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Patent Searching and Data


Title:
METHOD FOR REMOVING A FOLLOWER PLATE FROM A CONTAINER
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/166200
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for removing a follower plate (18) of a device (10) for transporting viscous material out of a barrel-like container (12). The device (10) has the follower plate (18) for closing the container (12), which is open at the top and has a container base (14) and a container casing (16) that extends upwards from the container base (14), said follower plate being movable in the direction of the container base (14) and away from the container base (14) while resting against the container casing (16) inner surface (20) facing the container interior (24) and having a material outlet opening and a ventilation opening (44). The device (10) has a lifting device (30) for lifting the follower plate (18), a ventilation device (46) for introducing compressed air into the container (12) through the ventilation opening (44), and a controller (54) for actuating the lifting device (30) and the ventilation device (46), and in an alternating manner, the follower plate (18) is lifted by the lifting device (30) in a lifting mode and air is introduced into the container (12) by means of the ventilation device (46) in a ventilation mode. At least one characteristic variable which characterizes the position of the container (12) and/or the follower plate (18) is measured by means of at least one sensor (56), and the measurement values of the characteristic variable are transmitted from the sensor (56) to the controller (54). The controller (54) then continuously carries out an alternating switchover between the lifting mode and the ventilation mode automatically if the measurement value of the at least one characteristic variable exceeds a specified first target value and if the measurement value of the at least one characteristic variable falls below a specified second target value. According to the invention, the at least one sensor (56) is a force measuring sensor which measures a force exerted by the container (12) onto a placement surface (28); the controller (54) switches the ventilation mode to the lifting mode if the force exerted by the container (12) onto the placement surface (28) exceeds a first target force value; and the controller (54) switches the lifting mode to the ventilation mode if the force exerted by the container (12) onto the placement surface (28) falls below a second target force value, and/or the at least one sensor (56) measures the position of the container (12) relative to a stationary point.

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Inventors:
FIPPL, Thomas (Am Zollhof 23, Westerburg, 56457, DE)
SCHOLL, Patrick (Reibeltgasse 3, Würzburg, 97070, DE)
Application Number:
EP2019/052837
Publication Date:
September 06, 2019
Filing Date:
February 06, 2019
Export Citation:
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Assignee:
ATLAS COPCO IAS GMBH (Gewerbestraße 52, Bretten, 75015, DE)
International Classes:
B05C11/10; B67D7/02
Attorney, Agent or Firm:
PATENTANWÄLTE BREGENZER UND REULE PARTNERSCHAFTSGESELLSCHAFT MBB (Rheinstraße 19, Baden-Baden, 76532, DE)
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Claims:
Ansprüche

1. Verfahren zum Entfernen einer Folgeplatte (18) einer Vorrichtung (10) zum Fördern von viskosem Material aus einem fassartigen Behälter (12), wobei die Vorrichtung (10) die Folgeplatte (18) zum Verschließen des nach oben offenen, einen Behälterboden (14) und einen sich vom Behälterboden (14) nach oben erstreckenden Behältermantel (16) aufweisenden Behälters (12) aufweist, welche an der dem Behälterinneren (24) zugewandten Innenfläche (20) des Behältermantels (16) anliegend in Richtung zum Behälterboden (14) und vom Behälterboden (14) weg beweglich ist, und welche eine Mate- rialauslassöffnung und eine Belüftungsöffnung (44) aufweist, wobei die Vor- richtung (10) eine Flebeeinrichtung (30) zum Anheben der Folgeplatte (18), eine Belüftungseinrichtung (46) zum Einleiten von Druckluft in den Behälter (12) durch die Belüftungsöffnung (44) und eine Steuereinrichtung (54) zum Ansteuern der Flebeeinrichtung (30) und der Belüftungseinrichtung (46) auf- weist, wobei im Wechsel in einem Flebemodus mittels der Flebeeinrichtung (30) die Folgeplatte (18) angehoben und in einem Belüftungsmodus mittels der Belüftungseinrichtung (46) Luft in den Behälter (12) eingeleitet wird, wo- bei mittels mindestens eines Sensors (56) mindestens eine die Position des Behälters (12) und/oder der Folgeplatte (18) charakterisierende Kenngröße gemessen wird, wobei die Messwerte der Kenngröße vom Sensor (56) an die Steuereinrichtung (54) übermittelt werden und wobei die Steuereinrich- tung (54) ein abwechselndes Umschalten zwischen dem Flebemodus und dem Belüftungsmodus stets dann automatisch vornimmt, wenn der Messwert der mindestens einen Kenngröße einen vorgegebenen ersten Sollwert über- schreitet und wenn der Messwert der mindestens einen Kenngröße einen vorgegebenen zweiten Sollwert unterschreitet, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Sensor (56) ein Kraftmesssensor ist, der eine vom Behälter (12) auf eine Aufstellfläche (28) ausgeübte Kraft misst, wobei die Steuereinrichtung (54) vom Belüftungsmodus in den Hebemodus umschaltet, wenn die vom Behälter (12) auf die Aufstellfläche (28) ausgeübte Kraft einen ersten Sollkraftwert überschreitet und wobei die Steuereinrichtung (54) vom Hebemodus in den Belüftungsmodus umschaltet, wenn die vom Behälter (12) auf die Aufstellfläche (28) ausgeübte Kraft einen zweiten Sollkraftwert unterschreitet und/oder dass der mindestens eine Sensor (56) die Position des Behälters (12) in Bezug auf eine ortsfeste Stelle misst.

2. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der erste

und/oder der zweite Sollwert zu Beginn des Entfernens der Folgeplatte (18) aus dem Behälter (12) vorgegeben wird.

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Sensor (56) die Höhe eines behälterfesten Referenzpunkts über einer Aufstellfläche (28) für den Behälter (12) misst, dass die Steuer- einrichtung (54) vom Hebemodus in den Belüftungsmodus umschaltet, wenn die gemessene Höhe eine erste Sollhöhe überschreitet und dass die Steu- ereinrichtung (54) vom Belüftungsmodus in den Hebemodus umschaltet, wenn die gemessene Höhe eine zweite Sollhöhe unterschreitet.

4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der mindes- tens eine Sensor (56) ein Näherungssensor ist, der die Bewegung eines mit dem Behälter (12) bewegten Schaltelements (58) detektiert.

5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Schalt- element (58) beim Anheben des Behälters (12) von einem behälterfesten

Mitnehmer (62) mitgenommen wird.

6. Vorrichtung zum Fördern von viskosem Material aus einem fassartigen, ei- nen Behälterboden (14) und einen sich vom Behälterboden (14) nach oben erstreckenden Behältermantel (16) aufweisenden Behälter (12), mit einer Folgeplatte (18) zum Verschließen des Behälters (12), die an der dem Be- hälterinneren (24) zugewandten Innenfläche (20) des Behältermantels (16) anliegend in Richtung zum Behälterboden (14) und vom Behälterboden (14) weg beweglich ist und die eine Materialauslassöffnung und eine Belüftungs-

Öffnung (44) aufweist, mit einer Belüftungseinrichtung (46) zum Einleiten von Druckluft durch die Belüftungsöffnung (44) in den Behälter (12), mit einer Hebeeinrichtung (30) zum Anheben der Folgeplatte (18), mit einer Steuer- einrichtung (54) zum abwechselnden Ansteuern der Hebeeinrichtung (30) in einem Hebemodus und der Belüftungseinrichtung (46) in einem Belüftungs- modus und mit mindestens einem Sensor (56) zur Messung mindestens ei- ner die Position des Behälters (12) und/oder der Folgeplatte (18) charakteri- sierenden Kenngröße und zur Übermittlung der Messwerte an die Steuerein- richtung (54), wobei die Steuereinrichtung (54) eingerichtet ist, ein abwech- selndes Umschalten zwischen dem Hebemodus und dem Belüftungsmodus stets dann automatisch vorzunehmen, wenn der Messwert der mindestens einen Kenngröße einen vorgegebenen ersten Sollwert überschreitet und wenn der Messwert der mindestens einen Kenngröße einen vorgegebenen zweiten Sollwert unterschreitet, dadurch gekennzeichnet, dass der mindes- tens eine Sensor (56) ein Kraftmesssensor ist, der eine vom Behälter (12) auf eine Aufstellfläche (28) ausgeübte Kraft misst und/oder dass mindestens ein mit dem Behälter (12) bewegliches Schaltelement (58) zur Beaufschla- gung des mindestens einen Sensors (56) vorgesehen ist.

7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der mindes- tens eine Sensor (56) ein Näherungssensor zur Detektion einer Bewegung des Schaltelements (58) ist.

8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass mit dem Behälter (12) ein Mitnehmer (62) zum Mitnehmen des Schaltelements (58) fest und vorzugsweise lösbar verbunden ist.

9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Schaltelement (58) gegen die Kraft eines Rück- stellelements (66) anhebbar ist.

10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Schaltelement (58) mittels einer ortsfesten Füh- rungseinrichtung (74) so geführt ist, dass es sich beim Anheben vom Behäl- ter (12) weg bewegt.

11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Schaltelement (58) einen horizontalen Anschlag zur Positionierung des Behälters (12) in einer Förderposition auf einer Auf- stellfläche (28) bildet.

12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 11 , dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Schaltelement (58) so angeordnet ist, dass es bei einer Bewegung des Behälters in die Förderposition ein Stück weit bewegt wird.

13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Schaltelement (58) aus einer Ruheposition an- hebbar ist, in der es den mindestens einen Sensor (56) vollständig über- deckt.

Description:
Verfahren zum Entfernen einer Folqeplatte aus einem Behälter

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Entfernen einer Folgeplatte aus einem fassartigen Behälter gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1 und eine Vorrichtung zum Fördern von viskosem Material gemäß Oberbegriff des Anspruchs 6. Verfahren und Vorrichtungen zum Entfernen einer Folgeplatte aus einem Behälter werden beispielsweise zum Aufträgen von Klebstoffen, Dichtstoffen, Dämmstoffen oder Wärmeleitpasten auf Werkstücke, insbesondere auf Karosseriebauteile bei der Produktion von Kraftfahrzeugen, eingesetzt. Das viskose Material wird dabei mittels einer Pumpe über die Materialauslassöffnung aus dem Behälter gefördert, wobei die Folgeplatte mittels der Flebeeinrichtung stets in Anlage an einer Ober- fläche des Materials im Behälter gehalten wird und durch Absenken mittels der Flebeeinrichtung dem absinkenden Materialspiegel im Behälter folgt. Gegenüber dem Behältermantel ist die Folgeplatte abgedichtet, so dass einerseits kein Mate- rial aus dem Behälter ausdringen und andererseits keine Luft aus der Umgebung in den Behälter eindringen kann. Ist der Behälter entleert, so wird er gegen einen neuen, vollen Behälter ausgetauscht. Zu diesem Zweck muss die Folgeplatte aus dem Behälter nach oben herausbewegt werden. Um die Folgeplatte im Behälter nach oben bewegen zu können, muss das Innere des Behälters belüftet werden, da sonst im Behälter ein Vakuum entsteht, das ein Herausbewegen der Folgeplat- te verhindert. Wird die Folgeplatte angehoben, so hebt sie infolge des entstehen- den Unterdrucks im Behälter sowie durch die Haftreibung ihrer an der Innenfläche des Behältermantels anliegenden Dichtungen den Behälter mit an, bis mittels der Belüftungseinrichtung über die Belüftungsöffnung Druckluft in diesen eingeleitet wird und der im Behälter entstehende Überdruck diesen wieder nach unten drückt. Dabei ist es üblich, zum Entfernen der Folgeplatte aus dem Behälter im- mer abwechselnd die Folgeplatte in einem Flebemodus der Vorrichtung ein Stück weit anzuheben, um dann in einem Belüftungsmodus mittels der Belüftungsein- richtung Druckluft in den Behälter einzuleiten. Flebemodus und Belüftungsmodus wechseln sich dann solange ab, bis die Folgeplatte an der Öffnung an der Ober- seite des Behälters angekommen ist und aus diesem entnommen werden kann. Der Wechsel zwischen dem Flebemodus und dem Belüftungsmodus wird von ei- ner Bedienperson manuell vorgenommen, was aufwendig zu bewerkstelligen ist und einige Erfahrung des Bedienpersonals erfordert.

Aus der DE 10 2015 009 130 A1 ist ein Verfahren der eingangs genannten Art bekannt, bei dem eine Flebeeinrichtung zum Einsatz kommt, die zwei doppelt wir- kende Zylinder mit jeweils zwei durch einen Kolben dicht gegeneinander abge- grenzten Druckräumen aufweist. Jeder Kolben ist mittels einer Kolbenstange so mit der Folgeplatte verbunden, dass beim Anheben der Folgeplatte ein erster der Druckräume verkleinert und der zweite der Druckräume vergrößert wird. Zudem ist jeweils ein Drucksensor vorgesehen, der den Druck in einem der Druckräume misst und die Druckwerte zum Ansteuern der Flebeeinrichtung und der Belüf- tungseinrichtung heranzieht. Es ist daher Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren und eine Vorrichtung der ein- gangs genannten Art derart weiter zu entwickeln, dass die Folgeplatte einfacher aus dem Behälter entfernt werden kann.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 6 ge- löst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.

Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, es nicht dem Geschick und der Erfah- rung des Bedienpersonals zu überlassen, wann vom Flebemodus in den Belüf- tungsmodus und umgekehrt umgeschaltet wird, sondern dieses Umschalten au- tomatisiert stets bei Vorliegen der gleichen Bedingungen durchzuführen. Zu die sem Zweck wird mittels mindestens eines Sensors mindestens eine die Position des Behälters und/oder der Folgeplatte charakterisierende Kenngröße vorzugs- weise kontinuierlich oder in kurzen zeitlichen Abständen gemessen und die Messwerte der Kenngröße werden vom Sensor an die Steuereinrichtung übermit- telt, die die Hebeeinrichtung und die Belüftungseinrichtung ansteuert. Ein Wech- sel zwischen dem Hebemodus und dem Belüftungsmodus findet stets dann in ei- ner Umschaltrichtung statt, wenn der Messwert der mindestens einen Kenngröße einen vorgegebenen ersten Sollwert überschreitet und in der entgegengesetzten Umschaltrichtung, wenn der Messwert der mindestens einen Kenngröße einen vorgegebenen zweiten Sollwert unterschreitet. Die Kenngröße ist dann so zu wählen, dass sie sich im Hebemodus, in dem die Folgeplatte angehoben und eine Belüftung des Behälterinnenraums gesperrt wird, in einer ersten Richtung ändert, während sie sich im Belüftungsmodus, in dem das Anheben der Folgeplatte ge- stoppt und die Belüftung freigegeben wird, in der entgegengesetzten Richtung ändert. Dabei ist es möglich, dass der erste und/oder der zweite Sollwert zu Be- ginn des Entfernens der Folgeplatte aus dem Behälter, also bei jedem Fasswech- selvorgang, aufs Neue vorgegeben wird. Die Sollwerte können durch eine Bedi- enperson manuell festgelegt werden, die erkennt, wenn der Behälter weit genug angehoben wurde, so dass auf den Belüftungsmodus umgeschaltet werden muss, oder die Vorgabe des ersten und/oder des zweiten Sollwerts kann automatisiert erfolgen.

Als Kenngröße kommen verschiedene Kenngrößen in Betracht, die mit unter- schiedlichen Sensoren gemessen werden. Diese unterschiedlichen Ausführungs- formen sind zudem miteinander kombinierbar.

Die Hebeeinrichtung weist in der Regel mindestens einen doppeltwirkenden Zy - linder mit zwei durch einen Kolben druckdicht gegeneinander abgegrenzten Druckräumen auf, wobei der Kolben mittels einer Kolbenstange so mit der Folge- platte verbunden ist, dass beim Anheben der Folgeplatte ein erster der Druck- räume verkleinert und der zweite der Druckräume vergrößert wird. Gemäß einer erfindungsgemäßen Ausführungsform ist der mindestens eine Sen- sor ein Kraftmesssensor, der eine vom Behälter auf eine Aufstellfläche ausgeübte Kraft misst. Diese Kraft ist dann am größten, wenn der Behälter und die im Behäl- ter aufgenommene Folgeplatte mit ihrem vollen Gewicht auf der Aufstellfläche lasten. Sobald der Behälter von der Aufstellfläche abgehoben wird, verringert sich die auf der Aufstellfläche und damit auf dem Kraftmesssensor lastende Gewichts- kraft bis auf Null. Der Kraftmesssensor hat damit die Funktion einer Waage. Da- bei schaltet die Steuereinrichtung vom Belüftungsmodus in den Flebemodus um, wenn die vom Behälter auf die Aufstellfläche ausgeübte Kraft einen ersten Soll- kraftwert überschreitet und die Steuereinrichtung schaltet vom Flebemodus in den Belüftungsmodus um, wenn die vom Behälter auf die Aufstellfläche ausgeübte Kraft einen zweiten Sollkraftwert unterschreitet.

Gemäß einer alternativen Ausführungsform misst der mindestens eine Sensor die Position des Behälters in Bezug auf eine ortsfeste Stelle. Damit kann insbesonde- re ein Weg absolut gemessen werden, um den der Behälter bewegt, insbesonde- re angehoben wird. Zweckmäßig misst der mindestens eine Sensor die Flöhe ei- nes behälterfesten Referenzpunkts über eine Aufstellfläche für den Behälter, die Steuereinrichtung schaltet vom Flebemodus in den Belüftungsmodus um, wenn die gemessene Flöhe eine erste Sollhöhe überschreitet und die Steuereinrichtung schaltet vom Belüftungsmodus in den Flebemodus um, wenn die gemessene FHö- he eine zweite Sollhöhe unterschreitet. Der mindestens eine Sensor kann ein Nä- herungssensor sein, der die Bewegung eines mit dem Behälter bewegten Schalt- elements detektiert. Dieses wird zweckmäßig beim Anheben des Behälters von einem behälterfesten Mitnehmer mitgenommen und dabei angehoben, gedreht und sonstwie bewegt. Der Mitnehmer kann beispielsweise ein Bördelrand am Be- hälterboden sein, der rings umläuft und radial absteht. Es ist jedoch auch möglich, dass ein Mitnehmer als zusätzliches Bauteil am Behälter lösbar angebracht wird und insbesondere dann vor Abtransport des entleerten Behälters von der Förder- vorrichtung wieder entfernt wird. Zweckmäßig ist das mindestens eine Schaltelement gegen die Kraft eines Rück- stellelements anhebbar. Das vorzugsweise elastische Rückstellelement, bei spielsweise eine Feder, drängt das Schaltelement dann stets in eine Ruheposition zurück. Das Schaltelement kann mittels einer ortsfesten Führungseinrichtung so geführt sein, dass es sich beim Anheben vom Behälter weg bewegt. Auf diese Weise gibt es den Behälter frei, wenn dieser, beispielsweise bei einer Störung im Flebemodus, zu weit angehoben wird. Das mindestens eine Schaltelement kann zudem einen horizontalen Anschlag zur Positionierung des Behälters in einer Förderposition auf der Aufstellfläche bilden. Es dient dabei nicht nur der Beauf- schlagung des Sensors, um eine Bewegung des Behälters zu erkennen, sondern auch der exakten Positionierung des Behälters auf der Aufstellfläche unter der Folgeplatte. Das mindestens eine Schaltelement kann zudem so angeordnet sein, dass es bei einer Bewegung des Behälters in die Förderposition ein Stück weit bewegt, insbesondere angehoben oder gedreht wird und so durch Beaufschla- gung des Sensors anzeigt, dass der Behälter in der Förderposition positioniert ist. Zudem wird bevorzugt, dass das mindestens eine Schaltelement aus einer Ruhe- position anhebbar ist, in der es den mindestens einen Sensor vollständig über- deckt. Der Sensor kann dann nicht durch Fremdkörper beeinflusst werden, wenn sich das Schaltelement in der Ruheposition befindet. Im Folgenden wird die Erfindung anhand der in der Zeichnung schematisch dar- gestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigen

Fig. 1 a, 1 b eine Vorrichtung zum Fördern von viskosem Material in schemati- scher Darstellung im Flebemodus und im Belüftungsmodus;

Fig. 2 eine schematische Detaildarstellung mit einem Schaltelement der

Vorrichtung gemäß Fig. 1 a, 1 b in Draufsicht;

Fig. 3 eine schematische Detaildarstellung mit einem Schaltelement der

Vorrichtung gemäß Fig. 1 a, 1 b in Seitenansicht, teilweise im Schnitt; Fig. 4 eine schematische Darstellung eines Schaltelements in Seitenan- sicht gemäß einem alternativen Ausführungsbeispiel und

Fig. 5a, 5b eine schematische Detaildarstellung mit einem Schaltelement der

Vorrichtung gemäß Fig. 1 a, 1 b gemäß einem weiteren alternativen Ausführungsbeispiel in Draufsicht und in Seitenansicht.

In Fig. 1 a, 1 b ist schematisch eine Vorrichtung 10, zum Fördern von viskosem Material aus einem zylindrischen Behälter 12 dargestellt, welcher einen Behäl- terboden 14 und einen sich vom Behälterboden 14 nach oben erstreckenden Be- hältermantel 16 aufweist. Die Fördervorrichtung 10 weist eine Folgeplatte 18 auf, die an einer Innenfläche 20 des Behältermantels 16 abgedichtet anliegend auf einer Oberfläche des im Behälterinneren 24 aufgenommenen viskosen Materials aufliegt. In der Darstellung gemäß Fig. 1 a, 1 b ist der Behälter 12 bereits entleert und enthält kein viskoses Material mehr. Die Folgeplatte 18 weist eine nicht näher dargestellte Materialauslassöffnung auf, an die eine Pumpe angeschlossen ist, die das viskose Material, meist ein Kleb- oder Dichtstoff, zu einer Auftragsvorrich- tung fördert. Im Verlauf des Förderns nimmt die Menge des viskosen Materials im Behälter 12 ab, so dass die Folgeplatte 18 nach und nach nach unten bewegt wird, um in Anlage an die Oberfläche 22 des viskosen Materials gehalten zu wer- den. Während des Förderns steht der Behälter 12 auf einer Aufstellfläche 28.

Zum Bewegen der Folgeplatte 18 ist eine Flebeeinrichtung 30 vorgesehen, die eine starr mit der Folgeplatte 18 verbundene Trageinrichtung 32 aufweist. Zudem weist sie zwei baugleiche doppeltwirkende Zylinder 34 auf, die beidseitig der Fol- geplatte 18 angeordnet sind, so dass ihre Mittelachsen auf einer Linie mit der Mit- telachse der Folgeplatte 18 liegen. Die Zylinder 34 weisen jeweils einen Kolben 36 auf, der einen ersten, oberen Druckraum 38 und einen zweiten, unteren Druck- raum 40 druckdicht gegeneinander abgrenzt. Durch den ersten Druckraum 38 verläuft jeweils eine Kolbenstange 42, welche axial aus dem Zylinder 34 abge- dichtet herausgeführt ist, wobei beide Kolbenstangen 42 starr mit der Trageinrich- tung 32 verbunden sind. Durch Einleiten von Druckmedium wie Druckluft oder Hydraulikflüssigkeit in die Druckräume 38, 40 lassen sich die Kolben 36 und mit ihnen die Folgeplatte 18 nach oben und unten bewegen, insbesondere um dem abnehmenden Materialspiegel im Behälter 12 zu folgen. Die ersten Druckräume 38 kommunizieren ebenso miteinander wie die zweiten Druckräume 40.

Die dem ersten Druckraum 38 jeweils zugewandte erste wirksame Fläche des Kolbens 36 ist kleiner als die dem zweiten Druckraum 40 zugewandte zweite wirksame Fläche. Bei gleichem Druck in beiden Druckräumen 38, 40 ergibt sich eine resultierende Kraft nach oben, die ungefähr, mit einer Toleranz von weniger als 10%, vorzugsweise von weniger als 5%, das Gewicht der Folgeplatte 18, der Hebeeinrichtung 32, der Kolbenstangen 42 und der Kolben 36 ausgleicht.

Die Folgeplatte 18 weist eine Belüftungsöffnung 44 auf, über die Luft und insbe- sondere Druckluft in das Behälterinnere 24 eingeleitet werden kann. Zu diesem Zweck ist eine Belüftungseinrichtung 46 vorgesehen, die eine zur Belüftungsöff- nung 44 verlaufende Druckluftleitung 48 aufweist, die an ein Druckluftsystem 50 angeschlossen ist und mittels eines Druckluftventils 52 absperrbar ist. Ist der Be- hälter 12 entleert, so muss für einen Behältertausch die Folgeplatte 18 aus ihm entfernt werden. Da diese dicht an der Innenfläche 20 anliegt, muss über die Be- lüftungsöffnung 44 Luft in das Behälterinnere eingeleitet werden, da sonst ein Anheben der Folgeplatte 18 mittels der Hebeeinrichtung 30 zu einem Anheben des Behälters 12 führen würde, da zum einen eine erhebliche Haftreibungskraft zwischen um die Folgeplatte 18 rings umlaufenden Dichtungen und der Innenflä- che 20 des Behältermantels 16 besteht und zum anderen beim Herausziehen der Folgeplatte 18 aus dem Behälter 12 im Behälterinneren 24 ein Unterdrück ent- steht. Wird die Folgeplatte 18 aus dem entleerten Behälter 12 herausgezogen, um den Behälter 12 durch einen neuen, vollen Behälter zu ersetzen, wird dabei schrittweise vorgegangen. Zunächst wird die Folgeplatte 18 mittels der Hebeein- richtung 30 in einem Hebemodus ein Stück weit, beispielsweise um wenige Zen- timeter, angehoben, wie durch die Pfeile in Fig. 1 a veranschaulicht, wobei der Behälter 12 mit der Folgeplatte 18 um dieselbe Strecke angehoben wird. An- schließend wird der Hebevorgang gestoppt und es wird in einem Belüftungsmo- dus mittels der Belüftungseinrichtung 46 über die Druckluftleitung 48 und die Be- lüftungsöffnung 44 Druckluft in das Behälterinnere 24 eingeleitet, so dass durch den im Behälterinneren 24 entstehenden Überdruck der Behälter 12 bei festge- haltener Folgeplatte 18 wieder nach unten zur Aufstellfläche 28 bewegt wird, wie durch den Pfeil in Fig. 1 b angedeutet.

Das Umschalten zwischen dem Flebemodus und dem Belüftungsmodus erfolgt automatisch mittels einer die Flebeeinrichtung 30 und die Belüftungseinrichtung 46 ansteuernden Steuereinrichtung 54. Zu diesem Zweck weist die Vorrichtung 10 einen Sensor 56 auf, der die Position des Behälters 12 detektiert und seine Messwerte an die Steuereinrichtung 54 übermittelt. Der Sensor 56 misst die Posi- tion des Behälters 12 dabei kontinuierlich oder in kurzen zeitlichen Abständen. Im gezeigten Ausführungsbeispiel (Fig. 2, 3) ist der Sensor 56 als Näherungssensor ausgebildet. Er misst die Position des Behälters 12 nicht direkt, sondern indirekt über ein Schaltelement 58. Er ist in einer Sensoraufnahme 60 angeordnet, die vom Schaltelement 58 überdeckt und an ihren Seiten rings umgriffen wird, so dass er ausschließlich vom Schaltelement 58 beaufschlagt wird und nicht in un- erwünschter Weise von Fremdkörpern beaufschlagt werden kann. Die Sensorauf- nahme 60 ist fest mit der Aufstellfläche 28 verbunden. Ein als Mitnehmer wirken- der Bördelrand 62, der rings um den Behälterboden 14 umläuft, untergreift einen radial abstehenden Vorsprung 64 des Schaltelements 58, so dass bei einem An- heben des Behälters 12 das Schaltelement 58 gegen die Kraft einer an der Sen- soraufnahme 60 abgestützten Rückstellfeder 66 angehoben wird und sich der Abstand zwischen dem Schaltelement 58 und dem Sensor 56 vergrößert. Diese Vergrößerung des Abstands, die identisch ist mit dem Weg, den der Behälter 12 angehoben wird, wird vom Sensor 56 detektiert. Überschreitet der Abstand einen vorgegebenen ersten Sollwert, gibt der Sensor 56 ein Signal an die Steuereinrich- tung 54, die vom Flebemodus in den Belüftungsmodus umschaltet. Daraufhin senkt sich der Behälter 12 wieder ab und mit ihm das Schaltelement 58, bis der Behälter 12 wieder auf der Aufstellfläche 28 aufsteht oder sich knapp über ihr be- findet und der Abstand zwischen dem Schaltelement 58 und dem Sensor 56 einen zweiten vorgegebenen Sollwert unterschreitet. Der Sensor 56 übermittelt dann ein Signal an die Steuereinrichtung 54, die wieder in den Hebemodus umschaltet.

Das Schaltelement 58 wirkt im gezeigten Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2, 3 zudem als Anschlag bei der Positionierung des Behälters 12 auf der Aufstellfläche 28 und gibt somit, beispielsweise auch in Zusammenwirkung mit weiteren Zentrie- relementen, die Position vor, in der der Behälter 12 auf der Aufstellfläche 28 posi- tioniert werden muss, um sich in einer Förderposition direkt unter der angehobe- nen Folgeplatte 18 zu befinden. Die korrekte Positionierung des Behälters 12 auf der Aufstellfläche 28 kann dann ebenfalls vom Sensor 56 detektiert werden. Zu diesem Zweck weist der Vorsprung 64 eine Auflaufschräge 68 an seiner Untersei- te auf, so dass das Schaltelement 58 bereits ein Stück weit angehoben wird, wenn der Bördelrand 62 unter den Vorsprung 64 geschoben wird. Dieses Anhe- ben des Schaltelements 58 wird vom Sensor 56 detektiert, so dass dieser ein Signal senden kann, wenn sich der Bördelrand 62 unter dem Vorsprung 64 befin- det.

Fig. 4 zeigt ein alternatives Ausführungsbeispiel des Schaltelements 58. Dieses führt beim Anheben nicht nur eine lineare Bewegung nach oben aus, wie das Schaltelement 58 gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel. Es weist einen Zapfen 70 auf, der in einer Führungskulisse 72 einer ortsfesten Führungseinrichtung 74 geführt ist. Die Führungskulisse 72 erstreckt sich zunächst vertikal nach oben und dann abgewinkelt schräg nach oben vom Behälter 12 weg, so dass beim Anheben des Behälters 12 das Schaltelement 58 zunächst linear nach oben und dann vom Behälter 12 weg bewegt wird. Diese Maßnahme verhindert eine Beschädigung des Schaltelements, wenn der Behälter 12 aufgrund einer Störung oder eines Be- dienfehlers zu weit angehoben wird.

Auch in Fig. 5a, 5b ist ein alternatives Ausführungsbeispiel für das Schaltelement 58 dargestellt. Dieses ist an einer ortsfesten, vertikal verlaufenden Führungsstan- ge 76 verschieblich gelagert und weist eine Schaltpartie 78 zum Beaufschlagen des wiederum als Näherungssensor ausgebildeten Sensors 56 sowie eine starr mit der Schaltpartie 78 verbundene Fahne 80 auf. Die Fahne 80 erstreckt sich zum einen vertikal, also in axialer Richtung der Führungsstange 76, und zum an- deren radial bezüglich der Führungsstange 76. Sie ist um die Führungsstange 76 verschwenkbar sowie in Längsrichtung der Führungsstange 76 linear verschieb- lieh an dieser gelagert. Wird ein Behälter 12 in seine Förderposition bewegt, so beaufschlagt der Behältermantel 16, wie in Fig. 5b dargestellt, die Fahne 80 und verschwenkt diese gegen die Rückstellkraft einer Feder um die Führungsstange 76. Durch dieses Verschwenken wird die Schaltpartie 78 über den Sensor 56 be- wegt, so dass dieser das Vorhandensein des Behälters 12 in der Förderposition anzeigen kann. Zudem wird der Bördelrand 62 unter der Fahne 80 positioniert, wie in Fig. 5a dargestellt. Ein Anheben der Folgeplatte 18 unter Mitnahme des Behälters 12 führt dann auch zu einem Anheben des Schaltelements 58 aufgrund der Mitnahme der Fahne 80 durch den Bördelrand 62, so dass die Schaltpartie 78 vom Sensor 56 entfernt wird. Das Flochheben des Schaltelements 58 durch den Bördelrand 62 kann dann vom Sensor 56 gemessen werden. In Fig. 5a, 5b wird ein Schaltelement 58 gezeigt, das sich in Gestalt der Fahne 80 vertikal erstreckt. Es ist aber ebenso möglich, dass das Schaltelement 58 eine exzentrisch an der Führungsstange 76 gelagerte, bezüglich dieser drehbare und längsverschiebliche Scheibe ist. Zusammenfassend ist folgendes festzuhalten: Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Entfernen einer Folgeplatte 18 einer Vorrichtung 10 zum Fördern von visko- sem Material aus einem fassartigen Behälter 12, wobei die Vorrichtung 10 die Folgeplatte 18 zum Verschließen des nach oben offenen, einen Behälterboden 14 und einen sich vom Behälterboden 14 nach oben erstreckenden Behältermantel 16 aufweisenden Behälters 12 aufweist, welche an der dem Behälterinneren 24 zugewandten Innenfläche 20 des Behältermantels 16 anliegend in Richtung zum Behälterboden 14 und vom Behälterboden 14 weg beweglich ist, und welche eine Materialauslassöffnung und eine Belüftungsöffnung 44 aufweist, wobei die Vor- richtung 10 eine Hebeeinrichtung 30 zum Anheben der Folgeplatte 18, eine Belüf- tungseinrichtung 46 zum Einleiten von Druckluft in den Behälter 12 durch die Be- lüftungsöffnung 44 und eine Steuereinrichtung 54 zum Ansteuern der Hebeein- richtung 30 und der Belüftungseinrichtung 46 aufweist, und wobei im Wechsel in einem Hebemodus mittels der Hebeeinrichtung 30 die Folgeplatte 18 angehoben und in einem Belüftungsmodus mittels der Belüftungseinrichtung 46 Luft in den Behälter 12 eingeleitet wird. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass mittels min- destens eines Sensors 56 mindestens eine die Position des Behälters 12 und/oder der Folgeplatte 18 charakterisierende Kenngröße gemessen wird, dass die Messwerte der Kenngröße vom Sensor 56 an die Steuereinrichtung 54 über- mittelt werden und dass die Steuereinrichtung 54 ein abwechselndes Umschalten zwischen dem Hebemodus und dem Belüftungsmodus stets dann automatisch vornimmt, wenn der Messwert der mindestens einen Kenngröße einen vorgege- benen ersten Sollwert überschreitet und wenn der Messwert der mindestens ei- nen Kenngröße einen vorgegebenen zweiten Sollwert unterschreitet.