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Title:
METHOD FOR REDUCING THE EMISSIONS OF INTERNAL COMBUSTION ENGINES, AND INTERNAL COMBUSTION ENGINE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/120935
Kind Code:
A1
Abstract:
The present invention provides a method for reducing the emissions of internal combustion engines which are operated with liquid fuel, having the following method steps: cleaning, fuel conditioning, friction reduction, gas infeeding into the combustion system of the internal combustion engine, and provides a method for reducing the emissions of internal combustion engines which are operated with gaseous fuel, having the following method steps: friction reduction and gas infeeding into the combustion system of the internal combustion engine. An internal combustion engine according to the invention has a combustion system and a fuel system for storing fuel and for supplying fuel to the combustion system, has an exhaust system, has a gas infeed system designed to feed gas into the combustion system of the internal combustion engine, and has a gas infeed system designed to feed gas into the exhaust system of the internal combustion engine.

Inventors:
NOLTE, Günter (Altenceller Feld 2-D, Celle, 29227, DE)
SCHENK, Florian (Steinfurt 8, Celle, 29227, DE)
Application Number:
EP2011/054754
Publication Date:
October 06, 2011
Filing Date:
March 28, 2011
Export Citation:
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Assignee:
CHEMICAL TRADING CENTRAL EUROPE GMBH FAKTORPLUS-SYSTEM (Nienburger Straße 50, Celle, 29225, DE)
NOLTE, Günter (Altenceller Feld 2-D, Celle, 29227, DE)
SCHENK, Florian (Steinfurt 8, Celle, 29227, DE)
International Classes:
F02B77/04; F01M9/02; F01N3/36; F02B69/04; F02D19/02; F02D19/08; F02M25/00
Domestic Patent References:
WO2009101715A1
WO1999004145A1
Foreign References:
US4346689A
EP2088306A1
JP2002339772A
DE102007021827A1
EP2014902A2
US20090320789A1
DE4326778A1
US4662327A
US20090320789A1
Other References:
See also references of EP 2553243A1
Attorney, Agent or Firm:
VOCKE, Henrik et al. (Arabellastrasse 4, München, München, 81925, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Verfahren zur Emissionsminderung von

Verbrennungskraftmaschinen (E0) , die mit flüssigem

Kraftstoff betrieben sind, mit folgenden

Verfahrensschritten :

(El) Reinigen

(E2) Kraftstoffkonditionieren

(E3) Reibungsmindern

(E4) Gaseinspeisen in das Verbrennungssystem (E0.3) der Verbrennungskraftmaschine (E0) .

2. Verfahren zur Emissionsminderung von

Verbrennungskraftmaschinen (E0) , die mit gasförmigem Kraftstoff betrieben sind, mit folgenden

Verfahrensschritten :

(E3) Reibungsmindern

(E4) Gaseinspeisen in das Verbrennungssystem (E0.3) der Verbrennungskraftmaschine (E0) .

3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Verfahrensschritt (El) folgende

Teilverfahrensschritte vorgesehen sind:

(A) Durchführen eines Arbeitsprozesses zum

zerstörungsfreien vollautomatischen Reinigen der Verbrennungskraftmaschine unter Zuführung einer Reinigungsflüssigkeit in die

Verbrennungskraftmaschine (E0) ;

(B) Wechseln der Kraftstofffilter, die zum Reinigen des KraftstoffSystems der Verbrennungskraftmaschine (E0) vorgesehen sind. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 3 , dadurch gekennzeichnet, dass das im Verfahrensschritt (E2) das Trägermedium der Wirkstoffe ein fließfähiges

Trägermedium der Verbrennungskraftmaschine (E0), insbesondere ein Kraftstoff ist .

Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Verfahrensschritt (E3) das Trägermedium der Wirkstoffe ein fließfähiges

Trägermedium der Verbrennungskraftmaschine {E0) , insbesondere ein Verbrennungskraftmaschinenschmieröl ist .

Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Verfahrensschritt (E4) zusätzlich zum Kraftstoff ein Gas, insbesondere LPG, CNG, Biogas, Wasserstoff oder einer Kombination davon der Verbrennungskraftmaschine (E0) zur Verbrennung zugeführt wird.

Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in einem zusätzlichen

Verfahrensschritt (Ξ5) ein Gas, insbesondere Wasserstoff oder ein Gasgemisch in ein Abgassystem (E0.5) der

Verbrennungskraftmaschine (E0) eingebracht wird.

Verfahren nach Anspruch 6 oder 7 dadurch gekennzeichnet, dass im Verfahrensschritt (E4} das Einspeisen von Gas in das Verbrennungssystem (E0.3) der

Verbrennungskraftmaschine (E0) und/oder im

Verfahrensschritt (E5) das Gaseinspeisen in das

Abgassystem (E0.5) mengenmäßig in Abhängigkeit von wenigstens einem Emissionswert, insbesondere einem

Stickstoffoxydgehaltwert , Feinstaubgehaltwert ,

Formaldehydgehaltwert , Kohlenstoffdioxidgehaltwert , Kohlenstoff onoxidgehaltwert oder einer Kombination davon des Abgases der Verbrennungskraftmaschine (E0) im Abgassystem (E0.5) gesteuert wird.

9. Verbrennungskraftmaschine (E0) zum Ausführen eines

Verfahrens nach einem der Ansprüche 7 oder 8 mit einem Verbrennungssystem (E0.3) und einem Kraftstoffsystem

(E0.2) zum Speichern von Kraftstoff und zum Zuführen von Kraftstoff zum Verbrennungssystem (E0.3), einem

Abgassystem (E0.5), einem Gaseinspeisungssystem {DG), das eingerichtet ist, Gas in das Verbrennungssystem

(E0.3) der Verbrennungskraftmaschine (E0) einzuspeisen und einem Gaseinspeisungssystem fA) , das eingerichtet ist, Gas in das Abgassystem (E0.5) der

Verbrennungskraftmaschine (E0) einzuspeisen.

10. Verbrennungskraftmaschine (E0) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Gaseinspeisungssystem (DG) zum Einspeisen von Gas in das VerbrennungsSystem (E0.3) der Verbrennungskraftmaschine (E0) und/oder das

Gaseinspeisungssystem (A) zum Gaseinspeisen in das

Abgassystem (Ε0.Ξ) der Verbrennungskraftmaschine {E0) eingerichtet sind das Gaseinspeisen in das

Verbrennungssystem (E0.3) der Verbrennungskra tmaschine (E0) bzw. das Gaseinspeisen in das Abgassystem (E0.5) der Verbrennungskraftmaschine (E0) mengenmäßig in

Abhängigkeit von wenigstens einem Emissionswert, insbesondere einem Stickstoffoxydgehaltwert,

Feinstaubgehaltwert , Formaldehydgehaltwert ,

Kohlenstoffdioxidgehaltwert ,

Kohlenstoffmonoxidgehaltwert oder einer Kombination davon des Abgases der Verbrennungskraftmaschine (E0) im Abgassystem (E0.5) durchzuführen.

11. Verbrennungskraftmaschine (E0) nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Gaseinspeisungssysteme (A, DG) mit unterschiedlichen Gasen bzw.

Gaszusammensetzungen befüllt sind.

Description:
Verfahren zum Emissionsmindern von Verbrennungskraftmaschinen und Verbrennungskraftmaschine

Technisches Gebiet

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Emissionsmindern von Verbrennungskraftmaschinen, bevorzugt von Verbrennungskraftmaschinen, die mit flüssigem oder gasförmigem Kraftstoff betrieben werden und eine

Verbrennungskraftmaschine.

Der weltweite Energiebedarf von Industrie, Gewerbe und

Haushalten verzeichnet einen steigenden Trend. Gleichzeitig nehmen die Vorräte an nicht -erneuerbaren Energieträgern, wie zum Beispiel Öl , Erdgas und Kohle ab . Ferner treten zunehmend Umweltauswirkungen durch den Ausstoß von Emissionen, der durch die Verbrennung von fossilen Rohstoffen bedingt ist, auf. Es werden daher immer neue Ansätze entwickelt, bereits bestehende Technologien zur Energieerzeugung in ihrem

Schadstoffausstoß und Wirkungsgrad zu verbessern, bzw. neue Verfahren zur Energieerzeugung zu entwickeln.

Zur Energieerzeugung kommen in der Energiewirtschaft

zunehmend dezentrale Systeme zur Energieerzeugung zum

Einsatz. Diese dezentralen Systeme werden vorrangig aus wirtschaftlichen Gründen gewählt. Als Energielieferant zur Energieerzeugung dienen hierbei größtenteils fossile

Brennstoffe, wie zum Beispiel Dieselöl oder Erdgas. Zunehmend werden auch Biotreibstoffe verwendet, spielen aber in der Gesamtenergiebilanz noch eine untergeordnete Rolle.

Alternative Energiekonzepte, wie zum Beispiel Windenergie, Wasserkraft oder Solartechnologie haben Nachteile in der zeitlichen Verfügbarkeit und in der Wirtschaftlichkeit. Derzeit, wo neue Energietechnologien, wie zum Beispiel auch die Nutzung von Wasserstoff als Energieträger, noch nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen, steht die Industrie vor massiven politischen und wirtschaftlichen Problemen. Bei hohem Kostendruck und sich verschärfenden Umweltvorschriften ist es derzeit schwierig, Altanlagen zur Energieerzeugung weiter zu betreiben. Altanlagen werden daher oft stillgelegt oder im Teillastbetrieb verwendet.

Stand der Technik

Aus den genannten Gründen gibt es verschiedene Ansätze, Verbrennungskraftmaschinen in ihrem Wirkungsgrad und den Schadstoffemissionen zu optimieren. So werden unter anderem Gase wie Methan oder auch Wasserstoff der

Verbrennungskraftmaschine zusätzlich zum Kraftstoff

zugeführt, um die Verbrennung zu optimieren. Die

US 2009/0320789 AI beschreibt einen Verbrennungsmotor mit einem Kraftstoffzuführsystem, bei dem sowohl Biodiesel als auch Propan und Wasserstoff aus separaten oder teilweise auch zusammengefassten Tanks dem Verbrennungsprozess zugeführt werden .

Die bestehenden Ansätze konzentrieren sich sämtlich darauf, durch Additive oder Einstellung der Verbrennungsbedingungen den Verbrennungsprozess von Verbrennungskraftmaschinen zu verbessern. Diese Ansätze werden vor allem älteren Systemen nicht gerecht, bei denen es auch darauf ankommt, neben der chemischen und physikalischen Optimierung des

Verbrennungsprozesses die Verbrennungskraftmaschinen in der Weise zu optimieren, dass Verbrennungsrückstände im System entfernt und die Reibung zwischen den bewegten Teilen gesenkt wird. Hier bietet sich jedoch bei älteren Systemen ein

Optimierungspotenzial, da die Grenzflächen oft nicht mehr die optimale Oberflächenbeschaffenheit aufweisen oder durch Rückstände verschmutzt sind und dadurch eine erhöhte Reibung zwischen den Komponenten auftrit . Eine Verbesserung der Reibungsverhältnisse in solchen älteren

Verbrennungskraftmaschinen kann deren wirtschaftlichen

Weiterbetrieb manchmal ermöglichen.

Darstellung der Erfindung

Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein

Verfahren zur Emissionsminderung von

Verbrennungskraftmaschinen zur Verfügung zu stellen, das es ermöglicht, bei geringem Umrüstaufwand die Emissionen und den Verbrauch von bestehenden Verbrennungskraftmaschinen zu senken. Ferner ist es eine Aufgabe der vorliegenden

Erfindung, eine Verbrennungskraftmaschine zur Verfügung zu stellen, die in ihren Emissionen minimiert ist.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch ein Verfahren und eine Verbrennungskraftmaschine mit den Merkmalen der

unabhängigen Patentansprüche gelöst . In den Unteransprüchen finden sich vorteilhafte Ausgestaltungen und Verbesserungen der Erfindung.

Je nach Motortechnologie kommt das erfindungsgemäße Verfahren angepasst zum Einsatz.

Für den Einsatz bei Verbrennungskraftmaschinen, die mit flüssigem Kraftstoff betrieben sind, weist das

erfindungsgemäße Verfahren zur Emissionsminderung die folgenden Verfahrensschritte auf:

(El) Reinigen

(Ξ2) Kraftstoffkonditionieren

(E3) Reibungsmindern

(E4) Gaseinspeisen in das Verbrennungssystem der

Verbrennungskraftmaschine

Für den Einsatz bei Verbrennungskraftmaschinen, die mit gasförmigem Kraftstoff betrieben sind, weist das erfindungsgemäße Verfahren zur Emissionsminderung die

folgenden Verfahrensschritte auf:

(E3) Reibungsmindern

(Ξ4) Gaseinspeisen in das Verbrennungssystem der

Verbrennungskraftmaschine

Im erfindungsgemäßen Verfahrensschritt El wird das

KraftstoffSystem, das heißt die Kraftstoffleitungen, das Einspritzsystem und die Verbrennungsräume der

Verbrennungskraftmaschine von Schmutz und Ablagerungen gereinigt . Dadurch wird die Verbrennung und

KraftstoffZuführung optimiert und die

Verbrennungskraftmaschine erhält eine höhere

Leistungsfähigkeit zurück. Ferner werden die Abgasemissionen, insbesondere die Russ- bzw. Feinstaubemissionen reduziert. Erfindungsgemäß kann somit die Verbrennungskraftmaschine ohne aufwändige Instandsetzungsarbeiten gereinigt werden. Das im Verfahrensschritt El eingesetzte Reinigungsmittel ist

besonders bevorzugt ein komplexes Kohlenwasserstoffgemisch, das eine Kombination von paraffinischen, cycloparaffinischen, aromatischen und olefinischen Kohlenwasserstoffen beinhaltet. Die Anwendung erfolgt über den für den Verfahrensschritt El vorgesehenen Reinigungsmitteleinspeiser .

Erfindungsgemäß wird in einem weiteren Verfahrensschritt E2 der Kraftstoff konditioniert. Dabei wird das sich im

Kraftstoff bzw. Tanksystem befindende Wasser gebunden, bevorzugt emulgiert und ausgetragen. Durch die

Konditionierung wird der Bildung von Bakterien im

Kraftstofftank entgegengewirkt, ohne dass ein Biozid

eingesetzt werden muss. Dadurch entstehen, im Gegensatz zum Einsatz von Bioziden, keine Ablagerungen, welche das

KraftstoffSystem verschmutzen oder verstopfen können. Im Verfahrensschritt E2 wird bevorzugt ein

Kraftstoffkonditionierer, der eine Mischung von

Kohlenwasserstoffen, welche aus paraf inischen, cycloparaf£inischen, aromatischen und olefinischen Kohlenwasserstoffen bestehen, eingesetzt. Besonders bevorzugt weist der Kraftstoffkonditionierer auch eine Mischung

verschiedener Ethylenglycol - und Paraldehydkomponenten auf. Der Kraftstoffkonditionierer wird in einer bevorzugten

Konzentration von 1:4000 {1 Anteil Kraftstoffkonditionierer auf 4000 Anteile Kraftstoff) angewendet. Bevorzugt kommen bei der Konditionierung hochaktive Wirkstoffe zum Einsatz, die die Fließfähigkeit und Verbrennung des Kraftstoffes

verbessern. Durch die Reduzierung des Wassers im

KraftstoffSystem wird dieses wirksam gegen Korrosion

geschützt. Insgesamt werden durch die Konditionierung die Abgasemissionen, insbesondere von Russ bzw. Feinstaub, von Stickoxiden und von Kohlendioxid reduziert. Es ergibt sich ferner ein Einsparvolumen von bis zu 8 bis 10 Prozent

Kraftstoff .

Im Verfahrensschritt E3 eines Reibungsmindems wird besonders bevorzugt dem Verbrennungskraftmaschinenöl, bevorzugt dem Getriebeöl oder dem Differentialöl oder einer Auswahl davon ein Reibungsminderer zugesetzt. Der eingesetzte

Reibungsminderer besteht bevorzugt aus einem Gemisch

verschiedener Stoffe und beinhaltet besonders bevorzugt Siliziumoxid. Die Wirkstoffe im Reibungsminderer liegen bevorzugt in nano-strukturierter Form vor und weisen im

Vergleich zu den Grundbestandteilen von Schmierölen andere physikalische und nur den Nanosubstraten eigene

Wirkmechani men auf. Demzufolge sind die bevorzugt

verwendeten Nanosubtrate eigenständig und nutzen das sie umgebende Schmiermittel als Trägermedium, um an die

eigentlichen Reaktionsoberflächen (Reibungszentren) zu gelangen. Der Verf hrensschritt einer Reibungsminderung wirkt dadurch direkt reibungsmindernd an den Reibungszentren der Verbrennungskraftmaschine, des Getriebes oder des

Differentials. Auf den ölführenden Reibungsflächen werden dabei reibungsreduzierende hochwirksame

Verschleißschutzschichten ausgebilde . Solche Verschleißschutzschichten werden auch auf den

Zylinderlaufflächen der Verbrennungskraftmaschine gebildet. Dadurch wird sekundär der Verbrennungsprozess positiv

beeinflusst und es kommt zu einer weiteren

Wirkungsgradsteigerung des Verbrennungskraftmaschine. Nicht vollständig ausgetragene, gasförmige Verbrennungsrückstände gelangen nicht mehr in das Verbrennungskraftmaschinenöl .

Dadurch wird der Versäuerung des

Verbrennungskraftmaschinenöls wirksam entgegengewirkt.

Insgesamt kann mit diesem Verfahrensschritt eine

Verschleißschutzschicht gebildet werden, die bis über 200.000 km Laufleistung einer Kraftfahrzeugverbrennungskraftmaschine wirkt, die Lebensdauer der Verbrennungskraftmaschine erhöht und deren Wartungsaufwand verringert . Ferner bleibt das Verbrennungskraftmaschinenöl länger gebrauchsfähig. Durch die Reibungsreduzierung wird weniger Energie und dadurch auch weniger Kraftstoff benötigt. Die Folge ist auch eine

Verminderung der Abgasemissionen, insbesondere von

Kohlendioxid .

Im erfindungsgemäßen Verfahrensschritt E4 wird ein

Gaseinspeisen in das Verbrennungssystem der

Verbrennungskraftmaschine durchgeführt . Bei Anwendung an einer turboaufgeladenen Verbrennungskraftmaschine wird die Menge des zugeführten Gases bevorzugt in Abhängigkeit vom Verdichtungsdruck des Turboladers gesteuert. Bei

Verbrennungskraftmaschinen mit flüssigem Kraftstoff kann bevorzugt LPG (Liquified Pressure Gas, Flüssiggas) und CNG (Compressed Natural Gas, Erdgas) verwendet werden. Bevorzugt wird Wasserstoff als Gas dem Verbrennungssystem der

Verbrennungskraftmaschine zugeführt. Dieser Verfahrensschritt bietet die vorteilhafte Wirkung, dass bei gleicher

Verbrennungskraftmaschinenleistung weniger Kraftstoff als im Mono-Kraftstoffbetrieb (ohne die erfindungsgemäße

Gaseinspeisung) verbraucht wird. Ferner reduziert sich im Abgas bei zum Beispiel einem KraftstoffVerhältnis von 70 Prozent flüssigem Kraftstoff zu 30 Prozent gasförmigem Kraftstoff der Kohlenstoffdioxidanteil im Abgas um ca. 20 Prozent, der Stickoxidanteil um ca. 30 Prozent und der Russ- bzw. Feinstaubanteil um ca. 80 Prozent. Bei Verwendung von Wasserstoff als Gas wird die Abgasbilanz noch zusätzlich verbessert .

Gemäß einer bevorzugten Auführungsform der vorliegenden

Erfindung sind im Verfahrensschritt des Reinigens die

Teilverfahrensschritte Durchführen eines Arbeitsprozesses zum zerstörungsfreien vollautomatischen Reinigen der

Verbrennungskraftmaschine unter Zuführung einer

Reinigungsflüssigkeit in die Verbrennungskraftmaschine und Wechseln der Kraftstofffilter, die zum Reinigen des

KraftstoffSystems der Verbrennungskraftmaschine dienen, vorgesehen. Die Reinigungsflüssigkeit trägt dabei die

Verunreinigungen aus der Verbrennungskraftmaschine aus, die sich anschließend teilweise in den Kraftstofffiltern

ablagern. Daher ist es vorteilhaft am Ende des

Reinigungsschrittes die Kraftstofffilter zu wechseln, um deren volle Filterkapazität wieder bereit zu stellen.

Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der vorliegenden

Erfindung ist in einem Verfahrensschritt E5 ein Einspeisen von Gas oder einem Gasgemisch in das Abgassystem der

Verbrennungskraftmaschine vorgesehen. Dabei wird bevorzugt Wasserstoff in das Abgassystem bevorzugt vor dem Eintritt der Abgase in den Katalysator eingebracht . Bevorzugt kann die Menge des in das Abgas eingebrachten Gases je nach Leistung der Verbrennungskraftmaschine eingestellt werden. Durch eine im Gas/Abgas-Gemisch auftretende chemische Reaktion werden beispielsweise die Stickstoffoxidemissionen durch Umwandlung zu elementarem Stickstoff um bis zu 80 % reduziert.

Bevorzugt wird das Einspeisen von Gas in das

Verbrennungssystem der Verbrennungskraftmaschine und/oder das Gaseinspeisen in das Abgassystem in Abhängigkeit von

wenigstens einem Emissionswert, besonders bevorzugt einem Stickstoffoxidgehaltwert oder einem Feinstaubgehaltwert, Formaldehydgehaltwer , Kohlenstoffdioxidgehaltwert ,

Kohlenstoffmonoxidgehaltwert oder einer Kombination davon im Abgas im Abgassystem der Verbrennungskraftmaschine gesteuert. Dazu wird der Emissionswert, bevorzugt der Stickoxidgehalt im Abgas bevorzugt vor dem Eintritt des Abgases in den

Katalysator mit einem geeigneten Sensor gemessen.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird das Gaseinspeisen in das Abgassystem

mengenmäßig und/oder im Hinblick auf die Gaszusammensetzung in Abhängigkeit von der im Verfahrensschritt Gaseinspeisen in das Verbrennungssystem der Verbrennungskraftmaschine

zugeführten Gasmenge gesteuert. Die Emissionsminderung im Abgas wird durch das Gaseinspeisen in das Verbrennungssystem der Verbrennungskraftmaschine und in das Abgas beeinflusst. Das Gaseinspeisen in das Abgas kann dabei optimal eingestellt werden, wenn als eine Eingangsgröße zur Steuerung dieses Verfahrensschrittes die Gasmenge verwendet wird, die dem Verbrennungssystem der Verbrennungskraftmaschine zugeführt wird. Die Erfassung dieser Gasmenge ist technisch einfach und kann zusätzlich oder sogar anstelle der sensortechnischen Erfassung von Emissionswerten im Abgas durchgeführt werden.

Eine erfindungsgemäße Verbrennungskraftmaschine weist einen Verbrennungsmotor und ein Kraftstoffsystem zum Speichern von Kraftstoff und zum Zuführen von Kraftstoff zum

Verbrennungsmotor, ein Abgassystem, ein

Gaseinspeisungssystem, das eingerichtet ist, Gas in das

Verbrennungssystem der Verbrennungskraftmaschine einzuspeisen und ein Gaseinspeisungssystem, das eingerichtet ist, Gas in das Abgassystem der Verbrennungskra tmaschine einzuspeisen, auf. Durch die Möglichkeit gleichzeitig ein Gas in das

Verbrennungssystem der Verbrennungskraftmaschine und

abgestimmt damit ein weiteres Gas in das Abgassystem der Verbrennungskraftmaschine einzuspeisen ergibt sich ein besonderes Potenzial im Hinblick auf eine Minimierung der Schadstoffemissionen und des Verbrauchs der

Verbrennungskraf maschine .

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung sind das Gaseinspeisungssystem zum Gaseinspeisen in das Verbrennungssystem der Verbrennungskraftmaschine und das Gaseinspeisungssystem zum Gaseinspeisen in das Abgas der Verbrennungskraftmaschine steuerungstechnisch miteinander gekoppelt. Durch diesen Aufbau kann der sensortechnische Aufwand zum Ermitteln der Abgaswerte als Eingangswert für das Gaseinspeisen in das Abgas reduziert werden. Wenn das

Systemverhalten einmal festgestellt und abgebildet ist, kann damit eine besonders einfache und wenig fehleranfällige

Steuerung der Gaszuführung realisiert werden.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung sind das Gaseinspeisungssystem zum Gaseinspeisen in das Verbrennungssystem der Verbrennungskraftmaschine und das Gaseinspeisungssystem zum Gaseinspeisen in das Abgas mit unterschiedlichen Gasen bzw. GasZusammensetzungen befüllt. Dadurch das Verwenden von spezifisch an den Einsatzzweck angepassten Gasen bzw. Gasgemischen kann eine optimale

Verbrennung im Motor bzw. P.eaktion im Abgas stattfinden.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Die Erfindung wird im Folgenden anhand von

Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die beiliegenden Figuren der Zeichnung näher erläuter .

Von den Figuren zeigen:

Fig. 1 ist eine schematische Darstellung der

technologischen Funktionalität des

erfindungsgemäSen Verfahrens bei

Verbrennungskraftmaschinen, die mit flüssigem

Kraftstoff betrieben werden,- Fig. 2 ist eine schematische Darstellung der technologischen Funktionalität des

erfindungsgemäßen Verfahrens bei

Verbrennungskraftmaschinen, die mit gasförmigem Kraftstoff betrieben werden; ist ein Ablaufschema des erfindungsgemäßen

Verfahrens bei Verbrennungskraftmaschinen, die mit flüssigem Kraftstoff betrieben werden; ist ein Ablaufschema des erfindungsgemäßen

Verfahrens bei Verbrennungskraftmaschinen, die mit gasförmigem Kraftstoff betrieben werden; ist eine schematische Darstellung der

KraftstoffVersorgung einer

Verbrennungskraftmaschine ohne und mit Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrensschritts El des Reinigens ; ist eine schematische Darstellung des

Verfahrensschrittes E4 von einem Gaseinspeisen in das Verbrennungssystem E0.3 mittels des Gaseinspeisers DG und von dem Verfahrensschritt E5 einem Gaseinspeisen in das Abgassystem E0.5 der Verbrennungskraftmaschine E0 mittels des Gaseinspeisers A bei Verwendung von flüssigem Kraftstoff; und

Fig. 7 ist eine schematische Darstellung des

Verfahrensschritts E4 einer Gaseinspeisung bei Verwendung von gasförmigem Kraftstoff.

In den Figuren bezeichnen dieselben Bezugszeichen gleiche oder funktionsgleiche Komponenten, soweit nichts

Gegenteiliges angegeben ist. Ausführliche Beschreibung von bevorzugten Ausführungsformen

Fig. 1 ist eine schematische Darstellung der technologischen Funktionalität des erfindungsgemäßen Verfahrens bei

Verbrennungskraftmaschinen EO, die mit flüssigem Kraftstoff betrieben werden. In Fig. 1 ist insbesondere dargestellt, wie die einzelnen Verfahrensschritte El bis E5 auf die als EO vereinfacht dargestellte Verbrennungskraftmaschine, die flüssigen Kraftstoff verwendet, einwirken. Die

Verfahrensschritte El, nämlich das Reinigen, Ξ2, nämlich das Kraftstoffkonditionieren, E3 , nämlich das Reibungsmindern, E4 , nämlich das Gaseinspeisen in das Verbrennungssystem EO .3 der Verbrennungskraftmaschine EO und E5, nämlich das

Gaseinspeisen in das Abgassystem E0.5 der

Verbrennungskraftmaschine E0 sind als Rechtecke um die ebenfalls als Rechteck dargestellte Verbrennungskraftmaschine EO dargestellt. Die Wirkzusammenhänge sind im Diagramm jeweils durch Pfeile angegeben. Das als El dargestellte Reinigen wirkt dabei auf das KraftstoffSystem E0.2 und gleichzeitig auf das Verbrennungssystem E0.3 der

Verbrennungskraftmaschine Ξ0 ein. Das Reinigen El kommt im Gesamtprozess bevorzugt nur einmal zum Einsatz und dient als Grundlage für die Anwendung der Verfahrensschritte E2 , E3 und E4.

Das Reinigen El ist bevorzugt ein zerstörungsfreies

Wartungsverfahren zur Reinigung des KraftstoffSystems E0.2 und bevorzugt auch des VerbrennungsSystems EO .3 der

Verbrennungskraftmaschine EO, bevorzugt eines Fahrzeugs oder eines Energieerzeugungsaggregates, das dadurch weitgehend ohne mechanische Instandsetzung auskommt. Bei Einsatz eines entsprechenden Reinigungsmittels ist es möglich, das

Kraftstof ystem E0.2, die Kraftstoffeinspritzung und die Verbrennung räume des VerbrennungsSystems E0.3 von losen Verschmut ungen und festen Ablagerungen, welche sich über einen langen Zeitraum angelagert haben, wirksam zu reinigen. Die Leistung der Verbrennungskraftmaschine EO wird verbessert, indem die Grenzflächenreibung zwischen den bewegten gereinigten Komponenten reduziert und eine

effektivere und saubere Verbrennung ermöglicht wird.

Der Verfahrensschritt E2 eines Kraftstoffkonditionierens ist ein kontinuierlich und vorrangig durch den Betreiber der Verbrennungskraftmaschine EO, zum Beispiel eines

Kraftfahrzeugmotors anzuwendender Verfahrensschritt. Je nach Qualität und Beschaffenheit des eingesetzten Kraftstoffs kommt ein Kraftstoffkonditionierer mit einer festgelegten Konzentration zum Einsatz. Die zusätzlich zum Kraftstoff zugegebenen Wirkstoffe verändern dabei bevorzugt nicht die gesetzlich vorgegebenen KraftStoffnormen. Der Kraftstoff wird als Trägermedium verwendet, so dass die Wirkstoffe des

Kraftstoffkonditionierers im Kraftstoff, im Kraftstoffsystem E0.2 und im Verbrennungssystem E0.3 wirksam werden können.

Der Verfahrensschritt E3 umfasst den Verfahrensschritt von einem Reibungsmindern, der bei dieser Ausführungsform auf das Verbrennungssystem E0.3 und das Getriebe/Differential E0.4 der Verbrennungskraftmaschine EO einwirkt. Dieser

Verfahrensschritt dient zur Reibungsoptimierung im

mechanischen Arbeitsprozess der Verbrennungskraftmaschine EO . Das sich im Verbrennungssystem E0.3 oder im Getriebe E0.4 befindende Schmieröl dient in diesem Prozess als Träger der Wirkstoffe des Reibungsminderers zu den mechanischen

Reibungszentren der Verbrennungskraftmaschine EO . Dieser Verfahrensschritt ist quasi kontinuierlich und kann in entsprechenden Zeitabständen wiederholt werden. Der zeitliche Abstand der Nachfolgeanwendungen richtet sich nach der von der Verbrennungskraftmaschine EO und dem

Getriebe/Differential EO .4 zu erbringenden und in Kilometern oder Betriebsstunden angebbaren Leistung. Im Falle einer Verbrennungskraftmaschine EO für ein Kraftfahrzeug kann ein Intervall zwischen den Anwendungen von 200.000

Fahrtkilometern ermöglicht werden. Ferner erfolgt in einem Verfahrensschritt E4 ein Gaseinspeisen in die Verbrennungskraftmaschinenzuluft, insbesondere in die Ansaugluft des Verbrennungssystems E0.3 der Verbrennungskraftmaschine EO mittels eines

Gaseinspeisungssystems DG. In diesem Ausführungsbeispiel erfolgt zusätzlich als Verfahrensschritt E5 ein Gaseinspeisen von einem Gas, bevorzugt Wasserstoff in das Abgassystem E0.5 der Verbrennungskraftmaschine EO mittels eines

Gaseinspeisungssystems A. Bevorzugt erst nach erfolgreicher Anwendung des Verfahrensschrittes El des Reinigens wird das Gaseinspeisen an der Verbrennungskraftmaschine EO angewendet. Dies ist bevorzugt ein kontinuierlicher und eigenständig arbeitender Prozess, welcher in Abhängigkeit von den

Betriebsparametern des Verbrennungssystems EO .3 betrieben wird.

Im Verfahrensschritt E4 dem Gaseinspeisen in die

Verbrennungskraftmaschinenzuluft werden dem

Verbrennungsprozess der Verbrennungskraftmaschine EO

zusätzliche Brenngase bzw. Reaktionsgase wie z.B. CNG, LPG, Biogas oder Wasserstoff einzeln oder gemischt als MGI-Gas zugeführt . Die Gaszuführung erfolgt unabhängig von der eingesetzten Kraftstoffart (flüssig, gasförmig, fossil, biogen) der Verbrennungskraftmaschine im ono- Kraftstoffbetrieb (ohne Gaseinspeisung in die

Verbrennungskraftmaschinenzuluft) . Die Art der

Zusammensetzung des MGI -Gases richtet sich nach dem

Kraftstofftyp, mit welchem die Verbrennungskraftmaschine EO im Mono-Kraftstoffbetrieb betrieben wird (vgl. Fig. 6) .

Der Verfahrensschritt E5 stellt den Verfahrensschritt von einem Einspeisen von Gas in das Abgassystem EO .5 der

Verbrennungskraftraaschine EO mittels eines

Gaseinspeisungssystems A dar. Bevorzugt je nach produzierter Menge an Stickoxidemissionen des Verbrennungssystems EO .3 wird Wasserstoff mengenproportional in das Abgas der Verbrennungskraftmaschine EO vor dem Katalysator eingebracht. Durch eine chemische Reaktion werden die Stickoxide in elementaren Stickstoff umgesetzt, wodurch die Emissionen der Verbrennungskraftmaschine EO gesenkt werden.

Fig. 2 ist eine schematische Darstellung der technologischen Funktionalität des erfindungsgemäßen Verfahrens bei

Verbrennungskraftmaschinen EO , die mit gasförmigem Kraftstoff betrieben werden. Es ist hier insbesondere dargestellt, wie die einzelnen Verfahrensschritte E3 und Ξ4 auf die

vereinfacht dargestellte Verbrennungskraftmaschine EO

einwirken. Bei dieser Betriebsvariante des erfindungsgemäßen Verfahrens für Verbrennungskraftmaschinen EO, welche mit einem gasförmigen Kraftstoff betrieben werden, entfallen bevorzugt die erfindungsgemäßen Verfahrensschritte El und E2.

Die Anwendung des Verfahrensschritts E3 von einem

Reibungsmindern erfolgt wie mit Bezug auf Fig. 1 bereits beschrieben und ist nicht von der Kraftstoffart im

Kraftstoffmonobetrieb oder Kraftstoffmischbetrieb abhängig.

Das Gaseinspeisen E4 wird hingegen, abhängig vom gasförmigen Kraftstoff, anders als bei einer Verbrennungskraftmaschine mit flüssigem Kraftstoff durchgeführt. Je nach

Zusammensetzung des gasförmigen Kraftstoffs wird gemäß diesem Ausführungsbeispiel ein definierter Anteil an gasförmigem Wasserstoff bevorzugt in das Ansaugrohr der

Verbrennungskraftmaschine EO mittels des

Gaseinspeisungssystem DG eingespeist. Dadurch wird der

Verbrennungsprozess optimiert und es kommt zu einer

Emissionsminderung bei gleichbleibender Leistung der

Verbrennungskraftmaschine EO .

Fig. 3 ist ein AblaufSchema des erfindungsgemäßen Verfahrens bei Verbrennungskraftmaschinen EO , die mit flüssigem

Kraftstoff betrieben werden. Die Verfahrensschritte sind jeweils durch eben angeordnete Rechtecke symbolisiert. Durch schräg gestellte Rechtecke sind Verzweigungen dargestellt, die den Übergang von einem Verfahrensschritt zu einem

nächsten Verf hrensschritt jeweils in Abhängigkeit von einer Übergangsbedingung bestimmen. Ist beispielsweise der

Verfahrensschritt El als einmalige Anwendung nicht

abgeschlossen, so wird er wiederholt. Erst mit entsprechenden Ausgangsparametern des Ver ahrensschrittes El, findet ein Übergang zum Verfahrensschritt E4 statt. Insgesamt wird so der logische Ablauf dargestellt, wie der Motor E0 aus dem oben als Rechteck dargestellten Urzustand in den unten mit E0* angegebenen Zustand bei erfolgreicher Anwendung der vorliegenden Erfindung überführt wird.

Aus Fig. 3 wird deutlich, dass das Gaseinspeisen E4 in das VerbrennungsSystem E0.3 der Verbrennungskraftmaschine E0 zeitlich nach der erfolgreichen Durchführung des

Reinigungsschrittes El durchgeführt wird. Die Durchführung des Verfahrensschritts einer Kraftstoffkonditionierung E2 und des Verfahrensschrittes E3 von einem Reibungsmindern erfolgen unabhängig voneinander. Die Anwendung des Grundablaufs des erfindungsgemäßen Verfahrens ist nach Durchführung der erfindungsgemäßen Verfahrensschritte El, E2 , E3 und E4 bei Verbrennungskraftmaschinen, die mit flüssigem Kraftstoff betrieben werden, abgeschlossen. Optional kann der

Verfahrensschritt E5 noch zusätzlich, nach der erfolgreichen Durchführung des Verfahrensschritts El durchgeführt werden.

Fig. 4 zeigt ein AblaufSchema des erfindungsgemäßen

Verfahrens bei Verbrennungskraftmaschinen E0 , die mit gasförmigem Kraftstoff betrieben werden analog der

Darstellung von Fig. 3. Aus Fig. 4 wird ersichtlich, dass die Durchführung des Verfahrensschrittes des Gaseinspeisens E4 parallel zum Verfahrensschritt des Reibungsminderns E3 erfolgt, wobei E3 einen quasikontinuierlichen

Verfahrensschritt und E4 einen kontinuierlichen

Verfahrensschritt darstellt. Die Verfahrensschritte El und E2 sind technisch in dieser Betriebsvariante (Verwendung eines gasförmigen Kraftstoffs) bevorzugt nicht anwendbar. Die

Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist dann bei Durchführung der Verfahrensschritte E3 und E4 abgeschlossen.

Fig. 5 ist eine schematische Darstellung der

Kraftstoffversorgung einer Verbrennungskraftmaschine EO, die mit flüssigem Kraftstoff betrieben wird, im Bild oben ohne und im Bild unten mit Anwendung des erfindungsgemäßen

Verfahrensschritts El des Reinigens. Der Verfahrensschritt El bildet die Grundlage für die weitere Durchführung der

Verfahrensschritte E4 und E5 bei Verwendung von flüssigem Kraftstoff .

Der Verfahrensschritt El des Reinigens wird durch zwei

Verfahrensbestandteile geprägt. Ein Verfahrensbestandteil sind die Verfahrensparameter, wie zum Beispiel die

Reinigungsdauer, der andere Verfahrensbestandteil wird durch die chemische Zusammensetzung und Konzentration des

Reinigungsmittels bestimmt. Je nach Verschmutzungsgrad, welcher zum Beispiel anhand des Belastungsgrades des

Kraftstofffilters feststellbar ist und der insbesondere von der Einsatzbelastung der Verbrennungskraftmaschine und der Qualität des verwendeten Kraftstoffs abhängig ist, wird die Dauer des Reinigungszyklus festgelegt. Die bevorzugte Dauer für einen Reinigungszyklus liegt bei etwa 40 bis 60 Minuten. Die Einsatzmenge des Reinigungsmittels richtet sich

insbesondere nach der Größe und Struktur des

KraftstoffSystems EO .2 und nach dem Verbrauch der

Verbrennungskraftmaschine EO im Mono-Kraftstoffbetrieb .

Zum Einspeisen des Reinigungsmittels wird ein

Reinigungsmitteleinspeiser an das KraftstoffSystem E0.2 der Verbrennungskraftmaschine EO angeschlossen. Der

Kraftstofftank ist dabei abgekoppelt und die

Verbrennungskraftmaschine EO erhält den notwendigen

Kraftstoff aus der Kraftstoff orläge des

Reinigungsmitteleinspeisers . Betriebsbedingte Verschmutzungen und Ablagerungen werden aus dem Verbrennungssystem EO .3 entfernt. Nachfolgend wird eine Dichtigkeitskontrolle des KraftstoffSystems E0.2 durchgeführt. Danach startet der Reinigungsprozess vollautomatisch. Nach Ablauf des

Verfahrensschrittes El von einem Reinigen wird das gesamte KraftstoffSystem E0.2 von den Resten des Reinigungsmittels gereinigt, indem das Kraftstoffsystem EO .2 mit frischem

Kraftstoff gespült wird. Nachfolgend wird der

Reinigungsmitteleinspeiser vom KraftstoffSystem EO .2

getrennt. Anschließend werden sämtliche Kraftstofffilter ausgewechselt .

Fig. 6 zeigt eine schematische Darstellung des

Verfahrensschrittes E4 von einem Gaseinspeisen in das

VerbrennungsSystem EO .3 mittels des Gaseinspeisers DG und von dem Verfahrensschritt E5 einem Gaseinspeisen in das

Abgassystem Ξ0.5 der Verbrennungskraftmaschine EO mittels des Gaseinspeisers A bei Verwendung von flüssigem Kraftstoff. Die Anwendungsform des Gaseinspeisungssystems DG richtet sich nach dem Basiskraftstoff der Verbrennungskraftmaschine EO . In Fig. 6 sind die technologischen Systemanwendungen für eine mit Diesel betriebene Verbrennungskraftmaschine EO

dargestellt. Es ist schematisch der Kraftstoffmischbetrieb dargestellt, in dem Dieselöl als Hauptkraftstoff und Gas als Sekundärkraftstoff gleichzeitig in den Verbrennungsprozess eingeführt werden.

Die Zusammensetzung des zugeführten Gases, wird auf die Anforderungen der Verbrennungskraftmaschine EO abgestimmt. Das Gas wird hierbei aus einem bestimmten Anteil an Brenngas (zum Beispiel LPG, CNG, Biogas) und einem Anteil an

gasförmigem Wasserstoff zusammengemischt . Aus einem

Druckgastank E4.5 für LPG, CNG, Biogas oder einer Mischung davon wird mittels des Gaseinspeisungssystems DG Gas über einen Druckminderer E4.3 zur Gasdruckeinstellung und

schließlich den Gaseinspeiser E4.1 der Ansaugluft dem

Verbrennungssystem EO .3 der Verbrennungskraftmaschine EO zugeführt. Ferner wird aus einem Druckgastank E4.6 Wasserstoff über einen Druckminderer E4.4 für die

Druckeinstellung und einen Gaseinspeiser E4.2 dem

Verbrennungssystem E0.3 zugeführt. Das Verbrennungssystem weist bei diesem Ausführungsbeispiel einen Turbolader E0.3.2 auf, in dessen Ansaugluft das Gas eingespeist wird. Ferner wird bei diesem Ausführungsbeispiel, wie im Bild rechts dargestellt ist, mittels des Gaseinspeisungssystems A

Wasserstoff aus dem Druckgastank E4.6 über einen

Druckminderer E5.2 für die Druckeinstellung und einen

Gaseinspeiser E5.1 in das Abgassystem E0.5 der

Verbrennungskraftmaschine E0 eingespeist.

Der Anteil an Brenngas wird auf Basis des Kraftstoffbedarfes im Kraftstoffmonobetrieb (keine Gaseinspeisung) in der vorrangigen Betriebslaststufe festgelegt. Der Anteil an zuzuführendem gasförmigem Wasserstoff richtet sich nach der chemischen Zusammensetzung des Kraftstoffgemisches. Aus diesen Parametern ergibt sich das MGI -Gas (LPG, CNG, Biogas oder einer Mischung davon) .

Das MGI -Gas wird bevorzugt mit geringem Überdruck in das Ansaugrohr des Motors eingeblasen, so dass es sich bevorzugt noch vor dem Eintritt in den Verbrennungsraum mit der gegebenenfalls durch einen Turbolader verdichteten

angesaugten Luft vermischt. Dieses Gemisch wird nach dem Einlass in den Verbrennungsraum durch die selbsttätige

Zündung des Dieselöls mitgezündet. Ein hoher Luftüberschuss stellt sicher, dass keine Rückzündung erfolgt und die

Verbrennungstemperatur niedrig gehalten wird, was zu geringen Stickoxidemissionen und verminderten thermischen Verlusten führt .

In der mit Dieselöl betriebenen konventionellen

Verbrennungskraftmaschine werden beim Kraftstoffmonobetrieb effektiv ungefähr 85 % vom eingespritzten Dieselkraftstoff verwendet. Der Rest verschwindet ungenutzt durch die Abgasanlage und gelangt in die Umwel . Im

Kraftstoffmischbetrieb mit Diesel/MGI -Gas werden die

physikalischen und chemischen Parameter der Kraftstoffe effizienter genutzt. Das Dieselöl wird durch das

Einspritzsystem in die Verbrennungskämmer eingedüst. Nach der Selbstentzündung verbrennt der Kraftstoff von außen nach innen. Es bleibt ein ungenutzter Rest an Dieselkraftstoff zurück. Brenngase, wie zum Beispiel LPG, CNG oder Biogas verbrennen langsamer als Dieselöl. Das führt dazu, dass das Dieselöl durch die verzögerte Verbrennung vollständiger umgesetzt wird. Ferner verbrennt Wasserstoff schneller als Dieselöl und Brenngas, was sich wiederum in dem hier

vorliegenden Verbrennungsprozess positiv auf die chemische Umsetzung des Dieselkraftstoffes auswirkt. Damit ist es möglich, den flüssigen Treibstoff (Diesel) mit 95 prozentigem StoffUmsatz deutlich weitergehender zu verbrennen und effizienter auszunutzen. Zudem dient das eingesetzte Brenngas auch als eigener Treibstoff, da es eigene Verbrennungsenergie in den Verbrennungsprozess einbringt.

In der Stoff-/und Energiebilanz des Motors ist dadurch bei zusätzlicher Verwendung von MGI-Gas für die Erzeugung der gleichen Leistung weniger Dieselkraftstoff erforderlich.

Ferner werden die Abgasemissionen gesenkt. Der Betrieb der Verbrennungskraftmaschine wird durch das kostengünstige MGI- Gas wirtschaftlicher.

Fig. 7 ist eine schematische Darstellung des

Verfahrensschrittes E4 einer Gaseinspeisung in das

Verbrennungssystem EO .3 der Verbrennungskraftmaschine EO bei Verwendung von gasförmigem Kraftstoff . Die Anwendungsform des Gaseinspeisungssystems DG richtet sich nach dem

Basiskraftstoff der Verbrennungskraftmaschine. Für ein mit gasförmigem Basiskraftstoff betriebenes Aggregat ergibt sich bevorzugt die in Fig. 7 dargestellte technologische

Systemanwendung. Es ist schematisch der Kraftstoffbetrieb dargestellt, in dem Gas (LPG, CNG, Biogas oder eine Mischung davon) als Hauptkraftstoff dem Verbrennungsmotor EO.3.1 des Verbrennungssystems E0.3 der Verbrennungskraftmaschine E0 zugeführt wird. Zusätzlich wird gasförmiger Kraftstoff, in diesem Ausführungsbeispiel Wasserstoff aus einem Druckgastank E4.6 über einen Druckminderer E4.4 und einen Gaseinspeiser E4.2 in die Ansaugluft des Turboladers EO.3.2 des

VerbrennungsSystems E0.3 eingeführt. Die Anwendungsmenge des gasförmigen Wasserstoffs ermittelt sich aus dem

Gesamtverbrauch der Verbrennungskraftraaschine . In Abgleich mit den Gasemissionen wird die Menge an Wasserstoff für jede Anlage spezifisch eingestellt. Als technologische Zielgröße ist bevorzugt 3 % gasförmiger Wasserstoff zum Gesamtverbrauch der Verbrennungskraftmaschine vorgesehen.

In der Stoff -/und Energiebilanz der Verbrennungskraftmaschine E0 ist dadurch bei zusätzlicher Verwendung von MGI -Gas für die Erzeugung der gleichen Leistung weniger Gas notwendig. Die Abgasemissionen, hier vorrangig Formaldehyd, werden gesenkt. Der Betrieb de Verbrennungskraftmaschine E0 wird bevorzugt durch eine gesetzliche Zusatzvergütung der

erzeugten Energie bei Reduzierung von Formaldehyd

wirtschaf licher .

Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht es, die

Schadstoffparameter Russ bzw. Staub und/oder Feinstaub und die Stickoxide im Abgas von Verbrennungskraftmaschinen E0, die mit flüssigen Kraftstoffen betrieben werden, zu senken. Ferner wird der Formaldehydanteil im Abgas von

Verbrennungskraftmaschinen E0, die mit gasförmigen

Kraftstoffen betrieben werden, reduziert.

Das erfindungsgemäße Verfahren zur Emissionsminderung von Verbrennungskraftmaschinen E0 ist ein komplexes in allen gängigen Verbrennungskraftmaschinen E0 einsetzbares

Verfahren. Die primäre Wirkung des erfindungsgemäßen

Verfahrens liegt in der dauerhaften Reduktion der

Abgasemissionen. Als zweite vorteilhafte Wirkung wird die Verbrennungskraftmaschine EO gegen mechanischen Verschleiß im Kraftstoff- und Tanksystem und vor allem in den ölführenden Systemen (Verbrennungssystem E0.3, Getriebe/Differential E0.4) permanent geschützt.

Je nach Basiskraftstoff (flüssig, gasförmig) wird das

Verfahren auf die spezifischen Betriebsbedingungen

eingestellt, so dass eine optimale Emissionsreduzierung erfolgen kann. Durch die gezielte Kombination der einzelnen ineinandergreifenden Verfahrensschritte ergibt sich ein Synergieeffekt, welcher für den Anwender neben den

vorteilhaften Wirkungen für den Schutz der Umwelt auch wirtschaftlich sinnvoll ist.