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Patent Searching and Data


Title:
METHOD FOR REMOVING AND/OR INTRODUCING A COVER STRIP IN A LINEAR ANTI-FRICTION BEARING, AND LINEAR ANTI-FRICTION BEARING
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/007458
Kind Code:
A1
Abstract:
In many embodiments, linear anti-friction bearings have a rail and a carriage which is arranged on the rail and can move on the rail, wherein the carriage is supported on the rail via rolling bodies, in order to reduce the friction and/or to increase the load-bearing capability of the linear anti-friction bearing. It is an object of the present invention to propose a method for improved maintenance of a linear anti-friction bearing. To this end, a method for removing and/or introducing a cover strip (7) in a linear anti-friction bearing (1) is disclosed, wherein the linear anti-friction bearing (1) has a guide rail (2), at least one guide carriage (3) and the cover strip (7), wherein the guide carriage (3) is arranged movably on the guide rail (2), wherein the guide rail (2) has a receptacle (8) for the cover strip (7), wherein the cover strip (7) can be arranged in the receptacle (8) between the guide carriage (3) and the guide rail (2), wherein the cover strip (7) is guided through between the guide carriage (3) and the guide rail (2) during the introduction into the receptacle (8) and/or during the removal from the receptacle (8).

Inventors:
MENGES, Martin (Max-Pechstein-Straße 19, Homburg, 66424, DE)
Application Number:
DE2018/100555
Publication Date:
January 10, 2019
Filing Date:
June 12, 2018
Export Citation:
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Assignee:
SCHAEFFLER TECHNOLOGIES AG & CO. KG (Industriestraße 1-3, Herzogenaurach, 91074, DE)
International Classes:
F16C29/00; B23Q11/08; F16C29/08
Domestic Patent References:
WO2001042671A12001-06-14
WO2007096329A12007-08-30
WO2001042671A12001-06-14
Foreign References:
DE3812505A11988-11-10
JP2007333148A2007-12-27
DE9420428U11995-02-16
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Claims:
Patentansprüche

1 . Verfahren zum Entnehmen und/oder Einführen eines Abdeckbands (7) bei einem Linearwälzlager (1 ), wobei das Linearwälzlager (1 ) eine Führungsschiene (2), mindestens einen Führungswagen (3) und das Abdeckband (7) aufweist, wobei der Führungswagen (3) verfahrbar auf der Führungsschiene (2) angeordnet ist, wobei die Führungsschiene (2) eine Aufnahme (8) für das Abdeckband (7) aufweist, wobei das Abdeckband (7) in der Aufnahme (8) zwischen dem Führungswagen (3) und der Führungsschiene (2) anordenbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Abdeckband (2) beim Einführen in die Aufnahme (8) und/oder beim Entnehmen aus der Aufnahme (8) in der Längsrichtung der Führungsschiene (2) zwischen dem Führungswagen (3) und der Führungsschiene (2) durchgeführt wird. 2. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsschiene (2) einen Aufnahmekanal (1 1 ) mit einem Kanalboden (13) und zwei Kanalwänden (12a, b) aufweist, wobei die Aufnahme (8) in dem Aufnahmekanal (1 1 ) angeordnet ist. 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kanalwände (12a, b) in Längsrichtung der Führungsschiene (2) verlaufende Wandnuten (14a,b) aufweist, wobei die Wandnuten (14a,b) die Aufnahme (8) für das Abdeckband (7) bilden. 4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Abdeckband (7) in den Wandnuten (14a,b) und/oder in der Aufnahme (8) in Querrichtung der Führungsschiene (2) formschlüssig gehalten ist und in Längsrichtung der Führungsschiene (2) manuell verschiebbar und/oder reibungsarm aufgenommen ist.

5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Abdeckband (7) auf dem Kanalboden (13) flächig aufliegt.

6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Abdeckband (7) als ein Metallband ausgebildet ist. 7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Abdeckband (7) einen Hauptbahnabschnitt (16), wobei der Hauptbahnabschnitt (16) beidseitig in die Wandnuten (14a, b) eingreift, und einen Nebenbahnschnitt (17) aufweist, wobei der Nebenbahnabschnitt (17) schmaler als Der Hauptbahnabschnitt (16) ausgebildet ist und zwischen den Kanalwänden (12 a, b) in seitlicher Richtung geführt ist.

8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Abdeckband (7) eine Zentrierhilfe und/oder eine zusätzliche Schnittstelle (18) für ein Zugmittel aufweist.

9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungswagen (3) einen Abstreiferabschnitt aufweist, wobei der Abstreiferabschnitt auf dem Abdeckband (7) gleitet. 10. Linearwälzlager (1 ) ausgebildet für das Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche.

Description:
Verfahren zum Entnehmen und/oder Einführen eines Abdeckbands bei einem

Linearwälzlager sowie Linearwälzlager

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Entnehmen und/oder Einführen eines Abdeckbands bei einem Linearwälzlager mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1 . Die Erfindung betrifft auch ein derartiges Linearwälzlager.

Linearwälzlager weisen in vielen Ausführungsformen eine Schiene sowie einen auf der Schiene angeordneten Wagen auf, welcher auf der Schiene verfahren kann, wobei der Wagen über Wälzkörper auf der Schiene abgestützt ist, um die Reibung zu verkleinern und/oder die Belastbarkeit des Linearwälzlagers zu erhöhen.

Die Schienen der Linearwälzlager werden oftmals über Schraubverbindungen an einer Tragkonstruktion befestigt. Hierzu weisen die Schienen Durchgangsöffnungen auf, durch die Schrauben für die Schraubverbindung durchgesteckt werden können. Allerdings werden die Schienen regelmäßig nicht für eine bestimmte Tragkonstruktion gefertigt, sondern weisen als universelle Bauteile eine Reihe von Durchgangsöffnungen auf. Damit ergeben sich für das Linearwälzlager eine Vielzahl von unterschiedlich tiefen Durchgangsöffnungen bzw. Sacklöchern in Abhängigkeit der Ausgestaltung der Tragkonstruktion. In diesen Aufnahmen können sich Verschmutzungen sammeln, die schwer durch regelmäßige Wartung des Linearwälzlagers zu säubern sind und daher zur einer nicht-gewollten Verunreinigung des Linearwälzlagers führen. Vor diesem Hintergrund ist es bekannt, die Durchgangsöffnungen mit Bändern abzudecken.

Beispielsweise offenbart die Druckschrift WO 01/42671 A1 , die wohl den nächstkommenden Stand der Technik bildet, eine Führungsschiene für ein Linearwälzlager, wobei die Schiene eine Mehrzahl von Durchgangsöffnungen aufweist. In der Schiene ist ein Band angeordnet, welches in zwei Nuten eingreift und welches die Durchgangsöffnungen abdeckt. Die Nuten verlaufen parallel zur Längsrichtung der Führungsschiene.

Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zur verbesserten Wartung eines Linearwälzlagers vorzuschlagen. Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren mit dem Merkmal des Anspruchs 1 sowie durch ein Linearwälzlager mit dem Merkmal des Anspruchs 10 gelöst. Bevorzugte oder vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen, der nachfolgenden Beschreibung sowie den beigefügten Figuren.

Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren, welches als Verfahrensschritt ein Entnehmen eines Abdeckbands und alternativ oder ergänzend als Verfahrensschritt das Einführen eines Abdeckbands bei einem Linearwälzlager umfasst. Das Linearwälzlager weist mindestens eine Führungsschiene, mindestens einen Führungswagen und ein Abdeckband auf. Der mindestens eine Führungswagen ist auf der Führungsschiene in einer Längsrichtung und/oder Verfahrrichtung verfahrbar angeordnet. Das Linearwälzlager weist eine Mehrzahl von Wälzkörpern auf, wobei die Wälzkörper vorzugsweise als Kugeln ausgebildet sind. Alternativ hierzu können die Wälzkörper auch als Zylinderrollen etc. realisiert sein. Besonders bevorzugt werden durch den Führungswagen und die Führungsschiene mehrere Wälzkörperumläufe gebildet, in denen die Wälzkörper angeordnet sind. Die Wälzkörper bewegen sich in einer Endlosbewegung in dem jeweiligen Wälzkörperumlauf, so dass der Führungswagen endlos auf der Führungsschiene verfahren werden kann. Die Wälzkörper werden von dem Führungswagen getragen und/oder geführt. Der Führungswagen weist Führungswagenlaufbahnen, die Führungsschiene weist Schienenlaufbahnen, wobei die Wälzkörper zwischen den Führungswagenlaufbahnen und den Schienenlaufbahnen geführt sind. Die Führungsschiene weist eine Aufnahme für das Abdeckband auf. Die Aufnahme erstreckt sich in Längserstreckung der Führungsschiene. Das Abdeckband erstreckt sich in einem montierten Zustand zwischen dem Führungswagen und der Führungsschiene. Optional weist die Führungsschiene Durchgangsöffnungen oder Sacklöcher auf, welche senkrecht zur Längserstreckung der Führungsschiene ausgerichtet sind und welche durch das Abdeckband abgedeckt sind. Das Abdeckband weist insbesondere eine Längserstreckung auf, welche ein Mehrfaches von der Quererstreckung beträgt. Vorzugsweise ist das Abdeckband in der Aufnahme verliersicher angeordnet und/oder wird durch die Führungsschiene gehalten.

Im Rahmen der Erfindung wird vorgeschlagen, dass das Abdeckband beim Einführen in die Aufnahme und/oder beim Entnehmen aus der Aufnahme, also bei der Montage und/oder bei der Demontage zwischen dem Führungswagen und der Führungsschiene durchgeführt wird. Alternativ oder ergänzend ausgedrückt erfolgt Montage bzw. Demontage bei aufgesetztem Führungswagen. Für den Fall, dass das Linearwälzlager mehrere Führungswagen aufweist, ist es bevorzugt, dass das Abdeckband zwischen mindestens einem der Führungswagen, einigen der Führungswagen oder alle der Führungswagen und der Führungsschiene durchgeführt wird.

Besonders bevorzugt wird das Abdeckband manuell zwischen dem Führungswagen und der Führungsschiene beim Einführen oder Entnehmen geführt, bewegt, geschoben oder gezogen.

Es ist dabei eine Überlegung der Erfindung, dass ein Wechsel des Abdeckbands regelmäßig dann erfolgt, wenn das Linearwälzlager in einer Tragkonstruktion integriert ist. Für einen Wechsel des Abdeckbands muss üblicherweise der oder die Führungswagen von der Führungsschiene abgenommen werden. Hierzu werden die Führungswagen gelöst und von der Führungsschiene geschoben. Dieser Montageschritt führt zu einem großem Montageaufwand und Stillstandzeiten des Linearwälzlagers und damit der Maschine, in der das Linearwälzlager integriert ist. Durch das erfindungsgemäße Verfahren wird umgesetzt, dass das Abdeckband in das Linearwälzlager eingeführt oder auch entnommen werden kann, ohne den oder die Führungswagen demontieren zu müssen. Insbesondere kann der oder die Führungswagen beim Tausch des Abdeckbands auf der Führungsschiene verbleiben. Vorzugsweise wird das Abdeckband seitlich und/oder in Längsrichtung insbesondere von einem Endbereich oder einer Stirnseite der Führungsschiene beginnend in die Führungsschiene eingeführt bzw. aus der Führungsschiene entnommen. Das Abdeckband kann dabei zum Beispiel von einer Rolle abgewickelt werden, die sich am Ende der Führungsschiene befindet.

Vorzugsweise wird das Abdeckband über eine größere Schienenlänge, wie z.B. größer als 1 m, vorzugsweise größer als 2 m und insbesondere größer als 3 m zwischen dem Führungswagen und der Führungsschiene beim Einführen oder Entnehmen geführt.

Bei einer bevorzugten Ausgestaltung des Verfahrens weist die Führungsschiene einen Aufnahmekanal auf, welcher in einem Querschnitt ein vorzugsweise rechteckiges Profil zeigt. Der Aufnahmekanal weist einen Kanalboden und zwei Kanalwände auf. Die Aufnahme ist in dem Aufnahmekanal angeordnet und/oder wird durch diese gebildet. Der Kanalboden ist senkrecht und/oder gewinkelt zu den Kanalwänden angeordnet. In dem Kanalboden sind beispielsweise die Durchgangsöffnung oder Sacklöcher angeordnet.

Bei einer bevorzugten konstruktiven Weiterentwicklung der Erfindung weisen die Kanalwände in Längsrichtung der Führungsschiene verlaufende und vorzugsweise zueinander zugewandte Wandnuten auf. Die Wandnuten bilden die Aufnahme für das Abdeckband. Insbesondere wird das Abdeckband derart in die Führungsschiene eingeschoben, so dass seitliche Endbereiche des Abdeckbands in die Wandnuten eingreifen.

Besonders bevorzugt wird das Abdeckband in den Wandnuten und/oder in der Aufnahme in Querrichtung zu der Führungsschiene formschlüssig gehalten. In Längsrichtung der Führungsschiene ist das Abdeckband manuell verschiebbar und/oder reibungsarm aufgenommen. Unter Querrichtung ist vorzugsweise jede Richtung zu verstehen, welche senkrecht zur Längserstreckung der Führungsschiene ausgerichtet ist. Querrichtung umfasst somit insbesondere eine seitliche Richtung, eine Richtung normal zu der Oberfläche (Höhenrichtung) des Kanalbodens oder in die Gegenrichtung dazu. Die Wandnuten bilden gemeinsam eine obere Öffnungsweite. Es ist vorgesehen, dass das Abdeckband breiter als die obere Öffnungsweite ausgebildet ist, so dass das Abdeckband nicht in die Richtung normal zu der Oberfläche des Kanalbodens herausgelöst werden kann. Insbesondere wird dadurch ein Herauslösen des Abdeckbands bei Überkopfmontage der Führungsschiene vermieden. Insbesondere ist die Passungsbreite des Abdeckbands und Dicke des Abdeckbands zur Breite und Dicke der Wandnuten derart ausgelegt, dass das manuelle Einführen und/oder Entnehmen in die Wandnuten auch bei großen Führungsschienenlängen oder mehrteiligen, gestoßenen Führungsschienen ermöglicht ist.

Bei einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung liegt das Abdeckband auf dem Kanalboden flächig auf. Dieser Weiterbildung liegt die Überlegung zugrunde, dass gerade bei größer dimensionierten Führungsschienen, wie zum Beispiel Führungsschienen, welche begangen werden können und somit eine Aufnahmekanalbreite und/oder Öffnungsweite von größer als 5 cm aufweisen, das Abdeckband ohnehin so stabil ausgeführt sein muss, dass dieses durch die Durchgangsöffnungen und/oder Sacklöcher nicht beschädigt werden kann. Stattdessen kann der Kanalboden als zusätzliche Führungsfläche für das Abdeckband verwendet werden, um beispielsweise ein Verkanten oder dergleichen des Abdeckbands zu vermeiden.

Bei einer besonders bevorzugten Realisierung ist das Abdeckband als ein Metallband, insbesondere als ein Stahlband ausgebildet.

Bei einer möglichen Realisierung weist das Abdeckband einen Hauptbahnabschnitt und einen Nebenbahnabschnitt auf. Der Hauptbannabschnitt greift beidseitig in die Wandnuten ein. Der Nebenbahnabschnitt ist vorzugsweise mittig und/oder zentral auf dem Hauptbahnabschnitt angeordnet und ist schmaler ausgebildet, so das freie Seitenabschnitte des Abdeckbands zum Einführen in die Wandnuten verbleiben. Der Nebenbahnabschnitt wird dagegen durch die Kanalwände in seitlicher Richtung geführt. Dieser Ausgestaltung führt zu einer besonders stabilen Realisierung des Abdeckbands. Bei anderen Ausführungsformen der Erfindung kann das Abdeckband in einfacher weise einen rechteckigen Querschnitt, optional mit abgerundeten Kanten aufweisen.

Bei einer möglichen Weiterbildung der Erfindung kann das Abdeckband insbesondere an einem freien Ende eine Zentrierhilfe und/oder eine zusätzliche Schnittstelle für ein Zugmittel aufweisen. Im Fall der Zentrierhilfe kann das Abdeckband beispielsweise pfeilförmig oder mit abgetrennten oder abgerundeten Ecken ausgebildet sein. Die zusätzliche Schnittstelle für ein Zugmittel kann in einfacher Weise als eine Durchgangsöffnung in dem Abdeckband realisiert sein. In dem Verfahren ist optional vorgesehen, dass in die Schnittstelle ein Zugmittel eingehängt wird, so dass das Abdeckband nicht nur mittels Druckkräften in die Führungsschiene eingeschoben wird, sondern zusätzlich oder alternativ mit Zugkräften in die Führungsschiene eingezogen werden kann. Die Dicke des Abdeckbands ist insbesondere so ausgelegt, dass keine Verformungen bei dem Abdeckband und/oder bei der Führungsschiene beim manuellen Einschieben entstehen können.

Optional weist der Führungswagen einen Abstreiferabschnitt, insbesondere einen Längsabstreiferabschnitt auf, wobei der Längsabstreiferabschnitt auf dem Abdeckband gleitet. Somit bildet das Abdeckband einen Funktionspartner für den Längsabstreiferabschnitt des Führungswagens. Optional ergänzend kann der Längsabstreiferabschnitt auch auf den Schienenlaufbahnen rechts und links zu dem Aufnahmekanal abgleiten.

Es ist möglich, dass das Abdeckband seitlich gerundet, insbesondere arrondiert ist. Diese Variante gestattet es, mit geringen Reibwerten zwischen dem Abdeckband und der Führungsschiene zu arbeiten. Es ist weiterhin möglich, den erforderlichen Spalt zwischen der Führungsschiene, insbesondere der Wandnut, und dem Abdeckband sehr gering zu halten, um eine möglichst gute Dichtwirkung gegen Späne, Partikel, Schmierstoff etc. zu gewährleisten. Optional sind die Ränder des Abdeckbands mit einem gleitfähigen Material, wie z.B. einer Gleitkunststoffbeschichtung, einem Gleitmittel, insbesondere pastösen Gleitmittel, beschichtet oder mit einem Schmierstoff benetzt. Optional weist das Abdeckband am Rand Dichtlippen, insbesondere federnde Dichtlippen zur Abdichtung gegenüber der Führungsschiene auf.

Optional erlaubt es der gewählte Bandquerschnitt in Kombination mit dem Grundwerkstoff des Abdeckbands einen sehr geringen Wickeldurchmesser auch bei großen Bandlängen zu realisieren. Dies ist wichtig, um den zur Montage benötigten Platz vor der Führungsschiene möglichst gering, z.B. im Bereich einer Führungswagenlänge, zu halten. Dadurch wird die Montage in vielen Anwendungsfällen mit begrenzter Zugänglichkeit erleichtert.

Ein weiterer Gegenstand der Erfindung betrifft ein Linearwälzlager, welches für das Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche ausgebildet ist.

Weitere Merkmale, Vorteile und Wirkung der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung sowie der beigefügten Figuren. Diese zeigen:

Figur 1 a eine schematische Draufsicht auf ein Linearwälzlager mit teilweise eingeschobenem Abdeckband;

Figur 1 b das Linearwälzlager in gleicher Darstellung wie in der Figur 1 mit weiter eingeschobenem Abdeckband;

Figuren 2 a - e verschiedene Varianten des Aufnahmeabschnitts der

Führungsschiene; Figuren 3 a - g verschiedene Varianten des Querschnittprofils des Abdeckbands;

Figuren 4 a- d verschiedene Varianten des Bandanfangs des Abdeckbands. Die Figur 1 zeigt in einer schematischen Draufsicht ein Linearwälzlager 1 als ein Ausführungsbeispiel der Erfindung. Das Linearwälzlager 1 weist mehrere Führungsschienen 2 auf, auf der zwei Führungswagen 3 angeordnet sind. Die Führungsschienen 2 stoßen stirnseitig aneinander, so dass diese eine gemeinsame Führungsschienenanordnung bilden. Insbesondere sind die Führungswagen 3 auf der Führungsschienenanordnung angeordnet.

Die Führungswagen 3 sind entlang einer Längserstreckung L auf den Führungsschienen 2 verfahrbar angeordnet. Die Führungswagen 3 weisen jeweils einen Tragkörper 4 auf, wobei an den Enden in Verfahrrichtung L Kopfstücke 5 aufgesetzt sind. Die Führungswagen 3 sind über Wälzkörper (nicht dargestellt) auf den Führungsschienen 2 gelagert. Beispielsweise weisen die Führungswagen 3 jeweils vier Wälzkörperumläufe auf, in denen die Wälzkörper angeordnet sind. Dabei sind auf jeder Seite der Führungsschienen 2 zwei der Wälzkörperumläufe angeordnet.

Die Führungsschienen 2 weisen jeweils eine Mehrzahl von Durchgangsöffnungen 6 auf, welche senkrecht zur Verfahrrichtung L ausgerichtet sind und zur Befestigung der jeweiligen Führungsschiene 2 an einer Tragkonstruktion dienen. Beispielsweise liegen die Führungsschienen 2 jeweils mit einer Bodenfläche auf der Tragkonstruktion auf, welche durch die Durchgangsöffnungen 6 durchbrochen ist. Durch die Durchgangsöffnungen 6 können Schrauben durchgeführt werden, um die Führungsschienen 2 an der Tragkonstruktion zu befestigen. Das Linearwälzlager 1 weist ein Abdeckband 7 auf, wobei das Abdeckband 7 die Führungsschienen 2 auf der den Führungswagen 3 zugewandten Seite abdeckt, so dass die Durchgangsöffnungen 6 verschlossen sind. Das Abdeckband 7 ist in einer Aufnahme 8 angeordnet, welche durch die Führungsschiene 2 bereitgestellt ist. Das Abdeckband 7 erstreckt sich über mehrere Führungsschienen 2. Es handelt sich somit um ein gemeinsames Abdeckband 7 für eine Mehrzahl von Führungsschienen 2. Zur Montage wird das Abdeckband 7 seitlich in oder gegen die Verfahrrichtung L in die Führungsschienen 2 an einer Stirnseite oder an einem Stoß zwischen zwei Führungsschienen 2 eingeführt.

Wie sich insbesondere in Zusammenschau mit der Figur 1 b ergibt, erfolgt das Einführen des Abdeckbands 7 während die Führungswagen 3 auf den Führungsschienen 2 verfahrbar angeordnet sind. Genauer betrachtet wird das Abdeckband 7 zwischen der Führungsschiene 2 und dem Führungswagen 3 durchgeschoben oder durchgezogen, während der Führungswagen 3 auf der Führungsschiene 2 verfahrbar angeordnet ist. Das Abdeckband 7 überbrückt insbesondere eine oder mehrere Stoßstellen 9 zwischen den Führungsschienen 2.

Der Vorteil des Verfahrens ist, dass die Führungswagen 3 nicht von den Führungsschienen 2 demontiert werden müssen, so dass die Maschine, Einrichtung etc. in der das Linearwälzlager 1 integriert ist, nicht aufwendig zerlegt werden muss. Eine Montage, Demontage oder ein Austausch des Abdeckbands 7 ist ohne großen Aufwand möglich.

Der Führungswagen 3, insbesondere der Tragkörper 4 und/oder die Kopfstücke 5 weisen einen Längsabstreifer auf, der einen Spalt zwischen der Führungsschiene 2 und dem Führungswagen 3 abdichtet. Der Längsabstreifer kann auf dem Abdeckband gleitend aufliegen.

Die Figuren 2a - e zeigen in einem schematischen Längsschnitt fünf verschiedene Varianten der Aufnahme 8 in der Führungsschiene 2 für das Abdeckband 7. Die Aufnahme 8 ist an der Oberseite der Führungsschiene 2 ausgebildet. Seitlich sind Schienenlaufbahnen 10 auf der Führungsschiene 2 angeordnet, die sich in diesem Ausführungsbeispiel in einem Winkel von ca. 45° erstrecken. Die Aufnahme 8 wird durch einen Aufnahmekanal 1 1 gebildet, welcher seitlich durch Kanalwände 12 a, b und bodenseitig durch einen Kanalboden 13 begrenzt ist. In den Kanalwänden 12 a, b sind jeweils Wandnuten 14 a, b eingebracht, wobei eine Tiefenerstreckung der Wandnuten 14 a, b in dem gezeigten Querschnitt in einer Querrichtung und/oder senkrecht zu der Verfahrrichtung L und eine Längenerstreckung der Wandnuten 14 a, b parallel oder gleichgerichtet zu der Verfahrrichtung L ausgerichtet ist. In die Wandnuten 14 a, b kann das Abdeckband 7 eingeschoben werden. In Querrichtung zu der Verfahrrichtung L bilden die Wandnuten 14 a, b eine Öffnungsweite 0 aus, wobei die Öffnungsweite 0 schmaler bemessen ist als eine Breite B des Abdeckbands 7. Die Nutbreite N, welche zwischen den Nutböden der Wandnuten 14 a, b gemessen wird, ist dagegen größer als die Breite B des Abdeckbands 7. Damit wird das Abdeckband 7 in dem Aufnahmekanal 1 1 formschlüssig in radialer Richtung zu der Verfahrrichtung L und/oder in Querrichtung und/oder in Höhenrichtung der Führungsschiene 2 gehalten. In Verfahrrichtung L ist das Abdeckband 7 dagegen manuell verschieben und/oder reibungsarm angeordnet, so dass dieses in den Aufnahmekanal 1 1 und/oder die Führungsschienen 2 eingeführt werden kann. Insbesondere sind Abdeckband 7 und Aufnahmekanal 1 1 so ausgeführt, dass bei einem Einführen und/oder Entnehmen keine Verformung der Komponenten in dem Bereich der Führungsschiene 2 erfolgt.

Der Kanalboden 13 ist relativ zu den Wandnuten 14 a, b so angeordnet, dass sich das Abdeckband 7 im eingeführten Zustand an dem Kanalboden 13 insbesondere flächig abstützt. Damit bildet der Kanalboden 13 eine Führungsfläche beim Einschieben oder Entnehmen des Abdeckbands 7 in die Führungsschiene 2 oder die Führungsschienenanordnung. Bei den Figuren 2a, b ist der Kanalabschnitt 15 der Führungsschiene 2 einteilig und/oder einstückig und/aus einem gemeinsamen Materialabschnitt ausgebildet. Dagegen sind die Kanalabschnitte 15 der Figuren 2c - e mehrteilig ausgebildet, insbesondere ist ein Abschnitt, welcher die Schienenlaufbahnen 10 und eine obere Abdeckung der Wandnuten 14 a, b umfasst, auf einen Grundkörper aufgesetzt.

In der Figur 2a sind die Wandnuten 14 a, b als Dreiecksnuten ausgebildet, wobei die untere Nutwand durch eine Verlängerung des Kanalbodens 13 gebildet ist. In der Figur 2b sind die Wandnuten 14 a, b als Rechtecknuten ausgebildet. In der Figur 2c sind die Wandnuten 14 a, b in dem gezeigten Querschnitt teilkreisförmig ausgebildet. Die die Öffnungsweite O definierenden Endabschnitte sind in dem gezeigten Querschnitt abgerundet. In der Figur 2d sind die Wandnuten 14 a, b in dem gezeigten Querschnitt teilkreisförmig ausgebildet, die Endabschnitte sind jedoch in dem gezeigten Querschnitt rechteckig realisiert. In der Figur 2e sind die Wandnuten 14 a, b teilkreisförmig und die Endabschnitte rechteckig realisiert. Die Wandnuten 14 a, b sind jedoch gegenüber dem Kanalboden 13 vertieft eingebracht, so dass sichergestellt ist, dass das Abdeckband 7 auf dem Kanalboden 13 aufliegt.

In den Figuren 3 a - g sind verschiedene Varianten des Abdeckbands 7 in einem Querschnitt gezeigt, wobei die Varianten auf die Nutformen der Kanalabschnitte 15 angepasst sind. So weist das Abdeckband 7 der Figur 3a eine seitliche Schräge auf, welche korrespondierend zu der Dreiecksnut des Kanalabschnitts 15 in der Figur 2a dimensioniert ist. Das Abdeckband 7 der Figur 3b ist im dem gezeigten Querschnitt rechteckig ausgebildet, so dass dieses an die Rechtecknut des Kanalabschnitts 15 in der Figur 2b angepasst ist. Das Abdeckband 7 der Figur 3c ist in den Randbereichen abgerundet, insbesondere arrondiert, so dass dieses korrespondierend zu den Kanalabschnitten 15 der Figuren 2 c - b ausgebildet ist.

Die Figuren 3 d - f zeigen Varianten des Abdeckbands 7, welche jeweils einen Hauptbahnabschnitt 16 und einen Nebenbahnabschnitt 17 aufweisen. Der Hauptbahnabschnitt 16 ist in seiner Breite an die Nutbreite N angepasst, denn Nebenbahnabschnitt 17 ist in seiner Breite an die Öffnungsweite O angepasst. Die Anpassung erfolgt insbesondere derart, dass das Abdeckband 7 klemmungsfrei und insbesondere ohne Verformung des Abdeckbands 7 und/oder des Aufnahmekanals 1 1 eingeführt werden kann. Die Dicken der Abdeckbänder 7 sind jeweils so ausgeführt, dass das Abdeckband 7 klemmungsfrei und insbesondere ohne Verformung des Abdeckbands 7 und/oder des Aufnahmekanals 1 1 eingeführt werden kann. Weiterhin kann durch die Auslegung der Banddicken eine bündige Oberfläche zur Oberseite der Führungsschiene erzeugt werden.

Die Figur 3d zeigt eine Variante des Abdeckbands 7, wobei Hauptbahnabschnitt 16 und Nebenbahnabschnitt 17 einstückig aus einem gemeinsamen Grundmaterial ausgebildet sind. Die Seitenbereiche des Hauptbahnabschnitts 16 sind - ähnlich wie bei dem Ausführungsbeispiel in der Figur 3c - abgerundet und/oder arrondiert. In der Figur 3e ist eine Variante des Abdeckbands 7 dargestellt, wobei Hauptbahnabschnitt 16 und Nebenbahnabschnitt 17 als zwei Bauteile ausgebildet sind, welche miteinander verbunden sind. Die Seitenbereiche des Hauptbahnabschnitts 16 sind wie zuvor abgerundet und/oder arrondiert.

Die Figur 3f zeigt eine zweiteilige Variante, wie die Figur 3e, wobei jedoch die Seitenbereiche des Hauptmannabschnitts 16 rechteckig ausgebildet sind. Die Figur 3g zeigt eine einteilige Variante, welche konstruktiv wie die Variante in der Figur 3f ausgebildet ist. Bei den zweiteiligen Varianten sind Hauptbahnabschnitt 16 und Nebenbahnabschnitt 17 miteinander, zum Beispiel stoffschlüssig, verbunden.

In den Figuren 4 a - d sind vier Varianten eines Bandanfangs des Abdeckbands 7 dargestellt. Bei der Variante der Figur 4a ist der Bandanfang in einer Draufsicht von oben als ein Rechteck ausgebildet. Bei der Variante der Figur 4b sind die Ecken des Bandanfangs beschnitten, so dass ein Einfädeln des Abdeckbands 7 in den Aufnahmekanal 1 1 vereinfacht ist. Zu dem gleichen Zweck sind bei der Variante der Figur 4c die Ecken abgerundet. In der Figur 4d weist der Bandanfang des Abdeckbands 7 eine mechanische Schnittstelle 18 auf, wobei die mechanische Schnittstelle 18 als eine Durchgangsöffnung in dem Abdeckband 7 ausgebildet ist. In die mechanische Schnittstelle 18 kann beispielsweise ein Zugmittel eingehängt werden, um das Abdeckband 7 in die Aufnahme 8 und/oder den Aufnahmekanal 1 1 einzuziehen. Bezugszeichenliste

1 Linearwälzlager

2 Führungsschiene

3 Führungswagen

4 Tragkörper

5 Kopfstück

6 Durchgangsöffnungen

7 Abdeckband

8 Aufnahme

9 Stoßstellen

10 Schienenlaufbahnen

1 1 Aufnahmekanal

12 a, b Kanalwände

13 Kanalboden

a,b Wandnuten

15 Kanalabschnitt

16 Hauptbahnabschnitt

17 Nebenbahnabschnitt

18 mechanische Schnittstelle

L Verfahrrichtung/Längsrichtung

0 Öffnungsweite

B Breite

N Nutbreite