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Title:
METHOD FOR REGULATING A VALVE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/098613
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for regulating a steam bypass valve (46), wherein the following equation is determined (formula (I)), where FBmax is the maximum water amount shortage, (formula (II)) is the amount of water introduced in a steam pipe (44) and (formula (III)) is the target water amount, wherein the valve closes when tRe st,0 is less than a value Δt.

Inventors:
MINUTH, Stephan (Karolinenstr. 25, Mülheim a.d. Ruhr, 45475, DE)
RIEMANN, Stefan (Willicher Straße 3, Kaarst, 41564, DE)
ROTHE, Klaus (Kassmöllstr. 14, Rees, 46459, DE)
Application Number:
EP2011/052185
Publication Date:
August 18, 2011
Filing Date:
February 15, 2011
Export Citation:
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Assignee:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Wittelsbacherplatz 2, München, 80333, DE)
MINUTH, Stephan (Karolinenstr. 25, Mülheim a.d. Ruhr, 45475, DE)
RIEMANN, Stefan (Willicher Straße 3, Kaarst, 41564, DE)
ROTHE, Klaus (Kassmöllstr. 14, Rees, 46459, DE)
International Classes:
G05D23/13
Attorney, Agent or Firm:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Postfach 22 16 34, München, 80506, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Verfahren zur Regelung eines Ventils (46),

wobei das Ventil (46) in einer Dampfleitung (44) angeordnet wird,

wobei die Dampfleitung (44) eine Vorrichtung (48) zum Einspritzen von Wasser aufweist,

wobei eine Ist-Wassermenge mw IST und eine Soll-Wassermenge ™W,SOLL UND

ein maximaler Wassermengenfehlbetrag FBmiix ermittelt wer¬ den,

und ein Quotient tRe st, o zwischen dem maximalen Wassermengen¬ fehlbetrag FBmiai und der Differenz der Soll-Wassermenge ™w SOLL und der Ist-Wassermenge mw IST gemäß der Gleichung

FB

tRestfl =- — gebildet wird und das Ventil (46)

mw,Soll ~MWJST

schließt, wenn tR 0 kleiner einem Wert At ist.

Verfahren nach Anspruch 1,

wobei der maximale Wassermengenfehlbetrag FBm3Ji aus einer

Multiplikation zwischen einer maximalen Einspritzwassermenge mWmsx und einer maximalen Zeit tmax0 gemäß der Glei¬ chung FBmiiX gebildet wird.

3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

wobei der Wert At eine Taktrate ist und die Ist-Wasser¬ menge mWIST und die Soll-Wassermenge mWS0LL nach jeder Takt¬ rate At ermittelt werden.

4. Verfahren nach Anspruch 3,

wobei nach jeder Taktrate At eine Restzeit tResti ermittelt wird und das Ventil schließt,

wenn die Restzeit tResti kleiner dem Wert At ist,

wobei i eine bei 0 beginnende Zählung einer Schleife dar¬ stellen soll, nach der jeweils die Restzeit tKesti berechnet wird .

Verfahren nach Anspruch 4,

wobei die Restzeit tResti nach einer Schleife gemäß folgender

Formel ermittelt wird:

^Re st,i W ) i-l ,i-l ~

0,5 x {{mW S0LL - mW IST ) ;_y + {mW S0LL - mW IST); ) x At) / .

(j

Verfahren nach Anspruch 4 oder 5,

wobei die Restzeit tReäi;. gemäß der Trapezregel ermittelt wird

Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das in die Dampfleitung (44) eingespritzte Wasser zur Kühlung eines in der Dampfleitung (44) strömenden Dampfes vorgesehen ist.

Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der maximale Fehlbetrag FB^ eine fehlende Maximal¬ menge an zur Kühlung in die Dampfleitung (44) eingespritztem Wasser darstellt und gemäß folgender Gleichung ermittelt wird: wobei rhWmax eine maximale Einspritzwassermenge und tmia0 eine maximale Zeit ohne Wassereinspritzung darstellt.

Description:
Beschreibung

Verfahren zur Regelung eines Ventils

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Regelung eines Ventils, wobei das Ventil in einer Dampfleitung angeordnet wird, wobei die Dampfleitung eine Vorrichtung zum Einspritzen von Wasser aufweist.

Beim Starten bzw. Hochfahren eines fossilbefeuerten Kraftwerkes wird zunächst ein Kessel des Kraftwerks, der zur Erzeu ¬ gung von Dampf ausgebildet ist, auf Mindestlast gefahren, was gewöhnlich zwischen 30% und 40% liegt. Der während dieser Hochfahr-Phase erzeugte Frischdampf wird hierbei im sogenann ¬ ten Bypassbetrieb üblicherweise zunächst an der Dampfturbine direkt zum Kondensator vorbei geleitet. Bei Anlagen mit einer Zwischenüberhitzung wird der Frischdampf hierbei über eine Hochdruck-Umleitstation geführt, auf ein niedriges Tempera- turniveau abgespritzt und dann in den kalten Strang der Zwischenüberhitzung geleitet. Der Dampf, der den heißen Strang der Zwischenüberhitzung verlässt, wird über eine Mitteldruck- Umleitstation geführt und mittels Bespritzung mit Wasser gekühlt und in den Kondensator geleitet. Durch ein hohes Druck- niveau in der Zwischenüberhitzung, das üblicherweise zwischen ca. 20 bar und 30 bar liegt, ist eine effektive Kühlung der mit Rauchgas beaufschlagten Zwischenüberhitzerrohre gewähr ¬ leistet . Für den Betrieb von Dampfturbinenanlagen sind an die Reinheit des Dampfes hohe Anforderungen zu stellen. Insbesondere gilt es zu vermeiden, dass im Dampf partikelförmige Feststoffe mitgeführt werden. Solche Festkörperpartikel können zu Be ¬ schädigungen der Dampfturbine und anderen Anlagenteilen füh- ren. Beschädigungen werden insbesondere an der Beschaufelung der Turbine anfallen. Um eine leichte Überhitzung zu erreichen ist es erforderlich, dass die über die Mitteldruck-Umleitdampfleitung geführte Dampfmenge auf ein niedriges Temperaturniveau abgekühlt wird. Das bedeutet, dass der Umleitdampf in der Umleitdampfleitung mit Wasser abgespritzt werden muss. Allerdings erfordert dies eine zuverlässige und unmittelbare Verfügbarkeit der einzu ¬ spritzenden Wassermenge. Des Weiteren wird ein schnelles Was ¬ sereinspritzventil und eine sichere Messtechnik benötigt. Wenn das einzuspritzende Wasser völlig ausfällt, müssen

Schutzvorkehrungen getroffen werden, damit keine Beschädigungen entstehen. Derzeit werden die vorhandenen Wassereinspritzschutzvorrichtungen derart ausgelegt, dass nur ein totaler Ausfall des Einspritzwassers berücksichtigt wird.

Auch eine kurzzeitige Unterschreitung der erforderlichen Wassermenge wird als Störung betrachtet, die schlimmstenfalls zu einem gesamten Schließen der Umleitdampfleitung führen kann und sogar zu einem Trip führen könnte, das heißt, ein Ab- schalten der gesamten Kraftwerksanlage wäre die Folge.

Ein ausgelöster Schnellschluss der Umleitstation kann bei einem Gasturbinentrip zu Auswirkungen auf die Revisionsintervalle bzw. auf die Lebensdauer der Gasturbine führen.

Mit den derzeitigen Schutzvorkehrungen ist es durchaus möglich, dass ein Schnellschluss der Umleitstation erfolgt, ob ¬ wohl bereits eine Wassermenge von größer als 90% des Soll ¬ werts erreicht wurde und ein Schnellschluss an sich nicht er- forderlich wäre.

An dieser Stelle setzt die Erfindung an, deren Aufgabe es ist, ein Verfahren zur Regelung eines Ventils anzugeben, mit der ein Schnellschluss der Umleitstation derart ausgeführt wird, dass eine zu frühzeitige Schließung des Ventils vermie ¬ den wird. Gelöst wird diese Aufgabe durch ein Verfahren zur Regelung eines Ventils gemäß Anspruch 1. Hierbei wird das Ventil in einer Dampfleitung angeordnet, wobei die Dampfleitung eine Vorrichtung zum Einspritzen von Wasser aufweist, wobei eine Ist-Wassermenge m W IST und eine Soll-Wassermenge m W S0LL und ein maximaler Wassermengenfehlbetrag FB^ ermittelt werden, und ein Quotient t Re s t, o zwischen dem maximalen Wassermengenfehlbe ¬ trag FB^ und der Differenz der Soll-Wassermenge rh w S0LL und der Ist-Wassermenge m w IST gemäß der Gleichung

FB

t Re st 0 =— ^ gebildet wird und das Ventil schließt, wenn mw,Soü ~ m w,isr

tRest, o kleiner einem Wert At ist.

Die Erfindung geht von dem Gedanken aus, dass die derzeit existierenden Schutzvorkehrungen einen Betrieb der Umleitsta tion ohne ausreichende Einspritzwassermengen für eine bestimmte Zeit erlauben. Die vorgenannte Schutzvorkehrung gilt unabhängig von der Dampfmenge und der Einspritzwassermenge in der Umleitstation, d. h., dass auch für die maximal Dampfmenge und völlig fehlende Einspritzwassermengen die Schutzvorkehrungen möglich sind.

Sofern eine Einspritzwassermenge in Folge einer Störung fehlt, hat dies zur Folge, dass die Kühlung ausfällt. Die fehlende Kühlung wird bezogen auf die Enthalpiedifferenz des verdampfenden Wassers als Fehlbetrag (FB) bezeichnet und er ¬ gibt sich durch eine Integration einer Fehlmenge über die Zeit, die durch die folgende Gleichung: rh w S0LL - rh w IST beschrie ¬ ben wird. Hierbei bezeichnet mit rh w S0LL den Wasserdurchfluss und mit m w IST die Ist-Wassermengen.

Der maximal zulässige Fehlbetrag ergibt sich durch die fol ¬ gende Gleichung: FB m ^ = m W m X x t max 0 , wobei m W m X die maximale

Einspritzwassermenge und t„ n die maximale Zeit ohne Wasser- einspritzung bezeichnet. Der bis zur Schnellschlussauslösung aufgelaufene Fehlbetrag wird folgendermaßen errechnet:

Es gilt, dass die maximal erlaubte Zeit für das Erreichen des maximal zulässigen Fehlbetrags dann erreicht ist, wenn der integral ermittelte Fehlbetrag gleich dem maximal zulässigen ist. Dies wird erreicht, wenn die folgende Gleichung erfüllt ist: j " i WS0LL — m WIST )dt = w niax i maX;0 .

o Sofern diese Gleichung nach t max0 aufgelöst wird, ist die maximal erlaubte Zeit bestimmbar. Allerdings muss hier die Voraussetzung erfüllt sein, dass die ermittelten Wassermengen m w,soiL un d tn WIST gemäß der folgenden Gleichung folgen: >1, was bedeutet, dass die Ist-Wassermenge zu gering mw,Lsr

ist. Erfindungsgemäß wird in bestimmten Zeitabständen At die aktuell fehlende Einspritzwassermenge m w S0LL --m w IST berechnet und mit dem letzten aufgelaufenen Fehlbetrag umgerechnet in eine zulässige Restzeit. Sofern diese berechnete Restzeit eine Taktrate At unterschreitet, wird das Ventil geschlos- sen.

In den Unteransprüchen sind vorteilhafte Weiterbildungen angegeben . In einer ersten vorteilhaften Weiterbildung wird der maximale Wassermengenfehlbetrag FB^ aus einer Multiplikation zwi ¬ schen einer maximalen Einspritzwassermenge und einer maxima ¬ len Zeit gemäß der Gleichung FB mix = m w ^xt^ gebildet. In einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung wird nach einer jeden Taktrate At die Ist-Wassermenge m w IST und die Soll-Was ¬ sermenge m w S0LL ermittelt. Diese Taktrate kann erfindungsge ¬ mäß beliebig gewählt sein, was Auswirkungen auf die Genauig ¬ keit der Regelung hat. Eine kürzere Taktrate führt jedenfalls zu einer genaueren Regelung als eine Regelung mit einer längeren Taktrate At .

Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung wird nach jeder Takt- rate At eine Restzeit t Reäi i - ermittelt und das Ventil geschlos ¬ sen, wenn die Restzeit t Rest i kleiner dem Wert At ist, wobei i eine bei Null beginnende Zählung einer Schleife darstellen soll, nach der jeweils die Restzeit t Kest i berechnet wird. Dies hat den Vorteil, dass eine Integration erfolgt, die dazu führt, dass nicht nur ein Kriterium erfüllt sein muss, um ein Schließen des Ventils zu erreichen.

Erfindungsgemäß wird die Restzeit t Rest i gemäß der Trapezregel ermittelt .

Die Erfindung wird anhand der schematischen Zeichnungen näher erläutert. Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand einer Zeichnung näher erläutert. Darin zeigen: Figur 1 einen Aufbau eines Dampfkraftwerkes,

Figur 2 eine schematische Darstellung eines Ablauf ¬ schemas,

Figuren 3, 4 grafische Darstellungen auf der Zeitachse.

Figur 1 zeigt schematisch den Aufbau eines erfindungsgemäßen Dampfkraftwerks 10. Das Dampfkraftwerk 10 umfasst unter ande ¬ rem einen Kessel 12, eine Hochdruck-Turbine 14, eine Mittel ¬ druck-Turbine 16, eine Niederdruck-Turbine 18, einen nicht näher dargestellten Generator, einen Kondensator 22 und eine Frischdampfleitung 28. Ein im Kessel 12 erzeugter Frischdampf wird über die Frischdampfleitung 28 und über ein Frischdampfventil 30 zur Hochdruck-Teilturbine 14 geführt. Nach der Hochdruck-Turbine 14 gelangt der ausströmende Dampf zu einem Zwischenüberhitzer 32 und von dort in eine Mitteldruck-Teil ¬ turbine 16. Der Ausgang der Mitteldruck-Teilturbine 16 ist mit einem Eingang einer Niederdruck-Teilturbine 18 strömungs ¬ technisch verbunden. Der aus der Niederdruck-Teilturbine 18 ausströmende Dampf wird über eine Niederdruckleitung 34 strömungstechnisch mit dem Kondensator 22 verbunden.

Im Kondensator 22 kondensiert der Dampf zu Wasser und wird über eine Pumpe 36 wieder zum Kessel 12 geführt, wodurch ein Wasserdampfkreislauf geschlossen ist.

Beim Anfahren oder beim Abfahren des Dampfkraftwerks 10 wird der Frischdampf über eine Bypassleitung 38 an der Hochdruck- Turbine 14 vorbeigeleitet und direkt in die kalte Zwischen ¬ überhitzerleitung 40 geführt. Die nach der Zwischenüberhit- zung 32 ausgeführte heiße Zwischenüberhitzerleitung 42 wird strömungstechnisch über eine MD-Umleitung 44 mit dem Kondensator 22 strömungstechnisch verbunden. In dieser MD-Umleit- Station 44 ist ein MD-Umleitventil 46 und eine Vorrichtung 48 zum Einspritzen von Wasser in die MD-Umleitstation 44 ausgebildet .

Beim Starten bzw. Hochfahren des Dampfkraftwerks 10 wird der Kessel 12 zunächst auf Mindestlast gefahren (meist 30% bis

40%) , wobei der erzeugte Dampf üblicherweise zunächst an der Hochdruck-Turbine 14 vorbeigeleitet wird (Bypassbetrieb) . Der Bypassbetrieb wird hierbei durch Schließen des im Dampf-Ein ¬ strömbereich der Hochdruck-Turbine 14 angeordneten Schnell- schlussventils 31 realisiert, wobei der Frischdampf über eine Hochdruck-Umleitstation 38 bzw. Bypassleitung 38 geführt, auf ein niedrigeres Temperaturniveau abgespritzt und dann einer Zwischenüberhitzung 32 zugeführt wird und zwar zunächst dem kalten Strang 40 der Zwischenüberhitzung . Der Dampf, der den heißen Strang 42 der Zwischenüberhitzung verlässt, wird über eine Mitteldruck-Umleitstation 44 geführt und nach Kühlung mittels Einspitzwasser in den Kondensator 22 geleitet. Durch ein hohes Druckniveau in der Zwischenüberhitzung 32 ist dabei eine effektive Kühlung der mit Rauchgas beaufschlagten Zwi- schenüberhitzerrohre gewährleistet.

Die Regelung des Ventils 46 erfolgt wie folgendermaßen be ¬ schrieben: Zunächst wird eine Taktrate At in Sekunden vorbe- stimmt bzw. eingestellt und des Weiteren ein maximal zulässi ¬ ger Fehlbetrag FB ^ (in Kilogramm) berechnet, der in erster

Nehrung durch folgende Gleichung ermittelt werden kann:

In einem nächsten Schritt wird wie in Figur 2 dargestellt, eine Zeit to gleich 0 gesetzt, sofern die Bedingung m w IST kleiner m w S0LL erfüllt ist. Das bedeutet, dass sobald die benötigte Wassermenge in der Vorrichtung 48, die in die MD- Umleitstation 44 geführt wird, geringer ist als die Soll-Was ¬ sermenge, beginnt eine Integration. Zunächst wird eine Was ¬ sermenge aus einer Kennlinie ermittelt. Anschließend wird über eine Messung die Ist-Wassermenge ermittelt. Anschließend

FB

erfolgt eine Berechnung der Restzeit t Rest 0 = — ^

Zur weiteren Integration wird die Zählvariable i auf Null ge ¬ setzt. Anschließend wird ermittelt, ob die Restzeit größer ist als die Taktrate. Sofern die Restzeit größer ist als die Taktrate wird dieser Fall mit „Ja" zu einer weiteren Berechnungsschleife geführt wie in Figur 2 dargestellt. Das bedeu ¬ tet, dass der Index i um eins erhöht wird und eine Restzeit gemäß der Trapezregel erneut berechnet wird. Dazu wird die im Kasten 50 aufgeführte Formel verwendet.

Die Figuren 3 und 4 zeigen verschiedene Verläufe der einzel nen Größen.

Die Figur 3 zeigt den Verlauf des Sollwerts 54 und den maxi ¬ malen Fehlbetrag FB ^ 56 auf einer Zeitskala 52.

Zur Zeit t kleiner t 0 steht kein Einspritzwasser zur Verfügung, das bedeutet, dass im Zeitraum bis t 0 Einspritzwassermangel 55 herrscht. Ab dem Zeitpunkt t 0 beginnt die Integra ¬ tion, die durch die Kurve 58 dargestellt wird und zu einem Schnellschluss zum Zeitpunkt t max führt. Die Auslösung des Um ¬ leitschnellschlusses wird durch die Kurve 60 dargestellt. Die Figur 3 stellt die Situation dar, dass 100% Fehlbetrag der Wassermenge vorliegt. Das bedeutet, dass zum Beispiel das Ventil trotz Anforderung in der Position „zu" verbleibt.

Die Figur 4 zeigt einen wiederholenden Ausfall der Wasserein- spritzung innerhalb einer kurzen Zeitstrecke. Zum Zeitpunkt t 0 beginnt der Start der Integration 62. Der Integrator 64 läuft zunächst steil an und läuft anschließend zurück. Wäh ¬ rend dieser Zeit liegt der Istwert 66 über dem Sollwert. Das bedeutet, dass während dieser Zeit ein Schnellschluss nicht erforderlich ist. Sobald der Istwert zum Zeitpunkt t 2 wieder unter den Sollwert fällt, wird die Integration fortgeführt, was durch den linearen Anstieg des Integrators 64 dargestellt wird. Sofern der Istwert zum Zeitpunkt t 3 wieder größer als der Sollwert ist, läuft der Integrator wieder zurück, was durch die gestufte Linie dargestellt ist. Zum Zeitpunkt t A ist der Istwert wieder unter dem Sollwert, was wieder zu einem Anstieg des Integrators führt. Allerdings steigt der Integrator bis zum Wert FB ^ 70 an, was dazu führt, dass ein

Schnellschluss 72 zum Zeitpunkt t max ausgeführt wird.