NEIZERT, Hans-Georg (Wilhelm-Liebertz-Strasse 11, Königswinter, 53639, DE)
| Ansprüche Verfahren zur Herstellung von Hohlkörpern aus thermoplastischem Kunststoff, folgende Verfahrensschritte umfassend: - Erzeugen flächiger Vorfornnlinge aus plastifiziertem Kunststoff, - wobei den Vorformlingen jeweils ein spezifisches Wanddickenprofil aufgegeben wird, - Abkühlen der Vorformlinge zu formbeständigen Halbzeugen unter Beibehaltung des Wanddickenprofils, - Erwärmen der Halbzeuge und Ausformen der erwärmten Halbzeuge zu Teilen eines Hohlkörpers und - Verschweißen der Halbzeuge zu einem im Wesentlichen geschlossenen Hohlkörper. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Vorformlinge durch Extrusion plastifiziertem Kunststoffs hergestellt werden. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Wanddickenprofil den Vorformlingen während und/oder nach der Extrusion aufgegeben wird. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Extrusion der Vorformlinge mittels wenigstens eines Extrusionswerkzeuges mit wenigstens einer Breitschlitzdüse erfolgt. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Wanddickenprofil der Vorformlinge wenigstens teilweise durch Düsenspaltverstellung während der Extrusion erzeugt wird. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Wanddickenprofil der Vorformlinge wenigstens teilweise durch Umformen der noch schmelzeheißen Vorformlinge nach der Extrusion erzeugt wird. 7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Abkühlung der Vorformlinge während der Umformung erfolgt. 8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorformlinge mehrschichtig co-extrudiert werden. 9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Wanddickenverteilung der Vorformlinge durch Aufbringen zusätzlicher Schichten bei der Extrusion beeinflusst wird. 10. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass eine Umformung der Vorformlinge mittels wenigstens einer Profilwalze erfolgt. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass eine Umformung der Vorformlinge mittels wenigstens einer Prägepresse erfolgt. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11 , dadurch gekennzeichnet, dass den Halbzeugen bei der Erwärmung ein Temperaturprofil aufgegeben wird. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11 , dadurch gekennzeichnet, dass die Halbzeuge mehrstufig aufgeheizt werden, wobei in einer ersten Stufe ein Aufheizen und ggf. Halten bei einer ersten kleineren Temperatur und in einer zweiten Stufe ein Aufheizen auf eine zweite größere Temperatur erfolgt. 14. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Abkühlen der Vorformlinge mittels wenigstens einer der Extrusion nachgeschalteten Kühleinrichtung erfolgt. 15. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorformlinge in Schwerkraftrichtung extrudiert werden und mittels wenigstens einer Abzugseinrichtung horizontal transportiert werden. |
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Hohlkörpern aus thermoplastischem Kunststoff.
Die Erfindung betrifft insbesondere ein Verfahren zur Herstellung von
Kraftstoffbehältern aus thermoplastischem Kunststoff. Solche Behälter besitzen in der Regel einen mehrschichtigen Wandaufbau aus HDPE mit EVOH als
Barriereschicht gegenüber kohlenwasserstoffhaltigen Fluiden.
Klassisches Herstellungsverfahren für solche Kraftstofftanks aus Polyethlyen ist das Extrusionsblasformen. Dabei wird ein schlauchförmiger Vorformling aus Kunststoff extrudiert und im schmelzeheißen Zustand innerhalb eines
mehrteiligen Extrusionsblasformwerkzeugs unter Anwendung von Differenzdruck, beispielsweise durch Aufblasen mittels eines Blasdorns zu dem fertigen Behälter, umgeformt, wobei das schlauchförmige Extrudat während der Ausformung innerhalb des Werkzeugs an die Kontur des Blaswerkzeugs angelegt wird. In dem blasgeformten Tank werden nun über Öffnungen, die nachträglich in die
Tankwand geschnitten werden, Benzinpumpe, Füllstandsanzeiger, Sensoren und ggf. Ventile eingesetzt. Die Öffnungen werden nach dem Einbau der
Komponenten entweder wieder zugeschweißt oder im Falle von Serviceöffnungen mit abgedichteten Schraubdeckeln versehen. Der Prozess des nachträglichen Einbringens von Komponenten in den Kraftstoffbehälter ist kosten intensiv und führt zu potentiellen Leckagen für flüssige und/oder gasförmige
Kohlenwasserstoffe.
Es sind deshalb verschiedenste Ansätze bekannt geworden, Komponenten in den Behälter bereits bei der Herstellung des Behälters mit einzubringen. So ist es beispielsweise bekannt, den schlauchförmigen Vorformling aus Kunststoff während oder nach der Extrusion der Länge nach aufzutrennen und zu
bahnförmigen bzw. flächigen Halbzeugen/Vorformlingen auszubreiten. Ein solches Verfahren ist beispielsweise aus der EP 1 184 157 A1 bekannt. Das Verfahren umfasst die Herstellung eines schlauchförmigen KunststofTvorformlings in einer Blasform- oder Co-Extrusionsblasformanlage, das Aufschneiden des extrudierten oder co-extrudierten Kunststoffvorformlings zu wenigstens einem flächigen Halbzeug, das Thermoformen der erhaltenen flächigen Halbzeuge zu Halbschalen sowie das Verschweißen der thermogeformten Halbschalen zu einem Hohlkörper. Das Verschweißen der thermogeformten Halbschalen erfolgt nach dem Verfahren gemäß EP 1 184 157 A1 aus der Tiefziehwärme.
Ein Vorteil dieses Herstellungsverfahrens liegt darin, dass vor dem Verschweißen der tiefgezogenen Halbzeuge ggf. Einbauten wie etwa beispielsweise
Komponenten eines Kraftstoffsystems, problemlos auf der Innenseite der
Halbschalen angebracht werden können. Ein weiterer Vorteil dieses Verfahrens ist darin zu sehen, dass durch die Herstellung der flächigen Halbzeuge über eine Blasformanlage eine gezielte und reproduzierbare Wanddickensteuerung für die Vorformlinge möglich ist. Die Möglichkeiten der Wanddickensteuerung bei der Extrusion von schlauchförmigen Vorformlingen sind allerdings nur insoweit gegeben, als dass eine gleichmäßige und reproduzierbare Wanddickenverteilung in den Tankhalbschalen gewährleistet ist. Eine solche Wanddickensteuerung wird bei Extrusionsblasformanlagen üblicherweise über die Verstellung des
Düsenspalts während der Extrusion bewerkstelligt, wobei zwischen sogenannter axialer Wanddickensteuerung, d. h. in Längsrichtung des Extrudats und radialer Wanddickensteuerung, d. h. über den Umfang des Extrudats, unterschieden wird. Der aus dem Extrusionskopf ausgestoßene Massestrom wird über den Umfang des extrudierten Schlauchs verteilt, sodass sich zwangsläufig eine gewisse Abhängigkeit der Materialverteilung der beiden Halbschalen voneinander einstellt. Bei einem weiteren im Stand der Technik bekannten Herstellungsverfahren, dem sogenannten Thermoformverfahren, werden zunächst zwei Halbschalen durch Tiefziehen entsprechendder Plattenhalbzeuge gefertigt und diese in einem zweiten Verfahrensschritt miteinander verschweißt. Ein grundlegender Nachteil dieses Verfahrens besteht allerdings u. a. in der nur bedingt kontrollierbaren Wanddickenverteilung in den Tankhalbschalen, beispielsweise über ein
Temperaturprofil beim Aufheizen. Die Wanddickenverteilung und somit die
Sperrschichtdickenverteilung lassen sich nur unzureichend kontrollieren, da die Plattenhalbzeuge eine gleichmäßige Wanddicke besitzen, sodass je nach Reckverhältnis beim Tiefziehen die Wanddicke bzw. die Sperrschichtdicke lokal stark ausgedünnt werden kann.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung von Hohlkörpern aus thermoplastischem Kunststoff bereitzustellen, insbesondere von Großbehältnissen wie Kraftstoffbehältern, welches noch mehr als die bisher bekannten Verfahren dem Problem der Wanddickenverteilung am fertigen
Erzeugnis Rechnung trägt. Insbesondere soll es möglich sein, Vorformlinge bzw. Halbzeuge zu erhalten, deren Wandungen regelrechte„Topographien" aufweisen.
Dem liegt insbesondere die Überlegung zugrunde, dass eine günstige
Materialverteilung am fertigen Erzeugnis auch einem sparsamen Materialeinsatz Rechnung trägt und somit eine besonders kostengünstige Fertigung ermöglicht. Darüber hinaus werden auch den Anforderungen an den Leichtbau Rechnung getragen.
Die Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren zur Herstellung von Hohlkörpern aus thermoplastischem Kunststoff, folgende Verfahrensschritte umfassend: - Erzeugen von bahn- oder plattenförmigen Vorformlingen aus
plastifiziertem Kunststoff,
- wobei den Vorformlingen jeweils ein spezifisches Wanddickenprofil aufgegeben wird,
- Abkühlen der Vorformlingen zu formbeständigen Halbzeugen unter Beibehaltung des Wanddickenprofils,
- Erwärmen der Halbzeuge und Ausformen der erwärmten Halbzeuge zu Teilen eines Hohlkörpers und Verschweißen der Halbzeuge zu einem Hohlkörper. Die Erfindung rückt grundsätzlich von dem Prinzip ab, die Herstellung des
Hohlkörpers aus der ersten Hitze, d. h. aus der Schmelzewärme des extrudierten Vorformlings zu betreiben. Vielmehr werden in einem ersten Schritt
vorkonfektionierte Halbzeuge hergestellt, die unter Wiedererwärmung und Umformung zu entsprechend ausgebildeten Halbzeugen zu einem Hohlkörper verschweißt werden.
Ein grundsätzlicher Vorzug des erfindungsgemäßen Verfahrens ist u. a. darin zu sehen, dass bei der Herstellung der fertigen Hohlkörper, beispielsweise bei der Herstellung von Kraftstoffbehältern, der Hersteller keine Extrusionseinrichtungen bereithalten muss. Insbesondere die für die Herstellung von Großgebinden erforderlichen Extrusionseinrichtungen beanspruchen wegen der Größe der herzustellenden Vorformlinge verhältnismäßig viel Aufstellplatz.
Erfindungsgemäß erfolgt nach dem Abkühlen der Vorformlinge zu
formbeständigen Halbzeugen vorzugsweise ein Trimmen/Vorkonfektionieren der Halbzeuge. Ein besonderer Vorteil des Verfahrens ist darin zu sehen, dass bei Herstellung von Kraftstoffbehältern bzw. bei Herstellung von Tanks, die Tankkomponenten im Tank optimal platziert werden können, bevor die beiden Tankhälften miteinander verschweißt werden. Darüber hinaus hat das Verfahren insbesondere den Vorzug, dass die Halbzeuge mit einer vorgegebenen Wanddickenverteilung/ Topographie hergestellt werden können.
Vorzugsweise wird das Wanddickenprofil den Vorformlingen während und/oder nach der Extrusion aufgegeben. Bei einer besonders bevorzugten Variante erfolgt die Extrusion der Vorformlinge mittels eines Extrusionswerkzeugs mit wenigstens einer Breitschlitzdüse.
Insbesondere die Verwendung von Breitschlitzdüsen zum Extrudieren
plattenförmiger oder bahnförmiger Vorformlinge hat den Vorzug, dass eine gezielte Wanddickensteuerung über die gesamte Breite des Vorformlings möglich ist.
Alternativ kann die Extrusion der Vorformlinge mittels eines herkömmlichen Extrusionskopfs einer herkömmlichen Extrusionslblasformanlage oder Co- Extrusionsblasformanlage erfolgen, wobei zunächst ein schlauchförmiger Vorformling extrudiert wird, der unmittelbar nach Austritt aus dem Extrusionskopf oder während des Austritts aus dem Extrusionskopfs an diametral
gegenüberliegenden Stellen der Länge nach aufgetrennt wird. Der aufgetrennte Schlauch kann nur dann zu zwei bahnförmigen bzw. flächigen Vorformlingen ausgebreitet werden. Bei Herstellung der Vorformlinge zunächst als
schlauchförmiges Extrudat kann den Vorformlingen ein Wanddickenprofil mittels der bekannten axialen und/oder radialen Wanddickensteuerung aufgegeben werden. Grundsätzlich kann das Wanddickenprofil der Vorformlinge wenigstens teilweise durch Düsenspaltverstellung während der Extrusion erzeugt werden. Bei
Verwendung von Extrusionseinrichtungen mit Breitschlitzdüsen bzw. mit sich geradlinig erstreckenden Düsenspalten kann beispielsweise der Düsenspalt wenigstens einseitig unmittelbar von einer Anzahl von unabhängig voneinander quer zur Extrusionsrichtung verstellbaren Segmenten begrenzt sein, die eine stufen- oder treppenförmige Verstellung der Weite und/oder Breite des
Düsenspalts ermöglichen. Die Segmente können jeweils als Schieber ausgebildet sein, die über einzelne Stelleinrichtungen bzw. Aktuatoren quer zur
Schmelzeflussrichtung verstellbar sind. Durch dynamische Verstellung der Segmente während der Extrusion wird dem Vorformling über die Länge und/oder Breite ein Wanddickenprofil aufgegeben werden.
Erfindungsgemäß wird dieses Wanddickenprofil durch Abkühlung der
Vorformlinge„eingefroren", sodass plattenförmige Halbzeuge erhalten werden, die nach Wiederaufheizung beispielsweise durch Thermoformen und/oder
Tiefziehen zu entsprechenden Halbschalen eines Kunststoffbehälters umgeformt werden. Eine Verschweißung der Halbschalen kann aus der Tiefziehwärme oder auch unter Zuhilfenahme von bekannten Heizelementen erfolgen, welche die Halbschalen im Bereich von umlaufenden Flanschen zwecks Verschweißung aufheizen.
Das vorherige Abkühlen und Einfrieren der Topographie der Vorformlinge kann aktiv unter Zuhilfenahme von Kühlmitteln aber auch passiv bei
Umgebungstemperatur erfolgen. Vorzugsweise kann das Wanddickenprofil der Vorformlinge durch Umformen der noch schmelzeheißen Vorformlinge nach der Extrusion erzeugt werden. Wird den Vorformlingen nach der Extrusion ein
Wanddickenprofil aufgegeben, kann beispielsweise die Abkühlung der
Vorformlinge während der Umformung erfolgen.
Zweckmäßigerweise werden die Vorformlinge mehrschichtig co-extrudiert.
Insbesondere bei der Herstellung von Kraftstoffbehältern als Hohlkörper ist eine Co-Extrusion von HDPE mit EVOH als in die HDPE-Schichten eingebettete Barriereschicht besonders vorteilhaft. Diese Sperrschicht oder Barriereschicht aus Ethyl-Vinyl-Alkohol (EVOH) dient als Diffusionsbarriere für flüssige oder gasförmige Kohlenwasserstoffe. Beispielsweise kann ein typischer
mehrschichtiger Wandaufbau sechsschichtig sein, wobei die jeweils äußeren Schichten aus HDPE bestehen, die Barriereschicht in zwei Haftvermittlerschichten eingebettet ist und zwischen einer Haftvermittlerschicht und der äußeren HDPE- Schicht eine sogenannte Mahlgutschicht oder Rezyklatschicht eingebettet ist. Bei einem Kraftstoffbehälter kann die äußere Schicht der Wandung des Behälters aus mit Russ eingefärbtem HDPE ausgebildet sein. Von außen nach innen schließen sich daran eine Mahlgutschicht, eine Haftvermittlerschicht, eine EVOH-Schicht, eine Haftvermittlerschicht und eine HDPE-Schicht an. Die innere HDPE-Schicht, die vorstehend zuletzt genannt ist, besteht in der Regel aus nicht eingefärbten jungfräulichen Polyethylen. Die Mahlgutschicht umfasst Bestandteile aller zuvor erwähnten Schichten und besteht in der Regel aus rezykliertem Abfall-/
Butzenmaterial, das bei der Herstellung der Halbschalen anfällt. Hierzu eignet sich beispielsweise das anfallende Trimmmaterial bei der Vorkonfektionierung der Halbschalen.
Eine Wanddickenverteilung der Vorformlinge kann alternativ oder zusätzlich auch durch das Aufbringen zusätzlicher Schichten bei der Co-Extrusion
mehrschichtiger Vorformlinge beeinflusst werden. Beispielsweise können bei der Extrusion mehrere zusätzliche Dickschichten in Form von zusätzlichen Schichten „aufgesattelt" werden.
Bei einer vorteilhaften Variante des Verfahrens gemäß der Erfindung ist vorgesehen, dass eine Umformung der Vorformlinge mittels Profilwalzen erfolgt. Dabei erfolgt zunächst beispielsweise die Extrusion von bahnförmigen oder lappenförmigen flächigen Vorformlingen mittels einer oder mehrerer
Breitschlitzdüsen, wobei den Vorformlingen bereits ein Wanddickenprofil aufgegeben wird. Diese können beispielsweise mit einer Abzugseinrichtung unter dem Extrusionskopf umgelenkt und horizontal zwischen Profilwalzen transportiert sowie abgelängt werden. Beim Hindurchführen durch die einen Walzenspalt bildenden Profilwalzen wird den Vorformlingen zusätzlich zu der bereits bei der Extrusion erzeugten Topographie eine Topographie über die Profilwalzen aufgegeben. Ein Vorzug dieses zusätzlichen Verfahrensschritt ist darin zu sehen, dass eine exakt definierte Wanddicken- und Materialverteilung der Vorformlinge erzielt wird, wobei gleichzeitig bei der Umformung mittels Profilwalzen bereits eine Abkühlung der Vorformlinge erzeugt wird. Eine solche Abkühlung wird bereits erreicht werden, wenn die Profilwalzen nicht gekühlt sind, allerdings ist es auch im Rahmen der Erfindung, die Profilwalzen aktiv zu kühlen.
Alternativ zu einer Umformung bzw. Prägung/Profilierung der Vorformlinge kann erfindungsgemäß eine Umformung der Vorformlinge mittels wenigstens einer Prägepresse erfolgen. Die Verwendung von Profilwalzen/Kalander und/oder Prägepressen ermöglicht es, ein sogenanntes Wanddickenmuster entweder nur auf der Oberseite oder der Unterseite oder auf beiden Seiten der Vorformlinge/Platten zu erzielen. Auch bei der Verwendung von Prägestempeln bzw. Prägepressen können Teile der formgebenden Werkzeuge aktiv gekühlt sein.
Die Kühlung kann beispielsweise nach oder während der Umformung auch durch einen gekühlten Luftstrom, Eintauchen in Wasserbad oder Transportieren auf einem gekühlten Metallblech-Transportband bewerkstelligt werden. Bei einer besonders vorteilhaften Variante des Verfahrens ist vorgesehen, dass den fertigen Halbzeugen bei der Erwärmung vor deren Umformung zu
Halbschalen ein Temperaturprofil aufgegeben wird. Dies kann beispielsweise derart erfolgen, dass an Dickstellen des Halbzeuges eine intensivere Aufheizung vorgenommen wird, um eine gleichmäßige Reckung des beispielsweise in einem Tiefziehwerkzeug umgeformten Halbzeuges zu erzielen. Insbesondere an Stellen mit erhöhter Wanddicke können zur Unterstützung der Verformung mechanische Streckhilfen die erforderliche Kräfte für die gewünschte Verformung bereitstellen. Als mechanische Streckhilfen kommen beispielsweise Stempel oder Schieber in Betracht.
Bei einer weiteren vorteilhaften Variante des Verfahrens gemäß der Erfindung ist vorgesehen, dass die Halbzeuge mehrstufig aufgeheizt werden, wobei in einer ersten Stufe eine Aufheizung und ggf. ein Halten bei einer ersten kleineren
Temperatur und in einer zweiten Stufe ein Aufheizen auf eine größere Temperatur erfolgt.
Insbesondere bei Verwendung mehrlagiger bzw. mehrschichtiger Halbzeuge mit eingebetteten Barriereschichten kann eine Aufheizung im Sinne einer
Vorkonditionierung oder einer Vortemperierung vorteilhaft sein, um über die gesamte Dicke des Halbzeuges an jeder Stelle eine möglichst gleichmäßige Temperatur zu erzielen, sodass auch eine gleichmäßige Reckung aller Schichten des Halbzeuges, insbesondere auch der EVOH-Schicht bei dessen Umformung zu einer Halbschale gewährleistet ist.
Wie vorstehend bereits erwähnt, kann das Abkühlen der Vorformlinge mittels wenigstens einer der Extrusion nachgeschalteten Kühleinrichtung erfolgen. In Betracht kommen Klimakammern, gekühlte Transporteinrichtungen, gekühlte Abzugseinrichtungen etc.
Bei einer bevorzugten Variante des Verfahrens gemäß der Erfindung ist vorgesehen, dass die Vorformlinge in Schwerkraftrichtung extrudiert werden und mittels wenigstens einer Abzugseinrichtung horizontal transportiert werden.
Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren werden zunächst Halbzeuge für verschiedenste Hohlkörper bzw. Kraftstoffbehälter hergestellt, wobei die
Halbzeuge für Behälteroberseite und Behälterunterseite unterschiedlich sind. Es ist deswegen erfindungsgemäß vorgesehen, an den Halbzeugen
Identifikationsmittel vorzusehen, die bei Verwendung in Thermoformmaschinen bzw. Thermoformwerkzeugen eine eindeutige Zuordnung der Halbzeuge ermöglichen. Als Identifikationsmittel kommen beispielsweise Etiketten,
Formmarken, RFI D-Tags (Radio Frequency Identification Tags) oder dergleichen in Betracht. Als Formmarken können beispielsweise auch mechanische abtastbare Kerbcodierungen an den Kanten der Halbzeuge vorgesehen sein.
Um eine gezielte Aufheizung von Dickstellen der Halbzeuge vor deren
Umformung zu Halbschalen zu ermöglichen, ist eine genaue Ausrichtung der Halbzeuge zu der Kavität sowohl als auch zu der Erwärmungsvorrichtung eines Tiefzieh- bzw. Umformwerkzeuges vorteilhaft. Hierzu können an den Halbzeugen zusätzlich Ausrichtmittel bzw. Ausrichthilfen vorgesehen werden, dies können beispielsweise sein optisch erfassbare Marken, Farbmarkierungen, optische Muster. Auch eine Erkennung der Topographie des„Wanddickengebirges" der einzelnen Halbzeuge kann vorgesehen sein. Schließlich sind hierzu ebenfalls mechanisch erfassbare Marken in Form von Formmarken, Löchern, Kerben oder Erhebungen oder dergleichen vorteilhaft.
Das Verfahren gemäß der Erfindung wird nachstehend anhand eines
Ausführungsbeispiels erläutert werden.
Es zeigen:
Figur 1 eine schematische Ansicht einer Extrusionsvorrichtung zur
Erzeugung von Vorformlingen zur Verwendung in dem erfindungsgemäßen Verfahren,
Figuren 2 und 3 Querschnitte durch eine bei dem Verfahren gemäß der
Erfindung verwendete Breitschlitzdüse mit verstellbarem Düsenspalt, wobei die Ansicht grob schematisch ist,
Figur 4 eine den Figuren 2 und 3 entsprechende Ansicht einer
zweiten Variante einer Breitschlitzdüse, Figur 5 eine stark übertriebene Darstellung eines aus der
Breitschlitzdüse austretenden Vorformlings,
Figuren 6a bis 7 mögliche Querschnittsprofile eines Vorformlings,
Figur 8 eine schematische Darstellung einer ersten Variante des
Herstellungsverfahrens gemäß der Erfindung, wobei die Verfahrensschritte Wiederaufheizen, Thermoformen und Verschweißen der Halbschalen nicht dargestellt sind,
Figur 9 eine zweite Variante des Herstellungsverfahrens gemäß der
Erfindung grob schematisch,
Figur 10 eine dritte Variante des Herstellungsverfahrens gemäß der
Erfindung.
In den Figuren ist schematisch das erfindungsgemäße Herstellungsverfahren in mehreren Varianten dargestellt. In Figur 1 ist nur andeutungsweise und stark vereinfacht ein Extrusionskopf 4 einer Extrusionsanlage mit zwei
Schneckenextrudern 3 dargestellt, die zur Plastifizierung und Förderung eines Kunststoffgranulats in bekannter Art und Weise ausgebildet sind. Die
Schneckenextruder sind radial an den Extrusionskopf 4 angeschlossen, innerhalb dessen das plastifizierte thermoplastische Material über Schmelzekanäle einer Extrusionsdüse 2 zugeführt wird, die im vorliegenden Fall als sogenannte
Breitschlitzdüse ausgebildet ist. Die Anzahl der an den Extrusionskopf 1 angeschlossenen Schneckenextruder 3 ist für die Erfindung nicht kritisch und hängt von der Anzahl der zu extrudierenden Schichten des mit 1 bezeichneten bahn- oder lappenförmigen Vorformlings ab. Die Herstellung des Artikels bzw. Hohlkörpers, im vorliegenden Fall eines
Kraftstoffbehälters aus thermoplastischem Kunststoff, umfasst zunächst die Herstellung bahnförmiger flächiger bzw. lappenförmiger Vorformlinge 1 durch Extrusion entweder als einschichtiges oder als mehrschichtiges Extrudat mit einer definierten„Topographie", das Konfektionieren und Abkühlen der Vorformlinge 1 zu plattenförmigen Halbzeugen 11 sowie die Weiterverarbeitung der Halbzeuge 11 zu einem fertigen Hohlkörper bzw. Kraftstoffbehälter. In den Zeichnungen ist diese Weiterverarbeitung der Halbzeuge nicht dargestellt. Die Halbzeuge 11 werden hierzu in einer bekannten Vorrichtung zum Thermoformen/Tiefziehen wieder erwärmt und zu Halbschalen umgeformt, welche ggf. mit Einbauteilen bestückt an flanschartig ausgebildeten Rändern zu einem fertigen Hohlkörper verschweißt werden. Die in den Behälter einzubringenden Einbauteile können in einfacher Art und Weise an den innenseitig freiliegenden Halbschalen
verschweißt und/oder vernietet werden. Das Verschweißen der Halbschalen zum fertigen Hohlkörper sowie auch das Verschweißen und Vernieten von
Einbauteilen kann aus der Tiefziehwärme erfolgen, hierzu kann allerdings auch zusätzliche Heizenergie mittels Infrarotheizeinrichtungen in die Halbzeuge eingebracht werden. Eine gezielte Wanddickenverteilung bzw. Topographie kann bei dem Verfahren gemäß der Erfindung zunächst ausschließlich bei der Herstellung des
Vorformlings erzeugt werden. Diese Wanddickenverteilung kann sodann beim Abkühlen der Vorformlinge 1 eingefroren werden. Wie dies allerdings
nachstehend noch im Einzelnen beschrieben wird, kann bei dem Verfahren zusätzlich vor oder während der Abkühlung der Vorformlinge 1 durch weitere mechanische Einwirkung, vorzugsweise durch Prägung und/oder Pressen eine exakt definierte„kalibrierte" Wanddickenverteilung aufgegeben werden.
Zunächst erfolgt eine Wanddickensteuerung in der Extrusionsdüse 2, wie dies anhand der Figuren 2 bis 7 erläutert werden wird. Obwohl der Vorformling 1 auch durch Extrudieren eines an diametral gegenüberliegenden Stellen
aufzuschneidenden Schlauchs mit gezielter Wanddickenverteilung (WDS und PWDS) herstellbar ist, wird bei dem beschriebenen Verfahren die Extrusion mittels einer Breitschlitzdüse bevorzugt.
Hierzu ist zunächst vorgesehen, dass der Düsenspalt 6 der Extrusionsdüse 2 sowohl in seiner Weite als auch in seiner Breite verstellbar ist. Wie insbesondere den Schnittansichten in Figuren 2 bis 4 zu entnehmen ist, ist der Düsenspalt 6 als im Querschnitt rechteckförmiger Schlitz ausgebildet, dessen Breite ein vielfaches seiner Weite beträgt.
In dem in den Figuren 2 und 3 dargestellten Ausführungsbeispiel wird der
Düsenspalt 6 einerseits von einem starren Wandabschnitt 7 des Düsenkörpers 8 und andererseits von mehreren Segmenten in Form von Schiebern 9 begrenzt. Der Wandabschnitt 7 und die Schieber 9 begrenzen jeweils die Längsseiten des Düsenspalts 6. Die Schieber 9 sind jeweils über Stelleinrichtungen 10 quer zur Extrusionsrichtung verstellbar, und zwar unabhängig voneinander, sodass dem betreffenden Vorformling ein etwa treppenförmiges oder stufenförmiges Profil aufgegeben werden kann.
Obwohl der Querschnitt des Düsenspalts somit stufig ist, hat sich
überraschenderweise herausgestellt, dass das plastifizierte Material ein solches Fließverhalten hat, dass diese Stufen oder diskontinuierliche
Wanddickenveränderungen an dem Vorformling als scharfe Übergänge nicht wiederzufinden sind.
Wie vorstehend bereits erwähnt, wird die Stellung der Schieber 9 über
Stelleinrichtungen während der Extrusion, d. h. dynamisch, beeinflusst, sodass den Vorformlingen 1 ein sich über die Länge der Vorformlinge veränderndes Profil (Dickensteuerung) über die Breite aufgegeben werden kann.
Die Schieber 9 sind beispielsweise in der Figur 2 in der vollständig geöffneten Neutralstellung dargestellt, wohingegen beispielsweise in Figur 3 die die äußeren Schmalseiten des Düsenspalts 6 begrenzenden Schieber sich in ihrer vollständig geschlossenen Endlage befinden. Auf diese Art und Weise lässt sich die Breite des Düsenspalts 6 ebenso beeinflussen, sodass sich, wie dies beispielsweise in Figur 5 übertrieben dargestellt ist, Vorformlinge 1 erzeugen lassen, die tailliert sind, bzw. eingezogene Abschnitte (B) aufweisen.
Der in Figur 5 gezeigte Vorformling 1 besitzt der Länge nach drei aufeinander folgende Abschnitte A, B, C, wohingegen der Abschnitt B bezüglich der
Abschnitte A, C eine geringere Breite aufweist bzw. eingezogen ist. Die hier beschriebene Extrusionsdüse besitzt keine überlagerte oder separate
Grundspaltverstellung, die über die Gesamtbreite des Düsenspalts 6 wirkt. Eine solche überlagerte Grundspaltverstellung kann allerdings ebenso vorgesehen sein. Die Schieber 9 sind alle unabhängig voneinander betätigbar.
In Figur 4 ist eine Variante der Extrusionsdüse dargestellt, bei der die Schieber beide Längsseiten des Düsenspalts unmittelbar begrenzen, sodass dem
Vorformling ein Wanddickenprofil derart aufgebbar ist, dass dieser zwei profilierte Außenseiten aufweist, die beispielsweise in der Schnittansicht in Figur 7 dargestellt sind. Auf diese Art und Weise lässt sich besonders vorteilhaft ein Vorformling erstellen, der auf beiden seiner großen Außenflächen eine über Länge und Breite variierende komplexe Topographie aufweist. Darüber hinaus ist dieser, wie dies in Figur 4 dargestellt ist, auch die Breite des Düsenspalts einstellbar. Die Schieber 9 können abschnittsweise von außen nach innen gegeneinander gefahren werden, sodass auch in der Vorrichtung gemäß Figur 4 ein Vorformling herstellbar ist, wie er in Figur 5 dargestellt ist.
Wie vorstehend bereits erwähnt, hat die so erzeugte Topographie keine scharfen Übergänge, welche auch nicht immer wünschenswert sind.
Durch die Herstellung der Vorformlinge 1 in der vorstehend beschriebenen Art und Weise wird hauptsächlich eine Materialverteilung erreicht, die in dieser Form eingefroren werden kann, wie dies beispielsweise in Figur 8 dargestellt ist. Dort ist unterhalb des Extrusionkopfs 4 eine Abzugseinrichtung in Form eines
Transportbandes 12 angeordnet, mit welchem die Vorformlinge 1 , die zunächst hängend, d. h. in Schwerkraftrichtung extrudiert werden, horizontal in
Förderrichtung des Transportbandes 12 von dem Extrusionskopf 4 abgezogen werden. Das Transportband 12 ist beispielsweise als Metallplatten-Transportband ausgebildet und mit einem zwischen den Trummen des Transportbandes 12 angeordneten Wärmetauscher 13 gekühlt. Das Obertrum bzw. Lastrum des
Transportbandes 12 durchläuft eine Kühlbox 14, die mit gekühlter Luft oder einem Kühlgas gespült wird. Nach Austritt aus der Kühlbox 14 werden die Vorformlinge 1 mittels einer Schneideinrichtung 15 vereinzelt. Die von der Schneideinrichtung 15 zu trennenden Stellen können vorher bei der Extrusion durch gezielte Düsenspaltverstellung bereits als Dünnstellen ausgebildet worden sein. Die Schneideinrichtung 15 kann beispielsweise ein Heißmesser oder Heißdrähte oder dergleichen umfassen. In Figur 9 ist eine weitere Variante des Verfahrens gemäß der Erfindung dargestellt. Dort wird ebenfalls der Vorformling 1 mittels eines Transportbandes 12 vom Extrusionskopf 9 abgezogen, wobei dieser allerdings dann einer
Prägepresse 16 zugeführt wird. In der Prägepresse 16, welche einen
Oberstempel 16a und einen Unterstempel 16b umfasst, wird dem Vorformling 1 eine definierte und kalibrierte Topographie aufgegeben. Dies kann ohne nennenswerte Wanddickensteuerung bei der Extrusion aber auch zusätzlich zu einer Wanddickensteuerung und Wanddickenverteilung bei einer Extrusion erfolgen. Dabei kann dem Vorformling einseitig aber auch beidseitig eine Prägung aufgegeben werden. Der Oberstempel 16a ist bei dem beschriebenen
Ausführungsbeispiel mit einem Wärmetauscher 13 versehen, sodass Kühlung und Prägung hier in einem Verfahrensschritt vonstatten gehen. Selbstverständlich kann Kühlung und Prägung voneinander entkoppelt sein.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel gemäß der Erfindung ist in Figur 10 dargestellt. Dort ist eine Prägeeinrichtung in Form zweier einen Walzenspalt begrenzender Profilwalzen 17a, 17b vorgesehen, durch welchen der Vorformling 1
hindurchgeführt wird. Bei dem beschriebenen Ausführungsbeispiel sind beide Walzen als Profilwalzen 17a, 17b ausgebildet, es ist für den Fachmann
ersichtlich, dass auch nur eine der Walzen als Profilwalze ausgebildet sein kann. Nach Verlassen des Walzenspaltes wird der umgeformte Vorformling 1 über ein Transportband 12 abgezogen, anschließend verfolgt die Kühlung und
Vereinzelung der Vorformlinge 1 zu lagerbaren Halbzeugen 11.
Vor der Einlagerung der Halbzeuge 11 kann eine Konfektionierung im Sinne von Beschneiden/Trimmen der Halbzeuge vorgesehen sein.
Die vorkonfektionierten Halbzeuge werden anschließend wieder aufgeheizt, plastifiziert und umgeformt/ausgeformt. Sodann werden diese zu fertigen
Kraftstoffbehältern verschweißt, wobei zwischen dem Ausformen/Umformen ggf. Einbauteile an den einander zuzuwendenden Innenseiten der Halbzeuge angebracht werden.
Bezugszeichenliste
1 Vorformling
2 Extrusionsdüse
3 Schneckenextruder
4 Extrusionskopf
6 Düsenspalt
7 Wandabschnitt
8 Düsenkörper
9 Schieber
10 Stelleinrichtungen
11 Halbzeuge
12 Transportband
13 Wärmetauscher
14 Kühlbox
15 Schneideinrichtung
16 Prägepresse
16a Oberstempel
16b Unterstempel
17a, b Profilwalzen
