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Baumgartner, Michael (Hauptstr. 37a, Grafing, 85567, DE)
| 1. | 6 durch geänderte Ansprüche 1. 5 ersetzt] Patentansprüche Verfahren zur Herstellung eines Bodenbelages (10), insbesondere eines Autoteppichs, bei welchem eine Trägerschicht (2) mit einer an einer Seite. aufgebrachten Florschicht (1) an der der Florschicht (1) abgewandten Seite mit, der Hilfe einer Klebemittelschicht (4)'mit einer an der der Trägerschicht (2) abgewandten Seite beflockten Gewebeschicht (3) verbunden wird, dadurch gekennzeichnet, dass eine an ihrer der Trägerschicht (2) abgewandten Seite partiell beflockte Gewebeschicht (3) mit der Trägerschicht (2) durch die Klebemittelschicht (4) verbunden wird. |
| 2. | Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Klebemittelschicht (4) durch Rakeln auf die Gewebeschicht (3) und/oder die Trägerschicht (2) aufgebracht wird. |
| 3. | Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Beflockung (31,32) an der der Florschicht (1) abgewandten Seite der Gewebeschicht (3) durch partielles Aufbringen von KlebstRffschichten (31) und elektrostatisches Beflocken derselben mit Flocken (32) hergestellt wird. |
| 4. | Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das partielle Aufbringen der Klebstoffschichten (31) auf die Gewebeschicht (3) durch eine Offset. Druckoperation erfolgt. |
| 5. | Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine die Trägerschicht (2) und die darauf angeordnete Florschicht (1) umfassende bahnförmige Teppichware (21) von einer ersten Vorratsrolle (5) und eine die Gewebeschicht (3) und die Beflockung (31,32) aufweisende Materialbahn (33) von einer zweiten Vorratsrolle (6) abgerollt und zueinander zur Deckung gebracht werden, und dass die Gewebeschicht (3) und die damit zur Deckung gebrachte Trägerschicht (2) nach Aufbringen der Klebemittelschicht (4) auf die der Materialbahn (21) zugewandte Seite der Teppichware (21) und/oder auf die der Bahn (21) zugewandte Seite der Materialbahn (33) aneinander befestigt werden. |
Aus der DE 101 56 765 AI geht ein Verfahren zur Herstellung eines Autoteppichs hervor, der aus einer Schichtenfolge be- steht, die eine an einer Trägerschicht befestigte Flor- schicht und wenigstens eine Beflockungsschicht an der der Florschicht abgewandten Seite der Schichtenfolge besitzt, die durch direktes Beflocken der der Florschicht abgewand- ten Seite der Schichtenfolge aufgebracht wird. Die Aufgabe der Beflockungsschicht besteht darin, eine Rutschfestigkeit des Autoteppichs herbeizuführen. Es ist denkbar, die Beflo- ckungsschicht als einheitliche Schicht auszuführen, die die gesamte Fläche der Teppichware oder nur einen Teilbereich derselben überdeckt. Ebenso ist es denkbar, auch mehrere voneinander getrennte Beflockungsschichtbereiche aufzubrin- gen.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein Verfahren zur Herstellung eines Bodenbelages, insbesondere eines Teppichbodens anzugeben, durch das erreicht wird, dass der fertig hergestellte Bodenbelag relativ schnell austrocknen kann, zudem auch preisgünstiger herstellbar ist als bekannte vergleichbare Bodenbeläge und ferner äußerst rutschfest an einer Unterlage fixierbar ist.
Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Patentanspruches 1 gelöst.
Der wesentliche Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass der nach dem vorliegenden Verfahren hergestell- te Bodenbelag nach seiner Herstellung sehr viel schneller austrocknet, als der vergleichsweise bekannte Bodenbelag.
Zudem ist der nach dem erfindungsgemäßen Verfahren herge- stellte Bodenbelag vorteilhafterweise preisgünstig her- stellbar, weil zu seiner Herstellung sowohl relativ wenig Flocken als auch vergleichsweise wenig Klebstoff zur Beflo- ckung erforderlich sind, weil das beflockte Gewebe nur se- lektiv mit einer Klebstoffschicht und mit Flocken versehen wird.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung gehen aus den Unteransprüchen hervor.
Im folgenden werden die Erfindung und deren Ausgestaltungen im Zusammenhang mit den Figuren näher erläutert. Es zeigen : Figur 1 in schematischer Darstellung einen nach dem erfin- dungsgemäßen Verfahren hergestellten Autoteppich und Figur 2 eine Anordnung zur Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Herstellung eines Autoteppichs.
Gemäß der Figur 1 besteht die Schichtenfolge des nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten Bodenbelages bzw.
Autoteppichs 10 aus einer Florschicht 1, die auf einer Trä- gerschicht 2 in an sich bekannter Weise angeordnet ist.
Nachfolgend werden die Trägerschicht 2 mit der darauf auf- gebrachten Florschicht 1 als Teppichware 21 bezeichnet. Die Trägerschicht 2 ist an ihrer der Florschicht 1 abgewandten Seite mit einer Gewebeschicht 3 verbunden, die selektiv be- flockt ist, um eine besonders gute Haftung bzw. Rutsch- festigkeit des Autoteppichs 10 auf einer Unterlage zu be- wirken.
Wie dies die Figur 1 zeigt, werden zur selektiven Beflo- ckung der der Florschicht 1 abgewandten Seite der Gewebe- schicht 3 selektiv Klebstoffflächen 31 aufgebracht, die nachfolgend durch Beflocken jeweils mit einer Flocken- schicht 32 versehen werden.
Insbesondere werden die selektiven Klebstoffschichten 31 durch ein Offset-Druckverfahren partiell aufgebracht. Das Beflocken erfolgt vorzugsweise in an sich bekannter Weise durch elektrostatisches Beflocken.
Die Gewebeschicht 2 wird mit der Hilfe einer Klebemittel- schicht 4 an der Trägerschicht 2 befestigt.
Im folgenden wird im Zusammenhang mit der Figur 2 das Ver- fahren zur Herstellung des Autoteppichs 10 gemäß Figur 1 näher erläutert.
Die fertige Teppichware 21, die aus der Trägerschicht 2 und der darauf aufgebrachten Florschicht 1 besteht, wird vor- zugsweise in der Form einer Bahn von einer Vorratsrolle 5 abgerollt. Gleichzeitig wird die in der zuvor erläuterten Weise partiell beflockte Gewebeschicht 3 vorzugsweise von einer Vorratsrolle 6 in der Form einer Materialbahn 33 ab- gerollt und in den Bereich der bahnförmigen Teppichware 10 gebracht. Die der Materialbahn 33 zugewandte Seite der Tep- pichware 10 bzw. der Trägerschicht 2 und/oder die der Tep- pichware 10 zugewandte Seite der Materialbahn 33 bzw. der Gewebeschicht 3 wird mit einer Klebemittelschicht 4 verse- hen, die beispielsweise durch eine Rakeloperation auf die genannte Fläche bzw. Seite aufgebracht wird, und die Tep- pichware 10 sowie die Materialbahn 33 werden zum Verkleben aneinander gegeneinander gedrückt.
Es ist hierbei von besonderer Bedeutung, dass wegen der Ge- webestruktur der Gewebeschicht 3 und der Luftdurchlässig- keit derselben und wegen der nur partiellen Beflockung der- selben ein besonders schnelles Aushärten der Klebemittel- schicht 4 erfolgt, so dass die Gesamtherstellungszeit des Autoteppichs 10 wesentlich verkürzt wird. Durch die nur teilweise Beflockung der Gewebeschicht 3 wird erreicht, dass die Flocken sich zur Bewirkung einer besonders guten Rutschfestigkeit bürstenartig in die Unterlage eindringen und in dieser verkrallen. Bei einer vollflächigen Beflo- ckung wäre dieser Effekt nicht zu verzeichnen. Wegen der nur partiellen Beflockung lassen sich im Vergleich zu einer vollflächigen Beflockung bis zu 70% der Flocken und des Klebstoffes einsparen. Somit werden durch die Erfindung die Vorteile des schnelleren Aushärtens der Klebemittelschicht 4, der besseren Rutschfestigkeit des Bodenbelages 10 und der Einsparung an Klebstoff 31 und Flocken 32 sowie der da- mit verbundenen verringerten Herstellungskosten miteinander verbunden.
