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Title:
METHOD FOR REMOTELY PROCESSING THE CONTENT OF A FILE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/141711
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for processing the content of a file located on a first data processing unit (3) which is capable of communication and is equipped with a graphical user interface on a second data processing unit (7A, 7B, 7C) which is capable of communication and which can be contacted by the first data processing unit (3) over a communication link. The method comprises the following steps: representing the file (5) containing the content to be processed and at least a number of second data processing units (7A, 7B, 7C) which can be contacted as graphical symbols on the graphical user interface of the first data processing unit; providing a process which allows processing of the content to be processed to be initiated on the second data processing unit (7A, 7B, 7C) by dragging the graphical symbol representing the file (5) containing the content to be processed onto the graphical symbol of one second data processing unit (7A) selected from the number of second data processing units (7A, 7B, 7C), wherein initiation includes the first data processing unit (3) establishing a communication contact with the selected second data processing unit (7A); transferring the file (5) containing the content to be processed from the first data processing unit (3) to the selected second data processing unit (7A); automatically determining a number of software applications suitable for processing the content to be processed and processing the content to be processed on the selected second data processing unit (7A) by means of a selected software application.

Inventors:
KOOHESTANIAN, Ghazaleh (Goebenstr. 10, Berlin, 10785, DE)
Application Number:
EP2019/051014
Publication Date:
July 25, 2019
Filing Date:
January 16, 2019
Export Citation:
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Assignee:
RE2YOU GMBH (Goebenstr. 10, Berlin, 10785d, DE)
International Classes:
H04L29/08
Foreign References:
US20160294839A12016-10-06
US20070157101A12007-07-05
US20070157101A12007-07-05
US20150100615A12015-04-09
Attorney, Agent or Firm:
THEOBALD, Andreas (PATERIS Patentanwälte PartmbB, Markgrafenstr. 22, Berlin, 10117, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Verfahren zum Verarbeiten des Inhalts einer auf einer kommunikati- onsfähigen und mit einer grafischen Nutzeroberfläche ausgestatteten ersten Datenverarbeitungseinheit (3) befindlichen Datei (5) auf einer kommunikationsfähigen zweiten Datenverarbeitungseinheit (7A, 7B, 7C), die von der ersten Datenverarbeitungseinheit (3) über eine Kom- munikationsverbindung kontaktiert werden kann, mit den Schritten. - Darstellen (S1 ) der Datei (5) mit dem zu verarbeitenden Inhalt und wenigstens einer Anzahl von kontaktierbaren zweiten Datenverar- beitungseinheiten (7A, 7B, 7C) als graphische Symbole auf der grafi- schen Nutzeroberfläche der ersten Datenverarbeitungseinheit;

Bereitstellen (S3) eines Prozesses, der es ermöglicht, die Ver- arbeitung des zu verarbeitenden Inhalts auf der zweiten Datenverar- beitungseinheit (7A, 7B, 7C) zu initiieren, indem das die Datei (5) mit dem zu verarbeitenden Inhalt repräsentierende grafische Symbol auf das grafische Symbol einer aus der Anzahl von kontaktierbaren zwei- ten Datenverarbeitungseinheiten (7A, 7B, 7C) ausgewählten zweiten Datenverarbeitungseinheit (7A) gezogen wird (S4), wobei das Initiie- ren (S5) das Aufnehmen eines Kommunikationskontaktes der ersten Datenverarbeitungseinheit (3) mit der ausgewählten zweiten Daten- verarbeitungseinheit (7A) beinhaltet;

Übertragen (S14) der Datei (5) mit dem zu verarbeitenden In- halt von der ersten Datenverarbeitungseinheit (3) zu der ausgewählten zweiten Datenverarbeitungseinheit (7A) nach der Aufnahme des Kommunikationskontaktes der ersten Datenverarbeitungseinheit (3) mit der ausgewählten zweiten Datenverarbeitungseinheit (7A);

automatisiertes Bestimmen (S10) einer Anzahl von zum Verar- beiten des zu verarbeitenden Inhalts geeigneten Softwareanwendun- gen (18, 20A, 20B, 20C, 22A, 22B, 22C, 22D) und Verarbeiten des zu verarbeitenden Inhalts auf der ausgewählten zweiten Datenverarbei- tungseinheit (7A) mittels einer aus der Anzahl von zum Verarbeiten des zu verarbeitenden Inhalts geeigneten Softwareanwendungen (18, 20A, 20B, 20C, 22A, 22B, 22C, 22D) ausgewählten Softwareanwen- dung nach dem Übertragen (S14) der Datei (5) mit dem zu verarbei- tenden Inhalt. 2. Verfahren nach Anspruch 1 , in dem im Rahmen der Aufnahme des

Kommunikationskontaktes der ersten Datenverarbeitungseinheit (3) mit der ausgewählten zweiten Datenverarbeitungseinheit (7A) eine Prüfung (S6) erfolgt, ob bereits eine Kommunikationsverbindung zwi- schen der ersten Datenverarbeitungseinheit (3) und der ausgewählten zweiten Datenverarbeitungseinheit (7A) besteht, und automatisiert ei- ne Kommunikationsverbindung zwischen der ersten Datenverarbei- tungseinheit (3) und der ausgewählten zweiten Datenverarbeitungs- einheit (7A) aufgebaut wird (S9), wenn die Prüfung (S6) ergibt, dass bisher keine Kommunikationsverbindung zwischen der ersten Daten- Verarbeitungseinheit (3) und der ausgewählten zweiten Datenverarbei- tungseinheit (7A) besteht.

3. Verfahren nach Anspruch 2, in dem das Aufbauen (S9) der Kommuni- kationsverbindung zwischen der ersten Datenverarbeitungseinheit (3) und der ausgewählten zweiten Datenverarbeitungseinheit (7A) eine

Abfrage (S8) an einen Nutzer der ausgewählten zweiten Datenverar- beitungseinheit (7A), ob das Aufbauen (S9) einer Kommunikationsver- bindung zwischen der ersten Datenverarbeitungseinheit (3) und der ausgewählten zweiten Datenverarbeitungseinheit (7A) akzeptiert wird, beinhaltet und das Aufbauen (S9) der Kommunikationsverbindung zwischen der ersten Datenverarbeitungseinheit (3) und der ausge- wählten zweiten Datenverarbeitungseinheit (7A) nur dann erfolgt, wenn der Nutzer das Aufbauen (S9) der Netzwerkverbindung akzep- tiert.

4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, in dem

nach der Aufnahme des Kommunikationskontaktes der ersten Datenverarbeitungseinheit (3) mit der ausgewählten zweiten Daten- verarbeitungseinheit (7A) und vor dem Übertragen (S14) der Datei (5) mit dem zu verarbeitenden Inhalt an die ausgewählte zweite Daten- verarbeitungseinheit (7A) eine Abfrage an den Nutzer der ausgewähl- ten zweiten Datenverarbeitungseinheit (7A) ausgegeben wird, ob ein Übertragen der Datei (5) mit dem zu verarbeitenden Inhalt an die aus- gewählte zweite Datenverarbeitungseinheit (7A) akzeptiert wird (S12), und

das Übertragen (S14) der Datei (5) mit dem zu verarbeitenden Inhalt an die ausgewählte zweite Datenverarbeitungseinheit (7A) nur dann erfolgt, wenn der Nutzer das Übertragen (S14) der Datei mit dem zu verarbeitenden Inhalt akzeptiert (S12).

5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, in dem beim automati- sierten Bestimmen (S15) der Anzahl von zum Verarbeiten des zu ver- arbeitenden Inhalts geeigneten Softwareanwendungen (18, 20A, 20B, 20C, 22A, 22B, 22C, 22D) wenigstens zwei zum Verarbeiten des zu verarbeitenden Inhalts geeigneten Softwareanwendungen (18, 20A, 20B, 20C, 22A, 22B, 22C, 22D) bestimmt (S15) und angezeigt (S16) werden und eine Auswahleingabe (17) ermöglicht wird, mit der ein Nutzer eine aus der Anzahl von zum Verarbeiten des zu verarbeiten- den Inhalts geeigneten Softwareanwendungen (18, 20A, 20B, 20C,

22A, 22B, 22C, 22D) auswählen kann, welche dann die ausgewählte Softwareanwendung darstellt.

6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, in dem beim automati- sierten Bestimmen (S15) der Anzahl von zum Verarbeiten des zu ver- arbeitenden Inhalts geeigneten Softwareanwendungen (18, 20A, 20B, 20C, 22A, 22B, 22C, 22D) wenigstens zwei zum Verarbeiten des zu verarbeitenden Inhalts geeigneten Softwareanwendungen (18, 20A, 20B, 20C, 22A, 22B, 22C, 22D) bestimmt (S15) werden und eine Kl- Software eine aus der Anzahl von zum Verarbeiten des zu verarbei- tenden Inhalts geeigneten Softwareanwendungen (18, 20A, 20B, 20C, 22A, 22B, 22C, 22D) auswählt, welche dann die ausgewählte Soft- wareanwendung darstellt.

7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, in dem beim automati- sierten Bestimmen (S15) der Anzahl von zum Verarbeiten des zu ver- arbeitenden Inhalts geeigneten Softwareanwendungen (18) solche Softwareanwendungen bestimmt (S15) werden, die auf der ausge- wählten zweiten Datenverarbeitungseinheit (7A) installiert sind.

8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, in dem beim automati- sierten Bestimmen (S15) der Anzahl von zum Verarbeiten des zu ver- arbeitenden Inhalts geeigneten Softwareanwendungen (18, 20A, 20B, 20C, 22A, 22B, 22C, 22D) solche Softwareanwendungen (20A, 20B,

20C, 22A, 22B, 22C, 22D) bestimmt werden, die über eine Kommuni- kationsverbindung abrufbar sind.

9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, in dem das automati- sierte Bestimmen (S15) der Anzahl von zum Verarbeiten des zu ver- arbeitenden Inhalts geeigneten Softwareanwendungen (18, 20A, 20B, 20C, 22A, 22B, 22C, 22D) anhand der Dateiendung der Datei (5) mit dem zu verarbeitenden Inhalt erfolgt. 10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, in dem das automati- sierte Bestimmen (15) der Anzahl von zum Verarbeiten des zu verar- beitenden Inhalts geeigneten Softwareanwendungen (18, 20A, 20B, 20C, 22A, 22B, 22C, 22D) mit Hilfe einer Kl-Software erfolgt. 11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, in dem es sich bei der ersten Datenverarbeitungseinheit (3) und der wenigstens einen kon- taktierbaren zweiten Datenverarbeitungseinheit (7A, 7B, 7C) um bei einem Server registrierte Datenverarbeitungseinheiten handelt und das Aufnehmen des Kommunikationskontaktes der ersten Datenver- arbeitungseinheit (3) mit der ausgewählten zweiten Datenverarbei- tungseinheit (7A) über den Server verläuft.

12. Verfahren nach Anspruch 11 , in dem der Server eine sichere Verbin- dung zwischen der ersten Datenverarbeitungseinheit (3) und der we- nigstens einen kontaktierbaren zweiten Datenverarbeitungseinheit (7A, 7B, 7C) garantiert.

13. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12, in dem die Datei (5) mit dem zu verarbeitenden Inhalt eine ausführbare Datei ist und die An- zahl von zum Verarbeiten des zu verarbeitenden Inhalts geeigneten Softwareanwendungen (18, 20A, 20B, 20C, 22A, 22B, 22C, 22D) sol- che Softwareanwendungen sind, die ein Ausführen der ausführbare Datei ermöglichen.

14. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12, in dem die Datei (5) mit dem zu verarbeitenden Inhalt eine Datei mit anzeigbarem und/oder bearbeitbarem Inhalt ist und die Anzahl von zum Verarbeiten des zu verarbeitenden Inhalts geeigneten Softwareanwendungen (18, 20A, 20B, 20C, 22A, 22B, 22C, 22D) solche Softwareanwendungen um- fasst, die ein Anzeigen des zu verarbeitenden Inhalts und/oder ein Öffnen des zu verarbeitenden Inhalts zum Bearbeiten ermöglichen.

15. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12, in dem die Datei (5) mit dem zu verarbeitenden Inhalt eine Audio- oder Videodatei ist und die

Anzahl von zum Verarbeiten des zu verarbeitenden Inhalts geeigneten Softwareanwendungen (18, 20A, 20B, 20C, 22A, 22B, 22C, 22D) sol- che Softwareanwendungen umfasst, die ein Abspielen der Audio- oder Videodatei ermöglichen.

16. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 15, in dem die ersten Da- tenverarbeitungseinheit (3) und die wenigstens einen kontaktierbaren zweite Datenverarbeitungseinheit (7A, 7B, 7C) auf einer Serveranord- nung befindliche virtuelle Datenverarbeitungseinheiten sind.

Description:
VERFAHREN ZUR FERNBEARBEITUNG DES INHALTS EINER DATEI

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Verarbeiten des Inhalts einer auf einer kommunikationsfähigen und mit einer grafischen Nutzerober- fläche ausgestatteten ersten Datenverarbeitungseinheit befindlichen Datei auf einer kommunikationsfähigen zweiten Datenverarbeitungseinheit, die von der ersten Datenverarbeitungseinheit über eine Kommunikationsverbindung kontaktiert werden kann.

Kommunikationsfähige Datenverarbeitungseinheiten sind aus dem heutigen Leben nicht mehr wegzudenken. Viele Menschen besitzen neben einem Computer auch ein Smartphone, ein Tablet sowie ein Smart-TV. Darüber hinaus finden immer weitere kommunikationsfähige Datenverarbeitungsein- heiten in das tägliche Leben Eingang. Zu nennen sind hierbei etwa kommu- nikationsfähige Fitnessgeräte, Smartwatches und eine Vielzahl von Geräten aus dem Bereich Smarthome. Im Bereich Smarthome sind dabei insbeson- dere an mit dem Internet verbundene smarte Haushaltsgeräte, mit dem In- ternet verbundene Alarmanlagen und Überwachungskameras sowie über W- LAN steuerbare Leuchtmittel zu denken.

Viele dieser Geräte stellen eine Benutzeroberfläche zur Verfügung, die ein Bedienen der Geräte ermöglicht. Zumindest einige dieser Geräte ermögli- chen es, Daten von einem Gerät auf das andere zu übertragen. Um die Da- teiübertragung benutzerfreundlich zu gestalten, existieren Verfahren, welche eine Dateiübertragung mit Hilfe einer grafischen Nutzeroberfläche ermögli- chen. Ein solches Verfahren ist beispielsweise in US 2007/0157101 A1 be- schrieben. Diese veröffentlichte Patentanmeldung beschreibt das Übertragen von Dateien von einem Computer auf einen anderen Computer, auf den per Fernzugriff zugegriffen wird, mittels eines Drag-and-Drop-Verfahrens. Die veröffentlichte Patentanmeldung US 2015/0100615 A1 beschreibt zudem ein Verfahren zum Übertragen einer Ressource von einem Server auf einen an- deren. Hierbei wird über eine Nutzerschnittstelle, die über ein Kommun ikati- onsnetzwerk sowohl mit dem ersten als auch mit dem zweiten Server ver- bunden ist, eine grafische Oberfläche bereit gestellt, über die eine URI (Uni- form Resource Identifier, zu Deutsch einheitlicher Bezeichner für Ressour- cen) mittels eines Drag-and-Drop-Prozesses von einem den ersten Server repräsentierenden Bereich in einen den zweiten Server repräsentierenden Bereich gezogen werden kann, was dazu führt, dass die Ressource von dem einen Server auf den anderen übertragen wird. Dabei kann der Drag-and- Drop-Prozess auch das Aufbauen einer sicheren Kommunikationsverbindung zwischen den Servern auslösen.

Auch wenn die beschriebenen Drag-and-Drop-Prozesse bereits eine gewisse Nutzerfreundlichkeit beim Übertragen von Dateien zwischen in einem Kom- munikationsnetzwerk miteinander verbundenen Datenverarbeitungseinheiten ermöglichen, ist diese Funktionalität nicht ausreichend, um ein bequemes Datenverarbeitungseinheit übergreifendes Arbeiten bei Datenverarbeitungs- einheiten, die über ein Kommunikationsnetzwerk miteinander verbunden sind, zu ermöglichen.

Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, das Datenverarbei- tungseinheit übergreifende Arbeiten mit in einem Kommunikationsnetzwerk miteinander verbindbaren Datenverarbeitungseinheiten zu vereinfachen.

Die genannte Aufgabe wird durch ein Verfahren zum Verarbeiten des Inhalts einer auf einer Kommunikationsfähigen und mit einer graphischen Nutzer- oberfläche ausgestatteten ersten Datenverarbeitungseinheit befindlichen Da- tei auf einer kommunikationsfähigen zweiten Datenverarbeitungseinheit, die von der ersten Datenverarbeitungseinheit über eine Kommunikationsverbin- dung kontaktiert werden kann, gelöst. Die abhängigen Ansprüche enthalten vorteilhafte Ausgestaltungen des Verfahrens. Das erfindungsgemäße Verfahren umfasst die Schritte:

- Darstellen der Datei mit dem zu verarbeiteten Inhalt und wenigstens einer Anzahl von kontaktierbaren zweiten Datenverarbeitungseinhei- ten als graphische Symbole auf der graphischen Nutzeroberfläche der ersten Datenverarbeitungseinheit;

- Bereitstellen eines Prozesses der es ermöglicht, die Verarbeitung des zu verarbeitenden Inhalts auf der zweiten Datenverarbeitungseinheit zu initiieren, indem das die Datei mit dem zu verarbeitenden Inhalt re- präsentierenden graphische Symbol auf das graphische Symbol einer aus der Anzahl von kontaktierbaren zweiten Datenverarbeitungsein- heiten ausgewählten zweiten Datenverarbeitungseinheit gezogen wird, wobei das Initiieren der Verarbeitung des zu verarbeitenden In- halts das Aufnehmen eines Kommunikationskontaktes der ersten Da- tenverarbeitungseinheit mit der ausgewählten zweiten Datenverarbei- tungseinheit beinhaltet;

- Übertragen der Datei mit den zu verarbeitenden Inhalt von der ersten Datenverarbeitungseinheit zu der ausgewählten zweiten Datenverar- beitungseinheit nach dem Aufnehmen des Kommunikationskontaktes der ersten Datenverarbeitungseinheit mit der ausgewählten zweiten Datenverarbeitungseinheit;

- Automatisiertes Bestimmen einer Anzahl von zum Verarbeiten des zu verarbeitenden Inhalts geeigneten Softwareanwendungen und Verar- beiten des zu verarbeitenden Inhalts auf der ausgewählten zweiten Datenverarbeitungseinheit mittels einer aus der Anzahl von zum Ver- arbeiten des zu verarbeitenden Inhalts geeigneten Softwareanwen- dungen ausgewählten Softwareanwendung nach dem Übertragen der Datei mit dem zu verarbeitenden Inhalt.

Im Rahmen der vorliegenden Erfindung soll von einer kommunikationsfähi- gen Datenverarbeitungseinheit ausgegangen werden, wenn diese über ein Kommunikationsnetzwerk wie etwa ein Telekommunikationsnetzwerk, das Internet, ein WAN (Wide Area Network, zu Deutsch großräumiges Netzwerk), ein LAN (Local Area Network, zu Deutsch lokales Netzwerk) oder derglei- chen mit wenigstens einer weiteren Datenverarbeitungseinheit verbunden werden kann. Von einer kommunikationsfähigen Datenverarbeitungseinheit soll auch ausgegangen werden, wenn die Datenverarbeitungseinheit durch einen softwaremäßig abgeschlossenen Bereich eines Servers gebildet ist, der mit einem anderen abgeschlossenen Bereich des Servers über eine Ser- verinterne Kommunikationsverbindung verbunden werden kann. Die Daten- verarbeitungseinheit selbst kann wie im Falle des abgetrennten Serverberei- ches eine virtuelle Datenverarbeitungseinheit sein, oder sie kann eine ge- genständliche Datenverarbeitungseinheit sein, beispielsweise ein Server, ein PC, ein Notebook, ein Tablet, ein Smartphone, eine Smartwatch, ein smartes Haushaltsgerät, ein smartes Fitnessgerät etc. Im Allgemeinen kann jede kommunikationsfähige Einheit, welche eine graphische Nutzeroberfläche aufweist, als eine kommunikationsfähige Datenverarbeitungseinheit im Sinne der Erfindung dienen. Dabei braucht die Datenverarbeitungseinheit nicht notwendigerweise selbst geeignete Aus- und Eingabeeinheiten zum Realisie- ren der grafischen Nutzeroberfläche aufzuweisen. Es ist ausreichend, wenn die grafische Nutzeroberfläche auf einer weiteren, mit der Datenverarbei- tungseinheit verbundenen Datenverarbeitungseinheit dargestellt werden kann. Wenn die Datenverarbeitungseinheit bspw. ein virtuelle Server ist (oder eine sonstige Einheit ohne eigenes Aus- und Eingabeeinheiten), kann die grafische Nutzeroberfläche des virtuellen Servers auf einem mit dem virtuel len Server verbundenen Tablet, einem Smartphone, einem Desktop-PC oder einem Notebook dargestellt werden, etwa als remote Desktop. Es sei noch darauf hingewiesen, das zwar bei er ersten Datenverarbeitungseinheit eine grafische Nutzeroberfläche vorausgesetzt wird, eine solche im Falle der zweiten Datenverarbeitungseinheiten jedoch nicht notwendigerweise benötigt wird.

Im Sinne der Erfindung ist von einer Anzahl von kontaktierbaren zweiten Da- tenverarbeitungseinheiten bereits dann auszugehen, wenn lediglich eine ein- zige kontaktierbare zweite Datenverarbeitungseinheit vorliegt. Typischer- weise umfasst die Anzahl von kontaktierbaren zweiten Datenverarbeitungs- einheiten jedoch mehrere kontaktierbare zweite Datenverarbeitungseinhei- ten, also wenigstens zwei kontaktierbare zweite Datenverarbeitungseinhei- ten. Die Anzahl von kontaktierbaren zweiten Datenverarbeitungseinheiten kann jedoch auch eine große Zahl von kontaktierbaren zweiten Datenverar- beitungseinheiten umfassen, beispielsweise 20, 100 oder gar 1000, wobei es mit zunehmender Zahl der kontaktierbaren zweiten Datenverarbeitungsein- heiten vorteilhaft ist, wenn diese anhand bestimmter Kriterien zu Gruppen zweiter Datenverarbeitungseinheiten zusammengefasst werden, wobei jede Gruppe wieder wenigstens eine Untergruppe umfassen kann. Auf diese Wei- se kann bspw. eine Baumstruktur von kontaktierbaren zweiten Datenverar- beitungseinheiten angelegt werden, die nützlich sein kann, um das Auffinden bestimmter kontaktierbarer zweiter Datenverarbeitungseinheiten anhand der zum Bilden der Gruppen herangezogenen bestimmten Kriterien zu erleich- tern. Zusätzlich oder alternativ ist es möglich, für die zweiten Datenverarbei- tungseinheiten eine Suchfunktion vorzusehen, mit der in der Anzahl von kon- taktierbaren zweiten Datenverarbeitungseinheiten nach einer bestimmten zweiten Datenverarbeitungseinheit gesucht werden kann.

Ebenso ist im Sinne der vorliegenden Erfindung von einer Anzahl von zum Verarbeiten des zu verarbeitenden Inhalts geeigneten Softwareanwendun- gen auszugehen, wenn wenigstens eine einzige derartige Softwareanwen- dung vorliegt. Die Anzahl von zum Verarbeiten des zu verarbeitenden Inhalts geeigneten Softwareanwendungen kann jedoch auch mehr als eine Soft- wareanwendung umfassen, beispielsweise zwei, drei oder mehr Software- anwendungen. Im Falle einer großen Anzahl von Softwareanwendungen be- steht zudem die Möglichkeit, die Softwareanwendungen anhand bestimmter Kriterien in Gruppen einzuteilen, um dem Nutzer die Auswahl einer geeigne- ten Software anhand der bestimmten Kriterien zu erleichtern. Diese Gruppen können wiederum in Untergruppen unterteilt sein, welche bspw. in Form ei- ner Baumstruktur angeordnet sind. Zusätzlich oder alternativ ist es möglich, für die Softwareanwendungen eine Suchfunktion vorzusehen, mit der in der Anzahl von zum Verarbeiten des zu verarbeitenden Inhalts geeigneten Soft- wareanwendungen nach einer bestimmten zum Verarbeiten des zu verarbei- tenden Inhalts geeigneten Softwareanwendung gesucht werden kann. Die Datei mit dem zu verarbeitenden Inhalt kann eine ausführbare Datei sein, d.h. der zu verarbeitende Inhalt der Datei ist ausführbar. In diesem Fall bein- haltet die Anzahl von zum Verarbeiten des zu verarbeitenden Inhalts geeig- neten Softwareanwendungen solche Softwareanwendungen, die an Ausfüh- ren der ausführbaren Datei ermöglichen. Wenn es sich bei der ausführbaren Datei beispielsweise um eine Datei mit der Änderung .exe handelt, kann die geeignete Softwareanwendung einen Programm-Lader (Program Loader) beinhalten. Die Datei mit dem zu verarbeitenden Inhalt kann jedoch auch eine Datei mit anzeigbarem und/oder bearbeitbarem Inhalt sein, etwa eine Bilddatei, eine PDF-Datei, eine Videodatei, Audiodatei, eine Office-Datei wie bspw. ein Word-, Excel- oder PowerPoint-Datei, etc. Die Anzahl von zum Verarbeiten des zu verarbeitenden Inhalts geeigneten Softwareanwendun- gen umfassen dann solche Softwareanwendungen, die ein Anzeigen des zu verarbeitenden Inhalts ermöglichen, etwa Bildanzeigesoftware, PDF-Viewer, Office-Viewer, etc. Zusätzlich oder alternativ kann die Anzahl von zum Ver- arbeiten des zu verarbeitenden Inhalts geeigneten Softwareanwendungen eine ein Öffnen des zu verarbeitenden Inhalts zum Bearbeiten ermöglichen- de Softwareanwendung umfassen, etwa ein Office-Programm, ein PDF- Bearbeitungsprogramm, ein Audio- oder Videobearbeitungsprogramm etc. Wenn es sich bei der Datei mit dem zu verarbeitenden Inhalt um eine Audio- oder Videodatei handelt, kann die Anzahl von zum Verarbeiten eines zu ver- arbeitenden Inhalts geeigneten Softwareanwendungen solche Softwarean- wendungen umfassen, die ein Abspielen der Audio- oder Videodatei ermögli- chen, also Audio- und Videoplayer.

Das erfindungsgemäße Verfahren erleichtert das Arbeiten mit Datenverarbei- tungseinheiten, die über ein Kommunikationsnetzwerk miteinander verbun- den oder miteinander verbindbar sind, insofern, als dass ein Benutzer ledig- lich das Symbol der zu verarbeitenden Datei im Sinne eines Drag-and-Drop- Prozesses auf das Symbol der zweiten Datenverarbeitungseinheit, auf dem die Datei verarbeitet werden soll, zieht, wodurch das Verarbeiten der Datei auf der ausgewählten Datenverarbeitungseinheit weitgehend oder gar voll- ständig automatisiert erfolgt. Dadurch wird die Zahl der Arbeitsschritte, die nötig sind, um eine auf einer ersten Datenverarbeitungseinheit befindliche Datei auf einer zweiten, mit der ersten Datenverarbeitungseinheit über eine Kommunikationsverbindung verbundenen zweiten Datenverarbeitungseinheit zu verarbeiten, deutlich reduziert. Bisher musste die Datei von der ersten Datenverarbeitungseinheit auf die zweite Datenverarbeitungseinheit übertra- gen werden und dann musste die Verarbeitung der Datei auf der zweiten Da- tenverarbeitungseinheit selbst initiiert werden. Dieser Schritt des Initiierens des Verarbeitens des Inhalts der Datei auf der zweiten Datenverarbeitungs- einheit entfällt mit dem erfindungsgemäßen Verfahren. Im Rahmen des erfin- dungsgemäßen Verfahrens genügt es, das graphische Symbol der Datei mit dem zu verarbeitenden Inhalt auf das graphische Symbol der Datenverarbei- tungseinheit, auf dem der Inhalt der Datei verarbeitet werden soll, zu ziehen, um die Verarbeitung auszulösen, wobei in einem ersten Schritt ein Kommu- nikationskontakt der ersten Datenverarbeitungseinheit mit der ausgewählten zweiten Datenverarbeitungseinheit aufgenommen wird.

Im Rahmen der Aufnahme Kommunikationskontaktes der ersten Datenverar- beitungseinheit mit der ausgewählten zweiten Datenverarbeitungseinheit kann eine Prüfung, ob bereits eine Kommunikationsverbindung zwischen der ersten Datenverarbeitungseinheit und der ausgewählten zweiten Datenver- arbeitungseinheit besteht, erfolgen. Wenn diese Prüfung ergibt, dass bisher keine Kommunikationsverbindung zwischen der ersten Datenverarbeitungs- einheit und der ausgewählten zweiten Datenverarbeitungseinheit besteht, wird automatisiert eine Kommunikationsverbindung zwischen der ersten Da- tenverarbeitungseinheit und der ausgewählten zweiten Datenverarbeitungs- einheit aufgebaut. Mit andere Worten, es wird ein standardisiertes Protokoll zum Herstellen einer Kommunikationsverbindung ausgeführt. Der Nutzer muss sich also nicht um das Herstellen der Kommunikationsverbindung kümmern. Vielmehr wird in dieser Ausgestaltung durch das Ziehen des die Datei mit dem zu verarbeitenden Inhalt repräsentierenden graphischen Sym- bols auf das die ausgewählte zweite Datenverarbeitungseinheit repräsentie- rende graphische Symbol auch der automatisierte Aufbau der Kommun ikati- onsverbindung initiiert, wodurch das Arbeiten weiter vereinfacht wird. Um zu verhindern, dass mit der ausgewählten zweiten Datenverarbeitungseinheit eine Kommunikationsverbindung aufgebaut wird, die der Nutzer der ausge- wählten zweiten Datenverarbeitungseinheit nicht wünscht, beinhaltet das Aufbauen der Kommunikationsverbindung zwischen der ersten Datenverar- beitungseinheit und der ausgewählten zweiten Datenverarbeitungseinheit in einer weiteren Ausgestaltung des Verfahrens eine Abfrage an den Nutzer der ausgewählten zweiten Datenverarbeitungseinheit, ob der Aufbau einer Kommunikationsverbindung zwischen der ersten Datenverarbeitungseinheit und der ausgewählten zweiten Datenverarbeitungseinheit akzeptiert wird. Das Aufbauen der Kommunikationsverbindung zwischen der ersten Daten- verarbeitungseinheit und der ausgewählten zweiten Datenverarbeitungsein- heit erfolgt in diesem Fall nur dann, wenn der Nutzer das Aufbauen der Kommunikationsverbindung akzeptiert. Hierdurch wird die Sicherheit für den Nutzer der zweiten Datenverarbeitungseinheit erhöht. Es besteht aber auch die Möglichkeit, die Kommunikationsverbindung ohne eine solche Abfrage aufzubauen, insbesondere wenn beide Geräte einen vorher festgelegten Ver- trauensstatus besitzen.

In einer weiteren Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens kann nach dem Aufnehmen des Kontaktes der ersten Datenverarbeitungseinheit mit der ausgewählten zweiten Datenverarbeitungseinheit und vor dem Über- tragen der Datei mit dem zu verarbeitenden Inhalt an die ausgewählte zweite Datenverarbeitungseinheit eine Abfrage an den Nutzer der ausgewählten zweiten Datenverarbeitungseinheit ausgegeben werden, ob ein Übertragen der Datei mit dem zu verarbeitenden Inhalt an die ausgewählte zweite Da- tenverarbeitungseinheit akzeptiert wird. Ein Übertragen der Datei mit dem zu verarbeitenden Inhalt an die ausgewählte zweite Datenverarbeitungseinheit erfolgt in diesem Fall nur dann, wenn der Nutzer der ausgewählten zweiten Datenverarbeitungseinheit das Übertragen der Daten mit dem zu verarbei- tenden Inhalt akzeptiert. Auch diese weitere Ausgestaltung des Verfahrens erhöht die Sicherheit des Nutzers der zweiten Datenverarbeitungseinheit. Insbesondere kann dadurch das Risiko, dass ungewollt Schadsoftware auf die ausgewählte zweite Datenverarbeitungseinheit übertragen wird, verrin- gert werden. Aber auch in dieser Ausgestaltung des Verfahrens besteht die Möglichkeit, auf die Abfrage an den Nutzer zu verzichten, insbesondere wenn das Übertragen von Schadsoftware auf die ausgewählte zweite Daten- verarbeitungseinheit in sonstiger Weise zuverlässig vermieden werden kann oder beide Datenverarbeitungseinheiten einen vorher festgelegten Vertrau- ensstatus besitzen. Es besteht die Möglichkeit, dass auf der ausgewählten zweiten Datenverar- beitungseinheit zwei oder mehr zum Verarbeiten des zu verarbeitenden In- halts geeignete Softwareanwendungen installiert sind. In diesem Fall besteht die Möglichkeit, beim automatisierten Bestimmen der Anzahl der zum Verar- beiten des zu verarbeitenden Inhalts geeigneten Softwareanwendungen we- nigstens zwei zum Verarbeiten des zu verarbeitenden Inhalt geeigneten Softwareanwendungen zu bestimmen und anzuzeigen, wobei die Anzeige entweder auf der ersten Datenverarbeitungseinheit oder der ausgewählten zweiten Datenverarbeitungseinheit erfolgen kann. Zudem wird eine Aus- wahleingabe ermöglicht, mit der ein Nutzer eine Softwareanwendung aus der Anzahl von zum Verarbeiten des zu verarbeitenden Inhalts geeigneten Soft- wareanwendungen auswählen kann, welche dann die ausgewählte Soft- wareanwendung darstellt. Die Auswahleingabe wird dabei auf derjenigen Datenverarbeitungseinrichtung ermöglicht, auf der die zum Verarbeiten des zu verarbeitenden Inhalts geeigneten Softwareanwendungen angezeigt wer- den. Anstatt die geeigneten Softwareanwendungen anzuzeigen und die Auswahl der geeigneten Softwareanwendung durch den Nutzer vornehmen zu lassen, besteht auch die Möglichkeit, die Auswahl automatisiert mit Hilfe einer Kl-Software (Kl künstliche Intelligenz) vorzunehmen, so dass das ge- samte erfindungsgemäße Verfahren ohne eine einzige Interaktion mit dem Nutzer durchgeführt werden kann.

Obwohl bisher davon ausgegangen wurde, dass bei dem automatisierten Bestimmen der Anzahl von zum Verarbeiten des zu verarbeitenden Inhalts geeigneten Softwareanwendungen solche Softwareanwendungen bestimmt werden, die auf der ausgewählten zweiten Datenverarbeitungseinheit instal- liert sind, besteht zusätzlich oder alternativ auch die Möglichkeit, beim auto- matisierten Bestimmen der Anzahl von zum Verarbeiten des zu verarbeiten- den Inhalts geeigneten Softwareanwendungen solche Softwareanwendun- gen zu bestimmen, die über eine Kommunikationsverbindung, etwa über das Internet oder über ein LAN abrufbar sind. In diesem Fall kann das Anzeigen der zum Verarbeiten des zu verarbeitenden Inhalts geeigneten Softwarean- wendungen eine Gruppierung der Softwareanwendungen bspw. nach den Kriterien „kostenfreie Nutzung“ oder„kostenpflichtige Nutzung“ beinhalten. Die Softwareanwendungen mit kostenpflichtiger Nutzung können dabei wei- ter unterteilt werden in solche Softwareanwendungen, die gekauft werden müssen, und solche Softwareanwendungen, die eine einmaligen Nutzung gegen Zahlung eines bestimmten Betrages ermöglich, ohne dass die Soft- wareanwendungen selbst dauerhaft auf der zweiten Datenverarbeitungsein- heit installiert werden muss.

Das automatisierte Bestimmen der Anzahl von zum Verarbeiten des zu ver- arbeitenden Inhalts geeigneten Softwareanwendungen kann anhand der Da- teiendung der Datei mit dem zu verarbeitenden Inhalt erfolgen. Es besteht aber auch die Möglichkeit, dass das automatisierte Bestimmen der Anzahl von zum Verarbeiten des zu verarbeitenden Inhalts geeigneten Softwarean- wendungen mit Hilfe einer Kl-Software erfolgt. Diese Kl-Software kann dabei auch bereits eine Vorauswahl treffen und beispielsweise nur solche Soft- wareanwendungen auswählen, die kostenfrei genutzt werden können, oder nur solche Softwareanwendungen, die einen bestimmten Funktionalitätsum- fang bieten.

In einer speziellen Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens han- delt es sich bei der ersten Datenverarbeitungseinheit und der wenigstens einen kontaktierbaren zweiten Datenverarbeitungseinheit um bei einem Ser- ver registrierte Datenverarbeitungseinheiten. Das Aufnehmen des Kontaktes der ersten Datenverarbeitungseinheit mit der zweiten Datenverarbeitungs- einheit erfolgt dann über den Server, was die Herstellung einer sicheren Ver- bindung zwischen der ersten Datenverarbeitungseinheit und der ausgewähl- ten zweiten Datenverarbeitungseinheit vereinfacht. Insbesondere kann der Server eine sichere Verbindung zwischen der ersten Datenverarbeitungsein- heit und der wenigstens einen kontaktierbaren zweiten Datenverarbeitungs- einheit und somit die Integrität der Verbindung garantieren. Außerdem kann der Server über einen Authentifizierungsprozess eine Vertrauensstellung zwischen der ersten Datenverarbeitungseinheit und der wenigstens einen kontaktierbaren zweiten Datenverarbeitungseinheit garantieren, wenn er bspw. als Zertifizierungsstelle für auf den Datenverarbeitungseinheiten vor- liegen Zertifikaten dient. Weitere Merkmale, Eigenschaften und Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispie- len unter Bezugnahme auf die beiliegenden Figuren.

Figur 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel für das Verfahren zum Verarbei- ten des Inhalts einer auf einer kommunikationsfähigen und mit einer graphischen Nutzeroberfläche ausgestatteten ersten Da- tenverarbeitungseinheit befindlichen Datei auf einer kommuni- kationsfähigen zweiten Datenverarbeitungseinheit.

Figur 2 zeigt eine Bildschirmansicht eines Tablets mit einem graphi- schen Symbol, welches eine Datei mit zu verarbeitendem Inhalt repräsentiert, und mehreren grafischen Symbolen, die kontak- tierbare zweite Datenverarbeitungseinheiten repräsentieren.

Figur 3 zeigt eine Bildschirmansicht eines Tablets mit Ordnern, welche zum Verarbeiten des zu verarbeitenden Inhaltes der Datei ge- eigneten Softwareanwendungen enthalten.

Figur 4 zeigt eine Bildschirmansicht eines Tablets, in der einer der Ord- ner aus der Bildschirmansicht von Figur 3 geöffnet ist.

Figur 5 zeigt eine Bildschirmansicht eines Tablets, in der zum Verarbei- ten der zu verarbeitenden Datei geeignete Softwareanwendun- gen gemäß vorgegebener Kriterien gruppiert sind.

Ein Ausführungsbeispiel für das erfindungsgemäße Verfahren zum Verarbei- ten des Inhaltes einer auf einer kommunikationsfähigen und mit einer graphi- schen Nutzeroberfläche ausgestatteten ersten Datenverarbeitungseinheit befindlichen Datei auf einer kommunikationsfähigen zweiten Datenverarbei- tungseinheit wird nachfolgend mit Bezug auf das Flussdiagramm aus Figur 1 beschrieben. Manche der in dem Flussdiagramm dargestellten Verfahrens- schritte sind dabei nur optional und können im Rahmen des erfindungsge- mäßen Verfahrens auch weggelassen werden.

Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist die erste Datenverarbeitungseinheit ein Tablet 3 mit einem Touchscreen 1 , der sowohl Eingabeeinrichtung als auch Ausgabeeinrichtung des Tablets 1 darstellt (siehe Figur 2). Die erste Datenverarbeitungseinheit kann aber statt als Tablet 3 auch als Smartphone, als Destop-PC, Notebook, als Server, über den mittels eines Terminal-Clients zugegriffen wird, etc. ausgebildet sein. Auch andere Ausgestaltungen der ersten Datenverarbeitungseinheit sind möglich, solange sie in der Lage sind, auf einer Eingabe- und Ausgabeeinrichtung eine grafische Nutzeroberfläche zur Verfügung zu stellen. Die Datenverarbeitungseinheit braucht dabei auch keinen Touchscreen als Eingabe- und Ausgabeeinrichtung aufzuweisen. Stattdessen besteht bspw. auch die Möglichkeit, dass die Datenverarbei- tungsvorrichtung einen konventionellen Bildschirm als Ausgabeeinrichtung und eine Tastatur als Eingabeeinrichtung aufweist. Die Eingabe- und Ausga- beeinrichtung kann wie der Touchscreen 1 des Tablets 3 in die Datenverar- beitungseinheit integriert sein, oder sie kann als eine von der Datenverarbei- tungseinheit getrennte Ausgabe- und Eingabeeinrichtung ausgestaltet sein, bspw. als Monitor und Tastatur eines Desktop-PCs. Aber auch die Ausgestal- tung der Eingabe- und Ausgabeeinrichtung als eine eigene Datenverarbei- tungseinheit, die mit der die grafische Nutzeroberfläche zur Verfügung stel lenden Datenverarbeitungseinheit zum Anzeigen der grafischen Nutzerober- fläche verbunden ist, ist möglich, bspw. als mit einem Server verbundener PC oder als ein mit einem Server verbundenes Tablet, Smartphone oder dergleichen.

Die im Rahmen des Verfahrens ausgewählte zweite Datenverarbeitungsein- heit weist typischerweise ebenfalls eine Eingabeeinrichtung und ein Ausga- beeinrichtung auf, die gemeinsam als Touchscreen realisiert sein können, wie dies in der ersten Datenverarbeitungseinheit der Fall ist, oder getrennt als Monitor und Tastatur oder dergleichen. Die Eingabeeinrichtung und die Ausgabeeinrichtung sind dabei jedoch nur dann notwendig, wenn im Rah- men des Verfahrens Abfragen an den Nutzer der zweiten Datenverarbei- tungseinheit ausgegeben werden sollen, die dieser beantworten muss, bevor das Verfahren fortschreitet. Falls das gesamte Verfahren vollständig automa- tisiert abläuft, entfällt die Notwendigkeit einer Eingabeeinrichtung und einer Ausgabeeinrichtung für die ausgewählte zweite Datenverarbeitungseinheit. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist die ausgewählte zweite Datenverar- beitungseinheit ebenfalls ein Tablet 7A (siehe Figur 3). Auch wenn im vorliegenden Ausführungsbeispiel Touchscreens, Monitore und Tastaturen als Eingabegeräte und Ausgabegeräte genannt worden sind, eigen sich grundsätzlich alle Eingabegeräte und Ausgabegeräte, die das Be- dienen einer graphischen Oberfläche ermöglichen.

Wie bereits erwähnt, kommt im vorliegenden Ausführungsbeispiel ein Tablet 3 mit einem Touchscreen 1 als erste Datenverarbeitungseinheit zum Einsatz. Das Tablet 3 besitzt eine grafische Nutzeroberfläche, die auf dem Touch- screen 1 dargestellt wird. Nachdem das erfindungsgemäße Verfahren gestar- tet worden ist, stellt die grafische Nutzeroberfläche in Schritt S1 des Verfah- rens sowohl ein graphisches Symbol für die Datei 5 mit dem zu verarbeiten- den Inhalt als auch graphische Symbole für von dem Tablet 3 kontaktierbare zweite Datenverarbeitungseinheiten 7A, 7B und 7C auf dem Touchscreen 1 der des Tablets 3 dar. Die graphische Nutzeroberfläche mit den grafischen Symbolen ist in Figur 2 schematisch dargestellt. Im vorliegenden Ausfüh- rungsbeispiel stehen als kontaktierbare zweite Datenverarbeitungseinheiten ein Tablet 7A, ein Smartphone 7B und ein Notebook 7C zur Verfügung. Es versteht sich, dass die in Figur 2 dargestellte Auswahl lediglich zu Darstel- lungszwecken dient und nicht die möglichen zweiten Datenverarbeitungsein- heiten auf ein Tablet, ein Smartphone und ein Notebook beschränkt.

In Schritt S3 wird vom erfindungsgemäßen Verfahren ein Drag-and-Drop- Prozess zur Verfügung gestellt, der es erlaubt, das graphische Symbol der Datei 5 auf eines der graphischen Symbole der zweiten Datenverarbeitungs- einheiten 7A, 7B, 7C zu ziehen und dort einen Drop vorzunehmen, wobei der Drop zum initiieren des Aufnehmens eines Kommunikationskontaktes der Tablets 3 mit der aus der Gruppe von der zweiten Datenverarbeitungseinhei- ten 7A, 7B, 7C ausgewählten zweiten Datenverarbeitungseinheit initiiert. Im Rahmen dieses Drag-and-Drop-Prozesses erfolgt eine Abfrage, ob ein Drop stattgefunden hat. Führt diese Abfrage in Schritt S4 zu einem„nein“, so wird der Drag-and-Drop-Prozess weiter bereitgestellt, ohne dass eine Aktion er- folgt. Führt die Abfrage in Schritt S4 dagegen zu einem„ja“, schreitet das Verfahren zu Schritt S5 fort, in dem die Kontaktaufnahme mit der mittels des Drag-and-Drop-Prozesses ausgewählten zweiten Datenverarbeitungseinheit 7A, 7B, 7C initiiert wird. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist die ausge- wählte zweite Datenverarbeitungseinheit das Tablet 7A.

Im vorliegenden Ausführungsbeispiel folgt auf das mit Bezug auf Schritt S5 beschriebene Initiieren der Kontaktaufnahme eine Prüfung, ob eine Kommu- nikationsverbindung mit dem Tablet 7A, also der ausgewählten zweiten Da- tenverarbeitungseinheit, besteht oder nicht (Schritt S6). Ergibt die Prüfung, dass eine Kommunikationsverbindung zwischen dem Tablet 3 und dem Tab- let 7A nicht besteht, so schreitet das Verfahren zu Schritt S7 fort. Falls dage- gen eine Kommunikationsverbindung bereits besteht, schreitet das Verfahren unter Umgehung der Schritt S7 bis S11 zu Schritt S12 fort.

Wenn das Verfahren zu Schritt S7 fortfährt, wird in diesem Schritt eine Ab- frage generiert, die auf dem Tablet 7A als der ausgewählten zweiten Daten- verarbeitungseinheit dargestellt wird. Diese Abfrage fordert den Benutzer des Tablets 7A mit Hilfe einer Eingabeaufforderung auf, mitzuteilen, ob der Auf- bau eine Verbindung zwischen dem Tablet 3 und dem Tablet 7A aufgebaut werden soll. Falls das Verfahren in Schritt S8 eine Eingabe des Nutzers fest- stellt, mit der er eine Verbindungsaufnahme nicht akzeptiert, fährt das Ver- fahren zu Schritt S10 fort, in dem eine Mitteilung an den Nutzer des Tablets 3 gesendet wird, die beinhaltet, dass der Nutzer des Tablets 7A, den Aufbau einer Kommunikationsverbindung nicht akzeptiert. Nach Senden dieser Mit teilung kehrt das Verfahren zu Schritt S1 zurück. Wenn das Verfahren in Schritt S8 dagegen eine Eingabe des Nutzers feststellt, mit der er eine Ver- bindungsaufnahme akzeptiert, schreitet es zu Schritt S9 fort, in dem die Ver- bindung zwischen dem Tablet 3 und dem Tablet 7A aufgebaut wird. Der Auf- bau der Kommunikationsverbindung kann dabei nach einem der gängigen Netzwerkprotokolle erfolgen, beispielsweise über TCP/IP (Transmission Con- trol Protocol/Internetprotocol). Die vorliegende Erfindung ist jedoch nicht auf die Verwendung von TCP/IP beschränkt. Andere Protokolle können ebenfalls zur Anwendung kommen, insbesondere auch proprietäre Protokolle.

Wenn die Kommunikationsverbindung in Schritt S9 aufgebaut worden ist, fährt das Verfahren zu Schritt S11 fort, in dem eine Abfrage generiert und auf dem Touchscreen des Tablets 7A angezeigt wird, mit der der Nutzer des Tablets 7A gefragt wird, ob er die Übertragung der Datei mit dem zu verar- beitenden Inhalt akzeptiert. Registriert das Verfahren in Schritt S12 eine Ein- gabe, die signalisiert, dass der Nutzer des Tablets 7A die Übertragung nicht akzeptiert, so schreitet das Verfahren zu Schritt S13 fort, in dem eine Mittei- lung an das Tablet 3, gesendet wird, die beinhaltet, dass der Nutzer des Tab- lets 7A die Übertragung der Datei nicht akzeptiert und das Verfahren kehrt zu Schritt S1 zurück. Wenn der Nutzer des Tablets 7A in Schritt S12 dage- gen die Übertragung der Datei 5 akzeptiert, erfolgt in Schritt S14 die Übertra- gung der Datei.

Auf die Übertragung der Datei hin, wird in Schritt S15 ermittelt, welche Soft- wareanwendung geeignet ist oder welche Softwareanwendungen geeignet sind, den zu verarbeitenden Inhalt der Datei 5 zu verarbeiten. Im vorliegen- den Ausführungsbeispiel wird davon ausgegangen, dass mehrere Software- anwendungen, also wenigstens zwei Softwareanwendungen vorhanden sind, die sich zum Verarbeiten des Inhalts der Datei 5 eignen. Diese ermittelten Softwareanwendungen werden in Schritt S16 auf dem Touchscreen der zweiten Datenverarbeitungseinheit 7A angezeigt, wie in Figur 3 schematisch dargestellt ist. In dem in Figur 3 dargestellten Beispiel sind die ermittelten Softwareanwendungen dahingehend klassifiziert, ob es sich um auf dem Tablet 7A installierte Softwareanwendungen handelt oder um Softwarean- Wendungen, die aus dem Internet zu beziehen sind. Die auf dem Tablet 7A installierten Softwareanwendungen und die aus dem Internet zu beziehenden Softwareanwendungen sind im vorliegenden Ausführungsbeispiel in unter- schiedlichen Ordnern 9, 11 der grafischen Nutzeroberfläche des Tablets 7A abgelegt. Wenn der Nutzer des Tablets 7A eine auf dem Tablet 7A installier- te Softwareanwendung zum Verarbeiten des zu verarbeitenden Inhalts der Datei 5 verwenden will, kann er den Ordner 9 öffnen und den Inhalt der Datei 5 mit einer der darin enthaltenden Softwareanwendungen verarbeiten. Falls auf dem Tablet 7A keine zum Verarbeiten des Inhaltes der Datei geeigneten Softwareanwendung installiert ist, oder der Nutzer des Tablets 7A keine der installierten, zum Verarbeiten des Inhalts der Datei 5 geeigneten Software- anwendungen verwenden will, öffnet er den Ordner 11 mit den aus dem In- ternet zu beziehenden Softwareanwendungen. Im vorliegenden Ausfüh- rungsbeispiel enthält dieser Ordner wiederum zwei Unterordner, von denen einer, nämlich der Unterordner 13 diejenigen aus dem Internet zu beziehen- den Softwareanwendungen enthält, die kostenlos zu beziehen sind, und der andere, nämlich Unterordner 15, die aus dem Internet kostenpflichtig zu be- ziehen Softwareanwendungen enthält. Dieser Unterordner 15 kann zudem noch weitere Unterordner enthalten, die jeweils unterschiedliche Bezahlmo- delle der aus dem Internet zu beziehenden Softwareanwendungen oder un- terschiedliche Preisklassen der aus dem Internet zu beziehenden Software- anwendungen repräsentieren. Ebenso besteht die Möglichkeit, die Software- anwendungen auch hinsichtlich ihres Funktionsumfangs zu unterteilen. Dies gilt sowohl für die installierten als auch für die aus dem Internet zu beziehen- den Softwareanwendungen. Grundsätzlich besteht die dabei auch die Mög- lichkeit, dass der Nutzer konfigurieren kann, in welcher Art die Einteilung der dargebotenen Softwareanwendungen erfolgt.

Eine alternative Möglichkeit, die zum Verarbeiten des Inhalts der Datei 5 ge- eigneten Softwareanwendungen darzustellen, ist in Figur 5 gezeigt. In dieser Darstellung werden die Softwareanwendungen in unterschiedlichen Berei- chen des Displays des Tablets 7A dargestellt, wobei die Softwareanwendun- gen in Gruppen zusammengefasst sind, beispielsweise wie in Figur 5 darge- stellt, in dem zur selben Gruppe gehörende Softwareanwendungen umrandet sind. In Figur 5 sind die ermittelten, zum Verarbeiten des Inhalts der Datei 5 geeigneten Softwareanwendungen in drei Gruppen 17, 19, 21 eingeteilt, von denen die eine Gruppe, nämlich Gruppe 17, die auf dem Tablet 7A installier ten Softwareanwendungen beinhaltet. Obwohl in Figur 7 lediglich eine Soft- wareanwendung 18 als installierte Softwareanwendung dargestellt ist, kön- nen auf dem Tablet 7A auch mehrere zum Verarbeiten des Inhaltes der Datei 5 geeignete Softwareanwendungen vorhanden sein, die dann ebenfalls im Bereich 17 angezeigt würden. Der Bereich 19 in Figur 5 enthält die Gruppe von Softwareanwendungen 20A, 20B, 20C, die kostenlos aus dem Internet zu beziehen sind, und der Bereich 21 die Gruppe von Softwareanwendungen 22A bis 22D, die kostenpflichtig aus dem Internet zu beziehen sind. Selbst- verständlich besteht auch hier die Möglichkeit, weitere Gruppen vorzusehen oder eine der vorhandenen Gruppen in zwei Gruppen aufzuteilen. So ist es etwa denkbar, die Gruppe 21 mit den kostenpflichtigen Softwareanwendun- gen in wenigstens zwei Gruppen aufzuteilen, welche unterschiedliche Be- zahlmodelle repräsentieren. Ebenso besteht auch in der in Figur 5 dargestell- ten Variante die Möglichkeit, eine andere Gruppeneinteilung vorzunehmen, beispielsweise eine Gruppeneinteilung gemäß der vor den Softwareanwen- dungen zur Verfügung gestellten Funktionalität.

In Schritt S17 des erfindungsgemäßen Verfahrens ermöglicht es die Nutzer- oberfläche des Tablets 7A dem Nutzer eine der dargestellten Softwarean- wendungen auszuwählen, um mit dieser den Inhalt der Datei 5 zu verarbei- ten. In Schritt S18 erfolgt dann die Verarbeitung des Inhalts der Datei 5 mit Hilfe der ausgewählten Softwareanwendung, und das Verfahren kehrt zu Schritt S1 zurück. Nach dem Verarbeiten des Inhalts der Datei 5 kann die Datei entweder auf der zweiten Datenverarbeitungseinheit, also auf dem Tablet 7A, verbleiben. Alternativ kann sie nach dem Verarbeiten gelöscht werden, wie dies beispielsweise bei einem Streamingprozess der Fall ist.

Das erfindungsgemäße Verfahren kann unter Vermittlung eines Servers oder eines Systems aus mehreren Servern durchgeführt werden. Wenn dabei die verwendeten Datenverarbeitungseinheiten am Server oder am System aus Servern zertifiziert sind, besteht die Möglichkeit, das Aufnehmen des Kom- munikationskontaktes der ersten Datenverarbeitungseinheit mit der ausge- wählten zweiten Datenverarbeitungseinheit über den Server verlaufen zu lassen. Dabei kann der Server für eine Authentifizierung der beteiligten Da- tenverarbeitungseinheiten sorgen, und eine sichere Verbindung zwischen den Datenverarbeitungseinheiten zum Übertragen der Datei 5 vermitteln. Zudem ermöglicht es die Zertifizierung einem Nutzer der zweiten Datenver- arbeitungseinheit 7A, zertifizierte erste Datenverarbeitungseinheiten 3 im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens freizugeben, woraufhin die in Schritt S8 und in Schritt S12 erfolgenden Eingaben auf die Abfrage nach der Akzeptanz des Verbindungsaufbaus bzw. die Abfrage nach der Akzeptanz der Übertragung ohne Zutun des Nutzers automatisiert mit„ja“ beantwortet werden. Dadurch kann die Anzahl der vom Nutzer der zweiten Datenverar- beitungseinheit 7A aktiv vorzunehmenden Handlungen reduziert werden. Wenn zudem noch das Bestimmen der zum Verarbeiten des Inhalts der Da- tei 5 verwendeten Softwareanwendung automatisiert wird, kann das erfin- dungsgemäße Verfahren grundsätzlich vollständig ohne Interaktion mit dem Nutzer der ausgewählten zweiten Datenverarbeitungseinheit durchgeführt werden. Dies wird beispielsweise möglich, wenn das Bestimmen der zum Verarbeiten des Inhalts der Datei 5 zu verwendenden Softwareanwendung von einer Kl-Software vorgenommen wird. Eine solche kann beispielsweise auf einem trainierten neuronalen Netzwerk beruhen. Ein solches kann dann die zum Verarbeiten des Inhalts der empfangenen Datei geeignete Software auswählen und die Verarbeitung des Inhalts mit dieser Software veranlassen. Zum Verarbeiten des Inhalts der Datei geeignete Softwareanwendungen können dabei beispielsweise anhand der Dateiendungen erkannt werden. Steht nur eine Softwareanwendung zum Verarbeiten des Inhalts zur Verfü- gung, ist kein weiterer Schritt von der Kl-Software vorzunehmen. Stehen da- gegen mehrere Softwareanwendungen zur Verfügung, besteht die Möglich- keit, dass die Kl-Software aus den zur Verfügung stehenden Softwarean- wendungen anhand vom Nutzer vorgegebener Kriterien diejenige Software auswählt, welche die Kriterien am besten erfüllt.

Als Dateien mit dem zu verarbeitenden Inhalt können die unterschiedlichsten Dateien Verwendung finden, beispielsweise Audio- oder Videodateien, die an die zweite Datenverarbeitungseinheit gesendet und auf ihr abgespielt wer- den. Das Verarbeiten des Inhalts der Datei ist dann durch das Abspielen der entsprechenden Datei gegeben. Es besteht aber auch die Möglichkeit, dass die Verarbeitung des Inhalts von Audio- oder Videodateien nicht im Abspie- len der Dateien liegt, sondern im Öffnen der Dateien mit einem geeigneten Bearbeitungsprogramm, beispielsweise um eine Videodatei zu schneiden. Die Datei mit dem zu verarbeitenden Inhalt kann aber auch beispielsweise eine Office-Datei wie etwa eine Word-, Excel- oder PowerPoint-Datei sein, wobei das Verarbeiten des Inhalts der Datei in einem Öffnen der Datei zur Bearbeitung durch den Nutzer der ausgewählten zweiten Datenverarbei- tungseinheit besteht. Die Datei kann aber auch eine ausführbare Datei sein, wobei die Verarbeitung des Inhalts dieser ausführbaren Datei auf der ausge- wählten zweiten Datenverarbeitungseinheit dann in der Ausführung der Datei liegt.

Die Erfindung wurde anhand eines Ausführungsbeispiels zu lllustrationszwe- cken im Detail beschrieben. Ein Fachmann erkennt jedoch, dass im Rahmen der vorliegenden Erfindung Abweichungen vom beschriebenen Ausfüh- rungsbeispiel möglich sind und dass die Erfindung daher lediglich durch die beigefügten Ansprüche beschränkt sein soll.

Bezugszeichenliste

I Touchscreen

3 Tablet

5 Datei

7A Tablet

7B Smartphone

7C Notebook

9 Ordner

I I Ordner

13 Unterordner

15 Unterordner

17 Bereich

18 Softwareanwendung

19 Bereich

20A-20C Softwareanwendung

21 Bereich

22A-22D Softwareanwendung