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Patent Searching and Data


Title:
METHOD FOR REMOVING BLOOD RELEASED DURING FILLETING FROM THE BACKBONE OF FISH, AND DEVICE FOR REMOVING SUCH BLOOD
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2013/007293
Kind Code:
A1
Abstract:
In a method for removing blood released during filleting from the backbone (91) and the indentations therein in the region of the vertebrae of fish that are conveyed in a row with the head forwards and the belly downwards, the removal of blood is carried out at the same time and in the same place as the cutting of the backbone. The backbone (91), which is freed of ray bones and rib bones, is guided through a cutting gap (22) and is cut clear on the belly side of the fish over the entire length of the fish as far as the root of the dorsal fin to leave a backbone stump. The fish fillet flesh is covered by covering surfaces (54). which converge at the cutting gap (22) and of which at least two covering surfaces (541) form the cutting gap (22). Pressurised cleaning fluid is sprayed onto the backbone (91) that is guided between the covering surfaces (54) through the cutting gap (22) during cutting. A device for removing said released blood comprises a backbone cutting device (2) having two backbone cutting circular blades (21), which are arranged obliquely in an inverted V shape and form the covering surfaces (54, 541), and having fish guiding means (3) forming covering surfaces (542) that cover the fish fillet flesh. A cleaning device (5) comprises at least one cleaning nozzle (52) aligned with the cutting gap (22). An actuating device (6) actuates the cleaning device (5) and the backbone cutting device (2) simultaneously. The covering surfaces (54) protect the fish fillet flesh from being sprayed with the cleaning fluid.

Inventors:
KOWALSKI, Wolfhard (Dorfstr. 21, Pütte, 18442, DE)
Application Number:
EP2011/061746
Publication Date:
January 17, 2013
Filing Date:
July 11, 2011
Export Citation:
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Assignee:
NORDISCHER MASCHINENBAU RUD. BAADER GMBH + CO. KG (Geniner Str. 249, Lübeck, 23560, DE)
KOWALSKI, Wolfhard (Dorfstr. 21, Pütte, 18442, DE)
International Classes:
A22C25/14
Foreign References:
DE102005009034B3
DE10341941B3
US4535509A
DE1239827B
DE1779485A1
DE10341941B3
DE102005009034B3
Attorney, Agent or Firm:
STORK BAMBERGER PATENTANWÄLTE (Postfach 73 04 66, Hamburg, 22124, DE)
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Claims:
Patentansprüche:

Verfahren zum Entfernen von während des Filetierens freigelegtem Blut von der Hauptgräte (91) und deren Vertiefungen im Bereich ihrer Wirbel von in Reihe kopfseitig voraus und Bauch nach unten in Förderrichtung (F) geforderten Fischen (9), die jeweils einen Rumpf (95) aufweisen, der vom Kopf einschließlich Kragenknochen getrennt ist, und die von Eingeweiden zumindest im Wesentlichen befreit sind, wobei die genannte Blutentfernung zeit- und ortsgleich mit einem Hauptgrätenschnitt derart ausgeführt wird, dass die von Strahlengräten und Flankengräten befreite Hauptgräte (91) durch einen Schnittspalt (22) geführt und dabei an der Bauchseite des Fisches (9) über die gesamte Fischlänge bis zu den Rückenflossenwurzeln (98) zu einem Hauptgrätenstrunk freigeschnitten wird, wobei das Fischfiletfleisch von an dem Schnittspalt (22) zusammenlaufenden Abdeckflächen (54) abgedeckt wird, von denen wenigstens zwei Abdeckflächen (541) den Schnittspalt (22) bilden, und wobei unter Druck stehende Reinigungsflüssigkeit auf die während des Freischneidens zwischen den Abdeckflächen (54) durch den Schnittspalt (22) geführte Hauptgräte (91) gestrahlt wird.

Verfahren nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, dass die Hauptgräte (51) mit Querstrahlung der Reinigungsflüssigkeit quer gereinigt wird.

Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Hauptgräte (91) mit Längsstrahlung der Reinigungsflüssigkeit längs gereinigt wird.

Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeich n e t, dass Reinigungsflüssigkeit kontinuierlich auf die Hauptgräte (91 ) im Schnittspalt (22) gestrahlt wird.

Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeich n e t, dass Reinigungsflüssigkeit pulsierend auf die Hauptgräte (91) im Schnitt spalt (22) gestrahlt wird. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass Reinigungsflüssigkeit mit zeitlich unterschiedlichem Druck auf die Hauptgräte (91) im Schnittspalt (22) gestrahlt wird.

Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Bestrahlung mit Reinigungsflüssigkeit auf den in Förderrichtung (F) vorderen Bereich des Schnittspalts (22) konzentriert wird.

Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeich- n e t, dass im Anschluss an den Hauptgrätenschnitt, währenddessen die zum Hauptgrätenstrunk geschnittene, noch mit Rückenfleisch des Fisches (9) verbundene Hauptgräte (91) unter Abdeckung des Fischfiletfleisches durch Bestrahlung mit Reinigungsflüssigkeit gereinigt wird, ein den Hauptgrätenstrunk von dem Fisch (9) vollständig trennender Trennschnitt durchgeführt wird.

Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass jeder abgetrennte Hauptgrätenstrunk auf einem ersten Weg abgeführt wird und dass die im Zuge der Reinigung zusammen mit dem von der Hauptgräte (91) entfernten Blut anfallende Reinigungsflüssigkeit auf einem von dem ersten Weg getrennten zweiten Weg abgeführt wird.

Einrichtung (1) zum Entfernen von Blut von der Hauptgräte (91) und deren Vertiefungen im Bereich ihrer Wirbel von im Zuge ihres Filetierens in Reihe förderbaren zu filetierenden Fischen (9), insbesondere zum Durchführen des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei die Fische (9) jeweils einen Rumpf (95) aufweisen, der vom Kopf einschließlich Kragenknochen getrennt ist, und von Eingeweiden zumindest im Wesentlichen befreit sind, wobei die Einrichtung (1) eine zum Freischneiden der Hauptgräte (91) über die gesamte Fischlänge bauchseitig von unten bis zu Rückenflossenwurzeln (98) eingerichtete Hauptgrätenschneideinrichtung (2) umfasst mit die Fische (9) kopfseitig voraus fördernden Fördermitteln (4), mit zwei dachförmig schräg angeordneten Haupt- grätenkreismessern (21), die Fischfiletfleisch abdeckende Abdeckflächen (54, 541) und einen Schnittspalt (22) zum Frei schneiden der in dem Schnittspalt (22) zu liegen kommenden Hauptgräte (91) bilden, und mit Führungsmitteln (3) zum Führen der Fische (9) im Bereich der i lauptgrätenkreismesser (21), wobei die Führungsmittel (3) die beiden Hauptgrätenkrcismesser (21) mit Führungsteilen (31), die Fischfiletfleisch abdeckende Abdeckflächen (542) bilden und einen dem Schnittspait (22) entsprechenden Führungsspalt (32) belassen, überdecken, wobei die Einrichtung (1) eine Reinigungseinrichtung (5) aufweist, die mit wenigstens einer Reinigungsflüssigkeit abstrahlenden Reinigungsdüse (52) eingerichtet ist. die im Raumbereich zwischen den beiden Hauptgrätenkreismessern (21) angeordnet und auf den Schnittspalt (22) der beiden Hauptgrätenkreismes- ser (21 ) im Bereich des Führungsspaltes (32) der Führungsteile (31) ausgerichtet ist, wobei die Abdeckflächen (54) das Fischfiletfleisch vor Bestrahlung mit Reinigungsflüssigkeit schützen, und wobei die Einrichtung (1) eine Betätigungseinrichtung (6) umfasst, die die Reinigungseinrichtung (5) zum Abstrahlen der Rei- nigungsflüssigkeit sowie die Hauptgrätenschneideinrichtung (2) zum Freischneiden der Hauptgräte (91 ) zeitgleich betätigt.

11. Einrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine genannte Reinigungsdüse (52) der Reinigungseinrichtung (5) so eingerichtet und ausgebildet ist, dass sie die in dem Schnittspalt (22) zu liegen kommende freigeschnittene Hauptgräte (91) quer zur Hauptgräte (91) mit Reinigungsflüssigkeit bestrahlt.

12. Einrichtung nach Anspruch 10 oder 11. dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine genannte Reinigungsdüse (52) der Reinigungseinrichtung (5) so eingerichtet und ausgebildet sind, dass sie die in dem Schnittspalt (22) freigeschnittene Hauptgräte (91) längs der Hauptgräte mit Reinigungsflüssigkeit bestrahlt. 13. Einrichtung nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass die genannte Reinigungsdüse (52) zur Querbestrahlung bzw. zur Längsbestrahlung der freigeschnittenen Hauptgräte (91) als Düse mit einer Formausmün- dung ausgebildet ist, die eine der Querrichtung bzw. der Längsrichtung entsprechende Abstrahlcharakteristik erzeugt.

Einrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigungseinrichtung (5) wenigstens zwei genannte Reinigungsdüsen (52) aufweist, die in Längsrichtung des Schnittspalts (22) versetzt angeordnet sind.

Einrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine genannte Reinigungsdüse (52) der Reinigungseinrichtung (5) in einer zu den beiden Hauptgrätenkreismessern (21) der Hauptgrätenschneideinrichtung (2) gleich beabstandeten Messermittenebene (20) angeordnet ist.

Einrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Reinigungsdüse (521) oberhalb einer Horizontalebene (56) angeordnet ist, die durch Dreh-M ittelpunkte (210) der Haupt- grätenkreismesser (21) aufgespannt wird und senkrecht zu einer Symmetrieebene (20) der beiden Hauptgrätenkreismesser (21) gerichtet ist.

Einrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungseinrichtung (6) zum Betrieb einer kontinuierlichen Abstrahlung der Reinigungsflüssigkeit von wenigstens einer ersten genannten Reinigungsdüse (52) der Reinigungseinrichtung (5) eingerichtet ist.

Einrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungseinrichtung (6) die kontinuierliche Abstrahlung der Reinigungsflüssigkeit pulsierend erzeugt.

Einrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungseinrichtung (6) zum Betrieb einer taktweisen oder zeitlich begrenzten Abstrahlung der Reinigungsfiüssigkeit von wenigstens einer genannten Reinigungsdüse (52) eingerichtet ist. Einrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die ßetätigungsei nrichtung (6) zum Betrieb einer zeitlich unterschiedlichem Druck unterliegenden Flüssigkeitsabstrahlung von wenigstens einer genannten Reinigungsdüse (52) der Reinigungseinrichtung (5) eingerichtet ist.

Einrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigungseinrichtung (5) eine Abiuhreinrichtung (58) umfasst, die zumindest den größten Teil der im Zuge der Reinigung zusammen mit dem von der Hauptgräte (91) entfernten Blut anfallenden Reinigungsflüssigkeit aufnimmt und getrennt von dem Hauptgrätenstrunk abführt.

Description:
Verfahren zum Entfernen von während des Filetierens freigelegtem Blut von der Hauptgräte von Fischen sowie Einrichtung zum Entfernen von solchem Blut

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Entfernen von während des Filetierens freigelegtem Blut von der Hauptgräte und deren Vertiefungen im Bereich ihrer Wirbel von in Reihe kopfseitig voraus und Bauch nach unten geförderten Fischen sowie eine Einrich- tung zum Entfernen von derartigem Blut.

Arbeits-/V crfahrensweisen zum Köpfen, Entweiden und anschließendem Filetieren von Weißfisch sowie von zur Gattung Salmonide gehörenden Lachsforellen sind bekannt. Grundsätzlich erfolgt zunächst ein Köpfschnitt, mit dem der Kopf einschließlich Kra- genknochen abgetrennt wird. Eingeweide werden entfernt und derart vorbereitete Fische bzw. Fischteile werden in Reihe kopfseitig voraus und Bauch nach unten gefördert und zum Filetieren mit folgenden Schritten bearbeitet: Mit Bauchschnitt wird der Bauchraum von unten geöffnet, wobei die unteren Strahlengräten vom Ende der Bauchhöhle bis zum Ende der Schwanzwurzel freigeschnitten werden; mit Flankenschnitt werden die Flankenteile des Fisches von Flankengräten getrennt; mittels Flankengrätenschnitt werden die Flankengräten von der Hauptgräte getrennt; mittels Hauptgrätenschnttt wird die Hauptgräte von unten bis zu den Rückenflossenwurzeln über die gesamte Fischlänge freigeschnitten, wobei der erzeugte Hauptgrätenstrunk mit Rückenfleisch noch verbunden ist und Fischfilets noch zusammenhängen; an der Rückseite des Fisches wird ein die Rückenflossen erfassender Streifen herausgeschnitten. Im letzten Schritt entstehen zwei Einzelfilets. Die Hauptgräte fällt als Hauptgrätenstrunk mit daran anhaftendem Fleisch und, im herkömmlichen Prozess, mit erheblicher Blutmenge an. Sie wird einem Separierprozess zugeführt, um die Fleischreste zu gewinnen. Der Separierprozess um- fasst einen aufwendigen Waschprozess, in dem Verunreinigungen und insbesondere Blut ausgeschwemmt werden müssen. Im separierten Fischfleiseh eingetragenes Blut beeinfiusst die Fischfleischfarbe erheblich und führt zur Kontaminierung mit Keimen. Infolgedessen muss während des Separierprozesses das separierte Fischfleisch mit dem genannten Aufwand gereinigt werden, um die Fischfleischfarbe beeinflussendes Blut weitgehend zu entfernen und Kontaminierung mit Keimen ausreichend zu verringern.

Danach bestehen Ziele der Erfindung darin, dass der Aufwand für den während des Se- parierprozesses durchzuführenden Waschprozess durch signifikant reduzierten Eintrag von Blut in das separierte Fischfleisch weitgehend verringert wird. Damit sollen der Beeinflussung der Farbe sowie der Kontaminierung mit Keimen des separierten Fischfleisches von vornherein in erheblichem Maß entgegengewirkt werden. Die Ziele werden erfindungsgemäß erreicht durch ein Verfahren zum Entfernen von während des Filetierens freigelegtem Blut von der Hauptgräte und deren Vertiefungen im Bereich ihrer Wirbel von in Reihe kopfseitig voraus und Bauch nach unten in Förderrichtung geförderten Fischen, die jeweils einen Rumpf aufweisen, der vom Kopf einschließlich Kragenknochen getrennt ist, und die von Eingeweiden zumindest im We- sentlichen befreit sind, wobei die genannte Blutentfernung zeit- und ortsgleich mit einem Hauptgrätenschnitt derart ausgeführt wird, dass die von Strahlengräten und Flankengräten befreite Hauptgräte durch einen Schnittspalt geführt und dabei an der Bauchseite des Fisches über die gesamte Fischlänge bis zu den Rückenflossenwurzeln zu einem Hauptgrätenstrunk freigeschnitten wird, wobei das Fischfiletfleisch von an dem Schnittspalt zusammenlaufenden Abdeckflächen abgedeckt wird, von denen wenigstens zwei Abdeckflächen den Schnittspalt bilden, und wobei unter Druck stehende Reinigungsflüssigkeit auf die während des Freischneidens zwischen den Abdeckflächen durch den Schnittspalt geführte Hauptgräte gestrahlt wird. Vorzugsweise werden Fische der Gattung Weißfisch und Lachsforellen filetiert und dem erfindungsgemäßen Verfah- ren unterzogen.

Gleichermaßen werden die genannten Ziele erfindungsgemäß erreicht durch eine Einrichtung zum Entfernen von Blut von der Hauptgräte und deren Vertiefungen im Bereich ihrer Wirbel von im Zuge ihres Filetierens in Reihe förderbaren Fischen, insbeson- dere zum Durchführen des erfindungsgemäßen Verfahrens, wobei die Fische jeweils einen Rumpf aufweisen, der vom Kopf einschließlich Kragenknochen getrennt ist. und von Eingeweiden zumindest im Wesentlichen befreit sind, wobei die Einrichtung eine zum Freischneiden der Hauptgräte über die gesamte Fischlänge bauchscitig von unten bis zu Rückflossenwurzeln eingerichtete Mauptgrätenschneideinrichtung umfasst mit die Fische kopfseitig voraus fordernden Fördermitteln, mit zwei dachförmig schräg angeordneten Hauptgrätenkreismesscm, die Fischfiletfleisch abdeckende Abdeckflächen und einen Schnittspalt zum Freischneiden der in dem Schnittspalt zu liegen kommenden Hauptgräte bilden, und mit Führungsmitteln zum Führen der Fische im Bereich der Hauptgrätenkreismesser, wobei die Führungsmittel die beiden Hauptgrätenkreismesser mit Führungsteilen, die Fischfiletfleisch abdeckende Abdecktlächen bilden und einen dem Schnittspalt entsprechenden Führungsspalt belassen, überdecken, wobei die Einrichtung eine Reinigungseinrichtung aufweist, die mit wenigstens einer Reinigungsflüs- sigkeit abstrahlenden Reinigungsdüse eingerichtet ist, die im Raumbereich zwischen den beiden Hauptgrätenkreismessern angeordnet und auf den Schnittspalt der beiden Hauptgrätenkreismesser im Bereich des Führungsspaltes der Führungsteile ausgerichtet ist. wobei die Abdeckflächen das Fischfiletfleisch vor Bestrahlung mit Reinigungsflüssigkeit schützen, und wobei die Einrichtung eine Betätigungseinrichtung umfasst. die die Reinigungseinrichtung zum Abstrahlen der Reinigungsflüssigkeit sowie die Haupt- grätenschneideinrichtung zum Freischneiden der Hauptgräte zeitgleich betätigt.

Erfindungsgemäß besteht ein wesentlicher Vorteil darin, dass jeder Hauptgrätenstrunk vor Abschluss des Filetierprozesses, das heißt vor der Weiterführung in den Separier- prozess, weitgehend von Blut gereinigt wird. Dies gelingt erfindungsgemäß dadurch, dass die Hauptgräte, während sie zum Strunk über die gesamte Fischlänge freigeschnitten wird und vorteilhaft dabei noch mit Rückenfleisch des Fisches verbunden bleibt, zeitgleich mit dem Freischneiden derart mit unter Druck stehender Reinigungsflüssigkeit bespült wird, dass bauchseitig von unten eine auf die Hauptgräte ausgerichtete und damit auf sie fokussierte Bestrahlung ausgeführt wird. Dabei besteht eine wesentliche Kombinationsmaßnahme darin, dass das Filetflcisch des Fisches während der Bestrahlung der Hauptgräte mit Reinigungsflüssigkeit aus wenigstens einer Reinigungsdüse der Bestrahlung nicht ausgesetzt wird. Während die zu reinigende Hauptgräte durch den Schnittspalt geführt und dabei an der Bauchseite des Fisches über die gesamte Fisch- länge bis zu den Rückenflossenwurzeln zu dem Hauptgrätenstrunk freigeschnitten wird, erfolgt die zeitgleiche Bestrahlung mit Reinigungsflüssigkeit des durch den Schnitt anfallenden Hauptgrätenstrunks. Die durch wenigstens eine Abstrahldüse unter Druck abgegebene Reinigungs-Flüssigkeitsstrahlung ist als solche in besonderem Maße wirksam. da sie konzentriert auf den Hauptgrätenstrunk beim Schneiden desselben auftrifft und aufgrund der dabei erzeugten Strahlkraft Blut nicht nur von der Oberfläche der Hauptgräte, sondern auch aus deren Vertiefungen im Bereich ihrer Wirbel besonders wirksam herausspült. Die Abdeckung des Fischfiletfleisches ist derart, dass Abdeckflächen an dem Schnittspalt zu sammenlaufen , diesen ausbilden und begrenzen sowie die Düsenabstrahlung von dem Fischfiletfleisch fern halten. Hinsichtlich dieser Maßnahmen umfasst die erfindungsgemäße Einrichtung zur Blutentfernung die Reinigungseinrichtung, die mit wenigstens einer Reinigungsflüssigkeit abstrahlenden Reinigungsdüse eingerichtet ist, die im Raumbereich zwischen den beiden Hauptgrätenkreismessern der Hauptgrä- tenschneideinrichtung angeordnet und auf den Schnittspalt der beiden Hauptgrätenkreis- messer im Bereich des Führungsspaltes der Führungsteile ausgerichtet ist. Man erreicht dadurch, dass die an sich bekannten dachförmig schräg angeordneten Hauptgrätenkreis- messer die genannten, das Fischfiletfleisch abdeckenden Abdeckflächen bilden. Die Führungsmittel, die in der Anordnung mit den beiden Hauptgrätenkreismessern an sich gleichfalls bekannt sind, bilden mit ihren Führungsteilen zudem weitere das Fischfiletfleisch von der Bestrahlung trennende Abdeckflächen. Die genannte Betätigungseinrichtung ist eingerichtet, um das Freischneiden der Hauptgräte zum Strunk und die auf diesen ausgerichtete Reinigungsstrahlung zeitgleich zu bewirken. Eine solche Betätigungseinrichtung ist Teil einer Steuereinrichtung, die als solche in an sich bekannter Weise mittels Stellglieder die zeit- und ortsgerechte Betätigung von Organen und Werkzeugen an Bearbeitungsstellen steuert. Eine solche Betriebssteuerung umfasst einen Betriebssteuerungsrechner, der in programmierter Verknüpfung mit zu jedem eingeforderten Fisch ermittelten Fischdaten arbeitet. Als Reinigungsflüssigkeit wird vorzugsweise Wasser verwendet, dem gegebenenfalls ein für Nahrungsmittel zugelassenes Lösemittel zugesetzt sein kann.

Aus DE 103 41 941 B3 und DE 10 2005 009 034 B3 sind Verfahren und Vorrichtungen zum gesteuerten maschinellen Bearbeiten von geköpftem und entweidetem Weißfisch bekannt. Diese bekannten Verfahren und Vorrichtungen betreffen jedoch keine Filetierprozesse der Art, von denen die Erfindung ausgeht. So kommt es bei den genannten bekannten Verfahren und Vorrichtungen darauf an, dass ein von Kopf und Eingeweiden befreiter Fisch noch mit Kragenknochen versehen ist, an dem freiliegendes Nackenblut zu entfernen ist. Dort arbeiten Düsen aufweisende Reinigungseinrichtungen mit Hochdruckwasserstrahlen, die den Schneidprozessen nachgeordnet sind. Einerseits werden Kragenknochen und Fischmembran zur vor Wasserbestrahlung schützenden Abdeckung von Fischfleisch genutzt, und andererseits werden Blutreste am Fischfleisch durch do- sierte Hochdruckbestrahlung begrenzt abgetragen.

Die erfindungsgemäße Flüssigkeitsbestrahlung beginnt örtlich bzw. zeitlich vorzugsweise unmittelbar am Anfang des die Hauptgräte von unten und seitlich freilegenden Schnitts. In dem zum Schnittbeginn bzw. zum voranschreitenden Schnitt zugehörigen. in Förderrichtung vorderen (stromaufwärts liegenden) Bereich des Schnittspalts wird die freigeschnittene Hauptgräte besonders stabil, das heißt unter Hochdruck-Flüssigkeitsbestrahlung gegen Ausweichen besonders wirksam gesichert, gehalten und gelührt. Unter Schnittspalt wird der Spalt mit einer Länge verstanden, über die sich die freigeschnittene Hauptgräte zwischen den Schnitt herstellende Schnittwerkzeugen befindet.

Zweckmäßig wird die Bestrahlung auf den genannten vorderen Bereich des Schnittspalts besonders konzentriert oder eingeschränkt. Vorteilhaft ist wenigstens eine Reinigungsdüse oberhalb einer gedachten Horizontalebene und/oder im Bereich, in Förderrichtung, hinter sowie in der Nähe einer gedachten Vertikalebene angeordnet, um die Bestrahlung auf den genannten vorderen Bereich des Schnittspalts zu konzentrieren. Die Horizontalebene und die Vertikalebene werden jeweils durch Dreh-Mittelpunkte eines Paares Hauptgrätenkreismesser aufgespannt. Die Horizontalebene ist senkrecht zur Symmetrie-ZMittelebene der Hauptgrätenkreismesser gerichtet. Die Vertikalebene ist senkrecht zu der Horizontalebene gerichtet.

Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung wird die Hauptgräte mit Querstrahlung der Reinigungsflüssigkeit quer gereinigt. Die Reinigungseinrichtung wird mit wenigstens einer Reinigungsdüse zur Querbestrahlung eingerichtet. Die Düse kann mit einer geeigneten Formausmündung, z.B. mit einem Flachstrahlspalt, der quer zur Haupt- gräte ausgerichtet wird, ausgestattet sein. Auch eine hin- und hergehende, die Hauptgräte querende Bewegungsanordnung der Reinigungs-Abstrahldüse kann vorgesehen werden. Zweckmäßig kann wenigstens eine Reinigungsdüse auch rotieren und/oder höhenveränderlich bewegbar sein bzw. mit jeweil s dafür angeordnetem Antrieb eingerichtet sein. Entsprechende Maßnahmen können vorgesehen werden, wenn stattdessen oder zusätzlich die Hauptgräte mit Längsstrahlung längs gereinigt werden soll.

Vorzugsweise wird die Reinigungsflüssigkeit kontinuierlich auf die Hauptgräte im Schnittspalt gestrahlt. Dies schließt ein, dass die Reinigungsflüssigkeit pulsierend abgestrahlt werden kann. Auch kann es zur Spülung mit der Hochdruckbestrahlung zweckmäßig sein, dass die Reinigungsflüssigkeit mit zeitlich und damit örtlich unterschiedlichem Druck auf die Hauptgräte im Schnittspalt gestrahlt wird, um die Bestrahlung an ausgewählten Stellen des Hauptgrätenstrunks, insbesondere im Bereich besonderer Ver- tiefungen der Wirbel zu verstärken.

Vorteilhaft weist die Reinigungseinrichtung wenigstens zwei genannte Reinigungsdüsen auf, die in Längsrichtung des Schnittspalts versetzt angeordnet sind. Die versetzten Reinigungsdüsen können insbesondere genutzt werden, um die Bestrahlung mit aufeinan- derfolgend unterschiedlicher Strahlcharakteristik und/oder Strahldruckkraft durchzuführen.

In bevorzugter Anordnung wird wenigstens eine genannte Reinigungsdüse der Reinigungseinrichtung in einer zu den beiden Hauptgrätenkreismessern der Hauptgräten- Schneideinrichtung gleich beabstandeten Messermittenebene angeordnet.

Wenngleich kontinuierlicher, dabei gegebenenfalls auch pulsierender Bestrahlung der zum Strunk geschnittenen Hauptgräte im Schnittspalt der Vorzug gegeben wird, ist es auch denkbar, nicht nur zusätzlich, sondern stattdessen während des Schnittbetriebs die Bestrahlung taktweise oder zeitlich begrenzt, insbesondere intermittierend, einzurichten, gegebenenfalls auch zum Reduzieren von Wasserverbrauch.

Bereits dadurch, dass die Hauptgräte erfindungsgemäß gereinigt wird, gelingt es, den Bluteintrag in Separiergut selbst dann signifikant zu reduzieren, wenn die im Zuge der Reinigung zusammen mit dem von der Hauptgräte entfernten Blut anfallende Reinigungsflüssigkeit in einen das Separiergut herstellenden Separierprozess gelangt bzw. diesem zusammen mit dem Hauptgrätenstrunk zugeführt wird. Besonders vorteilhaft wird jedoch jede Hauptgräte nach Abtrennung in Form eines Hauptgrätenstrunks auf einem ersten Weg abgeführt, während die mit dem entfernten Blut anfallende Reinigungsflüssigkeit auf einem von dem ersten Weg getrennten zweiten Weg abgeführt wird. Entsprechend ist dann die Einrichtung zur Blutentfernung mit einer Abführeinrichtung ausgestattet, die einen Abtulirweg umfasst. auf dem die mit dem entfernten Blut anfallende Reinigungsflüssigkeit frei von abgetrennten Fischteilen abführbar ist.

Auf die genannten und noch andere zweckmäßige und vorteilhalte Ausgestaltungen der Erfindung sind Unteransprüche gerichtet. Lediglich besonders zweckmäßige und vorteilhafte Ausbildungsformen und -möglichkeiten werden anhand der folgenden Be- Schreibung der in der schematischen Zeichnung dargestellten Ausfuhrungsbeispiele näher beschrieben. Jede beschriebene Einzel- oder Detailgestaltung innerhalb eines Ausfuhrungsbeispiels ist als unabhängiges Detailbeispiel für andere nicht oder nicht vollständig beschriebene, unter die Erfindung fallende Ausfuhrungen und Gestaltungen zu verstehen.

Es zeigen

Fig. l A bis 1 D eine erfindungsgemäße Einrichtung in Draufsicht sowie in

Ansichten gemäß Linien B-B. C-C und D-D in Fig. 1 A,

Fig. 2 in axonometri scher Ansicht eine Fischbearbeitungsmaschine mit einem Abschnitt A /.um Köpfen und Entweiden sowie mit einem Abschnitt B zum Filetieren von Weiß- fisch und den Anordnungsort einer erfindungsgemäßen Einrichtung im Abschnitt B der Maschine,

Fig. 3 A bis 3E Phasen einer Bearbeitung während des Filetierens und

Fig. 4 in der Fig. 1 B entsprechender Ansicht eine erfindungsgemäße Einrichtung mit einer Reinigungsflüssigkeit auffangenden und abführenden Abführeinrichtung. Eine Blutentfernungseinrichtung 1 gemäß Fig. 1A bis 1 D ist an einer Hauptgräten- schneideinrichtung 2 eingerichtet, wobei Teile der Hauptgrätenschneideinrichtung 2 Bestandteile der Blutentfernungseinrichtung 1 bilden. Die Hauptgrätenschneideinrichtung 2 umfasst in an sich bekannter Weise zwei rotierend angetriebene Hauptgrätenkreismesser 21, die dachförmig einander gegenüberstehen, wobei sie zu einer eine Symmetrieebene der beiden Kreismesser 21 bildenden Messermittenebene 22, zu der sie gleichbeabstandet angeordnet sind, symmetrisch sind. Die I lauptgrätenkreismesser 21 schließen in ihrem an der Einrichtung 1 oberen Bereich einen Schnittspalt 22 ein, in dem die nur strichpunktiert angedeutete Hauptgräte 91 eines zu filetierenden Fisches 9 (Fig. 3 A bis 3D) während eines mittels der Hauptgrätenkreismesser 21 durchgeführten Hauptgrätenschnitts zu liegen kommt (Fig. 3D). In der Zeichnung sind Getriebegehäuse 23 zu sehen, die über nicht dargestellte Teile mit den Hauptgrätenkreismessern 21 zum rotierenden Antrieb verbunden sind. Die Einrichtung 1 umfasst ein Gestell und/oder sonstwie tragende Teile 1 1 , z.B. Getriebegehäuse, um Teile und Aggregate der Einrichtungen 1 und 2 anzuordnen oder zu lagern. Der Hauptgrätenschneideinrichtung 2 ist in Fischtorderrichtung F eine zwei Trennschnitt-Kreismesser 74 aufweisende Trennschnitteinrichtung 740 nachgeordnet, die das Filetieren beendet, wobei zwei Einzelfilets anfallen. Die Trennschnitt-Kreismesser können parallel (Fig. 1B) oder V-förmig (Fig. 3E) angeordnet sein. Zweckmäßig ist es, wie in Fig. 1 D dargestellt, die Hauptgrätenkreismesser 21 beim Schneiden mit Drehrichtung D in Fischförderrichtung F zu betreiben.

Die Blutentfernungseinrichtung 1 bzw. die Hauptgrätenschneideinrichtung 2 weisen ein Führungsmittel 3 mit plattenlormigen Führungsteilen 31 auf, die die Hauptgrätenkreismesser 21 , von einer Stelle unmittelbar vor dem oder im schneidenden Zenitbereich der Hauptgrätenkreismesser 21 ausgehend, überlappen und sich bis zu der Trennschnitt-Einrichtung 740 erstrecken. Die Führungsteile 31 führen den zu bearbeitenden Fisch 9 an seiner Bauchseite. Sie bilden eine dachförmige Abdeckung über den Hauptgrätenkreis- messern 21 , wobei zwischen den dachförmig spitz zusammengeführten Führungsteilen 31 ein Führungsspalt 32 bleibt. Mittels der Führungsteile 31 wird die Hauptgräte 91 geführt in dem Schnittspalt 22 gehalten. Die Hauptgräte 91 wird dort nach oben, also zur Fleisch- und Rückenseite des Fisches 9 hin sowohl durch die schräg zulaufenden Haupt- grätenkreismesser 21. als auch durch die schräg und zur Messermittenebene 20 symmetrisch zulaufenden Führungsteile 31 abgedeckt. Die Führungsteile 31 sind an insbesondere um Achsen 34 unter Wahrung der Abdeckung schwenkbaren Halterungen 33 angeordnet. Fische 9 werden in Förderrichtung F zwischen umlaufenden Transportketten, im Beispiel Spikeförderketten 42, kopfseitig voraus und Bauch nach unten gefördert. Die Spikeforderketten 42, die über Kettenführungsrollen 41 laufen, sind nur strichpunktiert angedeutet.

Die Reinigungseinrichtung 5 umfasst im Ausführungsbeispiel zwei Reinigungsdüsen 52. die, wie aus Fig. 1 B und 1D ersichtlich, im Raumbereich zwischen den beiden Hauptgrätenkreismessem 21 angeordnet sind. Die beiden Reinigungsdüsen 52 sind in der Messermittenebene 20 angeordnet und mit dieser ausgerichtet, wobei, in Fischlorderrichtung F betrachtet, eine vordere erste Reinigungsdüse 52 und eine stromabwärts folgende, zu dem Schnittspalt 22 näher gelegene und gegenüber der ersten höhere hinte- re Reinigungsdüse 521 angeordnet sind. Beide Reinigungsdüsen 52 werden von den beiden Hauptgrätenkreismessem 22 vollständig überdeckt, wobei sie zudem nach oben von den Führungsteilen 31 des Führungsmittels 3 überdeckt werden. Im Ausführangsfüh- rungsbeispiel sind die Reinigungsdüsen 52 zwischen den Hauptgrätenkreismessem 21 im hinteren, unter den Führungsteilen 31 laufenden Bereich der Hauptgrätenkreismesser 21 angeordnet. Es handelt sich um den zum fortschreitenden Schnitt zugehörigen, in Förderrichtung F vorderen Bereich des Schnittspalts 22. Die Reinigungsdüse 521 liegt oberhalb einer durch Dreh-Mittelpunkte 210 der Hauptgrätenkreismesser 21 aufgespannten, zu der Messermittenebene 20 senkrechten Horizontalebene 56. Beide Reinigungsdüsen 52 sind, in Förderrichtung F betrachtet, hinter und in der Nähe einer ge- dachten Vertikalebene 57 angeordnet, die durch die Drehmittelpunkte 210 aufgespannt ist und senkrecht zu der Horizontalebene 56 gerichtet ist. Die Reinigungsdüsen 52 sind auf den vorderen, d.h. stromaufwärts gelegenen Bereich des Schnittspalts 22 ausgerichtet, in dem das Freischneiden der Hauptgräte 91 sukzessive erfolgt. Die Reinigungsdüsen 52 sind mit nicht näher dargestellten Formausmündungen ausgestattet, die im Auslührungsbeispiel beide eine quer zur Erstreckung der Hauptgräte 91 gerichtete Strahlcharakteristik erzeugen. Zum Beispiel können Flachstrahldüsen einge- richtet sein, die einen quer zur Hauptgräte 91 gerichteten Flachstrahl erzeugen, der auf den Schnittspalt 22, in dem die Hauptgräte 91 zu liegen kommt, ausgerichtet ist.

Im Ausführungsbeispiel sind die beiden Reinigungsdüsen 52 an einem Wasserverteiler 53 angeordnet, der die Reinigungsdüsen 52 mit unter Druck stehender Reinigungsflüssigkeit, insbesondere mit durch eine Zuleitung 51 zugeführtem Wasser beaufschlagt. Es kommt darauf an. dass die Reinigungsdüsen 52 die Reinigungsflüssigkeit mit einem relativ scharfen, unter hohem Druck stehenden Strahl in Richtung auf den Schnittspalt 22 abstrahlen. Diese Maßnahme ist derart und gelingt damit, dass die Hauptgräte 91 auch in Vertiefungen im Bereich von Grätenwirbeln zuverlässig von Blut durch Strahl Spülung befreit wird, und zwar während der Hauptgrätenschnitt mittels der Hauptgräten- schneideinrichtung 2 zeit- und ortsgleich mit der Strahlreinigung ausgeführt wird.

Die Einrichtung 1 umfasst eine nur schematisch strichpunktiert dargestellte Betäti- gungseinrichtung 6, die durch einen Abschnitt oder einen Teil eines üblichen Betriebs- Steuerungsrechners einer Fischbearbeitungsmaschine gebildet sein kann. Die Betätigungseinrichtung 6 bewirkt zeitgleich die Abstrahlung der Reinigungsflüssigkeit von den Reinigungsdüsen 52 und die Durchführung des Hauptgrätentrennschnitts mittels der Hauptgrätenkreismesser 21. Insbesondere können die Abstrahlung und die Schnitt- durch führung zeitgleich in und/oder außer Betrieb genommen werden. Zum Beispiel kann die Betätigungseinrichtung 6 eine Magnetventileinrichtung 55 zum Beaufschlagen der Reinigungsdüsen 52 mit unter Druck stehendem Wasser steuern. Magnetventildüsen können zweckmäßig auch individuell Reinigungsdüsen zugeordnet werden. Der Be- triebs-/Steuerungsrechner einer Fischbearbeitungsmaschine wird mit gemessenen Fisch- daten, z.B. nach Maßgabe gemessener Kopfdicke, und gespeicherten artspezifischen Fischdaten zum Erzeugen von Steuerungssignalen zum Betrieb der Aggregate der Einrichtung bzw. der Maschine betrieben. Die Messung an jedem Fisch ist Grundlage für alle insbesondere durch Schrittmotoren gesteuerte Werkzeugbewegungen und Aggregatbetätigungen.

Die Flochdruckllüssigkeitsabstrahlung kann auf unterschiedliche Art und Weise erzeugt werden. Zum Beispiel kann eine den Wasserverteiler 53 speisende, nicht dargestellte Druckwasserquelle, z.B. eine Pumpe, vorgesehen werden. Die von den Reinigungsdü- scn 52 abgestrahlten Reinigungsstrahlen können nicht nur in ihrer Form, sondern auch hinsichtlich der Strahlkraft durch Strahlwinkelausrichtung und -querschnitt, z.B. Strahl- flachheit, bestimmt werden. In jedem Fall kommt es auf die Düsencharakteristik mit Hochdruckwirkung an und nicht auf eine (nicht dargestell te) Druckquelle als solche, die zweckmäßig auch eine Niederdruckquelle sein kann.

Man erkennt, dass sowohl die Hauptgrätenkreismesser 21, als auch die Führungsteile 31 Abdeckflächen 54, nämlich Messer-Abdeckflächen 541 und Führungs-Abdeckflächen 542 bilden, die die auf den Schnittspalt 22 bzw. die Hauptgräte 91 ausgerichtete I loch- druck-Wasserbestrahlung zuverlässig und weiträumig von den noch an der Hauptgräte 91 hängenden Fischlilethälftcn fernhalten, so dass das Fischfiletfleisch durch die Reinigungsbestrahlung nicht verletzt wird.

Anhand der Fig. 2 sowie 3 A bis 3E wird die Erfindung im Zusammenhang mit dem an sich bekannten Filetierprozess für zum Beispiel Weißfisch oder Lachsforelle erläutert. Fig. 2 zeigt eine Köpf-, Entweide- und Filetiermaschine für Weißfisch. Die Maschine weist einen Abschnitt A auf, in dem zu bearbeitende Fische parallel nebeneinander in Mulden gelegt werden und geköpft und entweidet werden. Die Fische werden zum Filetieren in einen Abschnitt B überführt, in dem sie in Reihe hintereinander kopfseitig vo- raus und Bauch nach unten einer Reihe von Schnitten zugeführt werden. Die Schnittfolge ist in Fig. 3A bis 3E dargestellt.

Zunächst wird mittels Bauchschnitt der Bauchraum von unten geöffnet (Fig. 3A), wobei zwei Kreismesser vom Ende der Bauchhöhle bis zur Schwanzwurzel 98 untere Strahlen- gräten bis zur Hauptgräte 91 freischneiden. Ein anschließender Flankenschnitt wird durchgeführt, um das Fischfleisch an den Bauchlappen von Flankengeräten zu trennen, die dabei mit der Hauptgräte 91 als Gerüst verbunden bleiben (Fig. 3B). Mittels eines Flankengrätenschnitts werden dann die Flankengräten von der Hauptgräte 91 getrennt (Fig. 3C). Sodann wird der Hauptgrätenschnitt durchgeführt. In der anhand des Ausfuh- rungsbeispiels gemäß Fig. 1 A bis 1 D bereits beschriebenen Hauptgrätenschneideinrich- tung 2 schneiden die beiden Hauptgrätenkreismesser 21 von unten die Hauptgräte 91 bis zu den Rückenflossenwurzeln 98 über die gesamte Fischlänge frei. Mittels dieses Schnittes wird ein kompletter I lauptgrätenstrunk mit Resten der Kontur der Bauchhöhle und den freiliegenden Wirbeln erzeugt. Zur Rückenseite des Fisches hin ist der Hauptgrätenstrunk noch mit dem Rückenfleisch verbunden. An den Hauptgrätenschnitt (Strunkschnitt) kann sich ein nicht dargestellter Pinbone- oder Bauchlappenschnitt anschließen. Am Ende des Filetierprozesses erfolgt ein Trennschnitt (Fig. 3E). Zwei Kreismesscr schneiden von oben einen Streifen mit den Rückenflossen aus dem Fisch. Es entstehen zwei Fischfilethälften (Einzelfilets). In dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 A bis 1 D ist die Trennschnitt-Einrichtung 740 vorgesehen.

Von besonderer Bedeutung ist die erfmdungsgemäße Maßnahme, dass ein Teil der den Hauptgrätenschnitt durchführenden Hauptgrätenschneideinrichtung 2 als Reinigungseinrichtung 5 ausgebildet ist, wie dies allgemein wesentlich und zuvor im Ausführungsbeispiel beschrieben worden ist. Es ist gefunden worden, dass sich der mit dem Rücken- fleisch noch verbundene und damit während des Hauptgrätenschnitts hängende Hauptgrätenstrunk (Hauptgräte 91 ) mittels der zuvor beschriebenen Hochdruck-Flüssigkeits- bestrahlung besonders gründlich spülen und reinigen lässt. Die Reinigung erfolgt, während der Hauptgrätenstrunk geschnitten wird. Aufgrund der Anordnung der Reinigungsdüsen 52 und der Abdeckung des Fischfiletfleisches mittels einerseits der Messerflächen der Hauptgrätenkreismesser 21 und andererseits der Fischführungsteile 31 wird das Fischfiletfleisch zuverlässig von schädigender Flüssigkeitsbestrahlung freigehalten. Die erfindungsgemäße Reinigung des Hauptgrätenstrunks erfolgt unmittelbar oder gegebenenfalls nur mit Zwischenschaltung eines Pinbone-Bauchlappenschnittes vor dem Trennschnitt im Rücken des Fisches (Fig. 3E). Der gereinigte Hauptgrätenstrunk wird unmittelbar nach dem Rückentrennschnitt, also zeitnah im Anschluss an die Reinigung sowie zeitnah zum Ende des Filetierprozesses, abgeführt und in den Separierprozess weitergeführt. In Fig. 2 ist eine Abfuhrrinne zu sehen. Im separierten Fischfleisch (Separiergut) ist der Bluteintrag aufgrund der erfindungsgemäßen Reinigung von vornherein signifikant reduziert. Um die Ursprungsfarbe und damit gewünschte Qualität des Fleisches zu erreichen, ist das Waschen des Separiergutes maßgeblich reduziert und vereinfacht.

Zweckmäßig kann die im Zuge der Reinigung zusammen mit dem abgenommenen freigelegten Blut von dem Hauptgrätenstrunk und den Abdeckflächen 54 abgestrahlte Reinigungsflüssigkeit wenigstens zum größten Teil besonders aufgefangen und abgeführt werden. In Fig. 4 sind drei Abiuhrwege in Form von Rinnen 12, 13 und 581 ersichtlich, die sich parallel nebeneinander und mit Gefalle in Förderrichtung F erstrecken. Die Rinne 12 ist mittig angeordnet und nimmt die infolge der genannten Trennschnitte abgetrennten Teile mit Ausnahme der beim gegebenenfalls durchgeführten Pinebone-/ Bauchlappenschnitt anfallenden Teile auf. Letzteren ist die Rinne 13 zugeordnet. Die Rinne 581 ist in Verbindung mit einer nur strichpunktiert dargestellten Abführfläche 582 eingerichtet und angeordnet. Die Abführfläche 582 weist eine quer zur Fischforderrichtung F sowie zur Rinne 581 hin gerichtete Neigung auf. Ein Sammel- oder Aufnah- meabschnitt der Abführfläche 582, der im Raunibereich unter den Abdeckflächen 54 und dem Schnittspalt 22 liegt, fängt die im Zuge der Reinigung von den Abdeckflächen 54 und dem Hauptgrätenstrunk abgestrahlte, abfließende und/oder abtropfende Reinigungsflüssigkeit bzw. das abgenommene Blut auf, und diese gelangen in die Rinne 581 über einen dieser zugeordneten Abgabeabschnitt der Abführfläche 582. Man erkennt, dass die Rinne 581 und die Abi uhrfläche 582, zum Beispiel in Form eines flachen, ge- gebenenfalls mit Fließmulde versehenen Bleches, eine Abführeinrichtung 58 bilden, die die Reinigungsflüssigkeit mit dem von der Hauptgräte 91 entfernten Blut von dem Se- parierprozess fernhält. Jeder abgetrennte Hauptgrätenstrunk wird über die Rinne 12 in den Separierprozess geführt.