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Title:
METHOD, REAGENTS, AND DEVICE FOR PRODUCING AN ANALYTICAL GEL
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/117307
Kind Code:
A2
Abstract:
The invention relates to a method and device for producing an analytical gel, such as an agarose gel or a polyacrylamide gel. The invention further relates to reagents for carrying out the method. The reagents and/or substances required for the production, hereinafter referred to as reagents, are poured into one or more areas intended therefor in a gel preparation device, in metered form, with the exception of water, for example in the form of a tablet or in packaged form. A chamber of the gel preparation device is completely or partially filled with a suitable quantity of water, typically 50 to 1000 ml. In addition, a metered form of the reagents, thus for example a tablet, is introduced into the chamber. The water is heated and the solution is subsequently cooled.

Inventors:
ATTIG, Hans Robert (Helmholtzstr. 6, Düsseldorf, 40215, DE)
DAHLKE, Rainer (Novesiastrasse 12, Kaarst, 41564, DE)
WENDE, Andy (Am Bürenbach 3, Hilden, 40724, DE)
Application Number:
EP2011/054468
Publication Date:
September 29, 2011
Filing Date:
March 23, 2011
Export Citation:
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Assignee:
QIAGEN GMBH (Qiagen Str. 1, Hilden, 40724, DE)
ATTIG, Hans Robert (Helmholtzstr. 6, Düsseldorf, 40215, DE)
DAHLKE, Rainer (Novesiastrasse 12, Kaarst, 41564, DE)
WENDE, Andy (Am Bürenbach 3, Hilden, 40724, DE)
Attorney, Agent or Firm:
GILLE HRABAL STRUCK NEIDLEIN PROP ROOS (Brucknerstr. 20, Düsseldorf, 40593, DE)
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Claims:
Ansprüche

1. Verfahren zur Herstellung eines analytischen Gels In einer

Gelzubereitungsvorrichtung mit den Schritten:

Einfüllen von für die Herstellung eines analytischen Gels benötigten Reagenzien In dosierter Form in eine Gelzubereitungsvorrichtung (1 ),

Einleiten von Wasser In eine Kammer (24) der

Gelzubereitungsvorrichtung,

Zugabe des Inhalts einer dosierten Form in die Kammer (24) der Gelzubereltungsvorrlchtung,

Erwärmen des In der Kammer befindlichen Wassers mit Heizmitteln (23) der Gelzubereltungsvorrlchtung (1 ) für die Zubereitung einer Lösung aus dem Wasser und den Reagenzien,

Herausleiten der zubereiteten Lösung aus der

Gelzubereltungsvorrlchtung (1 ). 2. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die

Gelzubereltungsvorrlchtung (1 ) eine Rühreinrichtung umfasst, mir der das In die Kammer eingeleitete, erwärmte Wasser sowie die darin befindlichen Reagenzien gerührt wird. 3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem das Wasser auf wenigstens 80°C erwärmt wird. 4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem das Wasser aus einem Wasservorratsbehälter (21 ) der

Gelzubereltungsvorrlchtung In die Kammer (24) eingeleitet wird.

5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die aus den Reagenzien und Wasser zubereitete Lösung In der

Gelzubereltungsvorrlchtung mittels einer aktiven und/ oder passiven Kühleinrichtung (26) abgekühlt wird. 6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die aus den Reagenzien und Wasser zubereitete Lösung aus der

Gelzubereltungsvorrlchtung heraus In eine Kapillare hinein gedrückt wird. 7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die zubereitete Lösung mit Hilfe einer Pressvorrichtung (22) der

Gelzubereltungsvorrlchtung aus der Gelzubereltungsvorrlchtung heraus gedrückt wird. 8. Zusammensetzung von Reagenzien, aus denen durch Erwärmen mit Wasser ein analytisches Gel hergestellt werden kann, dadurch

gekennzeichnet, dass die Zusammensetzung als Tablette vorliegt oder verpackt Ist. 9. Zusammensetzung nach dem vorhergehenden Anspruch, bestehend aus Agarose, Trls-acetat, und EDTA oder Trls, Borsäure EDTA, Agarose. 10. Zusammensetzung nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch

gekennzeichnet, dass die Zusammensetzung zusätzlich Harnstoff enthält. 11. Zusammensetzung nach einem der beiden vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gesamtgewicht der

Zusammensetzung nicht mehr als 20 Gramm, vorzugsweise nicht mehr als 1 0 Gramm beträgt.

12. Zusammensetzung nach einem der drei vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sämtliche Reagenzien als Feststoff vorliegen. 13. Gelzubereitungsvorrichtung (1 ) zur Durchführung eines Verfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 7 mit einer Kammer (24) sowie mit Mitteln (21 , 22) für das Einleiten von Wasser In die Kammer (24) der Gelzubereltungsvorrlchtung,

mit Mitteln (25) zur Aufnahme einer Verpackung oder einer Tablette, mit Mitteln für das Zuführen der Tablette oder des Inhalts der

Verpackung In die Kammer,

mit Heizmitteln (23) für das Erwärmen von Wasser In der Kammer auf eine Temperatur von 80 bis 1 00°C,

mit einer Kühleinrichtung (26) für das Kühlen einer in der Kammer (24) zubereiteten Lösung,

mit Mitteln (22) für das Herausleiten einer in der Kammer zubereiteten Lösung aus der Gelzubereitungsvorrichtung heraus. 14. Gelzubereltungsvorrlchtung nach dem vorherhergehenden Anspruch mit einem Filter, über den eine In der Kammer (24) zubereitete Lösung aus der Gelzubereltungsvorrlchtung (1 ) heraus geleitet werden kann. 15. Gelzubereltungsvorrlchtung nach einem der beiden vorherhergehenden Ansprüche mit einem Peltlerelement und oder einem spiral- oder wendeiförmig oder mehrfach hin und her verlaufendem metallischen Rohr als Kühleinrichtung. 16. Gelzubereltungsvorrlchtung nach einem der drei vorherhergehenden Ansprüche mit einer Dosiereinrichtung für die Einleitung einer

vorgegebenen Wassermenge In die Kammer hinein.

Description:
Verfahren, Reagenzien und Vorrichtung zur Herstellung eines analytischen

Gels

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung eines analytischen Gels wie zum Beispiel eines Agarosegels oder eines

Polyacrylamid Gels. Die Erfindung betrifft ferner Reagenzien zur Durchführung des Verfahrens.

Analytische Gele sowie Verfahren zur Herstellung werden In der Druckschrift „Benchgulde" der Fa. Qiagen GmbH aus Hilden beschrieben, die über das Internet in digitaler Form heruntergeladen werden kann. Aus der Druckschrift JP 1 221 651 A geht ein anderes Herstellungsverfahren für ein analytisches Gels hervor. Ein Agarosegel Ist ein In der Agarose-Gelelektrophorese verwendetes Gel. Zur Herstellung des Gels wird Agarose In einem Puffer aufgekocht und

anschließend abgekühlt. Der Puffer beinhaltet im Fall eines TAE Agarosegels Wasser, Trls (Trls(hydroxymethyl)amlnomethane), Eisessig und EDTA

(Ethylenediaminetetraacetic acid) . Wird ein TBE Agarosegel hergestellt, so umfasst der Puffer Wasser, Trls, Borsäure und EDTA.

Regelmäßig wird Agarosegel in einem Labor kurz vor seiner Verwendung manuell hergestellt, da die Lagerfähigkeit eines Agarosegels beschränkt Ist und wenige Wochen beträgt.

Zur manuellen Herstellung des Agarosegels In einem Labor wird eine

Feinwaage benötigt, um die benötigte Agarosemenge abzuwiegen, eine Mikrowelle für das Aufkochen des Puffers mit der darin befindlichen Agarose, ein Gefäß zur Herstellung von Puffer, ein Gefäß, in das die gewünschte Puffermenge eingefüllt und in dem der Puffer zusammen mit der Agarose aufgekocht wird, und einen Rührer, um während des Kochens zu rühren. Für eine manuelle Herstellung in einem Labor werden ca. 1 0 Minuten benötigt, um Agarose einzuwiegen und aufzukochen sowie weitere 1 0 Minuten, um das Gel auf Gießtemperatur abzukühlen. Es Ist Aufgabe der Erfindung, die Herstellung eines analytischen Gels welter zu entwickeln.

Die Aufgabe wird durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Darüber hinaus betrifft ein erster Nebenanspruch eine dosierte Form von benötigten Reagenzien zur Durchführung des Verfahrens. Eine für die Durchführung des Verfahrens vorgesehene Vorrichtung umfasst die Merkmale eines nebengeordneten Vorrichtungsanspruchs. Vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Zur Lösung der Aufgabe betrifft Anspruch 1 ein Verfahren zur Herstellung eines analytischen Gels In einer Gelzubereitungsvorrichtung. In die

Gelzubereitungsvorrichtung werden die für die Herstellung benötigten

Reagenzien und/ oder Substanzen - nachfolgend Reagenzien genannt - mit Ausnahme von Wasser In dosierter Form, so zum Beispiel In Form einer Tablette oder zum Beispiel In verpackter Form, In ein oder mehrere dafür vorgesehene Bereiche eingefüllt. Eine Kammer der

Gelzubereitungsvorrichtung wird ganz oder teilweise mit einer geeigneten Menge Wasser von zum Beispiel bis zu 1 000 ml. Jedoch typischerweise 1 0 bis 250 ml gefüllt. Das Wasser stammt entweder von einer externen

Wasserquelle oder aber von einem Vorratsbehälter der

Gelzubereitungsvorrichtung, In den zuvor Wasser eingefüllt worden ist.

Darüber hinaus wird eine dosierte Form der Reagenzien, also zum Beispiel eine Tablette In die Kammer hinein gebracht. Sind die benötigten

Reagenzien durch eine Verpackung dosiert worden, so kann die Verpackung mit dem Wasser durchspült werden, so dass der Inhalt einer Verpackung so In die Kammer hinein gelangt. Das Gesamtgewicht der Reagenzien überschreitet in der Regel 20 Gramm, Insbesondere 1 0 Gramm nicht. Soll eine kleinere Menge an Agarosegel hergestellt werden, so beträgt das Gesamtgewicht der Reagenzien In der Regel bis zu 5 Gramm. Eine Zuführung einer dosierten Form von Reagenzien kann vor der Einleitung von Wasser In die Kammer, danach oder während der Einleitung von Wasser erfolgen. So wird Im Fall einer Tablette diese bevorzugt In die Kammer gebracht, bevor die Kammer mit Wasser gefüllt wird. Anschließend wird der Inhalt der

Kammer mit Heizmitteln der Gelzubereltungsvorrlchtung so erwärmt, dass sich aus dem Wasser und den Reagenzien eine Lösung bildet, aus dem durch Erkalten das gewünschte Gel entsteht. Die so zubereitete Lösung wird aus der Gelzubereltungsvorrlchtung heraus geleitet. Das Verfahren kann In einem Labor automatisiert durchgeführt werden, ohne dafür eine aufwendige Apparatur bereitstellen zu müssen. Im Unterschied zu einer manuellen Herstellung In einem Labor gelingt so eine automatisierte und genaue Zubereitung von analytischen Gelen. Eine wichtige Besonderheit gegenüber dem Stand der Technik besteht darin, dass eine für eine

Gelherstellung benötigte Menge und Zusammensetzung an Reagenzien In einer dosierten Form vorliegen. Die dosierte Form der benötigten

Reagenzien ermöglicht die Herstellung des gewünschten Gels durch Lösen In einer dafür vorgesehenen erwärmten Wassermenge und anschließendem Abkühlen. Die benötigten Reagenzien werden also Im bereits dosierten Zustand In die Gelzubereltungsvorrlchtung gebracht. Im Labor müssen daher die diversen benötigten Reagenzien nicht einzeln dosiert werden, was den Zeltaufwand und mögliche Zubereitungsfehler beträchtlich zu reduzieren vermag. Sämtliche Reagenzien liegen Insbesondere In Form von Feststoff und / oder als fertige Mischung vor, um den Platzbedarf zu minimieren.

Liegen die Reagenzien In getrockneter Form, also als Feststoff vor, so sind diese außerdem im Vergleich zu vorgegossene Gele wesentlich

lagerstabiler.

Eine dosierte Form Ist so bemessen, dass hieraus eine analytische Gelmenge für den Laborbedarf hergestellt werden kann. Aus einer dosierten Form kann also nicht eine solche Gelmenge hergestellt werden, die einer industriellen Produktion entspricht, um mit dem hergestellten Gel Analysen in vielen verschiedenen Laboren durchzuführen . Insbesondere lässt sich aus einer dosierten Form Gel mit einem maximalen Volumen von einem halben Liter, vorzugsweise von 250 ml herstellen.

Befinden sich die für eine Gelzubereitung benötigten Reagenzien in einer Verpackung, so sind die Reagenzien durch die Verpackung vorzugsweise luftdicht verpackt, um so die Lagerfähigkeit zu optimieren. Der Inhalt einer Verpackung wird dann In Wasser durch Erwärmen und vorzugsweise

ergänzend durch Rühren gelöst. Nach dem Abkühlen liegt dann das gewünschte analytische Gel vor, ohne dass weitere Schritte durchgeführt werden müssten. Insbesondere müssen keine weiteren Reagenzien

hinzugefügt werden.

Die Reagenzien liegen In einer Verpackung Insbesondere In pulverförmlger Form vor, um diese einfach und schnell in die Kammer bringen zu können und zwar insbesondere durch Einleiten von Wasser in die Verpackung hinein. Das wieder aus der Verpackung heraus fließende Wasser transportiert dann den Verpackungsinhalt in die Kammer hinein, die so zeltgleich mit Wasser und Reagenzien gefüllt wird.

Die Gelzubereitungsvorrichtung muss nicht über aufwendige

Dosiereinrichtungen verfügen, um Reagenzien in geeigneter Menge und Zusammensetzung mit einer geeigneten Wassermenge zu vermischen. Die Gelzubereitungsvorrichtung kann so beschaffen sein, dass diese eine Einzahl oder Mehrzahl dosierter Formen der benötigten Reagenzien aufnehmen kann, also zum Beispiel eine Mehrzahl von Tabletten oder eine Mehrzahl von Verpackungen. Jede einzelne Tablette umfasst dann bereits sämtliche Reagenzien, die für die Herstellung des gewünschten Gels In gewünschter Menge benötigt werden. Eine solche Tablette muss also nur in einer geeigneten, erwärmten Wassermenge Innerhalb der

Gelzubereitungsvorrichtung gelöst werden. Entsprechendes gilt für den Inhalt einer Verpackung. In jeder Verpackung befinden sich die jeweils benötigten Reagenzien In benötigter Menge und Zusammensetzung In fertig gemischter Form. In einer Ausgestaltung des Verfahrens Ist die Kammer mit einer

Rühreinrichtung versehen. Sind Wasser und Reagenzien, also zum Beispiel eine Tablette oder der Inhalt einer Verpackung In die Kammer gebracht worden, so werden diese mit Hilfe der Rühreinrichtung gerührt, um das Lösen der Reagenzien Im Wasser zu unterstützen. Insbesondere wird während und/ oder Im Anschluss an das Erwärmen gerührt.

Um die Reagenzien im Wasser zu lösen, wird das Wasser bevorzugt auf eine Temperatur von wenigstens 80 °C erwärmt. Im Fall von TBE-Agarosegelen hat sich diese Temperatur als ausreichend herausgestellt, um aus dem Inhalt einer dosierten Form und dem Wasser eine Lösung zuzubereiten, aus der durch Abkühlen das gewünschte Gel entsteht. Das Wasser wird In einer Ausführungsform mit einer Kochplatte der

Gelzubereitungsvorrichtung erwärmt. Es können aber auch andere Heizmittel eingesetzt werden, um den Inhalt der Kammer auf die gewünschte

Temperatur zu erwärmen. Um die Temperatur In der Kammer zu steuern, Ist diese In einer

Ausführungsform mit einem Sensor versehen, der die Temperatur der

Kammer und/ oder die Temperatur im Inneren der Kammer zu messen vermag. Die Gelzubereitungsvorrichtung umfasst In einer Ausführungsform einen Wassertank, also einen Vorratsbehälter für Wasser, um unabhängig von einem Wasseranschluss die Gelzubereitungsvorrichtung betreiben zu können. Die Gelzubereltungsvorrlchtung kann aber auch mit einem externen

Wasseranschluss verbunden werden, um hierüber Wasser In die Kammer zu gegebener Zeit einzuleiten.

Die Gelzubereitungsvorrichtung kann einen Durchflussmesser umfassen, um die Kammer variabel mit einer gewünschten Menge an Wasser automatisiert füllen zu können und damit Gele mit verschiedenen Volumina abzudecken . Die Gelzubereitungsvorrichtung kann aber auch so beschaffen sein, dass das Volumen der Kammer stets vollständig mit Wasser gefüllt wird, um so eine definierte Wassermenge für die Gelzubereltung bereitstellen zu können. Eine Dosiereinrichtung, mit der ein gewünschtes Volumen an Wasser in der Kammer bereit gestellt wird, kann dann entfallen, was den Aufbau der Gelzubereitungsvorrichtung vereinfacht.

In einer Ausführungsform der Erfindung wird die zubereitete Lösung in der Gelzubereitungsvorrichtung abgekühlt und zwar vorzugsweise auf weniger als 60°C sowie vorzugsweise mit einer aktiven und/ oder passiven

Kühlelnrichtung. In einer Ausführungsform umfasst die

Gelzubereltungsvorrlchtung als aktive Kühlelnrichtung ein Peltlerelement, mit dem die zubereitete Lösung gekühlt wird, bevor diese aus der

Gelzubereitungsvorrichtung heraus geleitet wird. Alternativ oder ergänzend umfasst die Vorrichtung ein zum Beispiel spiralförmig verlaufendes,

gewundenes, insbesondere aus Metall bestehendes Rohr als passive

Kühlelnrichtung, über das die zubereitete Lösung aus der

Gelzubereitungsvorrichtung heraus geleitet wird und in dem diese Lösung dann passiv aufgrund der vergleichsweise kühlen Umgebungstemperatur dann in gewünschtem Umfang abgekühlt wird. Das Rohr oder eine

vergleichbare passive Kühlvorrichtung stellt eine sehr große, gut

wärmeleitende Oberfläche bereit, über die vergleichsweise schnell Wärme mit der Umgebung, in der in der Regel Raumtemperatur herrscht,

ausgetauscht werden kann. Mittels einer aktiven und/ oder passiven

Kühlvorrichtung zu kühlen, beschleunigt das Abkühlen der Lösung und damit das Bereitstellen des gewünschten analytischen Gels.

In einer Ausführungsform der Erfindung wird die aus Reagenzien und Wasser zubereitete Lösung aus der Gelzubereitungsvorrichtung heraus in eine

Kapillare hinein gedrückt. In der Kapillare kann das Gel aushärten und bis zu seiner Verwendung gelagert werden. Wird ein zubereitetes Gel direkt in Kaplilaren umgefüllt, so erhöht sich dadurch die Lagerstabllltät. Alternativ kann das zubereitete Gel in eine Gelgießschale umgefüllt werden, die In der Regel kurzfristig eingesetzt wird, um die gewünschte Analyse mit Hilfe des analytischen Gels durchzuführen. Die gewünschte Analyse wird grundsätzlich am gleichen Ort durchgeführt. Das hergestellte Gel wird also nicht erst von einem industriellen Herstellungsort zu einem Labor transportiert, um im Labor mit Hilfe des Gels eine Analyse durchzuführen.

Um die In der Gelzubereitungsvorrichtung zubereitete und vorzugsweise anschließend mit Hilfe von Kühleinrichtungen abgekühlte Lösung aus der Gelzubereitungsvorrichtung herausdrücken zu können, umfasst die

Gelzubereitungsvorrichtung in einer Ausführungsform ein Pressmittel wie zum Beispiel einen Kompressor oder eine Pumpe, mit dem die zubereitete Lösung beispielsweise über einen Filter und/ oder eine Düse aus der

Gelzubereitungsvorrichtung heraus gepresst werden kann. Bei dieser

Ausführungsform kann die zubereitete Lösung problemlos zum Beispiel sofort In eine Kapillare hinein gedrückt werden, die zu gegebener Zeit unmittelbar für eine Analyse verwendet wird.

In einer Ausführungsform der Erfindung umfasst die

Gelzubereitungsvorrichtung einen Filter, durch den die zubereitete Lösung hindurch gepresst wird. Der Filter dient dazu, Verunreinigungen zurück zu halten und/ oder eventuelle Luftblasen vom Gel zu trennen. Der Filter kann zum Beispiel 1 00 μπη bis 1 mm, vorzugsweise bis 400 μπη große Poren aufweisen und beispielsweise aus Metall bestehen.

Eine dosierte Form der Reagenzien umfasst In einer Ausführungsform ein oder mehrere Informationen über den Inhalt und Zusammensetzung der dosierten Form und / oder eine Anleitung für die Zubereitung und zwar vorzugsweise wenigstens In Maschinen lesbarer Form, so zum Beispiel In aufgedruckter Form als Strichcode oder abgespeichert auf einem RFID-Chlp. Die Gelzubereitungsvorrichtung umfasst dann bevorzugt Mittel für ein

Auslesen der Maschinen lesbaren Information, um dann automatisiert die Zubereitung in Abhängigkeit von der ausgelesenen Zubereitungsanleitung durchzuführen. Beispielsweise eine Verpackung mit den darin befindlichen Reagenzien enthält dann eine Anleitung, mit welcher Wassermenge auf welche Temperatur wenigstens aufzuheizen Ist. Die

Gelzubereltungsvorrlchtung stellt dann die erforderliche Wassermenge In der Kammer automatisiert bereit, und es wird automatisiert auf die vorgegebene Temperatur erwärmt, ohne dass ein Anwender eine Einstellung vornehmen müsste.

Die Gelzubereltungsvorrlchtung Ist grundsätzlich so eingerichtet,

programmiert oder programmierbar, dass diese ein Gel wie beschrieben automatisiert herzustellen und auszugeben vermag.

Durch die Erfindung wird die Zahl der Schritte reduziert, um in einem Labor ein analytisches Gel herzustellen, also ein Gel, mit dem anschließend eine Analyse durchgeführt wird. Die Gefahr einer Verletzung durch ein Aufkochen Im Labor wird minimiert. Eine Fehldosierung wird durch die Erfindung vermieden.

Figur 1 zeigt einen äußeren Aufbau einer Gelzubereitungsvorrichtung.

Figur 2 skizziert einen Inneren Aufbau einer Gelzubereltungsvorrlchtung.

Figur 1 zeigt eine Gelzubereltungsvorrlchtung 1 mit einem Bereich 2 für eine Wasservorrat- und Dosiereinheit. An der Vorderseite befindet sich ein

Bedienfeld 3, über das die Gelzubereltungsvorrlchtung 1 bedient, also zum Beispiel in Gang sowie gestoppt werden kann. Die Vorderseite umfasst eine Schublade 4, In welche eine Tablette oder Kartusche 5 eingelegt werden kann. Über eine Temperiereinheit und Düse 6 wird das aus Wasser und der Tablette bzw. dem Inhalt der Kartusche zubereitete Gel aus der

Gelzubereltungsvorrlchtung 1 herausgepresst. Unterhalb der Temperiereinheit und Düse 6 gibt es einen Freiraum, um hier einen Behälter platzieren zu können.

In der Figur 2 wird der innere Aufbau einer Gelzubereltungsvorrlchtung gezeigt. Aus einem Wassertank 21 wird mittels einer Pumpe 22 Wasser In einem Heizbereich 23 erhitzt. Vom Heizbereich 23 wird das erwärmte bzwerhitzte Wasser in eine Kammer 24 eingeleitet. Die Kammer 24 umfasst einen Einsatz 25, In welchem sich die benötigten Reagenzien zum Beispiel In Form einer Tablette befinden. Das in der Kammer 24 zubereitete Gel wird durch einen Kühlbereich 26 aus der Gelzubereitungsvorrichtung heraus geleitet. Es gelangt so In einen Gelauffangbehälter 27 hinein.

Nachfolgend werden Zusammensetzungen genannt, aus denen eine gewünschte Gelmenge zubereitet werden kann. So wird in der

nachfolgenden Tabelle angegeben, welche Pufferkomponente in welcher Menge In getrockneter Form bereitgestellt werden müssen, um daraus gewünschte Gelmengen zuzubereiten. Außerdem wird in den Tabellen angegeben, welche Wassermenge einzusetzen Ist, um aus den

Feststoffgemischen das jeweilige Gel herzustellen. Es handelt sich bei den Angaben um typische Beispiele. Die Zusammensetzungen können also auch anders gewählt sein, um daraus Gele herzustellen.

TAE-Gele mit verschiedenen Agarosekonzentrationen und Gesamtvolumina

ΤΒΕ-ΘΘΙΘ mit verschiedenen Agarosekonzentrationen und Gesamtvolumina

Harnstoff Agarosegele

Bei Harnstoff Agarosegelen wird auf Basis der TAE oder TBE -Gele zusätzlich Harnstoff In folgendem Verhältnis beigegeben.

Nachfolgend werden üblichen Agarosekonzentrationen In TAE oder TBE Gelen aufgeführt und die zur Herstellung benötigten Agarosemengen je Gelgröße angegeben;

Anwendungsbeispiel:

Für ein 1 00ml TAE Gel mit einer Agarosekonzentration von 1 % werden 0,725g Trls-acetat, 0,037g EDTA und 1 ,0g Agarose als Feststoff zusammengeführt, zum Beispiel als Tablette und In der Gelgleßvorrlchtung mit 1 00 ml Wasser zubereitet.