestens teilweise Aufschäumen der Matrix durch eine Lösungsmethode, indem aus der Matrix nach der Pultrusion Salze unter Bildung von Hohlräumen herausgelöst werden.
Vorzugsweise handelt es sich bei dem faserverstärkten Kunststoffprofil um einen Tank eines Warmwasserspeichers. In vorteilhafter Weise kann hierdurch der Warmwasserspeichertank bereits bei seiner Fertigung mit einer Isolierung versehen werden, so dass sich eine deutliche Kostenersparnis bei der Herstellung ergibt.
Anhand des in der Zeichnung dargestellten bevorzugten Ausführungsbeispiels wird die Erfindung nachfolgend näher beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung einer Pultrusionsanlage zur Durchführung eines Verfahrens zur Herstellung eines faserverstärkten Kunststoff profus, welches auf einem Wickelkern abgelegt ist.
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Fig. 2 eine Detailansicht auf das auf dem Wickelkern abgelegte, faserverstärkte Kunststoffprofil.
In den Figuren werden gleiche oder im Wesentlichen gleich bleibende Elemente mit den gleichen Bezugszeichen versehen.
Fig. 1 zeigt in einer schematischen Darstellung eine Pultrusionsanlage 16 zur Durchführung eines Verfahrens zur Herstellung eines faserverstärkten Kunststoffprofils 10 durch Pultrusion auf der Basis einer thermoplastischen Matrix 12 mit in die Matrix 12 imprägnierten Fasern 14.
Die Pultrusionsanlage 16 umfasst eine Zuführeinheit 18 zur Zuführung der Fasern 14, einen Wickelkern 20, einen Aufschmelzextruder 22 zur Zuführung von thermoplastischer Schmelze 12 und eine Ummantelungsdüse 24. Hierbei werden die im Wickelverfahren verarbeitbaren Fasern 14 von der als Spule ausgeführten Zuführeinheit 18 abgezogen, in der Ummantelungsdüse 24 mit der durch den Aufschmelzextruder 22 zugeführten thermoplastischen Schmelze 12 imprägniert und auf dem sich drehenden Wickelkern 20 abgelegt.
Um ein einfaches und kostengünstiges Verfahren zur Herstellung von faserverstärkten Kunststoffprofilen bereitzustellen, das eine Isolierung der faserverstärkten
Kunststoffprofile bereits im Fertigungsprozess ermöglicht, wird die Matrix 12 nach
Durchführung des Pultrusionsverfahrens mindestens teilweise aufgeschäumt. D.h. nach dem Austritt der thermoplastischen Matrix 12 des faserverstärkten Kunststoffprofils 10 aus der Ummantelungsdüse 24 findet ein mindestens teilweises Aufschäumen der Matrix 12 statt, wobei die Figuren 1 und 2 das Kunststoffprofil 10 nach dem Aufschäumen der Matrix
12 zeigen.
Zum Aufschäumen der Matrix 12 nach dem Pultrusionsverfahren können mehrere Möglichkeiten in Betracht gezogen werden, wobei eine erste Möglichkeit in Fig. 1 dargestellt ist. Die erste Möglichkeit besteht darin, dass das mindestens teilweise Aufschäumen der Matrix 12 durch ein chemisches Treibverfahren erfolgt, indem der Matrix 12 vorzugsweise mindestens ein Treibmittel 26 zugesetzt wird. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel wird das Treibmittel 26 vorzugsweise über den Aufschmelzextruder
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22 zugesetzt. Durch den Zusatz des Treibmittels 26 erreicht man bei einer chemischen Reaktion eine Gasentwicklung, welche zur Bildung des Schaumstoffes ausreicht.
Eine zweite Möglichkeit besteht darin, dass das mindestens teilweise Aufschäumen der Matrix 12 durch ein physikalisches Treibverfahren erfolgt, indem vorzugsweise mindestens ein Gas in der Matrix 12 zur Expansion gebracht wird. D.h. in der sich verfestigenden Matrix 12 wird das Gas, das sich unter hohem Druck in der Matrix 12 gelöst hat, zur Expansion gebracht. Hierdurch entstehen viele Gasblasen in der Matrix 12 des Kunststoffprofils 10.
Eine dritte Möglichkeit besteht darin, dass das mindestens teilweise Aufschäumen der Matrix 12 durch ein Mischverfahren erfolgt. Vorzugsweise wird der Matrix 12 mindestens ein Schäumungsmittel zugesetzt. Der dadurch entstehende Schaum wird dann verfestigt.
Eine vierte Möglichkeit besteht darin, dass das mindestens teilweise Aufschäumen der Matrix 12 durch eine Lösungsmethode erfolgt, indem aus der Matrix 12 Salze unter Bildung von Hohlräumen herausgelöst werden. D.h. durch Herauslösen verschiedener Salze aus der Matrix des Kunststoffprofils werden ein Schaumprofil bildende Hohlräume erzeugt.
Bevorzugt handelt es sich bei dem faserverstärkten Kunststoffprofil 10 um einen Tank eines Warmwasserspeichers.
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Bezugszeichenliste
10 faserverstärktes Kunststoffprofil
12 thermoplastische Matrix
14 Fasern 16 Pultrusionsanlage
18 Zuführeinheit zur Zuführung von Fasern
20 Wickelkern
22 Aufschmelzextruder
24 Ummantelungsdüse 26 Treibmittel
Next Patent: HOT WATER TANK, AND METHOD FOR THE OPERATION OF A HOT WATER TANK
