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Title:
METHOD AND ROLLING STAND FOR PRODUCING RODS, BAR STOCK OR SEAMLESS TUBES
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2003/057383
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for producing rods, bar stock or seamless tubes on a rolling stand for rolling hot metal material. Said rolling stand optionally comprises, when seen in the direction of rolling, a piercing-crossrolling mill, a multiple-stand stretch-rolling mill as the main stretching stage (4), a drawing mill (6), a finishing mill (10) and a rod rolling block (15) and devices, mounted upstream, intermediately or downstream thereof, such as a preheating furnace and a reheating furnace (11), roller tables (14) and a cooling bed (13). According to the inventive method, in the main stretching stage (4), a three-roller continuous rolling mill (3) is used both for rolling tubes and for massive rolling for producing bar stock, rods or the like. For massive rolling, the mandrel bar used for tube milling is brought out of the operative position and the provided bar stock rolls calibrated for a larger diameter reduction than used for tube milling are replaced by rolls calibrated for tube milling. A rolling mill suitable for carrying out the inventive method has, in the main stretching stage (4), a multi-stand three-roller continuous rolling mill (3) adapted to receive bar stock rolls or tube rolls and a device for removing the mandrel bar.

Inventors:
Leferink, Manfred (Morbacher Strasse 52, Köln, 50935, DE)
Application Number:
PCT/EP2003/000090
Publication Date:
July 17, 2003
Filing Date:
January 08, 2003
Export Citation:
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Assignee:
SMS MEER GMBH (Ohlerkirchweg 66, Mönchengladbach, 41069, DE)
Leferink, Manfred (Morbacher Strasse 52, Köln, 50935, DE)
International Classes:
B21B1/18; B21B23/00; B21B1/20; B21B17/04; B21B17/14; B21B19/04; B21B25/06; B21B37/52; B21B37/78; B21B1/16; B21B23/00; B21B17/00; B21B19/00; B21B25/00; B21B37/48; B21B37/78; (IPC1-7): B21B1/18; B21B23/00
Attorney, Agent or Firm:
Valentin, Ekkehard (Valentin, Gihske Groß, Hammerstraße 2 Siegen, 57072, DE)
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Claims:
Patentansprüche :
1. Verfahren zum Herstellen von Draht, Stäben oder nahtlosen Rohren auf einer Walzanlage zum Walzen von erwärmtem metallischem Gut, umfas send in Walzrichtung gesehen optional ein Lochwalzwerk, ein mehrgerüsti ges Streckwalzwerk als Hauptstreckstufe, ein Ausziehwalzwerk, ein Fertig walzwerk und einen Drahtwalzblock sowie vor, zwischenoder nachge schaltet Einrichtungen wie einen Vorund einen Nachwärmofen, Rollgän ge und ein Kühlbett, dadurch gekennzeichnet, daß in der Hauptstreckstufe (4) ein 3WalzenKontiwalzwerk (3) verwendet und sowohl zum Lochwalzen bei der Rohrherstellung als auch zum Massi vwalzen bei der Herstellung von Stäben, Draht oder dergleichen benutzt wird, wozu beim Massivwalzen eine zum Lochwalzen eingesetzte Dorn stange in eine Außerbetriebsposition gebracht wird und bereitgestellte StabstahlWalzen mit für eine größere als beim Rohrwalzen üblichen Durchmesserreduktion kalibrierten Walzen gegen die für die Rohrwalzung kalibrierten Walzen ausgetauscht werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auch für ein der Hauptstreckstufe (4) vorgeschaltetes Lochwalzwerk ein 3WalzenKontiwalzwerk (3) verwendet wird, dessen Lochwalzen zum Massivwaizen mit entfernter Lochdornstange gegen bereitgestellte Stab stahlwalzen mit für eine beim Stabstahlwalzen üblichen Durchmesserreduk tion kalibrierten Walzen ausgetauscht werden.
3. Walzanlage zum Walzen von erwärmtem metallischem Gut zu Draht, Stä ben oder nahtlosen Rohren, umfassend in Walzrichtung gesehen optional ein Lochwalzwerk, ein mehrgerüstiges Streckwalzwerk als Hauptstreckstu fe, ein Ausziehwalzwerk, ein Fertigwalzwerk und einen Drahtwalzblock so wie vor, zwischenoder nachgeschaltete Einrichtungen wie einen Vorund einen Nachwärmofen, Rollgänge und ein Kühlbett, dadurch gekennzeichnet, daß die Hauptstreckstufe (4) ein zur Aufnahme von Stabstahlwalzen oder Rohrwalzen ausgebildetes, mehrgerüstiges 3WalzenKontiwalzwerk (5) und eine Einrichtung (7) zum Entfernen der Dornstange aufweist.
4. Walzanlage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das der Hauptstreckstufe (4) vorgeschaltete Lochwalzwerk (3) als ein 2WalzenSchrägwalzwerk oder 3WalzenSchrägwalzwerk zur Aufnahme von Stabstahlwalzen oder Lochwalzen ausgebildet und mit einer Einrich tung zum Entfernen der Lochdornstange versehen ist.
5. Walzanlage nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß dem 3WalzenKontiwalzwerk (5) der Hauptstreckstufe (4) eine Dreh zahlregelung zugeordnet ist, die sowohl die beim Rohrals auch beim Stabstahlwalzen üblichen Walzendrehzahlen regelt.
6. Walzanlage nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Ausziehwalzwerk (6) zwei im Abstand voneinander angeordnete Gerüsteinheiten (6a, 6b) mit einer dazwischen einschiebbar vorgesehenen Endenschere (9) aufweist.
7. Walzanlage nach einem der Ansprüche 3 bis 6, gekennzeichnet durch einen dem Ausziehwalzwerk (6) folgenden Nachwärmofen (11).
8. Walzanlage nach einem der Ansprüche 3 bis 7, gekennzeichnet durch ein hinter dem Nachwärmofen (11) angeordnetes Maßund/oder Streckre duzierwalzwerk als Fertigwalzwerk (10) für Rohre und Stabstahl.
9. Walzanlage nach einem der Ansprüche 3 bis 8, gekennzeichnet durch eine hinter dem Kühlbett (13) angeordnete, zu dem Drahtblock (15) führen de Rollgangsverlängerung (14).
Description:
Verfahren und Walzanlage zum Herstellen von Draht, Stäben oder nahtlosen Rohren Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Walzanlåge zum Herstellen von Draht, Stäben oder nahtlosen Rohren auf einer Walzanlage zum Walzen von er- wärmtem metallischem Gut, umfassend in Walzrichtung gesehen optional ein Lochwalzwerk, ein mehrgerüstiges Streckwalzwerk als Hauptstreckstufe, ein Aus- zieh-Walzwerk, ein Fertigwalzwerk und einen Drahtwalzblock sowie vor-, zwi- schen-oder nachgeschaltete Einrichtungen wie einen Vor-und einen Nachwärm- ofen, Rollgänge, Trennvorrichtungen und ein Kühlbett.

Um eine bessere Auslastung der Walzanlage zu ermöglichen und um zum Her- stellen von Rohren nicht mehr eine andere Walzanlage als zum Herstellen von Draht, Stäben oder dergleichen Walzgut zu benötigen, ist es durch die DE 199 35 647 A1 bekanntgeworden, das Walzen von Draht, Stäben oder dergleichen sowie das Walzen von nahtlosen Rohren auf derselben Walzanlage in zwei Walzlinien durchzuführen, wobei ein Teil der Anlagen-Aggregate sowohl beim Rohrwalzen (nahtlose Rohre) als auch beim Massivwalzen (Draht, Stäbe oder dergleichen) benutzt wird. Obschon sich damit die Anzahl der insgesamt benötigten Aggregate verringern läßt, weil beispielsweise in der Walzanlage vorhandene Öfen, Trenn- vorrichtungen, das Kühlbett und Abschnitte der Rollgänge universell genutzt wer- den können, sind gleichwohl hinter dem das Walzgut auf Walztemperatur erwär- menden Ofen und einer diesem nachgeordneten Quertransporteinrichtung neben- einander eine Walzlinie für Draht oder Stäbe und eine für Rohre erforderlich, d. h. parallel nebeneinander zwei separate Walzlinien. Diese sind dann im Materialfluß bzw. in Walzrichtung erst sehr viel später wieder zu einer gemeinsamen Walzlinie zusammengefaßt.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Walzverfahren und eine Walzanlage der eingangs genannten Art zu schaffen, die eine optimierte Be- triebsweise mit weiter verringertem Anlagenaufwand erlauben.

Diese Aufgabe wird mit einem Verfahren erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß in der Hauptstreckstufe ein 3-Walzen-Kontiwalzwerk verwendet und sowohl zum Rohrwalzen als auch zum Massivwalzen bei der Herstellung von Stäben, Draht oder dergleichen benutzt wird, wozu beim Massivwalzen eine zum Rohrwalzen eingesetzte Dornstange in eine Außerbetriebsposition gebracht wird und bereitge- stellte Stabstahlwalzen mit für eine große Durchmesserreduktion kalibrierten Wal- zen gegen die Walzen mit ihren für die Rohrwalzung kalibrierten Walzen ausge- tauscht werden. Unter"Kontiwalzwerk", manchmal auch"Rohrkontiwalzwerk"ge- nannt, versteht der Fachmann ein aus mehreren hintereinanderliegenden Walzge- rüsten bestehendes Walzwerk mit innenliegender Dornstange, wie beispielsweise bekanntgeworden durch die DE-Z"Berg-und Hüttenmännische Monatshefte 130 (1985) Heft 7, Seiten 205 bis 211." Während bei der bekannten Walzanlage die Massiviinie getrennt zur Rohrwalzlinie angeordnet ist, läßt sich erfindungsgemäß eine einzige Linie für beide Zwecke nutzen, womit nicht nur die Investitionskosten wesentlich geringer sind, sondern auch die Betriebs-und Erhaltungskosten. Dem liegt die konsequente Ausschöp- fung der 3-Walzentechnologie zugrunde, weil erkannt wurde, daß trotz der einan- der wiedersprechenden Anforderungen-beim Rohrwalzen wird zur Vermeidung von verfahrensbedingten Nachteilen der Außendurchmesser üblicherweise wenig verändert und die hohe Streckung entsteht aufgrund des zentralen Loches, wäh- rend beim Massivwalzen eine große Durchmesserreduktion gewährleistet werden muß, um die erforderliche Streckung zu erreichen-ein universelles Walzen mög- lich ist. Dies weiterhin auch deshalb, weil gegenüber herkömmlichen Loch- Schrägwalzwerken mit 2-Walzen-Gerüsten in der Materialkernzone keine Zugs- pannungen auftreten, sondern Druckspannungen, was die Gefahr der Entstehung von Innenfehlern erheblich einschränkt. Das Spannungsverhalten im Walzgut beim Walzen in 2-oder 3-Walzen-Schrägwalzwerken wird ausführlich in"Herstel- lung von Rohren", Verlag Stahleisen 1975, S. 28 bis 31 beschrieben.

Beim Übergang von der einen auf die andere Walzart werden erfindungsgemäß für das Rohrwalzen und das Massivwalzen unterschiedliche Walzen vorgesehen, bei denen zwar aufgrund der angepaßten, unterschiedlichen Kalibrierung der Querschnitt verschieden ist, deren äußere Form aber gleichbleibend ist, so daß ein einfacher Austausch durchgeführt werden kann. Die konkrete Anzahl der 3- Walzen-Anordnungen bzw. -Gerüste in der Haupt-Streckstufe richtet sich dabei nach dem gewünschten Grad der Streckung, wobei die Stichabnahmen bzw. die Abnahmeverteilung bei Stabstahl von der beim Walzen von Rohren abweicht. Die hierfür zu treffenden, vom Einsatz-bzw. Hohlblock und den jeweiligen Materialei- genschaften abhängigen Maßnahmen sind bekannt.

Eine vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens sieht vor, daß auch für das der Hauptstreckstufe vorgeschaltete Lochwalzwerk ein 3-Walzen- Schrägwalzwerk verwendet wird, dessen Lochwalzen zum Massivwalzen mit ent- fernter Lochdornstange gegen bereitgestellte Stabstahlwalzen mit für eine Durch- messerreduktion kalibrierten Walzen ausgetauscht werden. Das bei einem Loch- wälzwerk erfindungsgemäße 3-Walzen-Schrägwalzwerk ermöglicht dann bei zum Massivwalzen weggefahrener Lochdomstange die Herstellung von unterschiedli- chen Stabstahldurchmessern im Sinne einer Vorreduktion, d.h. einer auf die Ge- samtreduktion aller betätigten Walzwerke bezogenen anteilmä#igen Querschnitts- reduktion. Auch das Lochschrägwalzwerk erfüllt damit eine universelle Funktion.

Eine Walzanlage zum Durchführen des Verfahrens weist erfindungsgemäß in der Hauptstreckstufe ein zur Aufnahme von Stabstahlwalzen oder Rohrwalzen ausge- bildetes, mehrgerüstiges 3-Walzen-Kontiwalzwerk und eine Einrichtung zum Ent- fernen der Dornstange auf. Das Kontiwalzwerk bzw. die Hauptstreckstufe nimmt in einem Rahmen entweder die einen oder die anderen Gerüste bzw. Walzensätze, bestehend jeweils aus drei Walzen, auf. Zum Austausch können neben dem Kon- tiwalzwerk entsprechende Gerüste bereitgestellt werden, die dann nach dem Her- ausziehen der vorherigen Gerüste aus dem Rahmen in die Betriebsposition ge- bracht werden. Alternativ ist eine Kassetten-Bauweise oder auch das Austauschen nur der Walzen bei in dem Rahmen verbleibenden Gerüstgehäusen möglich. Die Dornstange läßt sich bei der Umrüstung des 3-Walzen-Kontiwalzwerkes zum Massivwalzen im einfachsten Fall unter Zuhilfenahme der Dornstangenhaltevor- richtung in eine Außerbetriebsposition fahren. Das gilt ebenfalls für die Lochdorn- stange des der Hauptstreckstufe im Falle der Rohrwalzung optional vorgeschalte- ten Schrägwalzwerkes, das nach einer Ausgestaltung der Erfindung ebenfalls als ein universell einsetzbares 3-Walzen-Schrägwalzwerk ausgebildet ist.

Eine bevorzugte Ausführung der Erfindung sieht vor, daß dem 3-Walzen- Kontiwalzwerk der Hauptstreckstufe eine Drehzahlregelung zugeordnet ist. Hiermit lassen sich vorteilhaft die beim Rohr-und Stabwalzen unterschiedlichen Walzge- schwindigkeiten verwirklichen.

Wenn vorteilhaft das hinter dem Hauptstrecker angeordnete Ausziehwalzwerk zwei im Abstand voneinander angeordnete Gerüsteinheiten mit einer dazwischen einschiebbar vorgesehenen Endenschere aufweist, lassen sich beim Massivwal- zen schlechte Enden in einfacher Weise vor dem Weiterwalzen abschneiden.

Beim Rohrwalzen kann hingegen auf den Gebrauch der Schere verzichtet werden.

Dem Ausziehwalzwerk schließt sich vorteilhaft ein Nachwärmofen an. Von dort gelangen dann der wärmebehandelte Stabstahl oder z. B. legierte oder unlegierte Stahlrohre in das Fertigwalzwerk. Dieses kann ein Maßwalzwerk, ein Reduzier- walzwerk oder ein Streckreduzierwalzwerk oder eine Kombination dieser Aggre- gate umfassen.

Wenn ein Stabstahl zu Draht ausgewalzt werden soll, ist erfindungsgemäß hinter dem Kühlbett ein zu dem Drahtblock führender Rollgang angeordnet.

Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der Ausführungs-Zeichnung, die in einer einzigen Figur in sehr schematischer Weise eine erfindungsgemäße Walzanlage in der Draufsicht zeigt.

Die in dem Anlagenschema dargestellte Universal-Walzanlage verarbeitet in einer Linie, d. h. abweichend von der zeichnerischen Darstellung schließt sich der in der unteren Figurenhälfte gezeigte Anlagenteil linear den Anlagenteilen der oberen Zeichnungshälfte an, was durch die geschlängelte Linie angedeutet wird, ein zu- geführtes Vormaterial (Einsatzblock) entweder zu nahtlosen Rohren oder zu Stä- ben, Draht oder dergleichen Massivwalzgut.

In der Figur ist ein Ofen 1 mit einer Beschickungseinrichtung 2 für das zu walzen- de Vormaterial bzw. die Blöcke, z. B. aus Strangguß-Material, gezeigt. In dem Ofen werden die Blöcke auf Walztemperatur erwärmt. Im Ausführungsbeispiel wird von dort ein erwärmter Einsatzblock einem als 3-Walzen-Schrägwalzwerk 3 ausgebil- deten Lochschrägwalzwerk zugeleitet, wo der Block in einer Einlaufrinne geführt und durch Aufwalzen auf eine mit einem Lochdorn versehene Dornstange zu ei- nem Hohlblock als Vorbereitung für das sich anschließende Auswalzen zu einem nahtlosen Rohr verformt wird. Ein solches Schrägwalzwerk 3 in Dreiwalzenbau- weise ist bei der Herstellung von Rohren bekannt. Wenn keine Rohre, sondern Stäbe oder Draht gewalzt werden sollen, findet in dem 3-Walzen-Schrägwalzwerk 3 bei zurückgehaltener bzw. aus der Walzlinie gebrachter Lochdornstange ein Massivreduzieren des Blockes und Verdichten des Gefüges statt.

Aus dem 3-Walzen-Schrägwalzwerk 3 erfolgt die Beschickung der Hohlblöcke oder der massiven Blöcke in die nachgeschalteten Walzeinrichtungen. Diese um- fassen eine Hauptstreckstufe 4, die hier als ein 6-gerüstiges 3-Walzen- Kontiwalzwerk 5 ausgebildet ist. Es sind aber auch andere Gerüstzahlen möglich.

Diesem folgt ein Auszieh-Walzwerk 6, das hier zwei im Abstand voneinander an- geordnete Gerüsteinheiten 6a, 6b aufweist. Sowohl zwischen dem mehrgerüstigen 3-Walzen-Kontiwalzwerk 5 und dem Ausziehwalzwerk 6 als auch zwischen den beiden Gerüsteinheiten 6a, 6b des Ausziehwalzwerkes 6 sind einschiebbare En- denscheren 8,9 vorgesehen.

Bei der Rohrherstellung wird in dem 6-gerüstigen 3-Walzen-Kontiwalzwerk 5 ein Hohlblock gestreckt und nach dem Herausziehen der Dornstange, was eine vor- und zurückfahrende Dornstangenhaltevorrichtung übernimmt, als Luppe in den beiden Gerüsteinheiten 6a, 6b des Ausziehwalzwerkes 6 reduziert, während beim Massivwalzen auch schon das 6-gerüstige 3-Walzen-Kontiwalzwerk 5 wie das Ausziehwalzwerk 6 den Stabstahl durch Verkleinerung des Durchmessers redu- ziert. Bevor die reduzierte Luppe oder der reduzierte Stabstahl in einem Maß- bzw. Streckreduzierwalzwerk 10 zu einem Rohr bzw. einem Stab fertiggewalzt wird, wird das Walzgut in einem Nachwärmofen 11 auf die erforderliche Tempe- ratur gebracht.

Eine auslaufseitig des Maß-bzw. Streckreduzierwalzwerkes 10 angeordnete Schopfsäge 12 unterteilt das fertige Rohr bzw. den fertiggewalzten Stabstahl in die gewünschten Längen. Die Fertiglängen werden danach auf ein Kühlbett 13 über- geleitet. Soll hingegen der Stabstahl zu Draht gewalzt werden, wird der Stabstahl über eine Verlängerung des Kühlbettrollgangs 14 einem Drahtblock 15 zugeführt.

Die beschriebene Universal-Walzanlage erlaubt es somit, in einer Linie sowohl nahtlose Rohre als auch Stäbe oder Draht zu walzen. Hierzu werden beim Massivwalzen in dem 6-gerüstigen 3-Walzen-Kontiwalzwerk 5 zuvor die mit einer Kalibrierung für die Rohrwalzung ausgelegten Walzen gegen für eine Massivwal- zung kalibrierte Walzen ausgetauscht und die Dornstange in eine Außerbe- triebsposition gebracht, z. B. indem die Dornstangenhalteeinrichtung in ihre zu- rückgezogene Ausgangsstellung gefahren wird.